DVD Review

Mirror Mask

Standard, 28. 7. 2006, Batzman (Oliver Lysiak), 5 Kommentare

Mirror Mask – UK 2005
[rating:3.5]
Mirror Mask

Helenas Leben ist alles andere als gewöhnlich. Als Tochter von armen Zirkusartistem die sich in ihrem Winterquartier mehr schlecht als Recht über Wasser halten, vermisst sie oft genug ein normales Leben, streitet sich mit den Eltern. Als ihre Mutter einen Zusammenbruch erleidet und eine riskante Operation überstehen muß, gerät Helenas Welt endgültig aus dem Fugen. Konfrontiert mit dem möglichen Tod der Mutter, ungeklärten Vorwürfen die sie ihr im Streit gemacht hat, wandert sie in der Nacht ruhelos durch die Flure ihres heruntergekommenen Wohnblocks – und stolpert unversehens in ein absurdes Paralleluniversum. Um in ihre Realität zurückzukehren, muß sie diese Welt erkunden und ein Geheimnis entschlüsseln, das nicht nur die Welt sondern auch ihre Mutter retten könnte.. und letztlich sie selbst.

Die Verfilmung von Neil Gaiman-Story, bietet eine spannende Variation klassischer Stories von Alice in Wonderland, Paperhouse, bis The Wizard of Oz. Wirklich beeindruckend ist deswegen auch nicht die Story selber, sondern wie sie erzählt ist. Voll skurriler Ideen, bevölkert von absurden, unheimlichen und wunderlichen Figuren erscheint die Spiegelwelt als optisch verblüffendes Zauberland, das alleine das Ansehen wert ist. In einer Mischung aus Jim-Henson-Creatures und Computeranimationen haben die Macher phantasievolle, wunderbar anzusehende Welten geschaffen, die der vertrauten Geschichte neue Aspekte abgewinnt und sie zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lässt. Stepanie Leonidas als Helena (und deren bösem Spiegelwelt-Zwilling) ist eine sympathische Hauptfigur, die grade im Zusammenspiel mit dem fast unkenntlichen Jason Berry als ihrem zwilichtigem Begleiter Valentine, viele unterhaltsame Momente produziert.
Ein schöner Fantasy-Film in ungewöhnlichem Look, der einmal mehr zeigt, das Computeranimation in kreativen Händen ebenso effektiv genutzt werden kann um Staunen zu machen, wie sie in den Händen der Renderbeamten Hollywoods allzuoft mißbraucht wird um phantasielose Playstation-Bilder erzeugen.

MirrorMask erscheint in Deutschland direkt auf DVD

MirrorMask

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5 Kommentare

  • Reply F5 - Die Fünf Filmfreunde 18. 9. 2006 at 17:04

    […] Dog, deine geheimer Favorit ist in der Tat ein sehr schicker Film, dessen Review wir auch HIER im Archiv besprochen haben. […]

  • Reply F5 - Die Fünf Filmfreunde 28. 2. 2007 at 3:32

    […] Ob “Labyrinth” oder “Mirrormask“, ob “Unendliche Geschichte” oder “Zauberer von Oz”, die jugendlichen Helden und Vorbilder Ofelias sind leider allesamt spannender, ihre Abenteuer nachvollziehbarer, da sie immer auch etwas über persönliche Reifung, Weiterentwicklung und der Verarbeitung von Problemen aussagen. Ofelia ist nur ein überfantasievolles Mädchen, mit schlechtem Timing und eher beschränkten Talente, die zudem von einer eher minderbegabten Jungschauspielerin verkörpert wird. Das geht zu Lasten der Empathie und ließ mich am Ende eher um den Ausgang der Realstory mitfiebern, mit Mercedes, dem Doktor und den Rebellen. […]

  • Reply BatzLog - Noch etwas Salz? » Letztes Lichtspiel: Pans Labyrinth 28. 2. 2007 at 16:36

    […] Ob “Labyrinth” oder “Mirrormask“, ob “Unendliche Geschichte” oder “Zauberer von Oz”, die jugendlichen Helden und Vorbilder Ofelias sind leider allesamt spannender, ihre Abenteuer nachvollziehbarer, da sie immer auch etwas über persönliche Reifung, Weiterentwicklung und der Verarbeitung von Problemen aussagen. Ofelia ist nur ein überfantasievolles Mädchen, mit schlechtem Timing und beschränkten Talenten, die zudem von einer eher minderbegabten Jungschauspielerin verkörpert wird. Das geht zu Lasten der Empathie und ließ mich am Ende mehr um den Ausgang der Realstory mitfiebern, mit Mercedes, dem Doktor und den Rebellen. […]

  • Reply WithoutDoubt! Zweifellos - Über den Tellerrand » Blog Archive » Pans Labyrinth 15. 4. 2007 at 11:56

    […] Ob “Labyrinth” oder “Mirrormask“, ob “Unendliche Geschichte” oder “Zauberer von Oz”, die jugendlichen Helden und Vorbilder Ofelias sind leider allesamt spannender, ihre Abenteuer nachvollziehbarer, da sie immer auch etwas über persönliche Reifung, Weiterentwicklung und der Verarbeitung von Problemen aussagen. Ofelia ist nur ein überfantasievolles Mädchen, mit schlechtem Timing und beschränkten Talenten, die zudem von einer eher minderbegabten Jungschauspielerin verkörpert wird. Das geht zu Lasten der Empathie und ließ mich am Ende mehr um den Ausgang der Realstory mitfiebern, mit Mercedes, dem Doktor und den Rebellen. […]

  • Reply Animation: Dave McKean’s “Mirror Mask” | endoplast.de 2. 1. 2010 at 16:48

    […] 1994. McKean hat andererseits einige Kinderbücher Gaimans illustriert und Gaiman hat für den Film „Mirror Mask“ das Drehbuch […]

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