“Shoot me and you’ll set science back fifty years. But you won’t stop it!”
Originaltitel: Suchîmubôi
Herstellungsland: Japan 2004
Regie: Katsuhiro Otomo
Synchronsprecher (englische Version): Anna Paquin, Alfred Molina, Patrick Stewart, Robin Atkin Downes, David S. Lee, Paula J. Newman





Manchester, 1866: Der Junge Ray Steam, Hobbyerfinder und Stammhalter einer angesehenen Familie von Wissenschaftlern, erhält Post von seinem Großvater, keine unbedeutende Post. Es ist ein Paket, in dem er eine scheinbar unbedeutende Stahlkugel entdeckt. Darüber hinaus findet der Junge technische Zeichnungen und einen Brief seines Großvaters, der ihm schreibt, dass sein Vater gestorben ist. Ray solle nun sehr gut auf die sogenannte “Steamball” aufpassen!
Kaum ist das Paket geöffnet, stehen bereits “Freunde” des Großvaters vor der Tür, die das geheimnisvolle Artefakt an sich nehmen möchten. Zwei unheimliche Gestalten, die offensichtlich nichts gutes im schilde führen. Die Situation eskaliert und Ray flieht, nichtsahnend, dass er sich damit auf ein waghalsiges, beinahe monumentales Abenteuer einlässt, das sein Leben, aber nicht nur seines, maßgeblich beeinflusst. Das ist die Geschichte von Steamboy.
Mit “Akira” (1988) gelang es Katsuhiro Otomo bereits auch das westliche Publikum für Animes zu begeistern. 2004 meldete sich der Künstler und Filmemacher mit “Steamboy” zurück. Ein ebensolches Meisterwerk, möchte man meinen, was vor allem durch die detailversessenen Bilder zu begeistern weiß. Otomo ist es gelungen ein fiktives England des 19. Jahrhunderts zu gestalten, in dem Wissenschaft und Fiktion miteinander verschmelzen. Die Geschichte in seiner Rohform ist nicht unbedingt neu, aber dennoch weiß sie zu unterhalten.
Die Figuren sind liebevoll gestaltet und spiegeln natürlich die klassischen Protagnisten einer “Gut gegen Böse”-Geschichte wieder. In der englischen Sprachversion wurden dafür fast nur britische Synchronsprecher/ Schauspieler verpflichtet, der Atmosphäre halber. Das funktionierte jedenfalls ganz gut und gerade deswegen ist es schade, dass bei der deutschen DVD auf die englische Tonspur verzichtet wurde, stattdessen hört man neben der japanischen Originalsprachversion, die polnische Voice-Over-Synchro, bei der ein netter Herr sämtliche Dialoge “live” nachvertont, so wie man es im polnischen Fernsehen oft sieht.
Die DVD ist hierzulande in zwei verschiedenen Versionen erschienen: Zum einen die normale Director’s Cut-DVD und zum anderen die limitierte Director’s Cut-DVD, die neben den 2 DVDs noch ein Skizzenbuch, ein Comicnachdruck und 10 Postkarten enthält.
Steamboy bietet für eine Anime-DVD erstaunlich viele Filmextras, im Vergleich zu Genrekollegen, darunter Filmdokumentationen, Produktionszeichnungen, diverse Film-Featuretten, Interviews und noch vieles mehr! Der Preis für die normale Director’s Cut-DVD liegt bei durchschnittlich 15 Euro, das klingt doch attraktiv, wenn man sich für japanische Animationsfilme begeistern kann.
(Youtube Directotomo, japanischer Trailer)
Kauft euch die “Steamboy” Director’s Cut-DVD, für Fans am besten gleich die begehrenswerte, limitierte “Steamboy” Director’s Cut-DVD!
- Dog Hollywood •
- Februar 20th, 2007 •
- 4 Kommentare



















Grandios animiert zweifellos, aber die Handlung verkompliziert die eigentlich nicht so komplexe und doch ziemlich hanebüchene Story unnötig. Charakterentwicklung und Chemie zwischen den Figuren tritt hinter endlosem Techbabble und furiosen, aber auch irgendwann ermüdenden Actionszenen zurück, von denen zuviele in einem muddigen Halbdunkel angesiedelt sind.
Zum Ende bekommt man das Gefühl, daß die Story lediglich Setup für spätere (und spannendere) Steamboy-Stories sein soll. Steamboy Begins quasi.
Kommentar #1 von Batzman am 23.02.2007 um 00:38 Uhr
der film ist grossartig! obwohl ich anfangs ein bisschen entteuscht war,das der film eher auf jugendfrei gemacht ist. ich hatte bei ottomo mehr auf etwas härteres oder erwachseneres gehofft. aber wenn man sich erst mal damit abgefunden hat,das alles ein bisschen in richtung “studio gibli” abdriftet, macht der film richtig spass. mann hofft beim abspann wirklich darauf, dass man gerade eine art steamboy beginns gesehen hat.
Kommentar #2 von the last czarnian am 24.02.2007 um 18:27 Uhr
Ich seh’s wie Batzman. Optisch sehr toll aber inhaltlich egal. Kein Vergleich zu Akira. Und auch mit der Serie könnte er Recht haben, mir ist schon mehrmals unter die Augen gekommen, dass Steamboy ein Pilotfilm sein soll. Aber bisher war ja nix weiter.
Ich frage mich echt wo der Otomo von Akira, Roujin Z, Cannonfodder usw geblieben ist?
Kommentar #3 von derBene am 23.02.2008 um 01:03 Uhr
Also ich habe ihn während unserer lokalen “Nippon-Connection” gesehen und muss sagen, dass er auch mir gut gefallen hat. Allerdings gebe ich auch zu, dass es zum Ende hin – für meinen (!) Geschmack – etwas zu lahm war. Ein wenig mehr a la “Differenzmaschine” (Gibson/Sterling) hätte dem Ganzen ganz gut getan.
Arbo
Kommentar #4 von Arbo am 02.11.2008 um 11:35 Uhr