Land of the dead

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Mike: They're pretending to be alive…

Riley: Isn't that what we're doing? Pretending to be alive?

Originaltitel: Land of the Dead
Herstellungsland: USA / FR / CN 2005
Regie: George A. Romero
Darsteller: Simon Baker, Dennis Hopper, Asia Argento, Eugene Clark, John Leguizamo

★★★½☆

Land of the dead

Es ist schön den Satz "Manchmal kommen sie wieder" schreiben zu können, ohne an Unionspolitiker zu denken.
Zum vierten Mal lässt George Romero jetzt also die Zombies los. 1968 kamen sie zum ersten Mal. "they're coming to get you Barbra", 1978 dann die "Dämmerung der Toten", die bei uns Zombie hieß und nur in der actionlastigen, dafür inhaltsleereren Schnittfassung von Argento auf den Markt kam, später in den Sog der Video-Nastie-Diskussion geriet und ganz verboten wurde. Bis heute kann man "Dawn of the Dead" bei uns nur in einer stark gekürzten Fassung sehen, die dem Film kaum gerecht wird.
"Day of the dead" – die zynische Abrechnung mit der Militärgläubigkeit der Reagan-Jahre, von 1985, ein schwarzhumorig-grimmiges Kammerspiel ereilte natürlich dasselbe Schicksal. Das sich hier niemand die Mühe machte, die Filme auf ihre Meta-Ebene zu durchleuchten, ist im Lande von Alexander Kluge und Co. schon fast selbstverständlich.

Ganze zwanzig Jahre hat es gedauert bis Romero grünes Licht für eine weitere Folge seiner Untoten-Serie erhielt. Nur vier Filme konnte er seit 1985 umsetzen, zu riskant, zu eigensinnig erscheint der bärige Pittsburgher Hollywood, als das sie ihm ihr gutes Geld anvertrauen mochten.
Ironischerweise half ihm dabei das slicke, maingestreamte Hollywood-Remake seines "Dawn of the dead" das unerwartet erfolgreich war. Jahrelang ging Romero mit dem Skript for "Dead Reckoning" hausieren, aber erst die actionreiche Re-Imagination (wie man das ja heute so euphemistisch umschreibt) seines Klassikers sorgte dafür, das der Vater der Zombies einen Film drehen durfte. Vielleicht liegt es auch an der gegenwärtigen Stimmung, vielleicht brauchen düstere Zeiten, wie jene in denen wir leben, diese Filme. Vielleicht war das Kino auch wirklich erst unter George W. bereit für die Renaissance des Genres. Das Romero dafür auch fünf Millionen weniger bekam, als das mit 20 Millionen Dollar eh schon recht günstige Dawn-Remake, spricht für das tiefe Mißtrauen, das die Industrie ihm entgegenbringt.

Das man dennoch für keine Sekunde das Gefühl hat einen billigen Film zu sehen, sondern das er es überzeugend schafft das große apokalyptische Tableau aufzuziehen, ist sicher nicht nur dem günstigen Filmland Kanada zu danken, sondern auch Romeros Erfahrung im Guerilla-Filmemachen. Er hat es schon immer verstanden seine Filme teuerer aussehen zu lassen, als sie es waren.

Land of the Dead, beginnt einige Zeit nach Day of the Dead. Die mittlerweile sichtlich verwitterten Untoten beherrschen das Land. Die Menschen haben sich in kleine Enklaven zurückgezogen, unternehmen nur schwer bewaffnet Raubzüge um die umliegenden Supermärkte und Lebensmittel-Lager zu plündern. Sie wissen ihre Quellen reichen nicht ewig. In einer zusammengebrochenen Gesellschaft in der nichts neues mehr produziert wird, sind Lebensmittel endliche Ressourcen. Immer weiter kämpft sich der schwer gepanzerte Truck "Dead Reckoning" durch das Land, welches jetzt von den Untoten bevölkert wird.

Die Raubzüge sind lebenswichtig um die Stadt am Leben zu halten, die vom mächtigen Mogul Kaufman (passend gespielt vom bekennenden Republikaner und Bush-Anhänger Dennis Hopper) regiert wird, der sich im einem protzigen Wolkenkratzer Fiddlers Green, einer abgeschlossenen Luxus-Welt innerhalb der abgeschlossenen Stadt verschanzt hält. Auch die Apokalypse geht nicht ohne Klassengesellschaft vonstatten: Auch hier gibt es die, die im Luxuswolkenkratzer la dolce vita genießen, und jene die in der an Max-Headroom und Brazil gemahnenden Unterstadt vor sich hinvegetieren, und die von Kaufman mit dümmlicher Unterhaltung und Ablenkung ruhig gestellt werden. Opium für die Masse, die in der Hackordnung nur wenig über den Zombies steht.

Dumm nur das die Zombies mittlerweile sowas wie ein Bewusstsein entwickeln. Schon in Dawn und Day gab es Ansätze von rudimentärer Intelligenz, die Zombies erinnerten sich an den Sinn von Werkzeugen und an Orte die in ihrem Leben eine Rolle spielten. In LotD formen sie schon so etwas wie eine eigene Gesellschaft, sie nehmen einander als Gleiche war, fühlen sogar eine gewisse Verbundenheit miteinander. Unter der Führung eines "Big Daddy" getauften besonders hellen lebenden Toten, beginnen sie zu realisieren, das die Menschen sie systematisch ausrotten und starten ein Marsch auf die verbarrikadierte Stadt.

Zur gleichen Zeit kriselt es auch dort ganz gewaltig. Nachdem das düpierte Handlanger Cholo (John Leguizamo) sich von Kaufman um seinen gerechten Lohn geprellt sieht und den Monstertruck Dead Reckoning stiehlt um vom Oberboss Geld zu erpressen, mit dem er hofft in irgendeine imaginäre bessere Welt flüchten zu können. Dead Reckoning besitzt Raktenwerfer, die den glamourösen Luxusturm empfindlich beschädigen könnten, also schickt Kaufman den desillusionierten, aber im Herzen menschlich gebliebenen Robert Redford-Verschnitt Riley (Simon Baker) los – der den Truck entworfen und die Einsätze im Zombieland geleitet hat. Er soll Cholo unschädlich machen und den Truck zurückbringen. Um sicherzustellen, das Riley dies auch macht, werden ihm eine menschliche Bowlingkugel mit Fat Bastard-Charme und ein Sandra-Bullock-Look-Alike zur Seite gestellt. Zwei seiner Freunde sind ebenfalls dabei: der geistig herausgeforderte Charlie und die militante Aushilfshure Slack (Asia Argento – die oftmals dreinguckt wie Juliette Lewis in der Menopause).

Nach einigem Hin und Her gelingt es auch Dead Reckoning zurückzuerobern und die Handlanger Kaufmans auf die eigene Seite zu ziehen. Denn Riley hat nicht vor ihm den kostbaren Kampftruck zurückzugeben. Die Entscheidung wird ihm jedoch auch abgenommen, weil die intelligenten Zombies mittlerweile die Stadt erreicht haben und sich Zeit nehmen für einen kleinen Snack. Lets all go to the lobby… Der langsam aber beständig näherkommenden Übermacht an lebenden Leichen haben die Menschen nichts entgegenzusetzen, auch Fiddlers Green wird überrannt. Riley bleibt nur die Barrikaden niederzureißen, damit die Flüchtlinge aus der Stadt kommen. BiG Daddy und seine "Kinder" können sich mal wieder richtig satt essen. Dead Reckoning braust davon, in eine ungewisse Zukunft. Kanada – dort soll es besser sein.

Romero schafft es, seine Vision von einem Zombiefilm ins neue Jahrtausend zu tragen. Der Film sieht verdammt gut aus. Die Kameraarbeit ist einfallsreich ohne sich in Spielereien zu verzetteln, der Schnitt zweckmässig und rasant, ohne das er in Videoclip-Ästhetik abgleitet. Die desaturierten Bilder, in grau-grün Tönung vermitteln von Beginn an ein hoffnungsloses apokalyptisches Gefühl.

Nachdem wir in LotD hauptsächlich Zombies zu Gesicht bekommen, die schon längere Zeit tot sind, darf man die wohl detailreichsten und originellsten Make-up-Designs bestaunen, die es in langer Zeit in einem Untotenfilm gegeben hat. Generell zeigt sich, was Maskentechnik oder auch Gore-Gags angeht, das zwischen Romero und seinen Epigonen Welten liegen. Man mag es als eklige Detailversessenheit abtun, aber es trägt nicht unwesentlich zur "creepiness" bei, wenn man die Zombies fressen sieht. Etwas vor dem sowohl das Dawn-Remake, wie auch die anderen neueren Filme zurückschrecken. KBNFX, die Special Effect-Genies die auch schon Wishmaster, From Dusk till Dawn, die neuen Narnia-Filme, Sin City und die Sequels der Ginger Snaps-Filme betreuten, gehen in die vollen und bieten überraschend heftige Bilder. Dafür das Romero verpflichtet war einen R-Rated-Film fürs Kino zu liefern (mit der Zusicherung die Unrated-Fassung auf DVD veröffentlichen zu können) splattert es erfreulich viel und einfallsreich. Ob im Eifer des Gefechts nun das Wort "Fingerfood" eine neue Bedeutung bekommt, jemand sehr unglücklich auf eine Granate fällt oder sich zwei Zombies einen Arm wie den Wünschelknochen eines Hühnchens teilen, es gibt genug zu sehen und zu entdecken, von dem man schon glaubte es in modernen Horrofilmen nicht mehr erleben zu dürfen. Das es zwar nie lächerlich, aber oftmals schwatzhumorig, ironisch ist, unterscheidet LotD wohltuend vom Gekrösemanschen billiger Zombiefilme.

Trotz allem ist der Film keine reine Effektshow geworden, kein stumpfes Dauergekämpfe und Zombiegemetzel. Romero kommt es wie immer auf menschliche Verhaltensweisen, auf Gruppendynamiken und auf satirische Seitenhiebe an. Sehr subtil mögen die Analogien in LotD nicht sein, aber die Vision einer selbstvergessenen, reichen Gesellschaft, die die Lebensräume anderer ausplündert, während das eigen Volk dahinvegetiert und mit dümmlicher Unterhaltung ruhig gestellt wird, kommt einem dennoch schmerzlich bekannt vor. Oneliner wie Hoppers: "We don't negotiate with terrorists." mögen kalkuliert wirken, aber sie passen zur Stimmung des Films. Wenn die Zombies ihren Marsch auf die Stadt beginnen – dabei auf die Grausamkeiten stoßen, die die Menschen ihnen angetan haben – hat dies nicht zufällig etwas von einer Demonstration, einer Revolte.

Dead Reckoning, das waffenstarrende Panzerfahrzeug ist vielleicht eine plumpe aber auch passende Metapher, auf die Zweischneidigkeit von Technologie, die eingesetzt werden kann um zu überleben und Ressourcen zu erlangen, die aber auch fremde Lebensräume zerstört, ausbeutet und im schlimmsten Fall und in den falschen Händen, die eigene Gesellschaft in Schutt und Asche legen kann.

Es mag unlogisch erscheinen und als Plotschwäche ausgelegt werden, das Geld in dieser zusammengebrochenen Gesellschaft noch immer eine so wichtige Rolle spielt. Das es in Fiddlers Green Reiche gibt die sich Luxus erkaufen können, das Cholo aus Wut von Kaufman geprellt worden zu sein, ihn um Millionen Dollar erpressen will. andererseits entspricht es doch der menschlichen Natur sich an erlerntes zu klammern. In einer Kultur die Geld anbetet, wie die amerikanische es tut, da braucht es vielleicht wirklich mehr als den totalen Zusammenbruch, um die Wertlosigkeit von Geld wirklich allen klar zu machen. Kaufmans System funktioniert, weil die Armen seit jeher darauf konditioniert sind nach Geld zu streben, denn Geld bedeutet Wohlstand, flucht aus ihren Verhältnissen. Kaufman hat Geld und deswegen kann er sich den in naziähnliche Uniformen gewandeten Sicherheitsdienst leisten, die Soldaten, Söldner und Handlanger die ihn und seinesgleichen vor dem restlichen Pöbel schützen. Nicht umsonst rastet Cholo aus, als er erkennen muß, das er Kaufman nichts wert ist, das er ob mit Geld oder ohne keinen Platz in Fiddlers Green hat. Cholo, von John Leguiazamo routiniert überdreht angelegt, ist nicht der hellste und das weiß er auch. Aber er hat den Traum des sozialen Aufstiegs verinnerlicht, der jedem Amerikaner vor dem Zusammenbruch eingebleut wurde – das er und seinesgleichen im Endeffekt mächtiger sind als Kaufman, weil sie diejenigen sind die die Versorgung garantieren, die Nahrung heranschaffen und die Arbeit erledigen die gemacht werden muß – darauf kommt er erst viel zu spät.

Selbst die Siedler von Fiddlers Green realisieren wahrscheinlich nicht, wie fragil ihre Welt ist. Wie schizophren ihr unproduktiver Müssiggang im Angesicht der Situation ist. Es wird und muss der Zeitpunkt des Zusammenbruchs auch dieser Lusxus-Enklave kommen, den Kaufman versucht mit Brot und Spielen für die Massen aufzuhalten. Es muss unweigerlich der Moment kommen, in dem man sich den Pöbel nicht mehr mit Geldscheinen vom Leibe halten kann. Doch davon will, wie auch im wahren Leben niemand etwas wissen, die Augen werden verschlossen und man hofft das es noch eine Weile gut gehen möge.

Die Irrationalität der Menschen wird auch schön deutlich, wenn ein im Film als Revolutionär eingeführter Slumbewohner hofft nach dem Sturz Kaufmans, die zerstörte Stadt nach seinen Idealen weiterführen zu können. Es wird nicht ausformuliert, aber die Art und Weise wie sich die neuen Herscher an ihre Waffen klammern und das Leuchten in ihren Augen, hinter denen Fanatismus glimmt, lassen einen Zweifeln ob die neue Gesellschaft soviel besser werden wird, als das eben gestürzte Regime Kaufmans.
Nicht umsonst wendet sich Riley am Ende ab und sucht mit seinen Freunden sein Heil in Kanada, in der Ungewissheit die immer noch besser ist als alles bekannte.

Wenn man dem Film etwas vorwerfen mag, dann das er mehr Potential hat, als er nutzt. Zuwenig wird vom täglichen Leben in Fiddlers Green gezeigt. Zuwenig vom Alltag in den Slums der unbenannten, aber nach Pittsburgh modellierten Großstadt. Man hat den Eindruck das mehr Geschichte in dieser Gesellschaft steckt, das die Charaktere mehr zu erzählen hätten, wenn man sie lässt. Vielleicht gibt es im angekündigten Unrated-Cut neben mehr Gore auch die Möglichkeit, davon mehr zu sehen.

Ob Romero die Erwartungen erfüllt hat die seien Fans nach 20 Jahren Wartezeit an den Film stellten, ist schwer zu beurteilen. Nach so langer Zeit wird einfach ein Über-Meisterwerk erwartet, dem niemand wirklich gerecht werden kann. Lässt man die Zeit aber einfach außer acht, dann hat er einen spannenden, effektreichen, schwarzhumorigen und im Rahmen des Genres intelligenten Zombie-Film gedreht, an dem sich die Nachfolger messen lassen müssen. Für die Fans gibt es überdies das eine oder andere nette Cameo zu entdecken: Maskenguru und Romero Weggefährte Tom Savini, darf als Machetenzombie durchs Bild torkeln. Die "Shaun of the Dead"-Macher Simon Peg und Edward Wright sind als Karnevals-Zombies zu sehen, falls man sie unter dem dicken Make-Up erkennt.
Bleibt zu hoffen, das es nicht wieder 20 Jahre dauert bis wir die nächste Episode aus dem Land der lebenden Leichen sehen dürfen.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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7 Comments

  1. Der_Held

    Wenn Du das nächste mal ne Tüte rauchst, schau dir dabei Matrix oder Kill Bill II an. Das kommt noch besser.

    Wieso nichts über den Brain-Zombie? Wen oder was symbolisiert der?

    Klasse!

  2. Batzman

    Ich kenne den Artikel. Hab den Unrated-Cut auch hier rumliegen, fand aber nicht, daß er außer ein bißchen mehr Gore und der Erhängungsszene wirklich viel wichtiges zur Story beitrug. Deswegen kann die Kritik so wie sie ist schon stehenbleiben…

  3. Der_Held

    Klar, ausser vielleicht dass der Brainzombie fast so viel screentime hat wie Dennis Hopper. Ich fand nur den Gegensatz so faszinierend:

    schnittberichte.com:
    „Nun wird einem Bauarbeiter das Gesicht vom Schädel abgezogen“

    Batzman:
    „Die Irrationalität der Menschen wird auch schön deutlich, wenn ein im Film als Revolutionär eingeführter Slumbewohner hofft[…]“

  4. Batzman

    ähm, der Zusammenhang erschließt sich mir grade nicht so…

  5. Der_Held

    Mein Fehler – ich habe für einen Moment vergessen, dass schnittberichte.com keine schwarzhumorige reviews zeigt, sondern eine rein informative Seite ist. obwohl…nein, quatsch.

  6. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    […] George Romeros letzten Streich seiner Dead-Reihe haben wir euch ja hier vorgestellt. Das Remakes seines Klassikers “Dawn of the dead” von Zak Snyder war einer der wenigen neuen Zombie-Streifen der auch die Fans des Originals begeistern konnte. […]

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14