Marge Talks – Kind of…

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Nachdem DWDL die Stimme von Bart interviewte hatte die FAZ jetzt Anke Engelke, als neue Stimme von Marge im Gespräch.

Leider kommt sie nicht so ganz so kompetent rüber wie ihre Kollegin. Auf die Frage warum sie sich statt an der gewohnte Stimme Elisabeth Volkmann am – im Deutschland weitgehend unbekannten – Original Julie Kavner orientiert, überzeugt mich ihre Antwort nicht wirklich. Zumal sie in bisher jedem Gespräch meint ihre Vorgängerin kritisieren zu müssen, die über 18 Jahre hinweg einen wirklich guten Job gemacht hat.

Stimmlich orientieren Sie sich eher an Julie Kavners Original als an Elisabeth Volkmann.

Mir wurde erzählt, Elisabeth Volkmann habe im Synchronstudio vor den Takes nie die Original-Marge gehört, also direkt das tonlose Bild besprochen. Das kann ich gar nicht, ich muss sehen, wie das gedacht war. Wenn das Original gut ist, muss ich nichts ändern. Keine Ahnung, was sich die Fans vorstellen: dass es gar nicht synchronisiert wird? Dass es ein Hund macht? Wie soll man es denen recht machen?

Durch eine Zweitauflage der Stimme, die sie gewohnt sind.

Unmöglich. Wer Elisabeth Volkmann nachmachen will, wird es nicht leicht haben. Es gehört sich auch nicht. Ich habe schon als Kind Sendungen moderiert, Texte und Hörspiele gesprochen. Sprechen ist das Einzige, was ich wirklich kann. Echt finster, es ist mir vorher noch nie passiert, dass Menschen schon etwas ablehnen, bevor ich was gemacht habe.

Wer im Vorfeld solche Sprüche macht und heraushängen lässt, daß man sich für die bessere Stimme hält, sollte sich über Wind von vorn eigentlich nicht wundern oder?

Und nachdem ich mir die erste Folge eben in der Anke-Fassung angehört habe, werde ich wohl dabei bleiben die Simpsons künftig nur noch im Original zu schauen, bzw wenn deutsch dann nur die alten Folgen. Anke spricht so gequetscht und verstellt ihre Stimme für Marge so stark, das sie keinerlei Nuancen reinbringen kann. Kein Wunder, je mehr man sich von seiner eigenen Sprechstimme entfernt, desto schwieriger wird es diese verstellte Stimme noch zu variieren – etwas das ich bei der amerikanischen Marge auch immer schade finde.

[via: Pinif]

In : Filmfun, News

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

10 Comments

  1. caliban

    Hab das Interview auch gerade gelesen.
    *kopfschüttel*
    Aus der guten Frau Engelke spricht eine ganz schöne Arroganz.

  2. Jott

    Finde ich nicht…
    Sie ist nicht gecastet weorden, weil sie die Volkmann gut nachmachen kann, sie ist als Anke Engelke gecastet worden. Und die hat eine eigene Geschichte, hat auch schon erfolgreich synchronisiert, will und muss sich doch nicht verstellen, um ein paar Hardcorefans gerecht zu werden…
    Ich finde ihre Aussagen nicht arrogant, sie hat recht.
    Das, was ich bis jetzt gehört habe, ist doch ganz ok, anders, aber passend…
    Nach 2 Folgen wird diese Debatte niemanden mehr interessieren…

  3. Batzman

    die normative kraft des faktischen.

    gut ist dennoch was anderes und wenn man so auf den Pudding haut wie Anke, sollte man einfach besser sein, als das Froschgekrächze was sie jetzt abliefert. Und Pro7 betont ja ständig, daß der Promifkator von Frau Engelke keine Rolle gespielt habe, sondern es nur um ihre sprecherischen Qualitäten ginge – und mit denen ist es nicht so weit her. Ich fand sie aus als dementen Fisch schon nicht wirklich überzeugend.

    Das die Leute es irgendwie schlucken werden ist sicher richtig, aber denen ist eh alles egal. Die haben sich auf von den lausigen Synchronbüchern des Herrn Combrink nie stören lassen. Die fanden sogar die grauenhafte Synchro von Futurama “irgendwie okay”.

  4. Stefan

    Ich lese die Zitate da nun zum wiederholten Male und kann beim Besten Willen nichts arrogantes finden. Meine Güte, heute lief die erste Folge mit Anke Engelke als Marge, in der sie nur ein paar Sätze gesprochen hat. Geben wir ihr doch die Chance, das Ganze zu entwickeln. Leider habe ich die erste Folge der Simpsons nicht griffbereit, sonst würde ich mal vergleichen, wie “gut” Frau Volkmann damals war.

    Als “dementen Fisch” fand ich die Engelke übrigens ganz hervorragend.

    Etwas merkwürdig dagegen finde ich Sprüche wie in Batzmans Kommentar. Mir bspw. ist nicht alles egal, aber a. kann ich die Original-Folgen nicht sehen und b. bin ich kein so großer Fan, dass ich mir alle DVDs kaufen werd.

  5. Batzman

    wäre den leuten nicht alles egal, würden sie kritik an miesen übersetzungen nicht beständig als beckmesserei und mit einem “also ich finds okay so wie es ist” beiseite wischen…

    und der kommentar geht einfach an der grundlegenden kritik vorbei, nämlich der das es keinen grund gibt eine Neuausrichtung der Marge-Stimme in Richtung Original vorzunehmen. Eine versuchte Annäherung an die Stimme von Volkmann wäre schwieriger, aber auch besser gewesen. Durch dieses “Wir sind ja viel näher an der US-Stimme und es soll ja gar nicht wie Volkmann klingen”-Gerede, wählt man doch einen eher feigen Ausweg weil man sich nicht der Aufgabe stellen will, einen guten Ersatz zu finden.

    Und Frau Volkmann nach all der Zeit in der sie die Rolle wunderbar mit Leben erfüllt hat vorzuwerfen sie hätte ja immer nur drübergesprochen und nie die Originaltakes gehört, find ich doch etwas vermessen.

  6. frank

    hm, ich hab auch gerade das interview gelesen und bekomme nicht gerade den eindruck daß anke engelke sich bis jetzt groß mit den simpsons und ihrer neuen sprechfigur auseinandergesetzt hat. schade eigentlich. geschweige den irgendwie sympathie für die serie aufbringt.aber kann mich da auch irren.
    naja aber wofür hat man [Link entfernt, weil er zu einem potentiell illegalem Torrentportal führte] zum verpasste folgen nachholen bzw originalton?

  7. Jott

    Was heisst “vermessen”? Vorausgesetzt, es war wirklich so, ist das doch doof!
    Einerseits sagst du, das es nur im Originalton wirklich gut ist, was ich ja auch gut verstehen kann, andererseits regst du dich auf, wenn man versucht, sich näher am Original zu orientieren….

  8. OldDragons Weblog

    Anke Engelke als Synchronsprecherin von Marge Simpson…

    Gestern lief also die erste Folge der Simpsons, in der Mutter Marge nicht mehr von der im Juli 2006 gestorbenen Elisabeth Volkmann gesprochen wird. Elisabeth Volkmanns lieh seit 1991 Marge sowie Patty und Selma ihre Stimme. Nach solch einer langen Zeit…

  9. Petr Pivo

    Das war schrecklich! Hoffe, ich kann mich daran gewöhnen.

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Fünf Facefreunde
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    jurassiraptor:

    fromdirectorstevenspielberg:

    Whoever created this: thank you!!

    Haha! Well done!

    11/27/14

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14