Supermans Rückkehr

48 Comments

"Truth, Justice… and all that stuff… Lifestyle.."

Superman Returns

Originaltitel: Superman Returns
Herstellungsland: Aust/USA 2006
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Kevin Spacey, Brandon Routh, Kate Bosworth, James Marsden, Frank Langella, Sam Huntington

★★½☆☆

Nach einem fünfjährigen Sightseeingtrip durch die Überreste seines Heimatplaneten Krypton, kehrt Superman (Brandon Rough) zur Erde, genauer gesagt nach Metropolis zurück. Einiges hat sich verändert. Seine Dauerflirt und Damsel-in-distress Lois Lane (Kate Bosworth) hat inzwischen einen Publitzerpreis gewonnen (für den Artikel "Warum wir Superman nicht brauchen"), ein Kind bekommen und Richard (James Marsden) den Sohn des Verlegers Perry White (Frank Langella) geheiratet. Als sein Alter-Ego Clark Kent fängt Supi erneut beim Daily Planet an, eifersüchtelt ein wenig und beginnt in der arbeitsfreien Zeit wieder die Welt zu retten.

Der einzige der ihn wirklich vermisst zu haben scheint ist Comic-Relief und Dauersidekick Jimmy Olsen (Sam Huntington). Zur gleichen Zeit kehrt Supermans Erznemesis Lex Luthor (Kevin Spacey) aus einem längeren haftbedingten Urlaub zurück. Mit den erschwindelten Millionen einer verstorbenen Greisin macht er sich daran, aus Supermans Festung der Einsamkeit ein paar Kristalle aus dessen kryptonischen Videorekorder zu klauen (in dem immer noch der alte Superman-Film mit Marlon-Brando eingeschoben ist). Diese Kristalle sorgen, wenn man sie ins Wasser wirft, für Stromausfall und wachsen so ähnlich wie diese Kristalle zum selberzüchten, die es früher immer in YPS gab. Nur halt größer. Luther beschließt Immobolienmakler zu werden und mittels dieser Kristalle einen neuen Kontinent zu erschaffen, der aussieht wie eine Kulisse aus der alten Star Trek-Serie und nebenbei mal eben ganz Amerika überfluten soll. Auf dem neuen Kontinent will Lex dann Wohnungen vermieten. Während der Ermittlungen um den mysteriösen Stromausfall kommt Starreporterin Lois samt ihrem Sohnemann der ganzen Sache auf die Spur ("Taxi, fahren sie mich zum Geheimversteck des gemeingefährlichen Superschurken"). Leider bringt das nicht viel, denn sie wird dank ihrer unglaublichen Reporterinstinkte geschnappt und gefangen genommen. Gott sei Dank steht ein Fax an Bord von Luthors Luxusjacht, mit dem Lane Supermann schnell Bescheid geben kann, als Lex seinen neuen Kontinent baut – was in Metropolis zu einem kleinen Erdschluckauf führt.

Nachdem Superman ein bißchen Leute gerettet hat, macht er sich dann auf, die Welt zu retten. Also Amerika. Also das kleine Stück von Amerika, das den Schluckauf mitbekommen hat. Dummerweise hat der Stählerne nicht mitbekommen, dass Lex etwas grünes Kryptonit aus einem Museum gestohlen hat, weil er zu sehr damit beschäftigt war, das Titelbild des ersten Action-Comics von 1938 nachzustellen (Das berühmte, mit dem Auto). Auf Luthors Neuland angekommen schwinden dann auch gleich die Kräfte des Mannes aus Stahl. Gott sei dank kommen ihm Lois, ihr Mann und der Sohn zur Hilfe (von dem wir annehmen dürfen, daß er nicht von Richard White stammt).

Ja nun. Ich werde mich nicht über die illustre Entstehungsgeschicht mit seinen zig Regisseuren, Drehbuchautoren usw. auslassen. Wen das HickHack um Superman Lives genauer interessiert, der mag es z.B. hier en Detail nachlesen.

Ich beschränke mich darauf was der finale Regisseur aus dem Film gemacht hat. Bryan Singer braucht 154 Minuten, um uns diese Geschichte zu erzählen. 154 Minuten. Wenn ich den sehr geschätzten Peter Jackson gerne für etwas zur Rechenschaft ziehen würde, dann dafür, daß er es erfolgreich geschafft hat den Blockbuster-Regisseuren dieser Welt jede Form von Disziplin abzugewöhnen. 154 Minuten. Für eine Story die im wesentlichen eine Doppelfolge der Serie "Lois und Clark" ist.

Wir wissen ja, Singer ist ein Charakterregisseur. Was in diesem Fall heißt, das wir Superman weniger dabei beobachten wie er irgendwas heldenhaftes macht, sondern eher wie er schmollend zuguckt, wenn Lois mit ihrem neuen Kerl zusammen ist. Newcomer Brandon Routh mag Talent haben, gebraucht wird es nicht in diesem Film, der im wesentlichen zwei Gesichtsausdrücke von ihm fordert. Böse blinzelnd, wann immer Lois mit ihrer Familie zusammen ist und süffisant zwinkernd, wenn er irgendjemand gerettet hat.
Ach und dann noch dieses in die Ferne starren wenn er fliegt. Wobei Brandon im Gegensatz zu Christopher Reeve nie so ganz zu wissen scheint, wo er mit seinen Händen hin soll. Wie ein Jugendlicher der ungelenk bei seiner Konfirmation im Anzug rumsteht und dem verboten wurde die Hände in die Taschen zu stecken, ahmt Routh ohne rechte Überzeugung die bekannte Faust-vorran-Fluggeste Supermans nach.
Nur das ich sie ihm nie abgenommen hab und mich erstmal fragte was das ganze überhaupt soll. Fürs fliegen selbst scheint es ja nicht notwendig zu sein und warum Supi im All rumposed bleibt wohl sein Geheimnis.

Aber ich will nicht unegrecht sein. Der Film hat seine Momente und ein paar gelungene Oneliner – meist im Zusammenhang mit Lex Luthors-Szenen und dessen Gespielin Kitty (Parker Posey). Spacey versucht das Beste herauszuholen, aus den paar Momenten die der Film ihm gibt, ehe Luthor wieder für Ewigkeiten aus der Story verschwindet und man die Liebesprobleme von Supi und Lois aushalten muss.

Wenn Luthor auf der Leinwand ist, beherrscht er sie auch und ist sehr spassig anzuschauen. Ein wenig wie das Intro aus Austin Powers 3, auf 25 Minuten gestreckt (was ungefähr die Zeit sein dürfte die man Lex zu Gesicht bekommt). Es gibt ein paar witzige Momente, wenn Lex einer sterbenden Millionärin ihren letzen Willen abringt, wenn er seien Villa betritt in der kannibalistische Schoßhunde leben oder wenn er seiner freundliche, aber etwas beschränkten Freundin Kitty versucht seine Pläne näher zu bringen.

Wobei man es der Guten nicht wirklich übel nehmen mag, daß sie nicht ganz versteht, was das alles soll, denn dieser Immobilienverkaufs-Kontinents-Weltuntergangs-Eroberungs-Plan ist mit Sicherheit die dämlichste Idee die ein Superschurke die vergangenen 30 jahre hatte. Und da schließe ich DocOck mit seinen sprechenden Tentakeln ein.
Ich meine: WTF? Die Zukunft liegt in Immobilien, deswegen versenke ich Amerika und versuche dann Land zu verkaufen auf einem zerklüfteten Felsnuppel, der wahrlich aussieht als müsste im nächsten Moment ein Away-Team der Enterprise runterbeamen.

Leider findet ein Großteil des Showdowns auf diesem Kontinent statt. Ich weiß es mag kleinlich sein, aber verdammte Axt – gibts denn wirklich keine andere Art Superman kleinzukriegen als dieses vermaldeite Grüne Kryptonit? Schon in den Comics war es erzählerisch unglaublich ausgelutscht, die X-te Variante der "Superschurke mischt irgendwas mit Kryptonit um den Stählernen zu killen" zu lesen. Wenigstens in Superman III kam man auf die originelle Idee ihm rotes Kryptonit anzudrehen, daß ihn zum besoffenen Radaubruder werden ließ.
Machte zwar auch keinen Sinn, war aber wenigstens ulkig anzusehen. Und der Endkampf mit seinem Alter Ego Clark Kent damals, war auch völlig bescheuert, hat aber ehrlich gesagt mehr Spaß gemacht beim zugucken, als die pathetischen Selbstopferungsbilder mit denen Singer uns jetzt ankommt.

Von Anfang an fehlte mir ein wirklich erzählerischer Faden. Die fünfjährige Auszeit die Supi nimmt, ist derart dürftig erklärt, das sie zum bloßen Gimmick verkommt. Das er ausgerechnet im Vorgarten seiner Adoptivmutter abstürzt macht auch nicht wirklich Sinn. Singer wollte halt unbedingt eine Szene des verehrten Originals von Richard Donner nachdrehen, deswegen bekommen wir dann eine Rückblende. Notwendig ist sie nicht.
Überhaupt referenziert der Film so überdeutlich auf sein Vorbild, das man schon kaum mehr von In-Jokes oder Andeutungen sprechen mag. Hommage mit dem Holzhammer passt da schon eher. Etliche Momente des Superman-Films von 1978 werden quasi nachgestellt, angefangen beim Vorspann, der in der berühmten "gläserne Buchstaben"-Optik gehalten ist. Nur leider hat er weder den Stil noch die echte Größe des damaligen Vorspanns. Mehr ist mehr, dachte man sich und packte das Bild mit derartig vielen Planeten, Galaxien und ähnlichen voll, das die Erhabenheit der Buchstaben ziemlich untergeht. Das ganze erinnert mit zunehmender Dauer an einen Star-Trek-Bildschirmschoner mit Voyager-Elementen.
Aber zumindest ist im Vorspann das eingängige und markante Thema von John Williams noch zu hören, der leider für den restlichen Soundtrack nicht zur Verfügung stand. Statt seiner übernimmt John Ottman das Ruder, der bislang nicht wirklich großartig aufgefallen ist und sich bis auf X-Men2 eher in Genre-Filmen und B-Movies wie Lake Placid verdingte. Sein Score gewinnt nie eine eigene Größe oder Charakter und bleibt den ganzen Film über im Schatten des großen Vorbilds. Die Musik wabert und wummert, schluchzt und violiniert, aber das Beste was ich über sie sagen möchte ist, das sie nicht großartig stört.

Mein Hauptproblem bleibt wie befürchtet jedoch die Figur des Superman selbst. Es fällt nicht schwer nachzuvollziehen, warum Lois Lane Clark auf die Einladung zum Kaffee einen Korb gibt. Clark ist ein linkischer Versager ohne Profil. Ehrlich, redlich, freundlich, aber jemand bei dem man sich zu Tode langweilen würde, müßte man mit ihm längere Zeit Konversation betreiben. Es nimmt da wenig wunder, daß jemand der sich ein derartig fades Alter Ego ausgedacht hat, selbst nicht grade der unterhaltsamste ist: Superman.

Sicher er kann fliegen und hat seine Kräfte, und wir erleben auch etliche Szenen in denen die Handlung minutenlang aussetzt um uns Superman und Lois herumfliegen zu sehen vor malerischer Kulisse, aber was diesem Mann aus Stahl fehlt ist Profil. Er definiert sich durch seine Kräfte, daß ist bestimmt eine Weile ganz spannend und es bedarf einer etwas kranken Phantasie sich den Zeugungsakt von Supermans Sohn vorzustellen (Hut ab vor Ms. Lanes Uterus der den Beschuss der Superspermien verkraftet hat ohne zu explodieren), aber was will man mit jemandem wie Superman anfangen, wenn man grade nicht fliegt?

Er mag ja ein toller Hengst sein, eine Granate im Bett, aber ein sehr geistreicher oder witziger Geselle ist er beleibe nicht. Ganz abgesehen davon, das er eine merkwürdige Arbeitsauffassung hat was sowohl seinen Reportersjob als auch das Weltenretten angeht. Ich ertappe mich stets dabei mich zu fragen, was mit all jenen Menschen in Not passiert die während Supis Arbeitszeit verunglücken oder die das Pech haben vom Schicksal ereilt zu werden, wenn er grade in "romatisch Rumfliegen"-Stimmung ist oder aus Eifersucht bei Lois im Vorgarten rumschwebt.

Nein im Ernst, ich geh lieber mit Jimmy Olsen nen Kaffee trinken, als mich mit Superman zu unterhalten. Kein Wunder das Lois sich schnell umorientiert hat. Fast jede Figur in diesem Film ist interessanter als der Held. Selbst Zeitungsmogul Perry White, kann in seinen paar Auftritten mehr Witz und Menschlichkeit rüberbringen als Superman im ganzen Film. Es mag Konzession an das Zielpublikum sein, aber ein weiterer Grund warum die ganze Lois und Clark-Story mich ziemlich kalt lässt ist die fehlende Chemie zwischen den beiden Darstellern, was u.a. auch an ihrem Alter liegt.
Kate Bosworth die Lois spielt war zur Zeit des Drehs 23. Als Superman vor 5 Jahren verschwand, war sie also 18 und vielleicht Schülerpraktikantin aber garantiert keine erfahrene Reporterin, die eine lange Gschichte mit Superman verband. Wann soll denn das angefangen haben, als sie 11 war?
Ihre Figur ist geschrieben und soll agieren wie eine erwachsene Frau mit einer gewissen Lebenserfahrung, aber sie sieht aus wie ein junges Mädchen. Publitzerpreis mit 22? I don't think so. Mag man bei Superman mit etwas gutem Willen noch glauben, daß er anders altert und deswegen recht jung aussieht, so wird das bei seinen menschlichen Mitspielern nachgrade albern. Sam Huntington alias Jimmy Olsen kann wohl ebenfalls kaum eine lange Geschichte mit Supi-verbinden, ist er doch genauso alt wie Lois.

Jugendwahn ist ja schön und gut, aber wenn man im wesentlichen die frühren Filme fortsetzt und die Figuren mit einer gewissen Vergangenheit schreibt und agieren lässt, macht es wenig Sinn sie von Leuten Anfang 20 spielen zu lassen.

Wenn man schon so darauf wert legt, wichtige menschliche Geschichten zu erzählen, sollten diese doch halbwegs glaubwürdig sein. Statt dessen liefert Singer uns Soapmomente. Und das gebündelt. Das kenntman  aus der Fernsehserie "Lois und Clark" schon zur Genüge nur dort stimmte auch die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. Zwischen Brandon und Kate knistert leider so gar nichts. Er ist farblos, aseptisch und langweilig wie seine eigene Action-Puppe die schon bald in jedem Spielzeugladen stehen wird. Sie ist ein unterkühltes Mädchen, dem man kaum abnimmt ernsthaftere Reporterin zu sein oder Mutter oder interessant genug, daß Kal-El ihr dermaßen nachhängt. Was immer in ihrer Vergangenheit passeit sein mag, in der Gegenwart spürt man nichts davon.
Da wundert es dann auch kaum, das es nicht ihr Kuss ist der den sterbenden Superman am Ende (in einer hanebüchenen E.R.-Rip-Off-Szene) wieder zum Leben erweckt, sondern der seines Sohnemannes.

Letztlicht ist die ganze Weltbedrohung, die ganze Lex Luthor-Story nur Katalysator damit Superman mit Lois und sich ins Reine kommen kann. So wie in "Deep Impact" der Kometeneinschlag nur dazu diente, den Hauptfiguren in ausgedehnten Soap-Momenten Gelegenheit zu geben ihre persönlichen Konflikte beizulegen, so ist auch bei Superman Returns der Armageddon nur pitoresker Background für eine schnulzige Familientherapie.
Heute haben wir eine wertvolle Lektion gelernt, Liebe heilt alle Wunden, man soll nicht wegfliegen ohne tschüss zu sagen und wenn man Kindern pathetische Reden einflüstert, tun diese zurecht so als würden sie Schlafen, in der Hoffnung das es dann schneller vorbeigeht (Und ja ich weiß, daß diese Rede Wort für Wort aus dem Donner-Supermanfilm ist und die letzten Worte Jor-Els an seinen Sohn darstellen. Ich finde sie dennoch sülzig).

Es bleiben die Action-Szenen, etwas womit mich Singer auch schon bei X-Men 1 und 2 nicht überzeugen konnte. Ihm fehlt für meinen Geschmack einfach der letzte visuelle Kick, der einen Effektshot von "ja ganz okay" in den Bereich des echten "Staunen machens" hebt.
Ich ahne zwar wo die 260 Millionen Dollar-Produktionskosten geblieben sind, aber ich würde lügen, wenn ich behaupte man sieht jeden Cent davon auf der Leinwand. Die Tricks sind durchwachsen, je nachdem welches Studio daran gearbeitet hat. Wissen die halbwegs realen Szenen, wie das herranahende Erdbeben und der vom Daily Globe Planet herabstürzende Globe (sic!) durchaus zu gefallen und sehen im Rahmen des Gewohnten ganz schick aus, so konnten mich alle Momente die auf Luthors Kontinent und darum herum spielten nicht wirklich überzeugen.

Gerendertes Wasser hat man bei Emmerichs "Day after Tomorrow" schon besser gesehen und auch die komischen Steinstelzen umwehte stets der Hauch des Pixelhaften (und auch wenn man die Idee der wachsenden Kristalle aus dem Donner-Film übernahm, funktioniert das Prinzip hier leider gar nicht. Es ist eine Sache sich per Kristallwurf die Festung der Einsamkeit zu bauen, aber generell zu erklären diese Kristalle lassen lassen egal wo man sie hinwirft hässliche Steinformationen wachsen, geht etwas an der ursprünglichen Idee vorbei).

Die Flugszenen mit Supi sind routiniert gemacht, ohne mich wirklich umzuwerfen. Die Rettung eines Space-Shuttles und Flugzeugs ist ebenfalls Effektkino nach Schema F. Entfesselte Kamera, die schwerelos umhersaust und dadurch jede Gravitas oder echte Bedrohung verschwinden lässt. Bessere Effekt-Regisseure wissen, daß etwas dann wirklich bedrohlich und gefährlich aussieht, wenn man das gefühl hat eine echte Kamera habe das Geschehen eingefangen, reale Kamera-Bewegungen unterstreichen den Realismus. "Pirates of the Caribbean 2" hat das sehr schön vorgeführt. Trotz massiven Computereinsatzes wirken die Szenen erdverbunden und strahlen etwas handfestes aus, was man bei den meisten Renderorgien vermisst.

Superman bildet da keine Ausnahme. Singer könnte wie viele andere mal lernen, daß eine gezielt eingesetzte entfesselte Kamera sehr effektvoll sein kann. Nutzt man sie in Actionszenen aber im Übermaß wird es langweilig und nutzt sich sehr schnell ab.

Wie bewerte ich das ganze jetzt? Schwierig. Er hat ein paar unterhaltsame Momente, er bietet ein paar gute Gags, meist durch Jimmy Olsen oder Lex Luthor. Er hat ein ganz drolliges, wenn auch unglaublich unlogisches Klavierduett zwischen einem Handlanger und Supermans Sohn zu bieten und eine handvoll Effekt-Shots die ganz okay sind (die Pistolenkugel die am Auge abprellt ist zugegeben ganz schick).

Auf der anderen Seite nervt er mich mit holzschnittartiger Charakterzeichnung, Figuren ohne Eigenleben, vielen Momenten die eher in eien Telenovella passen, als in einen Superheldenfilm und einer unausgegorenen Dramaturgie, die das Tempo ein ums andere Mal gewaltig ausbremst, respektive zum Stillstand bringt.
40 Minuten weniger hätten dem Film ganz sicher gut getan und der Story die dringend notwendige Straffung verpasst.

Fans mag der Film gefallen, Normalgucker wurden im Kino nach dem hinausgezögerten Ende wie ich beobachten durfte schon unruhig. Nach dem eigentlichen Showdown geht der Film nochmal eine viertel Stunde weiter. Unnötige Kitschmomente und Krankenhausseriendrama.

Mich hätte trotzdem ein Superman von Tim Burton, McGee oder Kevin Smith, die beide Ende zu unterschiedlichen Zeiten an dem Projekt gearbeitet haben, mehr interessiert als dieser letztlich doch recht aufgeblasene Familientherapiefilm mit zuviel Pathos und Jesus-Symbolik.

Was immer Bryan Singer am alten Richard Donner Film so verehrt, dessen leichtfüssige, humorvolle Erzählweise, die Pathos vermitteln kann ohne schmierig zu wirken, geht ihm in diesem Film leider ab.

PS: Sah Supis Cape wenns nass wurde immer schon aus, wie eine alte Pelerine oder Zeltplane?

Wer einen sehr unterhaltsamen Abriß der Story der bisherigen Supermanfilme lesen möchte, unter besonderer Berücksichtigung des berüchtigten vierten Teils, der darf HIER weiterlesen.


★★★☆☆
Dog Hollywood meint: Ganz so arg wie Batzman sehe ich den Film nicht, d.h. ich habe versucht die Schwachstellen anderorts auszumachen (wobei mich mein Filmfreund bereits darauf aufmerksam machte, dass wir eigentlich das Gleiche meinen). Brandon Routh war mir ein sympathischer Superman, doch wurde ihm viel zu wenig Raum geboten seine Rolle auszuleben. Es wurde nicht die Geschichte von Superman erzählt, sondern die der Welt, wie sie auf die Rückkehr des Helden in Strumpfhosen reagiert – irgendwas fehlte. Das Ende war viel zu sehr hinausgezögert, wie Batzman schon andeutet. Mehr Kämpfe und weniger “Hab-dich-lieb-oder-doch-nicht?”-Dialoge hätte ich mir gewünscht. Hätten sich Lois und Clark vor Jahren ein Mal richtig ausgesprochen, hätten sie sich viel Kitsch und Herzschmerz sparen können.

Mir hat der Film dennoch Spaß gemacht, weil ich die Rolle des Superman toll finde. Manchmal möchte ich mir selbst ein rotes Cape überstreifen und in blauen Strumpfhosen durch die Stadt gleiten, aber nachdem der Alkohol nachgelassen hat, fällt mir ein, dass das keine gute Idee wäre.

Von mir aus hätte der stählerne Held zwei Stunden lang durch Metropolis fliegen und Menschen retten können. Dazu ein paar gewitzte Dialoge mit Lex Luthor, aber alles in allem mit ein bisschen weniger Liebe…, aber so gebe ich Bryan Singers Interpretation meiner Kindheitsträume nur knappe 3 Sterne.

Die Klassischen Supermanfilme im Doppelpack bei Amazon kaufen? Na los es lohnt sich!

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

48 Comments

  1. Mal Sehen

    ICH WUSSTE ES! ICH WUSSTE, DER FILM WIRD SCHEISSE!

    Oder um es anders auszudrücken: eye said it before.

    Werde mir den Film vielliecht auf DVD anschauen. Oder ich warte bis RTL ihn ausstrahlt.
    Tja, was so ein paar Schnipsel in einem Teasertrailer doch über einen 154 minütigen Film aussagen können…

    PS: Super geschrieben, Filmfreund Batzman.

  2. der.Grob

    hmm. bis eben wollte ich heute noch auf jeden fall in “superman returns” gehen. aber nach der ziemlich ausführlichen filmkritik hier überlege ich es mir wohl nochmal. da ich heute eh irgendwie ziemlich gerädert bin, halte ich einen 154 minuten langen liebesfilm vermutlich eh nicht durch. ^^

  3. Adel

    Ach Superman…
    Der Schauspieler, der hat sowas von Ben Affleck…
    Ich glaube als ich ihm im TV-Spot fliegen sehen sah, da ist ihm die Sonne auch durch die Ohren aus der Nase geschienen.

  4. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Adel: Ach Superman… Der Schauspieler, der hat sowas von Ben Affleck… Ich glaube als ich ihm im TV-Spot fliegen… [...]

  5. Vorsprung durch Hektik » Superman Returns

    [...] Hätte ich das hier vorher gelesen, hätte ich die Zeit und das Geld anders investiert. Naja so habe ich halt 180 Minuten mein Gehirn ausgeschaltet, und mich berieseln lassen. Halt! Eine Frage habe ich noch, aus welchem Zwirn ist der Supermanbody? Daraus will ich meine Arbeitsklamotten haben. Unzerstörbar, unverschmutzbar und wasserabweisend. [...]

  6. Maunamea

    Oh Gott. Ein absoluter Faux Pas der Filmindustrie. Habe mich mit reinschleifen lassen und musste dann am Kinosessel angekettet werden, um nicht nach einer Stunde laut pöbelnd aus dem Kino zu gehen. Superman ist Superwurst, die Geschichte ist auch mal wieder herzzereißend Banane und die Effekte…naja gähn. Alles in allem, ein schönes Stück für den ersten Sofa-Abend mit dem/der Neuen. Bei diesem Film ist wahrscheinlich alles drin.

  7. Khesrau

    Ich moechte gerne angeben: Hier in Bangkok, im iMax-Kino, hat der Film sehr viel Spass gemacht. Bei der Story habe ich sowieso relativ schnell abgeschaltet. (Das unsaegliche Ende war leider nicht in 3D. Scheisse!)

  8. Edwin

    (Wieder einmal ein) pseudo-intellektueller Schrieb von narzistischen Möchtergern-Kritikern.
    Die restlichen Kommentare hier kann man getrost als Lobhudelei abstempeln. Zombiegleich trotten die Jubelperser hinterher und pflichten (beeindruckt durch hier dargebotenen leeren und künstlich aufgebauschten Wortschwall) blind bei, anstatt vielleicht selbst eine eigene (

  9. Renington Steele

    anstatt vielleicht selbst eine eigene ( Klammern zu setzn, die auch nur ansatzweise einen Sinn ergeben könnten.

  10. Channel Hopping » Superman Returns in a Nutshell

    [...] Die fünf Filmfreunde: Er mag ja ein toller Hengst sein, eine Granate im Bett, aber ein sehr geistreicher oder witziger Geselle ist er beleibe nicht. Ganz abgesehen davon, das er eine merkwürdige Arbeitsauffassung hat was sowohl seinen Reportersjob als auch das Weltenretten angeht. Ich ertappe mich stets dabei mich zu fragen, was mit all jenen Menschen in Not passiert die während Supis Arbeitszeit verunglücken oder die das Pech haben vom Schicksal ereilt zu werden, wenn er grade in »romatisch Rumfliegen«-Stimmung ist oder aus Eifersucht bei Lois im Vorgarten rumschwebt. [...]

  11. Movieman

    Ich muß Edwins Kommentar absolut recht geben. Da wird versucht, sich mittels toller Wortakrobatik und vermeintlich ausgeklügelter Logik den neuen Superman-Film zu demontieren, aber Hand und fuß hat das Alles nicht. Wie sagte dieser animierte pinguin, der ne zeitlang durchs www geisterte: “Wenn man mal keine Ahnung hat,…”
    Wirklich traurig an dieser Filmbesprechung ist aber (neben inhaltlichen Fehlern (z.B. “Daily GLOBE”) und dem Eindruck, daß hier krampfhaft verrissen werden sollte), der Umstand, daß Spoilerwarnung hier ein Fremdwortzu sein scheinen. Und so etwas nennt sich dann “Filmfreunde”. Echt Freunde verderben niemandem den Spaß, selbst wenn’s dem eigenen Geschmack nicht entsprach.

    Schade.
    Denn die Aufmachung der Seite hat mir gefallen. Dies war mein erster Besuch und die erste Rezi, die ich mir hier angesehen habe. Ob weitere folgen? Momentan halte ich das für sehr unwahrscheinlich.

  12. Batzman

    *zueinerantwortanheb*

    *innehält*

    Ach. Why even bother…

  13. Movieman

    Ja, why bother?
    (Oder erstmal: why wichtigtuerisches Englisch Gequatsche?)

    Vielleicht “bother”, weil man ja auf Kritik eingehen könnte. Würde vielleicht zeigen, daß diese Site auch an der Meinung der Leser interessiert ist.
    Nur so ne blöde Idee…

  14. Batzman

    Auf was soll man denn bei dir, lieber Movieman, der anonym einen nichtsagenden Kommentar hinterlässt, bitte eingehen?

    Du greifst keine Punkte aus der Kritik auf, argumentierst nicht für deine Position, führst Typos als inhaltliche Fehler an und kommst am Ende mit einer Kleinkind-Drohung von wegen: “Ich werd eure Seite nicht mehr lesen.”

    Das ist Pille-Palle und auf solche Meinungsblasen verzichte ich persönlich liebend gerne.

    Wer eine andere Meinung hat, kann die vertreten und kontroverse Ansichten werden bei uns gerne ausführlich in den Kommentaren diskutiert.

    Emotionales Gebruddele und Ausfälligkeiten sind aber eben in der Tat keiner Antwort wert.

    Kritik muß man auch formulieren können. Wenn das Publikum nur rülpst, macht man besser einfach schweigend die Lüftung an.

  15. Movieman

    Klingt jetzt irgendwie arg eingeschnappt.

    Vielleicht solltet Ihr überdenken, den Kommentar-Bereich zu schließen, wenn Ihr angesichts kurzer kritischer Anmerkungen bereits so schmollt (u.a. den ganzen Kommentar einfach mal als “Rülpser” abtut – sehr erwachsen).

    Ich gebe ja zu, daß ich vielleicht ausführlicher hätte begründen können, was genau ich alles als unangemessen oder überkritisch empfunden habe. Und warum.
    Aber, wie geschrieben, das war mein erster Besuch hier. Mir war nicht bewußt, daß man durchaus auch längere Antworten einstellen soll (quasi richtige “Gegen-Rezensionen”).

    Da aber das Echo gleich so verschnupft ausfällt, brauche ich mich jetzt wohl auch nicht mehr bemühen.

    Wie schon gesagt: Schöne Film-FREUNDE…
    :-(

    PS: Anonym? “Batzman” ist sicher auch nicht der Name, der bei Dir in den Personaldokumenten steht.

  16. Batzman

    Nun gut, versuche ich doch mal etwas deutlicher zu werden.

    Du machst dir zu Beginn deines Postings die Meinung von Edwin zu eigen, die ebenfalls wortreich beleidigend wird, ohne konkrete Gegenargumente zu liefern. Also eine Pauschalaburteilung einer sehr ausführlichen Kritik, der man nicht zustimmen muß, die aber sicherlich genug Argumente für ihre Position liefert, an denen man ansetzen könnte.

    Dann kommt dein Hinweis darauf, daß ich ja sowieso keine Ahnung habe und doch lieber die Fresse halten solle, frei nach irgendeinem Animationspinguin, der auch nur Dieter Nuhr zitiert hat.

    Das einzige worauf man mangels irgendwelcher anderen Inhalte in deinem Initialposting eingehen könnte, ist die Sache mit der Spoilerwarnung, wobei bei ausführlichen Rezensionen immer auch handlungsrelevante Momente genannt werden können.

    Sich jetzt darüber zu beschweren, in welchem Ton ich antworte, ist insofern etwas befremdlich. Wie war das mit dem Wald und dem Reinrufen?

    Achja und ich antworte in meinem Namen, nicht in dem aller Filmfreunde. Auch eine Rezension stellt die Meinung des Autoren dar und nicht die aller Filmfreunde, wie man oft an den Meinungskästchen unserer Beiträge merkt.
    Ernsthaft Diskussionen in denen argumentiert wird, sind ein sehr wichtiges Element dieses Blog.

    Egal wie kontrovers man diskutiert, siehe u.a. die Kommentare zu “Thank you for Smoking”, solange es sachlich bleibt und argumentiert wird, gibt es auch eine vernünftige Antwort.

    Unreflektiert und allgemein rumzupöbeln und dem anderen zu sagen, er solle doch die Schnaue halten, kriegt eben ein “why bother”.

  17. Citizen

    Äh, um mich mal einzuschalten, aber wo genau hat den Movieman rumgepöbelt und irgend jemanden gesagt, er solle die “Schnaue” (oder gar die Schnauze) halten? Er hat lediglich einer vorherigen Meinung zugestimmt und Kritik hinsichtlich dem Umgang mit Spoilern geübt. Übrigens ist ein langes Review meiner Meinung nach kein Grund für eine Inhaltsangabe des gesamten Films mit sämtlichen Wendungen, außer man will auf Krampf ein langes Review schreiben. Was ich natürlich niemanden unterstelle. Batzmans Antwort finde ich dagegen einfach nur arrogant.

  18. Movieman

    Es ging nicht darum, daß Du irgendwie “deutlicher” werden mußt (das klingt ja fast schon nach “wir klären das draußen”). Nur eine etwas ernstere Auseinandersetzung mit Kritik-Kommentaren sollte eben schon sein.
    Kommentar Nummer 19 zeigt ja, daß das hier anscheinend doch möglich ist.

    Ok, vielleicht hätte ich nicht den einfachen Weg der Zustimmung zu einem vorherigen Kommentar gehen sollen, sondern meine abweichende Meinung in eigenen Worten zum Ausdruck bringen müssen. Wie gesagt, wußte nicht, welcher Text-Umfang hier erwünscht ist.

    Darum jetzt etwas genauer zu Deinen Vorwürfen.

    Zur fehlenden Ahnung:
    Hier gilt wohl das uralte “getroffene Hunde bellen”. Ich schrieb nicht wörtlich, daß Du keine Ahnung hast. Klar war das bewußt ein wenig provokant impliziert. Aber als langjähriger Beobachter der Superman-Mythologie (egal ob Comics, Filme oder Serien), hatte ich den Eindruck vom Fehlen von grundlegenden Informationen zur Thematik beim Lesen Deiner Rezension leider wirklich mehrfach. Ist nicht dramatisch, gehört wahrlich nicht zur Allgemeinbildung – aber dann sollte man lieber nicht auf ein so hohes Roß steigen, wie Du es mittels sprachlicher Finessen immer wieder tust.
    Man darf den Film nicht mögen, man darf ihn kritisieren, gerne auch verreissen (wer liest sowas nicht gern? hatte z.B. sehr viel Spaß an dem von Euch verlinkten Superman-IV-Recap). Aber dann sollten die Argumente eben Hand und Fuß haben oder man muß ehrlich zugeben, wenn das eigene Wissen an Grenzen stößt. Ein Filmrezensent bricht sich meiner Meinung nach keinen Zacken aus der Krone, wenn er schreibt: “Ich persönlich fand das absolut dämlich, aber ich weiß nicht genau, ob es vielleicht der Mythologie inhärente Elemente gibt, wegen denen es so und nicht anders umgesetzt werden mußte/sollte.” Man sollte doch immer überdenken, ob man in der Position ist, bestimmte Dinge als grundlegend falsch/bescheuert darzustellen, wenn man nicht absolut sicher in der Materie ist. Viel zu oft aber, heischen Kritiker nach Auflage, Klicks oder Quoten, indem sie möglichst böse und hart niedermachen. Traurig, wenn man sich doch eigentlich als Film-Liebhaber und nicht -Hasser sieht.
    Den “Fresse”-Teil habe ich übrigens bewußt weggelassen, um nicht verbal abzugleiten. Man darf die Punkte auch mit “einfach mal nichts äußern” ergänzen. Bleibt der Einstellung des Lesers überlassen.

    Generell habe ich mich bei den Formulierungen doch bemüht, sachliche zu bleiben (deutlich, aber sachlich). So schrieb ich ja ganz eindeutig, daß ich den “Eindruck” hatte, das bewußt verrissen werden sollte. Ich behaupte nicht, daß es so ist, sondern lediglich daß es so wirkt.
    Wenn sowas kommt, sollte man als Blog-Verfasser genug Schneid haben, auch mal die eigene Schreibe zu überdenken, ohne gleich zu schmollen.
    Ich habe Dich bei meinem Kommentar sicher nicht mit Samthandschuhen angefaßt, aber meine Anmerkungen beleidigt gleich als “Meinungsblasen” (ich dachte, um Meinungen ginge es in einem Kommentarbereich!?) oder noch abwertender als “Rülpser” zu titulieren, zeugt in der Tat von dem von Edwin angesprochenen Narzissmus.
    Apropos, man kann Edwins harsche Kritik sicher als beleidigend verstehen, aber Du bewegtest Dich im Nachhinein eben keinesfalls auf besserem Niveau.

    Noch kurz zum “Typo” (ich bevorzuge ja das schnöde Tippfehler): Würde ich nicht ankreiden. Passieren mir auch. In meinen Kommentaren hier stecken sicher genug davon.
    Aber das GLOBE ist ja wohl kein Tippfehler (wer vertippt sich schon genau so, daß sich statt PLANET das Wort GLOBE bildet?). Das ist schlechte Recherche oder zuschauerische Unaufmerksamkeit oder fehlende Information über das Superman-Universum. Genau genommen spielt das aber gar keine Rolle, denn das war einfach nur das am kürzesten zu benennende Beispiel für inhaltliche Fehler. Selbst wenn man das wegläßt, gibt es noch genügend weitere in Deiner Besprechung.
    So schreibst Du z.B. was von “Geheimversteck” des Superschurken. Allerdings wird im Film nie behauptet, daß es ein Versteck ist. Lex erwirbt Haus und Anwesen (wie den Rest des Erbes), nun ja, sagen wir mehr oder weniger legal. Damit ist doch gar nicht so unlogisch, daß Lois über den Aufenthaltsort des zurückgekehrten Luthor informiert ist. Immerhin wird sie nach den früheren Erfahrungen mit ihm, all seine Schritte mehr als genau verfolgen.
    Oder: Wieso kann an Bord einer modernen Luxujacht kein Faxgerät stehen? Und Lois versucht doch keineswegs Superman damit zu erreichen, sondern ihre Redaktion inkl. ihres Piloten-Verlobten. Für mich ist nichts Unlogisches darin. (Dann schon eher in der typischen Dümmlichkeit ihres Wächters.)

    Zur Spoiler-Problematik:
    Sicherlich dürfen inhaltliche Themen, einführende Handlungsmomente, gerne auch mal frühzeitige “Twists” verraten oder angedeutet werden. Bei einer Rezension wollen die meisten Leser auch einen Eindruck von der Handlung erhalten. Aber ganz direkt von Supermans Sohn zu schreiben, schießt nach meinem Verständnis doch weit über das Ziel hinaus (abgesehen davon, daß dieses pubertäre Spermien-Szenario reichlich unangemessen ist und einmal mehr den Eindruck verstärkt, daß hier bewußt ins Lächerliche gezogen und niedergemacht werden soll). Das ist ganz klares Verraten eines Plot Points, der erst nach mehr als der Hälfte des Films angedeutet wird.

    Ok, ich denke auch ich habe jetzt meine Position etwas besser rüberbringen können. Wie gesagt, ich gestehe den fehler ein, daß ich das vielleicht hätte gleich tun sollen. Aber nun ist es wohl zu spät. So richtig grün, werden wir uns wohl nicht mehr.
    Da kann ich Dich nur an Deine eigenen Zeilen erinnern: “Wie war das mit dem Wald und dem Reinrufen?”

    PS: Ich wage zu bezweifeln, daß Dieter Nuhr den Spruch erfunden hat.

  19. Dog Hollywood

    @Movieman: Ich bin selbst ein großer Superman-Fan, wenn auch kein Experte und musste eigens zugeben, dass der Film einige erkennbare Schwächen hat. Leider gelingt es dir nicht in deinen langen Aufsätzen darauf einzugehen, was mich viel mehr interessieren würde, als deine Unzufriedenheit gegenüber Batzmans Rezension. Darüber hinaus ignorierst du einfach die Kritik von meinem Filmfreund und hängst dich an Tippfehlern und Faxgeräten auf. Das will ich dir nicht zum Vorwurf machen, denn es ist schon spät und wir sind alle müde, aber worum geht es dir hier eigentlich wirklich? Stört es dich, dass Batzman dem Film keine 5 Sterne gegeben hat oder seine Kritik an sich, die sogar ich für berechtigt halte, wenn auch manchmal etwas zu streng, aber wir sind doch hier um darüber zu diskutieren.

    Um auf das Wesentliche wieder zurück zu kommen, was mich wie bereits gesagt besonders interessieren würde: Was hältst du von “Supermans Rückkehr”, Moviemam?

  20. Movieman

    Danke, daß Du hier zu schlichten versuchst. (“schlichten” klingt jetzt nach Riesenzoff, aber ich wußte nicht, wie ich das jetzt anders benennen sollte)

    Ich denke schon, daß ich ordentlich zum Ausdruck gebracht habe, daß es mir keineswegs um die Punktvergabe geht oder darum, daß jemand den Film nicht nicht mögen dürfen soll.
    Vielmehr war der ganze Tonfall der Rezension (und zumindest auch der ersten Kommentar-Antwort) in meinen Augen herablassend, arrogant, dabei aber nicht fundiert und – wie schon geschrieben – wirkte zunehmends wie ein gewollter Verriss.

    Ich bin im Übrigen nicht der, der sich an Tippfehlern aufhängt. Genau das hab ich doch erklärt. Und Kleinigkeiten suche ich doch auch nicht. Das mit dem Fax hat doch Batzman selbst ins Spiel gebracht. Er stellte es dar, als wäre es ach wie unlogisch. Ich habe doch dann im Gegensatz dazu versucht, anzuführen, warum man diesen Handlungskniff vielleicht nicht auf die Goldwaage zu legen bräuchte.

    Aber ich denke, die Diskussion bringt hier nix mehr. Da hast Du mit dem spät im übertragenen Sinne wahrscheinlich sogar Recht. Ihr haltet zusammen, Batz wird dabei bleiben, daß seine Rezi tadellos ist und ich als Außenstehender bin für Euch auch kein Maßstab.
    Nichts womit ich nicht leben kann.
    Es steht jedem frei aus Kritik zu machen, was er will. Oder auch zu entscheiden, sie als unberechtigt abzuweisen.
    Daher kommen wir sicher auf keinen Nenner mehr. Man muß sich ja nicht mit Jedem im Netz in die Arme fallen und riesige Verbrüderung feiern. Es gibt reichlich Seiten, Blogs, Foren etc. für Alle. Da kann man auch einfach weiterziehen ohne in ewiger Feindschaft auseinander zu gehen. Das WWW ist wahrlich groß genug.

    Zum Abschluß will ich aber wenigstens noch kurz auf Deine Frage zu meiner Filmwertung eingehen. Vielleicht wird dann auch deutlich, daß ich kein Superman-Fanboy bin, der nur sein Heiligtum verteidigen will.

    Zunächst einmal finde ich, daß Superman Returns ein hervorragend umgesetzter Superman-Film ist. Von allen bisherigen Verfilmungen mit Abstand der Beste (wenngleich bei diesem Eindruck natürlich der heutige Zeitgeist mitschwingt). Tolle Besetzung (vor allem Spacey und Routh), tadellose Effekte und eine angemessene Hommage an die wichtigen Vorgänger in Comic und Film. Dabei nie zu viel Slapstick, nie zu viel Pathos. Schlicht alles, was sich der Superman-Fan wünschen kann, so umgesetzt, wie es sich der Superman-Fan wünscht.
    D.h. ich wüßte nicht, was man besser machen könnte, ohne den Pfad der vorlagen-getreuen Adaption zu verlassen.

    ABER deswegen finde ich noch lange nicht, daß es unbedingt ein besonders guter Film ist. Ganz sicher nicht der beste der letzten Jahre, nicht mal der beste dieses Sommers. Der Film bleibt Mittelmaß. Das liegt aber vielmehr am Superman-Thema an sich.

    Diese Story kann heute nicht mehr fesseln.
    Superman ist der lebende Anachronismus unter den Comicfiguren. Er ist genauso langweilig wie sein alter ego Clark. Null Konflikt, null Probleme (ich meine “echte” Probleme, am dusseligen Hin und Her mit Lois ist er ja selber Schuld, da kann ich ihn nicht bedauern ;-)), null Brisanz. Der einzige Comicheld, der wahrscheinlich heute ähnlich überholt ist, ist Captain America. Aber da könnte man wenigstens noch einen aktuellen inneren Konflikt einbauen (z.B. wegen dem heutigen Bild der USA in der Welt, wegen den geänderten Ansichten zu Präventivkriegen im Namen Amerikas usw.).
    Superman aber kann alles und hat keine echten Feinde. Lex ist mal etwas anstregend, aber gefährlich? Pah. Wegen dieser öden Übermacht wurde Kryptonit überhaupt von Comicschaffenden erfunden. Weil die Figur alleine kaum was her gibt. Heute zumindest. 1938 war es vielleicht bombastisch, wenn ein Mann ein Auto anhebt. Heute schmeißt Magneto 20 Polizeiwagen durch die Luft.
    So toll in Returns die Flugzeug-Szene visuell umgesetzt sein mag (und das ist sie meiner Meinung nach, da steht sie den besten Superman-Zeichnungen in nichts nach), fiebert man selbstverständlich keine Sekunde mit. Superman kann Atombomben ins All werfen, Planeten aus der Bahn tragen usw. Logisch, daß so ein Flugzeug da ein Leichtes ist. So leicht sogar, daß er sich
    kleiner Spoiler:

    nach dem Retten des Spaceshuttles sogar einige lockere Sekunden Auszeit gönnen kann, bevor er dem Flugzeug auch nur einen Funken Aufmerksamkeit schenkt. Dieser Moment ist so symptomatisch für das Problem dieser Über-Figur.

    Spoiler-Ende.

    Ebenso einfach hakt er eben einen herabfallender Metall-Globus ab. Oder -ä mit etwas mehr Anstrengung – notfalls einen neu erwachsenden Kontinent. Oder oder oder oder…

    Zu allem Überfluß geht Superman auch jede persönliche Meinung ab. Wie schon sein Vater Jor-El, ist er unverbesserlich in seinem Gut-Glauben an den Menschen und ein ewiger Philantrop. Selbts Lex ist er ja nie wirklich “böse” oder so. Wenn er ihn mal erwischt, setzt er ihn mit einem Spruch vom Kaliber “Ach, was hat der Spitzbube wieder ausgefressen? Bist ja trotzdem ein ganz knuffiger, Du.” sanft im gefängnis ab. Gähn!
    Was würde unsereins mit Superkräften machen? Sicher nicht mit Mördern und Kriegstreibern klärende Gespräche führen. Da kann man Batman einfach viel eher verstehen.

    Eine spannende moderne Superman-Story müßte daher grundlegende Veränderungen vornehmen, um auch nur ansatzweise an die Dramatik einer vielschichtigen Gruppe wie den X-Men oder an den Onkels-Tod-Komplex eines Spider-Man heranzukommen. Aber dann wäre es nicht mehr Superman. Dann bräuchte man das auch nicht verfilmen. Dann lieber gleich andere Figuren suchen. Es gibt noch genug Interessante in Romanen und Comics.

    Daher kann ich zwar verstehen, daß man den Film als langweilig oder zäh empfindet und würde einer schlechten Wertung auch nie komplett widersprechen. Nur liegen die Gründe nicht so sehr am Filmkönnen des Bryan Singer. Superman Returns ist quasi die weitaus bessere Version des Donner Supermans. Aber so ähnlich wie das van Sants Psycho-Remake irgendwie unnötig. Macht Spaß, kann man ansehen, braucht man für das (Über-)Leben als Filmfan aber so dringend wie Zuckerwatte oder Popcorn wirklich zur lebenssichernden Nahrungsaufnahme notwenig sind.

    Darum fände ich es nicht sonderlich bedauerlich, wenn Singer keine Fortsetzung drehen dürfte. Genaugenommen, wenn gar niemand eine Fortsetzung drehen dürfte.

    Das selbe Problem haben ja die Superman-Comics. Da muß der Verlag ja schon seit Jahrzehnten immer wieder auf “Was-wäre-wenn”-Szenarien zurückgreifen, um den Mann aus Stahl auflagentechnisch irgendwie am Leben zu erhalten (vgl. “World without Superman” oder “Superman – Red Son”). Oder ihn komplett neu erfinden (der Wechsel seiner Kräfte, Superman wurde kurzzeitig eine Art Elektrowesen) – was aber meist auch nach hinten losging, weshalb Singer diese Option vielleicht von vorherein für den Film ausgeschlossen hat.

    Deshalb sind aber manche 50er Jahre Superman-Geschichten immer noch gut und niemand würde darauf kommen, sie zu verreissen. Belächeln vielleicht, ob ihrer Naivität. Manchmal sogar herzhaft lachen über die antiquierte Weltsicht. Dann aber, voller Nostalgie und Wehmut, trotzdem in den Bildern und den Fantasiewelten ihrer Erschaffer versinken.
    So in etwa geht es mir mit Superman Returns.

    Von Punktewertungen halte ich nicht ganz so viel. Nach Eurem Fünfer-System aber drei sind sicherlic locker drin. Je nach persönlichem Interesse auch gute 4.

  21. ratlos

    ich versteh hier gar nix mehr…

    da wird eine rezension angegriffen, der kritiker runtergemacht und dann der kritik doch zugestimmt?

    sehr kurios das ganze, wie wärs mal mit nem logikkurs? gibts in jeder größeren uni…

    ein fax zur anmeldung sollte genügen…faksimile

  22. Movieman

    Rezension angegriffen?
    Kritiker runtergemacht?
    ???
    Was ist denn das hier für eine feindselige Community? Ist Meinung wirklich gewünscht?
    Wenn hier echt alle so empfindlich sind, dann, wie schon vorgeschlagen, einfach den Kommentarbereich dichtmachen.

    Für mich ist rein gar nichts unlogisch daran, einer Filmmeinung (z.B. “kein Meilenstein”) zuzustimmen und dennoch Kritik an Tonfall, Gestus und Besprechungsstil des Autors zu äußern.
    Erscheint mir sogar weitaus sinnvoller als unsachliches nachgequatsche wie “Ich wußte es, der wird Scheiße.” oder haltloses beleidigen a la “dem scheint die Sonne glatt durch’n Kopp” (sinngemäß). Womöglich ohne den Film gesehen zu haben (denn nach der Rezi warte man ja lieber auf die RTL-Ausstrahlung).

    Das hat mit gepfelgter Filmdiskussion, die hier angeblich so gepflegt wird, nichts zu tun. Unlogisch…

  23. Renington Steele

    Der Kommentarbereich bleibt offen, genau solche Diskussionen sind doch das spannende. Über Filmgeschmack kann man vorzüglich streiten und das macht ihr ja hier auch vortrefflich, ich habe mich sehr amüsiert.

    Movieman, wir sind hier glaube ich Batzingers größte Kritiker. Was meinst Du, wie oft wir den in Chats schon dazu aufgefordert haben, mal nicht so beinhart zu verreißen und mal wieder 12 sein soll? Aber da geht nix, der ist eben beinhart und steht zu seiner Meinung. Das verdient Respekt. Wenn das arrogant klingt, dann tut das sicher auch Batz leid, aber jetz mal ehrlich: wenn man einen Film scheiße findet, dann klingt man eben arrogant. Damit kann ich leben.

    Ich bereue es, unter diese Rezension nicht schleunigst ein Meinungskästchen gebaut zu haben, denn ich fand den Film ebenfalls trotz inhaltlicher Schwächen vorzüglich und erfrischend ironiefrei.

    Von mir gibt es dafür 3.5 Sterne.

    Und jetzt kriegt Euch wieder ein, wir sind in Wahrheit alle ganz lieb und wollen nur spielen.

  24. Movieman

    Respekt!
    Das war genau der Zungenschlag, den ich hier mal lesen wollte.
    Denn auch ich liebe Filmdiskussionen. Gerne auch hitzige. Ab und zu so richtig kontrovers. Aber eben immer mit spürbarem Spaß an der Meinung anderer.
    Wegen anderer Leute Filmmeinung bin ich ja überhaupt hier vorbeigekommen.

    Darum finde ich es auch gut, wenn Batzman ne klare Ansicht hat und konsequent dabei bleibt. Nur darf man sich bei aller energischen Argumentation eben nicht zum Maß aller Dinge erheben. Genau das klang jedoch leider manchmal ein wenig durch.

    In Gesprächen mit Freunden ertappe ich mich selbst manchmal dabei. Da versucht man sein vorhandenes Filmszene-Wissen, mit dem der Gelegenheitskucker aus dem Bekanntenkreis vielleicht nicht aufwarten kann, voll aufzufahren und mit geschicken verbalen Todschlägern die Diskussion auf die eigene Meinung zu zwingen. Egal ob ein sachliches Review dem standhalten könnte. Kann im Eifer des Gefechts passieren.
    Dann muß man aber eben dankbar für kritische Anmerkungen sein. Zähneknirschend mal einlenken.

    Nun gut, ich will Euren Kommentarbereich nicht voll spammen.
    Vielleicht hatten wir nen schlechten Start. Ich seh mich bei Euch mal noch bissel um. ;-)

  25. jAnsen

    habe es endlich geschafft, den film(im englischen original) zu sehen. eins vorweg: er bekommt von mir 4 sterne. eigentlich sogar etwas mehr, aber bei einem wertungssystem mit nur 5 stufen wäre das dann doch zuviel.(5 interpretiere ich mal als die absolute perfektion; die mutter aller filme(und damit ist nicht hotshots gemeint!))
    zur kritik:

    cast: routh erinnert oft an den jungen reeve. besonders, wenn er als clark zu sehen ist. das lässt ihn als nicht besonders originelle casting-wahl erscheinen, aber er ist mir immer noch lieber als ein nicolas cage(der ja auch mal im gespräch für die rolle war).
    aber gerade seine ähnlichkeit zu reeve macht ihn auch sympatisch. hier wurde tribut an den das bild von superman prägenden schauspieler gezollt.
    zudem hat routh auch genug eigenes in die waagschahle zu werfen. wenn superman
    die gangster ob ihrer hilflosigkeit verschmitzt anlächelt, dann schwingt da der kindlich naive charme eines peter pan mit.

    Kate Bosworth als loise lane ist reichlich unspektakulär. sie schadet der figur nicht, trägt aber auch rein gar nichts zu ihrer charakterisierung bei. ehrlich gesagt, hätte auch eine beliebige andere schauspielerin die rolle übernehmen können.

    ich weiss nicht, warum sich viele über die als überzogen wahrgenommene spielfreude von Kevin Spacey alias lex luthor aufregen. ich persönlich habe mich köstlich amüsiert. zudem schafft spacey es, in sekundenschnelle eine agressivität durchblitzen zu lassen, die ich ihm sofort abnehme.

    special fx: sehr durchwachsen. das superman-problemkind “realistisches flugverhalten” betrachte ich als gut gelöst. jedenfalls besser, als alle bisherigen versuche.
    verwunderlich ist(wiedereinmal), wie schlecht manche greenscreenshots ausmaskiert bzw. compositing-technisch umgesetzt wurden. der tiefpunkt: die ganze szene mit lex und seiner crew, als sie den kristall vom boot aus in den ozean katapultieren. in zeiten, in denen peter jackson und weta digital zugejubelt wird, wie realistisch doch skull island sei, geht der shot schon in ordnung. nur realistisch ist er eben nicht.
    ebenfalls sehr fragwürdig erscheint mir der einsatz eines digital doubles im letzten shot des films. hier ist emotionalität gefragt. da kann der, zugegebenermassen sonst ganz gut umgesetzte, digitale routh nicht ganz mithalten. filmisch also klar ein risiko.

    story: ja, ja, hier wird immer wieder die “soap”-qualität von singer-filmen kritisiert. es stimmt schon, die ganz grossen gefühle und der unbarmherzige realismus des wahren lebens sind das hier nicht. aber die regie schafft es, dass ich nach dem film ein cliffhanger-gefühl habe. ich will wissen, wie es mit den figuren weitergeht. und genau das ist eine nicht zu unterschätzende leistung.
    ich freue mich auf(den schon bestätigten) zweiten teil!
    superman returns hat mich jedenfalls prächtig unterhalten.

    so, hoffe, das dieser kleine post dazu beiträgt, die meinungen doch ein wenig mehr zu streuen. bitte keine blinden nachäfferposts ala “ich hab den film noch nicht gesehen aber nach dieser schlechten wertung kann er mir ja gar nicht mehr gefallen und ich gehe auf keinen fall rein!” mehr. richtige meinungen zählen! ich lese mir gerade hier in den kommentaren sehr gern kritiken durch, die etwas mehr ins detail gehen.

  26. nano

    ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass der neue superman auch ganz locker von jason schwartzman hätte gespielt werden können…

  27. Mal Sehen

    …oder von mir…

  28. flo

    also, ich war gestern drin, das gabs eine pause und fast wären wir rausgegangen. wir haben uns zweimal während der vorstellung umsetzen müssen, weil hinter oder neben uns irgendwelche leute waren, die rumgenervt haben. den film fand ich auch erst nervig, aber im nachhinein immer besser. also, was ich eeeecht mutig fand von herrn singer ist, so dermassen langweilig zu inszenieren, jeden showdown-family effekt so gar nicht einzusetzen [SPOILER! man bedenke nur, dass er den sohn vom supermann nicht weiter anrührt, obwohl er weiß, dass er der sohn ist], dass ich mich frage, wie er den film durch die produzenten bringen konnte. also, warum gings denn, wenn nicht um den effekt. (das fliegen wird auch irendwann langweilig). es geht natürlich (X-men, spidermen, uws) um identitätsfindung in einer gesellschaft zu der man nicht passt. (in der siegessäule wurde der film sehr gelobt, wegen schwulsein- und outenproblematik.) und dann sind die rollen auch sehr untypisch: der patchworkvater unterstützt seine frau in der liebe zu einem anderen und passt dabei auf das kind auf, die frau rettet den superhelden, ich meine DEN superhelden das leben und supermann ist, was soll man sagen, ist eben SUPERMANN. also alles in allem doch sehr schön, wenn man die drei stunden durch hält.

  29. dee!

    @movieman:

    Ich kann dir nur recht geben…
    Deine einschätzung über den neuen superman film, die problematik der figur an sich, das hat alles hand und fuss.
    nur unter diesen premissen kann man dem film ehrlich und offen begegnen.
    Mir hat der film sehr gut gefallen.

    Aer ich fand auch spiderman unglaublich grossartig.und der wurde auf der seite
    auch verrissen…
    Solange es leute wie dich gibt, komm
    ich hierher zurück.mir gefällt die
    aufmachung auch sehr gut.
    Aber ein bisschen dünnhäutig sind die betreiber schon….

  30. Renington Steele

    Dünnhäutig: Quatsch, darfst gerne draufhaun, das halten wir schon aus.

  31. spree1's daily dime

    superman returns…

    Nach gut 25 Jahren kehrt Clark “Superman” Kent zurück auf die große Kinoleinwand. Zeitlich soll sich das Abenteuer aus “Superman Returns” fünf Jahre nach “Superman II” einordnen. So ganz klappt dieser Versuch von …

  32. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Irgendwie scheint es den Machern selbst aufgefallen zu sein, das der Plot nicht grade etwas ist, bei dem man vor Spannung die Nägel zerbeisst, deswegen trödeln sie ewig herum, bis es ins Casino Banal geht. Hier eine Verfolgungsjagd, da ein unbedeutender und absolut unspektakulärer Abstecher in die Körperwelten-Austellung, da ein Mini-Rip-Off von “Stirb Langsam 2″ und zwischendurch viele witz- und charmlose Gespräche, bei denen vergeblich versucht wird der Bondfigur irgendwie Tiefe und Menschlichkeit zu verleihen – Wobei es genau das ist, was ein Bond nicht brauchen kann. Er soll kein Frauenversteher, Selbstzweifler, Gefühlehaber sein, er soll ein Held sein. Ist das zuviel verlangt heutzutage? Das wenigstens der Superagent super ist, wenn schon Superman lieber seine Beziehungsproblem durchdiskutiert, anstatt mal irgendwas aufregendes zu machen? [...]

  33. BatzLog - Noch etwas Salz? » Letztes Lichtspiel: Casino Royal

    [...] Irgendwie scheint es den Machern selbst aufgefallen zu sein, das der Plot nicht grade etwas ist, bei dem man vor Spannung die Nägel zerbeisst, deswegen trödeln sie ewig herum, bis es ins Casino Banal geht. Hier eine Verfolgungsjagd, da ein unbedeutender und absolut unspektakulärer Abstecher in die Körperwelten-Austellung, da ein Mini-Rip-Off von “Stirb Langsam 2” und zwischendurch viele witz- und charmlose Gespräche, bei denen vergeblich versucht wird der Bondfigur irgendwie Tiefe und Menschlichkeit zu verleihen – Wobei es genau das ist, was ein Bond nicht brauchen kann. Er soll kein Frauenversteher, Selbstzweifler, Gefühlehaber sein, er soll ein Held sein. Ist das zuviel verlangt heutzutage? Das wenigstens der Superagent super ist, wenn schon Superman lieber seine Beziehungsproblem durchdiskutiert, anstatt mal irgendwas aufregendes zu machen? [...]

  34. Jens

    bedrückend, wieviele worte für diese schon allein inhaltlich vor fehlern strotzende kritik verschwendet wurden und den globalen webspace belasten.

    ein kopfschüttelnder Jens grüsst alle sonstigen moviefans.

  35. Batzman

    bedrückend wieviele worte für einen absoluten nullkommentar verschwendet wurden, den man auch genauso gut hätte ins klo sprechen können.

  36. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Dog Hollywood meint: In “Supermans Return” gibt es so einige schmalzige Momente, aber ich bin hart im nehmen und halte sowas aus. [...]

  37. F5 - Die Fünf Filmfreunde

    [...] Interessanter als der eigentlich Fall, dessen Zusammenfassung man sich auch hier in der Wikipedia durchlesen kann, ist wohl das produktionstechnische Hick-Hack hinter den Kulissen, weil Warner / DC-Comics als Rechteinhaber des Superman-Franchise gehörig rumzickten und jede Verwendung von Originalmaterial der Serie untersagten, ebensowenig durfte das Superman-Logo im Promo-Material von “Hollywoodland” verwendet werden. Der ursprüngliche Filmtitel “For Truth, Justice and the american way” unterlag ebenfalls dem Copyright und wurde nicht freigegeben, zumal Warner sich ja grade für ihren Relaunch des Strumpfhosenhelden in “Supermans Return” rüstete. Ein Wunder, daß man schließlich überhaupt gestattete Affleck als Reeves im Original-Supermankostüm herumrennen zu lassen. [...]

  38. BatzLog - Noch etwas Salz? » Letztes Lichtspiel: Hollywoodland

    [...] Interessanter als der eigentlich Fall, dessen Zusammenfassung man sich auch hier in der Wikipedia durchlesen kann, ist wohl das produktionstechnische Hick-Hack hinter den Kulissen, weil Warner / DC-Comics als Rechteinhaber des Superman-Franchise gehörig rumzickten und jede Verwendung von Originalmaterial der Serie untersagten, ebensowenig durfte das Superman-Logo im Promo-Material von “Hollywoodland” verwendet werden. Der ursprüngliche Filmtitel “For Truth, Justice and the american way” unterlag ebenfalls dem Copyright und wurde nicht freigegeben, zumal Warner sich ja grade für ihren Relaunch des Strumpfhosenhelden in “Supermans Return” rüstete. Ein Wunder, daß man schließlich überhaupt gestattete Affleck als Reeves im Original-Supermankostüm herumrennen zu lassen. [...]

  39. ANNE WILL VERSUS ŠUPRMAN at NeinAffeNein

    [...] Will: Ähm okay: Supi, Ihr letzter Film, Superman Returns, musste ja vernichtende Kritiken einstecken und die DVD ist in Deutschland auch nur mit mäßigem Erfolg angelaufen. Sind Sie von… [...]

  40. F5 — Na Super, Mann: Singer machts nochmal

    [...] Singer, der irgendwann auch mal gute Filme gemacht hat, ehe er Superman als pathetische Soap-Opera in den Sand setzte, hat jetzt verkündet, er werde auch bei der [...]

  41. Leonidas

    Der Film war unterhaltsam… also okay (in Ordnung), nicht sonderlich gut aber auch nicht besonders schlecht.

  42. marius

    sorry aber ich hab nur den trailer gesehen als ihm jemand aus 10 cm entfernung 300like in die fresse schiesst und Nichts passiert…..das ist doch schon das problem der franchise in reinform…..wär eventuell interessant einen supermanfilm zu machen in dem er als das portraitiert wird was er ist, der scheissstreber der nichtmal verlieren könnte wenn er wollte….und allen gangstern nur auf den sack geht..bsp: Bankübrfall er kommt reingeposed und alle ( Räuber) fangen sofort genervt an wie oskar aus der Tonne resignierend rumzumaulen während sie gelangweilt ihre waffen wegschmeissen. ” Geil superman! für die gerechtigkeit, Kinder sind die zukunft, eins komma null mit stern du arschloch, weist du wir hätten zwar niemanden verletzt und die niere für meinen sterbenden sohn kauf ich jetz halt doch nicht….” während SM ihn mit highspeed effekt mit einem seil umkreist und fesselt. Und lächelt wie der Typ bei simpsons der sein ökoauto mit seiner eigenen selbstzufriedenheit antreibt. Gottverdammt…
    wie scheisse langweiliger gehts denn noch unverwundbar, röntgen-todesstrahlhitze-schweiss-kälteBlick, fliegen supergehör, superkraft, superspeed…..Behindert! wär ja interresant wenn er nur wirklich wiederstandsfähiger wär, weil er aus anderen elementaren Teilen bestehen würde und “etwas” stärker wär als menschen wär, weil sein planet die 100 fache gravitation hat und er evolutionär gesehen diese Kraft braucht um überhaupt zu stehen. Wenn man ihn mit schwerer artillerie schon zusammenschiessen könnte er halt nur langsamer, schwerer draufgeht, indem man auf zb, die relativ weichen Teile trifft usw………nein seine Augen sind unzerstörbar……wiso arbeitet er nicht gemeinnützig in staatlichen agressionsbewältigungseinrichtungen, wo sich alle gewalttäter mal richtig an ihm austoben können, als verfickter crashtestdummy( ohne sinnvolle Daten zu produzieren), oder eine Karriere als Preisboxer aufm rummel nebem autoscooter, was weiss ich… ja! kryptonit ich weiss…das limitiert jede mögliche Geschichte mit ihm auf exakt 1ne option ihn auszuschalten, als hätten die etwas zu enthusiastischen schöpfer sich auf koks in ihrer Gewinnerorgie in den geilstmöglichen superkerl hineingesteigert, dann gemerkt, dass so 0,00% spannung entsteht und dann eine Gotterschiesspistole als Lösung dazugebastelt..Genial ihr seid die grössten….Ich hätte den supergrinsübergewinner am besten noch mit tom cruise besetzt!!….Hat superman eigentlich bart oder Haar bzw Fingernägelwuchs….kann er ja mit seinem Kryptonitrasierer erledigen…wär doch konsequent, wenn seine Haare usw einfach immer länger werden und er völlig vergammelt versucht seine Bart an der sonne abzuflamen..scheisse..PS als pornodarsteller wär er auch killer…selbst wenn er im smilesuperspeedfickmodus nicht rafft, dass die frau schon seit 3 minuten ihren inneren verletzungen erlegen ist….
    Muss superman eigentlich essen oder Kacken, verstopft er nicht mit seiner ironscheisse sämtliche leitungen…Und bitte kommt mir nicht mit klassiker…die idee war auch vor 50 jahren scheisse!
    sorry hab irgendwie nen miesen Tag erwischt nichts für ungut

  43. Superman – Nolan, Snyder und Cavill an Bord

    [...] letzte Superman-Film, “Superman Returns“, war eine Katastrophe. Das haben anscheinend auch DC und Produktionsfirma Warner Bros erkannt. Für die nächste [...]

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked (required)

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr
  • photo from Tumblr

    humanoidhistory:

    R.I.P. Robin Williams (1951-2014)

    08/12/14

  • photo from Tumblr

    vividvivka:

    … Damn.
    I have no words.
    RIP kiddo. Hope you found some peace.

    08/12/14

  • photo from Tumblr

    fozmeadows:

    imsirius:

    Your character falls into the “friend zone” - Is this primarily a man’s problem, or are women put in the friend zone as well? x

    DANIEL RADCLIFFE FOR ALL THE AWARDS

    ALL OF THEM

    08/11/14

  • photo from Tumblr

    paisleydanger:

    edd-de-saren:

    Guardians of the galaxy, 50’s style 

    Super excited to be hosting the PSCC screening of this tonight

    08/11/14


  • bestnatesmithever:

    whatstrending:

    Guardians of the Galaxy star Chris Pratt busts out his street cred by KILLING Eminem’s “Forgot About Dre”! What songs do you know by heart?

    I’m having a hard time understanding that there are people who don’t appreciate Chris Pratt.


    08/06/14