Grinshouse – Double Feature

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Grinshouse

Regelmässige Leser wissen es, die Filmfreunde durchstöbern unermüdlich das Netz für euch, nach sehenswerten Kleinoden, Sketchen, Trailern, Parodien und Kurzfilmen. Heute gehts aber mal ausnahmsweise nicht um Fremdfilme, sondern um Hausgemachtes, das in den Archiven der F5 vor sich hinschlummerte und erst kürzlich durch ein Erdbeben der Stärke 8, welches das Hauptquartier der Filmfreunde erschütterte und dabei einige Regale umwarf, wieder entdeckt wurde.

Nachdem andere Double-Features ja im nichtamerikanischen Ausland getrennt vermarktet werden, setzen die Filmfreunde ein positives Beispiel.

Zwei Full-Lenght-Short-Movies vom Alpdream-Team Nilzenburger / Batzman zu einem Preis. Nämlich für lau.

Unter dem schlagkräftigen Titel “Grinshouse“, präsentieren hier zwei Kritiker eigene Werke aus früheren Tagen.

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Film Eins von Batzman:

Alles fließt – Deutschland 1997

Alles fliesst

Damals zu seeligen Studi-Zeiten enstand dieses Werk. Zusammen mit einer Freundin hab ich einen Text von mir in Bilder umgesetzt, abgeschmeckt mit einer kleinen Portion Splatter am Ende. Es beginnt als Rant eines Weltverbesserers, der mehr und mehr ins Psychotische abdriftet.

Gedreht und geschnitten wurde das Werk auf glorreichem S-VHS, da die Medienzentrale der Uni Hannover technisch nicht grade üppig ausgestattet war. Innerhalb von zwei Tagen enstand so ein knapp vierminütiger Rant, der mich immerhin unter die letzten 12 für die Auswahl zum Regiestudiengang an der Film-Uni in Hamburg brachte. Unter die letzten sechs hab ichs dann aber nach persönlichem Vorsprechen nicht geschafft, denn irgendwie stimmte die Chemie zwischen mir und Hark Bohm so gar nicht ;)

Die mässige Tonqualität bitte ich zu entschuldigen, die Zeit ist nicht sehr nett zu VHS-Kassetten, deren Qualität von Anfang an nicht der Hit war.


Link: sevenload.com
SevenLoadDirectAmok

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Film Zwei von Nilz N. Burger:

Swartje Hills – Deutschland 2001

Swartje Hills

Es war auf dem Kurzfilmfest in Hamburg. Ich sass in einer Vorführung von diversen Kurzfilmen aus den Beneluxstaaten. Neben mir ein englischer Regisseur. Der Präsentator der Kurzfilme war stolz, die Werke zeigen zu können. Und dann kam sein Liebster: “Bedsitters” von Frans Zwartjes (oder war es Franz Swartjes?). Der Moderator überschlug sich vor Superlativen: “Einmalige Chance den Film zu sehen!”, “Weltweit nur diese eine Kopie!” , “Noch nie dagewesen!” , “Ganz grosses Kino!” , “Fantastischer Soundtrack!” , “Echte 70er Jahre Kunst!”. Der Engländer und ich waren gespannt. Und sahen…naja…Irgendetwas, was vermutlich als Kunst durchgeht. Ein Nickelbrillenträger der Türen öffnet. Unterlegt mit viel Lärm. In Schwarz-Weiss. Mit einer Transe die erst richtigrum, dann rückwärts auf einem Klo sitzt. Anson, der erwähnte Engländer, und ich hielten im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden, bis zum Schluss durch. Und waren einer Meinung.

So einen unglaublichen Superschrott haben wir noch nie gesehen. Nun, es war Kurzfilmfest, er war Regisseur, ich war angehender Regiestudent….wir mussten also gezwungenermassen einen Film drehen um das Erlebte zu verdauen. So trafen wir uns am nächsten Tag wieder und schrieben, drehten und schnitten: Swartjes Hills – Die einzig echte Wahrheit über Frans Zwartjes.

[YouTubeDirektHills]

In : Filmfun, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

6 Comments

  1. tanja

    Kiefer Sutherland!
    Beeindruckend, somehow, Nilz.

  2. Sebastian Sachse

    Scheisse batz, du gehst ja ab *lach*
    Und bei Nilz such ich noch den Punkt…
    bis dahin kannst du doch mal paar Fritten & Bier-Videos uppen ;-)

  3. Petr Pivo

    Bin beeindruckt: Batzman nimmt Muxmäuschenstill vorweg und Nilz spielt den besten Sherpa seit Arved Fuchs. Respekt!

  4. jAnsen

    lustig, dass Batzman im abspann gerade dieses cover von wicked game gewählt hat. raketentim und ich fanden das nämlich so phänomenal gut, dass wir es letztens mal gecovert haben (ein cover vom cover also):
    http://12frames.de/wicked_game.html

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14