Die Angst sitzt neben dir…

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…oder die Top 10 an Kinobesuchern, auf die ich prima verzichten könnte.

Es könnte so schön sein. Mein Lieblings-Kino, laues Wetter, ein Film auf den man sich freut und dann sind sie da: Die Üblichen Verächtlichen die einem den Besuch vergällen können.

1) Horden von Jugendlichen, die schon mit der am Arm pendelnden Bierflasche reinkommen und ihren Kumpels unbedingt beweisen müssen, daß sie supercool sind. Vorzugsweise in dem sie sich im Kino so benehmen, wie sie es daheim bei Mami nicht dürftem, ohne eins an Kopp zu kriegen.

2) Wie Wackeldackel dauerzustimmend nickende Lehrerehepärchen, die seit “Die Blechtrommel” nicht mehr im Kino waren und nur reingehen um über diesen einen Film mitreden zu können, den alle Leute so besonders finden (Hat man gerne in Amelie, Lost in Translation u.ä.)

3) Filmbegleitungen die unbedingt hinten sitzen wollen, weil ihnen das Bild ansonsten zu groß ist (Und Kinokartenverkäufer deren Auslegung von Mitte/Mitte sämtliche Randplätze des Saales mit einschließt).

4) Leute die sich grundsätzlich auf fremde Plätze setzen und dann im vollen Kino Diskussionen anfangen, warum sie denn jetzt aufstehen sollen.

5) Leute die sich beim Surround-Trailer die Ohren zuhalten und demonstrativ nach links und rechts gucken, damit jeder merkt, daß ihnen der Ton vieeeel zu laut ist (im Extremfall rennen sie dann raus und laßen den Ton auf Zimmerlautstärke runterregeln).

6) Fröhliche Frauen/Mädchengruppen, die die Hälfte des Filmdialogs durch kicherndes Geschnatter und Atemnot suggerierendes Japslachen übertönen. Oft gehörte Frage: “Wer issen des jetze?”

7) Irgendwelche Idioten die noch immer nicht kapiert haben, daß Laserpointer schon vor 15 Jahren nicht mehr lustig oder originell waren.

8) Leute die sich “wegschmeißen” können, wenn sie die Lagnesewerbung sehen, die seit 4 Jahren läuft. Oder die Power-Point-Werbung für die Grillstube “Romanov” wo am Ende der Cartoonhase pupst.

9) Die paar Begriffstutzigen die immer mal wieder im Originalfassungs-Kino sitzen und erst wenn der Film anfängt irritiert blöken: “Ey is der auf englisch?”

10) Abspannaufspringer, die sobald die letzte Abblende erahnbar ist hektisch aufspringen, sich umständlich ankleiden und mit möglichst viel Gelärme rausmarschieren.

Und was nervt euch? Abgesehen von Klugscheißern, die Kino viel zu wichtig nehmen und überflüssige Listen aufstellen? *g*

In : Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  1. Renington Steele

    Die Menschen, die ihren Mit-Kinogängern wärend des Films die Handlung erklären oder den Film mit Annekdoten versehen und mit Referenzen aus anderen Filmen um sich schmeißen. Ich bin so einer.

  2. Gabriel

    Bei Punkt 9 denke ich, dass ihr in eurem Blog mal die Diskussion, ob Synchronisationen zu tolerieren sind, lostreten solltet. Wenn ich euch 5 aber richtig einschätze, ist das eh kein Thema! :)

  3. Dog Hollywood

    Das knüpft an das an wodrüber sich Renington Steele aufregt: Menschen, die einen Film das zweite Mal (bzw. öfter) im Kino sehen und ihren Mit-Kinogängern und allen anderen den Spaß verderben, wenn sie rufen: “Die Stelle kenne ich noch, gleich musst du aufpassen, gleich passiert’s!” oder “Ach, der Film ist eh gleich zuende.”

    Ich verachte lautes Chipstütengeraschel und große Leute, die sich ergonomisch korrekt in ihren Kinosessel setzen und mir somit die Sicht um einen halben Kopf nehmen.

  4. Renington Steele

    @ Gabriel: Die Synchrofrage ist bei uns schon heiß diskutiert. Nilz und ich sind totale Synchroverfechter, weil wir nicht den dämlichen Übersetzer im Kopf habe wollen.

    Andererseits sind Synchsonisationen teilweise auch äußerst grottig.

    Vielleicht mal ein Thema…

  5. Jan

    Leute, die, da sie mit expliziten Gewalt- und Sexdarstellungen im Kino nicht klarkommen, an den unpassendsten Stellen lachen und kichern, ihre eigene Unsicherheit damit überspielen und somit dem Film (für die restlichen Besucher) jegliche Atmosphäre berauben.

  6. Fuchs

    Tacitos mit Käsesoße… Die sind zwar ganz lecker, aber der Mundgeruch, den die Leute danach haben, ist kaum auszuhalten (und immer kann ich das Zeug auch nicht selbst essen, damit es mit nicht auffällt.)

    Außerdem noch in einer Person vereinte Mittesitzer und Alle-20Minuten-auf-die-Toilette-Geher.

    Und nicht zu vergessen: Werbeverachter, die sich verschätzen und 5-10 Minuten (meist direkt nach dem Vorspann in einer Szene, die wichtig für das Verständnis des gesamten restlichen Filmes ist) zu spät kommen und dann 3 vollständige Reihen ablaufen, weil sie ihren Platz nicht finden.

    Wenn ich jetzt nachdenken würde, dann fielen mir sicher noch mehr Dinge ein. Es ist wirklich erstaunlich, dass man im Kino überhaupt noch was vom Film mitbekommt. ;)

    Björn

  7. Markus

    “Abspannaufspringer”: Das schlimmste Erlebnis hierzu hatte ich einmal in einem kleinen Kino in Hanau bei Frankfurt. Die letzte Szene war noch nicht ganz zu Ende, da fiel ein riesiger roter Vorhang zu und innerhalb von wenigen Sekunden war der Saal leer. Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie das so schnell überhaupt möglich war. Offenbar werden da öfter Feuerwehrübungen oder ähnliches veranstaltet. Der Film war übrigens Brokeback Mountain und die kichernden Mädchen waren auch da.

  8. Moonstar6366

    Mich nervt am meisten dieser nervige Typ,der nach der Lagnese Werbung reinkommt und fragt ob noch jemand Eis will.
    Und das wollen dann natürlich mindestens 2 Leute! :(

  9. Herr Walter

    Eindeutig am nervigsten für mich sind die Leute, die auf meinem Platz sitzen. Da stehen nicht umsonst Nummern auf der Karte. Hallo? Ich versuche auch nicht mit meinem Schlüssel bei denen ins Haus zu kommen. Freie Platzwahl oder wie?

  10. wolfgang

    ich hasse spasskannonen, die vor kinobeginn erstmal laut die letzten partynews erzählen müssen, und erst kurz vor filmbeginn langsam bis hin zur filmmitte aufhören über ihre erlebnisse zu berichten.

    Applaudierer. In einer Premiere, bei der die Gäste anwesend sind, oder im Flugzeug nach einem wackeligen Flug, find ich Klatschen super, aber bitte nicht in einer regulären Vorstellung (oder Premiere im Kino XYZ).

    dann hasse ich noch meine freunde dafür, dass ich nicht während der werbung reden darf. ich kommentiere liebend gerne die werbung. ebenso quatsche ich mal ab und zu ungefragt im kino meinen nachbarn an. nur weil ich da gerade was zu sagen will. die reaktionen von fremden könnte ich ja verstehen. aber meine eigenen freunde?

  11. Basti

    Super Thema, ich kann mich fast allem anschließen. Irgendwie bin ich auch erleichtert, dass es Leute gibt, die das ähnlich sehen.

    In meinem Freundeskreis ist kaum jemand so empfindlich wie ich, und manchmal komme ich mir ein bisschen asozial vor ;-)

  12. MegSummers

    leute, die jedesmal wenn der hinweis erscheint, dass bild- und tonaufnahmen durch das publikum strafbar bla bla bla… sagen “oh mist, dann muss ich die kamera wieder einstecken.”

  13. Sneakfilm.de

    […] Die Filmfreunde habe Ihre ganz persönliche Top Ten der Störenfriede in Ihrem Blog veröffentlich. […]

  14. Sven

    Am allerschlimmsten sind Filmeinleger die das Bild nicht scharf ziehen.

  15. Dog Hollywood

    …oder Filmeinleger, die den Ton nicht korrekt einstellen. Unbreakable hab ich damals nicht verstanden, weil der Film falsch eingestellt war. Die Stimmen konnte man kaum verstehen, dafür waren die Hintergrundgeräusche extrem laut. Glücklicherweise wurde das Problem nach wenigen Minuten behoben.

  16. marx

    So was hatte ich mal bei Dangerous Minds. Mittendrin war plötzlich das Bild weg, aber der Ton lief weiter. Hat wahrscheinlich der Filmvorführer den Rollenwechsel verpennt.

  17. Mal Sehen

    Fröhliche Frauen/Mädchengruppen, die die Hälfte des Filmdialogs durch kicherndes Geschnatter und Atemnot suggerierendes Japslachen übertönen. Oft gehörte Frage: “Wer issen des jetze?”

    Das ist unglaublich: Ich kann machen was ich will, aber diese Menschen sitzen grundsätzlich um Umkreis von 3-4 Metern um mich herum! Wie ein Fluch.

    Du hast den Typen vergessen, der grundsätzlich sagt: “Ey, mach die Kamera aus!” wenn der Hinweis auf abfilmende Piraten kommt. Immer wieder unlustig.

  18. Batzman

    @Mal Sehen

    Stimmt. Aber nicht minder unlustig sind die Raubkopierer sind Verbrecher Spots und die GEZ-Stasi-Werbung die man gezwungen wird sich vor einem Film anzutun.

    Und selbst bei denen gibt es noch irgendwelche Torfnasen, die anscheindn zuletzt bei “Der Förster vom Silberwald” im Kino waren, die dabei in unkontrolliertes Lachen ausbrechen.

    Und wenn mir die Tussi aus dem “Bett oder Knast”-Spot jemals über den Weg laufen sollte, gibts ne mechanische Diskussion.

  19. Dominik

    Bierflaschen? Oh ja, *plopp* – bin ich cool.
    Dann noch die Handytypen, wo ich schon mal eins von jemandem an der Wand zerschellt habe. Ist dann weinend nach draußen gerannt.

    Naja ..

  20. Der_Held

    11. die härtesten der Harten. Treten ständig gegen die Rückenlehne des Vordermanns. Den nächsten kille ich – ich schwörs!

  21. Thomas

    Eine der schlimmsten Unsitten im Kino wurde, nach kurzem Querlesen der Kommentare, noch nicht genannt: Zu spät kommen, in voller Montur in den Saal spurten, Platz nicht finden, Platz dann doch finden und erst nach dem Hinsetzen anfangen, die Jacke auszuziehen.

    *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*

    Klar, sie haben ein paar mehr Sekunden Film ergattert. Die den Braten aber auch nicht fett machen und weil sie mit Jacke und Tasche rumwürgen kriegen sie von den paar Sekunden auch nix mit. Wie auch alle Leute drumherum nicht. Was spricht dagegen, Klamotten vor dem Betritt des Saals abzulegen, so dass man sich nur noch hinpflanzen braucht? Eigentlich ja nichts, es spricht sogar sehr viel dafür. Aber sie raffen’s einfach nicht, grrr.

  22. Kamerakind

    Premiere zum dritten Teil “Lord of the Rings”. Schauplatz: Ufa Hamburg. Mit dabei die versammelte Rollenspielgemeinde Norddeutschlands, vor mir sass ein Zauberer mit einem Zepter, so gross wie die Leinwand. Ich selbst sass zwischen einer Reihe studierender Orks und(!) Orkinnen. ein toller abend.

  23. Abspannsitzenbleiber

    Abspannaufspringer, die es sich dann doch nochmal anders überlegen, weil vielleicht doch noch was anderes als Credits auf der Leinwand zu sehen ist. Und was machen sie dann? Sich wieder hinsetzen? Ach was, sie bleiben einfach stehen.

  24. Sebastian Sachse

    He, Kevin, bist Du überhaupt schon 16 *looooooooooooooooooooooooool*

    Und Proseccotanten, aber ich gehe ja auch nicht in Dörrie-Filme

  25. Frank

    In Osnabrück erlebt: Simultanübersetzung ins Russische direkt neben mir. Nachdem ich um etwas leiser gebeten habe, hieß es nur: “Halt´s Maul!”

  26. ese

    “gegen den sitz-treter” sind am übelsten. Was ich auch nich haben kann sind Leute, die sich die Schuhe ausziehn müssen und die dann neben meinem Kopf positionieren.
    Oder auch immer beliebt:
    Wir schreiben die ersten 2 Minuten des Films -> Protagonist nimmt altes Buch in die Hand und macht begeisterten Gesichtsausdruck.
    Die Hälfte des Kinos fällt über den mitgebrachten Freund her und fragt erstmal “was is das fürn buuuuuuuch”, nur um sich darauf ein laustarkes “das weiß man erst später” anzuhören. Am besten wird während diesem Tumult grade geklärt, was es für ein Buch ist und man bekommts selber nicht mit. Darauf folgt dann natürlich die ganz tolle Frage “ey, was isn jetze passiiiiert?”, worauf natürlich die Leute, die den Film schon gesehen haben, alles erklären müssen. Und am besten wird dabei natürlich noch geklärt, wer die nächsten 15min stirbt und dass die Geliebte der Hauptfigur eigentlich eine Auftragskillerin ist. Danke.
    Passiert mir echt jeden Kinobesuch.

  27. WeißesKaninchen

    Zunächst muß ich anmerken, daß ich inklusive meiner Kinofreunde auch meistens emensen Drang dazu verspühre, einfach die zu dämlichen Szenen zu kommentieren. Kann nach hinten losgehen, außer man schreit mit der kompletten Freundes-Clique in “3oo” an für uns passender Stelle einfach mal geschlossen “Toooooool Time!”… da machen dann direkt alle mal mit. ^^
    Jaaaa, es ist jedesmal wieder schön: Man sitzt, ist selbst nicht recht groß, genießt die manchmal ziemlich unpassenden Filmreklamen noch mit freier Sicht und gerade als der Film beginnt, setzt sich ein Paar vor einen. Er natürlich nahezu ein Riese. Dann beginnt der Spaß: Kopf hoch. Man weicht aus, um wenigstens zwischen beiden durchzusehen. Getuschel. Die Lücke ist wieder dicht. Ausweichen nach links. Beide richten sich wieder auf. Wieder nach rechts. Dann beginnt das Geknutsche… Wie war das mit “Mittendrin statt nur dabei…”? Darauf kann ich in manchen Situationen wirklich guuuuut verzichten! ^^
    Wenn man dann auch noch einen Typen hinter sich hat, der ständig meint, seine Füße auf mein Kopfteil werfen zu müssen (nicht nur ein Mal während der nicht ganz zwei Stunden!!!), wo -oh Wunder- irgendwie auch gerade zufällig mein Kopf war, so daß man nicht nur am nächsten Tag einen blauen Fleck am Hinterkopf, dafür aber etliche Haarsträhnen weniger aufweist – dann, möchte man ein Massaker vor der Leinwand sehen, nicht darauf… nicht ganz ohne Eigenbeteiligung *grins*…
    Da muß ich mich irgendwie an “Audition” in einem kleinen Kino erinnern. Ca. 30 Leute. Links vor mir die oben schon beschriebene Mädchentruppe. Die Chipsfans rechts hinter mir, die ewig Diskutierenden rechts vor mir. Der Film begann, schöne Bilder, jedoch noch kein Horror. Links begann das “Laaaaagweilig!”, hinten wurden die Chipstüten geöffnet.
    Ich fand die Art der Photographie einfach faszinierend, allerdings passte das blablahihihibla-chruuuunch-bla-hihi-blabla nicht sehr gut.
    Irgendwann begannen die etwas unappetitlichen Szenen, die Chips fielen aus den Mündern, die Tüten wurden bei Seite gelegt und später vollkommen vergessen. Es wurde still. Die Weibchen kreischten, irgendwann fing ein Mädchen an zu würgen. Etwa bei der Hälfte des Films rannten sie in Panik kollektiv hinaus. Die Chips-Fans folgten bald und sehr viele andere kurz danach. Am Ende des Films saßen wir nur noch zu viert da. Mein damaliger Freund mit giftgrünem Gesicht. ER meinte ja noch, daß er in den Film will; mit den Worten “nichts kann gruseliger und ekelhafter sein als der Exorzist…”. Komisch, daß es mir nach dem Film gut ging, außer daß er mir fast den Arm abgedrückt hatte. *lol*
    Toller Film, verdammt lustiger Abend! ;)

  28. Thomas Demuth

    Lustig sind auch “komplett in den falschen Filmlaufer”
    Erlebt in den 80er in einem schumrigen Programmkino mit einem Studentenpärchen die sich wohl durch Felinis “Stadt der Frauen” sexuell stimmulieren wollten und bei “Ein Zombie hing am Glockenseil” landeten.
    Hat tatsächlich ein bisschen lange gedauert bis sie es gemerkt haben.

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