The Hills have eyes – USA 2006





Irgendwo in der Wüste von Nevada. Weil Papa etwas von der Landschaft sehen will, kurvt eine Familie durch die Pampa. Genregemäß fragen sie bei der fiesesten Tankstelle weit und breit nach dem Weg und werden prompt in die Irre geschickt. Es kommt wie es immer kommt, das Wohnmobil bricht zusammen und binnen kurzer Zeit kommen die durch Atomtests verseuchten Mutanten von den Hügeln herunter und fangen an zu morden, schänden und brandschatzen, wie es so die Art der Atommutanten ist.
Ein weiteres Remake eines 70er Horrorklassikers. Ausnahmsweise aber mal ein leidlich spannender, der streckenweise aufregender ist als das Original von Wes Craven.
Nach dem vergurkten und völlig unlogischen "Haute Tension" schafft es Regisseur Alex Aja in seinem ersten Hollywoodfilm tatsächlich einen soliden Backwood-Slasher mit einigen ironischen Momenten zu basteln. Die Besetzung wird als sympathisch und glaubwürdig genug eingeführt, daß man ihnen nicht sofort die Schwindsucht an den Hals wünscht und man hinreichende Empathie empfindet, daß es einen unangenehm berührt wenn sie von den Mutanten zerlegt werden. Zudem verhalten sie sich nicht all zu blöde und die Zahl der Fake-Buh-Effekte bleibt überschaubar.
Kameraarbeit und Schnitt sind ordentlich und nutzen effektiv das Wüstensetting. Insgesamt ein schöner klassischer Horrorfilm der sich nicht in unnötigen Sadismen weidet, was in Zeiten von Saw2 und Hostel schon eine ganze Menge ist.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 20th, 2006 •
- 3 Kommentare
- Schlagwörter: Alexandre Aja, Horror, Remake, Review, The Hills have Eyes
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