Review

300

Standard, 27. 3. 2007, Batzman (Oliver Lysiak), 100 Kommentare

„Dinner in der Hölle für 300“

„Haben Sie reserviert?“

Originaltitel: 300
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Gerard Butler, Vincent Regan, Lena Headey, David Wenham, Michael Fassbender

[rating:2.5]

300

König Leonidas (Gerard Butler), stellt sich mit seinem kleinen Herr loyaler Spartanaer auf Thermopylen der Übermacht der angreifenden Perser. Auch wenn sie wissen, daß sie keine Chance haben, so wollen sie dem feindlichen Herr doch zeigen, woraus Spartaner gemacht sind. Nach einigen Achtungserfolgen ist der Perserkönig Xerxes bereit zu reden und versucht Leonidas zur Aufgabe zu überreden. Doch Aufgeben ist der Spartaner Sache nicht. Entschlossen stellen sie sich dem letzten Gefecht…

Da ist er nun. 300, die zweite große Frank Miller -Verfilmung nach „Sin City“, die sich anschickt die Ästhetik des Meisters 1:1 auf die Leinwand zu übertragen. Da ich die Vorlage nurmal überblättert habe und nicht auswendig kenne, möchte ich mich zu den Ungenauigkeiten und Veränderungen gegenüber dem Comic nicht groß äußern, im großen und ganzen scheint aber durchaus die Ästhetik der brachialen Graphic-Novel getroffen zu sein.

Vielleicht sogar ein wenig zu sehr, denn der Film kommt streckenweise so bleischwer und langatmig daher, daß man befürchtet die Bilder könnte jede Sekunde aus der üppig genutzten Zeitlupe völlig zum Comic-Panel erstarren.

Zack Snyder, der mit dem „Dawn of the dead„-Remake solide und überraschend unterhaltsame (wenn auch inhaltlich eher flache) Kinokost abgeliefert hatte, serviert mit „300“ eine bunte Schlachteplatte hochartifizieller Bilder, die in ganz wenigen Fällen wirklich nach Film aussehen. Nach Bewegung.

Die Geschichte die grad zu Beginn von einem märchenonkelhaften Erzähler berichtet wird und das mag der Vorlage geschuldet sein, ist nicht grade eine die mich vor empathischer Begeisterung in den Fieberwahn taumeln lässt. Begegnet man den knochenharten Figuren in „Sin City“ mit amüsierter Distanz, sieht die fleischgewordenen Hardboiled-Klischees in ihrer abstrakten schwarz-weiß Welt als Cartoonfiguren an, die nicht ernstgenommen werden können, so fällt diese Abstraktion bei „300“ schwerer, werden einem Leonidas und seine Recken doch trotz Renderwahn im Endstadium, als historische Figuren, als lebendige Menschen verkauft.

Als solche bieten sie allerdings wenig sympathisches, wenig Grund ihnen bei ihrem Kampf die Daumen zu drücken. Ungeschlachte, nicht grade feinsinnige Geister sind es, die grunzend, schwitzend und knurrend nur ein einziges Ideal, den Heldentod, den Kampf, die Schlacht glorifizieren. Von dem was sie von sich geben, was man von ihrem Leben sieht, ist da wenig das man verteidigt sehen möchte. Eine humorlose Bande von Raufbolden denen die Ehre über alles geht, die markige Sprüche klopfen als hätten sie alte Spickzettel von Chuck Norris oder das Buch „Blöde Phrasen die man niemals ernstgemeint sagen darf“ gelesen.

Man muß gar nicht soweit gehen die optischen Referenzen zu Frau Riefenstahl herzustellen, die faschistoide Ideologie der Spartaner herausarbeiten oder sich an der klischeehaften Darstellung der tuntigen Perser, allen vorran ihres Königs Xerxes stören, um von 300 wenig begeistert zu sein. Mag im arabischen Sprachraum auch heiß diskutiert werden, ob der Film nun rassistisch sei mit seiner Darstellung der Muselkrieger, so muß man auch fairerweise anmerken, daß die Bösen Wichtel bei „Lord of the Rings“ ebenfalls nicht grade wie die typischen WASP-Kerlchen aussahen. Auch Peter Jackson musste sich fragen lassen, warum die finsteren Untermenschen die den Mächten des Lichtes entgegentraten größtenteils von ethnisch-herausgeforderten Schauspielern dargestellt wurden.

Man muß sich nicht zwingend auf die politisch unkorrekten Aspekte des Films kaprizieren, der mit viel Getöse ein inhaltliches Vakuum erzeugt. Scheissegal was passiert, hauptsache laut.

Es reicht aus, wenn man das Timing des Films, den extrem prätentiösen und lahmarschigen ersten Akt, sowie die letztlich doch ermüdenden und austauschbaren Schlachtenbilder betrachtet, um sich in diesem Streifen bei aller überwältigungsoptik doch grandios zu langweilen.

Hauptdarsteller Butler, der bisher eher durch Fernseharbeit und „Das Phantom der Oper“ nicht eben positiv auffiel, spielt Leonidas direkt und reizlos, seine Mimik erschöpft sich kriegerischem Geschrei und einem Gesichtsausdruck der ein wenig an George Clooney mit Verstopfung erinnert. Hinzu kommt oft das Gefühl der Begrenzung, der fehlenden Weite. Fast meint man, daß sich die Darsteller bewusst zusammenducken, weil die Green Screen-Bühne ihnen keinen Platz zum atmen ließ. Was „Sin City“ zum Vorteil gereichte, da seine Welt eng und verschachtelt ist, macht sich in den grenzenlosen Weiten der 300-Schlachtfelder negativ bemerkbar, denn viel zu oft spürt man, das jede zu ausladende Geste, jedes Ausbrechen nach rechts und Links die Bühne gesprengt hätte, auf der die Schauspieler agieren mussten. Als seien Sie selbst in starren Comic-Panels gefangen, bestimmt Statik viele Bilder, wo Dynamik gefragt wäre. Unfreiwillig erinnern die vielen Nahaufnahmen denn auch an die ambitionierten, aber oft grandios trashig-aussehenden Halmi-TV-Zweiteiler, die ebenfalls in der Enge des Fernsehbildes kleben bleiben. Da helfen auch keine in den Hintergrund deutlich sichtbar reindublizierten Kleindarsteller, die vergeblich versuchen so zu tun, als wäre hinter dem Helden noch ein Meter Platz. Das mittem im Kampf dann der Märchenonkel über die Schlachteszenen drüberlabert, tut ein übriges dem Streifen das bißchen Schwung zu nehmen was er hat.

Ob einem dieser Overkill an Machismo Hack’n’Slash gefällt dürfte wohl hauptsächlich davon abhängen, ob man sich mit den Bildern zufrieden gibt, die Snyder einem anbietet. Bilder die für mich in jeder Sekunde nach schwitzige Onkelz die vor der Greenscreen rumhampeln aussehen, die andere aber sicherlich sehr erbaulich finden und für „noch nie dagewesen“ halten.
Wenn man den Look mag und darüber hinwegsieht, das außer David Wenham kein wirklicher Schauspieler auf der Leinwand zu sehen ist, die Dialoge sich (frank Miller hin oder her) wirklich jenseits von Gut und Böse befinden und die im Grunde recht unspannende Story sich genauso schneckenflink voranbewegt, wie die Slow-Motion-Bilder des Films, dann wird man vermutlich grinsend aus diesem Streifen herauswanken und ignorieren können, das man eben einen wirklich vorhersehbaren alten Stinkekäse geguckt hat.

Wer mit der Zeitlupe und dem Look seine Probleme hat und nicht schon bei den Trailer freudig in die Hose ejakulierte, dem sei allerdings angeraten einen wirklich großen Bogen „300“ zu machen, denn mehr als diese Art von Bildern hat der Film nicht zu bieten. Weder emotional noch inhaltlich passiert wesentlich mehr, als das was man im Trailer schon sehen konnte – nur das es eben länger passiert und ein bißchen CGI-Blutiger.

300 polarisiert. Mir ist das Bohei um den Film relativ schleierhaft, aber ich konnte mich weder für Conan noch für Episode III noch für die alten Heavy Metal-Comics wirklich begeistern und irgendwo in dieser Schnittmenge bewegt sich dieses Opus, das hoffentlich dann doch zu stumpf ist, als das irgendjemand es tatsächlich für bare Münze nehmen wird.

Letztlich könnte dies eines der wenigen Werke werden, bei denen der Bildband zum Film spannender anzuschauen ist, als das eigentlich Leinwandwerk. Dort kann man das Umblättertempo zumindest selbst bestimmen.

Bestell dir die Comic-Vorlage: 300

oder hol dir das Bilderbuch: 300: The Art of the Film

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100 Kommentare

  • Reply Jeriko One 27. 3. 2007 at 4:19

    Hab den Film noch nicht gesehen, aber woher nur wusste ich all das schon? Spätestens als klar war, dass nicht nur der Trailer in SloMo sein würde, ist der Film für mich uninteressant geworden.

    Du solltest dein Review auf Englisch übersetzen, soviele Hasskommentare von den Amis, die den Film hypen wie nix, wirste nie wieder kriegen ;-)

  • Reply justus_jonas 27. 3. 2007 at 10:46

    Gute Rezension. Aber… klingt nicht gerade nach drei von fünf Sternen, oder?

  • Reply Sonse 27. 3. 2007 at 14:40

    Schließe mich dem Just an, eine gute Rezension und ich würde da auch noch mindestens 1-2 Sterne abziehen.
    Ich bin für alle vernünftigen Kommentare zu diesem Filmmurks dankbar.
    Leider konnte ich mich ja hier nicht zurückhalten und musste meinen Senf schon zum Spoof-Trailer posten, werde das hier nicht wiederholen.

    siehe: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/03/24/its-raining-300-men/#comments

  • Reply Shady IIV 27. 3. 2007 at 20:16

    Ich hab ihn gesehen. Klar, nicht mein Fall – da ich sowas überhaupt nicht in mein Geschmacksgebiet fällt. Die Figuren und dieses Hack’n’Slay -> Wenig Story.

    Aber unter 3 Punkte für dieses visuelle Kunststück. Da steckt schon viel dahinter – mir persönlich gefällt aber besonders die Slow Motion. Das fasziniert.

    =) Nunja, gab schon recht unterhaltsame 2 Stunden. Paar witzige Stellen sind ja auch drin ;D

  • Reply Bessen 27. 3. 2007 at 23:17

    #1 Gerade die Slow-Motion sachen wollte ich unbedingt auch im Film sehen!

    Also ich glaub ihr könnt einfach keinen Film genießen…Ich mochte den Film sehr!
    Ich würde ihm 4/5 Sternen geben, da er wirklich sehr viel Unterhaltung bietet, abgesehen von den manchen Stadt/Rat szenen, die ich jetzt nicht allzu gut fand. Und bei dem Film stört es überhaupt nicht, wenn die Story etwas im Hintergrund oder gar nur ganz leicht vorhanden ist…

  • Reply Dog Hollywood 28. 3. 2007 at 8:40

    Vielleicht sogar ein wenig zu sehr, denn der Film kommt streckenweise so bleischwer und langatmig daher, daß man befürchtet die Bilder könnte jede Sekunde aus der üppig genutzten Zeitlupe völlig zum Comic-Panel erstarren.

    Ein sehr geiler Satz!

    Interessant, dass Batzmans Review beinahe neutral beginnt und dann immer „böser“ bzw., besser gesagt, kritischer wird. So kam es mir vor.

    Nachdem ich den Film gesehen habe, kann seine Ablehung gegenüber 300 jedoch verstehen, obwohl ich Snyders spartanische Kinoumsetzung nicht so schlecht fand, 3 Sterne hätte ich ihm ebenfalls gegeben. Gut, meine Erwartungen an den Film waren nicht hoch, um Enttäuschungen vorzubeugen. Gespannt war ich dennoch…

    Der Film bietet außer der großen Klopperei nicht viel, wie Batzman schon andeutet: Knallharte Sprüche und ein besonders unliebsamer König Leonidas. Davon abgesehen, die Bilder fand ich toll inszeniert. Gerade die vielen Slow-Mos erinnerten mich an das Comic und ich glaube das sollte damit auch erreicht werden. Eine Art Stilmittel, die „Sin City“, durch die Verwendung anderer Stilmittel, ebenso besonders macht. Wie gelungen das eingesetzt worden mag, bleibt Geschmackssache.

    Es ist sicher keine Frage welcher Film nun besser ist, zudem ungeachtet dessen welche fragwürdigen Botschaften 300 vermittelt werden. Ich fand Snyders bewegten Comic unterhaltsam, optisch eindrucksvoll und musikalisch sehr markant, abgesehen davon, dass das ganze Drumherum nicht wirklich neu erschien, aber solide wie die gestählten, frisch epillierten Bauchmuskeln eines Spartaners.

    Warum schreien die eigentlich die ganze Zeit?

  • Reply rene 28. 3. 2007 at 10:38

    >Warum schreien die eigentlich die ganze Zeit?

    Genau das ist das Problem des Films, Dog. Beim ersten mal gucken sind die Schlachten und die schicken Bilder durchaus beeindruckend, beim zweiten mal wirkt all das dann nur noch lächerlich und ein drittes mal werde ich den wohl nicht sehen. Die Substanz, wenn man so sagen will, dieses Films sitzt im Lack. Und der ist schnell ab. Deshalb hätte ich ihm auch nur 2,5 Sterne gegeben.

  • Reply Andreas Zeller 28. 3. 2007 at 13:04

    Also mich hat diese Kritik nicht wirklich überzeugt. Klingt eher so, als habe da jemand der „so etwas“ sowieso nicht gerne sieht, versucht seine Ablehnung zu begründen. Und das ist imho nicht gelungen.

    Das Herausragende an dem Film ist die konsequente Umsetzung der Comic-Ästhetik. Und das liegt auch, aber nicht nur, an dem exzessiven Einsatz von Slow Motion. Der Vorwurf, dies sei nicht neu, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wieso „nicht neu“? Weil der Greenscreen schon mal eingesetzt wurde oder weil es schon öfters muskulöse dumme Krieger im Kino gab? Und überhaupt: dass etwas nicht neu sein muss, um Aufsehen zu erregen, hat Matrix damals doch eindeutig bewiesen, oder?

  • Reply Moviesteve 28. 3. 2007 at 13:17

    Oh, oh. Da fängt jemand eine Matrix-Debatte an. Mir schwant schlimmes… ;-)

    Trotz (oder wegen?) der Rezi der FFF freue ich mich wahnsinnig auf den Film!
    Selbst wenn er kein Meilenstein sein sollte, wird das definitiv Sinnesfutter, das man im Kino gesehen haben muß.

  • Reply nico 29. 3. 2007 at 12:31

    „sinnesfutter“ ist doch mal eine besch***ene und überflüssige wortneuschöpfung.
    eigentlich willst du sagen: der film ist sicherlich menschenverachtend, rassistisch, ideologisch fragwürdig, militaristisch, ironiefrei und filmisch schlecht, aber daran will ich nicht denken, ich will ihn mir nur ankucken. dann sags auch.

  • Reply Andreas Zeller 29. 3. 2007 at 13:11

    @nico
    Du verwechselst einen Film mit einer politischen Demonstration. Dir würde der Film vermutlich nur gefallen, wenn alle Transparente trügen mit Aufschriften „ich bin gegen Kieg“, „ich bin gegen Tierversuche“ oder „ich bin für Weltfrieden“…

    Und wenn Du den Film gesehen hättest, wüsstest Du, dass er durchaus nicht „ironiefrei und filmisch schlecht“ ist. Wenn Muskel-Machos sich mit „Auuu Auuu“-Rufen Mut machen, sagt das viel über sie aus. Und auch die platt-dümlichen Sprüche über „Stolz und Ehre“ können auch als solche interpretiert werden. Dass viele das nicht begreifen, ändert daran nichts.

  • Reply nico 29. 3. 2007 at 13:50

    ich hab ihn gesehen und was du als ironie bezeichnest nenn ich menschenverachtenden witz. die ironie, die dem film fehlt, ist selbstironie. selbst „starship troopers“ der sich ähnliche kritik gefallen lassen mußte hatte die. „300“ hat sie nicht.
    das mag dir vielleicht so vorkommen, weil du so viele sixpacks auf einen haufen zum kichern findest. liest man den film als 1:1 comicverfilmung, dann nimmt er sich in der hinsicht zum beispiel sehr ernst.

    das ding ist ein handlungsschwaches gemetzel, als sowas würd ich es stehen lassen. dabei füttert er aber nicht irgendwelche sinne, sondern rechte argumentationen. da muss man kein verschwörungstheoretiker oder bush-basher sein um das zu erkennen, wenn man denn will und nicht von all den sixpacks abgelenkt ist. ich fand ja zum beispiel die bärte cooler.

    dass politik viel subtiler passiert als über banner auf ner demo muss ich dir sicher nicht erklären.

  • Reply Moviesteve 29. 3. 2007 at 15:10

    1. „Sinnesfutter“ ist ganz sicher keine Wortneuschöpfung von mir. So gern ich mir das Lob solcher Genialität gefallen lasse, ist diese griffige Beschreibung imo doch sehr naheliegend, weshalb sie viele andere Schreiber in anderen Zusammenhängen sicher schon zigmal benutzt haben.

    2. Tja, ist bissel blöd, eine dermaßen harsch formulierte Debatte zu starten, wenn ich den Film noch nicht sehen und damit auch nicht beurteilen konnte.
    „Sinnesfutter“ muß ja hinterher nicht zwingend als gut empfunden werden. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, daß ich sicher bin, daß dieser Streifen die Sinne (Sehen, Hören -> Fühlen) ansprechen wird. Ob mir dann gefällt, was er da hervorruft, kann ich erst nach dem Kinobesuch mitteilen.

    3. Ich persönlich brauche nicht immer Super-Haudrauf-Ironie und „Achtung Sarkasmus!“-Sticker. Wenn ich die Aussagen, die Figuren in Filmen treffen, faschistoid, rassistisch oder sonstwie fragwürdig finde, dann bilde ich mir dieses Urteil gern einfach so selbst mit Hilfe meines Verstandes. Ebenso wie die persönliche Einschätzung, ob ich glaube, daß der Regisseur diese Aussagen unterstützen oder eben als genau so fragwürdig darstellen wollte. Darf man rechtslastige Pseudo-Propaganda nicht mehr darstellen und muß von vornherein jede Diskussion ausschließen? Das wäre doch sehr erbärmlich.
    Wie gesagt (respektive: geschrieben), zum konkreten Beispiel „300“ kann ich noch gar nichts sagen (schreiben). Ich denke aber doch, daß man auch Filme wie „Triumph des Willens“ und ähnliches als „Sinnesfutter“ beschreiben kann – auch wenn man dann eben die Beweggründe solcher Produktionen hinterfragen sollte.
    Will jetzt Snyder oder Miller nicht mit Riefenstahl in Verbindung bringen, da ich ihnen eigentlich schon einiges an hintergründiger Kritik zutraue (gerade Miller, auch wenn der die eben nicht überdeutlich einpackt, sondern gern auch etwas weiter unter der Oberfläche versteckt). Aber, ich muß mich wiederholen: Ich hab den Film nicht gesehen, kann mich also irren.

  • Reply Jörn 29. 3. 2007 at 15:17

    Also ich habe den Film vor ein paar Tagen gesehen und war sehr beeindruckt. Wer sich hier natürlich so eine Frage stellt wie „Wieso brüllen die die ganze Zeit.“ stellt sich vielleicht falsch ein und für denjenigen ist das einfach nicht der richtige Film. Keine Ahnung…

    Oder es ist so wie Rene sagt – dass beim zweiten mal Schauen der „Lack“ ab ist. Das kann ich mir derzeit aber nur kaum vorstellen…

    Meiner Meinung nach gehört „300“ eben zu der Sorte von Filmen, für die man wirklich einen Faible haben sollte. Die Kampfszenen haben einen Manorwar-Musikvideo-Charakter, ja! Und all das Gemezel und Hervorheben von Ehre und Kampf-bis-in-den-Tod Geschreie hat sicher nicht allzu großen inhaltlichen Tiefgang. Aber ich finde, dass diese Art von Film genau das auch gar nicht verspricht. Ich fand den Streifen großartig, vielleicht weil ich eben mich einfach nur mitreißen lies…

    Von meiner Seite aus 4,5/5

  • Reply Cineast 29. 3. 2007 at 15:18

    Dazu passt ganz gut das Interview mit Zack Snyder in der aktuellen Cinema, speziell folgende Aussage:

    „Aus heutiger Sicht ist es unmöglich, das Weltbild der Spartaner und ihr Vernarrtheit in den eigenen Tod nachzuvollziehen. Auf ihre Art waren sie Verrückte. Gerade deswegen besteht der Reiz des Films darin, dass er konsequent die Haltung der Spartaner einnimmt. Mein Ziel war, dass „300“ wirken sollte, als würden spartanische Krieger nachts um eine Feuerstelle sitzen und sich voller Stolz von den Heldentaten der Vergangenheit erzählen.“

  • Reply nico 29. 3. 2007 at 19:28

    moviesteve: da sind wir uns ja einig, ich find die diskussion sogar notwendig.
    „sinnfutter“ ist vielleicht auch einfach ein beschissenes wort, denn die sinne kannst du ja nicht abstellen und insofern ist alles futter für die sinne. im gegenzug impliziert „sinnfutter“ eben, dass man gerne das denken dabei abschaltet.

  • Reply m 30. 3. 2007 at 1:57

    can’t wait … :P

  • Reply Andreas Zeller 30. 3. 2007 at 16:09

    Komisch, dass jemand die Ironie von Starship Troopers sieht und die von 300 nicht. Genau der Vergleich ging mir, als ich 300 sah, sofort durch den Kopf und ich ahnte, dass es ähnliche Diskussionen gibt…

    Das hier wiedergegebnen Zitat von Zack Snyder betätigt mich übrigens in meiner Lesart des Films. Danke.

  • Reply rene 30. 3. 2007 at 23:09

    Der Vergleich mit „Starship Troopers“ hinkt ein wenig, und zwar weil Paul Verhoeven damals ganz gezielt irgendwelche Werbe- und Sitcom-Gesichter castete, die mit einem Zahnpasta-Lächeln in den Tod rennen. Genau daraus bezieht „Troopers“ seine Ironie.

    „300“ fehlt es gänzlich an Ironie. Der meint seine Aussagen ernst und die darf man eigentlich nur so lesen, wie es Zack Snyder im oben erwähnten Zitat vorschlägt. Dann ist der Film tatsächlich ganz okay, nur, wie gesagt, beim zweiten Sehen fällt einem der pure Faschismus und Wahnsinn der Sprüche der Spartaner etwas mehr auf, weil die Optik und das ganze beeindruckende Tschengdarassabumm bekannt ist, und man deshalb etwas genauer hinhört.

    Desweiteren sind die ganzen Bezüge zur heutigen Zeit ebenso hinkender Blödsinn. Tatsächlich waren historisch die Perser zur Zeit der Schlacht an den Termophylen die Großmacht und die Spartaner so etwas wie der Irak heute. Diesen geschichtstriefenden Unsinn sollte man aber aus der Diskussion streichen. Wir reden hier über einen Kriegsfilm, der in der Antike spielt. Dass er keine Aussage über die Absurdität des Konzepts „Krieg“ trifft, tut er laut Snyder, weil er konsequent die Perspektive der Spartaner einnimmt.

    Und die Spartaner, das Volk, das seine Kinder vermessen lies und bei Nichtgefallen dem Tod überlies, konnte ich noch nie leiden. Da beeindrucken mich dann auch nicht goldgefärbte Küsten und Ultra-Zeitlupen. Auch wenn sie schick sind.

  • Reply rene 30. 3. 2007 at 23:26

    Kommentare abonniert.

  • Reply Andreas Zeller 31. 3. 2007 at 12:00

    Also ich konnte zu keinen Zeitpunkt die Perspektive der Spartaner einnehmen oder gar Sympathie empfinden: das war bereits nach der ersten Szene mit der „Kinderauslese“ klar. Auch der „pure Faschismus und Wahnsinn“ der Spartaner war bereits beim ersten Ansehen des Films mehr als deutlich. Und diese dauernden „Auu Auuu“-Schreie haben mich (wirklich) schallend lachen lassen. Imho sind diese Spartaner keine Sympathieträger und dass das Leute, die z.B. Bush jun. wählen oder Rambo II ff gut finden, dass anders sehen, ändert an meiner Meinung nichts. Dennoch finde ich den Film toll, gerade wegen seiner stilistischen Mittel und ihrer konsequenten Anwendung.

    Deine Kritik an dem Vergleich zu Starship Troopers kann ich nachvollziehen, soweit wollte ich auch gar nicht gehen, mir ging es um die Missverständnisse und „falschen Fans“, die dieser Film hervorrief und die ich auch bei 300 erwartete. Und, dass Interpretationen, die von einer 1:1-Analogie zur Jetzt-Zeit ausgehen, bei diesem Film Unsinn sind, finde ich übrigens auch.

    P.S.Kommentare abonnieren funktioniert bei mir übrigens leider nicht – trotz eMail.

  • Reply Webrocker » Spartans, tonight we dine in hell… 31. 3. 2007 at 13:31

    […] Nächste Woche gehe ich ins Kino. Und zwar in: 300. Ich bin mal sehr gespannt, weil bislang kenne ich ausser den Trailern auf der Webssite nur die Kritiken bei Franz und den Filmfreunden, sowie ein paar kurz hingeworfene Smalltalkbrocken aus denen hervor geht, dass es durchaus Leute gibt, die dem Film einen Bezug zur amerikanischen Irak/Iran Politik (liegt ja auch nahe, nicht wahr, amerikanischer Film und die Perser(!) bekommen auf die Mütze…) unterstellen. Sogar solche Worte wie “faschistoid” sind gefallen. Uiuiui. […]

  • Reply Frauke 31. 3. 2007 at 18:38

    Könnte für den ein oder anderen was sein: ein Interview mit Regisseur Zack Snyder: http://www.comicbookresources.com/news/newsitem.cgi?id=9982
    Zu den auch hier im Blog genannten Vorwürfen folgender Ausschnitt aus dem Interview:
    „CBR: Now, I’ve also seen a handful of messages left on public message boards where people are saying that „300“ promotes racist ideals, that it promotes white supremacy with the Spartans over the darker skinned Persians. So, how do you respond to those kind of accusations, especially now that the film is out, whether it’s from the government of Iran or someone posting on a message board.

    Snyder: You know, when I see that, when I see someone use words like „neocon,“ „homophobic,“ „homoerotic“ or „racist“ in their review, I kind of just think they don’t get the movie and don’t understand. It’s a graphic novel movie about a bunch of guys that are stomping the snot out of each other. As soon as you start to frame it like that, it becomes clear that you’ve missed the point entirely.“

  • Reply 300 Mann mit Eiern! « Die Filmschrottpresse 1. 4. 2007 at 2:33

    […] Ich hab diese ganzen Pussies so satt die da voll am rumheulen sind, so “buhhuuuu der Film ist voll faschistisch und so”. Wenn ich das Gekotze da bei dem Filmaffen lese krieg ich echt zuviel. Klar ich klopp mich auch nur wenns sein muss, aber Mann das ist Kino, da muss es rummsen. […]

  • Reply nico 1. 4. 2007 at 5:13

    frauke, du kennst ja sicher das comic. snyder spricht davon, dass sein film „300“ nur eine graphic novel wäre (selbst darüber könnte man streiten, eisner würde im grab rotieren) und er deshalb mit dem ganzen kram über die strenge schlagen könnte, weil ist ja nur comic. in dieser argumentation ist es mehr als interessant, welche rollen und szenen dem film hinzugefügt wurden, die es so nicht im comic gibt. das sind komischerweise in erster linie die geschichten um die ehefrau von leonidas, die unfähigkeit des demokratischen rates und diesen einen stereotypen verräter im rat. was sagen mir diese szenen also? familie ist das wertvollste was es gibt (will ich nichts gegen sagen, nur aufzählen, gibt in der summe ein nettes bild) demokratische entscheidungen dauern zu lange, werden falsch getroffen und sind korumpiert.

    seltsam also nun, warum sich snyder gerade entschieden hat, szenen mit solchen aussage hinzuzufügen und eben nicht szenen die in irgendeiner art, durch irgendeinen filmischen kniff seine gegner, die ihm homophobie und was weiß ich nicht alles vorgeworfen haben, die argumente zu nehmen.

    insofern würde ich mal zitate vom regisseur nicht gelten lassen. der ist mehr als befangen.

    ebenso seine verwunderung, warum wir in europa seinen film als antidemokratisch brandmarken würden obwohl doch so oft von freiheit die rede wäre. ich bitte dich, das disqualifiziert sich von alleine.

  • Reply Andreas Zeller 1. 4. 2007 at 13:37

    @nico 25
    Das mit Frau und Familie habe ich nicht so in Erinnerung aber das mit dem Senat, dem Verräter und Deine Interpretation Richtung Demokratie ist interessant.

    Zwar finde ich es immer wieder unangebracht, wenn von einem Film verlangt wird, dass er seine Vorlage (Buch, Comic o.ä.) 1:1 umsetzt aber die Sequenzen mit dem Verräter empfand ich beim Sehen des Films auch als sehr platt und vor allem auch unnötig. Wenn nun ausgerechnet diese Szenen hinzugefügt wurden, hinterlässt das wahrlich auch bei mir einen faden Beigeschmack.

    Allerdings ändert es nichts an meiner Begeisterung für die Inszenierung und filmische Umsetzung.

  • Reply m 1. 4. 2007 at 15:51

    ihr seid allesamt weicheier ^^

  • Reply Pumuckl 2. 4. 2007 at 9:49

    > eisner würde im grab rotieren

    Kaum. Die beiden haben sich ziemlich gut verstanden.

    http://www.darkhorse.com/profile/profile.php?sku=11-757

    Sehr gutes Buch!

  • Reply Hannes 2. 4. 2007 at 13:44

    Ich habe noch nie so ein Forum gesehen wo so ein Müll gesabbert wird! Unfassbar wie man dem Film politische hintergründe verleihen will.
    Es ist Geschichte und damit Fakt! und wenn die Griechen diese Schlacht nicht gewonnen hätten, würden eure Frauen heute mit dem Schleier rumlaufen! und ihr alle nach einem Buch leben! Tolle Alternative!
    Zum Vergleich, sagen wir Deutschland wird belagert und es droht euch die Sklaverei eure Kinder müssen zur Zwangsarbeit und eure Frauen werden Vergewaltigt! Was macht ihr denn dann euch unterwerfen oder bis zum Tod für eure Freiheit kämpfen.
    Wie kann man den dem Film Faschismus vorwerfen?
    Wie sollen sich die paar Spartaner den mut machen wenn nicht durch anschreien?
    Die Zeit liegt 2500 Jahre zurück und obwohl es sehr schlechte Riten und Gebräuche gab sind wir den heute etwa besser?
    Also noch mal Faschismus ist wenn man sich ein anderes Volk einverleiben will und es unterdrückt und wie das geht da braucht man in der Geschichte nicht so weit zurückblicken oder?
    Filmtechnisch und Storymässig ist der Film Top und ich unterstelle den negativen das 50% den film nicht gesehen haben und der Rest einfach von vorn herein nur negatives sehen wollte!
    10 von 10 punkten für das Meisterwerk und danke an Frank Miller und Zack Snyder für das Epos!

  • Reply Renington Steele 2. 4. 2007 at 14:13

    Hannes. Was für ein ausgemachter Unsinn.

    1. Das hier ist kein Forum.
    2. Die Spartaner haben diese Schlacht nicht gewonnen.
    3. Faschismus ist nicht, „wenn man sich ein anderes Land einverleiben will“, sondern funktioniert bsp nach dem Führerprinzip: Nach diesem Prinzip wird eine einzige Ideologie als verbindlich erklärt, die das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen durchdringen soll.
    Mehr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus#Faschismusdefinitionen_und_-theorien

    Alles was dort geschrieben steht, trifft auf die Spartaner zu, vor allem, wie sie in 300 dargestellt werden. Ergo: faschistisch.

    Filmtechnik, da können wir drüber reden. Aber die Story ist schon ziemlich dünn. Muss man so sehen. Aber was streite ich, hat ja eh keinen Sinn… Meisterwerk. Pah.

    Schau Dir mal lieber den Paten an.

  • Reply nico 2. 4. 2007 at 20:37

    pumuckl: touché. was ich eigentlich ja damit sagen wollte, ist, das die story im 300er comic so schwach ist, dass ich sie kaum als graphic novel bezeichnen würde. nur ist das wohl kein qualitätkriterium.

    hannes: „es ist geschichte und damit fakt“. das ist ja das beste, vom schlechtesten, das ich in der ganzen diskussion zum film gehört habe.

    du meinst also, geschichte wird zum fakt, weil einer vor 2000 jahren (herodot) was aufschreibt, was ein anderer ihm von ner schlacht erzählt hat, an der der erzählende für eine der beiden beteiligten parteien teilgenommen hat.
    das so notierte wurde über die jahrhunderte mehrmals von leuten kopiert. das heißt in dem fall irgendwo im kloster händisch abgeschrieben. dabei wurden gerne mal sachen weggelassen und hinzugefügt, je nach dem wie’s dem kopisten gefiel.
    schließlich wurde der text vom griechischen ins lateinische und später ins deutsche übersetzt. wo wiederum der jeweilige übersetzer nach eigenem gutdünken das geschehene abändern konnte.
    die deutsche übersetzung der übersetzung der kopie der kopie des erzählten herodots‘ hat dann eine redaktion gescheiterter pädagogen für ein schullexikon zusammengeschrieben.
    du liest dann schließlich in wikipedia über die schlacht das, was ein typ, der den ganzen tag am rechner counterstrike zockt und sich in foren rumtreibt, sich so nach dem lesen des lexikons gemerkt hat.

    und das nennst du fakt?

  • Reply Binding 4. 4. 2007 at 12:22

    „Ernst nehmen kann den Film niemand. Eigentlich. Und dort beginnt das Problem.“
    TAZ

    Okay, die Reaktionen der iranischen Regierung auf den Film sind natürlich völlig überzogen und lächerlich – wenn auch die generelle Kritik an der Darstellung der Perser zutrifft. Die NZZ beschreibt die Debatte um den Film unter anderem mit folgenden Worten, die ich absolut nachvollziehen kann: „Es kommt offenbar ganz darauf an, wer sich von diesem jüngsten Produkt aus Hollywoods Special-Effects-Studios gern beleidigt sehen möchte. Um den Vorrang kämpfen derzeit die Schwarzen, die Schwulen und die Iraner.“ NZZ.

    Sehr Interessant im Hinblick auf den „300“-Kampf als Keimzeile der europäischen Demokratien sind übrigens auch zwei historische Tatsachen, auf die der eingangs zitierte „taz“-Text hinweist: 1. „(Der Iran hatte) zu der Zeit, in der der Film spielt, bereits eine hoch entwickelte Kultur (…). So hatte etwa Kyros II., der Großvater von Xerxes, bereits Menschenrechte niedergeschrieben.“ 2. „So ist nicht erwiesen, dass es im persischen Reich überhaupt Sklaven gab – im Gegensatz zu Griechenland, wo zur damaligen Zeit manchen Angaben zufolge jeder zweite Bewohner nicht frei war.“

    Die Rundschau meint in dem Film sogar den Kampf des demokratischen Europas gegen die Allmacht des Weltpolizisten USA zu sehen, verteidigt Regisseur Snyder und unterstellt ihm sogar noch kritische Untertöne: „(…) all das ist Teil eines riesigen Propaganda-Mythos, den Snyder in Bildern aufleben lässt, damit der Betrachter ihn umso genauer hinterfragt. Wer die Dialoge und die Bilder wörtlich nimmt, unterschätzt Snyders Methode.“ fr-online

    Aber das steht im krassen Widerspruch zu den Aussagen der Filmemacher, die nicht müde werden zu betonen, dass sie mit dem Film überhaupt nichts bezweckten – außer gute Unterhaltung liefern zu wollen (Welt.de)! Und genau das ist auch mein Hauptvorwurf an den Film: dass er eben nur das tut (ohne jegliche kritischen Untertöne) sowie keine Message hat außer dem faschistoiden Herrenmenschentum, das er bebildert. Dass der Film in den USA so supererfolgreich ist, finde ich in diesem Zusammenhang höchst bedenklich!

  • Reply Dog Hollywood 4. 4. 2007 at 12:33

    Dem stimm ich zu! Der Film wird viel zu sehr ernst genommen!

  • Reply Mr_Noyes 5. 4. 2007 at 1:17

    1. Ich mochte Conan der Barbar (nur den ersten Teil!) und „Starshiptroopers“ (dessen Ironie ich von Anfang an gesehen habe)

    2. Ich mag Monster Magnet Videos (ja, die mit den barbrüstigen Frauen, schnellen Autos und eingängigen Riffs)

    3. Trotzdem gefiel mir 300 nicht.

    Um als Popcornkinofilm durchzugehen, haben mir irgendwie die wow Effekte gefehlt. Ja, es gab nette CGI Schlachten, gabs aber beim Herrn der Ringe auch, ja, es floss Blut in coolen action-Sequenzen, gibts aber in asiatischen Fantasy-Filmen auch. Und besser. Der Schreiber des Reviews hat es irgendwie auf den Punkt gebracht: Zuviele Nahaufnahmen, immer die gleichen Nahkämpfe – und die B-Story in der Stadt? Gähn. Die Märchenonkelstimme hat es tatsächlich auch nicht besser gemacht, ich habs auch lieber wenn die Mucke bei Schlachszenen aufgedreht wird und mir nicht ein alter Opi erzählt, wie cool die doch waren – das wurde in Conan (in den 80ern!) dezenter geregelt.

    Soviel zum Popcorn-Aspekt. Jetzt gibts natürlich die böse, böse Sache mit der Message… Ironie? Ernsthaft gemeint? Oder eigentlich scheißegal? Ich sag mal soviel: Würde die Message des Filmes offensichtlicher ironisch gemeint sein („Möchten Sie mehr wissen?“), würde ich ohne jeden weiteren Gedanken mein Popcorn kauen.

    Man kann aber einfach nicht leugnen, dass der Film einen die ganze Zeit Schlagworte wie „Freedom“ oder „fighting for law&order“ (o-ton der Frau von Leonidas vor dem Senat) ins Gesicht drückt, die blöderweise zusehr an heutige Zeiten erinnern. Und irgendwie gibts auch im ganzen Film kein Zeichen, dass das jemand nicht so ernst meint. Da muß ich mich doch fragen: Will der mir was andrehen? In der Werbung wimmelt es auch immer wieder von coolen Szenen und witzigen Einfällen und trotzdem wollen die dem Zuschauer nur das Produkt verkaufen. Und genauso gings mir in dem Film.

    Fazit: Zum Popcorn kauen gerade noch ok, aber irgendwie kam der Film wie ein riesengroße, nervige Werbeshow rüber, in dem die wenigen schicken Szenen dadurch untergingen, dass man das Gefühl hatte, jemand will dir was andrehen…

  • Reply Renington Steele 5. 4. 2007 at 11:57

    Schön gesagt, Mr.Noyes!

  • Reply Webrocker » 300. 6. 4. 2007 at 11:46

    […] Mein Fazit: Alleine schon der visuellen Umsetzung wegen absolut sehenswert, ansonsten viele Abzüge in der B-Note. […]

  • Reply Andreas Zeller 6. 4. 2007 at 12:24

    Ich möchte nur noch die Kritik von Claudius Seidl in der FAZ erwähnen: http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~EDBE14802BF064A38BBC9BB2780462AA6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Und das Gespräch mit Andreas Platthaus in der Sendung Kulturzeit auf 3Sat vom 4.4.07 http://www.3sat.de/dynamic/webtv/webtv_frame.php?url=kuz_070404_platthaus_16zu9.rm

    Der Aussage von Platthaus, dass der Begriff „Faschismus“ in der ästhetischen Theorie unangebracht ist, stimme ich übrigens ausdrücklich zu. Der Faschismusvorwurf ist auch in diesem Fall ein Totschlagargument.

  • Reply plasmaoxyd 6. 4. 2007 at 16:00

    Wenn man moralische und ethische Werte vermittelt bekommen möchte, dann darf man diesen Film nicht anschauen. Wer allerdings auf bildgewaltiges und effektreiches Kino steht, dem wird der Film gefallen. Der Diffusionsfilter und die überzeichneten Konturen sehen einfach geil aus. =)

  • Reply agitpop - title does not dictate behaviour » Blog Archive » 300 - Plain evil or just stupid? 8. 4. 2007 at 4:04

    […] *Die Kommentare bei d-frag sollten unbedingt gelesen werden. *Medienrauschen berichtet von der Vorpremiere. *Kritik am Film von ix. *Die im Text zitierte Intro-Rezi. *Batzmann ist “ist das Bohei um den Film relativ schleierhaft”. *Telepolis zur Iran-Connection. *Das Filmblog zur Naziideologie von 300. *JPB: “Jeden, der das Ding mag würd ich ohne zu zögern aus meinem Freundeskreis streichen. *Ron Gilbert: Filme sind die neuen Spiele. *Tim O’Neill: “doesn’t anyone else see just how silly this all is?”. […]

  • Reply heinz 8. 4. 2007 at 13:33

    Könnt ihr den Film nicht einfach Film belassen? Das ist ein Meisterwerk. Aus.
    Mein Gott, und wenn ihr Bierbäuche in den Bildern der Spartaner eure Existenz schwinden seht und deswegen lieber die Filmstory mit dem Paten vergleicht, ist das erbärmlich. Alles, aber auch wirklich alles müsst ihr kaputtdiskutieren.

    Was für ein Wahnsinns Epos hier gelungen ist, das jeder einzelne Frame dieses Films ein Poster sein könnte, geht hier komplett unter – weil manch oberschlaue Wikipedia-Zitierer auf ihr Geschichtswissen zurückgreifen müssen. Der Film hat eine, noch nie dagewesene Wucht, welche mit dem Sound eine Dynamik ins Rollen bringt, dass es einen wegfegt. Ob Faschismus hin oder her. Scheißegal. Wirklich Scheißegal.

    Dann bleib zuhause und guck SuperRTL.
    Ich war zwei Stunden gefesselt, was ich von keinem anderen Film behaupten kann.

  • Reply Peng 8. 4. 2007 at 17:01

    Die meisten hoch intellektuellen, die hier und in anderen Blogs ihren Ummut über den Film kundtun, möchte ich mal sehen, wenn es zu hier einem bewaffneten Konflikt kommt.

    Meiner Meinung nach, sind das jene, die dann am lautesten schreien, das doch bitte ihr Arsch beschützt werden möchte. Weil man ja so toll schlau ist und schließlich deshalb ein Recht auf Überleben hat.
    Nur wer soll dann den Kopf hinhalten und eure Ärsche schützen?
    Ihr Watteschmeißer hier vielleicht?
    Die sich lieber erst einen Renntier-Pulli anziehen und das ganze dann ausdiskutieren wollen.?
    Nein, dafür sind dann die Arbeiterkinder gut genug, nicht wahr? Und die dürfen sich dann natürlich auch mit „Auu-Auu“ Rufen gegenseitig Mut machen.

    Mich würde auch interessieren, ob jemand, der das Heldengetue des Films so abstoßend fand, jemals eine Kaserne von innen gesehen hat. Mit Sicherheit nämlich nicht.

    Ihr seid armsellige Würstchen…

  • Reply dieWurst 8. 4. 2007 at 17:34

    um die gebotene Höflichkeit im Forum
    zu untermauern:

    Hallo ersteinmal,

    ich habe den Film nicht gesehen, kann also
    nur Denkanstösse über die vorherigen Zeilen geben und versuchen dieses
    ganze historisch / politische Durcheinander
    zu entwirren:

    Die Entrüstung betrifft nicht den arabischen Raum, sondern persisch stämmige
    Leute. Selbst wenn die Perser damals
    Sparte besiegt hätten, würden in Europa
    kaum mehr oder weniger Frauen mit Schleier
    rumlaufen, als es aktuell vorkommt,
    denn damals war Zarathustrismus angesagt,
    der erst im 7.Jahrhundert nach Christus
    durch den Islam abgelöst wurde.

    Nun lass ich mal nicht mehr den „intellektuellen“ raushängen, sonst bekomme ich noch einen Pulli übergestreift =;-o.

    vielleicht dann doch ersteinmal den Comic
    reinziehen und einfach schauen, ob
    der Film eine gelungende Umsetzung dessen
    geworden ist ?

    Ein Nichtwürstchen

  • Reply Batzman 8. 4. 2007 at 18:03

    @Peng & Heinz

    Ihr bestätigst die schlimmsten Befürchtungen die die Leute als Kritik an diesem Film, seinem Zielpublikum und seiner Wirkung geäussert haben.

    „Ob Faschismus hin oder her. Scheißegal. Wirklich Scheißegal.“

    „Mich würde auch interessieren, ob jemand, der das Heldengetue des Films so abstoßend fand, jemals eine Kaserne von innen gesehen hat.“

    Jau. Keine weiteren Fragen.

  • Reply Peng 8. 4. 2007 at 18:11

    @dieWurst

    Vielleicht hat es nicht den Eindruck gemacht, aber du brauchst mir nichts von Geschichte erzählen. Ich interessiere mich nämlich für selbige und habe wohl auch etliches an Literatur darüber.

    Ich meinte eigentlich die Typen, für die die gezeigten Spartarner nur dümmliche Killermaschinen sind und so angewidert sind von ihrem Heldengetue.
    Natürlich ist das im Film extrem überzogen, aber es ist doch wohl Tatsache, das man solche Leute braucht, wenn ein Aggressor an der eigenen Tür/Grenze steht.
    Mir ist nämlich nicht bekannt, das in solchen Fällen das diskutieren und werfen mit Wattebäuschchen in der Geschichte etwas gebracht hat.

    Und genau dann sind die ganzen super intellektuellen nämlich froh, wenn sich jemand an der Front den Schädel für sie wegblasen lässt. Hauptsache sie selber sitzen zu Hause bei Mama und können schön weiter diskutieren oder halt solche sinn befreiten Kommentare wie hier einige zu lesen sind, verfassen.

  • Reply Peng 8. 4. 2007 at 18:18

    @Batzman

    Nach diesem Kommentar schätze ich dich so ein, das du lieber deine Frau, Kinder und die eigene Mutter verkaufen würdest, nur um deine Haut und deinen Arsch zu retten.
    Genau du bist so ein armseliges Würstchen von dem ich sprach.

  • Reply Suppenliebhaber 8. 4. 2007 at 19:22

    Mein Gott was für ein Haufen von weinerlichen Heulsusen.

    1. Comicverfilmung!!!!!!!!!!!!!!
    Geschichtlicher Hintergrund?????????????
    Comicverfilmung!!!!!!!!!!!!!!

    2. Dann den Gedanken anzubringen das Faschismus in diesem Film stecke. Wahrlich lächerlich. Wenn es so wäre, dann wäre es scheiss egal, da wir in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit leben und da sind auch extreme Meinungen zugelassen ihr Heuchler.

    3. Wie vorher gesagt jeder Frame dieses Filmes könnte ein Poster/Bild sein das so für sich schon ausdrucksstark genug wäre. Während des Films kam ich mir vor als wenn ich ein riesiges Wandgemälde im Louvre anschauen würde. Dieser Film ist allerhöchste Filmkunst und da ist der geschichtliche Hintergrund egal, Faschismus egal und sogar die Handlung. Die dennoch überzeugt.

    Banausen

  • Reply Suppenliebhaber 8. 4. 2007 at 19:28

    Im übrigen blabla Spartaner Faschisten.

    Dann wäre jede Monarchie Fachismus und jede Religion Faschismus blablabla

  • Reply Peng 8. 4. 2007 at 19:42

    @Suppenliebhaber

    Du weißt doch, wenn man etwas nicht mag oder ablehnt, holt man am besten irgendein Totschlagsargument aus der Mottenkiste und schon ist die Welt wieder in Ordnung.
    Als Alternative zu Faschismus hätten wir noch Terroristen, Kinderschänder und Raubkopierer im Angebot. :)

  • Reply So jetzt reichts. 8. 4. 2007 at 20:54

    Man, pisst euch doch weiter an. Solche Idioten. Schaut euch den Film doch erstmal an. Habt ihr Kritik zu den Film? Dann behaltet sie für euch geht in die Toilette scheißt sie runter und spülts weg. Niemanden interessiert was ihr da für scheiße schreibt. Nützt eure Zeit doch lieber für was sinnvolles. Würd mich überraschen wenn irgend jemand von euch möchtegerngenies euch klugscheißer ne Freundin hat so wie ihr euch anstellt. Ihr meint ihr wüssten au alles. Nix wisst ihr. Viele von euch meinen dass es in dem Film nur um gemetzel und um schreien geht. Gut dass stimmt vielleicht aber so war es damals nun. Der Film soll wiedergeben was damals Sache war und ich finde dass wurde gut hingekriegt. Wer sowas nicht mag soll den Film net anschauen und au nichts negatives schreiben. Man man man. Solche Pflaumen sind die meisten von euch.

  • Reply Mr_Noyes 8. 4. 2007 at 22:00

    @Peng: Sorry, dazu kann ich nix mehr sagen; du kannst nicht wirklich erwarten, dass sich jemand mit dir noch unterhält, nachdem du ihm deine Scheiße ins Gesicht geworfen hast.

    @Suppenliebhaber: s.o.

    Jetzt mal allgemein: Jeder kann eine Meinung haben. Muß natürlich keiner toll finden. Kann man auch den anderen sagen, dass man seine Meinung nicht so toll findet. Kann man auch lassen. Ist beides ok – nur jemanden verbal eins auf die Fresse geben zu wollen tut nicht not. Echt nicht. Wirklich.

  • Reply Renington Steele 8. 4. 2007 at 22:09

    Was hier zutage tritt, sind in ihrer Ehre gekränkte Militaristen. Weinerliche Wattebäuchwerfer my ass, wenn die Fäkalsprache und Anfeindungen hier so weitergehen, werden die betreffenden Kommentare ohne weitere Diskussion gelöscht.

    Andere Meinungen akzeptieren zu können scheint nicht grade Eure große Stärke zu sein. Da habt ihr mit dem Faschismus jedenfalls etwas gemeinsam.

    Wenn ein Meisterwerk solche Freunde hat, mei, dann muss es ja wirklich ganz ganz groß sein.

    Ich wusste noch gar nicht, dass man eine Comicverfilmung nicht hinterfragen darf. Wo andere differenziert diskutieren (die ersten paar Kommentare), kommt ja hier hinten scheinbar der pure Gedankenmüll zum Zuge. Meisterwerk und aus my ass, meine Lieben.

    „Wer sowas nicht mag soll den Film net anschauen und au nichts negatives schreiben.“

    Genau. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, dann darf ich es weder lesen, noch sagen, dass es mir nicht gefällt. Als nächstes wären wir dann beim aberkannten Wahlrecht, wenn einem die Regierung nicht passt.

    Leute, ihr wandert gedanklich auf nem schmalen Grat! Und ich glaube nicht, dass Euch bewusst ist, dass das so ist.

  • Reply Renington Steele 8. 4. 2007 at 23:02

    Ansonsten kann ich allen die durchweg differenzierte und sehr gute Kritik von „300“ bei Agitpop empfehlen:

    Ich würde es eher mit einem anonymen Leserbrief aus den 300-Heften halten: “It’s Miller again. Gorgeous works, ugly subtext.” Der Film funktioniert für mich als das, was ich von ihm erwartet habe: Er ist eine Schlachtplatte ohne Tiefe, sieht dabei aber ungemein schick aus. Im Grunde genomme ist 300 ein glorifizierter B-Movie. Ein Film, der eher im Splatter-Regal einer abgewrackten Videothek als im Feuilleton der FAZ zuhause wäre, wenn er eben nicht das Blockbuster-Budget hätte.

    Was mir gar nicht schmeckt, wenn die mangelnde Tiefe darauf zurückgeführt wird, dass der Film halt einen Comic als Vorlage hat. Da verwechseln dann wieder ein paar Experten Medium und Message. Wer einen tiefgründigen, gut recherchierten und spannend geschriebenen Comic über die Antike lesen will, dem sei übrigens Eric Shanowers wundervolles Age of Bronze ans Herz gelegt. (Ein Comic mit Literaturverzeichnis!)

    Ganz abseits des Politischen: 300 wird nicht das Ende des klassischen Films sein. Diese totale Überinszenierung, die ständigen Zeitlupen und vorgespulten Bilder, das künstliche Erscheinungsbild… das funktioniert einmal oder auch zweimal, so lange es noch neuartig ist. Danach wird es langweilig und belanglos, so wie die Bullet Time in der Zeit nach The Matrix. Und dann wird das ästhetische Gemetzel nicht darüber hinwegtäuschen können, wie armselig und lachhaft die Dialoge des Films sind.

  • Reply Peng 9. 4. 2007 at 1:10

    Mir geht es hier eigentlich weniger um dem Film, als vielmehr um diese herablassende Art.
    Für mich ist das ein Film. Nichts weiter. Ich bin auch bei weitem kein Militarist. Oder, wenn mich das mögen dieser Art von Filmen, in deinen Augen, zu einem macht ist mir das auch Egal.
    Ich halte Gewalt immer für die denkbar schlechteste Lösung, nur leider gibt es viele Menschen auf der Welt, die das anders sehen.

    Was ich aber über alle Massen verachte, ist, wenn sich irgendwelche Halb studierten über Menschen lustig machen, die bereit sind, auch mal anzupacken. Egal, ob „auf´m Bau“ oder auf einem Schlachtfeld.
    Hat der Autor vielleicht eine Phobie gegen schwitzende Männer?

    Zitate

    [….schwitzige Onkelz die vor der Greenscreen rumhampeln.]

    [Ungeschlachte, nicht grade feinsinnige Geister sind es, die grunzend, schwitzend und knurrend nur ein einziges Ideal, den Heldentod, den Kampf, die Schlacht glorifizieren. Von dem was sie von sich geben, was man von ihrem Leben sieht, ist da wenig das man verteidigt sehen möchte. Eine humorlose Bande von Raufbolden denen die Ehre über alles geht, die markige Sprüche klopfen als
    hätten sie alte Spickzettel von Chuck Norris oder das Buch “Blöde Phrasen die man niemals ernst gemeint sagen darf” gelesen.]

    Da kann mir einer erzählen was er will, aber diese Einstellung hat der Autor doch nicht nur bei seinen Filmreviews.
    Ihh, ein Bauarbeiter…., Bäh, eine Aldiverkäuferin. Schrecklich, wie dumm und primitiv die sind..
    Und schwitzen tun die auch noch. Ist ja ekelhaft.

    Und solche Menschen, die sich aus was für einen Grund auch immer, für was besseres halten, habe ich gefressen. Stellt euch mal vor, die ganzen „Heloten“ gäbe es nicht und die Geistige Elite sollte selber KÖRPERLICH tätig werden. Dann würde die Welt wohl in 2 Tagen untergehen..
    Sorry, da geht mir einfach der Hut hoch.

    Da ich das natürlich alles falsch verstanden und viel zuviel hinein interpretiert habe, entschuldige ich mich hiermit selbstverständlich für meine Äußerungen. ;)

  • Reply Renington Steele 9. 4. 2007 at 1:31

    Immerhin mal eine einigermaßen „differenzierte“ Aussage.

    Batzman solche Dinge vorzuwerfen ist ein wenig weit hergeholt, aber gut, es mag sich so anhören. Es ist eben ein pointiertes Review und genau deshalb gut. Ich selbst hab auch schon auf’m Bau geschafft und mir mit Pennerinnen den iPod geteilt, und ich finde den Film dennoch eher zweifelhaft. Vielleicht aus dem Grund, weil er die Spartaner glorifiziert, die ihre nicht ganz so dollen Babies dem Tod überließen.

    Vielleicht erweitert es dein Weltbild, wenn ich dir sage, dass ich nicht studiert habe, aufm Bau und in Farbwerken gearbeitet habe und mich nicht als Intellektuellen bezeichne und trotzdem bei den meisten IQ-Tests über 130 liege. Kein Scheiß. Heute mache ich irgendwas mit Medien.

    Das alles führt aber leider an diesem Film vorbei. Ich schätze, Du hast ihn erst einmal gesehen und ich muss zugeben, auch mich hat er beim erstmaligen sehen einigermaßen überzeugt. Nur: wenn man ihn nochmal sieht, all die Effekte und plumpen Sprüche gewohnt ist, dann bleibt NICHT übrig. NICHTS hat Substanz in diesem Machwerk, außer einer einigermaßen gut gestalteten Bildsprache. Thats it. Und dafür braucht man weder Irak, Bush, Iran oder die Geschichte. Der Film ist unter seiner Oberfläche einfach schwach.

    Trash ist er im guten Sinne, aber Meisterwerk dazu zu sagen, das ist sehr, sehr weit hergeholt.

  • Reply Renington Steele 9. 4. 2007 at 1:33

    Ach so: die „herablassende Art“, die hast Du auch drauf, lies mal Deine Comments. Die hat jeder drauf. Das ist so ne komische Angewohnheit von Menschen.

  • Reply heinz 9. 4. 2007 at 12:09

    […Ich schätze, Du hast ihn erst einmal gesehen und ich muss zugeben, auch mich hat er beim erstmaligen sehen einigermaßen überzeugt. Nur: wenn man ihn nochmal sieht, all die Effekte und plumpen Sprüche gewohnt ist, dann bleibt NICHT übrig. NICHTS hat Substanz in diesem Machwerk, außer einer einigermaßen gut gestalteten Bildsprache. Thats it. Und dafür braucht man weder Irak, Bush, Iran oder die Geschichte. Der Film ist unter seiner Oberfläche einfach schwach.…]

    Man, ich wollt wieder loslegen, aber Mr. Steele, ich muss zugeben: dieser Satz schließt die Diskussion einfach ab.
    Bringt das in das Review ein und: Thats it. Damit bekommt die, schon zurecht erkannte herablassende Art ein etwas weicheres Allgemeinbild.

  • Reply Dome 9. 4. 2007 at 17:03

    naja was soll man sagen…
    storymäßig eher Mauer Metzelfilm, der aber von Vorn bis Hinten super durchcoreoraphiert ist. Würde auch wieder reingehen. Nur das Ende (der 300) ist etwas enttäuschend… :/

  • Reply peace 9. 4. 2007 at 18:32

    Was soll am ende schlecht gewesen sein? Die Spartiaten (die 300) haben wegen dem Verräter die Schlacht verloren. Gut, man hätte vielleicht noch zeigen können wie die Armee von Sparter die Perser zum Schluss niedergemetzelt haben doch dann würden sich noch mehr Iraner (nichts gegen die!!!!!!! ) beschweren!

  • Reply Andreas Zeller 10. 4. 2007 at 12:28

    Ist ja wirklich erschreckend, wass hier inzwischen teilweise geäussert wird. Warum werden diese Kommentare nicht einfach gelöscht? Diskussion und Meinungsaustausch ist doch gar nicht Intention der Verfasser.

    Aber, dass man sich jetzt schon entschuldigen muss, wenn man nie auf dem Bau oder hinter der Kasse gearbeitet hat, ist schon stark. Sind studierte Menschen schlechte Menschen? Und was hat das mit Filmen zu tun? Dürfen nur noch die Helden der Arbeiterklasse Gegenstand eines Filmes sein? Darf nur noch eine Kinokarte kaufen, wer Hornhaut an den Händen hat?

    Malte hat bei Spreeblick übrigens einen guten Text zum Thema (300) geschrieben: http://www.spreeblick.com/2007/04/10/300-aber-auch-24/

  • Reply 300 + 2 at kleinski // 10. 4. 2007 at 13:53

    […] ReEDIT // Auch recht lang und ambivalent unterhaltsam ist die Diskussion um diesen Artikel bei den 5 Filmfreunden. Von zustimmend über neue Ideen zum Thema aufwerfend bis absolut erschreckend, alles in der Comments-Wundertüte drinnen. […]

  • Reply J.A. Hero 11. 4. 2007 at 16:28

    also man kann einen film ja auch totquatschen.
    ich war auch tatsächlich drin und mir hat er gefallen. ob jetzt historisch korrekt oder nicht, is mir ehrlich gesagt egal.
    ich sag immer „wenn ich niveau will, les‘ ich ein buch“ ;)
    desweiteren hab ich diese typen satt, die im kino sitzen und bei ’nem actionfilm nach realismus schreien…
    eins noch: kein mensch braucht film bzw. musik-kritiker.

  • Reply Batzman 11. 4. 2007 at 20:50

    Mal gut das ich grade auf der re:publica im Seminar „Trolle im Netz“ war und weiß, daß man Trolle nicht füttern darf. *snigger*

  • Reply www.GlotzKind.de - Blog 11. 4. 2007 at 22:10

    […] Und genau darum fand ich den Film gut. Um mal die Fünf Filmfreunde zu zitieren, ja, ich habe schon bei den Trailern “freudig in die Hose ejakuliert”. Ich wollte geile Bilder, ich habe sie bekommen. Gewalt und Sex in Zeitlupe habe ich erwartet, und genau das habe ich bekommen. […]

  • Reply Marcel 12. 4. 2007 at 12:19

    ich fand den film gut :(

  • Reply Mr_Noyes 12. 4. 2007 at 13:57

    @Marcel: Ist doch auch gut. Man muß die Meinung des anderen (hier: des Kritikers) respektieren. Gutfinden muß man die nicht. ;)

    In diesem Sinne

  • Reply Nachdenken ist nicht peinlich 12. 4. 2007 at 19:33

    Madness? THIS.IS.THINKING!…

    Back to topic: Wie schon gesagt, ist der Film der heißeste Scheiß wenn es darum geht, zu diskutieren bzw. sich gegenseitig zu beschimpfen und auch ich habe, angefeuert von einem der ersten kritischen Bemerkungen zum Film meinen Senf dazugegeben…

  • Reply Who said that I wasn 12. 4. 2007 at 21:05

    […] Batz fand ihn eher nur langweilig und bringt auch sonst nur ein m

  • Reply Nachdenken ist nicht peinlich 12. 4. 2007 at 21:46

    Our Subtext will blot out the sun…

    […] Selbst gute Kritiken wie bei den Fünf Freunden und take-it-easy Blogs wie machen sich die Sache zu einfach, denn die Message ist ziemlich tricky. […]…

  • Reply Moviesteve 13. 4. 2007 at 14:50

    Neuer Senf von mir.

    Hab den Film über Ostern auch endlich gesehen und kann mich also inzwischen auch detaillierter äußern. Das habe ich dann hier mal getan: http://cineasten.myblog.de/cineasten/art/137584400/Meine_Begegnung_mit_den_300

    Darunter findet Ihr außerdem noch die Meinung von meinem geschätzten Blog-Kollegen Cineast.

  • Reply Ich will dir meine Meinung aufzwingen! 13. 4. 2007 at 15:45

    Wie sagt der Bi-Ba-Batzman so schön in seiner Review: „300 polarisiert.“ – und wenn ich die Kommentare oben durchlese bestätigt sich dies umso mehr. ;)

    Es ist allerdings zu hinterfragen, welchen Sinn es haben soll, wenn sich nun eben der eine Pol mit dem anderen um die „Wahrheit“ zankt. ;D

    Ich persönlich finde 300 insofern schonmal gelungen, dass er nicht die Art Fil ist, der einen Platz in Batzmans „Common Nonsense“-Liste finden würde. Ein Streifen wie 300 ist gottseidank nun eben nicht für den indifferenten Geschmack „teilnahmsloser Popcornfresser“ gemacht, sondern sucht sich eben seine Fansgemeinde. Gepriesen sei der persönliche Geschmack! ;D

    In diesem Fall geht es bei jenem Film auch eher um die Adaption des „persönliches Kunstwerks“ von Frank Miller, dass sich wenig danach richten will, was der einzelne Cineast in seiner Laufbahn als hardcore-Filmegucker schon alles gesehen hat und was nicht und ob man ihm auch ja ein respektzollendes Schmunzeln aus seinem eingebildeten Ego kitzelt.

    Und eines sei allen Kasernenbewohnern noch gesagt: „Nur jene lieben den Krieg, die ihn niemals spürten.“
    Und dieser Spruch machte auch schon in der Antike die Runde.

  • Reply Ido 14. 4. 2007 at 1:36

    Ich hab die Kommentare hier nur überflogen und man sieht wirklich, dass 300 ein polarisierender Film ist. Die Anzahl der Kommentare sind bei so einer pointierten kritik aber auch kaum verwunderlich. Und dass der Film für Kontroversen sorgt, erstaunt mich auch kaum. Es ist auch logisch, dass das für jeden Anti-Amerikanisten gefundenes Fressen ist.

    Was mich jedoch am Review stört ist, dass es mir in sich selbst widersprüchlich erscheint. Zunächst wird gesagt, der Film gleiche vieleicht sogar zu viel einen Comic, um noch als Film verdaubar zu sein; um dann einen Absatz später zu sagen, dass die darin vorkommenden Charaktere zu „glaubhaft“ zu „echt“ dargestellt werden, um sie als Comicfiguren zu sehen.
    Ich hatte dieses Problem eigentlich von Anfang an nicht, aber spätestens (wirklich spätestens) als
    [SPOILER]der König apfelkauend zwischen den Leichen umherstampft und rumpalabert[/SPOILER]
    dacht ich mir so „oha. lauter kleine Marvs. Müller wie er leibt in lebt.

    Auch dies kann man, wenn man denn so will, vermutlich darauf zurückführen, dass ich den Film von Anfang an anders gesehen habe. Für mich war die Essenz des Filmes von Anfang an seine Ästhetik und seine Schlachten. Der Clash zweier seltsamer und grundverschiednen Kulturen. Wärend es dem Schreiberling hier vermutlich um Story, Dialoge usw. geht und er deshalb versucht die ganzen Süßigkeiten für die Augen auszuklammern…
    Meiner Meinung beraubt man den Film damit seine Essenz und ich glaube es kam deshalb zu einer so „tiefen“ Bewertung.
    Es wäre so, als würde man sich Reservoir Dogs unter einem ästhethischen Aspekt anschauen und die Dialoge und das Schauspiel außer Acht lassen…

    Seis drum. Irgendwo in der Menge der Kommentare beschwert sich jemand, dass man die Ästhetik des Films als Totschlagargument für seine politische Botschaft nimmt. Ich bitte aber auch darum, das ganze von der anderen Seite zu sehen. Den genauso ist diese „politische Perspektive“ ein Totschlagargument für jeden, der sagt er habe den Film genossen. Ein Konter unmöglich.
    Der, der schnell genug diese Possition eingenommen hat, kanns sich dann daran erfreuden, dass den anderen nichts als das plumpe Argument übrig bleibt, dass dies den Film ja nichts abtue oder es sich hierbei um eine Comicverfilmung handelt die verdammt noch mal rockt.
    Wie auch immer. Sollte 300 wirklich eine Art der modernen, subtilen Propaganda sein, so wäre es eine der plumpesten die ich je gesehen hätte. Und vermutlich auch eine der ineffektivsten. Da müsste man zunächst mal den Privatsendern, Zeitungen und Nachrichtendienste eine Scheuern. Die machen das nämlich viiiiell besser ;)

    Was ich schlussendlich aber geil fand, war der vergleich der zu Herr der Ringe (wohlgemerkt: Ein Film der für die ganze Familie ausgelegt ist) und 300. Auch ich will das machen.
    Wärend die Schlachten von Herr der Ringe Jazzmusik, waren die von 300 verdammter Rock’N’Roll.

  • Reply Ido 14. 4. 2007 at 1:47

    Achja… was ich noch fragen wollte.
    „Mir ist das Bohei um den Film relativ schleierhaft, aber ich konnte mir bla bla bla“
    Eignetlich wird hier das gemacht, was die meisten deutschen und einige amerikanische kritiken machen: Man versucht den Film runterzuquatschen. Aber warum reichts dann doch noch für die 3 Sterne?

  • Reply F5 - Die Fünf Filmfreunde 18. 4. 2007 at 13:13

    […] […]

  • Reply Binding 18. 4. 2007 at 18:57

    Niveau nur in Büchern? Kritiker braucht niemand? Es ist ziemlich witzig, dass im Umkehrschluss in Blogs auch kein Niveau stecken dürfte und alle dort geäußerten Meinungen ebenfalls nutzlos wären! Hallo? Ja, genau.

  • Reply medik 20. 4. 2007 at 14:33

    *hust*Musik- und Filmkritiker braucht niemand *hust*

  • Reply ChrisCross 23. 4. 2007 at 23:25

    ich finde es Schade das Menschen immer in irgendwas reininterpretieren bzw. eher kaputt interpretieren müssen! Finde ich gensauso geil wie die leute die den Herr der Ringe als naziwerk brandmarken. Wer will findet immer, 300 fand ich Klasse. Der Comic wurde gut umgesetzt, würde der Film auf ARTE laufen würden die Hälfte der kritiker hier warscheinlich über den Film jubeln. Ich finde das Film als reines Bildwerk wirklich grandios.

    ZUm Geschichtlichen – damals war es so! Zwar nicht 300 gegen eine Million, sondern wohl eher 7000 gegen 200 000, aber die Spartaner waren aus heutiger Sicht faschos. Die heutige Sicht interssiert aber nicht! Klar haben Regimes wie die von Hitler gern die Spartanische Geschichte als Vorbild genommen, dafür kann aber weder 300 was noch die Spartaner! Und was ich in dem obigen Post (ich glaube aus der TAZ) gelesen habe, ist dieser typische Dummfug den schlecht informierte Redakteure verzapfen (zu viel zuvielen Themen), es dann aber in wulstige Formulieren packen damit solche Kritiker wie hier, sich gedanklich daran ergötzen können. Denn zwar hat Kyros II., der Großvater von Xerxes, bereits Menschenrechte niedergeschrieben, blöd nur das Xerxes das alles über den Haufen geworfen hat, und lieber ganze Länder tyrannisierte!

    Zudem merkt man doch recht schnell das der Film sich selbst auf die Schippe nimmt (Die Apfelgeschichte ist das beste beispiel!). Wenn ich dann hier so kommentare lese wie, ich mochte ide Spartaner nie, die haben ihre Kinder die Klippen runtergeworfen, darum ist der Film so böse böse blöde, kriege ich nen Anfall. Erinnert mich son bisschen an Holidaycheck.de, wo einige Leute leider auch ne rezi schrieben dürfen. Hotel-Kreta-Griechenland: „Das Hotel ist doof, weil ich mag kein griechischen Essen“!

    Naja euch noch viel Spaß, interpretiert weiterhin so viel, dann verpasst ihr bestimmt nichst im Leben ;)

  • Reply Micha 24. 4. 2007 at 10:20

    Was soll das ganze Gejammer eigentlich?

    Der Film soll 90 Minuten unterhalten. Das tut er!

    Der Film basiert auf einer Comicvorlage und an die hält er sich (besser als die meisten anderen Filmverwurstungen).

    Die Spartaner waren Rassisten…passt also auch.

    Die Schlachten waren geil und es trieft nur so vor Heldenepos und Blut…wie im Comic.

    Das man über das einbauen und aufblasen des Storyzweig mit Königin Gorgo streiten kann, stimmt!

    Ansonsten bildgewaltige, geile Comicumsetzung. Wer nach dem Kinobesuch feststellt, dass es nicht sein Ding war ist selbst schuld.

    Wer den Film in deutscher Syncro schaut ist auch selbst schuld.

    Alles im allem geile Unterhaltung, fette Schlachten, sehr gut choreographierte Kämpfe, nah am Comic, genial fotografiert oder besser am PC erstellt.

    4/5 Sternen.

    Der Film sollte noch wollte er je eine Herr der Ringe sein also belassen wir’s dabei.

    Ich hab mir seit dem Film 4 oder 5 Sparta-Dokus gesaugt und muss sagen, die waren noch film schlimmer als von Frank Miller porträtiert.

    Auch übrigens das erste mal, dass in einem Film die erfolgreichste Schlachtenordnung der Antike, die Phalanx, mal einigermassen authentisch gezeigt wird.
    Mit dieser Methode hat 160 Jahre später Alexander die Welt erobert, bzw. den Persern abgenommen ;-)

    Erst die flexiblere Ordnung der römischen Legion konnte dem Paroli bieten.

    Meine 5 Cent..nun könnt ihr mich bashen

  • Reply Julie Paradise 29. 4. 2007 at 19:12

    300-300=0 vorerst, jedenfalls…

    Ich wollte mir gestern "300" anschauen. Man hat ja schon viel über den Film gehört. Jetzt also selber gucken. Hhm, da stoße ich auf die Kritik…

  • Reply Chicco 5. 5. 2007 at 0:35

    Also erstmal muß ich sagen der Film ist im Grunde nicht schlecht gewesen, kommt aber weder an Gladiator und auch nicht an Sin City heran. Dennoch finde ich die SlowMo und die Hack&Slay Elemente gut. Kurzum ein gelungener kurzatmiger Film über den man nicht lange nachdenken muß. Halt einfaches unterhaltsames Kino. Greetz

  • Reply the last czarnian 5. 5. 2007 at 17:07

    hey, mann! dieser film ist so faschistoid, hitler und mussolini wäern mit einem dauerständer im kino gesessen. und frank miller.. wer sich etwas eingehender mit seinen werken beschäftigt wird feststellen, das der typ nicht ganz sauber ist.wie steven king hat er nur eine einzige geschichte die sich ständig in grün oder blau wiederholt. inhalt: selbstjustiz,machismo,rache etc.,etc..
    klappt bei klischeecrime aller sin city ganz gut. wird spätestens bei einer antik-schmnonzette sau blöd und wurde darüber hinaus eh schon tausendfach in anderen amifilmen verwurstet. diese amerikaner..tststs!

  • Reply SchönerDenken » Blog Archive » Spartanische Schlachtplatte 18. 5. 2007 at 17:49

    […] P.S. Wer mit so grobem Pinsel malt, muss auch damit rechnen persifliert zu werden: Hier im Schalfzimmer zum Beispiel oder noch besser: hier an Bord eines Flugzeugs. Und es gibt natürlich Lob und Kritik – hier beide vom SWR. Die Fünf Filmfreunde: bunte Schlachtplatte hochartifizieller Bilder Peter Hengl: Der dümmste Film, der je gemacht wurde From Beyond: ebenso langweilig wie auch infantil inszeniert FAZ.net: Sterben als Pflichtprogramm […]

  • Reply Fire 28. 5. 2007 at 23:03

    Hm, meine Meinung zu „300“ ist: Optisch sehr gut, inhaltlich leider alles andere als anspruchsvoll. Sehr einfach gestrickt… Also der Kinogang war zwar nicht umsonst, aber als überragend, hammergeil, whatever würde ich den Film trotzdem nicht bezeichnen.

    Meine 3 Hauptkritikpunkte (neben der flachen Story):
    1. Zu viel Pathos. Dass die Spartaner stolz auf sich sind – okay. Dass sie sich als Freiheitskämpfer fühlen – okay. Dass Leonidas mal ne nette Ansprache hält – okay. Aber diese ständigen, dauernden pathetischen Wiederholungen nerven dann doch mit der Zeit. Irgendwann hat doch auch wirklich jeder Depp kapiert, dass die Spartaner hochmotivierte Kämpfer sind, und gut is. Wieso also nochmal die Runde reden? Es nervt nach der x-ten Wiederholung.
    2. Die Perser werden zu sehr als Volldeppen dargestellt. Dass „300“ sehr einseitig ist – auf der einen Seite stehen „die Guten“, auf der anderen Seite „die Bösen“ – ist eine Sache. Aber man kann doch auch „die Bösen“ etwas kompetenter darstellen, als es hier der Fall war… Nicht mal gescheite Kämpfer hatten die Perser in ihren Reihen – sie wurden einfach so niedergeschlachtet. Neee, die spartanische Überlegenheit hätte echt nicht so übertrieben dargestellt werden sollen… Es macht doch auch den Kampf interessanter, wenn man kompetentere Gegner hat.
    3. Zu viele Logikfehler. U.a.: Spartaner werden an ihren Mänteln an den Boden genagelt und können sich einfach so befreien. Spartaner sterben am Schluss ganz plötzlich, obwohl sie sonst quasi unbesiegbar waren. Die Phalanx ist ne gute Taktik, wird aber so gut wie nie genutzt. Die Schlucht ist ne gute Position, um zu kämpfen, sie wird aber auch nicht genutzt.

    Aber okay, immerhin gab der Film was die Optik und die Schlachtszenen angeht, etwas her. Ich wollte sowas wie einen visuell ansprechenden Kampffilm sehen und das hab ich bekommen. Leider nicht mehr, aber eben auch nicht weniger…

    Was ich nur irgendwie – k.A., wie drück ich’s aus? vielleicht: seltsam – finde, ist diese „huch, ein Film mit rechter Propaganda!“-Panikmache… Wenn da mal nicht zuviel hineininterpretiert wird…

    Folgendes: Schaut euch doch mal die historischen Spartaner an! Oder überhaupt antike Kriege und Kulturen… Meint ihr etwa, die wären damals lieb und nett und rücksichtsvoll gewesen? Hätten sauber gekämpft und die Gegner geschont? Ja, ich weiß, „300“ kann den Titel eines Geschichtsfilms echt nicht für sich beanspruchen (dazu gab’s zuviele Ungenauigkeiten), aber dennoch war das ein Film, in dem antike Kulturen vorkamen und der deswegen nicht zu sehr vom Bild, das wir von diesen Kulturen haben, abweichen sollte…
    Und die Spartaner in „300“ kamen meines Erachtens echt nicht übertrieben grausam daher. Also ich meine: Nicht übertriebener, als es damals wirklich gewesen wäre. Militaristisch und kampfgeil? Waren sie doch. Haben Kinder nach der Geburt ausselektiert und die Klippe runtergeworfen? Haben sie. Standen sie auf den Heldentod? Ja, und das hielten die Wikinger und ganz besonders die Samurai ähnlich. Haben sich die Spartaner was auf ihr Volk eingebildet? Na, da waren sie nicht die einzigen! Undemokratisch? Jo. Und die Sache mit den Leichenbergen war auch keine spartanische „Erfindung“… So hat man versucht, seine Gegner im Krieg zu demoralisieren. Genauso das Umbringen der schwer verletzen Gegner – auch keine bloße filmische Grausamkeit, sondern ein übliches Kriegsgreul.
    Im Film wurde sogar noch weggelassen, dass junge Spartaner in der Mutprobe nicht nur gegen wilde Tiere kämpfen musste, sondern noch ruhig nen Heloten umbringen durften… Und es wurde weggelassen, dass ca. 2/3 der Bevölkerung in ner ziemlichen Knechtschaft gelebt hat… Und da ist euch der Film zu extrem?! Was für eine Spartaner-Präsentation erwartet ihr denn eigentlich?? War is cruel and life’s hard – das galt damals noch mehr als heute. Und wenn das damals schon auf andere Völker zutraf – dann doch erst recht auf so Leute wie die Spartaner, die sowieso hardcore waren… Vonwegen also Nazi-Zeug und so…
    Was wäre euch an dieser Stelle denn lieber gewesen? Ne Beschönigung der Spartaner und ihrer Lebens- und Kampfweiseweise? Eine Verfilmung, die zeigt, dass Sparta und der Krieg doch nicht sooo fies gewesen wären? Was??
    Kann man denn aus diesem Material überhaupt einen nicht-faschistoiden, nicht-allzu-brutalen Film drehen? Ohne die Spartaner beschönigt, verkitscht und verweichlicht darzustellen, was sie ja nicht waren? Meiner Meinung nach doch wohl kaum…
    Ich sehe einen gewalttätigen Film mit kampfgeilen Typen. Aber: Ich kann bei den Spartanern im Film keine großen Unterschiede zu der charakterlichen Grundeinstellung der Spartaner von damals entdecken. Ebenso wenig sehe ich unerhörte, extreme, nie dagewesene Kriegshandlungen. Ich kann also nicht sagen „Boa, was hat der Regisseur nur für ne perverse Sache verbrochen“, sondern eher „Ja, so ungefähr könnte es gewesen sein“. Also lehne ich mich zurück und lasse auf mich wirken, wie es „damals gewesen sein könnte“ (mal von den Fantasy-Elementen angesehen), hör mir die Macho-Sprüche an und betrachte die, meiner Meinung nach, durchaus nicht ungelungene optische Umsetzung. Die Spartaner wirkten auf viele vielleicht nicht sympathisch, einigen sind sie viel zu blutgeil und zu arrogant – aber dafür kamen sie spartanisch rüber. Und das ist es, was ich von Spartanern erwarte…

    Also nochmal: Wie hättet ihr die Spartaner glaubwürdig dargestellt, ohne dass ihr den Eindruck hättet, einen rssistischen Film vor sich zu haben? Am besten mit konkreten Beispielen und so…?

  • Reply Fire 28. 5. 2007 at 23:11

    Sorry, noch ein kleiner Nachtrag:

    Zum Thema „Freedom, Spartan Law, blabla“: Wie gesagt, es hat irgendwann genervt, weil es zu oft vorkam. Muss der Typ das dauern verkünden?
    Rein inhaltlich (also wenn man mal von den nervigen Wiederholungen absieht) lässt sich gegen das ganze Freiheits-Gerede allerdings nicht viel sagen. Grund:

    Dass Spartaner Sklavenhalter waren, ist bekannt. Dass es die Heloten bei ihnen nicht gerade gut hatte, auch. Aber: Was ist denn grundsätzlich an der Behauptung, dass Sparta für seine Freiheit gekämpft hat, falsch? Es ging hier nicht darum, einen Staat zu schaffen, in dem jeder als freier Mann leben kann. Für so eine Freiheit haben die Spartaner in der Tat nicht gekämpft – sowas war ihnen fremd. Es ging aber um die Freiheit vor einer anderen Kultur – um die Freiheit der Spartaner, mehr oder weniger souverän zu bleiben und sich den Persern nicht unterwerfen zu müssen. Das ist genauso Freiheit – und zwar eine, für die auch eine Sklavenhalter-Gesellschaft kämpfen kann…

  • Reply oernmaster 18. 7. 2007 at 10:45

    Also waren jetzt die Spartaner schon Faschisten bevor der Faschismus erfunden wurde ??? Hääääääääää?????

    Sorry ,aber soviel Schwachsinn ist kaum zu überbieten und kann nur von deutschen kommen , die aufgrund ihrer Erziehung so verblödet denken das sie beim Anblick eines weiss/roten kanninchgens schon den Führer denken müssen .

  • Reply Mal Sehen 18. 7. 2007 at 11:01

    Davon mal ab, dass ich nicht der Meinung bin, dass man in dem Film groß von Faschismus reden kann, wäre meine nächste Frage: Wann wurde Faschismus denn „erfunden“? Oder handelt es sich bei faschistischem Gedankengut nicht doch um etwas verabscheuungswürdiges, das es seit Menschengedenken gibt?

    Also manchmal frage ich mich…

  • Reply markus 4. 8. 2007 at 13:00

    faschismus…tja, wieder mal das unwiderlegbare killerargument. erklärt mir mal bitte was hierbei faschistisch war. der „film“ selbst, war nicht weniger faschistisch als schindlers liste. es wird eben die damals herrschende ideologie darsgestellt, die damals vorherrschte. ja leute, so wars damals. guckt euch die weltgeschichte an und ihr könntet durchaus zu dem schluss kommen, dass faschismus vor der diplomatie erfunden wurde.

    und bitte glaubt nicht, wir wären heute so viel besser dran, nur weil wir seit 60 jahren sowas wie frieden haben, zumindest in good old germany.

  • Reply F5 — Helge spricht 300 5. 8. 2007 at 23:07

    […] viele ja nicht wissen: Die erste Fassung der deutschen Synchronisation des Knallerfilms 300 ist nur deswegen nicht in die Kinos gekommen, weil Helge Schneider nie pünktlich zur Arbeit […]

  • Reply outtrigger 17. 10. 2007 at 1:29

    Wenn man den Trailer kennt, hat man alle aufregenden Szenen gesehen. In dem Film gibt es nichts neues.
    Weder von der Story noch von den Effekten.

    Sehr entäuschend…!

  • Reply phygos 29. 10. 2007 at 14:51

    Fragt man sich bei der rezension wer sich hier mehr in die hose ejakuiert hat. Die Liebhaber blutigsten „Hack&Slash´s“ oder der Autor der Rezension in seiner politisch korrekten Selbstbefriedigung ?

    Beides findet sicher seine Liebhaber. Es soll ja auch Leute geben die gebrauchte Unterwäsche sammeln.

  • Reply Lenz 9. 11. 2007 at 20:48

    Oh mein Gott!

    Es gibt, wie ich gerade sehe, 3 Arten von Personen, die 300 gesehen haben:

  • Reply Lenz 9. 11. 2007 at 20:50

    1. Der Prolet: Nach dem Film spaziert er, vollgepumpt mit Helden-Epik und Schlachtrufen, mit geschwollener Brust und neuem Spartiaten-Bewusstsein aus dem Kino und findet Organisationen wie zB Blood & Honor nun attraktiv.

  • Reply Lenz 9. 11. 2007 at 20:53

    1. der prolet,der mit geschwollener brust aus dem kino marschiert
    2. den pseudointellektuellen filmkritiker (jap,ein groooooßer teil von euch ist gemeint)
    3. leute,die sich den film einfach mal anguckn,die action genießen etc

  • Reply F5 — Meet the Spartans rockt die Box 30. 1. 2008 at 22:14

    […] gesehen hat. Es ist quasi ein Film, der durch die Bank weg einen anderen Film verarscht! Nämlich: 300! Mal, ist das nicht mal (ooouuuggghhhh!!!) eine geile Scheiße? Da wird der voll weggespooft, […]

  • Reply Watchmen (Review) | Die Fünf Filmfreunde 5. 3. 2009 at 2:15

    […] spannend machen. Ich mochte das “Dawn of the Dead”-Remake von Snyder und hasste “300” (wie der Autor der Comic-Vorlage Allen Moore übrigens auch). Insofern war ich zwispältig, […]

  • Reply Leonidas 29. 6. 2010 at 14:48

    300 zählt zu meinen Lieblingsfilmen (wieso sollte ich mich wohl sonst „Leonidas“ nennen?). Ich weiss, ich weiss. Die Filmkritiker hassen diesen Film. Aber die meisten Filmkritiker sind bescheuerte Vollspaten, die keine Ahnung haben, wovon sie reden. Roger Ebert z.B. nannte „Super Mario Bros.“ – das filmische Desaster der 90er Jahre – „einen wirklich guten Film“. Wow, Roger. Der Rest der Menschheit übergibt sich bei diesem „Werk“, nur du liebst diesen Schrott.

    Das Problem bei Kritikern im allgemeinen ist ihre subjektive Beurteilung. Ein Kritiker beurteilt den Film danach, ob ihm der Film gefallen hat oder nicht. Ein wirklich objektiver Kritiker würde die Schwächen und die Stärken des Filmes sehr neutral erfassen und auflisten.

    Eigentlich ist „Filmkritiker“ der nutzloseste Job der Welt. Jeder kann sein eigener Filmkritiker sein, dazu brauchen wir weder Ebert noch seine Genossen.

    Welche Filme werden von Filmkritikern gelobt? Vor allem Filme, die einen normalen Menschen zum einschlafen bringen. Citizen Kane, When Harry met Sally oder Fight Club werden von den Kritikern gefeiert, sind jedoch nichts weiteres als ätzend langweilige Schinken, die keine Sau im 20. Jahrhundert noch sehen will.

  • Reply Kuchenkind 7. 10. 2010 at 1:06

    von Leonidas

    „Citizen Kane, When Harry met Sally oder Fight Club werden von den Kritikern gefeiert, sind jedoch nichts weiteres als ätzend langweilige Schinken, die keine Sau im 20. Jahrhundert noch sehen will.“

    Hahahahahahahahahahah, darüber kann selbst ich mit meinem beschränktem Filmverständnis lachen.

    Halten wir mal fest. Du findest 300 besser als Fight Club.

    Kay. Schau bitte nie mehr Filme, oder belästige zumindest niemanden mit deiner Meinung über Filme im Internet.

  • Reply Gniemaster 30. 11. 2010 at 12:54

    Das war…. !Der Hammer! – Gott bin ich froh, dass ich die super Filmkritik (die mir übrigens voll aus dem Herzen spricht!) lesen durfte und anschließend auch noch viel Freude mit der Diskussion hatte. Krönender Abschluss war dann der Kommentar von Leonidas, übrigens erstaunlich fehlerfrei. DANKE!

  • Reply Sucker Punch (Review) | Die Fünf Filmfreunde 30. 3. 2011 at 5:01

    […] Sucker Punch transzendiert er sein Werk in den Bereich des Unansehbaren, das selbst “300” und den Eulenfilm noch wie dramaturgische Meisterwerke wirken lässt. Dieser Film ist nicht […]

  • Reply Sandy 1. 8. 2011 at 2:12

    Ich gestehe ich fand den Film supergut.
    Nicht wegen der Story (wie könnte ich) aber er schaut einfach saugut aus.

    Vermutlich macht der nur dann wiederholt spass, wenn die Wiederholfrequenz im Bereich von halben bis ganzen Dekaden liegt, aber seis drum.
    Und doch hat der film hat mir aus einem weiteren Grund ne gute Zeit beschert.
    Nämlich beim durchlesen dieser Seite.

    Zum lachen find ich vor allem, wie man sich über den Beruf des Kritikers äußert obwohl man hier doch nur landet weil man ne Kritik lesen wollte.

    {sarkasmus mode: ON}
    Btw. Kritiker kritisieren! (ich denke wenn man das vorher weiss kann man damit besser umgehen) {sarkasmus mode: OFF}

    in diesem Sinne,
    Danke

  • Reply DatDingsAusmAll 8. 9. 2011 at 5:44

    Kritiker geben einen anderen Blickwinkel auf einen Film. FFF geben meist einen extrem negativen. Ich zB würde NIE auch nur einen feuchten Dreck auf die Meinung von Filmkritikern geben. (Ob ein Film gut oder schlecht ist) Dies ist nämlich zu 90% die subjektive Meinung des Kritikers. Wofür dieser Beruf gut ist, ist einfach Probleme der Werke aufzuzeigen und somit (hoffentlich) die Qualität darauf folgender Werke zu verbessern. Klappt meist nie, ist aber eigentlich der Sinn der Sache.

    Bei diesen ganzen Faschismus Gebrabbel kann man einfach nur noch schmunzeln. Das ging schon bei Youtube in den Trailer Comments los und hat sich bis zum Volkssport hochgeschaukelt.
    Wer in dem Film Faschismus sehen will, hat damit keine Probleme, ihn zu finden. Allerdings findet auch derjenige problemlos eine Liebesgeschichte in der Matrix Trilogie, der sie darin sucht.
    Meist wurd sich nicht SO viel dabei gedacht, wie hinein interpretiert wird und sich deswegen hinterher in den Arsch gebissen, was man da eigentlich fabriziert hat. Oder glaubt ihr wirklich, jeder der Schauspieler, Agenten oder Produzenten und wer sonst noch das Drehbuch gelesen hat oder die Gelder bereitgestellt hat, war deutlich dämlicher als ihr (hehe) „Faschisten Seher“? ^^

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