Deja Vu

11 Comments

“Wir haben den Raum gefaltet”

dejavu.jpgOriginaltitel: Deja Vu
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Tony Scott
Darsteller: Denzel Washington, James Caviezel, Val Kilmer, Paula Patton

★★½☆☆

Denzel Washington untersucht einen Terroranschlag auf ein Passagierschiff in New Orleans und erhält Hilfe von einer geheimen Truppe von Wissenschaftlern, die eine Super-Überwachungsanlage gebaut haben. Sagen sie. Tatsächlich entpuppt sich das Ding als eine waschechte Zeitmaschine, und so verfolgt Denzel zunächst zuschauend und Zettel hier und da in der Vergangenheit hinlegend, doch schließlich auch zeitreisend den fiesen Terroristen, rettet eine schöne Holde und natürlich auch das ganze Schiff. Spoiler: Er selbst kommt dabei um, macht aber nix, is ja nur der olle Denzel aus der alten Vergangenheit, der aus der Zukunft, der lebt ja noch für’s Happy End. Spoiler Ende

Deja Vu ist ein platter Thriller basierend auf einer dutzendfach gesehenen Idee. “Back to the Future” anyone? Die Effekte sind nett, das war’s aber schon, die Erklärungsversuche der Zeitmaschinentechnik (“Wir haben den Raum gefaltet”) sind Humbug, der Film strotzt vor Logikfehlern. Ständig fragt man sich, warum macht er jetzt nicht dies oder warum jetzt unbedingt das. Dieser Film ist ein konstruierter 08/15-Thriller mit ein paar netten Schauspielern und – sagen wir mal – einigermaßen unterhaltsam. Die Bilder von Tony Scott sind nett, man sieht sich daran aber schnell satt, vielleicht sind mir deshalb ständig die Augen zugefallen. Und mit 127 Minuten ist der Film eine ganze Strecke zu lang.

Ein Film ohne Inspiration oder Seele, einfach ein weiterer Film, den man irgendwann in drei Monaten auf DVD ausleiht und vergisst.

In : Review

About the author

11 Comments

  1. DraMaticK

    Ach obwohl Zeitreisen in Filmen ja grds. doof und unlogisch sind bin ich letzens auch wieder bei “Back to the future” hängengeblieben – Sonntag halt.

    Auch wenn sonst keiner Tony Scott (seine Bilder) mag; ich tus trotzdem. Man on Fire z.B.

  2. Martin

    Ich fand ihren Blick zum Laserpointer auf dem Bildschirm besonders beknackt. Denn so war das nicht nur eine Zeitreise, sondern auch noch eine Ortsreise, hätte er ja gleich in den Bildschirm springen können.

  3. matz-o-man

    ich weiss warum ich vermeide irgendeine Review zu lesen bevor ich im Film war… :)

    Ausser ich bin zu neugierig.

    Denn ich hatte Fun im Kino!

  4. Cineasten-Siggi

    Ich hatte den im November in den USA gesehen und war nicht enttäuscht, aber auch nicht überrascht. Nettes Kino. Das mit dem “warum macht er das denn jetzt nicht so?” ging mir aber auch so.

  5. Enzo

    Auch von mir… war nett anzusehen aber so was von vorhersehbar. Ab der Hälfte des Films wußte man eigentlich wie es weitergehen wird.
    @martin
    Cooler Gedanke mit dem Laserpointer und dem Durchspringen, hab ich so gar nicht drauf geachtet.

  6. befke

    also… ja… fand den film irgendwie blödsinnig.

  7. panzi

    “Back to the future” sind drei extrem tolle + witzige Filme, aber in den Filmen sowie in allen anderen Filmen die ich bis jetzt gesehn hab, in denen es um Zeitreisen geht, wird totaler Schwachsinn verzapft. Nicht den geringsten hauch einer Ahnung haben da die Autoren. Nur in einer Komödie (wie Back to the Future) lass ich sowas durchgehn. In einer Komödie darf man die Gesetze der Logik ignorieren, aber in keinen Film der halbwegs ernst genommen werden will.

  8. Batzman

    Der Film ist extrem blödsinnig und viel zu lang, aber zugegeben durchaus routiniert gemacht. Ich hätte ihm drei Sterne gegeben, auch wenn ich Denzel relativ öde finde und Val Kilmer seine Rolle in Narkose gespielt hat….

  9. Renington Steele

    Nee jetz, was is denn mit Dir los? Du wirst altersmilde, Batzi…

  10. Binding

    Nachdem Tony Scott zuletzt mit „Domino“ sein Faible für schnelle Schnitte und grelle Stakkato-Montagen mit verschiedenem Film-Material in verschiedenen Geschwindigkeiten voll ausgelebt hatte, ging er es hier wieder etwas ruhiger an. Trotzdem gibt es auch in „Déjà Vu“ genug von den für Scott so typischen „Häcksel“-Szenen, nur sind sie diesmal in der Handlung „versteckt“ – nämlich innerhalb der Vergangenheits-Einblicke, in denen man mit einer Art Jogshuttle-Technik in den „Aufnahmen“ rumspielen und die Perspektiven wechseln oder durch Wände gehen kann.

    Das ist auch das interessanteste Story-Element des Films, der ansonsten ein recht normaler Thriller ist: die neue Geheimdienst-Technologie, die es ermöglicht, mit Hilfe von mehreren zusammengeschalteten Überwachungssatelliten einen bestimmten geografischen Ausschnitt der Vergangenheit vor genau vier Tagen und sieben Stunden (wenn ich mich richtig erinnere) wie eine Aufzeichnung zu betrachten.

    Bis dahin ist der Film auch ziemlich interessant, aber dann wird es immer kurioser. Die Technologie funktioniert auch mobil, sodass die Denzel-Figur irgendwann in einem Spezialauto mit Spezialheadset auf einem Highway ein Auto verfolgt, das dort vor vier Tagen und sieben Stunden gefahren ist! Da der Verkehr natürlich nicht mehr derselbe ist, ist das Ganze recht problematisch. ;-)

    Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, etwas in die Vergangenheit zu übertragen, und das ist dann natürlich irgendwann die Denzel-Figur, die sich wie in David Cronenbergs „Die Fliege“ im Selbstversuch teleportieren lässt. Es klappt (mir fiel dazu spontan John Connor aus „Terminator“ ein). Ab diesem Punkt verwandelt sich der Film aber leider in einen durchschnittlichen Thriller mit altbekannten Szenenabläufen und langweilt erheblich. Und das Happy-End kommt auch mal wieder nicht ohne ein megadickes, schwer zu schluckendes Zeit-Paradoxon aus, das sich bei Zeitreise-Filmen halt immer zwangsläufig einstellt.

    Fazit: Ich weiß irgendwie nicht genau, ob ich „Déjà Vu“ nun faszinierend oder bescheuert finden soll. Aber ich glaube, im Zweifel trifft dann doch eher Letzteres zu.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked (required)

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr