Final Fantasy VII: Advent Children

20 Comments

“Two years ago, think of the strength we all had when we fought that last battle. It’s only been a couple of years, but already the thrill is gone. But Cloud, I think he’s found it again.”

Originaltitel: Final Fantasy VII: Advent Children
Herstellungsland: Japan 2005
Regie: Tetsuya Nomura und Takeshi Nozue
Darsteller: Takahiro Sakurai, Maaya Sakamoto, Ayumi Ito, Shotaro Morikubo, Keiji Fujiwara, Taiten Kusunoki

★★★½☆

Final Fantasy: Advent Children

Im November 1997 kaufte ich mir ein Spiel für meine Playstation (möge sie in frieden ruhen) ohne genau zu wie es sich spielt. Mit dem Genre “Rollenspiel” konnte ich damals nicht viel anfangen und mit “Final Fantasy” noch viel weniger, aber Grafik und Inhaltsangabe versprachen viel, also griff ich zu und wurde nicht enttäuscht. Dem hier vorgestellten Animationsfilm liegt eine Geschichte zugrunde, die, in einem 60-80 Stunden langem Videospiel verpackt, fast 10 Millionen PSX-Spieler in aller Welt begeisterte.
Final Fantasy VII” gehört heute zu den beliebtesten Spielen der Reihe und ist nur noch schwer erhältlich. Von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte um Cloud Strife und Sephiroth wie eine heilige Kuh weiter ausgeschlachtet und vermarktet wird.

Final Fantasy: Advent Children” spielt zwei Jahre nach den Geschehenissen des Videospiels. Die entscheidene Schlacht gegen Sephiroth haben Clound seine Mitstreiter relativ gut überstanden. Das Böse in fleischgewordener Gestalt ist fort und der Meteor, welches das Ende der Welt bedeuten sollte, konnte aufgehalten werden, jedoch nicht ohne Spuren zu hinterlassen. Eine seltsame Krankheit namens Geostigma hat die Menschen des Planeten heimgesucht.

Die Widerstandsbewegung “Avalanche”, in der Cloud und seine Freunde um das Fortbestehen der Menschheit im Kampf gegen Sephiroth gekämpft haben, hat sich mittlerweile aufgelöst und Cloud arbeitet nun als Lieferant. Dabei wird er erneut widerwillig in einen folgenträchtigen Kampf hineingezogen. Kadaj, Yazoo und Loz machen ihm das Leben schwer! Das silberhaarige Trio jagd Einzelgänger Cloud durch das Outback Midgars (die Stadt in der damals alles ihren Anfang nahm) auf der Suche nach “Mutter”. Das hier mehr als nur eine Familienzusammenführung stattfinden soll, wird schnell klar und so muss “Avalanche” erneut für Ruhe und Frieden sorgen.

Die Geschichte klingt eingangs nicht sonderlich herausragend, aber “Final Fantasy: Advent Children” basiert auf eine weitaus tierfergehende Geschichte und genau das ist das Schwierige an diesem Film, denn Nichtkenner sind kaum in der Lage die Bedeutung der Figuren einzuordnen und all die feinen und witzigen Details in Bezug auf die Vorlage zu verstehen. Die filmische Fortzsetzung lebt von diesem Vorwissen und baut darauf auf. Dennoch, wer unvorbelastet und weniger penibel an die Sache herangeht, bekommt durchaus gute Unterhaltung und vor allem atemberaubende Computeranimationen geboten,die besondere Stärke dieser “Direct-to-DVD”-Produktion, als wollten die Macher zeigen was animationstechnisch heutzutage so alles möglich ist.
Bereits in den Videospielen konnte man ab Teil 7 (unabhängig von den Neuauflagen der vorangegangenen Episoden) hervorragende Zwischensequenzen bestaunen, die immer auf dem aktuellen Stand der Dinge waren. Im Jahre 2001 versuchte man auf dieser Basis einen Film zu erschaffen. “Final Fantasy: Die Mächte in dir” war der erste Film mit beinahe lebensechten, computergenerierten Menschen. Die Aufregung war groß, besonders unter den Fans der Reihe, doch die immensen Erwartungen wurden kaum erfüllt und bei einer Komplettinvestition von ca. 160 Millionen US-Dollar waren die Einspielergebnisse von knapp 80 Millionen Dollar einfach zu gering. Dieser kommerzielle Misserfolg führte unter anderem zum Zusammenschluss der Firmen “Squaresoft” und “Enix” zu “Square Enix” und niemand hätte geahnt, dass sich erneut jemand mit der Realisierung eines abendfüllenden Animationsfilms beschäftigen würde.

“Final Fantasy: Advent Children” wirkt wie eine 101-minütige Videospielzwischensequenz. Unglaubliche Grafiken, Hintergründe usw., vor allem Licht und Schatten wissen zu überzeugen! Die Figuren sind selbstverständlich sehr fernöstlich animiert, so auch die Geschichte und der ganze Rahmen drumherum. Eine Action, die stellenweise an “The Matrix” und andere Filme erninnert, weiß zu begeistern. Schwertkampf und Martial Arts werden hier groß geschrieben und bestens in Szene gesetzt, so wie man es zuvor kaum gesehen hat – ein Anime der Spitzenklasse, um es platt aber eindeutig zu formulieren!
Neben den Figuren und dem Setting hat auch der Soundtrack einen besonderen Wiedererkennungswert für “Final Fantasy”-Spieler. Die musiklalische Untermalung der Einleitungssequenz ist beinahe identisch zur Intromusik des Videospiels, nun jedoch orchestral untermalt und nicht mehr eins von vielen Midi-Titeln. Freunde der Serie lege ich diesen Film wärmstens ans Herz. Nichtkenner sollten selbst entscheiden was sie davon halten, denn der Einstieg wird ihnen wie oben beschrieben nicht sehr einfach gemacht.

Die DVD erschien bei uns am 5. Dezember 2006 in zwei Versionen. Zum einen die 2-Disc Special Edition in der normalen Amaray-Hülle mit Glanzcover und zum anderen in einer 2-Disc Special Limited Steelbook Edition. Inhaltlich unterscheiden sich diese Versionen jedoch nicht voneinander. Neben dem Hauptfilm in deutscher, englischer und japanischer Sprache, in Dolby Digital 5.1, kann man sich auf der ersten DVD die Höhepunkte des Videospiels in Erinnerung rufen. Unterbrochen werden diese durch kleine Sequenzen, in denen man erfährt was nach dem Hauptfilm geschieht. Alles natürlich deutsch untertitelt.
Auf der zweiten Scheibe kann man sich unter anderem ein Making Of, entfallene Szenen, diverse Trailer und eine Sneak Peak zu kommenden “Final Fantasy VII”-Kompilationen anschauen. Insgesamt von der Lauflänge her gesehen nicht besonders umfangreich, dennoch mehr im Vergleich zu anderen Special Editions.
Bedauerlicherweise müssen wir im westlichen Raum auf “Final Fantasy VII: Last Order” verzichten, ein klassisch gezeichneter Anime, welches die Vorgeschichte zum Videospiel ein wenig beleuchtet. Diesen Kurzanimationsfilm bekommt man als Bonus lediglich auf der japanischen Ultimate Edition der hier rezensierten DVD zu sehen, traurig, aber zu verschmerzen.


(Youtube Directcloud)

Nun kauft euch die DVD als normale Special Edition bzw. in der limitierten Steelbook Edition bei Amazon.de und dann gute Unterhaltung!

In : DVD, Review

About the author

20 Comments

  1. Sebastian Sachse

    Der Film war okay, vor allem von der Action her. Mir kamen die Nebencharaktere aber ein wenig zu kurz.
    Egal, ich hab neulich mal wieder FFVII gespielt, der Geist war eh nicht mehr da.

  2. arf

    Ich habe das geniale Spiel selbst gespielt und fand den Film dazu einfach langweilig.
    So eine Fortsetzung kann funktionieren, aber hier tut sie dies nicht.
    Die Story hätte nach dem FFVII-Teil einfach abgeschlossen sein sollen. So finde ich, ist FFAC nur ein mittelmäßiger Manga-Action-Film.

  3. wolfgang

    bohaa das ich an dem spiel 5 tage meines lebens verloren habe macht mich jetzt im nachhinein kein wenig traurig, geiles spiel :)

  4. Dog Hollywood

    Ich habe über 80 Stdunden mit “Final Fantasy VII” verbracht, dennoch nicht alle Rätsel gelöst, alle Geheimnisse entdeckt und so weiter. Ohne das Spiel wäre der Film für mich nur halb so gut, muss ich zugeben.

  5. UnderWave aus der Schweiz

    Ich darf behaubten, dass ich einer der grössten FF – Fans bin. Ich habe alle Titel, ausser den “ersten” RPG vor dem FF VII durchgespielt und mir hat FF7 natürlich am besten gafallen. Und die Fortsetztung -> Advent Children könnte nicht besser gemacht werden. Bei den meisten Spielern, die nach dem durchspielen von FF7 entäuscht waren, dass das Spiel zu Ende war, freuten sich natürlich auf den Film. Und er wurde genial gemacht. Der Film knüpft perfekt ans Spiel. Also für meinen Teil, wurde ich überhaupt nicht entäuscht.

  6. merc

    Ich jand die kleinen Insider im Film am lustigsten. Wenn nach einem Kampf das Handy des Verlierers mit dem “Kampf gewonnen” Theme als midi klingelt *g*

    @arfam: Was ist ein Manga-Action-Film? Das beißt sich ja grässlich.

  7. Schwarzer Teufel

    @arfam
    bevor du den Film so in den Dreck ziehst solltest du den wesentlichen Unterschied zwischen Manga und Anime lernen, es kann keinen Manga Film geben, das wird dir Einleuchten wenn du dich informierst was es überhaupt ist.
    Also ist deine komplette “Beruteilung” nicht ernst zu nehmen da du keine Ahnung von diesen Gebiet hast, wohl das Spiel auch gelangweilt durchgespielt und froh gewesen das es dir keine Zeit mehr raubt, hm?
    Der Film ist für Fans das beste auf Erden, er wurde von vielen hoch gelobt und ist in Japan und Amerika ein riesen Erfolg. Es gibt immer ausnahmen die den nicht verstehen und dann rummeckern.

  8. Denis

    Hi,

    ich hab das spiel nicht gespielt, aber bin großer manga/anime und auch FF fan

    hab mir dann die story einfach auf wikipedia durchgelesen und hatte genug hintergrundwissen um den film zu verstehen.

    und der film ist echt endgeil. Die animationen, die kämpfe alles echt superklasse, der soundtrack ist ebenfalls unglaublich spitze!
    Das einzige was ich etwas schade finde, ist, dass irgendwie krampfhaft alle charactere aus FF7 wieder reingebracht werden, liegt aber vermutlich einfach daran, dass man die Fans zufrieden stellen wollte. Die ganzen seitenhiebe auf das spiel hab ich leider nicht mitgekriegt, da ich es ja nicht gespielt habe. Von daher:

    Spitzen anime film, wenn man die story kennt. und selbst wenn nicht, absolut sehenswert.

  9. Batzman

    Wenn ich die Argumentation und Diktion von Leuten wie “Schwarzer Teufel” so lese, frage ich mich wirklich wie alt die Zielgruppe dieses Films bitte ist.

    Man kommt sich schon ein bißchen vor wie im Pro7-Foren, mit seinen “Ihr seit voll doof, weil Tokio Hotel sind die krass beste Band der Welt und ihr Hater kennt euch ja gar nicht aus!”-Postings.

    Ganz ganz gruselig.

  10. Schwarzer Teufel

    Und mir scheint es gibt einfach zuviele Leute wie Batzman die die Meinung anderer absolut garnicht akzeptieren. Ich sage hier nur die Wahrheit das es keine Manga Filme geben kann und wenn ich sowas wie “Manga-Action-Film” lese dann kann ich diese Person nicht ernst nehmen da es dieses Genre nicht gibt, Mangas sind Comics zum Lesen, Animes sind Zeichentrickfilme.
    Und dann zu urteilen das der Film total langweilig und schlecht wäre ist wirklich lächerlich.
    Und wenns dir nicht passt, dann les doch einfach nicht die Comments.

  11. Batzman

    q.e.d.

  12. Favole

    Also..Ich hab das Spiel auch noch nie gespielt >.0

  13. befke

    erstmal: spiel gespielt und film gesehen
    ich mag die final fantasy spiele – soviel dazu.
    zu diesem computeranimierten anime (tautologie? wenigstens richtige bezeichnung? ich möchte keine auf den deckel bekommen ;) ): mir persönlich gefielen die actionszenen. sie waren wirklich gut inszeniert und die schlacht-choreo (kann man das so nennen?) fand ich wirklich zum teil ziemlich kreativ und wirkungsstark. der inhaltliche teil hat mich ehrlichgesagt nicht wirklich packen können. natürlich wird da viel auf wiedererkennung wert gelegt und es scheint auch selbstverständlich zu sein, dass bloß fans sich diesen film gerne ansehen. was ich damit sagen will: meiner meinung nach haben sich die macher etwas zu sehr auf der gewissheit, dass die begeisterung des publikums ein selbstläufer sein wird, der keinen wirklichen auslöser braucht. animationstechnisch hat er mir gefallen, inhaltlich eher weniger… alles in allem: mittelmäßig

  14. befke

    nachtrag: …gewissheit ausgeruht… ;)

  15. diaet

    @befke: “ausgeruht haben”… ;)

    Ansonsten ebenfalls Zustimmung zu Deinem kommentar – technisch sehr hübsch angepackter Film, der aber an jeglichem Publikum scheitert, dass die Spiele nicht gespielt hat.

    Während “The Ghosts within” ja immerhin auch als alleinstehender Film gedacht war, sollte “Advent Children” ja scheinbar kein anderes Publikum begeistern können, als die Leute, die auch das Spiel gezockt haben – okay, gelungen.

    Wenn man sich die Zeit nimmt, und die “Reminiszenz” auf DVD 1 ansieht, bekommt man ja wenigstens einen vagen Eindruck der Story… aber ganz ehrlich und persönlich: ansonsten ein pures “No-Go”. Auch vom technischen Standpunkt aus.

  16. diaet

    Hey cool – der Widerspruch within: mein letzter Satz war ein Copy’n’Paste-Überbleibsel – kann den mal wer löschen?

  17. L1Slayer

    Ich für meinen Teil bin ebenfalls großer “Final Fantasy Fan” und verstehe beide Seiten recht gut.
    Für mich als Fan ist es ein super Film, der die Freundschaft und andere Ideale fortsetzt.
    Leute die das Spiel nicht gespielt haben, oder die Story nicht ganz verstanden haben oder falsch aufgenommen haben, ist er nur ein “guter” Actionfilm.

    Hin oder her man darf hier nicht vergessen das er für Fans gemacht wurde und deshalb auch nicht im Kino lief (bzw. nur 1mal).
    Allerdings sollte das und die offizielle! Tatsache, das es in diesem Film eigentlich nur um Cloud, Tifa, Marlene und Danzel gehen soll, in jeder Beurteilung mit einbegezogen werden.

    Ich mag es einfach nicht zulesen das die anderen Charaktere zukurz kamen oder das es keine neue “Weltzerstörungmegastory” gib.
    Es war nie das Ziel des Film und genau deshalb sollte man das hier auch rauslassen.

    Fazit:
    Als Fan :5/5 Sternen
    Als Leihe: 3.5/5 Sternen

  18. Aeryn

    Der Film is einfach nur geil.Das ich ihn bereits dreimal gesehn hab.Das Spiel hab ich erst hinterher gespielt,was ich vorher gar nicht angerührt hatte.
    Aber eins frag ich mich,was heißt Advent Children übersetzt???Was Children heißt is klar,aber was heißt es in Verbindung mit Advent?

  19. Secret

    Also erstmal bin ich auch ein riesiger Fan
    von Final Fantasy und das Spiel ffVII wahr und ist immernoch mega geil. Aber nun zum Film ,Also ich als Fan kann nur sagen super gut. der Film knüpft ganz gut an die action sequenzen sind auch der hammer und es ist auch mal geil animiert aber ich kann auch verstehen das leute die nicht das wissen aus dem spiel haben den Film etwas langweilig finden weil man nur schwer ohne dieses wissen in die storry rein kommt. ich denke aber trotzdem das der Film für jeden sehenswert ist !

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked (required)

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr
  • photo from Tumblr

    humanoidhistory:

    R.I.P. Robin Williams (1951-2014)

    08/12/14

  • photo from Tumblr

    vividvivka:

    … Damn.
    I have no words.
    RIP kiddo. Hope you found some peace.

    08/12/14

  • photo from Tumblr

    fozmeadows:

    imsirius:

    Your character falls into the “friend zone” - Is this primarily a man’s problem, or are women put in the friend zone as well? x

    DANIEL RADCLIFFE FOR ALL THE AWARDS

    ALL OF THEM

    08/11/14

  • photo from Tumblr

    paisleydanger:

    edd-de-saren:

    Guardians of the galaxy, 50’s style 

    Super excited to be hosting the PSCC screening of this tonight

    08/11/14


  • bestnatesmithever:

    whatstrending:

    Guardians of the Galaxy star Chris Pratt busts out his street cred by KILLING Eminem’s “Forgot About Dre”! What songs do you know by heart?

    I’m having a hard time understanding that there are people who don’t appreciate Chris Pratt.


    08/06/14