Star Wars: Episode III

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Angriff der Klamauk-Bots – Es gibt Reis, Lord Vader!

Originaltitel: Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith
Herstellungsland: USA 2005
Regie: George Lucas
Darsteller: Ewan McGregor, Hayden Christensen, Natalie Portman, Ian McDiarmid
★★½☆☆

Episode III Star Worse

Es ist schwer jemanden noch zu mögen, wenn er einem in den ersten zwei Minuten die man ihn kennt auf die Schuhe spuckt.
Ungefähr so fühlte ich mich ab der ersten Minute im neuen Star Wars-Film. Ich hatte meine Erwartungen nach Episode I und II ja schon heruntergeschraubt, ich dachte, wenn ich wenig erwarte, dann könnte ich auch nicht enttäuscht werden… Aber es ist Herrn Lucas ein weiteres Mal gelungen, über zwei Stunden auf meinen Kindheitserinnerungen herumzutrampeln und einer charmant-naiven Weltraumfabel bei lebendigem Leib des Herz herauszureißen.

Dabei wollte ich den Film irgendwie mögen, mich am Ende der Trilogie irgendwie mit Star Wars versöhnen, das in meiner Kindheit noch Krieg der Sterne genannt wurde.. Doch selbst wenn ich den Anfangstext in der Diktion einer Blouevard- Gazette ignoriere eröffnet der Film mit einem Totalausfall.
Christopher Lee und irgendein digitaler Hühnerhabicht mit Keuchhusten namens General Grievous haben angeblich den späteren Imperator Palpatine gekidnapped und Obi-Wan und Anakin eilen zur Rettung. Was der Anfang einer rasanten Raumschlacht sein könnte, entpuppt sich aber schnell als Knallerbse, denn wie schon in Episode 2 dienen Droiden mal wieder als Comic Relief, fragt sich nur Relief wovon, denn noch ist im Film gar nichts passiert…
Das hindert Lucas aber nicht daran die Klamauk-Bots auf Obi-Wan loszulassen, das es nur so zirpt. Lustige Geräusche und Roboter-Slapstick vom schlimmsten – fast als wären die Drei Stooges zusammen mit Adam Sandler und Chris Rock als Blechbüchsen wiedergeboren worden. Stolpern, holpern, tischirpen, lustige Sachen sagen… wer dachte die furchtbare Szene aus Episode 2 in der C3PO und R2D2 durch eine Fabrik torkeln durfte, wären an Peinlichkeit kaum zu toppen, der wird hier zum ersten Mal eines Besseren belehrt. Die ersten 20 Minuten des Films sind ein einziger Roboter-Kalauer. Das selbst R2D2 mittlerweile rumhüpft, fliegt und springt wie ein Transformer dem ne Duracell im Hals steckt, wundert da auch nicht mehr.

Reiner Klamauk, der nichtmal von groß annoncierten neuen Bösewicht General Grievous halt macht. Der stammt wie der Großteil des Films komplett aus dem Rechner und sieht auch so aus. Es ist nur konsequent das er nach einem Drittel des Streifens bereits den Stecker gezogen bekommt, nachdem Obi-Wan ihn mit einer Kampfeidechse auf dem Planeten Fred Feuerstein verfolgt und zur Strecke bringt. Hatte ich erwähnt das er in einen Röhnrad flieht? Hatte ich die Kampfeidechse erwähnt?

Es ist wieder einmal schwer zu sagen, was mich mehr genervt hat: Immer wenn eine schlecht getrickste Actionszene kam, wünschte ich mir es würde wieder Handlung kommen, aber sobald die Figuren anfingen zu reden, wünschte ich mir sie würden das Maul halten und wieder vor der Blue-Screen rumhüpfen.

Blue-Screen – vielleicht ist sie schuld daran, das außer Ewan McGregor keiner der Darsteller irgendeine Form von Schauspielkunst vermittelt. Selbst ehrenwerte Akteure wie Samuel L. Jackson und Ian McDiarmid knallchargieren das einem die Augen bluten. Die subtilen Verführungskünste des Imperators der versucht Anakin auf seine Seite zu ziehen sind in erster Linie langatmig und ungefähr so subtil wie ein Stich ins Auge mit einem spitzen Stock.
Wie war das noch in der Werbung? Wir erleben Anakins inneren Kampf mit? Seine Zerrissenheit auf dem Weg zur Dunklen Seite? Aus dem trotzigem Jammerlappen in Teil 2 ist lediglich ein unsympathischer, selbstgerechter Trottel geworden, der scheinbar den IQ einer Blattschneideameise hat. Selbst wenn Palpatine ihn direkt vor seinen Augen verarscht, hinterfragt er ihn nicht und nimmt es stattdessen als Anlass diesem ewige Treue zu schwören.

Das die Dialoge zwischen Anakin und seiner angeschwängerten Prinzessin Larifari mal wieder so ekelhaft künstlich sind, das sie selbst bei Verliebt in Berlin als zu unrealistisch rausfliegen würden, braucht man nach Teil 2 eigentlich nicht mehr zu erwähnen.

Wirklich, ich wollte den Film mögen, wenigstens ein bisschen. Aber von der ersten Minute an macht er es mir sehr sehr schwer.
Warum sehen drei Jahre nach Gollum und Herr der Ringe die Tricks von Star Wars immer noch aus wie ein X-Box-Game? Warum war es nicht möglich irgendwelche Sets zu bauen anstatt die Akteure die ganze Zeit vor Blue-Screen zu filmen und dann ohne die Lichtstimmung anzugleichen in irgendwelche Hintergründe zu stanzen. Selbst in Momenten in denen es nur um zwei Leute in einem Raum geht, selbst wenn Anakin mit Obi-Wan spricht wurden eindeutig beide getrennt aufgenommen und schlecht digital zusammengefügt. Warum?

Warum muss das Baby das Ewan McGregor am Ende im Kreißsaal im Arm hält digital eingefügt werden? Kann eine 120 Mio. Dollar Produktion nicht für den Moment ein echtes Kind organisieren? Etwas das in jeder TV-Serie möglich ist? Der Film wimmelt vor Warums. Warum müssen ehrenwerte Figuren lächerlich gemacht werden. Mutierte Yoda im letzten Film schon zu einem Dizzy-Devil verschnitt, darf er diesmal bei Chewbacca auf der Schulter hocken. Ich hab nur noch drauf gewartet, das der Wookie sich eine Augenklappe umschnallt und der alte grüne Yedi-Meister loskräht “Yoda will nen Keks!” – Yo ho ho ho, a Jedis Life is fun.

Überhaupt ist der Auftritt der Wookies völlig unnötig, aber würde man anfangen von unnötig zu reden, wäre der Film wohl kaum 60 Minuten lang.
Die einzig passable Actionszene – gemessen an den neuen Filmen, nicht generell an guten FIlmen – ist das Schlussduell zwischen Obi-Wan und Anakin. Sicher ist es keine Offenbarung und die es einleitenden Dialoge erzeugen bei mehrmaligem Hören sicher bösartige Tumore im Ohr (“Anni du brichst mir das Herz!!!”), aber zumindest sieht der Lavaplanet nicht ganz so lieblos dahingerendert aus wie der restliche Film. Auch wenn die Blue-Screen-Ränder um Anakins-Füße die ganze Zeit bedrohlich flackern und mehr schlecht als recht mit digitalem Rauch kaschiert werden.

War noch was? Ach ja. Yoda ist besser gemacht als in Episode I und II, aber schlechter als die Puppe in den alten Filmen. Warum er sich im Endkampf mit Palpatine mit Riesenaschenbechern beschmeisst und dabei auch noch verliert, bleibt allerdings ungeklärt. Genau wie die Frage ob die dicke Tine von RTL für die scheußliche Innenausstattung von Prinzessin Larifaris Apartment zuständig ist. Ein Kitschkack-Alptraum komplett mit Fototapete und Zimmerspringbrunnen und Zierkissen. Fehlen eigentlich nur noch ein David-Hasselhof-Poster, Diddl-Mäuse und eine Lavalampe. Oder hat Anakin das so eingerichtet? Wenn ja wäre schön frühzeitig erkennbar gewesen das er der dunklen Seite verfallen ist.

Im Endeffekt bleibt mir nur die Hoffnung, das Lucas von weiteren Filmen Abstand nimmt. Das er irgendwann enteignet wird um sein Werk vor ihm zu schützen, das die Trickschmiede WETA den Trickbeamten von ILM so lange Feuer unterm Arsch machen, bis sie lernen endlich mal wieder gute Spezialeffekte zu basteln und das Hayden Christensen zum Friseur geht.

Beruhigend ist es am Ende lediglich zu sehen, das Handwerker wohl auch in Zukunft gewohnt lahmarschig bleiben… wie anders erklärt sich die 20jährige Bauzeit für den ersten Todesstern.

Ach. Humbug.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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19 Comments

  1. Der_Held

    Ja leider :(

    Jetzt ist bestätigt worden, was unsere Frauen/Freundinnen/Mütter schon immer wussten: Krieg der Sterne ist für kleine Kinder *heul*

  2. Nilz N Burger

    da hat der batz ja wieder gekotzt…ich fand den gut. den film. und das ende so toll superdramatisch, so wie ich es erwartet hab. wenn es etwas gibt, was man lucas nicht verzeihen darf in puncto neue star wars, dann ja wohl jar jar binks. das ist aber auch schon alles. star wars ist für 12jährige und nicht für leute die vor 18 jahren 12 waren und jetzt ein gefühl von damals wiederhaben wollen. dann musste zum rebirthingkurs gehen. oder einfach mal schon 12 werden, bevor du den kinosaal betrittst. dann gehts auch.

  3. Batzman

    Dieses Altersargument find ich ja ehrlich gesagt immer wieder anstrengend. Es gibt gute Kinderfilme und schlechte. Und nur weil ich sage: Das ist aber für Kinder entschuldigt es nicht eine grottige Inszenierung, lausige Tricks und eine Regie die selbst talentierte Mimen auf das Niveau der Augsburger Puppenkiste runterzieht.

    Wer die Filme tatsächlich in der “korrekten” Reihenfolge sieht, kann sich Teil 4-6 wirklich sparen, weil er keinerlei überraschungen mehr bereithält und man sämtliche Figuren für dämliche Pappnasen halten muß.

  4. Nilz N Burger

    natürlich entschuldigt das keine grottige inszenierung..im gegenteil. kinder lassen sich nicht alles vorsetzen, das bemerkte ich als meine tochter bei shrek 2 den saal früher verlassen wollte. zu recht, zumindest für ihr empfinden, denn der grüne ogre war ja eher selten als grüner ogre zu sehen in dem film.

    aber back on track: wenn man einfach spass hat an bummzischbang, was ja damlas teil 4-6 auch waren, dann kann man auch seine freude und seinen frieden finden mit episode 1-3. man kanns aber auch totanalysieren. aber da war star wars ja eh schon immer für da…;)

    ich war nie sw-hardliner und ich hatte spass bei 1-3. mehr wollte ich auch nicht. popcorn. ganz einfach. und ok: episode 1 ist echt irgendwie auch so ein bischen scheisse, aber 2 und 3 haben irgendwie dann wieder dafür entschädigt.

  5. Batzman

    Das Problem bei den PDI / Dreamworks-Filmen mag in dem Zusammenhang aber auch sein, daß sie eher keine Kinderfilme sind, wie bei Animationen gerne vorausgesetzt wird. Im Gegensatz zu PIXAR hat PDI immer eine ältere Zielgruppe
    ab 12+ im Visier gehabt. ANTZ oder Shark Tales sind genau wie Shrek durch ihre Anspielungsdichte und satirischen Momente für kleine Kinder oft einfach langweilig.

    Ich erinnere mich gut an irgendwelche 6jr die bei AnTZ oder Babe- Pig in the City im Kino anfingen zu heulen.

    zu Star Wars: 4-6 waren naive Weltraummärchen, mit archaischen Charakteren. Alles märchenhafte hat Lucas ja bewusst zuschanden geritten, als er mit Bluttests für die Macht, Steuerstreitigkeiten und Handelsabkommen anfing. Bürokrat Wars…

  6. Der_Held

    Also meine fav Szene war schon immer die Bar in Anchorhead (Episode IV). Das ging dann auch wunderbar nahtlos in “Blade Runner” und “2001 – A Space Odyssey” über. Zum Schluss dann eine “Mockumentary” über die Mondlandung.
    Da ich für die Erstausstrahlungen noch zu jung war, konnte es bei mir genau diese Reihenfolge sein. Aber “Krieg der Sterne” ist meinem Herzen am nächsten geblieben ;)

  7. lebowski

    ich finde es nicht gut, dass du immer “das” schreibts, wo “dass” hingehört. ansonsten sehr lustig.

  8. didine

    je trouve qu’il est tres bien et je ne comprend pas un mot de ce que vous dites!!!

  9. ghent

    nichts gegen lavalampen

  10. Mr. Da-Nos

    Hallo Leute

    Ich bin zwar weder ein grosser Star Wars-Fan noch ein Kenner von Science Fiction im allgemeinen, aber trotz allem bin ich ein grosser Filmfan. Ein Film muss gute Dialoge und Darsteller haben, eine intelligente, logische Geschichte sowie (wenn möglich) gute Effekte und Maske.

    Krieg der Sterne anno damalas, ende 70er, anfangs der 80er… Millionen haben die Filme gesehen, zusammen gewannen die Filme 10 Oscars und nahm nebenbei noch spielend Milliarden ein. Was haben die neuren Filme gewonnen? Ich erinnere mich, dass sie für viele goldene Himbeeren nominiert waren… aber nie einen Oscar für irgendetwas bekommen haben.

    Egal, kommen wir zu Pepsidose III (Pepsi!!!) oder “Der fette Bastard und seine Abzocke”.

    Die Geschichte ist extrem einfälltig, ich denke, dass jedes zehnjährige Kind raffen wird, wo die Fehler in der Handlung sind. Nur George Lucas, ein 60 jähriger Regisseur, kriegt es einfach nicht auf die Reihe…

    Okay, wo fangen wir an?
    Zuerst “entführt” der Oberbösewicht Grievous, eine hustende Mischung aus Assgeier und Heuschrecke Palpatine aus “der Hauptstadt der Republik”, womit vermutlich dieser komische Stadtplanet gemeint ist. Anakin und Obi-Wan kommen dem Kanzler zu hilfe, und durchfliegen ein galaktisches Schlachtfeld, das in lahmarschigkeit wohl nur eine Veralberung sein kann. Da rasen tausend Schlachtschiffe im All herum, aber es wird kaum einer abgeschossen. Ebenso kommen Obi-Wan und Anakin mit ihren Raumjägern spielend mit allen feindlichen Jägern fertig und zerstören den Schutzschild von Grievous Raumschiff von Aussen (!). WIE BITTE? Von Aussen? Wer kommt auf so eine bescheuerte Idee, den Schutzschildgenerator an der Aussenseite seines Schlachtschiffes zu installieren? Das wäre ja so, als ob Panzer mit freigelegten Motoren in den Krieg ziehen würden.

    Egal. Anakin und Obi-Wan nehmen es spielend mit den klapprigen Robotern von Grievous auf und kommen in einen Saal, indem Palpatine unbewacht auf einem Thron angekettet sitzt. Ja, ihr habt richtig gehört. Auf einem unbewachten Thron. Reale Entführer setzen ihre Geiseln in einem schwer bewaffneten Raum ohne Luxusgüter. Nur in Star Wars steht die Welt Kopf.

    Wie auch immer. Dooku kommt und darf (wie jeder Gegner der neuen Filme) einen schnellen und unspektakulären Tod sterben, etwa so, wie wenn einer aus einer Seifenoper fliegt.

    Die Inszenierung war… schlimm. Die Dialoge waren so derart mies, dass ein nur ein absoluter Vollidiot einen solchen Schwachsinn überhaupt schreiben kann. “Du warst mein Bruder” (sagt der Meister zu seinem Schüler) “Anakin, du verletzt mich” (sagt Amidala, nachdem sie nun schon zum xten Mal erfahren hat, dass Anakin kleine Kinder meuchelte). “Luke, Leia” (Das sind die ersten und letzten Worte, die eine Mutter zu ihren Kindern sagt. Reale Mütter würden ihre Kinder küssen oder sagen “Ich liebe dich”, nein, im Star Wars-Universum sind die Mütter stupide Gebärmaschinen wie Anakins Mutter, der es am wörtlichen Arsch vorbeigeht, dass ihre “Jungfrauengeburt” lebensgefährliche Pod-Rennen fährt).

    Padmè verliert den Lebenswillen, als Anakin böse wird. ANAKIN WAR JA SCHON IMMER BÖSE! Erinnert ihr euch an Episode II? Dort schlachtete er Kinder, Frauen und sogar deren Haustiere ab. Padmès trockene Anwort darauf: “Zorn ist menschlich”. Damals war es ihr also scheissegal, dass ihr Freund ein perverser Massenmörder ist. Anakin war schon im zweiten Teil ein unsympathischer, arroganter und aggressiver Kotzbrocken. In wieweit hat sich sein Verhalten also verändert? Die Anwort: gar nicht.

    Die weisen Jediritter ermorden komischerweise jeden, der ihnen in die Quere kommt. Jeden. Die Sith hingegen töten nur im Duell (wie Darth Maul). Wer ist hier eigentlich der Böse?

    Als sich Obi-Wan auf Utapau anschleichen will, nimmt er (natürlich) das grösste, lauteste und nervigste Tier, dass dort auffindbar ist. Nein, er nimmt nicht eines der Hover-Bikes die dort überall bereitstehen, er nimmt die Kreischechse, damit auch jeder mitkriegt, dass die Jediritter da sind. Dann, als er hinter Grievous ist, und diesen erdolchen könnte, macht er Grievous mit dummen Sprüchen (die offenbar aus einer 80er Jahre Comedy-Serie stammen) dumm an und verscheissert so die Chance, den General töten zu können. War es nicht gerade der Sinn dieses Angriffs, ihn von hinten zu töten?

    Die digitalen Effekte liessen mich innerlich erbeben: verwackelte, unecht wirkende, Kreaturen und Hintergründe. HALLO? Wir leben im Herr der Ringe und Avatar-Zeitalter, solche Effekte wären vielleicht anno 1994 noch tolerierbar gwesen, aber nicht bei einem 150 Millionen Film von 2005. Es gab wirklich nicht eine einzige Szene im Film, in der man hätte sagen können: es wirkt echt. Wirklich nicht. Jede Szene wirkte unecht, sogar das übertrieben lange Lichtschwertduell am Ende des Films wirkte wegen der miesen Effekte überhaupt nicht echt sondern erinnerte mich an das Kindertheater meiner ehemaligen Schule. Jeder, der auch nur etwas Erfahrung im Fechten oder Kendo hat, weiss, dass Duelle meist nur ein paar Sekunden dauern. Und George Lucas will uns weissmachen, das zwei erfahrene Kämpfer 20 Minuten lang gegeneinader kämpfen? Häh?

    Ich könnte hier noch tausend Fehler aufzählen, aber kommen wir zum Punkt: der Film ist Scheisse, die Geschmäcker sind allerdings verschieden. Ich fand den Film obermies, und ich bin ja noch nicht einmal ein Star Wars-Anhänger, wie kann der Streifen also auf Hardcore-Fans gewirkt haben?

  11. Heinrich

    Moin Moin

    Ihr habt alle etwas zu hohe Erwartungen: ja, Krieg der Sterne und das Imperium schlägt zurück waren gut. Aber Rückkehr der Jediritter war ja auch totale Scheisse. Ein gigantisches, die Galaxie dominierndes Imperium wird von Teddybären und einem Haufen “Rebellen” genannten Terroristen besiegt. Wie dämmlich ist das denn? Wenn Herr Lucas nur einmal ein Buch über Regie in die Hand genommen hätte, dann wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass er seinem Film eine Handlung gegeben hat, die von einem Dreijährigen stammen könnte und den philosophischen Tiefgang von frisch Erbrochenem hat.

    Tststs… was erwartet ihr? Episode I-III konnten ja nur mies (würg! Brech!) werden. Einen kindermordenenden Kotzbrocken als Anakin, eine fade Padmè und ein bekloppter Obi-Wan, ein ultraaggressiver Yoda, eine Truppe dekandenter, unfassbar stupider Jediritter (oder Sektierer). Vergessen wir nicht Jar Jar Binks, die nervigste Figur der gesamten Filmgeschichte. Miese, digitale Klotzerei, unlogische Handlungen, Lahmarschige Gegner (wie der komische Heuschrecken-General mit den vier Armen). Und die miesesten Dialoge der gesamten Filmgeschichte runden diese “Werke” ab.

    Ebenso geschmacklos hat Lucas bei den neuen Filmen sämtliche Dinge aus der Bibel und dem Buddhismus geklaut: Jungfrauengeburt, Erlöser, Heiliger, die Zwiesprache in der Wüste, die Verführung, Nirwana, Geistwesen, Erleuchtung etc.

    Sogar der Teufel hat einen geschmacklosen Gastauftritt als böser Gegner in Episode I. Gähn…

    In Teil 3 liess Lucas seinen Sohn auftreten, als kleiner Jedi, der abgeknallt wird. Wie krank muss ein Vater sein, um den Mord an seinem eigenen Kind im eigenen Film darzustellen? Was für ein Psychopath muss ein solcher Mann sein.

  12. Leonidas

    Den letzten beiden Kommentaren und Batzman kann ich mich nur anschliessen. Der Film ist das Gegenteil von dem, was wir wollten: verkratzte Raumschiffe (es wirkt nicht wirklich überzeugend, wenn feinpolierte und gewachste Raumschiffe in die Schlacht ziehen). Yoda als weisen Jedimeister und nicht als kleinen Mörder mit Baby-Laserschwert. Hayden Christensen ist soooooooooooooooo mies (das musste sein) in dieser Rolle, es ist einfach unglaublich. Selbst die alten Folgen des Raumschiffes Enterprise waren auf einem deutlich höheren Level der Schauspielkunst und wir sprechen hier immerhin von einem Film, der 150 Millionen Dollar verschlungen hat.

    Wo sind die eigentlich hingeflossen? In die drittklassigen, sichtbar unechten Effekte? In die praktisch nicht vorhandenen Kostüme? In die selten untalentierten und langweiligen Schauspieler? In das globale Marketing, dass einem diesen Kotzbrocken von Film als gut anpreisen sollte?

    Wie auch immer. Sicher dreht Lucas bald wieder miese Filme um sie dann auf DVD zu verscherbeln, ihr werdet sehen.

  13. Leonidas

    Ich bins nochmal.

    Was mich an den neuen Filmen eigentlich am meisten gestört hat, waren nicht die hölzernen Charaktere, die miesen Effekte oder das komische Design, nein, die sinnlosen Handlungen und unerklärten Motivationen regten mich eher auf, denn ich mag gut strukturierte Filme mit logischen Handlungen (was auf diese Filme allerdings nicht zutrifft).

    Episode (oder besser Pepsidose) 1: die dunkle Bedrohung

    Wieso z.B. überfällt eine “Handelsföderation” einen Planeten wie Naboo (mit Betonung auf “Föderation”)? Was gibt es da zu holen? Ist die Föderation Teil der Republik? Wieso kontrolliert der Imperator die Handelsföderation? Weshalb landen die Invasionstruppen der Handelsföderation auf der anderen Seite des Planeten (die Jedi und Jar Jar müssen ja durch den Planetenkern, um nach Theed und somit zu den Naboo zu gelangen)? Wäre es nicht einfacher, einfach VOR den Städten von Naboo oder DARIN zu landen? Und wieso wollen die Führer dieser “Föderation” unbedingt, dass die Königin einen Vertrag unterzeichnet, der ihren militärischen Angriff legitimiert? Hat Adolf Hitler die Polen anno 1939 gezwungen, einen solchen Vertrag zu unterschreiben? Wohl kaum. Und wer sind die “Sith”? Als ich diese “Sith” zum ersten Mal gesehen habe, verstand ich schon, dass das die Bösen sein sollen (immerhin ist ja der Imperator Mitglied bei denen) aber wieso wollen diese “Sith” sich an den Jedi-Rittern rächen? Wofür? Wegen welchen Geschehnissen? Und wieso sind die Jedi in diesem Film Teil der Republik und eine emotions und sexfeindliche Sekte von gehirnmanipulierenden MÖNCHEN? Sollten das nicht eben RITTER sein?Es gibt da nämlich so einige Unterschiede zwischen Rittern und Mönchen… Klingt es nach Rittern, wenn alte Sektierer Eltern ihre Kinder wegnehmen und aus ihnen sexfeindliche, emotionslose und seelenlose Killer und Verstückelungsmaschinen machen? Wieso erwarten die, dass ein Zweijähriges Kind entscheiden kann, ob es sein Leben zum Wohle einer undankbaren und mordlüsternen Sekte wegwerfen will? Was bringen diese “Jedi” aus den neuen Filmen überhaupt? Sie kümmern sich nicht um die Sklaven, die auf Tatooine leiden, es ist ihnen scheissegal, ob sie mit ihrem infantilen Verhalten einen Krieg anzetteln oder nicht und sie mögen es anscheinend, Leute sterben zu sehen. Immerhin gibt es dutzende Szenen in diesen Filmen, die zeigen, wie die Jedi Leute grauenvoll verstümmeln. Seltsam… denn die Sith zerstückeln die Leute nur, wenn sie angegriffen werden… wer sind hier nochmal die Bösen?

    Wieso dankt Königin Amidala sich bei R2-D2 für die Reparaturen? Bedankt ihr euch bei eurem Toaster, wenn ihr Toast esst? Weshalb flieht die Königin von Naboo, obwohl sie ebensogut die Stadt mit zwanzig Soldaten wieder zurück erobern hätte können (wie man am Ende sieht). Wieso gehen die Jedi am Ende des Films nicht diesem “Sith” nach und untersuchen die Sache? Weshalb wird ein Kanzler nach nur einem Misstrauensantrag ersetzt? Da könnte ja jeder kommen… Ich habe den ganzen Film hindurch gewartet, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Aber am Ende des Film war einfach alles nur noch sinnlos.

    Episode II: Angriff der Klonkrieger…

    …war noch sehr viel schlimmer. Wofür z.B. stehen die “Sepratisten”? Wurde uns in Episode I nicht klargemacht, dass die Republik nicht wie ein einziger Staat sondern eher ein Staatenbund z.B. die europäische Union oder die vereinigten Nationen? Wieso landet Anakin nach seinem Genozid nicht in einer Psychiatrie und wieso erntet er noch Lob von der bescheuerten Padmè dafür? Wieso steht die Armee der Republik vor der der Sepratisten bereit (die ja zu dieser Zeit noch hergestellt wird)? Wieso können Padmè und Anakin nicht zusammen sein? “Ich kann nicht, ich bin eine Senatorin”. Und was ist denn mit Bail Organa? Der hat sogar eine Frau und ist auch Senator. Wofür besitzen diesse komischen Geonsianer eine Arena? Sollten in solchen Arenas nicht Gladiatorenkämpfe oder Rennen stattfinden? Hinrichtungen waren früher dazu da, Staatsfeinde umzubringen und um das Publikum anzuheizen. Wieso bedauert Yoda einen Krieg den seine Sekte gestartet hat? Wieso verhaften sie nicht Palpatine? Immerhin hat der Volltrottel Count Dooku ja Obi-Wan den gesamten Plan der Sith offenbart und ihn sogar darüber aufgeklärt, dass ein Sithlord den Senat kontrolliert und die Republik regiert? Wieso vergessen die Jedi am Ende des Films, dass da eine Verschwörung im Gange ist? Weshalb setzen sie ausserdem eine Armee ein, die durch eine Verschwörung und einen mordlüsternen Attentäter sowie den Ex-Jedi Dooku geschaffen wurde?

    Episode III: die Rache der Sith

    Wie findet ihr das? Wir haben bisher nicht erfahren, wer die Sith sind, woher sie kommen oder was ihre Motivationen für ihre Taten sind. Trotzdem heisst der bescheuerte Filme “Rache der Sith”. Rache WOFÜR? Was für Gründe haben die Sith für eine Rache und wieso wollen sie die Jedi auslöschen? Wieso lässt man Anakin Skywalker (den Frauen und Kindermörder) immer noch frei herumlaufen? Kein Wunder, dass er gegen Ende des Films wieder mit seiner normalen Routine (das Töten von Unschuldigen) beginnt. Wenn der Imperator der oberste Sith-Lord ist, wieso sendet er nicht eine Horde Sith aus, die die Jedi zur Strecke bringen? Immerhin scheint es sehr viele Siths zu geben. Was ist z.B. mit dieser Frau aus “The Clone Wars”? Wieso schickt er die nicht, damit sie ihn verteidigt? Weshalb behauptet Padmè, Anakin hätte sich verändert? Er immer schon Kinder getötet, dass ist nichts neues. Er war immer schon ein aggressives, weinerliches Arschloch, dass ist nichts neues. In wieweit hat sich Anakin verändert? Überhaupt nicht! Weshalb verstümmelt Obi-Wan seinen “Freund” Anakin und lässt ihn danach zum sterben da? Sagte Ben Kenobi nicht in den alten Filmen, er hätte versucht Anakin zu retten? Erwähnt Darth Vader jemals, dass Obi-Wan ihn so zugerichtet hätte? Als sie sich auf dem Todesstern begegnen hatte ich nämlich nicht das Gefühl, dass sich Opfer und Verstümmler da begegnen.

    Manche Nerds behaupten, dass all diese Detaills der Handlungen in Comics oder Games erklärt werden. Aber verdammt noch mal!!! Ich bin kein Star Wars-Nerd. An Star Wars-Comics oder Games haben ich ebenso viel Interesse wie George W. Bush am Frieden. Verdammte Scheisse nochmal! Ist es zuviel verlangt, dass ein erwachsener Mann eine Geschichte schreibt, die einen Sinn ergibt? Mir kommt es so vor, als ob George Lucas die gesamte Geschichte der neuen Filme in drei Minuten auf einer Serviette in einem Diner geschrieben hat. Vor kurzem sagte Lucas in einem Interview (Zitat) “Ich hasse das Schreiben. Ich bin eher der Geschäftsmann”. Verzeiht mir bitte, aber was für ein A….. ist dieser Typ eigentlich? Klar, die Nerds abzocken und allerunterste, grottigste Kinounterhaltung zu bieten nur um Kohle zu machen kennen wir bereits von Michael Bay und co. aber wegen der Geldgier bootet Lucas sogar noch Bay und dessen Brechreiz-Filme aus.

    Das ist wirklich das allerletzte…

  14. Elias

    Ich verstehe nicht, was die Leute haben. Dass George Lucas Filme unterster Müll sind sollte nach solchen Desastern wie “Howard the Duck” oder “Freiheit” doch inzwischen klar sein.

    Auch wenn ich jetzt vielleicht in ein Wespennest greife:

    Einige der alten Star Wars-Filme waren genauso mies wie die neuen.

    Schön, Krieg der Sterne und das Imperium schlägt zurück waren wirklich gut: unterhaltsam, innovativ und cool.

    Aber was ist mit dem sehr schlechten dritten Teil der Saga? “Rückkehr der Jedi-Ritter”? Mann, war das ein Müll. Spielzeugbären – die sich auf dem Niveau der Steinzeit befinden – besiegen das (in den vorherigen Filmen) so kraftstrotzende, monumentale, galaktische Imperium? Darth Vader wird zur väterlichen Heulsusse mit Gewissensbissen? Wo ist der coole Gegner aus dem beiden anderen Filmen. Der Imperator ist ein uralter, hässlicher Mönch mit mehr Falten als Hirn, der nur so bescheuerte Sprüche klopft wie z.B. “strecke mich nieder mit all deinem Hass”. Jabba war toll, aber seine sichtlich schlecht gemachten Gehilfen waren mies.

    Ich gehe sogar so weit und sage, dass “Rückkehr der Jedi-Ritter” mieser war als alle neuen Teile und auch sehr viel langweiliger.

  15. Kid

    Hallo Leute.

    Ich bin erst 14, habe daher eine andere Perspektive als ihr. Ja, ich fand die Prequels auch nicht gut, ich fand sie stinklangweilig.

    Allerdings hat Elias Recht, wenn er sagt, dass Rückkehr der Jedi-Ritter der schlechteste Star Wars-Film war. Anstatt des düsteren und packenden Höhepunktes der Saga gabs eine wirre Mischung aus Rülpswitzen, wirrer Handlung, komischen Puppen und unglaubwürdigen Szenarien. Die Prequels haben Star Wars nicht ruiniert, die sind nämlich schon 1983 endgültig demoliert worden.

  16. Erasmus

    Wieso müsst ihr immer fluchen? Das hier klingt alles eher nach Stammkneipe als nach seriöser Filmkritik. Einigevon euch scheinen mir eher Nostalgiker als echte Reviewer zu sein. Tut mir Leid Leute, aber ihr seid keine 12-Jährige mehr sondern erwachsene Männer, bitte benehmt euch dementsprechend. Wie hiess es 1983 bei den Kritikern bei Rückkehr der Jedi-Ritter?

    “More expensive fantasy for the world’s children of all ages, especially the undemanding ones.”

    „Noch mehr teure Fantasy für die Kinder jeden Alters dieser Welt, vor allem für die anspruchslosen. Wertung: Einer von vier möglichen Sternen“

    – Leslie Halliwell, John Walker: Halliwell’s Film & Video Guide 2000

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