Als das Meer verschwand
Drama, Neuseeland/ England 2004, 128 Minuten
Nach Jahren kehrt Paul (Matthew Macfadyen) in sein altes Dorf zurück, um die unangenehme Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nach siebzehnjähriger Abwesenheit ist er bei ehemaligen Freunden und Bekannten nicht gerade willkommen. Paul freundet sich stattdessen mit der sechzehnjährigen Celia (Emily Barclay) an, von der Gesellschaft nicht ganz unbemerkt, vor allem als das junge Mädchen eines Tages spurlos verschwindet…
Jackass: Nummer Zwei
Komödie, USA 2006, 91 Minuten
Johnny Knoxville und seine verrückten Freunde sind wieder da. Nach einem mehr oder minder erfolgreichem ersten Teil, macht die Jackass-Truppe erneut deutlich wie man sich stilvoll und zugleich sinnlos verletzten kann! Zur Nachahmung nicht empfohlen.
Bye Bye Blackbird
Drama, England/ Luxemburg/ Deutschland/ Österreich 2005, 99 Minuten
Um der Trauer um seinen guten Freund zu entkommen, schließt sich Josef (James Thiérrée) einem Zirkus an. Dort lernt er die schöne Artistin Alice (Izabella Miko) kennen. Als Hochseilpraktikant versucht der frisch Verliebte ihr hoch über dem Boden besonders nah zu sein, bis ihn ein weiterer Schicksalsschlag einen Strich durch die Rechnung macht.
Happy Feet
Animationsfilm, Australien 2006, 87 Minuten
“Happy Feet” könnte zugleich als animiertes Musical bezeichnet werden… Singende und tanzende Pinguine versuchen sich hier besonders niedlich in Szene zu setzen, aber eigentlich interessiert mich diese Vogelgrippe aus dem Hause Warner eher weniger. Ich habe auch ganz vergessen worum es dabei geht. Zumindest leihen besonders prominente Schauspieler den knuffigen Kaiserpinguinen im Original ihre Stimme, darunter Robin Williams, Nicole Kindman, Elijah Wood u.a.
Originaltitel: Little Miss Sunshine
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Jonathan Dayton / Valerie Faris
Darsteller: Steve Carell, Toni Collette, Greg Kinnear. Alissa Anderegg, Alan Arkin, Abigail Breslin, Paul Dano
Familie Hoover ist nicht grade mit übermässigem Glück gesegnet. Der Vater (Greg Kinear) träumt vom Durchbruch als Motivationstrainer, Opa (Alan Arkin) kokst und liest Pornohefte, der 16jr Sohn Dwanye (Paul Dano aus L.I.E.) spricht seit einem Jahr nicht mehr, bis er Pilot werden darf (er kommuniziert das Notwendigste per Schreibblock) die Mutter Sheryl (Toni Colette) versucht die Familie halbwegs zu koordinieren, was nicht einfacher wird als sie sich auch noch um den selbstmordgefährdeten schwulen Bruder Frank (Steve Carell mit grusligem Yetibart) kümmern muß, der nicht darüber weg kommt, daß ihm ein Professorenkollege den Lieblingsstudenten vor der Nase weggeschnappt hat.
In diese verkorkste Idylle bricht die Nachricht ein das Olive (Abigail Breslin), das siebenjährige, leicht übergewichtige Nesthäkchen der Familie, die die Welt durch eine viel zu große Brille bestaunt, für einen Kinderschönheitswettbewerb angenommen wurde: Little Miss Sunshine.
Mangels Geld schnappt man sich kurzerhand den klapprigen Uralt-VW-Bus und macht sich auf den Roadtrip quer durch die Staaten, um Olive ihren Traum zu erfüllen.
Kurzkritik: Guckt euch den Film an. Los geht schon.
Okay. Ein paar Worte zur Erklärung. Das Regiedebütantengespann Dayton / Faris (dem man die Herkunft vom Werbefilm nicht anmerkt) schafft es einen liebenswert verschrobenen Roadmovie abzuliefern, der vor allem durch seine rundherum gelungene Besetzung überzeugt.
Nicht nur verdiente Recken wie Altstar Alan Arkin (Catch 22), aktuelle Stars wie Steve Carell (der hier wunderbar zeigt, das er auch Zwischentöne beherscht und nicht nur den klamaukigen Office-Boss und ältliche Jungfrauen spielen kann) oder solide Allzweckmimen wie Greg Kinnear und Toni Collette, auch die heikle Besetzung der Kinderollen ist rundherum gelungen. Paul Dano, als schweigsam-introvertierter Nietzschefan, der seine Gedanken über weite Strecken nur per Mimik und Bleistift ausdrücken darf, aber auch vor allem die junge Abigail Breslin, als linkisches Pummelchen Olive, die es schafft mit ihrem Enthusiasmus die Familie doch ein wenig zu einen.
Originaltitel: Casino Royale
Herstellungsland: Großbritannien / Tschechische Republik / USA 2006
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench als Bondfilm als Actionfilm
James Bond (Daniel Craig) frisch gebackene Doppelnull, soll die Untaten eines Bankiers namens LeChiffre (Mads Mikkelsen) vereiteln, der Terroristen finanziert.
Das gelingt auch, da er den Bösewicht in finanzielle Bedrängnis bringt, so daß dieser sich gezwungen sieht im Casino Royale ein Kartenspiel um Millioneneinsätze zu veranstalten um seine Hintermänner auszahlen zu können. Bond rennt eine ganze Meng herum, spielt viel Karten und verliebt sich nebenbei in die Kollegin Vesper Lynd, die ihm als Anstandsdame zur Seite gestellt wurde.
Okay, das kann jetzt ein bißchen wehtun.. So buckle up, it’s going to be a bumpy ride.
(Für ein begeistertes Review schaut einfach auf jede andere Website – das Netz ist ja voll davon)
Jüngst listete ich bei den Filmfreunden noch auf, welches meine Lieblingsbondmomente waren. Jene Augenblicke die die Serie für mich charakterisierten und die Essenz des Superagenten ausmachten. Casino Royale bietet keinen einzigen solchen Moment.
Ich muß zugeben, ich hab das ganze Gewese um Daniel Craig nur am Rande verfolgt. Ob er nun ein Weichei sei oder nicht. Ich dachte, egal wer nach dem öligen Langweiler Pierce Brosnan kommt, könne nur eine Verbesserung sein, also mal abwarten. Mißtrauisch wurde ich erst, als die ersten Trailer kamen und das Konzept des Films verlautbarte. Ein Relaunch. Eine Re-Imagination, ein Prequel.
Bei diesen Worten gehen bei mir normalerweise die Alarmglocken los. Prequel: Egal ob junger Indiana Jones oder Star Wars (oder demnächst vermutlich Hannibal Rising), die Jugendjahre irgendwelcher klassischer Helden sind normalerweise ein Schuß in den Ofen. Statt Geheimnisse zu bewahren und einen Helden einfach Helden sein zu lassen, meinen die Macher sie müßten einen mit psychologischem Gerümpel und tiefen Gefühlen und Charakterentwicklung belästigen, dabei fröhlich ignorierend, das der Reiz der Figuren eben aus ihrer Überlebensgröße besteht, darin das sie keine normalen Menschen sind sondern Kondensate, Idealtypen, Projektionsflächen.
Zeit für ein bisschen Bildung, bei den Fünf Filmfreunden. Ständig diese Action-Blockbuster, Komödien, Tragödien und die berechtigte Vorfreunde auf The Transformers kann sehr ermüdend sein. Lehnen wir uns also ein wenig zurück und genießen Gottes Werk. Die göttliche Luft, die unsere Lungen füllt, Gottes Geschöpfe, die um unsere Füße tummeln und Seine Herrlichkeit, die in jedem Sonnenstrahl unser Haupt erwärmt.
Blaaa…
Ich mache kein Hehl daraus, dass ich überzeugter Atheist bin. Aufgewachsen unter sehr gläubigen Menschen, ist mir die Unlogik, die in vielen Passagen der Bibel auftreten, erst sehr spät aufgefallen. Ebenso die Ähnlichkeiten zwischen dem Mythos Jesus und diversen anderen, weitaus älteren Weltverbesserern. Und sehen wir davon mal ab, dass es unmöglich scheint jeden zufriedenzustellen, der etwas mit der Europäischen Verfassung zu tun hat, wie muss das dann erst vor über 2200 Jahren gewesen sein, als man das alte Testament zusammenstellen wollte?
“Al, diese Geschichte von dem Typen im Walbauch, ist ja so 300 v. Chr! Können wir nicht dafür die Geschichte von dem kleinen Zauberer nehmen, der auf eine Zauberschule geht, die sich in einem geheimen Land hinter dem Gleis 9¾ befindet? Das wird der Burner, sag ich dir!” – “Willy, hat die Fresse und schreib weiter. Das Papyrus wird schon brüchig!”
Darüber haben sich weitaus fähigere Ungläubige den Kopf zerbrochen und herausgekommen ist eine Dokumentation, die Fragen stellt, die für manchen Kreuzträger unbequemer kaum sein können.
The Earth revolves around the Sun. But it wasn’t always that way. The Sun used to revolve around the Earth. It was like that for hundreds of years, until it was discovered to be otherwise, and even for a few hundred years after that. But, ultimately, after much kicking and screaming, the Earth did, in fact, begin to revolve around the Sun. Christianity was wrong about the solar system. What if it’s wrong about something else, too? This movie’s about what happened when I went looking for Jesus.
Endlich: Die besten Roboter der Filmgeschichte mal auf einer Seite zusammengefasst. Wer fehlt? Spontan fallen mir der Roboterhund aus Kampfstern Galactica, dieses Gehirn zum Umhängen aus Buck Rogers und selbstverständlich dieser Wächter aus Robocop ein. Noch welche? Anyone?
Dies ist die Geschichte über Milos aus dem subjektivsten Blickwinkel den es geben kann: Meinem.
Milos Forman. Ach ja, Milos Forman. Eine Legende. Zu Recht. Und irgendwie immer vergessen wenn man die besten Regisseure aller Zeiten aufzählt. Komisch eigentlich, denn irgendwas aus seinem Oevre findet wohl jeder gut, wage ich hier einfach mal zu behaupten. Weil “Goyas Geister” vor kurzem anlief, hier mal eine kleine Retrospektive, soll heissen: die Filme von ihm, die ich gesehen habe:
“Die Liebe einer Blondine” ist der älteste Film den ich von ihm kenne. Grossartig. Erstmal das: Junge Menschen aus den 70er Jahren werden sicher das ein oder andere Aha-Erlebnis haben, denn diesen Film hat er gedreht als er noch in der Tschecheslowakei Filme machte. Da gabe es anscheinend einen festen Stab an Darstellern, auf jeden Fall habe ich den Typen mit dem grossen Kopf wieder erkannt, der immer in den grossartigen Tschechischen Kinderserien den Vater spielte. Also bei “Lucy, der Schrecken der Strasse” oder bei “Die Besucher” etc. pp. In dem Film geht es um ein junges Mädchen das sich einen Mann auf dem Militärball angeln will und dann doch mit dem Pianisten der Band mit in sein Apartment geht und sich in ihn verliebt. Er will aber nacher nix mehr von ihr wissen und sie steht alleine da. Hat ihre Lektion gelernt.
Das Ganze wird mit solch einer unverschämten Leichtigkeit erzählt, das es einen Heidenspass macht zuzusehen. Am tollsten ist die Szene wo der Pianist sie rumkriegen will in seinem Zimmer und ihr deswegen Karate zeigt damit sie sich “verteidigen kann”. Dabei wirft er sie auf sein Bett. Und hat sie da wo er sie haben will. Diese Szene ist so wahnsinnig ungelenk und charmant gespielt, da muss man sie einfach für lieben. Und den Mann der sie beschert hat. Milos.
“Think of a number…”
Originaltitel: Whatever Happened to Harold Smith?
Herstellungsland: Großbritannien / USA 1999
Regie: Peter Hewitt
Darsteller: Tom Courtenay, Michael Legge, Stephen Fry, Lulu, David Thewlis, Charlie Hunnam
Der achtzehnjährige Vince Smith (Michael Legge) lebt im England der ausgehenden 70er Jahre. “Saturday Night Fever” ist der Hit des Jahres, Punkt steht kurz vor seinem großen Durchbruch und die Welt war noch etwas unkomplizierter als heute.
Vince arbeitet als kleiner Büroangstellter des Anwalts Nesbit (David Thewlis). Schüchtern begehrt er seine Kollegin Joanna, traut sich jedoch nie sie anzusprechen. Nur wenn er John Travolta imitiert blüht er wirklich auf, doch in seinem Arbeiterkaff kann niemand viel mit dem Disco-Fever anfangen.
Das Leben von Vince und seiner Familie nimmt eine bizarre Wendung, als sie herausfinden, daß Vater Harold Smith (Tom Courtney) über psychokinetische Fähigkeiten verfügt. Während im TV Uri Geller fröhlich Löffel verbiegt, lässt Harold Pfeifen schweben, stoppt Uhren durch Gedankenkraft und kann Gedanken lesen, wie andere die Zeitung.
Währendessen muß Vince festestellen, daß seine Mutter sich nachts in derselben Disco herumtreibt wie er und mit seinem besten Freund angebandelt. Als wär das noch nicht schlimm genug, muß sich Harold Smith nach einem psychokinetischen Vorfall vom Vater von Vince Angebeteter (Stephen Fry) untersuchen lassen, der ein renommierter Psychiater ist.
Als Vince verwirrt und enttäuscht eines Nachts durch die Straßen zieht, verliebt er sich spontan in ein Punk-Girl, das ihm über den Weg läuft. Spontan beschließt er ebenfalls zum Revoluzzer zu werden und versucht sein Leben zu ändern…
“Whatever happend to Harold Smith?” ist eine englische Comedy-Perle die sich zu entdecken lohnt. Hierzulande erst vor ein paar Monaten auf DVD erschienen, versammelt diese skurrile Mischung aus Retro-Coming-of-Age-Story und Fantasy-Fabel im Arbeiter-Millieu eine ehrfurchterbietend gute Besetzung.
“Es heißt er käme aus dem Herzen der Erde, um die Herzen der Menschen zu prüfen. Ein Stein, so selten, dass die Menschen alle tun, um ihn zu besitzen. Auf der suche nach ihm werden Kriege geführt und alle die ihn berühren, haben Blut an den Händen.”
Mit diesen bedeutungsschwangeren Worten beginnt die Vorschau zu Edward Zwicks neuen Film “Blood Diamond“. In den Hauptrollen Leonardo DiCaprio, der mich nach “Catch Me If You Can” und “Romeo und Julia” als Schauspieler eventuell wieder überzeugen könnte, Djimon Hounsou, unter anderem bekannt aus “Gladiator” und “Constantine” und nicht zu vergessen Jennifer Connelly, wir kennen sie aus “Dark Water” oder “Dark City”.
In den 90ern herrscht in Sierra Leone ein erbarmungsloser Bürgerkrieg. Angst, Schmerz und Wut bedecken die Seelen jener Menschen, die zu den Waffen greifen und das Land in eine blutige Wüste des Schreckens verwandeln. Durch den illegalen Diamantenhandel verschaffen sich die Kriegsführer ein finanzielles Polster, um weiterhin neue Waffen und Munition kaufen und den Druck auf das Land aufrecht erhalten zu können.
Mittendrin findet sich Danny Archer (Leonardo DiCaprio) wieder, auf der Suche nach einem besonders kostbaren Diamant. Auf seiner Reise begegnet er der schönen Maddy Bowen (Jennifer Connelly), ihres Zeichens Journalistin, und dem Bauern Solomon Vandy (Djimon Hounsou). Drei Menschen, deren Leben nicht unterschiedlicher hätte sein können, müssen auf ihrer Suche nach dem womöglich kostbarsten Diamanten des Universums gemeinsam um ihr Leben kämpfen. Denn inmitten jenen Bürgerkriegs, geraten sie ins Visier eines großen Gewaltsydikats.
James Bond – Casino Royale
Action, England 2006, 145 Minuten
Wir haben wieder einen neuen Bond, und wenn ihr mich fragt, eine Idealbesetzung! Ich höre zwar schon die aufschreienden Bond-Fans, die Connery, Moore und Dalton verehren, doch Daniel Craig ist der erste Geheimagent im Auftrag der Majestät, dem ich das Töten wirklich zutraue. Er wirkt nicht so allglatt und unnahbar, eher knallhart, aber dafür vermutlich austauschbar, wenn man sich den Film im ganzen anschaut. “Casino Royale” wirkt nicht mehr wie ein typischer Bondfilm, sondern viel mehr wie ein gängiger Actionfilm. Das ist für mich keine Abwertung, die Fans könnten jedoch entäuscht sein. Näheres zur Story erfahrt ihr in der Preview Bindings, dem Link folgend.
Goyas Geister
Drama, Spanien 2006, 114 Minuten
Zuletzt war sie in “V wie Vendetta” zu sehen. Hier macht Natalie Portman wieder auf sich aufmerksam, in der Rolle der schönen Inés. Als Muse des bekannten Hofmalers Francisco de Goya gerät sie ins Blickfeld der französischen Inquisition und wird kurz darauf eingekerkert. 16 Jahre später wird sie von den Truppen Napoleons aus ihrem Verließ befreit, doch von der Muse ist nur noch wenig übrig geblieben, Inés ist nun eine gebrochene Frau…
Ice Cream, I Scream
Komödie, Türkei 2006, 115 Minuten
Ali (Turan Ozdemir) ist Eiscremeverkäufer und hat es nicht einfach in seinem Leben. Er muss sich gegen große Namen wie Lagnese und Möwenpick zur Wehr setzen und davon lässt sich der junge Mann auch nicht abbringen. Doch als sein fahrbarer Untersatz, ein gelbes Motorrad, plötzlich vom Erdboden verschwindet, muss Ali mehr als je zuvor um seine Existenz kämpfen!
Der bekannteste Film zum Thema Schul-Amoklauf dürfte, wenn man mal den Klassiker “If….” ausklammert und sich die jüngeren Werke anschaut, wohl Gus von Sants “Elephant” sein. In elegischen Bilder dokumentiert er dort den Vorlauf einer Katastrophe, die am Ende unspektakulär und als Antiklimax den Film beschließt. Doch auch van Sant stolpert wie viele etablierte Medien ein wenig in die Falle der einfachen Erklärungen, wenn er seine Täter einen Egoshooter spielen und im Fernsehen gebannt Dokus über das Dritte Reich bestaunen lässt.
Treffend allerdings eine Deutungsvariante des Titels, der auf die englische Redewendung “Ignoring the elephant in the room” zurückgeht und letztlich meint, daß man sich die schockierte Verblüffung sparen kann, wenn man offensichtliche Probleme so lange ignoriert hat.
Weniger bekannt als “Elephant” dürfte Zero Day sein, den ich schon einmal im Zusammenhang mit “Bang Bang you’re dead” genannt hatte.
Der als Videotagebuch zweier Jungs gedrehten Film, der sich auf sehr intensive, wie intelligente Art mit dem dem Thema beschäftigt. Neben überzeugender Schausspielleistung, besticht vor allem die nüchterne, unspektakuläre Machart des Films. Im Gegensatz zu “Elephant” verbietet er sich einfache Erklärungen. In langem Botschaften an ihre Eltern, erklären die Jungs deutlich, daß es weder die Eltern waren die sie dazu bringen, noch irgendwelche Videospiele.
Hier der Trailer:
Leider hat der Film von 2003 immer noch keinen deutschen Verleih gefunden. Bei Amazon.com kann man ihn, Kreditkarte vorausgesetzt jedoch auf DVD ordern.
Bilder und mehr Infos von “Zero Day” kann man HIER finden.
Halloween ist vorbei, doch auch die Winterzeit lädt zum DVD-Gucken ein. Ein knisterndes Feuer, ein paar Leichen im Keller und jede Menge Jasmin-Tee. Zeit also wieder für den Überblick über aktuelle Neuerscheinungen im Bereich Horror- und Thriller.
Feast +++ Sleepwalker +++ I am the Ripper +++ Severance
Feast – USA 2006
Die übliche Situation. Eine einsame Kneipe im Nirgendwo. Die üblichen Gestalten die dort herumhängen, als plötzliche eine Frau in Panik hereinstolpert und um Hilfe bittet. Sie wird verfolgt, ihr Mann wurde umgebracht. Es bleibt kaum Zeit sie nicht ernstzunehmen, denn schon Sekunden später ist die Kneipe von Monstern belagert, die alles umbringen was ihnen in den Weg kommt. Glücklicherweise kommt in diesem Moment ein Held zur Tür rein und verspricht sich um die Biester zu kümmern..
Ein Horrorfilm in dem Jason Mewes (die lautere Hälfte von Jay & Silent Bob) ein Cameoauftritt hat und tranchiert wird und Muskelrocker Henry Rollins ein Weichei spielt, sollte per se schonmal einen Blick wert sein. Wenn das Ganze dann noch so schamlos jedes Splatterklischee zitiert und parodiert, daß man im Laufe der Jahre kennengelernt hat, dann kommt man an dem Streifen wirklich nicht mehr vorbei. Vergessen seien all die mittelprächtigen Streifen die in den letzten Jahren immer wieder als “Gore-Fest” und “Braindead-Nachfolger angekündigt wurden.
“Feast” von John Gulager ist der einzige Streifen in Jahren, der mit einer ähnlichen Spielfreude in Eingeweiden herumsaut, Köpfe wegbläst und alberne Monster auftreten lässt, wie Peter Jacksons legendäre Blut-Komödie. Es tut gut, endlich mal wieder einen Horrorfilm zu sehen, der nicht realistischen Foltervoyerismus abfeiert, sondern sich auf gute Splattertraditionen besinnt. Die Figuren sind Comicfiguren, die Gewalt völlig over-the-top und wirklich keiner nimmt sich ernst.
“There will be blood..” ist der Arbeitstitel von Paul Thomas Andersons nächstem Film. Und seine Fangemeinde wartet natürlich schon sehnsüchtigst auf Lebenszeichen, bewegte Bilder, Artwork…egal, einfach irgendetwas aus seinem neuen Film.
Gerüchteweise hiess es ja schon, PTA würde Eggers “Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität.”verfilmen, was in mir vermutlich einen 12fachen Megaorgansmus mit der Dauer von 6 Monaten ausgelöst hätte, denn was sonst sollte einem passieren, wenn der Lieblingsdirector das absolute Lieblingsbuch verfilmt. So weit ist es ja dann doch nicht gekommen (vielleicht wirds ja noch was…wer weiss?), Dave Eggers schrieb gerade das Drehbuch für die Realverfilmung von “Wo die wilden Kerle wohnen”, einem Kinderbuch ohne das niemand von uns aufgewachsen sein dürfte. Regie führt übrigens Spike Jonze.
Hier nochmal als kleine Gedächtnishilfe eine sehr süss animierte Version des Buches:
Es gibt noch nicht viele Lebenszeichen vom Set von “There will be Blood..”, aber eins: Ein Fotoblog, mit Teamfotos. Was das über den Film aussagt? Vermutlich relativ wenig. Aber man sieht das eine gute Stimmung am Set war, man sieht PTA mit Feuerqwerk in der Hand und man sieht in was für einer Umgebung gedreht wurde. Und das muss erstmal reichen. Wir hören sicher bald mehr…
Im folgenden Jahr beehrt uns Disney mit einem neuen, fantastischen Abenteuer, voller Mythen, Märchen und Animationen: “Die Brücke von Terabithia“. Klingt nicht neu? Klingt ein wenig wie “Die Chroniken von Narnia“, nur dass die Heldenkinder nicht durch einen Kleiderschrank in eine andere Welt gelangen, sondern durch die Überquerung eines Baches in einem abgelegenen Waldstück.
Jesse Aaron (Josh Hutcherson) und Leslie Burke (AnnaSophia Robb) trauen ihren Augen nicht, als sie sich nach einem abenteuerlichen Spaziergang zwischen Bäumen und Büschen in Terabithia wiederfinden. Sie treffen einen Riesen, der Stark an Baumbart aus “Der Herr der Ringe” erinnert, dicke, wilde Kätzchen (oder sind es Biber?) und angriffslustige Vögel, aber sie sind nicht auf sich alleine gestellt und so erleben Jesse und Leslie, die wie 2 brave Katalogkinder aussehen, unglaubliche und anstrengende Abenteuer. Zu ihrem Erstaunen sind sie es, die die Welt erschaffen und beeinflussen…, na wenn das nicht mal was ist!
“Als wollten sie, dass ich den Tod finde, wohlwissend, dass der Schlüssel zu meiner Freiheit irgendwo da draußen ist!”
Originaltitel: The Life of David Gale
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Alan Parker
Darsteller: Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney, Gabriel Mann
Professor David Gale (Kevin Spacey) hat alles was man sich wünschen kann: Eine glückliche Familie, ein schönes Haus und eine gut bezahlte Professorenstelle an einer renomierten Uni. Der beliebte Lehrer engagiert sich nach dem Unterricht für die Organisation “Deathwatch”, die gegründet wurde, um auf rechtliche Missstände bzw. Verfahrensmängel aufmerksam zu machen, die durch das Verhängen der Todesstrafe immer wieder ins Gespräch geraten. So werden laut “Deathwatch” immer wieder Menschen zum Tode verurteilt, deren Schuld nicht huntertprozentig nachgewiesen wurde und darüber hinaus müssen viele Todesstrafenkandidaten über Jahre auf ihre Hinrichtung warten. Die Organisation um David Gale und Constance Hallaway (Laura Linney) versucht die Todesstrafe mit allen Mitteln bundesweit abzuschaffen!
Doch eines Tages begeht David einen Fehler, der sein weiteres Leben maßgeblich beeinflusst. Gale verliert alles was ihm lieb und teuer ist und findet sich nach Jahren selbst angeklagt und verurteilt im Todestrakt eines Texanischen Gefängnisses wieder. Kurz vor seiner Hinrichtung erzählt er der Journalistin Bitsy Bloom (Kate Winslet) seine Geschichte, wodurch die Frage nach Schuld oder Unschuld erneut aufgeworfen wird…
“Das Leben des David Gale” wurde vor kurzem in einer Free-TV-Premiere auf RTL2 ausgestrahlt, deswegen ist der Film für mich gerade wieder aktuell, vor allem weil ich die Thematik und Umsetzung des Streifens für mehr als in interessant und dikussionswürdig erachte.
Was anfangs wie ein spannender Anti-Todesstrafen-Thriller wirkt, wird durch die Ereignisse während des Films mehrfach beleuchtet, so dass man sich, zumindest ich, über beide Seiten Gedanken macht: Da haben wir die Todesstrafenbefürworter und die Todesstrafengegner, schwarz und weiß, gut und böse, so wie es der Regisseur gerne hätte. Doch gerade die Darstellung der Guten und ihr Vorgehen, bringen einen sehr zum nachdenken. An dieser Stelle möchte ich zum weiteren Storyverlauf nicht zu viel verraten, falls es einige unter euch gibt, die den Film noch nicht gesehen haben.
Aus meiner zeitweiligen Blogger-Abstinenz melde ich mich mal kurz zurück, um den Trauerzug bei den Fünf Filmfreunden ein wenig zu verlängern. Vor drei Tagen ist Achim Höppner, einer der bekanntesten deutschen Synchronsprecher, verstorben. Der Vater zweier erwachsenen Kinder startete seine Karriere am Theater und sollte für die breite Masse dennoch mehr aufgrund seiner Stimme bekannt werden. Unter anderem Verlieh er Martin Sheen, Clint Eastwood, Michael Caine, Richard Burton und Burt Reynolds seine markante Stimme. Weiterhin geisterte er durch Hörspiele und zahllose Beiträge für das Wissensmagazin Galileo.
Selbstverständlich geht oftmals nichts über die Originalstimme. Auch wir Filmfreunde wissen die Originalspur einer DVD zu schätzen, aber ich gebe zu, immer öfter auf die deutsche Synchronisation zurückzugreifen, die nicht ohne Grund zu der Besten der Welt gehört. Und das haben wir Menschen wie Herrn Höppner zu verdanken.
In diesem Sinne wünschen die Fünf Filmfreunde den Hinterbliebenen alles Gute…
P.S.
Wer sich jetzt nicht ganz sicher ist, wie die Stimme von Donald Sutherland, Sidney Pollack und Paul Newman im Deutschen klingt: Bittesehr.
Robert Altmans Filme waren immer etwas sperrig. Manchmal witzig, manchmal ernüchternd, oftmals irritierende Kondensationen der Wirklichkeit. Er lieferte legendäre Erfolge wie die Antikriegssatire “M*A*S*H” ab und spektakuläre Flops wie die bizarre Comicverfilmung “Popey“.
Meist jedoch waren seine Filme keinem Genre zuzuordnen, es waren “Robert Altman”-Filme. Große Ensemblefilme, die mit brillianten Schauspielern ein Geschichtengeflecht erzeugten, daß sich sich erst nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzte. Kleine persönliche Geschichten menschlichen Scheiterns und intelligente Analysen fragwürdiger Systeme.
Ob er sich das Gesundheitssystem in “H.E.A.L.T.H.” vornam, in “The Player” mit Hollywood abrechnete, in “Pret-a-porter” die Modewelt veralberte, die Countryszene demontierte in “Nashville” oder wie in “Three Women” und “Come back to the five and dime Jimmy Dean” kleine Psychogramme des Alltags zeichnete – Altman war immer ein engagierter, scharfsichtiger Beobachter, der Schauspielern viel Freiheiten ließ um das Beste aus ihnen herauszuholen.
Seine Art Filme zu machen, Geschichten zu erzählen hat unzählige Regisseure beeinflusst, von Paul Thomas Anderson (der in Altmans letzen Film viele Szenen drehte, weil Altman zu angeschlagen war) über John Cameron Mitchell (“Shortbus“) bis zu Lars von Trier oder Newcomer Arie Posnin (“The Chumscrubber“).
Als jemand der den Spagat zwischen Kommerz und Arthaus beherrschte hatte sich Altman ähnlich wie Woody Allen eine Nische geschaffen, die es ihm erlaubte sich über 40 Jahre als subversives Schaf unter den Hollywoodwölfen zu bewegen.
Robert Altman starb heute am 21. November 2006 in einem Krankhaus in Los Angeles im Alter von 81 Jahren. Er wird fehlen.
Sein letzter Film “A Prairie Home Companion” in denen er hinter die Kulissen einer beliebten Radio-Country-Show schaut, der im Frühjahr schon auf der Berlinale vorgestellt wurde, startet im Januar 2007 bei uns.
Zuwenige seiner Filme haben leider den Weg auf DVD gefunden. Ein interessanntes Buch über ihn findet ihr hier:
“Have you ever had an orgasm, Alex?”
“It has been known.”
“It sounds like an inferior version of what I feel when I have a mouthful of snow.”
Originaltitel: Snow Cake
Herstellungsland: Großbritannien / Kanada 2006
Regie: Marc Evans
Darsteller: Alan Rickman, Sigourney Weaver, Carrie-Anne Moss, Jackie Brown
Alex Hughes (Alan Rickman) ist grade aus dem Knast entlassen. An einer Raststätte lernt er die junge Anhalterin Vievienne (Emily Hampshire) kennen. Kurz darauf kommt das Mädchen bei einem dummen Autounfall ums Leben. Alex der sich mitschuldig fühlt, macht die Mutter des Mädchens ausfindig um selbst ein paar Worte mit ihr zu sprechen. Die Mutter Linda (Sigourney Weaver), so findet er bald heraus, leidet an einer besonderen Form des Autismus. Sie kann selbständig leben, sich artikulieren, solange sie gewisse Rituale einhält, an die sich auch jeder Besucher anzupassen hat.
Die resolute Art Lindas überrumpelt Alex, der sich ohne es ganz zu verstehen plötzlich als Lindas Hausgast wiederfindet. Sie hat kurzerhand beschlossen, das er ihr bei den Vorbereitungen der Trauerfeier und vor allem beim Müllrausbringen helfen soll – eine Tätigkeit zu der sich Linda beim besten Willen nicht durchringen kann.
In ungewohnter Umgebung, im Kampf mit den Dämonen seines eigenen Lebens und im Wechselbad der Eindrücke zwischen Linda und der burschikosen Nachbarin Maggie (Carey Anne Moss) verändert sich Alex Sicht auf die Welt…
Endlich mal ein Arthaus-Film mit einem völlig unkryptischen Titel. Wer sich den Film ansieht, wird wissen welche Bedeutung der Schneekuchen für Alex und Linda hat. Überhaupt vermag der Film durch eine Zugänglichkeit zu überzeugen, die bei dieser Thematik überrascht.
Der Film startet auf einer sehr düsteren Note, schafft es aber sich dabei ohne Rührseeligkeiten und schmieriges Pathos mit einem versöhnlichen positiven Grundgefühl zu enden. Kein kitschiges Alles-ist-super-Ende, aber eine stimmige Rundung dieser humorvollen, liebevoll erzählten Geschichter dreier Außenseiter.
“Are your folks orthodox? Would a serialkiller be a problem?”
Originaltitel: Scoop
Herstellungsland: Großbritannien / USA 2006
Regie: Woody Allen
Darsteller: Woody Allen, Jody Halse, Hugh Jackman, Scarlett Johansson
Die linkische Möchtegernjournalistin Sondra Pransky (Scarlett Johannson) stolpert während der Vorführung des abgetakelten Magiers Splendini (Woody Allen) über den Fall ihrer Karriere. In der Zauberkammer Splendinis, erscheint ihr der Geist des jüngst verstorbenen Sensationsreporters Joe Strombel (Ian McShane) der so fest davon überzeugt ist, daß der Adlige Peter Lyman (Hugh Jackman) der lange gesuchte Tarotkarten-Serienkiller ist, daß er aus dem Jenseits zurückkehrt um Sondra Tipps für ihre erste große Story zu geben.
Erst ungläubig, dann zunehmend engagierter nimmt sie in London die Ermittlungen auf, widerwillig unterstützt von Splendini. Als Vater und Tochter Team, machen sie sich an Lyman heran, um rauszubekommen, ob er der gesuchte Killer ist.
Dumm nur, daß Lyman nicht nur unverschämt charmant und gutaussehend ist, sondern sich prompt in Sondra verguckt…
Es hat etwas befremdliches bekommen sich heutzutage Woody Allen Filme anzusehen. Die vertraute Weiß-auf-Schwarz-Schrift die seit hundert Jahren seine Filme eröffnet, fehlt hier genausowenig, wie Jazz oder Klassikmusik. So zeitlos altmodisch werden die Geschichten erzählt, daß es fast schockierend wirkt, wenn einmal ein Computerbildschirm mit Google zu sehen ist oder ein Smart durchs Bild rollt. Denn abgesehen von solchen Kleinigkeiten, erzählt Allen noch immer wie vor 20 Jahren, wenn nicht sogar etwas betulicher. Die Geschichte, die einige Parallelen zu seinem “Manhattan Murder Mystery” aufweist, ist leidlich beschwingt und ganz unterhaltsam, aber dennoch irgendwie schaumgebremst.
Allen gibt in Interviews gerne zu, daß ihm eine gewisse Dynamik fehlt und ihm durchaus bewußt ist, das er langsam nicht mehr mit den Jüngeren mithalten kann, was die Spritzigkeit seiner Gags angeht, aber auch filmisch ist die Zeit an ihm vorbei gegangen oder besser: Allen scheint sich nicht mehr aufzuraffen.
Was lief falsch? fragt sich David Wong auf seiner Website, und führt eine Liste der “10 besten SF-Filme die es niemals gab” auf.
Warum ist Alien3 so grauenhaft? Warum ist die “Per Anhalter durch die Galaxis”-Verfilmung halb so witzig wie ein Schuß ins Knie? Was genau macht Episode I-III zu so einem Tritt ins Gemächt, für jeden der die alten Filme mochte?
“The decision to do prequels. It’s not just that we knew how the story ended when we walked into the theater (me, I would have killed off Obi-Wan in Episode II just to fuck with you). It’s that this isn’t the interesting part of the saga. Adolf Hitler’s childhood wasn’t interesting. So Darth Vader used to be a wooden, whining kid. Fascinating. The pre-rebellion galaxy was embroiled in a series of boring bureaucratic disputes. Great, George. Tell me more! “
Diesem Theme widmet sich Promiblogger Wil Wheaton in seiner lesenswerten Kolumne bei den Suicide Girls. Warum bedeuten die alten, die echten, die einzigen Star Wars Filme soviel für Leute die heute um die 30 sind?
We love Star Wars because, when viewed from our complicated adult lives through the lens of childhood nostalgia, we see a simpler, happier time, and recall this phenomenon that was an integral part of our lives. Remember what it was like to see the Death Star blow up the first time? Remember how you just couldn’t believe it that they froze Han Solo? If you were young enough at the time, will you admit that you thought the Ewoks were actually kind of funny and cool? (I will.) And how much did you run around the woods near your house, pretending to be on a speeder bike? See, it’s more than a movie; it’s culture.
And that is why the prequels, especially Episode I, are such a kick in the balls to us. To be fair, it’s pretty impossible for George Lucas to create something with Phantom Menace that matches up to the idealized version we all created in our minds, but releasing a movie that felt like an excuse to sell ILM’s new toys to studios, and sell actual toys to kids was not a good place to start.
Ein paar Anmerkungen zu seinem Artikel, in denen er zu bedenken gibt, daß die scheussliche darstellerische Leistung Hayden Christensens durchaus auch dem Talent von George Lucas geschuldet sein mag, der auch andere erwiesene A-Mimen in die schauspielerische Erstarrung trieb, hat Wheaton in seinem eigenen Blog ergänzt.
“You can go to places in the world with pudding. That’s funny.”
Originaltitel: Punch-Drunk Love
Herstellungsland: USA 2002
Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Adam Sandler, Philip Seymour Hoffman, Emily Watson, Luis Guzmán
Denkt man an moderne Liebesfilme, so denkt man meistens zuerst an Filme wie „When Harry meet Sally“, „Pretty Woman“ oder „Moulin Rouge“.
Hört man den Namen Adam Sandler, denkt man an flache Komödien, die hauptsächlich für ein junges, relativ anspruchsloses Publikum produziert wurden. Beide Kategorien treffen zwar auf „Punch-Drunk Love“ zu, führen jedoch letztendlich dazu, die Erwartungen, die man mit solchen Filmen verbindet, zu enttäuschen. „Punch Drunk Love“ ist ein ruhiger, bizarrer Film mit romantischen, komischen Elementen, aber weder Liebesfilm noch Komödie. Alles in allem, läßt sich dieser Film wohl einzig in die Kategorie Groteske einigermaßen zufriedenstellend einordnen.
„Punch-Drunk Love“ führt den Zuschauer ohne Erklärung oder Hilfestellungen in das abstruse Leben Barry Egans ein. Nicht einmal der Film selbst erklärt sich: es gibt keine Titel. Dort wo Titel sein könnten, wirkt eine psychedelische Aneinanderreihung von Farbschlieren auf den Zuschauer ein.
Ähnlich verwirrend auch die Handlung: Ein Mann, Barry Egan, sitzt alleine in einer Lagerhalle am Schreibtisch und versucht telephonisch die Hintergründe einer Rabattaktion eines Fertigmahlzeiten-Herstellers zu erfahren, die ihm genug Flugmeilen bescheren würde, um den Rest seines Lebens nie wieder für einen Flug bezahlen zu müssen. (Dieser Aspekt der Handlung ist auch gleichzeitig die ursprüngliche Inspiration Andersons für den Film, da diese Geschichte auf einem Zeitungsartikel beruht.)
Direkt im Anschluß an einen Unfall vor besagter Lagerhalle, seinem Arbeitsplatz, wird scheinbar ohne Grund ein Harmonium vor seinen Füßen abgestellt, welches Barry mit zu sich ins Büro nimmt. Kurze Zeit später fährt eine Fremde auf den Hof seiner Halle, er erklärt sich bereit, ihr einen Gefallen zu tun – das Fundament für die Romanze ist gelegt. Eine mögliche Erklärung Barrys merkwürdiger, neurotischer, ans autistische grenzender Verhaltens- und Sprechweisen wird durch die Vorstellung seiner ihn unterdrückenden, regelrecht verbal mißbrauchenden Schwestern geliefert.
Die Super-Ex
Komödie, USA 2006, 95 Minuten
In “Kill Bill” war sie eiskalt und gnadenlos, hier ist Jenny (Uma Thurman) einfach super und nicht mehr zu halten als sie erfährt, dass ihr Freund Matt (Luke Wilson) schluss machen will. Sie fühlt sich betrogen und hintergangen und lässt ihren übernatürlichen Gefühlen freien lauf. Was passiert, wenn sich Supergirl (hier G-Girl) angepisst fühlt, erfahrt ihr hier. Sicher eine erfrischende Komödie mit ein paar witzigen Gags, aber muss man den im Kino sehen?
Alien Autopsy – Das All zu Gast bei Freunden
Science Fiction/ Komödie, England 2006, 95 Minuten
Die zwei Freunde Ray (Declan Donnelly) und Gary (Anthony McPartlin) kehren von einer USA-Reise nicht mit leeren Händen nach England zurück. Im Gepäck haben die beiden ein streng geheimes Filmfragment, auf dem die Autopsie eines Aliens zu sehen ist. Der Medienrummel um sie herum wächst enorm, doch plötzlich geraten A-Hörnchen und B-Hörnchen in ungeahnte Gefahr!
Der letzte Kuss
Drama, USA 2006, 104 Minuten
Michael (Zack Braff) steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er hat einen Job, eine Freundin und alles im Griff, bis seine Freundin Jenna (Jacinda Barrett) schwanger wird und sich Michael mit den Eckpfeilern eines traditionellen Lebens konfrontiert fühlt: Familie, Heim und Garten. “War es das?” fragt er sich, und die verhängnisvolle Begegung mit Kim (Rachel Bilson) hinterlässt in Michael noch größere Zweifel.
PingPong
Drama, Deutschland 2006, 89 Minuten
Nach dem Tod seines Vaters kommt Paul (Sebastian Urzendowsky) zu seinen Verwandten. Dort lernt er das Leben einer heilen Familie kennen. Seiner Tante Anna (Marion Mitterhammer) gelingt es ihn auf ihre Seite zu ziehen, doch später erfährt Paul, dass er nur Spielball seiner Tante ist, was ihn über kurz oder lang zu einer Verzweiflungstat führt.
Das Wichtigste zuerst: Daniel Craig ist obercool und absolut überzeugend! Aber er ist natürlich komplett anders als seine Vorgänger, und das wird die Bond-Hardcore-Fans nicht unbedingt entzücken. Genausowenig wie das: Es gibt keinen “Q” mehr, es gibt keinen technischen Firlefanz mehr, es gibt in der Titelsequenz keine Mädels mehr, der Film fängt schwarzweiß an, Bond ist die Art seines Martinis (geschüttelt oder gerührt) völlig wurscht, er wird nackt gefoltert (Schläge auf die Hoden), er stirbt kurz und wird dann von einer Frau reanimiert bzw. gerettet. Also in der Tat ein kompletter Neuanfang – und deswegen finde ich ihn auch ziemlich genial.
Regisseur Martin Campbell hatte ja schon bei “Goldeneye” – meiner Meinung nach der beste Bond seit Jahren – einen genial-ironischen Neustart mit bzw. für Pierce Brosnan hingelegt und verfolgt diese Linie hier nun weiter (allerdings nicht mit Ironie, sondern mit sehr trocken-zynischem Humor). Hinzu kommt, dass Bond nun eine eiskalte Tötungsmaschine ist (er killt nur noch mit den eigenen Händen und mit Schusswaffen, was extrem brutaler und gewalttätiger als sonst wirkt). So blutverschmiert hat man wohl noch keinen Bond gesehen!
Der Ansatz aus dem letzten Film, ihm mit Halle Berry eine fast gleichwertige Agentin an die Seite zu stellen, wurde komplett aufgegeben. Dafür gibt es eine sehr tiefgehende Liebesgeschichte! Die einzig toughe Frau ist aber nach wie vor “M” – wenngleich seine Geliebte es zumindest intellektuell noch locker mit ihm aufnehmen kann. Alles wäre nahezu perfekt, wenn das Ganze im letzten Drittel nicht zu vollgepackt worden wäre und auch ein wenig auszufransen begänne. Hier hätte mehr Action gutgetan, denn der Showdown ist leider nicht so doll. Insgesamt ist der Film aber absolut sehenswert – es sei denn, man mag keine Neu-Interpretationen oder betrachtet Bond als unantastbare, heilige Kuh!
Originaltitel: Children of Men
Herstellungsland: Großbritannien / USA 2006
Regie: Alfonso Cuarón
Darsteller: Clive Owen, Julianne Moore, Michael Caine, Chiwetel Ejiofor, Charlie Hunnam
London 2027. Seit 18 Jahren ist die Welt ins Chaos gefallen, nachdem alle Frauen plötzlich keine Kinder mehr bekommen können. Globale Kriege, Terrorismus und Umweltzerstörung hinterließen verheerte Länder.
Gigantische Flüchtlichsströme die von einem Land zum anderen zogen, auf der Suche nach Rettung. Afrika, Amerika, Russland, Europa, sie alle sind schon völlig zerstört – lediglich England, abgekapselt durch seinen Inselstatus schaffte es mehr schlecht als Recht als moderne Diktatur zu überleben. Rigide Abschiebepolitik versucht der Flüchtlingsströme her zu werden. Wer gegen das Gesetz verstößt wird in verwilderte stadtgroße Gefangenenlager gesteckt in denen das Recht des Stärkeren gilt. Die meisten Bürger haben sich in die Städte zurückgezogen, ohne Nachwuchs verfielen Land und Dörfer in von marodierenden Banden bevölkertes Brachland.
Der jüngste Bewohner des Planeten, ein 18jr ist grade von einem wütenden Fan erschlagen worden. England trauert. Terroristen, die sog. Fishes, die für die Rechte von Immigranten kämpfen, zerbomben die Innenstädte.
Theodor “Theo” Faron (Clive Owen), ehemals Politaktivist, heute nur noch ein biederer, fatalistischer Regierungsbeamter wird von seiner Ex-Frau Julianne (Julianne Moore) kontaktiert, die Anführerin der Fishes ist. Sie bittet ihn Kontakte zu einem Cousin spielen zu lassen, der im Ministerium für Kunsterhaltung arbeitet, ein hohes Tier ist. Er soll ein Transitvisa für ein Flüchtlingsmädchen ausstellen, damit dieses zur Küste gebracht werden kann.
Das Mädchen Kee (Claire-Hope Ashitey) ist schwanger. Eine Sensation. Sie soll zu den Wissenschaftlern des legendären Human Project geschmuggelt werden, einer Gruppe autark agierender Wissenschaftler die als einzige weiter Forschen um ein Mittel gegen die Sterilität der Weltbevölkerung zu entdecken. Kee ist die große Hoffnung, aber auch politischer Spielball.
Ich bin kein so großer Bondfan. Nie gewesen. Kein Hardcore-Gucker der jedem neuen Film entgegenfiebert. Aber dennoch habe ich den Franchise über die Jahre aufmerksam verfolgt, unabhängig von der Qualität der jeweiligen Filme.
Sean Connery mochte ich eigentlich erst wirklich als er nicht mehr Bond spielte, sondern sich auf die Darstellung ehrwürdiger alter Humpel verlegte (was er ja seit mittlerweile auch seit rund 25 Jahren macht. Was für eine Karriere. Erst Bond und dann Ewigkeiten nur weise alte Kauze spielen!).
George Lazenby, nunja. Der Film ist großartig aber er war halt einfach nur da. Wie ein Pre-Viz bei dem man immer auf die Anmerkung “Hier Bond-Darsteller einfügen” wartet.
Roger Moore wird für immer mein Lieblingsbond bleiben. Er hatte die geilsten Gadgets und hat die Rolle nie auch nur für fünf Minuten ernst genommen. Eigentlich hat er nur seine Rolle aus Simon Templar unter neuem Namen weitergespielt. Moore ist ein Profi ohne Ego. Einer der über seine Rolle sagte: “Ich hab im wesentlichen nur drei Gesichtsausdrücke: Augenbrauen hoch, Augenbrauen runter und die Augenbrauen zusammen, wenn mich Der Beißer (Jaws) an den Nieren erwischt. “A view to a kill” ist nach wie vor einer meiner Lieblingsbonds.
Timothy Dalton. Guter Schauspieler, schlechter Bond. Diese ganze harte Knochen und Monogamie-Scheiße war nix für mich. Bond ist ne Comic-Figur, ein übermenschlicher Held wie Indiana Jones, da will ich keine Kalter-Kriegs-Stories serviert bekommen.
Pierce Brosnan – Sorry Renington, aber der war mir immer zu schmierig. Klar Bond soll etwas aristokratisches haben, englischen Stil und Bildung ausstrahlen, aber Brosnan ist einfach nur ein gelackter Schnösel mit halb soviel Charisma wie eine Playmobil-Figur. Weg mit Schaden.
Daniel Craig - Ich will das allgemeine Gebashe genausowenig mitmachen, wie die plötzliche Vorabeuphorie. Der Trailer sieht nach einem soliden Action-Film aus. Aber Craig wirkt einfach wie ein Dock-Arbeiter den man in einen Smoking gesteckt hat. Er mag gut den harten Max makieren, aber Style und Ironie scheinen nicht unbedingt seine Stärke zu sein. Kein Bond für Batzman.
Hier aber nun die Liste meiner persönlichen liebsten Bond-Momente:
Über 340 Mails haben uns zum letzten Gewinnspiel erreicht. Zwei Doppel-DVDs mit den Zombie-Klassikern “Dawn of the Dead / Land of the Dead” gab es zu ergattern, viele wußten die richtige Lösung:
Der Co-Produzent des Original “Dawn” der für die nicht englischsprachigen Länder eine eigene Schnittfassung anfertigen durfte, ist natürlich der legendäre italienische Giallo-Meister Dario Argento.
Auch diesmal hat Batzman es sich nicht nehmen lassen, die Ziehung der Gewinner persönlichlich zu betreuen, auch wenn er dank eines leichten Infektes dieser Tage etwas kränkelte. Hier ist das Ziehungs-Video.
Er ist ganz und gar nicht lustig, hasendiskriminierend und – ich wiederhole mich – NICHT lustig! Das Ansehen dieses Trailer lohnt überhaupt nicht, nicht im geringsten Maße. Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie keine 4000 Euro ein.
Roger Corman will den Film „Space 3001“ inszenieren, einem Film, in dem Frank Poole aus „2001“ aufgetaut wird und der genau wie „2001“ auf einem Roman von Arthur C. Clarke basiert.
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John Jarratt kommt zurück ins Outback und schlitzt noch ein paar mehr Touristen auf. Wolf Creek 2 ist in Planung! Yay!
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Matt Lanter („Heroes“) spielt die Hauptrolle im kommenden „War Games“-Sequel um einen Hacker, der sich in die Terror-Simulation von Regierungs-Super-Rechner Ripley hackt…
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„Delicatessen“ und „Stadt der verlorenen Kinder“ waren mit die visuell beeindruckendsten Bilder der 90er, inszeniert wurden sie von Jean-Pierre Jeunet, der danach „Amelie“ und „Alien 4“ drehte, und Marc Caro, von dem man danach nie wieder hörte. Nächstes Jahr kommt Caros neuer Film in die Kinos, „Dante 01“, einem Science-Fiction Film um einen Gefängnisinsassen in einer Gefängnis-Raumstation, der übermenschliche Kräfte entwickelt. Bilder vom Film gibt es hier.
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„Borat“ bekommt in Russland keine Genehmigung zur Aufführung, weil er Minderheiten diskriminiere, heißt es. Bessere Presse gibt es nicht und Borat klopft demnächst im Kreml an die Tür!
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Brian May, Gitarrist von Queen, hat bekanntgegeben, dass es ein Freddie Mercury-Biopic geben wird.
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Sequels zu „Der Pate“ sind wohl in der Mache und sollen auf den Büchern von Mark Winegardner, „The Godfather Returns“ und The Godfather’s Revenge“ basieren.
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Bei Movies.com kann man 10 Clips aus „Casino Royale“ anschauen.
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Das Teaser-Poster zu „Hannibal Rising“ ist raus, bei Coming Soon gibt’s noch zwei Stills zu sehen.
Hier der Spidey 3-Trailer von der Comic Con mit sehr rudimentären CGI-Effekten und, genau, Venom am Ende, den man im neuen Trailer schmerzlich vermisst. Mal sehen wie lange DAS online ist…
„Ich will Sie noch etwas fragen, denn offengestanden verstehe ich Sie nicht. Ich verstehe diesen ganzen Ort hier nicht.“
Originaltitel: The Wicker Man
Herstellungsland:USA 2006
Regie: Neil LaBute
Darsteller: Nicolas Cage, Kate Beahan, Ellen Burstyn, Erika-Shaye Gair, Molly Parker
Streifenpolizist Edward Malus ist schwer angeknackst: Bei einem Verkehrsunfall konnte er ein kleines Mädchen nicht mehr aus den brennenden Trümmern retten und schluckt nun Beruhigungspillen und zieht sich aus dem aktiven Dienst zurück. Da kommt ein Brief seiner Ex-Verlobten genau richtig, die ihn um Hilfe bittet bei der Suche nach ihrer auf der Insel Summerisle verschwundenen Tochter und er macht sich auf den Weg, um festzustellen, dass auf der Insel einiges im Argen liegt. Die Männer sitzen verängstigt in einer Kneipe und sagen keinen Ton, die Frauen sind sämtlichst auf eine burschikose Art unverschämt, dem begegnet Malus doch gleich mit der gleichen arroganten Art. Wie es in den Wald – man kennt das. Seine Ex scheint sichtlich verwirrt und ist ihm keine rechte Hilfe, stammelt herum und sieht ansonsten ganz hübsch aus.
*Spoiler*
Malus tappst nun also 90 Minuten auf der Insel umher, findet unmotiviert verteilte Leichen im Keller der Inselgemeinschaft und kommt einer Sekte auf die Spur, die nicht das kleine Mädchen opfern will, das sich mittlerweile als Malus Tochter herausgestellt hat, sondern ihn selbst und ihn in einer haushohen Weiden-Figur (der Wicker Man) zusammen mit einigen Ziegen und Schweinen zusammen verbrennen. *Spoiler Ende*
Was soll ich groß schreiben über „The Wicker Man“? Zugegeben, das Ende ist fast genauso verstörend, wie das des Originals von 1973, aber das war es dann auch schon. Das Drehbuch reiht zusammenhangslose Szenen aneinander, in denen Nicholas Cage sich mit Inselbewohnern anlegt und ihnen Antworten entlocken will, die sie nicht geben wollen. Die Bilder fallen gewöhnlich aus, keine visuellen Sensationen, aber auch keine Totalausfälle. Seichtes Mittelmaß währen des ganzen Films wo man hinschaut. Das macht diesen Streifen leider komplett langweilig, wie gesagt: vom Ende mal abgesehen.
In Fanboys wird es endlich ausgetragen: Star Wars oder Star Trek? Lichtschwerter sind so viel cooler als Kommunikatoren und Jedi-Kutten 1000 mal besser als Strumpfhosen. The Force is strong with me!
Jim Carrey macht wieder ernst und gibt in Joel Schumachers „The Number 23“ den Zahlenbesessenen, woraufhin er durch die Gegend meuchelt… sieht zumindest so aus. Der Trailer ist ganz gut geraten, bleibt abzuwarten, ob Carrey in einem Thriller tatsächlich passend wirkt, sein doch sehr ausladendes Spiel hat in der „Truman Show“ gut funktioniert, in einem Thriller könnte es aufgesetzt wirken.
Ich bin schon ganz feucht. Batz: Ruhe! Das Teil ist übrigens noch nicht auf Youtube, ich hab’s zumindest nicht gefunden. An meinem Finger dürft ihr aber trotzdem ziehen.
Nachdem letztes Jahr die unglaublich verkitschte, religiöse Tierdokumentation “Die Reise der Pinguine” Pinguine ausnutze um altmodischen Wertvorstellungen zu propagieren, kommt jetzt die passende Antwort.
Heute Abend um 10 wird in den Staaten der neue zweiminütige Trailer von Spiderman gezeigt, also bei uns um circa 7 Uhr morgens und ich schließe hier Wetten ab, wann das Teil auf Youtube zu sehen ist. Ich wette auf 7:30. Wer hält dagegen? Wer am nächsten dran ist, darf an meinem Finger ziehen.
Der Fluch – The Grudge 2
Horror, USA 2006, 101 Minuten
Buffy (Sarah Michelle Gellar) ist zurück! Hier heißt sie Karen und eigentlich ist sie nicht zurück, denn sie ist verschwunden und deswegen macht sich ihre Schwester Aubrey (Amber Tamblyn) auf die Suche nach ihr. Aubrey führt es nach Tokio und zufällig trifft sie dort den jungen, charismatischen Eason (Edison Chen), seines Zeichens Journalist und selbst interessiert an jenem Fluch, der die junge Karen offenbar verschwinden ließ. Obwohl beide wissen in welche Gefahr sie sich begeben, lassen sie sich von nichts und niemanden aufhalten…
Der letzte Zug
Drama, Deutschland 2006, 123 Minuten
Im Jahre 1943 versucht das NS-Regime Berlin endgültig judenfrei zu machen. 688 Juden sollen mit dem Zug innerhalb von 6 Tagen ins Vernichtungslager Ausschwitz deportiert werden. Das Ehepaar Neumann (Gedeon Burkhard und Lale Yavas) und Ruth Zilberman (Sibel Kekilli) wollen sich ihrem Schicksal nicht tatenlos hingeben und wagen eine lebensgefährliche Flucht.
Children Of Men
Science Fiction/ Drama, USA/ England 2006, 114 Minuten
Im Jahre 2027 sind Kinder ausgestorben, d.h. die Menschen sind zu der Zeit nicht mehr fortpflanzungsfähig und die Gesellschaft wird immer älter. Als der jüngste Mensch der Erde mit 18 Jahren stirbt, bricht ein Chaos aus, es kommt vermehrt zu Aufständen. Das plötzliche Auftauchen einer schwangeren Frau lässt Hoffnung keimen und zu ihrem Schutz sollen Untergrundkämpferin Julian Taylor (Julianne Moore) und Regierungsagent Theo Faron (Clive Owen) sie auf eine Insel begleiten, um dort das Überleben der Menschheit zu sichern. Klingt spannend!
Jagdfieber
Animationsfilm, USA 2006, 86 Minuten
Nicht noch ein Animationsfilm… Wenn die Geschichten wenigsten neu wären, aber auch hier geht es um eine Bande von lustigen Tieren, vorneweg Grizzly Boog, der fortan sein wohlbehütetes Leben bei einer Wildhüterin, mehr oder minder freiwillig, mit dem in weiter Natur eintauscht. Er trifft eine Menge neuer Freunde, die ihm dabei helfen sich in freier Wildbahn zurechtzufinden, bevor die Jagdsaison beginnt.
Originaltitel: Wo ist Fred?
Herstellungsland: Deutschland 2006
Regie: Anno Saul
Darsteller: Til Schweiger, Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara, Anja Kling, Christoph Maria Herbst
Till Schweiger ist Fred. Und der ist Polier auf einer Baustelle, ein Großmaul und verliebt in eine oberflächliche Society-Tussi mit einem unausstehlichen Sohn. Um die Beziehung zu festigen und seine Freundin zu beeindrucken, verspricht er diesem Sohn einen signierten Basketball seines Lieblingsspielers.
Dumm nur, daß die Spieler die Bälle immer nur in die Behinderten-Loge werfen, weil der Vereinsmanager grade einen Imagefilm drehen lässt um sich als fortschrittlich, integrativ und behindertenfreundlich zu präsentieren.
Fred kommt auf die Schnappsidee sich zu einem Spiel als Rollstuhlfahrer einzuschleichen um einen Ball zu ergattern, was ihm auch prompt gelingt. Mit Hilfe seines Kumpels Alex (Jürgen Vogel) gelangt er in die Rollstuhl-Loge, schnappt dem verschrobenen Extremfan Ronnie (Christoph Marie Herbst) den Ball vor der Nase weg und wird so prompt als idealer Protagonist für den Imagefilm auserkoren. Eine Woche, bis der Ball signiert und beglaubigt ist, muß er nun den stummen Rollstuhlfahrer geben und der engagierten Redakteurin (Alexandra Maria Lara) für ihren Film zur Verfügung stehen. Keine leichte Aufgabe, gilt es doch gleichzeitig seine Baustelle zu betreuen und die Hochzeit mit seiner Freundin zu planen.
Das Ronnie herausfindet, daß Fred nur markiert, kompliziert die ganze Sache zusätzlich, als er beschließt den Rollstuhl-Schummler zu erpressen.
Ho-hum. Ein für den amerikanischen Markt geschriebenes Drehbuch basierend auf einem Kurzfilm, für deutsche Verhältnisse überarbeitet, mit prominenter Besetzung und von einem leidlich erfolgreichen Regisseur umgesetzt. Kann so was gut gehen?
Wie Renington euch ja in den News schon mitgeteilt hat, arbeitet der Herr der Untoten, George Romero wieder an einem neuen Film über seine geliebten Wiedergänger: “Diary of the dead”.
Wie jetzt bekannt wurde, soll diese der Auftakt zu einer neuen Trilogy werden, wie Lionsgate heute verkündete. Der zweite Teil ist bereits in der Pre-Productionsphase und soll direkt im Anschluss gedreht werden.
Hier ein erstes Poster:
Vorraussichtliche Taglines: “Destined to wrench your guts” und “When the shit hits the men!”
Rob Zombies „Halloween“-Remake wird so etwas wie eine Charakterstudie von Michael Myers, damit nimmt er dem Original zwar die Dimension des motivlosen Bösen, gibt allerdings seinem Film einen ganz eigenen Drive. Erstmal ist beim guten Rob alles drin, er hat mit “House of 1000 Corpses” einen der schlechtesten Texas-Chainsaw-Rip-Offs gedreht und dann mit “The Devils Rejects” einen der härtesten und besten Hardcore-Schocker hinterhergeschickt. Warten wir also mal gespannt ab.
Hauptsache er kommt nicht auf die Idee, Carpenters-Theme wegzulassen.
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Aber Halo! Universal und Fox haben sich aus der Finanzierung der „Halo“-Verfilmung komplett zurückgezogen und Microsoft stieß auf der Suche nach neuen Finanziers des Projekts auf taube Ohren. Deshalb zog Peter Jackson nun erstmal die Produktions-Notbremse und stelle alle weiteren Arbeiten an dem Film bis auf weiteres ein.
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Steve Soderbergh dreht einen Che Guevera-Zweiteiler mit Benicio Del Toro als Revolutionsführer. Für weitere Hauptrollen sind Javier Bardem, Franka Potente und Benjamin Bratt im Gespräch.
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Joe Carnahan, Autor und Regisseur von „Narc“, wird die Fortsetzung von „L.A. Confidential“ inszenieren. Das Buch zum Sequel namens „White Jazz“ haben sein Bruder und er schon fertiggeschrieben:
„That script is one of my favorites. It’s heartbreaking. It’s, to me, what that book always was – the point of departure from the Eisenhower 50s to the psychedelic freakshow, Manson 60s. It’s a total combination of the two with a heavy, heavy voice-over narration, this kind of classic noir. I love the script, dude. I’m going to get it out there – once it’s done I’m going to get it on the internet so people can read it.“
“How many other animals are in on the conspiracy? God bless America! I hope the bald eagle hasn’t turned! “
Originaltitel: Open Season
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Roger Allers, Jill Culton, Anthony Stacchi
Darsteller: Ashton Kutcher, Martin Lawrence, Garry Sinise, Bill Connoly, Jane Krakowsky
Der Bär Boog (Martin Lawrence) ist bei der Rangerin Beth aufgewachsen. Er lebt in der Garage, braucht sein Kuscheltier zum Einschlafen und tritt zur Erheiterung von Schulklassen auf. Von seinem wahren Lebensraum, der Wildness hat er so gar keine Ahnung. Das ändert sich, als wieder einmal die Jagdsaison vor der Tür steht und der vorlaute Maultierhirsch Elliot (Ashton Kutcher) seinen Weg kreuzt.
Er ist auf der Flucht vor dem sadistischen Jäger Shaw (Gary Sinise) und überredet Boog zu Dummheiten, die prompt dazu führen, daß Boog ausgewildert wird. Urplötzlich sieht er sich dem wahren Leben gegenüber, von dem er so gar keine Ahnung hat. Keine Snacks, kein Kuschelbettchen und keine Toiletten! In der Not muß er sich mit Elliot zusammenraufen und macht sich auf den langen Weg zurück zu seinem Zuhause. Inzwischen rückt die Eröffnung der Jagdsaison näher und mehr und mehr Jäger bereiten sich aufs große Abknallen vor….
Der erste Animationsfilm aus dem Hause Sony ist ein durchwachsenes Vergnügen, vor allem für erwachsene Zuschauer. Zunächst mal die positive Seite: Er sieht schick aus und der Comiclook der Figuren hebt sich wohltuend von denen der Konkurrenz ab. Keine obskurer Retro-Optik wie bei Madagascar, noch die überniedliche Kuscheligkeit von Disneys “The Wild“.
Die kantigen, gummiartigen Comiccharaktere von Open Season machen Spaß anzusehen, sind liebevoll animiert ohne überladen zu wirken und auch die Landschaften machen was her. Die Stimmcast ist, zumindest im Original sehr gut gewählt und gibt die Charaktere gut wieder, im deutschen muß man leider einige Abstriche machen.
“There are a lot of people at Versailles today…” – “Yes, there are.”
Originaltitel: Marie Antoinette
Herstellungsland: USA/Frankreich/Japan 2006
Regie: Sofia Copolla
Darsteller: Kirsten Dunst, Jason Schwartzman, Marianne Faithfull, Steve Coogan, Asia Argento
Film Soundtrack
Anmerkung: Viele geschichtliche Details habe ich aus dem Wikipedia-Eintrag zu Marie Antoinette.
Maria Antonia Josepha Johanna, Erzherzogin von Österreich, wird im Alter von 14 Jahren am 21. April 1770 auf die Reise geschickt, um mit Louis-Auguste, dem späteren Ludwig XVI., von Frankreich vermählt zu werden, was den langersehenten Frieden zwischen Frankreich und Österreich besiegeln sollte. Die „Übergabe“ erfolgte auf neutralem Gebiet, eine unbewohnte Rheininsel vor Straßburg, wo sich Maria vollständig entkleiden und allen Freunden ebenso wie ihrem Hündchen Lebewohl sagen musste. Durch diesen symbolischen Akt wurde sie zur Französin: Marie Antoinette war geboren.
Ihr Einzug in Versailles ist alles andere als einfach, gleich zu Beginn spürt sie einen enormen Erwartungsdruck, die Aufgabe einer Königin ist es schließlich, einen Thronfolger zu gebären, was sich als gar nicht so einfach herausstellt, mit einem verklemmtenschwulen verlemmten Schwulen als Mann, der sie nie anfasst. Der Druck kommt für das junge Mädchen von allen Seiten, von ihrer Mutter, die sie in Briefen immer wieder daran erinnert, dass es ihre Aufgabe sei, den Frieden zwischen Frankreich und Österreich zu sichern – durch einen Sohn. Als die Tuscheleien am Hof von Versailles überhand nehmen bricht Marie zusammen und tut das, was alle Frauen in dieser Situation tun: Schuhe kaufen.
Wow! Eine Gesprächsrunde von 1982 aus der Sendung „Take One“ über „Fear on Film“ mit den Gästen John Landis, David Cronenberg und John Carpenter. Carpenter erzählt, warum „The Thing“ kein Remake ist und David Cronenberg ist der Meinung, es gibt nichts was man in Filmen nicht zeigen dürfe. A must see!
Borat
Komödie, USA 2006, 82 Minuten
Wieder ein Film, der mich so überhaupt nicht interessiert. Ich habe mir den Trailer ein Mal angeschaut und fand die ganze Sache eher weniger zum lachen. Ich weiß trotz zweiminütiger Vorschau gar nicht worum es geht und verweise an dieser Stelle auf Batz’ ausführliche Filmreview. Dort könnt ihr euch außerdem den Trailer anschauen und euch selbst ein Bild machen.
Marie Antoinette
Drama, USA/ Japan/ Frankreich 2006, 123 Minuten
Wer kennt sie nicht, die Geschichte der Marie Antoinette (1755-1793)? In bunten, poppigen Bildern wurde hier das Leben der Dame (Kirsten Dunst) verfilmt. Mit 14 Jahren wird sie mit dem französischen Thronfolger Ludwig XVI. (Jason Schwartzman) verheiratet. Seidem führt Marie ein Leben in Saus und Braus, doch wer hoch fliegt, fällt auch tief… Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, weiß was gemeint ist.
Santa Clause 3 – Eine frostige Bescherung
Komödie, USA 2006, 98 Minuten
Früher fand ich Tim Allen ungemein lustig! Als Heimwerkerkönig blieb er mir lange sehr wohl in Erinnerung, bis er anfing diese Filme zu drehen… (Santa Clause, Jungle 2 Jungle, Galaxy Quest etc.). Nun verschließe ich einfach meine Augen und tue so, als wenn der dritte Teil von “Santa Clause” heute nicht in die Kinos kommt.
Snow Cake
Drama, England/ Kanada 2005, 112 Minuten
“Snow Cake” greift die ungewöhnliche Beziehung zweier Menschen auf, die authistische Linda Freeman (Sigourney Weaver) und der nach einem Autounfall traumatisierte Alex Hughes (Alan Rickman). Alex beginnt sein Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten, nachdem er eine Zeitlang bei Linda zu Gast ist. Der Weg, der beide zueinander führte, ist jedoch mehr als tragisch und mit etwas Glück erleben wir eine Geschichte, die nicht allzu sehr auf die Tränendrüse drückt und dennoch von Interesse sein könnte.
“At least when the Titanic went down, the lights were on. “
Enron – The smartest guys in the room – USA 2005
Nach über einem Jahr schafft es diese erschreckende Dokumentation dann doch noch in ausgewählte deutsche Kinos.
Enron? Das war doch dieser Energiemulti aus Amiland, der irgendwie spektakulär gecrasht ist? Irgendwie. Ja.
Wie spektakulär das Ganze wirklich war und in welchem Ausmaß bei Enron Korruption, Bestechung und gezielter Betrug an der Tagesordnung waren erzählt die auf dem gleichnamigen Buch basierende Dokumentation von Brian Gibney.
Plastisch berichten er und seine Autoren, das es sich bei Enron, zeitweise eine der mächtigsten Firmen Amerikas, keineswegs um eine “gute Firma die böse wurde” handelte, sondern das der ganze Laden fast vom Beginn an auf Lügen und Betrug aufgebaut war. Ob man nun seine Bilanzen mit erfundenen Einnahmen schönte oder die Regierung durch die gezielte Erzeugung von Stromausfällen in Florida dazu brachte den Strommarkt von staatlicher Überwachung zu befreien oder am Ende die Renten der eigenen Belegschaft verheizt wurden, um den Schwindel noch einige Monate länger am Leben zu halten – hier war eine kriminelle Energie am Werk, die weit über das hinausging, was man von Konzernen eh schon gewohnt ist.
Wenn man die Manager in veröffentlichten Telefonmitschnitten scherzen hört, das “Oma Klapper” in Florida durch die künstlich erzeugte Energiekrise bald im Dunkeln umherwackeln wird, wenn man erfährt das ENRON der größte Sponsor für Bushs Wahlkampf war und Mr. President seinen Kumpels umgekehrt auch gerne mal aus der Klemme half, fehlen einem tatsächlich die Worte – zumal man erahnen kann, wie es in anderen Konzernen zugehen mag. Einige der Dokumente sind auf der offiziellen Website des Films abzurufen.
Ein wichtiger Film, eine schöne Ergänzung zu The Corporation , der jetzt endlich auch hierzulande zu sehen ist.