
Ich bin kein so großer Bondfan. Nie gewesen. Kein Hardcore-Gucker der jedem neuen Film entgegenfiebert. Aber dennoch habe ich den Franchise über die Jahre aufmerksam verfolgt, unabhängig von der Qualität der jeweiligen Filme.
Sean Connery mochte ich eigentlich erst wirklich als er nicht mehr Bond spielte, sondern sich auf die Darstellung ehrwürdiger alter Humpel verlegte (was er ja seit mittlerweile auch seit rund 25 Jahren macht. Was für eine Karriere. Erst Bond und dann Ewigkeiten nur weise alte Kauze spielen!).
George Lazenby, nunja. Der Film ist großartig aber er war halt einfach nur da. Wie ein Pre-Viz bei dem man immer auf die Anmerkung “Hier Bond-Darsteller einfügen” wartet.
Roger Moore wird für immer mein Lieblingsbond bleiben. Er hatte die geilsten Gadgets und hat die Rolle nie auch nur für fünf Minuten ernst genommen. Eigentlich hat er nur seine Rolle aus Simon Templar unter neuem Namen weitergespielt. Moore ist ein Profi ohne Ego. Einer der über seine Rolle sagte: “Ich hab im wesentlichen nur drei Gesichtsausdrücke: Augenbrauen hoch, Augenbrauen runter und die Augenbrauen zusammen, wenn mich Der Beißer (Jaws) an den Nieren erwischt. “A view to a kill” ist nach wie vor einer meiner Lieblingsbonds.
Timothy Dalton. Guter Schauspieler, schlechter Bond. Diese ganze harte Knochen und Monogamie-Scheiße war nix für mich. Bond ist ne Comic-Figur, ein übermenschlicher Held wie Indiana Jones, da will ich keine Kalter-Kriegs-Stories serviert bekommen.
Pierce Brosnan – Sorry Renington, aber der war mir immer zu schmierig. Klar Bond soll etwas aristokratisches haben, englischen Stil und Bildung ausstrahlen, aber Brosnan ist einfach nur ein gelackter Schnösel mit halb soviel Charisma wie eine Playmobil-Figur. Weg mit Schaden.
Daniel Craig - Ich will das allgemeine Gebashe genausowenig mitmachen, wie die plötzliche Vorabeuphorie. Der Trailer sieht nach einem soliden Action-Film aus. Aber Craig wirkt einfach wie ein Dock-Arbeiter den man in einen Smoking gesteckt hat. Er mag gut den harten Max makieren, aber Style und Ironie scheinen nicht unbedingt seine Stärke zu sein. Kein Bond für Batzman.
Hier aber nun die Liste meiner persönlichen liebsten Bond-Momente:
1) Connery steigt aus dem Wasser in einem Taucheranzug, zieht ihn aus und hat einen Smoking an. (“Thunderball Goldfingerl”)
2) “Erwarten Sie von mir das ich rede?” – “Ich erwarte von ihnen, daß sie sterben Mister Bond!” – Connery vs. Fröbe in “Goldfinger”
3) Pre-Title-Sequenz von “On her majesty’s secret service” – Lazenby rettet Diana Rigg vorm Ertrinken, sie lässt ihn stehen. Er seufzt und meint: “Dem anderen wär das nicht passiert!”
4) Grace Jones alias May Day springt vom Eifelturm in “A view to a kill”
5) Dieses geniale Unterwasser-Auto, das seitlich Schwimmflossen ausfahren konnte. Ich hab heute noch die Matchbox-Version davon. (The spy who loved me war das glaub ich?)
6) Das Ende von “On her majesty’s… ” Diana Rigg wird erschossen auf der Fahrt in die Flitterwochen. Bond hält sie im Arm und Satchmo sing dazu “We have all the time in the world”.
7) Das Musikvideo von “A view to a kill“ – Duran Duran jagen zusammen mit Bond über den Eifelturm und ich weiß warum mir Akkordeonspieler suspekt sind.
8) Die ganzen brillianten Titelmontagen von Maurice Binder von “Dr. No” bis “A license to kill” und natürlich das Theme von Monty Norman / John Barry.
9) Moore steckt dem Bösewicht Mr.Big eine Pressluftpatrone rein und der geht an die Decke und explodiert. (Live and let die)
10) David Niven in der “Casino Royale” Travestie als einer von fünf Bonds: “It’s depressing that the words “secret agent” have become synonymous with “sex maniac”
Und woran erinnert ihr euch am liebsten?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 14th, 2006 •
- 19 Kommentare









































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