The Prestige

31 Comments

“He’s a horrible magician.”
“No, he’s a great magician. He’s a horrible showman.”

Originaltitel: Prestige, The
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine, Scarlett Johansson, David Bowie, Andy Serkis

★★★★☆

The Prestige

England zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Rupert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale), zwei aufstrebende junge Magier die sich als Assistenten bei einem anderen Zauberer kennenlernen, werden nach einem tragischen Bühnenunfall bei dem Ruperts Frau stirbt, zu erbitterten Feinden.

Angier verdächtigt Alfred durch Unachtsamkeit den Unfall verursacht zu haben. Von nun an trachten sie stets danach einander auszustechen, den anderen zu sabotieren, seine Tricks auszuspionieren, ihn lächerlich zu machen. Beide Seiten gehen dabei nicht grade zimperlich vor.

Dreh- und Angelpunkt ihres Wettstreits wird der Trick “The Transportet Man”, den Borden erfunden hat, den Angier mittelmässig kopiert und der zum Prüfstein für die Rivalität der beiden Magier wird. Zwischen ihnen steht der altgediente Erfinder magischer Tricks Cutter (Michael Caine), Bordens Frau Sarah und Angiers geliebte Olivia (Scarlett Johannson). Der Kampf um den Ruhm, das “Prestige” eskaliert immer weiter und fordert von beiden Männern schmerzliche Opfer.

Mit der (recht freien) Verfilmung von Christopher Priests preisgekröntem Roman “The Prestige” liefert Christopher “Memento” Nolan ein weiteres mal intelligente, gut gespielte Mainstreamunterhaltung ab, die gezielt Effekte einsetzt sie aber in keiner Sekunde zum Selbstzweck werden lässt.

Doch wer braucht schon ein Digitalinferno, wenn er eine derart charmante Besetzung aufweisen kann. Jackman und Bale geben ein glänzendes Gegnerduo ab, denen man ihre Ambivalenz, ihre Besessenheit jederzeit abnimmt.

Mit den beiden steht und fällt letztlich der Film, denn sie haben die Aufgabe die Zuschauer über lange 128Minuten bei der Stange zu halten, was bei der nicht grade rasant erzählten Story schon eine Leistung ist. Zudem riskiert der Film Irritationen, da er dem Zuschauer es nicht grade einfach macht seine Sympathien zu verteilen. Weder Jackman noch Bale sind wirkliche Identifikationsfiguren, haben doch beide ihre ausgesprochen dunklen Seiten.

Als Anker für die Zuschauer, als moralische Instanz und Erzähler dient deswegen der, wie immer großartige, Michael Caine, als Tüftler hinter den Kulissen und Erzähler der Geschichte. Er nimmt einen bei der Hand und hilft beim Einstieg in die komplexe Welt der Zauberei, der Illusionen.

In der geschickten Introsequenz wird vieles angerissen, was für den späteren Storyverlauf von Wichtigkeit ist. Als verschachtelte Sammlung von Rückblenden die von den drei Hauptfiguren erzählt werden, puzzelt sich so eine ganze Welt der Magie zusammen, in der unsere Illusionisten leben. In geschmeidigen Bildern, die edle Stimmung vermitteln ohne aseptisch und zu geleckt zu wirken, verpackt Nolan Hinweise die sich nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügen.

An dieser Stelle liegt dann auch der einzige echte Storyschwachpunkt: Spätestens ab der Hälfte des Films kann man auch als nicht ganz so aufmerksamer Zuschauer erahnen, wie sich die Geschichte auflösen wird und dies schmälert die Überraschung der Auflösung dann doch ein wenig.

Vielleicht wären etwas weniger Hinweise oder eine etwas subtilere Inszenierung da und dort ratsam gewesen, aber in Hollywood geht man lieber auf Nummer sicher. Zumindest kommt die Geschichte ohne größere Logiklöcher aus und konzentriert sich ganz auf ihre Figuren, was heutzutage ja schon eine Menge ist.

Denn selbst wenn man die Auflösung lange vor dem Finale erahnt, macht der Film einfach Spaß anzuschauen. Die märchenhaften Winterlandschaften in der Jackman nach dem (real existierenden) Erfinder Tesla (David Bowie in einer kleinen aber einprägsamen Rolle) und dessen Handlanger Alley (Andy “Gollum” Serkis) sucht, die altehrwürfigen Theater die den Magiern als Kulissen dienen, die liebevolle Setausstattung, die großen Bilder die gerne Zusehen lassen und sich nie in effektheischerische Hibbelmontagen flüchten.

In gewisser Weise ist The Prestige angenehm altmodisch. Zwar nutzt er routiniert moderne Produktionsmethoden, aber dennoch strahlt er eine Ruhe aus die eher an einen 70er Jahre Film erinnert, die Erzählung rollt zunächst etwas schwerfällig an, gewinnt dann aber immer mehr an Fahrt, die sie über die volle Laufzeit auch halten kann. Ein Film für Erwachsene, ohne Effektgewitter und dennoch effektvoll, ohne sülzige Romantikmomente, fürs Kitschgucker-Publikum, ohne hippe Sprüche und neuzeitliche Anspielungen und dennoch kein bißchen verstaubt.

Entsprechend blass bleiben im Film daher auch die Frauenrollen, die eher da sind um die Handlung in gewisse Bahnen zu lenken, als das sie als eigenständige Persönlichkeiten überzeugen. Besonders Scarlett Johansons Olivia bleibt doch eher belanglos als Geliebte zwischen zwei Männern, sie erfüllt ihre Funktion, kann schauspielerisch aber wenig hermachen. Später wird man vielleicht sagen: “Scarlett war auch dabei” und es damit recht treffend beschreiben.
Etwas mehr Futter bekommt da Rachel Ward als Bordens Frau Sarah, zwar hat sie auch nur wenige Szenen, wirkt aber dennoch dreidimensionaler und glaubwürdiger als Scarlett. Viel zu tun hat sie leider auch nicht, was letztlich dennoch passt, denn die wahre Liebe beider Männer gilt eben nicht Frauen sondern der Magie.

Prestige ist der erste Film der neuen “Magierfilm”-Welle der Deutschland erreicht und er ist ein sehr starker Auftakt. Das ebenfalls starbesetzte Werk “The Illusionist” mit Edward Norton kann Nolans Werk an keiner Stelle das Wasser reichen. Zwar versucht es ebenfalls altehrwürdigen Charme im Wien der Jahrhundertwende aufleben zu lassen, aber Norton bleibt als Zauberer seltsam unglaubwürdig, der ganze Film erinnert unangenehm an einen M. Night Shylaman-Streifen, dessen einzig auf die überraschende Wendung hin konstruierte Story ansonsten ehr lahmarschig wirkt und statt Magie eine öde Lovestory in den Mittelpunkt rückt.

2008 erwartet uns dann eine weitere Romanverfilmung. “Jonathan Strange und Mr Norrel“, das Fußnotenlastige Magnum Opus von Susanna Clark, von dem einige Behaupten es könne Tote einschläfern wird derzeit von New Line zur Verfilmung vorbereitet.

Aber natürlich kommt 2007 auch erst noch das neue Harry Potter Abenteuer. Könnte ein magisches Jahr werden. Die Messlatte wurde mit “The Prestige” ziemlich hoch gesetzt, hoffen wir mal, daß die anderen Filme da mithalten können.

Hol dir “The Prestige” Die Romanvorlage

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

31 Comments

  1. Marvin

    Angucken werd ich ihn mir, aber warum schreibst du um diese Zeit Artikel? ;)

  2. Batzman

    Wombatz sind nachtaktive Tiere.

  3. Marvin

    Kenn ich nur zu gut…

  4. imYemeth

    Hmmm, ich war gestern drin, aber war nicht so angetan. War schön anzugucken und unterhaltsam, aber streckenweise langatmig und überkonstruiert.

    SPOILER
    (zumindest Andeutungen)

    Nolan will wieder mit einer schicken Erzählweise auftrumpfen und verheddert sich dann in 3 überlagerten Rückblenden ohne dass diese Erzählweise irgendwelche großen Überraschungen bieten würde.

    Dann ist da das “Geheimnis” das in der fast schon zwanghaften Symbolik eigentlich viel zu schnell offensichtlich ist. Die Auflösung ist nur noch finale Bestätigung dessen, was den ganzen Film schon angedeutet wurde, nur dass diese Andeutungen keine feinen Konstruktionen sind über die man sich beim zweiten Ansehen freuen würde, sondern in der schieren Masse recht plump und aufdringlich wirken.

    Und, aber das ist wohl eher eine persönliche Abneigung, das Fantasy/Sci-Fi Element. Eigentlich kommt der Film bis zum Schluss gut ohne aus, ich empfand Herrn Teslas Apparat eher als störend, denn als gelungene Lösung, aber das ist wie gesagt vermutlich einfach Geschmackssache.

  5. Marcus kleine Filmseite

    @ batz

    so zentral kommt es dem film doch nicht auf eine große schlusspointe an, wie ich finde. deshalb würde ich es auch nicht als schwachpunkt sehen, wenn man bereits vorher ahnt, wohin das ganze läuft (ich war dennoch überrascht).

    für mich hat nolan ein erzählerisches meisterwerk abgeliefert, das sich nicht hinter “memento” und “following” zu verstecken braucht. unglaublich dynmaisch, atmosphärisch und mit einer klugen grundthematik, dem duell von technischem fortschritt und altbewährtem handwerk. sozusagen wie es auch dem kino blüht.

    habe mit interesse auch Deine sätze zu nortons zauber-film gelesen, den ich noch nicht kenne. das dämpft dann meine erwartungen aber erheblich, obwohl ich ja ein bekennender shyamalan-fan bin.

  6. Thomas

    Ähm, bezog ich der Titel “The Prestige” nicht weniger auf den Ruhm, als vielmehr auf das “Prestitio” (oder wie auch immer ein Italiener das schreiben würde), also den dritten Akt eines jeden Tricks?

  7. Batzman

    Sicherlich. Das erklärt der Film auch recht ausführlich… Allerdings ist der Dritte Akt auch der in dem sich der Zauberer bejubeln lässt, also den Ruhm kassiert, auch das wird im Film sehr deutlich – das es grade dem Hugh Jackman Charakter um jenen Moment geht in dem er die Leute verblüfft hat und sie ihm zujubeln.

  8. Claas

    Schade, Schade… Und eben weil die finale Auflösung, der Prestige, ab der Hälfte leider so offensichtlich ist – was die Bale Figur als auch Teslas Maschine angeht, fehlt am Ende die Überraschung vollkommen und des filmische zaubertrick geht den Bach runter. SEHR schade, denn es hätte so toll werden können, würde man den Film bloß nicht so schnell durchblicken! Ich bin sehr enttäuscht.

  9. Binding

    Ich sehe es genauso wie in Kommentar Nummer 5: “Prestige” ist Nolans erster würdiger Nachfolger zu “Memento”! Und das Geile ist ja, dass der ganze Film ebenfalls wie ein Zaubertrick funktioniert – wobei Nolan der Magier ist.

    Zudem geht es in diesem Sinne dabei ja auch um eine Metapher fürs Filmemachen, was “Prestige” zu einem Meta-Film macht. Ein wahrer cineastischer Orgasmus, der die Hochschul-Seminare noch Jahre beschäftigen wird! Gehört schon jetzt zu den Top 5 meiner besten Filme des neuen Jahres!

  10. Binding

    *** ACHTUNG SPOILER *** (auf keinen Fall lesen, wenn man den Film noch nicht gesehen hat!!!)

    Ich finde, man kann über das Ende von “Prestige” endlos diskutieren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Aber das gehört gerade zu Nolans Strategie, einen filmischen Zaubertrick zu kreieren: Man will unbedingt das Geheimnis herausfinden. Allerdings ist “Prestige” ähnlich vertrackt wie ein Zeitparadoxon in einem Zeitreise-Film – und somit auch ähnlich faszinierend, was das Philosophieren darüber betrifft!

    Folgende Thesen gelten unter der Voraussetzung, dass man akzeptiert, dass Teslas Maschine im Film echt ist (apropos: Tesla und seine Techniken sind ja sogar fast alle echt!!!):

    1. Die Maschine ist kein Teleporter (obwohl es um den “Transported Man”-Trick geht!), sondern ein Dupliziergerät.

    2. Angier kann den Erscheinungsort des Duplikats selbst festlegen (das schließe ich aus dem Unterschied zwischen dem Test-Versuch und den Auftritten im Theater).

    3. Die Duplikate sind mit den Originalen völlig (!!!) identisch. Sie haben also auch das Vorwissen des Originals und sind so gesehen sogar selbst ein neues Original und somit wirklich austauschbar, ohne dass es nach der Tötung von einem davon zu Anschlussproblemen in der Realität kommt (das schließe ich aus dem, was Tesla zu Angier sagt, als er ihn nach seinem echten Hut fragt).

    4. Das ursprüngliche Original legt zwar fest, dass eines der beiden Originale nach Benutzung der Maschine getötet wird. Das ist aber nur für das Gelingen des Tricks wichtig, nicht für Angier selbst – denn auch das Duplikat ist ja ein Original (selbst wenn die Maschine sowohl Teleporter als auch Dupliziergerät wäre)! Die Entscheidung, ein Original zu töten, muss er treffen, um gegen seinen Konkurrenten zu gewinnen. Er nimmt diesen Umstand außerdem hin, weil er inzwischen “bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen” (wie es im Film heißt) und weil er glaubt, dass das Ertrinken ein schöner Tod ist (das hat ihm ja Cutter bei der Beerdigung seiner Frau glaubhaft mit der Geschichte des beinahe ertrunkenen Seemanns versichert). Hätte er es ohne das Wissen um diese Falschinformation vielleicht nicht getan?

    5. Derjenige Angier, der stirbt, erleidet zwar bewusst den Tod. Aber der Überlebende lebt als dieselbe Person genauso weiter wie vorher – mit dem einzigen Unterschied, zu wissen, dass er sein identisches Duplikat getötet hat.

    Die Diskussion ist eröffnet! Gibt es andere Meinungen?

  11. Batzman

    Hm die Thesen gehen eindeutig aus dem Film hervor finde ich, darüber muß man nicht groß diskutieren, oder?

  12. DonsTag » Keine Zeit…

    [...] PS: Womit ich heute unter anderem meine Zeit rumgebracht hab:  “The Prestige”. Ein Film, der mich gespalten hat (oder so). Zum einen fand ich ihn richtig gut, zum anderen wollte er mir aber gar nicht gefallen, da ich eher einen Film erwartet habe, der meinen Realitätsansprüchen genügt. Ich war nicht (ohne zu viel zu verraten) auf komische Erfindungen eingestellt und fand das daher ziemlich doof. Aber wenn ich drauf eingestellt gewesen wäre, wäre ich ausnahmslos begeistert gewesen. Tags: blog, Tipp, TV und Kino, USA, Zauberer     [...]

  13. Binding

    @ Batzman: Genau darum ging’s mir mit den Thesen: Dass sie mir jemand bestätigt – was Du ja dann quasi getan hast. Für mich ist das allerdings alles längst nicht so superklar gewesen. Genau das ist ja unter anderem das Faszinierende an dem Schluss – finde ich zumindest.

    Ein Trekkie-Fan hat mich übrigens darauf aufmerksam gemacht, dass es was ganz Ähnliches schonmal in einer “Star Trek”-Episode mit Riker gegeben hat. Dort wurde er zwar an Bord zurückgebeamt, doch eine Fehlfunktion hatte zur Folge, dass es zwei Rikers gab, die unabhängig voneinander ihre Leben weiterlebten.

  14. Stefan

    Hallo zusammen,
    eine ungeklärte Sache gitb es bei dem Film noch für mich:
    in der verregneten Szene, in der Christian Bale feststellt, dass Hugh Jackman seinen Zwillingsbruder vergraben hat, da schreibt er auf Jackmans Frage: “Was ist das Geheimnis des Tricks?” auf einen Zettel nur den Namen “Tesla”.
    Soll das heißen, dass auch der “Zwillingsbruder” von Bale ein künstliches Duplikat war? Das würde für mich keinen Sinn machen… denn warum sollte Bale dann so überrascht sein über den neuen Trick von Jackman?
    Danke im Vorraus :-)

  15. EarMaster

    Nein, ich denke, dass die Bordens von Tesla die neumodische Blitzmaschine bauen ließen, die sie für die verbesserte Inszenierung ihres Transported Man einsetzen. Tesla sollte als Ablenkung dienen um Angier lange zu beschäftigen. Das Tesla tatsächlich in der Lage wäre eine solche Maschine zu bauen hält er gar nicht für möglich.
    Das die beiden keine Tesla-Duplikate sind erschließt sich für mich außerdem daraus, dass sie es von Anfang an gibt (als sie noch mit Angier zusammen als “Zuschauer” arbeiten): Borden erkennt den Trick des Chinesen sofort, weil er den Gedanken hinter dem Trick (vorzugeben jemand anders zu sein) genau kennt. Außerdem weiß er bei mehreren Nachfragen nicht, was für einen Knoten er gebunden hat, nicht weil er ein schlechtes Gedächtnis hat, sondern weil immer der Bruder gefragt wird, der den Knoten gar nicht gemacht hat (und als Tesla-Klon wüsste er es, wenn er erst nach dem Unfall entstanden wäre).

  16. Binding

    Das würde ich so bestätigen. Ein weiterer Hinweis auf Bordens echten Zwilling ist die (unter anderem deswegen) zerbrechende Beziehung zu seiner Frau und ihre wechselnden Einschätzungen von Momenten, in denen er (bzw. sein Bruder) ernsthaft oder nicht “Ich liebe Dich” zu ihr sagt.

  17. paranoidgenug

    ****SPOILER*****
    Ich finde der Film kommt ohne das Übernatürliche aus und erklärt das auch am Ende nochmal anhand des Vogeltricks. Der eine von zwei Vögeln (Brüdern) muss für den perfekten Trick geopfert werden. Das erklärt auch warum Alfred “Tesla” auf den zettel schreibt. Es ist ein Teil des grossen Tricks und die seltsame Maschine gehört dazu.(der zweite Teil jedes Tricks)
    Das Motiv könnte sein, dass der eine Bruder keine lust mehr auf diese Art von Leben hatte.

  18. kisa_krysa

    Ich habe beide von ihnen gesehen aber “The Illusionist” etwa früher.
    Ehrlich gesagt, beide haben mir sehr gefallen. Aber ich denke „The Prestige„ ist ein bißchen spannender, und der Grund liegt vielleicht daraus, daß da etwa mehr Schauspieler vorhanden als in The Illusionist. Obwohl das Sujet in The Illusionist ist auch sehr sehr interessant und besonders am Ende:-)
    Mr. Edward Norton ist ein perfekter Schauspieler. Ich habe ihn geschätzt und sogar verehrt.
    Und Mr. Hugh Jackmann ist auch sehr überzeugend als Bösewichter. War es seine erste Rolle als Missetäter?

  19. Flips der Zauberer

    Im Hinblick auf die 5 Theorien, die unter Ziffer 5 präsentiert wurden, gäbe es unter Berücksichtigung des Kernsatzes des Films “Man sieht nur, was man sehen will” noch einen weiteren Ansatzpunkt.

    Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass man davon ausgeht, dass Teslas Maschine eben – wie in der Realität – nicht funktioniert und die von Jackmann gespielte Figur auch bei der finalen Aufführung des Tricks (es handelte sich um die letzte Aufführung) und seiner letzten Version wieder auf seinen Doppelgänger zurückgreift, diesen jedoch am Ende vernichten will und muss, um sein Geheimnis für immer zu wahren. Dies würde auch erklären, weshalb sich Tesla auf einmal aus dem Staub gemacht hat, nachdem seine Maschine nicht den gewünschten Effekt gezeigt hat. I.Ü. hat man am Ende nur einen Menschen im Wasserbecken gesehen und nicht mehrere. Wer glaubt schon an eine Dopplermaschine ?

  20. Dr. Norden

    Im Lagerhaus erzählt der schon angeschossene Angier bei 1:56:05, wie er bei einem Test mit der Maschine ein Duplikat erschießt. Anschließend bietet er Borden an, sich umzusehen (die ganzen ertrunkenen Angier-Duplikate anzusehen). Dies ist in sich schlüssig und beweist m.E. die Funktionsfähigkeit der Dopplermaschine. Zwar sieht man am Ende nur einen ertrunkenen Angier im Wasserbecken, aber sehr viele Wasserbecken stehen in der Lagerhalle, welchen Sinn sollte es also haben so viele Wasserbecken aufzustellen, wenn Angier nur einmal seinen Doppelgänger hätte ertrinken lassen?
    Ich hätte mir zwar auf der Angier Seite auch lieber eine “realistische” Auflösung gewünscht, wie auf der Borden Seite mit den Zwillingsbrüdern, aber ich fürchte, dass hat Regisseur Nolan leider nicht gewollt.

  21. Binding

    Dass Die Doppler-Maschine funktioniert, ist ja schon klar, sobald man die duplizierte Katze und die vielen Hüte sieht!

  22. Dr. Nick

    Nein, die Dopplermaschine funktioniert nicht. Zitat: “Sehen Sie genau hin”. Man sieht Hüte und Katzen, aber nicht wie sie dahin kommen.

    2. Argument: Der Vogeltrick. Der Vogel wird jedes Mal getötet, Angier weigert sich zunächst, sich die “Hände” schmutzig zu machen, später ist er jedoch dazu bereit und bekommt es am Ende sogar noch mal explizit aufs Brot geschmiert.

    3. Die Erfahrung mit dem Doppelgänger am Anfang zeigt, dass dieser, wenn er sich seiner Wichtgkeit bewusst wird, zu einer echten Bedrohung wird. Dementsprechend wird der Dopppelgänger halt jedes mal ertränkt (daher auch die blinden Arbeiter). Interessant auch zu sehen, dass “Angier”, bevor er verschwindet und das Publikum die Maschine inspiziert, einfach nur dasteht.

    Ich hatte noch mehr Argumente, die sind mir aber leider gerade entfallen. Muss den Film wohl noch mal sehen.

  23. Dr. No

    Die Ausführungen von Beitrag 10, ist natürlich die Version, die der normale Zuschauer von “The Prestige” am Ende glauben soll.
    __________________
    Beitrag 20:
    “Dass Die Doppler-Maschine funktioniert, ist ja schon klar, sobald man die duplizierte Katze und die vielen Hüte sieht!”

    Beitrag 21:
    “Nein, die Dopplermaschine funktioniert nicht. Zitat: “Sehen Sie genau hin”. Man sieht Hüte und Katzen, aber nicht wie sie dahin kommen.”
    __________________
    Aus diesen beiden Beiträgen folgt weder, dass die Maschine funktioniert, noch dass sie nicht funktioniert.

    Tatsächlich funktioniert die Maschine nicht. Der Hinweis zur Auflösung wird am Anfang des Filmes in der Szene mit den Hüten gegeben, und der Aufforderung “genau hinzuschauen”. Bis zur entscheidenden Szene denkt der normale Zuschauer aber nicht an diesen Hinweis. Später wird die Katze – offensichtlich – dupliziert. Angier findet die “duplizierte” Katze, sie hat aber eine andere Halskette, als die Katze, die in der Maschine war. Die Maschine funktioniert also nicht; Angier und die Zuschauer, die nicht “genau hingesehen” haben, denken, die Maschine würde funktionieren.

  24. Kein Zauberer

    Um auf Kommentar #22 einzugehen, Dr. No, du hast bewiesen was ich gesucht habe.
    Aber trotzdem bleiben noch fragen offen :(
    Irgendwie funktionieren beide Perspektiven, die Maschine funktioniert oder aber auch nicht, nicht :(
    Wenn sie nicht funktioniert, warum besteht Angier so sehr auf ihrem Besitz?

  25. Berliner

    ACHTUNG SPOILER im Beitrag

    Hallo,
    ich gehe mit Punkt 18 konform. Danke für den beitrag, der hat mir auch nochmal die augen bezüglich tesla selbst geöffnet.

    für mich funktioniert der Klonvorgang der Tesla-Maschine ebenfalls nicht.
    Angier führt mithilfe der Tesla-Maschine den “Transportierten Mann” genauso auf, wie schon in seiner Ur-Version (der Verschwindene landet weich durch eine Falltür, der andere präsentiert das Prestige). Nur das diesmal er selbst das Prestige immer übernehmen wird. Für mich ist sein Doppelgänger aber nicht nur ein Doppelgänger, sondern ebenfalls sein Zwilling, genauso wie Borden einen hat. Das würde das Finden des Doppelgängers von Angier zum früheren Zeitpunkt im Film irgendwie noch logischer erscheinen lassen (weil es doch sehr plump im Film erklärt wird). und würde auch erklären, warum beide nun wieder zusammenarbeiten, da der streit mit den Forderungen vorher nur inszeniert war.

    Die Wassertanks, die jede Nacht aus dem Theater transportiert werden, dienen nur zur Täuschung von Borden. Damit er auf eine falsche Fährte geführt wird, die das Klonen betrifft.

    Das Ziel von Agier mit der Tesla-Maschine war es, zu zeigen, dass er sich wirklich real portieren lassen kann, und keine Tricks verwendet. Er wollte damit alle dies glauben lassen. Sowohl die Zuschauer, als auch Borden und Cutter. Da er Borden diesbezüglich aber nicht überzeugen hätte können, entwarf er für Borden den Plan ihm das Klonen vorzutäuschen. Auch um zu zeigen, die Tesla-Maschine funktioniert tatsächlich, wenn auch anders, als ursprünglich geplant.

    Die Szenen mit der Erschiessung des Klons und die vielen Hüte im Wald und die duplizierten Katzen sind gefälschte Rückblenden, die von Angier in seinem Tagebuch so gefälscht verfasst wurden. Der Zuschauer sieht somit verfälschte Tagebucheinträge. (Meiner Meinung nach eine geniale Idee von Nolan, auf die ich lange nicht kam).
    Dies schrieb Angier so verfälscht auf, um Borden tatsächlich glauben zu lassen, er lässt sich klonen. Auch die vielen Wassertanks zum Schluss, die undurchsichtig sind, sollen diesen Anschein erfüllen. den einen der durchsichtig ist, enthält den Zwillingsbruder von Angier.

    also ich finde, dass das jetzt doch schon recht schlüssig klingt.
    Der Satz am Schluss des Films “Sie wollen sich täuschen lassen” bot regelrecht an, also doch zum Fazit zu kommen, dass die Tesla-Maschine nicht funktionieren wird.

    zu der Szene mit dem im Wassertank ertrinkenden “Angier”:
    Es war das einzigste Mal, dass der verschwindene Angier (bzw. sein Zwilling) in einem Wassertank ertrinkt.
    dies kann man immer noch so oder so interpretieren. Der Schreiber “Flips der Zauberer” aus Punkt 18 schreibt, dass es von Angier selbst geplant ist, seinen Doppelgänger (bzw. in meiner Version Zwiling) zu töten, um das Geheimnis ins Grab zu nehmen.
    Man könnte aber auch interpretieren, dass noch garnicht klar ist, ob es die geplante letzte Vorstellung war. FÜr mich ist es auch möglich, dass es Fallon der Zwillingsbruder von Bordon war, der den Wassertank dort aufstellt. Borden selbst wusste aber davon zu dem Zeitpunkt nichts. Fallon sollte ja für Borden rausfinden, wie Angier sein Trick funktioniert.

    evtl. kannten zum schluss des filmes sowohl Angier als auch Fallon (die beide Sterben) die wahre Auflösung der Tricks auf beiden Seiten.
    Nur Borden der überlebt, kam nie dahinter, dass die Tesla-Maschine nicht funktioniert.

    so das wars von mir erstmal :)

  26. Berliner

    SPOILER

    Zusatz: Fallon kannte Angiers kompletten Trick wahrscheinlich doch nicht.
    er war es ja, der in der Zelle saß. und es gibt da eine szene wo er mitbekommt, wie das Tagebuch, welches er liest, gefälscht ist. also beginnt er ab dem moment vielleicht zu zweifeln, ob das Klonen tatsächlich funktionierte. richtig rausfinden kann er es aber nicht mehr, weil er aufgehängt wird.
    aber wenn er in meiner interpretation jener war, der den wassertank aufstellte, dachte er zu diesem zeitpunkt vielleicht noch, dass es was mit Klonen auf sich hat. (was mich zu dieser überlegung bringt, dass es Fallon war, der den Wassertank aufstellte, ist, dass er sich am Ende in der Gefängniszelle bei seinem Bruder dafür entschuldigt, dass er den Angiers Trick ihm lassen hätte sollen).

    also wahrscheinlich kannte nur Angier dann die Tricks auf beiden Seiten , nachdem Borden ihm alles von sich erzählte.

  27. badeboom

    Gerade wieder auf Pro7 den Film gesehen, und nun lese ich diesen Hinweis hier mit dem Katzen-Halsband – verdammt! Habe ich den Film tatsächlich die letzten Jahre immer falsch interpretiert? Weiss jemand, wie sich das alles in der Roman-Vorlage ausschlüsselt?

  28. badeboom

    Nachtrag: Ich fürchte, ich muss meine Vorredner enttäuschen. Habe mir gerade noch einmal die besagten Szenen angeguckt und dabei etwas Seltsames festgestellt – das Halsband der “transportierten” Katze (draussen) ist dasselbe wie das der “zu transportierenden” (drinnen) – allerdings hat die Katze im Labor direkt nach dem Experiment ein anderes Halsband um! Zack! Seht nett, Mr. Nolan.

  29. genervt

    Großartiger Film!

    (SPOILER)
    @27
    Ich kann da nach der “Teleportation” kein anderes Halsband bei der Katze erkennen. Und Angier sagt selbst zu Borden, daß es Mut erforderte, den Trick durchzuführen, weil jedesmal ungewiß war, ob er der Mann im Wassertank oder der auf der Bühne sein würde.
    Und nach 100 Aufführungen hat er eben auch 100 Opfer gebracht, die am Ende in den Wassertanks um ihn herumschwimmen.
    Klar, daß Nolan am Ende nicht den ganz großen Holzhammer auspackt und nur einen Tank mit Inhalt zeigt. Den Rest kann sich der Zuschauer ja auch mal selbst dazuDENKEN.
    Also wenn es jetzt nicht noch den super-heavy-ausgeklügelten Twist gibt, dann ist spätestens ab der viele-Hüte-im-Garten-Szene klar, daß Angier jedesmal geklont wird und die Falltür und den Wassertank als willkommene Gelegenheit benutzt, um Borden hereinzulegen.

  30. F.N.

    Haha, spaßig was hier so gerätselt wird. Meine Theorie:

    Es steckt nicht mehr dahinter als das was wir als Lösung präsentiert bekommen, aber Nolan ist ein Trickser und versucht uns das als mehr zu verkaufen. :)

    Trotzdem, oder gerade deswegen, toller Film.

  31. Queen

    Hi,

    also ich habe ein andere Idee zu dem Film. Mal sehen, was ihr dazu sagt….
    Ich glaube nicht, dass die Klonmaschine funktioniert, meiner Meinung nach wäre das zu einfach und würde der Logik, die der Film sonst verfolgt widersprechen. Ich denke, dass Bordan eine Ablenkung für Angier gesucht hat und ihn deswegen auf Tesal verwiesen hat. Mit diesem hat er allerdings abgesprochen, falls Angier abspringt, ihm die Hüte und Katzen zu präsentieren (Wieso sollten dort auch sofort mehrere Katzen sein, wenn der Versuch mit der Katze doch gerade das erste Mal ausprobiert wurde?). Dieser bleibt weiter interessiert. Am Ende flieht Tesla (wohl auch, weil die Machine nicht funktioniert) und hinterlässt die Maschine. Angier erkennt, dass die Hüte und Katzen nur Ablenkung waren, dass aber der Trick genauso perfekt funktioniert.
    Aus der Geschichte mit seinem ersten Doppelgänger hat er gelernt, dass er sie besser tarnen muss und dass er sie nur EINMAL auftreten lassen kann, weil sie sonst zu mächtig werden. Daher vermute ich, dass er bei jeder Show einen neuen Doppelgänger tötet (das sind genau die, die man beim Gespräch am Ende sehen kann).

    Ich lasse mich gerne widerlegen! Finde, aber es gibt genügend Theorien ohne Klon, als dass man dem Film ein fades Finale nachsagen kann…!

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