Mirror Mask

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Mirror Mask – UK 2005
★★★½☆
Mirror Mask

Helenas Leben ist alles andere als gewöhnlich. Als Tochter von armen Zirkusartistem die sich in ihrem Winterquartier mehr schlecht als Recht über Wasser halten, vermisst sie oft genug ein normales Leben, streitet sich mit den Eltern. Als ihre Mutter einen Zusammenbruch erleidet und eine riskante Operation überstehen muß, gerät Helenas Welt endgültig aus dem Fugen. Konfrontiert mit dem möglichen Tod der Mutter, ungeklärten Vorwürfen die sie ihr im Streit gemacht hat, wandert sie in der Nacht ruhelos durch die Flure ihres heruntergekommenen Wohnblocks – und stolpert unversehens in ein absurdes Paralleluniversum. Um in ihre Realität zurückzukehren, muß sie diese Welt erkunden und ein Geheimnis entschlüsseln, das nicht nur die Welt sondern auch ihre Mutter retten könnte.. und letztlich sie selbst.

Die Verfilmung von Neil Gaiman-Story, bietet eine spannende Variation klassischer Stories von Alice in Wonderland, Paperhouse, bis The Wizard of Oz. Wirklich beeindruckend ist deswegen auch nicht die Story selber, sondern wie sie erzählt ist. Voll skurriler Ideen, bevölkert von absurden, unheimlichen und wunderlichen Figuren erscheint die Spiegelwelt als optisch verblüffendes Zauberland, das alleine das Ansehen wert ist. In einer Mischung aus Jim-Henson-Creatures und Computeranimationen haben die Macher phantasievolle, wunderbar anzusehende Welten geschaffen, die der vertrauten Geschichte neue Aspekte abgewinnt und sie zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lässt. Stepanie Leonidas als Helena (und deren bösem Spiegelwelt-Zwilling) ist eine sympathische Hauptfigur, die grade im Zusammenspiel mit dem fast unkenntlichen Jason Berry als ihrem zwilichtigem Begleiter Valentine, viele unterhaltsame Momente produziert.
Ein schöner Fantasy-Film in ungewöhnlichem Look, der einmal mehr zeigt, das Computeranimation in kreativen Händen ebenso effektiv genutzt werden kann um Staunen zu machen, wie sie in den Händen der Renderbeamten Hollywoods allzuoft mißbraucht wird um phantasielose Playstation-Bilder erzeugen.

MirrorMask erscheint in Deutschland direkt auf DVD

MirrorMask

In : DVD, Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  1. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Dog, deine geheimer Favorit ist in der Tat ein sehr schicker Film, dessen Review wir auch HIER im Archiv besprochen haben. [...]

  2. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Ob “Labyrinth” oder “Mirrormask“, ob “Unendliche Geschichte” oder “Zauberer von Oz”, die jugendlichen Helden und Vorbilder Ofelias sind leider allesamt spannender, ihre Abenteuer nachvollziehbarer, da sie immer auch etwas über persönliche Reifung, Weiterentwicklung und der Verarbeitung von Problemen aussagen. Ofelia ist nur ein überfantasievolles Mädchen, mit schlechtem Timing und eher beschränkten Talente, die zudem von einer eher minderbegabten Jungschauspielerin verkörpert wird. Das geht zu Lasten der Empathie und ließ mich am Ende eher um den Ausgang der Realstory mitfiebern, mit Mercedes, dem Doktor und den Rebellen. [...]

  3. BatzLog - Noch etwas Salz? » Letztes Lichtspiel: Pans Labyrinth

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