Neu im Kino: 30.11.2006

Als das Meer verschwand
Drama, Neuseeland/ England 2004, 128 Minuten

Nach Jahren kehrt Paul (Matthew Macfadyen) in sein altes Dorf zurück, um die unangenehme Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nach siebzehnjähriger Abwesenheit ist er bei ehemaligen Freunden und Bekannten nicht gerade willkommen. Paul freundet sich stattdessen mit der sechzehnjährigen Celia (Emily Barclay) an, von der Gesellschaft nicht ganz unbemerkt, vor allem als das junge Mädchen eines Tages spurlos verschwindet…

Jackass: Nummer Zwei
Komödie, USA 2006, 91 Minuten

Johnny Knoxville und seine verrückten Freunde sind wieder da. Nach einem mehr oder minder erfolgreichem ersten Teil, macht die Jackass-Truppe erneut deutlich wie man sich stilvoll und zugleich sinnlos verletzten kann! Zur Nachahmung nicht empfohlen.

Bye Bye Blackbird
Drama, England/ Luxemburg/ Deutschland/ Österreich 2005, 99 Minuten

Um der Trauer um seinen guten Freund zu entkommen, schließt sich Josef (James Thiérrée) einem Zirkus an. Dort lernt er die schöne Artistin Alice (Izabella Miko) kennen. Als Hochseilpraktikant versucht der frisch Verliebte ihr hoch über dem Boden besonders nah zu sein, bis ihn ein weiterer Schicksalsschlag einen Strich durch die Rechnung macht.

Happy Feet
Animationsfilm, Australien 2006, 87 Minuten

“Happy Feet” könnte zugleich als animiertes Musical bezeichnet werden… Singende und tanzende Pinguine versuchen sich hier besonders niedlich in Szene zu setzen, aber eigentlich interessiert mich diese Vogelgrippe aus dem Hause Warner eher weniger. Ich habe auch ganz vergessen worum es dabei geht. Zumindest leihen besonders prominente Schauspieler den knuffigen Kaiserpinguinen im Original ihre Stimme, darunter Robin Williams, Nicole Kindman, Elijah Wood u.a.

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Little Miss Sunshine

“I hate everyone. Everyone”

Originaltitel: Little Miss Sunshine
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Jonathan Dayton / Valerie Faris
Darsteller: Steve Carell, Toni Collette, Greg Kinnear. Alissa Anderegg, Alan Arkin, Abigail Breslin, Paul Dano

****

Little Miss Sunshine

Familie Hoover ist nicht grade mit übermässigem Glück gesegnet. Der Vater (Greg Kinear) träumt vom Durchbruch als Motivationstrainer, Opa (Alan Arkin) kokst und liest Pornohefte, der 16jr Sohn Dwanye (Paul Dano aus L.I.E.) spricht seit einem Jahr nicht mehr, bis er Pilot werden darf (er kommuniziert das Notwendigste per Schreibblock) die Mutter Sheryl (Toni Colette) versucht die Familie halbwegs zu koordinieren, was nicht einfacher wird als sie sich auch noch um den selbstmordgefährdeten schwulen Bruder Frank (Steve Carell mit grusligem Yetibart) kümmern muß, der nicht darüber weg kommt, daß ihm ein Professorenkollege den Lieblingsstudenten vor der Nase weggeschnappt hat.

In diese verkorkste Idylle bricht die Nachricht ein das Olive (Abigail Breslin), das siebenjährige, leicht übergewichtige Nesthäkchen der Familie, die die Welt durch eine viel zu große Brille bestaunt, für einen Kinderschönheitswettbewerb angenommen wurde: Little Miss Sunshine.

Mangels Geld schnappt man sich kurzerhand den klapprigen Uralt-VW-Bus und macht sich auf den Roadtrip quer durch die Staaten, um Olive ihren Traum zu erfüllen.

Kurzkritik: Guckt euch den Film an. Los geht schon.

Okay. Ein paar Worte zur Erklärung. Das Regiedebütantengespann Dayton / Faris (dem man die Herkunft vom Werbefilm nicht anmerkt) schafft es einen liebenswert verschrobenen Roadmovie abzuliefern, der vor allem durch seine rundherum gelungene Besetzung überzeugt.

Nicht nur verdiente Recken wie Altstar Alan Arkin (Catch 22), aktuelle Stars wie Steve Carell (der hier wunderbar zeigt, das er auch Zwischentöne beherscht und nicht nur den klamaukigen Office-Boss und ältliche Jungfrauen spielen kann) oder solide Allzweckmimen wie Greg Kinnear und Toni Collette, auch die heikle Besetzung der Kinderollen ist rundherum gelungen. Paul Dano, als schweigsam-introvertierter Nietzschefan, der seine Gedanken über weite Strecken nur per Mimik und Bleistift ausdrücken darf, aber auch vor allem die junge Abigail Breslin, als linkisches Pummelchen Olive, die es schafft mit ihrem Enthusiasmus die Familie doch ein wenig zu einen.

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Casino Royal

“Do I look as if I care?”

Originaltitel: Casino Royale
Herstellungsland: Großbritannien / Tschechische Republik / USA 2006
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench

**½ als Bondfilm
*** als Actionfilm

Casino Anal

James Bond (Daniel Craig) frisch gebackene Doppelnull, soll die Untaten eines Bankiers namens LeChiffre (Mads Mikkelsen) vereiteln, der Terroristen finanziert.

Das gelingt auch, da er den Bösewicht in finanzielle Bedrängnis bringt, so daß dieser sich gezwungen sieht im Casino Royale ein Kartenspiel um Millioneneinsätze zu veranstalten um seine Hintermänner auszahlen zu können. Bond rennt eine ganze Meng herum, spielt viel Karten und verliebt sich nebenbei in die Kollegin Vesper Lynd, die ihm als Anstandsdame zur Seite gestellt wurde.

Okay, das kann jetzt ein bißchen wehtun.. So buckle up, it’s going to be a bumpy ride.
(Für ein begeistertes Review schaut einfach auf jede andere Website – das Netz ist ja voll davon)

Jüngst listete ich bei den Filmfreunden noch auf, welches meine Lieblingsbondmomente waren. Jene Augenblicke die die Serie für mich charakterisierten und die Essenz des Superagenten ausmachten. Casino Royale bietet keinen einzigen solchen Moment.

Ich muß zugeben, ich hab das ganze Gewese um Daniel Craig nur am Rande verfolgt. Ob er nun ein Weichei sei oder nicht. Ich dachte, egal wer nach dem öligen Langweiler Pierce Brosnan kommt, könne nur eine Verbesserung sein, also mal abwarten. Mißtrauisch wurde ich erst, als die ersten Trailer kamen und das Konzept des Films verlautbarte. Ein Relaunch. Eine Re-Imagination, ein Prequel.

Bei diesen Worten gehen bei mir normalerweise die Alarmglocken los. Prequel: Egal ob junger Indiana Jones oder Star Wars (oder demnächst vermutlich Hannibal Rising), die Jugendjahre irgendwelcher klassischer Helden sind normalerweise ein Schuß in den Ofen. Statt Geheimnisse zu bewahren und einen Helden einfach Helden sein zu lassen, meinen die Macher sie müßten einen mit psychologischem Gerümpel und tiefen Gefühlen und Charakterentwicklung belästigen, dabei fröhlich ignorierend, das der Reiz der Figuren eben aus ihrer Überlebensgröße besteht, darin das sie keine normalen Menschen sind sondern Kondensate, Idealtypen, Projektionsflächen.

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The God Who Wasn’t There

Zeit für ein bisschen Bildung, bei den Fünf Filmfreunden. Ständig diese Action-Blockbuster, Komödien, Tragödien und die berechtigte Vorfreunde auf The Transformers kann sehr ermüdend sein. Lehnen wir uns also ein wenig zurück und genießen Gottes Werk. Die göttliche Luft, die unsere Lungen füllt, Gottes Geschöpfe, die um unsere Füße tummeln und Seine Herrlichkeit, die in jedem Sonnenstrahl unser Haupt erwärmt.

Blaaa…

The God Who Wasn't ThereIch mache kein Hehl daraus, dass ich überzeugter Atheist bin. Aufgewachsen unter sehr gläubigen Menschen, ist mir die Unlogik, die in vielen Passagen der Bibel auftreten, erst sehr spät aufgefallen. Ebenso die Ähnlichkeiten zwischen dem Mythos Jesus und diversen anderen, weitaus älteren Weltverbesserern. Und sehen wir davon mal ab, dass es unmöglich scheint jeden zufriedenzustellen, der etwas mit der Europäischen Verfassung zu tun hat, wie muss das dann erst vor über 2200 Jahren gewesen sein, als man das alte Testament zusammenstellen wollte?
“Al, diese Geschichte von dem Typen im Walbauch, ist ja so 300 v. Chr! Können wir nicht dafür die Geschichte von dem kleinen Zauberer nehmen, der auf eine Zauberschule geht, die sich in einem geheimen Land hinter dem Gleis 9¾ befindet? Das wird der Burner, sag ich dir!” – “Willy, hat die Fresse und schreib weiter. Das Papyrus wird schon brüchig!”

Darüber haben sich weitaus fähigere Ungläubige den Kopf zerbrochen und herausgekommen ist eine Dokumentation, die Fragen stellt, die für manchen Kreuzträger unbequemer kaum sein können.

The Earth revolves around the Sun. But it wasn’t always that way. The Sun used to revolve around the Earth. It was like that for hundreds of years, until it was discovered to be otherwise, and even for a few hundred years after that. But, ultimately, after much kicking and screaming, the Earth did, in fact, begin to revolve around the Sun. Christianity was wrong about the solar system. What if it’s wrong about something else, too? This movie’s about what happened when I went looking for Jesus.

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Robots

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Endlich: Die besten Roboter der Filmgeschichte mal auf einer Seite zusammengefasst. Wer fehlt? Spontan fallen mir der Roboterhund aus Kampfstern Galactica, dieses Gehirn zum Umhängen aus Buck Rogers und selbstverständlich dieser Wächter aus Robocop ein. Noch welche? Anyone?

Spidey 3 und sowas…

1. Ein verrückter Mod-Bastler hat tatsächlich einen Spidey3-PC gebaut…

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Milos und ich

Dies ist die Geschichte über Milos aus dem subjektivsten Blickwinkel den es geben kann: Meinem.

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Milos Forman. Ach ja, Milos Forman. Eine Legende. Zu Recht. Und irgendwie immer vergessen wenn man die besten Regisseure aller Zeiten aufzählt. Komisch eigentlich, denn irgendwas aus seinem Oevre findet wohl jeder gut, wage ich hier einfach mal zu behaupten. Weil “Goyas Geister” vor kurzem anlief, hier mal eine kleine Retrospektive, soll heissen: die Filme von ihm, die ich gesehen habe:

- Lásky jedné plavovlásky (1965) ***½

blondineweb.jpg“Die Liebe einer Blondine” ist der älteste Film den ich von ihm kenne. Grossartig. Erstmal das: Junge Menschen aus den 70er Jahren werden sicher das ein oder andere Aha-Erlebnis haben, denn diesen Film hat er gedreht als er noch in der Tschecheslowakei Filme machte. Da gabe es anscheinend einen festen Stab an Darstellern, auf jeden Fall habe ich den Typen mit dem grossen Kopf wieder erkannt, der immer in den grossartigen Tschechischen Kinderserien den Vater spielte. Also bei “Lucy, der Schrecken der Strasse” oder bei “Die Besucher” etc. pp. In dem Film geht es um ein junges Mädchen das sich einen Mann auf dem Militärball angeln will und dann doch mit dem Pianisten der Band mit in sein Apartment geht und sich in ihn verliebt. Er will aber nacher nix mehr von ihr wissen und sie steht alleine da. Hat ihre Lektion gelernt.

Das Ganze wird mit solch einer unverschämten Leichtigkeit erzählt, das es einen Heidenspass macht zuzusehen. Am tollsten ist die Szene wo der Pianist sie rumkriegen will in seinem Zimmer und ihr deswegen Karate zeigt damit sie sich “verteidigen kann”. Dabei wirft er sie auf sein Bett. Und hat sie da wo er sie haben will. Diese Szene ist so wahnsinnig ungelenk und charmant gespielt, da muss man sie einfach für lieben. Und den Mann der sie beschert hat. Milos.

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Was geschah mit Harold Smith?

“Think of a number…”

Originaltitel: Whatever Happened to Harold Smith?
Herstellungsland: Großbritannien / USA 1999
Regie: Peter Hewitt
Darsteller: Tom Courtenay, Michael Legge, Stephen Fry, Lulu, David Thewlis, Charlie Hunnam

****

Harold Smith

Der achtzehnjährige Vince Smith (Michael Legge) lebt im England der ausgehenden 70er Jahre. “Saturday Night Fever” ist der Hit des Jahres, Punkt steht kurz vor seinem großen Durchbruch und die Welt war noch etwas unkomplizierter als heute.

Vince arbeitet als kleiner Büroangstellter des Anwalts Nesbit (David Thewlis). Schüchtern begehrt er seine Kollegin Joanna, traut sich jedoch nie sie anzusprechen. Nur wenn er John Travolta imitiert blüht er wirklich auf, doch in seinem Arbeiterkaff kann niemand viel mit dem Disco-Fever anfangen.

Das Leben von Vince und seiner Familie nimmt eine bizarre Wendung, als sie herausfinden, daß Vater Harold Smith (Tom Courtney) über psychokinetische Fähigkeiten verfügt. Während im TV Uri Geller fröhlich Löffel verbiegt, lässt Harold Pfeifen schweben, stoppt Uhren durch Gedankenkraft und kann Gedanken lesen, wie andere die Zeitung.

Währendessen muß Vince festestellen, daß seine Mutter sich nachts in derselben Disco herumtreibt wie er und mit seinem besten Freund angebandelt. Als wär das noch nicht schlimm genug, muß sich Harold Smith nach einem psychokinetischen Vorfall vom Vater von Vince Angebeteter (Stephen Fry) untersuchen lassen, der ein renommierter Psychiater ist.

Als Vince verwirrt und enttäuscht eines Nachts durch die Straßen zieht, verliebt er sich spontan in ein Punk-Girl, das ihm über den Weg läuft. Spontan beschließt er ebenfalls zum Revoluzzer zu werden und versucht sein Leben zu ändern…

Whatever happend to Harold Smith?” ist eine englische Comedy-Perle die sich zu entdecken lohnt. Hierzulande erst vor ein paar Monaten auf DVD erschienen, versammelt diese skurrile Mischung aus Retro-Coming-of-Age-Story und Fantasy-Fabel im Arbeiter-Millieu eine ehrfurchterbietend gute Besetzung.

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Die Bestellung des Phoenix

Ein kleines Promo-Video zum im nächsten Jahr anlaufenden “Harry Potter”-Film


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Blood Diamond

“Es heißt er käme aus dem Herzen der Erde, um die Herzen der Menschen zu prüfen. Ein Stein, so selten, dass die Menschen alle tun, um ihn zu besitzen. Auf der suche nach ihm werden Kriege geführt und alle die ihn berühren, haben Blut an den Händen.”

Mit diesen bedeutungsschwangeren Worten beginnt die Vorschau zu Edward Zwicks neuen Film “Blood Diamond“. In den Hauptrollen Leonardo DiCaprio, der mich nach “Catch Me If You Can” und “Romeo und Julia” als Schauspieler eventuell wieder überzeugen könnte, Djimon Hounsou, unter anderem bekannt aus “Gladiator” und “Constantine” und nicht zu vergessen Jennifer Connelly, wir kennen sie aus “Dark Water” oder “Dark City”.

Blood Diamond

In den 90ern herrscht in Sierra Leone ein erbarmungsloser Bürgerkrieg. Angst, Schmerz und Wut bedecken die Seelen jener Menschen, die zu den Waffen greifen und das Land in eine blutige Wüste des Schreckens verwandeln. Durch den illegalen Diamantenhandel verschaffen sich die Kriegsführer ein finanzielles Polster, um weiterhin neue Waffen und Munition kaufen und den Druck auf das Land aufrecht erhalten zu können.
Mittendrin findet sich Danny Archer (Leonardo DiCaprio) wieder, auf der Suche nach einem besonders kostbaren Diamant. Auf seiner Reise begegnet er der schönen Maddy Bowen (Jennifer Connelly), ihres Zeichens Journalistin, und dem Bauern Solomon Vandy (Djimon Hounsou). Drei Menschen, deren Leben nicht unterschiedlicher hätte sein können, müssen auf ihrer Suche nach dem womöglich kostbarsten Diamanten des Universums gemeinsam um ihr Leben kämpfen. Denn inmitten jenen Bürgerkriegs, geraten sie ins Visier eines großen Gewaltsydikats.

Kinostart: 25. Januar 2007


(Youtube Directdiamond)

Könnte was werden. Wir halten euch auf dem laufenden!

Frankie Rogers ist James Bond

oder James Bond according to SMOSH.


YouTubeDirectBond

Neu im Kino: 23.11.2006

James Bond – Casino Royale
Action, England 2006, 145 Minuten

Wir haben wieder einen neuen Bond, und wenn ihr mich fragt, eine Idealbesetzung! Ich höre zwar schon die aufschreienden Bond-Fans, die Connery, Moore und Dalton verehren, doch Daniel Craig ist der erste Geheimagent im Auftrag der Majestät, dem ich das Töten wirklich zutraue. Er wirkt nicht so allglatt und unnahbar, eher knallhart, aber dafür vermutlich austauschbar, wenn man sich den Film im ganzen anschaut. “Casino Royale” wirkt nicht mehr wie ein typischer Bondfilm, sondern viel mehr wie ein gängiger Actionfilm. Das ist für mich keine Abwertung, die Fans könnten jedoch entäuscht sein. Näheres zur Story erfahrt ihr in der Preview Bindings, dem Link folgend.

Goyas Geister
Drama, Spanien 2006, 114 Minuten

Zuletzt war sie in “V wie Vendetta” zu sehen. Hier macht Natalie Portman wieder auf sich aufmerksam, in der Rolle der schönen Inés. Als Muse des bekannten Hofmalers Francisco de Goya gerät sie ins Blickfeld der französischen Inquisition und wird kurz darauf eingekerkert. 16 Jahre später wird sie von den Truppen Napoleons aus ihrem Verließ befreit, doch von der Muse ist nur noch wenig übrig geblieben, Inés ist nun eine gebrochene Frau…

Ice Cream, I Scream
Komödie, Türkei 2006, 115 Minuten

Ali (Turan Ozdemir) ist Eiscremeverkäufer und hat es nicht einfach in seinem Leben. Er muss sich gegen große Namen wie Lagnese und Möwenpick zur Wehr setzen und davon lässt sich der junge Mann auch nicht abbringen. Doch als sein fahrbarer Untersatz, ein gelbes Motorrad, plötzlich vom Erdboden verschwindet, muss Ali mehr als je zuvor um seine Existenz kämpfen!

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Zero Day

Der bekannteste Film zum Thema Schul-Amoklauf dürfte, wenn man mal den Klassiker “If….” ausklammert und sich die jüngeren Werke anschaut, wohl Gus von Sants “Elephant” sein. In elegischen Bilder dokumentiert er dort den Vorlauf einer Katastrophe, die am Ende unspektakulär und als Antiklimax den Film beschließt. Doch auch van Sant stolpert wie viele etablierte Medien ein wenig in die Falle der einfachen Erklärungen, wenn er seine Täter einen Egoshooter spielen und im Fernsehen gebannt Dokus über das Dritte Reich bestaunen lässt.

Treffend allerdings eine Deutungsvariante des Titels, der auf die englische Redewendung “Ignoring the elephant in the room” zurückgeht und letztlich meint, daß man sich die schockierte Verblüffung sparen kann, wenn man offensichtliche Probleme so lange ignoriert hat.

Weniger bekannt als “Elephant” dürfte Zero Day sein, den ich schon einmal im Zusammenhang mit “Bang Bang you’re dead” genannt hatte.

Der als Videotagebuch zweier Jungs gedrehten Film, der sich auf sehr intensive, wie intelligente Art mit dem dem Thema beschäftigt. Neben überzeugender Schausspielleistung, besticht vor allem die nüchterne, unspektakuläre Machart des Films. Im Gegensatz zu “Elephant” verbietet er sich einfache Erklärungen. In langem Botschaften an ihre Eltern, erklären die Jungs deutlich, daß es weder die Eltern waren die sie dazu bringen, noch irgendwelche Videospiele.

Hier der Trailer:

Leider hat der Film von 2003 immer noch keinen deutschen Verleih gefunden. Bei Amazon.com kann man ihn, Kreditkarte vorausgesetzt jedoch auf DVD ordern.

Bilder und mehr Infos von “Zero Day” kann man HIER finden.

Bestell dir Elephant

Horror Ho-Down Vol.2 – Kurz-Reviews

Halloween ist vorbei, doch auch die Winterzeit lädt zum DVD-Gucken ein. Ein knisterndes Feuer, ein paar Leichen im Keller und jede Menge Jasmin-Tee. Zeit also wieder für den Überblick über aktuelle Neuerscheinungen im Bereich Horror- und Thriller.

Feast +++ Sleepwalker +++ I am the Ripper +++ Severance

Feast – USA 2006
****

Die übliche Situation. Eine einsame Kneipe im Nirgendwo. Die üblichen Gestalten die dort herumhängen, als plötzliche eine Frau in Panik hereinstolpert und um Hilfe bittet. Sie wird verfolgt, ihr Mann wurde umgebracht. Es bleibt kaum Zeit sie nicht ernstzunehmen, denn schon Sekunden später ist die Kneipe von Monstern belagert, die alles umbringen was ihnen in den Weg kommt. Glücklicherweise kommt in diesem Moment ein Held zur Tür rein und verspricht sich um die Biester zu kümmern..

Ein Horrorfilm in dem Jason Mewes (die lautere Hälfte von Jay & Silent Bob) ein Cameoauftritt hat und tranchiert wird und Muskelrocker Henry Rollins ein Weichei spielt, sollte per se schonmal einen Blick wert sein. Wenn das Ganze dann noch so schamlos jedes Splatterklischee zitiert und parodiert, daß man im Laufe der Jahre kennengelernt hat, dann kommt man an dem Streifen wirklich nicht mehr vorbei. Vergessen seien all die mittelprächtigen Streifen die in den letzten Jahren immer wieder als “Gore-Fest” und “Braindead-Nachfolger angekündigt wurden.

“Feast” von John Gulager ist der einzige Streifen in Jahren, der mit einer ähnlichen Spielfreude in Eingeweiden herumsaut, Köpfe wegbläst und alberne Monster auftreten lässt, wie Peter Jacksons legendäre Blut-Komödie. Es tut gut, endlich mal wieder einen Horrorfilm zu sehen, der nicht realistischen Foltervoyerismus abfeiert, sondern sich auf gute Splattertraditionen besinnt. Die Figuren sind Comicfiguren, die Gewalt völlig over-the-top und wirklich keiner nimmt sich ernst.

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There will be blogs…

“There will be blood..” ist der Arbeitstitel von Paul Thomas Andersons nächstem Film. Und seine Fangemeinde wartet natürlich schon sehnsüchtigst auf Lebenszeichen, bewegte Bilder, Artwork…egal, einfach irgendetwas aus seinem neuen Film.

Gerüchteweise hiess es ja schon, PTA würde Eggers “Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität.”verfilmen, was in mir vermutlich einen 12fachen Megaorgansmus mit der Dauer von 6 Monaten ausgelöst hätte, denn was sonst sollte einem passieren, wenn der Lieblingsdirector das absolute Lieblingsbuch verfilmt. So weit ist es ja dann doch nicht gekommen (vielleicht wirds ja noch was…wer weiss?), Dave Eggers schrieb gerade das Drehbuch für die Realverfilmung von “Wo die wilden Kerle wohnen”, einem Kinderbuch ohne das niemand von uns aufgewachsen sein dürfte. Regie führt übrigens Spike Jonze.

Hier nochmal als kleine Gedächtnishilfe eine sehr süss animierte Version des Buches:

Es gibt noch nicht viele Lebenszeichen vom Set von “There will be Blood..”, aber eins: Ein Fotoblog, mit Teamfotos. Was das über den Film aussagt? Vermutlich relativ wenig. Aber man sieht das eine gute Stimmung am Set war, man sieht PTA mit Feuerqwerk in der Hand und man sieht in was für einer Umgebung gedreht wurde. Und das muss erstmal reichen. Wir hören sicher bald mehr…

Die Brücke von Narnina und die Chroniken von Terabithia

Im folgenden Jahr beehrt uns Disney mit einem neuen, fantastischen Abenteuer, voller Mythen, Märchen und Animationen: “Die Brücke von Terabithia“. Klingt nicht neu? Klingt ein wenig wie “Die Chroniken von Narnia“, nur dass die Heldenkinder nicht durch einen Kleiderschrank in eine andere Welt gelangen, sondern durch die Überquerung eines Baches in einem abgelegenen Waldstück.

Jesse Aaron (Josh Hutcherson) und Leslie Burke (AnnaSophia Robb) trauen ihren Augen nicht, als sie sich nach einem abenteuerlichen Spaziergang zwischen Bäumen und Büschen in Terabithia wiederfinden. Sie treffen einen Riesen, der Stark an Baumbart aus “Der Herr der Ringe” erinnert, dicke, wilde Kätzchen (oder sind es Biber?) und angriffslustige Vögel, aber sie sind nicht auf sich alleine gestellt und so erleben Jesse und Leslie, die wie 2 brave Katalogkinder aussehen, unglaubliche und anstrengende Abenteuer. Zu ihrem Erstaunen sind sie es, die die Welt erschaffen und beeinflussen…, na wenn das nicht mal was ist!


(Youtube Directerabithia)

Das Leben des David Gale

“Als wollten sie, dass ich den Tod finde, wohlwissend, dass der Schlüssel zu meiner Freiheit irgendwo da draußen ist!”

Originaltitel: The Life of David Gale
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Alan Parker
Darsteller: Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney, Gabriel Mann

***½

Gale

Professor David Gale (Kevin Spacey) hat alles was man sich wünschen kann: Eine glückliche Familie, ein schönes Haus und eine gut bezahlte Professorenstelle an einer renomierten Uni. Der beliebte Lehrer engagiert sich nach dem Unterricht für die Organisation “Deathwatch”, die gegründet wurde, um auf rechtliche Missstände bzw. Verfahrensmängel aufmerksam zu machen, die durch das Verhängen der Todesstrafe immer wieder ins Gespräch geraten. So werden laut “Deathwatch” immer wieder Menschen zum Tode verurteilt, deren Schuld nicht huntertprozentig nachgewiesen wurde und darüber hinaus müssen viele Todesstrafenkandidaten über Jahre auf ihre Hinrichtung warten. Die Organisation um David Gale und Constance Hallaway (Laura Linney) versucht die Todesstrafe mit allen Mitteln bundesweit abzuschaffen!

Doch eines Tages begeht David einen Fehler, der sein weiteres Leben maßgeblich beeinflusst. Gale verliert alles was ihm lieb und teuer ist und findet sich nach Jahren selbst angeklagt und verurteilt im Todestrakt eines Texanischen Gefängnisses wieder. Kurz vor seiner Hinrichtung erzählt er der Journalistin Bitsy Bloom (Kate Winslet) seine Geschichte, wodurch die Frage nach Schuld oder Unschuld erneut aufgeworfen wird…

“Das Leben des David Gale” wurde vor kurzem in einer Free-TV-Premiere auf RTL2 ausgestrahlt, deswegen ist der Film für mich gerade wieder aktuell, vor allem weil ich die Thematik und Umsetzung des Streifens für mehr als in interessant und dikussionswürdig erachte.
Was anfangs wie ein spannender Anti-Todesstrafen-Thriller wirkt, wird durch die Ereignisse während des Films mehrfach beleuchtet, so dass man sich, zumindest ich, über beide Seiten Gedanken macht: Da haben wir die Todesstrafenbefürworter und die Todesstrafengegner, schwarz und weiß, gut und böse, so wie es der Regisseur gerne hätte. Doch gerade die Darstellung der Guten und ihr Vorgehen, bringen einen sehr zum nachdenken. An dieser Stelle möchte ich zum weiteren Storyverlauf nicht zu viel verraten, falls es einige unter euch gibt, die den Film noch nicht gesehen haben.

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Einen noch: R.I.P. Achim Höppner

Achim Höppner

Aus meiner zeitweiligen Blogger-Abstinenz melde ich mich mal kurz zurück, um den Trauerzug bei den Fünf Filmfreunden ein wenig zu verlängern. Vor drei Tagen ist Achim Höppner, einer der bekanntesten deutschen Synchronsprecher, verstorben. Der Vater zweier erwachsenen Kinder startete seine Karriere am Theater und sollte für die breite Masse dennoch mehr aufgrund seiner Stimme bekannt werden. Unter anderem Verlieh er Martin Sheen, Clint Eastwood, Michael Caine, Richard Burton und Burt Reynolds seine markante Stimme. Weiterhin geisterte er durch Hörspiele und zahllose Beiträge für das Wissensmagazin Galileo.

Selbstverständlich geht oftmals nichts über die Originalstimme. Auch wir Filmfreunde wissen die Originalspur einer DVD zu schätzen, aber ich gebe zu, immer öfter auf die deutsche Synchronisation zurückzugreifen, die nicht ohne Grund zu der Besten der Welt gehört. Und das haben wir Menschen wie Herrn Höppner zu verdanken.

In diesem Sinne wünschen die Fünf Filmfreunde den Hinterbliebenen alles Gute…

P.S.
Wer sich jetzt nicht ganz sicher ist, wie die Stimme von Donald Sutherland, Sidney Pollack und Paul Newman im Deutschen klingt: Bittesehr.

Cut Short: R.I.P. Robert Altman

Robert Altman

Robert Altmans Filme waren immer etwas sperrig. Manchmal witzig, manchmal ernüchternd, oftmals irritierende Kondensationen der Wirklichkeit. Er lieferte legendäre Erfolge wie die Antikriegssatire “M*A*S*H” ab und spektakuläre Flops wie die bizarre Comicverfilmung “Popey“.

Meist jedoch waren seine Filme keinem Genre zuzuordnen, es waren “Robert Altman”-Filme. Große Ensemblefilme, die mit brillianten Schauspielern ein Geschichtengeflecht erzeugten, daß sich sich erst nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzte. Kleine persönliche Geschichten menschlichen Scheiterns und intelligente Analysen fragwürdiger Systeme.

Ob er sich das Gesundheitssystem in “H.E.A.L.T.H.” vornam, in “The Player” mit Hollywood abrechnete, in “Pret-a-porter” die Modewelt veralberte, die Countryszene demontierte in “Nashville” oder wie in “Three Women” und “Come back to the five and dime Jimmy Dean” kleine Psychogramme des Alltags zeichnete – Altman war immer ein engagierter, scharfsichtiger Beobachter, der Schauspielern viel Freiheiten ließ um das Beste aus ihnen herauszuholen.

Seine Art Filme zu machen, Geschichten zu erzählen hat unzählige Regisseure beeinflusst, von Paul Thomas Anderson (der in Altmans letzen Film viele Szenen drehte, weil Altman zu angeschlagen war) über John Cameron Mitchell (“Shortbus“) bis zu Lars von Trier oder Newcomer Arie Posnin (“The Chumscrubber“).

Als jemand der den Spagat zwischen Kommerz und Arthaus beherrschte hatte sich Altman ähnlich wie Woody Allen eine Nische geschaffen, die es ihm erlaubte sich über 40 Jahre als subversives Schaf unter den Hollywoodwölfen zu bewegen.

Robert Altman starb heute am 21. November 2006 in einem Krankhaus in Los Angeles im Alter von 81 Jahren. Er wird fehlen.

Sein letzter Film “A Prairie Home Companion” in denen er hinter die Kulissen einer beliebten Radio-Country-Show schaut, der im Frühjahr schon auf der Berlinale vorgestellt wurde, startet im Januar 2007 bei uns.

Zuwenige seiner Filme haben leider den Weg auf DVD gefunden. Ein interessanntes Buch über ihn findet ihr hier:

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Snow Cake

“Have you ever had an orgasm, Alex?”
“It has been known.”
“It sounds like an inferior version of what I feel when I have a mouthful of snow.”

Originaltitel: Snow Cake
Herstellungsland: Großbritannien / Kanada 2006
Regie: Marc Evans
Darsteller: Alan Rickman, Sigourney Weaver, Carrie-Anne Moss, Jackie Brown

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Snow Cake

Alex Hughes (Alan Rickman) ist grade aus dem Knast entlassen. An einer Raststätte lernt er die junge Anhalterin Vievienne (Emily Hampshire) kennen. Kurz darauf kommt das Mädchen bei einem dummen Autounfall ums Leben. Alex der sich mitschuldig fühlt, macht die Mutter des Mädchens ausfindig um selbst ein paar Worte mit ihr zu sprechen. Die Mutter Linda (Sigourney Weaver), so findet er bald heraus, leidet an einer besonderen Form des Autismus. Sie kann selbständig leben, sich artikulieren, solange sie gewisse Rituale einhält, an die sich auch jeder Besucher anzupassen hat.

Die resolute Art Lindas überrumpelt Alex, der sich ohne es ganz zu verstehen plötzlich als Lindas Hausgast wiederfindet. Sie hat kurzerhand beschlossen, das er ihr bei den Vorbereitungen der Trauerfeier und vor allem beim Müllrausbringen helfen soll – eine Tätigkeit zu der sich Linda beim besten Willen nicht durchringen kann.

In ungewohnter Umgebung, im Kampf mit den Dämonen seines eigenen Lebens und im Wechselbad der Eindrücke zwischen Linda und der burschikosen Nachbarin Maggie (Carey Anne Moss) verändert sich Alex Sicht auf die Welt…

Endlich mal ein Arthaus-Film mit einem völlig unkryptischen Titel. Wer sich den Film ansieht, wird wissen welche Bedeutung der Schneekuchen für Alex und Linda hat. Überhaupt vermag der Film durch eine Zugänglichkeit zu überzeugen, die bei dieser Thematik überrascht.

Der Film startet auf einer sehr düsteren Note, schafft es aber sich dabei ohne Rührseeligkeiten und schmieriges Pathos mit einem versöhnlichen positiven Grundgefühl zu enden. Kein kitschiges Alles-ist-super-Ende, aber eine stimmige Rundung dieser humorvollen, liebevoll erzählten Geschichter dreier Außenseiter.

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