“I like your new face”
Originaltitel: Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Jonathan Liebesman
Darsteller: Jordana Brewster, Andrew Bryniarski, R. Lee Ermey, Heather Kafka, Scott Long





Dean, Bailey, Eric und Chrissie fahren in den Süden und kommen nicht zurück. Auf Spoilerwarnungen habe ich verzichtet, denn das Ende ist klar. Schließlich ist das hier das Prequel zum berüchtigten Texas Chainsaw Massacre, und wenn es einer der vier am Ende geschafft hätte, dann müssten wir auf das Original und das Remake leider verzichten.
Im Ernst: Dean soll eingezogen werden, weshalb sich sein Bruder Eric gleich für eine zweite Dienstzeit im Vietnamkrieg verdingen will. Die Mädels begleiten ihre Freunde und ab soll es gehen zu einer Marinebasis, wo beide ihren Dienst antreten wollen. Dean ist allerdings mehr der Hippie und verbrennt seinen Einberufungsbefehl, macht aber nix, es kommt ihnen sowieso die Hewitt-Familie in die Quere. Die hat nämlich vor ein paar Jahren ein häßliches Plastikbaby aus einer Mülltone adoptiert (kein Scheiß!), und das ist mittlerweile ziemlich groß und dick und Schlachter und dazu noch ziemlich irre.
Nachdem Papa Hewitt den Sheriff gemeuchelt hat, nimmt die ganze Familie ihren Menschenschlachthof in Betrieb und als Einweihungsopfer hat man sich die mittlerweile von einer Bikerbraut überfallene Viererbande ausgesucht. Der Rest ist pure Rumschlachterei.
Das erste Problem des Films ist natürlich, dass man von Anfang an genau weiß, wie es ausgehen wird. Das nimmt dem ganzen doch etwas die Spannung. Der Film ergeht sich wie viele moderne Horrorfilmchen in ausgedehnten Torture-Szenen und spart, zumindest in der Originalversion, nicht an schleimig-blutigen Bildern. Apropos Bilder: die sind nicht schlecht, ganz im Ernst. Sosehr sich der Film am Original von Tobe Hopper orientieren will – man nehme nur das fast 1:1 übernommene Familienessen, die Hochglanzbilder sprechen dagegen.
Dazu: wenn sogar ich als gestandener Splatterfreak sage, dass dieser Film mit seiner Lust am Einsatz der Motorsäge nur knapp an der Grenze des Erträglichen entlangschrammt, es wird einem ja nichteinmal der Anblick des zersägten Opfers erspart bleibt, das Leatherface zu seiner Maske verhilft, dann sagt das doch einiges. Dieser Film will vor allen Dingen eklig sein, aber immerhin stimmt es, dass der Titel “Texas Chainsaw Massacre” diesesmal wirklich zutrifft.
Man kann auch sagen: ein sehr uninspirierter Film, der sich auf die Quälmomente und explizite Gewaltdarstellung verlässt, dafür aber an Story nix, aber auch gar nix Neues zu bieten hat. Immerhin ist er einigermaßen spannend erzählt und gut fotografiert. Für einen guten Film reicht das leider nicht.
- Renington Steele •
- Februar 7th, 2007 •
- 8 Kommentare



























Also genau das richtige für mich!
NICHT!
Kommentar #1 von Mal Sehen am 07.02.2007 um 14:32 Uhr
Gerade in Sachen Spannung fand ich ihn leider sehr schwach – alte Prequelkrankheit halt.
Allerdings funktionierte der für mich auf allen anderen Ebenen noch weniger. Ganz uninspirierter Aufguss, der sich fast wie ein Remake von Nispels Remake anfühlt.
Die Motivationsgründe der Familie, die detaillierter sicher interessanter gewesen wären, wurden nur angerissen und statt dessen lieber noch ein paar junge Leute gequält. Selbst an Fan der Serie muß ich sagen, daß dieser Teil leider ziemlicher Murks ist.
Ich hätte mir ein Prequel mit einem noch nicht erwachsenen Leatherface gewünscht, da sie hier allerdings ganz schnell zu den bekannten Örtlichkeiten und Personen schwenkt, ist die Daseinsberechtigung dieses Film für mich recht fraglich.
Kommentar #2 von Peter Noster am 07.02.2007 um 14:33 Uhr
warum heisst es “..müssten auf das …remake lieder verzichten”???
ich fand das remake grottig. hochglanzhorror in dem man bei jeder dose im hintergrund sah, wie der setdesigner sich ausgetobt hat. klinisch steriler werbefilmer horrortrash.
Kommentar #3 von Nilz N Burger am 07.02.2007 um 15:27 Uhr
“Dazu: wenn sogar ich als gestandener Splatterfreak sage, dass dieser Film mit seiner Lust am Einsatz der Motorsäge nur knapp an der Grenze des Erträglichen entlangschrammt, es wird einem ja nichteinmal der Anblick des zersägten Opfers erspart bleibt, das Leatherface zu seiner Maske verhilft, dann sagt das doch einiges.”
Ist mir ganz anders gegangen. Ich fand den Film so abgedreht und beknackt, so realitätsfern und absurd, daß das Anschauen der Kettensägenbilder kaum Ekel, Abscheu oder Gruseln hervorgerufen hat. Es war nur blöd.
Ich bin allerdings auch weder Splatter- noch Horrorfan und habe mir den Film eigentlich nur angesehen, weil ich nix bezahlen mußte.
“Man kann auch sagen: ein sehr uninspirierter Film,”
ACK!
Kommentar #4 von niels | zeineku.de am 07.02.2007 um 15:54 Uhr
Schon mal einer Ittenbach gesehen?
DAS ist unnötig, uninspiriert und auf Voyeurismus getrimmt.
Da guck ich mir doch lieber nochmal Azumi an ;)
Kommentar #5 von DraMaticK am 07.02.2007 um 17:10 Uhr
Ich mag weder Ittenbach noch TCM – aber ich wurd schon mit dem Original und dem Remake nicht warm. Ich find das Konzept Weglaufen und schreien, plus Kettensägenlärm einfach nicht sehr spannend.
Aber in der Tat TCM-The Beginning ist noch schrottiger und öder als sein Vorgänger.
Kommentar #6 von Batzman am 07.02.2007 um 18:06 Uhr
abgesehen davon, dass ich die deutsche stark gekürzte fassung zu sehen bekam und deshalb zu den gewaltexzessen nichts sagen kann, muss ich feststellen, dass das prequel vor allem an der spannung un der story krankt. manche erklärungen (warum benutzt leatherface nur eine kettensäge?)sind mehr als trivial und platt.
die optik varriert nicht stark zu nispels remake, weshalb ich letzteres klar bevorzugen würde. dieses fand ich im gegensatz zu den meisten hier auch sehr gelungen. gerade weil er so ironiefrei vorging. das mag vlt. auch daran liegen, dass ich mit dem genre schon etwas anfangen kann.
Kommentar #7 von Marcus kleine Filmseite am 08.02.2007 um 14:45 Uhr
Wenn der Film in Deutschland wenigstend ungeschnitten ins Kino gekommen wäre. 8 Minuten rauszuschneiden, damit es eine FSK 18 gibt ist schon hart. Wenn ich ins Kino gehe um einen Film mit Kettensägenmorden zu sehen, sollten diese gefälligst auch enthalten sein und nicht rausgeschnitten.
Kommentar #8 von Gnislew am 11.02.2007 um 16:10 Uhr