„Tatüüü Tataaa“
Originaltitel: World Trade Center
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Oliver Stone
Darsteller: Nicolas Cage, Michael Pena, Jay Hernandez, Armando Riesco, Maria Bello, Maggie Gyllenhaal






Der Oliver, der ist mir ja einer. Der packt immer die heißen Eisen an und dreht die kontroversesten Streifen seit Louis Bunuel und ist sich auch nicht zu fein, mal derbere Ware zu liefern. Mit „Platoon“ rechnete er mit der Militär-Ehre ab (gähn), mit „JFK“ bot er Verschwörungstheoretikern rund um den Globus neue Gesprächsthemen und mit den „Doors“ inszenierte er sogar einen guten Film. „Natural Born Killers“ dürfte aber wohl nur wegen Tarantinos genialem Drehbuch so brachial gut geraten sein. Und jetzt nimmt sich der Oliver also den 11. September zur Brust und erzählt die Geschichte dieses geschichtsträchtigen Tages aus der Sicht der Helden der Nation, den Polizisten.
Wer die spannende Dokumentation, deren Name mir leider nicht einfällt, um den 11. September einer Feuerwache in New York gesehen hat, weiß, dass diese Herangehensweise funktionieren kann. Das Alltägliche neben dem Ungeheuerlichen zeigen, doch, das geht und kann Charme haben. Nicht so bei Oliver Stones neuesten Erguss „World Trade Center“. Das stärkste an diesem Film ist noch die Eingangssequenz und das auch nur, weil sie altbekanntes aber immer noch bannendes auf der großen Leinwand zeigt. Der Rest des Films zeigt eingeklemmte Polizisten in den Trümmern der Twin Towers, die sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten erzählen und sich immer wieder daran erinnern, doch bitte nicht einzuschlafen. Aber genau das will man eigentlich bei diesem Film, denn er ist unsagbar langweilig.
Das eigentlich Ärgernis des Films ist, dass man durchaus mit den Figuren mitleiden will. Oliver Stones Inszenierung macht es einem aber unmöglich. Die fast schon unglaubliche Schmierigkeit einer Daily Soap mischt sich hier mit Schauspielern, die ausschließlich leiden und einer seltsamen Gottesfürchtigkeit. Man nehme nur diesen Marine, der den Rauch über dem World Trade Center als „Gottes Wille“ bezeichnet. Dazu eine unglaublich dröge Musik, die sich wie Kaugummimasse in die Szenen quält. Man könnte fast von Respektlosigkeit vor den Opfern sprechen.
Ich kann diesen Film leider wirklich niemandem empfehlen. Für einen Katastrophenfilm ist er viel zu weinerlich und Politik oder Hintergründe kommen nicht vor. Man könnte auch sagen: dieser Film ist ein völliger Reinfall und nur der Gedanke an so etwas wie Pflichterüllung diesem Blog gegenüber konnte mich davon abhalten, noch vor dem Ende den Kinosaal zu verlassen.


Von 






































Hatte ich auch nicht viel anders erwartet bei der Thematik. Okay Polizei und Feuerwehr haben viele Menschen gerettet, keine Frage und man soll ihnen ja auch die Anerkennung zollen, die ihnen zusteht, aber ich glaub nicht daß ich für diesen Dank 2h im Kino sitzen muß.
Wieviel von Tarantinos Skript noch in NBK steckt, weiß ich nicht, es steckt sicherlich viel von Stone in dem Film, grade auch bei den optischen Stylisierungen. Und das er wirklich gute Filme drehen kann, hat er für mich mit Talk Radio und Nixon bewiesen, aber er macht halt auch bisweilen belanglosen Scheiß…
Man geht ja davon aus, dass er den Film für sein Studio quasi als “Vorauszahlung” für spätere, ambitioniertere Projekte drehen musste…
Er hatte halt ein paar Flops in letzter Zeit…
9/11 ist wohl im text gemeint.
imdb.com/title/tt0312318/
der beste Film zum 11.9.2001. (weil Doku)
genau… von Jules und Gedeon Naudet.
“Die fast schon unglaubliche Schmierigkeit einer Daily Soap mischt sich hier mit Schauspielern, die ausschließlich leiden und einer seltsamen Gottesfürchtigkeit. Man nehme nur diesen Marine, der den Rauch über dem World Trade Center als „Gottes Wille“ bezeichnet.”
Ich mag diese Einstellung der Amis auch nicht und mir ist unverständlich, wie man den Feldzug gegen den Irak als folgerichtige Reaktion auf die 2001er Anschläge betrachten kann, aber ein großer Teil der Amis dachte und denkt nun mal so. Deshalb ist es nicht besonders sinnvoll, diese Charaktere dem Film anzukreiden. Natürlich wird der Film wegen dieser spezifisch US-amerikanischen Perspektive in Europa kein Kracher in den Kinos werden, aber im deswegen Qualität abzusprechen, ist m. E. albern.
Vorwürfen würde ich Stone eher, wenn er nachdenklich-reflektierende Marines gezeigt hätte, die vor voreiligen Schlüssen und überhasteten Feldzügen warnen.
Naja, Niels, ich werfe dem Film ja nicht die amerikanische Perspektive vor, sondern vielmehr, dass der Film nicht viel mehr bietet, als Daily-Soap-Leiden ummantelt mit pathetischem Gehabe.
Das das die tatsächliche amerikanische Denkweise ist, macht den Film leider nicht erträglicher…
Und obendrein spielt Nicholas “Fucking” Cage mit… mit O-li-Bart… damit ist sicher, daß ich mir den Film nichtmal auf DVD geben werde…
Die Rotzbremse ist noch das beste an dem Machwerk…
“Das das die tatsächliche amerikanische Denkweise ist, macht den Film leider nicht erträglicher…”
OK. Soweit sind wir uns sogar halbwegs einig. Beeindruckt hat mich an dem Film vor allem die dokumentarische Stimmung, insbesondere gegen Anfang. Die Szene beispielsweise, in der die Polizisten am WTC ankommen und wie aus einer klaffenden Wunde das Bürozeugs aus den Türmen auf die Straßen rieselt. Gruselig dann auch die kurz zwischengeschnittene Aufnahme von einem der aus dem Gebäude zu Tode stürzenden.
Und was den Bart angeht: Sieht zwar eklig aus, aber im Abspann sieht man ja ganz gut, daß das Rollenvorbild tatsächlich so aussieht. Was die Charaktere angeht, hat Stone sich ja offenbar sehr damit zurückgehalten, von der Vorlage abzuweichen.
Den Anfang fand ich auch ganz gut, daher der erste Stern:
„Das stärkste an diesem Film ist noch die Eingangssequenz und das auch nur, weil sie altbekanntes aber immer noch bannendes auf der großen Leinwand zeigt.“
Alles, was danach gezeig wird, ist fast unerträglich! Den halben gab’s dann noch für den Schnorri ;-)
Okay, eine 5 Freunde-Kritik, die sich mit den meisten anderen Kritiken zum Film deckt, dann ist er wohl wirklich schlecht. Ich spar ihn mir. Da guck ich lieber noch mal Nixon.
Stone hat einen ruhigen, fast unaufgeregten Film über den furchtbarsten Terroranschlag der Gegenwart geschaffen. Der unerwartete Verzicht auf patriotische Motive mit ihren klaren Gut-Böse-Konfliktlinien gerät zur absoluten Stärke von World Trade Center. Der eine Marine steht eher für den individuellen “Helfer-Helden”, der nicht sabbelt,man müsse helfen, sondern selber initiativ wird. Leider sind einige Szenen eingebaut, die bei der Illustration von Nah-Tod-Erfahrungen etwas über’s Ziel hinaus schießen und aus meiner Sicht verzichtbar (und furchtbar kitschig) sind.
Meine ganze Kritik gibt’s hier lutzsindermann.de/blog/?p=95
Ich muss sagen, das mit dem wtc was am dem 11 sep. in nyc passiert ist, mir einfach richtig leid tut!
Dieser Film würde ich am liebsten jeden tag anschauen, man kann sich gar nicht vorstellen
was das für ein schreckliches gefühl ist!
Als wäre das alles gestern gewesen…. :-(
Ich wünschte, sowas wäre echt niemals im leben passiert!
und das noch tausenden unschuldigen menschen sterben mussten.
GOD BLESS AMERICA AND THE WORLD
[...]Wer die spannende Dokumentation, deren Name mir leider nicht einfällt, um den 11. September einer Feuerwache in New York gesehen hat, weiß, dass diese Herangehensweise funktionieren kann.[...]
Meine Rede, diese Doku, die ursprünglich als Doku über einen Proby (oder so) geplant war, dann aber in eine Doku um 9/11 mutiert, weil diese Feuerstation um den Proby ins WTC muss. Äusserst berührend, diese Doku, die ich auch auf DVD hab und glaub schlicht “11. September 2001″ heisst.
Naja, der Film hier (“World Trade Center”) ist wirklich nicht wirklich sehenswert, ausser vielleicht Maggie Gyllenhaal, wegen der ich mir das auch angetan hab.
Ich mag die Doku 9/11 auch lieber.