Cry Wolf

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“Never Cry Wolf…”

Crywolf

Cry_Wolf – USA 2005
★★★☆☆

Ach ja, mal wieder ein Teenie-Slasher. Nur das diesmal eigentlich nicht sonderlich viel geslasht wird. Cry_Wolf spielt an einem Internat. Eine Gruppe von Schüler setzt sich mit dem Thema Manipulation und Lüge auseinander – wie leicht können Leute manipuliert werden, wie leichtgläubig sind Menschen? Man beschließt einen praktischen Testzu starten und denkt sich, basierend auf einem tatsächlich passierten Mord eine verwegene Story eines Serienkillers aus, der von Schule zu Schule zieht und schon im ganzen Land seine Opfer suchte. Verbreitet wird das ganze dann an alle Mitschüler per email. Der Streich klappt wunderbar, langsam breitet sich Panik ind er Schule aus. Doch schon bald scheint aus dem Spaß ernst zu werden, als sich der erfundene Killer per Internet tatsächlich bei den Schülern meldet.

Gut, ich geb zu ich ging mit sehr niederigen Erwartungen an den Streifen, da ich wußte das er in den USA nicht grade sehr wohlwollend besprochen wurde. Umso größer mein Erstaunen, das hier – trotz der Mitwirkung von JonBonJovi in einer Nebenrolle – keineswegs eine Gurke sondern ein solider kleiner Thriller gedreht wurde.

Julian Morris, ein ausgesprochen purzlig anzusehender junger Mann aus England, spielt die Hauptrolle des Owen der neu an das Internat kommt und die zwilichtige Truppe kennenlernt, mit der er zusammen den makaberen Streich ausheckt. Da er niemanden wirklich kennt, glaubt er zunächst als sich der Killer meldet an einen Scherz seiner neuen Freunde, doch schon bald verschwindet der erste von ihnen spurlos.

Regieneuling Jeff Wadlow spielt routiniert mit Schreckmomenten, Genrekonventionen und Erwartungen und liefert eine Auflösung die zwar nicht brüllend originell ist aber dennoch befriedigt. Fokus der Story ist weniger das Abschlachten der Kids nach dem Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip, wie man es von Filmen dieser Art gewohnt ist – viel mehr steht das Mißtrauen innerhalb der Gruppe, bei der bald niemand mehr dem anderen vertraut und auch der Lehrkörper nicht ganz das zu sein scheint was er vorgibt im Mittelpunkt.

Die darstellerischen Leistungen sind Genretypisch in Ordnung, Kameraarbeit und Musik schaffen einige schöne Stimmungs- wie Spannungsszenen und Bon Jovi stört nicht weiter und darf nicht singen.

Gepflegter Gruselthrill und für Fans auf jeden Fall einen Blick wert.

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In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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