V – Die außerirdischen Besucher kommen

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“That damn dragon lady can bend people’s minds around, what the hell does she need a blowtorch for!”

Originaltitel: V – The Visitors
Herstellungsland: USA 1983/ 84 (Deutsche Erstausstrahlung: 1988)
Regie: Kenneth Johnson
Darsteller: Marc Singer, Julie Parrish, Jane Badler, Robert Englund, Faye Grant

★★★★☆

v

1983, noch lange vor dem “Independence Day” (1996), waren bereits riesige Untertassen auf der ganzen Welt gesichtet worden. Unter anderem in Frankreich, Italien, Deutschland und natürlich auch in den USA.
Informationen zu Folge kamen sie in friedlicher Absicht, nachdem sie bereits über Jahrhunderte hinweg den Planeten Erde und seine Bewohner, insbesondere die Menschen, studierten.

Das erste Kennenlernen verlief harmonisch, so zeigt es Kenneth Johnson in seiner ursprünglich geplanten zweiteiligen Miniserie. Doch hielt diese Harmonie nicht lange an, denn was wäre eine Sci-Fi-Action-Miniserie ohne Action und Science Fiction? – Richtig! Eine zweistündige Real Life-Doku von und mit Erich von Däniken.

Nun, die friedlichen Besucher entpuppen sich als kaltblütige, Mäuse fressende Besetzer, die unter ihrer Haut nicht nur grüne, schleimige Schuppen, sondern auch ganz viel Bösartigkeit verbergen. Die Menschheit wird entzweit, in Sympathisanten der Besucher und Rebellen, darunter Mike Donovan (Marc Singer). Seine Zweifel treiben ihn dazu sich ins Mutterschiff der extraterrestrischen Touristen zu schleichen, um dort nach ihren wahren Motive zu suchen. Mit einer 20 kg Schulterkamera bewaffnet, gelingt es ihm beweisträchtige Bilder zu machen, die sogleich ausgestrahlt werden sollen. Dazu kommt es unglücklicherweise nicht, denn der Spion bleibt nicht unbemerkt und die Situation eskaliert – ein Kampf um das Überleben der gesamten Menschheit steht bevor.

Gleich zu Beginn von “V – Die außerirdischen Besucher kommen” werden Anleihen an das Dritte Reich, die Unterdrückung bzw. Lenkung des Volkes und die Rassendiskriminierung mehr als deutlich. Nicht ganz zufällig, denn ursprünglich sollte die Serie auch zu jener Zeit spielen. Letztlich verlagerte man die Geschichte in die damalige Gegenwart und sie wurde ein Erfolg auf ganzer Linie.
Das Publikum war begeistert, so begeistert, dass ein Jahr später eine dreiteilige Fortsetzung erschien. Eine neunzehnteilige TV-Serie schloss sich an, doch wurde dieser Überdruss außerirdischer Aktivitäten weniger freudig aufgenommen. Die Serie wurde nie zuende gedreht und ein weiterer Film nie verwirklicht. Der “V”-Boom ließ nach und übrig blieb die Erinnerung, zumindest bei mir, an eine sehr erfolgreiche Miniserie, ohne wirkliches Ende.

Im Gegensatz zur deutschen TV-Austrahlung (1986/ 87), bei der die Filme in zehn 45-minütige Episoden geteilt wurden, erschien die Miniserie auf DVD ungeteilt, natürlich in voller Länge. Die Fortsetzungen sind bisher noch nicht auf DVD erschienen und bei Amazon.de lediglich als UK-Import erhältlich. Dennoch bleiben für deutschsprachige Kunden 444 Minuten retroperspektivische Einsichten in einen ganz wichtigen Teil der gehobenen Fernsehunterhaltung!

Abschließend möchte ich hinzufügen: Die Bildqualität wurde digital sichtbar aufgewertet, während die deutsche und französiche Tonspur in Mono eigentlich gar keiner Erwähnung würdig ist. Wenigstens bekommt man im O-Ton ein bisschen Raumklang dank Dolby Surround 2.0 zu hören.
Als Zusatzmaterial seien der englische Audiokommentar des Regisseurs in voller Filmlänge und eine original Filmdokumentation zu nennen. Interaktive Menüs und Szenenauswahl sind heute zwar die Regel, werden aber als Extra mit aufgeführt, deswegen möchte ich sie an dieser Stelle ebenfalls nennen.


Empfangt die Besucher auf DVD und widersetzt euch den fiesen Echsenaliens!

In : DVD, Review

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3 Comments

  1. Mal Sehen

    Oh Mann! Wie lange habe ich nicht mehr daran gedacht!
    Ich weiß noch wie Robert Englund, Trottel-Alien vom Dienst, an irgendeiner Ecke rumhing und als ihn einer der Rebellen fragte was er da mache, sagte er:
    “Ich bin die Vorhaut.” (Er kam mit der menschlichen Sprache nicht zurecht und verwechselte Vorhut mit Vorhaut. Immernoch ein Brüller, wenn ihr mich fragt!)

  2. grobi

    Und schon hab ich beim lesen wieder die Titelmusik im Kopf.

  3. Bommel

    Weiß jemand etwas genaues über den Stast von V. The Second Generation?

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