Resident Evil 2

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Zombie Multipass?

Resident Evil Apocalypse

Originaltitel: Resident Evil: Apocalypse
Herstellungsland: Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2004
Regie: Alexander Witt

Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann

★★½☆☆



"Da kommt Nemesis. Er wird uns alle umbringen…"

"Ne'mesis mit Humor…"

Wäre da nicht Milla….

Ja dann wäre es wirklich schwer irgendeinen Grund zu finden, warum sich jemand Resident Evil: Apocalypse ansehen sollte.
Okay. Er ist laut. Und im ersten Akt wackelt die Kamera in allen Action-Szenen als stände eine Parkinsonkranker im Endstadium hinter der Linse. Dazu gibts flotte "Mein kleines Hama"-Mischpult Stroboskop-Effekte und Slow-Mos am Rande des Standbildes. Man weiß zwar nicht was passiert, aber wenigstens macht es dabei ordentlich Lärm. Fast ist man versucht einen alten Filmtitel zu zitieren: "Es kracht und zischt, zu sehen ist nischt!"

Handlung. Achja worum gehts eigentlich? Der böse Mega-Konzern Umbrella-Corp (wohl sowas wie die Firma Knirps, wenn sie mutiert) hat aus dem Zombie-Desaster in Teil 1 natürlich nix gelernt, und entlässt das Virus in die, verdammt an Toronto erinnernde, Großstadt Racoon City (da wo sich Zombie und Waschbär Gute-Nacht sagen). Nur ein paar Figuren überleben die Zombifizierung und durchstapsen in einer Rettungsmission die Stadt, die von Firma Knirps rasch zum Sperrgebiet erklärt wurde und binnen Tagesfrist mit einer Atombombe sterilisiert werden soll. Das erinnert nicht von ungefähr an eine Mischung aus Outbreak und Die Klapperschlange – nur das weder Dustin Hoffmann noch Kurt Russel durch die Gegend hoppeln, sondern zwei Damen in kurzem Rock.
Eine davon ist Sienna Guillory alias Jill Valentine, eine Figur die auch schon in den Videospielen mitwirkte und im wesentlichen aussieht wie eine bleiche Lara Croft nach der Mopsverkleinerung.
Die andere ist Milla – die hier auf den Namen Alice hört.
Achja.. Zombies gibts auch. Aber im Gegensatz zum ersten Teil haben die Untoten diesmal eher ein paar Gastauftritte mit dem Bedrohungspotential einer Fototapete. Warum der Film eine FSK18 Freigabe erhielt erschliesst sich auch nicht hinreichend, dürfte er doch der blutärmste Zombie-Film seit "White Zombie" von 1932 sein. Man erwartete nach Teil 1 ja nicht grade ein Hershell-Gordon-Lewis Gorefest, aber einen derart unsplattrigen Zombiefilm hinzubekommen ist schon eine Leistung. Jedes Simpsons-Halloween-Special bietet da derbere Momente.

Okay okay. Also. Wenig Zombies. Eine böse Regeschirmherstellerfirma und eine Frau mit großem Charakter. Dazu Wackelcam und Metall-Soundtrack.
Aber zum Glück gibts Milla Jovovich. Der Film lahmt immer dann gewaltig, wenn sie nicht im Bild ist. Andererseits muß man selbst als gleichgeschlechtlich veranlagter Mann zugeben, das sie den Film rettet, sobald sie dann da ist… Milla ist cool. Milla hüpft, springt, schlägt, schiesst, verteilt zynische Sprüche und nimmt es dabei locker mit Bruce Willis auf. Woher sie weiß, das die Nebendarsteller in einer Kriche einen hoffnungslosen Kampf gegen drei CGI-Monster bestreiten – who cares? Hauptsache sie kracht auf einem Bike durchs Fenster und räumt auf mit den fiesen Computerbembeln auf. Und wenn die Logik ihr keckes Haupt erhebt, gibts gleich eins aufs Maul.
Das sie gegen Ende Thomas Kretschmann an ein paar Untote verfüttert, kann nur als konstruktive Kritik an dem belanglosen Jürgen-Prochnow-Verschnitt gerühmt werden.

Werd ich mir den Dritten Teil ansehen? Aber sicher… vorrausgesetzt Milla ist wieder dabei.

Achja.. ein bißchen mehr Zombies wären auch nicht schlecht.

Ähm und ein anderer Regisseur dürft es auch sein.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  1. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    […] Okay ich geb zu, ich mochte den ersten teil. Ich hab mit den Games wenig am Hut weil ich Konsolenspiele meist doof finde, aber ich mag Milla Jovovich. Der erste Teil war solider Mainstreamthrill, der zweite Teil trotz 18er Freigabe recht blutleerer Wackelkamerakram, der nur durch Milla halbwegs gerettet wurde. […]

  2. F5 — Resident Evil: Extinction - Official Trailer

    […] Milla Jovovich in die dritte Filmrunde und bescherrt uns eine hoffentlich bessere Fortsetzung als Teil 2. Resident Evil: Extinction möchte eine unter Umständen eine Mad Max-mäßige Endzeitstimmung […]

  3. F5 — Resident Evil: Extinction

    […] eines FSK16-Schnitts einige schöne Schockszenen, nebst Referenzen auf die Romero-Klassiker. Der zweite Teil war da schon schwieriger, war er doch trotz 18er Freigabe extrem zahm und belanglos geraten. Ohne […]

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14