“Ruf jetzt an für den wichsenden Otter!”
Originaltitel: Neues vom Wixxer
Herstellungsland: Deutschland 2007
Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert
Darsteller: Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Joachim Fuchsberger, Christiane Paul, Sonja Kirchberger, Judy Winter, Hella von Sinnen, Christian Tramitz, Oliver Welke, Christoph Maria Herbst, Chris Howland, Wolfgang Völz






Der zweite Streich des Autorengespanns Kalkofe, Pastewka, Welke schließ nahtlos dort an, wo der erste Teil endete. Ein neuer Wixxer macht London unsicher und diesmal veröffentlicht er eine Todesliste, auf der neben blaublütigen Volk und Halbweltgesinde auch Inspektor Very Long (Pastewka) steht.
Es beginnt eine weitere Tour-de-Spökes durch die Motive der klassischen Wallace-Verfilmungen und nebenbei eine herzige Liebesgeschichte zwischen Chief Inspector Evan Longer (Oliver Kalkofe) und dem Aristokratenspross Victoria Dickham (Christiane Paul), Tocher von Lord Dickham (Joachim Fuchsberger).
Was die Gag-Dichte angeht, kann sich der zweite Teil gut mit dem ersten messen. Die natürlich zu erwartenden Wallace-Klischees werden liebevoll zitiert und parodiert, genauso dürfen Anspielungen auf moderne Filme und Fernsehserien von Hostel bis “24” nicht fehlen.
Die Cast wirkt mittlerweile noch sicherer in ihren Rollen, allen vorran Oliver Kalkofe, dessen fehlende Schauspielerfahrung im ersten Teil noch für einige linkische Szenen sorgte, der sich hier nun gegen harte Konkurrenz doch zu behaupten weiß.
Wie gewohnt ergänzen viele deutsche Wallace-Legenden die Cast, nicht zuletzt Joachim Fuchsberger, der seinen Widerwillen gegen den obszönen Titel mittlerweile Ad Acta gelegt hat und sich mit viel Enthusiasmus wieder auf der großen Leinwand zeigt. Blacky, der grade seinen 80. Geburtstag feierte, genießt auch bei Presseterminen sichtlich die Aufmerksamkeit die ihm noch einmal zuteil wird und scheint stets kurz davor zu stehen, Pressetermine in eine Fuchsberger-Show zu verwandeln.
Im Film ist er erfreulicherweise Teil eines Ensembles, dem neben Schauspielgrößen wie Judy Winter, als unheimliche Äbtin im Schloss Blackwhite Castle (in dem das Leben in schwarz-weiß abläuft), auch Wolfgang Völz, Hella von Sinnen (genau hinschauen), Christian Tramitz und Chris Howland Glanz verleihen. Oliver Welke, als seltsamer Gerichtsmediziner, der auch schon mal einen Kindergeburtstag in der Sezierstube ausreichtet, kommt ebenfalls nochmal wesentlich absurder daher, als im Originalwixxer.
Hinzukommen viele kleine Cameo Auftritte von Roberto Blanco, über den Klassiker Achim Menzel, bis hin zu Roger Willemsen, der eine der gelungsten Gagpassagen des Films bestreiten darf.
Man spürt den Versuch, die Story diesmal homogener wirken zu lassen, auch wenn dies bei einem Film wie diesem naturgemäß schwer fällt. Zum Großteil ist dies gelungen, was nicht zuletzt an den beiden Lovestories liegt, der Beziehung zwischen Evan Longer und Viktoria Dickham (die leider etwas blasse Christiane Paul), sowie der Männerfreundschaft zwischen Evan und Very Long, die mit Inbrunst alle Klischees des Buddy-Movies durchwandert und letztlich sogar die große Liebe übersteht.
Effektiv und natürlich großartig ist wie schon im ersten Durchgang Christoph-Maria Herbst, dessen Butler Hatler sich hier eine neue Tätigkeit gesucht hat und nun den Chef einer Nervenheilanstalt gibt. Die gleichzeitig überdeutliche, wie nuancierte Hitler-Parodie lässt sämtliche Bemühungen eines Helge Schneiders oder Bruno Ganz vergessen. Wenn Hatler beim Karaoke-Abend amerikanisches Liedgut mit deutschem Spin versieht oder ungewollt immer wieder die unglücklichsten Metaphern wählt, ist hier mehr Essenz dessen drin, was es heißt über Hitler zu lachen als in den ganzen 100 Minuten von Dany Levis mutloser Führer-Farce.
Kein Licht jedoch ohne Schatten. Denn auch wenn “Neues vom Wixxer” wie schon der erste Teil für Fans dieses Humors neunzig sehr Unterhaltsame Kinominuten abliefert, die Pointen noch etwas präziser setzt als im Vorgänger, fehlt ihm gleichzeitig ein wenig die optische Größe, die den “Wixxer” so kinotauglich machte.
Mit dem Wechsel des Regisseurs, von Tobi Baumann zum Gespann Boss / Stennert, kommen gleichzeitig zwei Macher ans Ruder die zwar durch ihre TV-Erfahrung bei der Pro7-Märchenstunde wissen wie man Gags orchestriert und Schauspieler führt, denen aber das Gespür für die wirklich großen Bilder leider abgeht. Optisch fällt der zweite Wixxer hinter den ersten zurück, es dominieren die Nahaufnahmen, die simplen Schuss-Gegenschussauflösungen, die suggerieren, man habe beim Filmen vorrangig an die TV-Verwertung gedacht und weniger an die große Leinwand. Das kann auch nur zum Teil als Rückbesinnung auf die alten Wallace-Filme verstanden werden, denn bei aller Nostalgie und Gags wie Aufnahmen durch eine Telefonwählscheibe hindurch, sollte ein heutiger Film dem Medium Kino Tribut zollen. Actionszenen wie der Matrix-Spoof in Teil 1 oder die Fahrradverfolgungsjagd inkl. E.T.-Referenz finden sich in der Stärke in der Fortsetzung nicht. die paar Actionmomente des Films finden auf engem Raum statt und wirken eingpfercht und schlecht choreographiert, die Kamera flüchtet sich hier in wacklige Großaufnahmen, die wenig Dynamik spüren lassen.
Das ändert nichts am Spaß den der Film macht und Fans des ersten Teils können unbesehen auch in die Fortsetzung einmarschieren, wie es Hatler ausdrücken würde, dennoch bleibt dies ein kleines Ärgernis, da eine ambitioniertere Kameraführung diesem liebevoll ausgestatteten und gespielten Film den letzt Kick gegeben hätte, der ihm so leider versagt bleibt.
Aber warten wir mal ab, die Fortsetzung “Triple-WiXX” ist schon in Planung, vielleicht wird da ja wieder etwas mehr aufgedreht, was die Bilder angeht.


Von 






































Hm, also vorab, ich fand’ den ersten Teil ganz unterhaltsam. Bei der Fortsetzung konnte ich allerdings nur dreimal wirklich lachen: Indianer!!!, more Moor sowie die 24 Anspielung…
Das ist mir etwas wenig für eine Komödie, ich lande daher eher im Bereich 4 Punkte. Schade, ich mag eigentlich Pastewka, Kalkofe und Welke, letztere bereits seit ihrer Zeit beim Frühstyxradio, wo Very Long und Even Longer zum ersten Mal dem Wixxer nachstellten.
also der film war echt super.bessere und auch mehr gags als bei teil 1,cristoph maria herbst spielt mal wieder genial und die ganze situation mit dem wixxer und very long im haus ist einfach zum schreien komisch.zudem kommt noch dass dieser film wie sein vorgänger trotz des genres wieder sehr spannend gehalten wurde…absolut empfehlenswert-besser als teil 1