Steven Riefenstahl?

25 Comments

Das in China Menschenrechtsverletzungen noch immer an der Tagesordnung sind, freie Meinungsäusserung ein Fremdwort und das Ausrotten unerwünschter Subjekte auch noch recht häufig vorkommt, ist zwar bekannt, tangiert aber weder deutsche noch ausländische Politiker.

Man hat sich darauf geeinigt der guten wirtschaftlichen Beziehungen zuliebe ein Ritual einzuführen, bei dem jeder besuchende West-Politiker ein-zwei mahnende Worte absondert, die von der dortigen Regieurng als das genommen werden was sie sind: Placebo-Kritik um vor den eigenen Wählern das Gesicht zu wahren.

Ein Blick in den jährlichen Bericht von amnesty international zeigt die nicht so lustige Seite des Landes, das sich redlich bemüht etwas an der negativen Wahrnehmung zu ändern. Allerdings nicht in dem sie die Menschenrechtsverletzungen abstellen, sondern durch Imagepolitur, wie die anstehenden Olympischen Spiele im kommenden Jahr.

Schön wenn man sich der Welt da als heiteres Grinseland Hand in Hand mit Weltkonzernen wie Coca-Cola und McDonalds präsentieren kann. Noch schöner, wenn über jeden Zweifel erhabene Sympathieträger wie Steven Spielberg als Vorzeigebembel gewonnen werden können.

Der wird, so die Planung, die Eröffnungs- und Schlußzeromie der Games bombastisch fantastisch in Szene setzen. Nicht zu Unrecht kassiert er dafür jetzt Gegenwind. Schauspielerung und UNO-Botschafterin Mia Farrow hat sich jetzt lautstark im “Wall Street-Journal” zu Wort gemeldet, sie fordert Spielberg auf sich nicht instrumentalisieren zu lassen und seine Macht zum Positiven einzusetzen.

“That so many corporate sponsors want the world to look away from that atrocity during the games is bad enough,” Farrow, who has traveled twice to Darfur, wrote in a piece co-signed by her son, Ronan.

“But equally disappointing is the decision of artists like director Steven Spielberg — who quietly visited China this month as he prepares to help stage the Olympic ceremonies — to sanitize Beijing’s image,” they wrote in the column titled “The Genocide Olympics.”

“Is Mr. Spielberg, who in 1994 founded the Shoah Foundation to record the testimony of survivors of the Holocaust, aware that China is bankrolling Darfur’s genocide?”

Farrow warned the American director and Oscar winner for the Holocaust film “Schindler’s List” that he risked becoming a modern version of Nazi propaganda filmmaker Leni Riefenstahl, known for her 1936 Berlin games film “Olympia.”

“Does Mr. Spielberg really want to go down in history as the Leni Riefenstahl of the Beijing Games?” they wrote.

“Do the various television sponsors around the world want to share in that shame? Because they will. Unless, of course, all of them add their singularly well-positioned voices to the growing calls for Chinese action to end the slaughter in Darfur.”

“Imagine if such calls were to succeed in pushing the Chinese government to use its leverage over Sudan to protect civilians in Darfur,” the Farrows wrote.

“The 2008 Beijing Olympics really could become an occasion for pride and celebration, a truly international honoring of the authentic spirit of ‘one world’ and ‘one dream,’” they wrote, referring to the Games’ slogan.

Gut gebrüllt Löwin. Ob Steven sich drum schert? Die chinesische Regierung scheint es jedenfalls nicht zu tun.

[via: Libertas]

In : News, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.
  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    Bei aller notwendigen und berechtigten Kritik an Spielbergs unreflektierter Haltung und Unterstützung einer «Diktatur» die Menschenrechtsverletzungen noch und nöcher begeht; ihn in die Nähe von Riefenstahl zu heben und einfach den — in meinen Augen — unqualifizierten und unsachlichen Artikel oder besser: die Schmähschrift von Mia Farrow hier zitiert zu sehen, sowie das ganze auch noch mit «Gut gebrüllt Löwin» zu kommentieren, finde ich arg daneben und schmälert deutlich meine Sicht auf die 5F bzw. Batzman. Klingt leider etwas nach: «Seht her! Der (Jude) Spielberg ist auch nicht besser als die (Nazi) Riefenstahl.»

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Creutz. Wenn man nicht lesen kann was da steht, sollte man es vielleicht sein lassen, oder?

    “…that he risked becoming a modern version of Nazi propaganda filmmaker Leni Riefenstahl, known for her 1936 Berlin games film “Olympia.””

    Risked! Gefahr läuft! Er wird keineswegs gleichgesetzt. Es geht darum in einem Unrechtsstaat ein positives Image mittels einer Olypiainszenierung zu schaffen. Das ist zugespitzt formuliert, aber nicht wirklich falsch.

    Was kommt jetzt als nächstes? Der Vorwurf des Antisemitismus wenn man nicht alles toll findet was Spielberg macht?

    Zitat aus einem Forum zu der Diskussion:

    “She does have a point.

    China is bankrolling the genocide in Darfur in order to get control of Sudan’s oil reserves which happen to be under land inhabited by inconvenient farmers. Rather than let them share the wealth, Khartoum started importing Janjaweed militiamen from all over the Islamic world to clean Darfur out by any means necessary.

    Guess where the Janjaweed are getting the guns, the ammo, the airplanes, the choppers, and the paramilitary training.

    It’s China.

    China is also propping up the dictatorship of Robert Mugabe which, in recent years, has brought Zimbabwe to the point of famine.

    In exchange for Chinese military aid and cash for himself and his cronies, Mugabe has handed China the keys to Zimbabwe’s mineral wealth. Now normally foreign investment is seen as a good thing, because it makes jobs, but China’s staffing the mines with slave labor imported from Chinese prisons, so the local Zimbabweans are getting squat.

    Is Spielberg a Nazi? Not really, China’s still a Communist country (Maoist to be specific) with a strong oligarchical streak forming as its dabbling in capitalism feeds the greed.

    He’s more of an early Sergei Eisenstein to China’s Stalin”

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    Wenn man eine Headline schreibt wie die Deine («Steven Riefenstahl») und einen Text zitiert der Steven Spielberg sehr wohl mit Riefenstahl vergleicht und absichtlich eine Verbindung zwischen der Shoah und dem Genozid in Darfur bringt — und dann keine berechtigte Kritik anbringt sondern auch noch Gutheisst, naja da spart sich wohl der Rest … Aber erstmal meine Kritik mit

    «Wenn man nicht lesen kann was da steht, sollte man es vielleicht sein lassen, […]»

    abkanzeln. Fass Dir mal selbst an die Nase, gut geschnurrt, Batzman. Und btw.: ich bin definitiv kein Spielberg-Fan. Aber vielleicht bist Du ja ein Spielberg-Feind?
    Wofür brauchst Du diesen Riefenstahl/Spielberg Vergleich, ausser um den Gedankengang Nazi/Jude zu verfolgen? Oder einfach der Provokation wegen?

    Nochmals zum laut lesen und merken:

    «Bei aller notwendigen und berechtigten Kritik an Spielbergs unreflektierter Haltung und Unterstützung einer «Diktatur» die Menschenrechtsverletzungen noch und nöcher begeht, […]»

    Dadurch ist mein Standpunkt doch klar, oder?

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    (der Benachrichtigung wg.)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Das sich die Headline auf Farrows Aussage bezieht und zudem ein Fragezeichen am Ende hat, sollte auch dir auffallen, oder?

    Sorry, aber ich glaub ich weiß wohin diese Diskussion geht und ich hab keinen Bock mich auf diese Ebene zu begeben, da es völlig am Thema vorbeigeht.

    Ich bin Spielberg-Hasser ja klar.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    Batzi, Ironie funktioniert im Netz nicht. Weil die Mimik fehlt.

    Klar ist die Überschrift überhöht und das Satzzeichen überliest man gerne und: ich glaube ihr zwei seid eigentlich nicht weit voneinander entfernt.

    Yoram geht vielleicht ein bißchen die Präsentation des Themas gegen den Strich… was soll’s.

    Batzi könnte mal ein wenig Dialektik studieren… so what.

    Fakt bleibt, dass WENN Spielberg tatsächlich die Inszenierung für die Spiele in China übernimmt, man ihn durchaus mit Riefenstahl vergleichen kann.

    Aber mir sind das alles zu viele Wenns und Abers. Einfach mal schauen, was weiter passiert und jetzt habt euch wieder lieb und setzt euch, nehmt euch ‘nen Keks…

    Ihr wisst, wie’s weitergeht…

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    Schon klar:

    «[…]ich glaub ich weiß wohin diese Diskussion geht […]»

    . Vielleicht mal auch auf das eingehen was der «Andere» sagt. Achja: das Fragezeichen am Ende von der Headline wird dann ja schön durch

    «Gut gebrüllt Löwin.» am Ende unterstrichen, oder wie soll ich das Verstehen?

    Aber lass nur. Ich mach’ mir mein Reim und Du Dir Dein d’rauf — wo kämen wir den hin wenn wir miteinander diskutieren würden … ist ja eh am Thema vorbei.

    Eins noch: Du hättest meiner Meinung nach nicht den Titel und das Zitieren von Mia Farrow gebraucht um auf die kommend Fehlleistung von Spielberg und den ai-Bericht hinzuweisen und Kritik zu üben. Punkt.

    P.S.: Die Kommentar-Benachrichtigung per E-Mail funktioniert nicht.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    @ Renington Steele: Ok, ich nehm’n Keks und trink ‘ne Milch. Sag ja schon nichts mehr…

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Yoram: So war das nicht gemeint… und dass die Kommentar-Benachrichtigung nicht funktioniert wissen wir, aber haben auch keine Lösung, sind ja auch Cineasten und keine Webentwickler ;-)

    Der Rest jetz aber schärfer:

    Batzi als bekennenden Spielberg-Fan Antisemitismus zu unterstellen ist schlichtweg Unsinn und Korinthenkackerei.

    WENN Spielberg die Sache durchzieht, wird er sich solche Vergleiche anhören müssen. Um nichts anderes geht es bei dem Zitat. Das „Wenn“ überliest Du gerne, gell Yoram?

    Das Zitat ist ein Appell an Spielberg, der die Perspektiven aufzeigt, kein Angriff. Es gibt kein Argument der Welt, das Zitat nicht zu bringen und das Fragezeichen in der Headline korrespondiert durchaus mit einem „gut gebrüllt“, wenn man richtig lesen kann.

  • http://blogoff.de Manniac

    Frau Riefenstahl hat sich ja Zeit ihres Lebens dagegen gewehrt, jemals politisch an dem interessiert gewesen zu sein, was sie da unterstützte. (Ob man das glauben will, kann jeder für sich entscheiden. Die zweiteilige Doku “Die Macht der Bilder” finde ich jedenfalls sehr aufschlussreich)
    Spielberg dagegen hat aber schon einige sehr politische Filme betreut – da wundert mich sein Interesse am chinesischen Olympiafilm und mich interessiert seine damit verbundene Absicht.
    Vielleicht sollte man dazu einwerfen, dass in Amiland Riefenstahls Engagement im deutschen Film auch längst nicht so zwispältig und verlogen gesehen wird, wie hier bei uns.
    George Lucas ist bekennender Riefenstahlfan (siehe diverse Star Wars Szenen) und die Las Vegas Glitzerlocken Siegfried und Roy haben die alte Damen sogar mit über 90 Jahren noch zu einem Privat-Shooting zu sich auf die Tigerfarm geladen.
    Vielleicht rührte auch daher die Unbekümmertheit, mit der Steven hier ans Werk geht?

  • http://blogoff.de Manniac

    Sorry, ich meinte nicht den Olympiafilm, sondern die Eröffnungs- und Abschlussfeier.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    @ Renington Steele: Dein «Wenn» (sowie Deinen Kommentar) las ich erst als mein 2. (3.) Kommentar die Seite zum Reload brachte. Batzman Worte wertete ich durch sein Beitrag hier — nicht ob oder was er vorher (früher) zu oder über Spielbergs Filme oder zur Person sagte/schrieb. Und man muss nicht Antisemit sein um Sachen zu schreiben die Missverstanden werden können und dann in diese Richtung scheinen. Etwas zu zitieren in dem in einem Absatz die Shoah (Holocaust) und der Genozid in Darfur vorkommt, sollte nicht unterschätzt werden. Das Fragezeichen im Titel «Steven Riefenstahl» zu verwenden um einen ironischen Header zu produzieren geht dann einfach mal nach hinten los. Und Spielberg in die nähe von Riefenstahl stellen zu lassen (durch Mia Farrow) ist schon etwas «Merkwürdig». Leni Riefenstahl war DIE Propaganda-Filmemacherin der Nationalsozialisten und ihr Werk war eindeutig faschistisch (und rassistisch). Aber das müsstet Ihr als Filmfreunde ja wissen.

    Und ja, ich bin sehr wohl auf dem Ohr was Antisemitismus hört sehr geschärft. Leider. Und wenn jemand, hier Batzman, Worte schmiedet die Missverstanden werden können, dann muss er sich auch Kritik anhören können ohne den Kritiker gleich abzukanzeln.

    Nebenbei: Batzmanns Beiträge hier wie dort (sein Batzlog) schätze ich sehr. Das nur so am Rande.

    Back to the topic:

    Nein, meiner Meinung nach, selbst WENN Spielberg das «Ding» macht, muss und sollte er nicht mit Riefenstahl in einen Topf geworfen werden. Das er einer menschenverachtenden Diktatur seine Dienste anbietet, muss — ohne Nazi-Vergleiche zu verwenden — (öffentlich) kritisiert werden. Das das IOC auch keine weisse Weste hat, sollte nicht unerwähnt bleiben.

    ——

    @ Manniac: Ich glaube nicht, das Spielberg die gleiche (politische) Unbekümmertheit wie einige seiner Filmschaffenden Kollegen hat. Bei Lucas und einigen anderen würde ich aber auch nicht unbedingt von «Unbekümmertheit» reden — auch wenn diese das vielleicht so in der Öffentlichkeit gerne präsentieren. Lucas letzten 3 Filme sprechen eine sehr eindeutige Sprache: Reinheit der Rasse (Jedi-Gene im Blut), Antidemokratisch (Der Rat «labert» nur ohne zu handeln), Rassistisch (JarJar Bings Charakterdarstellung), Antisemitisch (der Sklavenhalter auf Tattooine spricht einen orientalischen/jiddischen Dialekt und ist scheinbar direkt aus einer Stürmer-Karikatur geklettert), etc.

    Was ist das Ergebnis? Filme für Kids die scheinbar unpolitisch daherkommen aber nichtsdestotrotz ein bestimmtes «Bild» — oder besser: Gedankengut — erzeugen wollen. Propagandafilme als Popcorn verpackt. Letztes Paradebeispiel: «300» von Snyder. Und wenn er (Snyder) 2008 Alan Moores «Watchmen» (politisch gesehen das absolute Gegenteil zu Frank Miller’s «300») versaut gibt’s haue.

    Ich schweife ab, sorry.

  • http://blogoff.de Manniac

    Was denkt sich Herr Spielberg dann dabei? Er weiss genau, dass sein Name zu hell scheint, als dass eine Unterstützung in Form von positiver Darstellung für ein menschenrechtsfeindliches Regime banalisiert werden kann.

    Lucas’ Jedi-Gene im Blut und Jar-Jar-Binks sprechen fuer mich nur eine Sprache: Schlechtes Drehbuch. Ich glaube nicht, dass Lucas die Riefenstahl toll findet, weil sie die Nazis unterstützt hat, sondern weil sie wegweisende Kamera- und Filmtechniken eingesetzt hat. Wofür diese verwendet wurden, interessiert in Amiland eben einfach nicht.

    BTW: Mir geht Antisemitismus echt auf den Sack. Aber dieses Wort als Totschlagargument genauso. Religionsbembel gleich welcher Art sind nicht immun davor auch mal mit den grössten Arschlöchern in der Geschichte verglichen zu werden. Vor allem, wenn sie selbst Scheisse bauen. Da schützt auch political correctness nicht vor.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    Wenn ein Filmemacher sich einfach darauf zurückziehen kann das er ja nur (!) diesen Film produziert/dreht/etc. aber nichts für das schlechte Drehbuch kann — und das bei Lucas — no way, da ist mehr dahinter. Er (Lucas) verwendet mehr als nur «[…] Kamera- und Filmtechniken […]». Das ganze ist sein Baby — von vorne bis hinten. Und somit ist er auch für die Story/Message verantwortlich.

    «[…] Religionsbembel […]»

    = ? (Was meint das?)

  • http://blogoff.de Manniac

    Religionsbembel: Leute, die ihre Religion so wichtig nehmen, dass sie meinen damit hausieren zu müssen.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    @ Manniac: Judentum besteht aus mehr als nur der Religion, und Antisemitismus ist von mir mitnichten als Totschlagargument genutzt worden. Der Begriff «Religionsbembel» ist meiner Meinung nach hier Fehl am Platz. Spielberg mit Riefenstahl zu vergleichen KANN sehr leicht in die falsche Ecke führen — und wird (automatisch) den Antisemitismus in die Diskussion einbringen, da beide NICHT unabhängig von ihrer jeweiligen (Zeit-)Geschichte gesehen werden können und sollten.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Man kann eine zugespitze Überschrift auch bewusst mißverstehen. Es ist weder das was Mia Farrow gemeint hat (man wird man ihr ja wohl kaum irgendwelche Antisemitischen Tendenzen nachsagen können, wenn man sieht mit wem sie schon alles verheiratet war), noch ist es der Punkt um den es hier geht.

    Den hab ich in meiner ersten Antwort schon deutlich gemacht. Sie hat zugespitzt formuliert und warnt Spielberg davor, daß er sich nicht vor einen Karren spannen lassen soll, dazu zieht sie Riefenstahls Olympiafilm als Vergleich heran.

    Wenn man den Inhalt ihrer Aussage wirklich diskutieren wollte, könnte man das machen. Du kaprizierst dich auf das bewusst falsch verstehen wollen, dieser Aussage und kommst schon im ersten Statement mit diesem kindischen “Oh jetzt les ich die Filmfreunde aber nicht mehr so gern, ich find euch oder Batzman jetzt ganz doof, weil ihr sowas schreibt”. Sorry, aber das ist kein Niveau auf dem ich diskutieren möchte.

    Wer auf dieser Ebene gleich anfängt mit Antisemitismus-Vorwürfen und “Spielberg-Hasser”, dem geht es glaube ich wenig um die eigentliche Sache und das Thema. Du magst es als unpassend formuliert empfinden, das ist dein gutes Recht, aber ein wenig mehr Gelassenheit und weniger Unterstellungen wären dann doch mal schön.

    Anstatt das man hier jetzt über Spielbergs fragwürdiges Engagement redet , wird in 17 Kommentaren nun über stilistische Feinheiten geredet – ich frag mich wirklich ob du der Sache damit wirklich Dienst. Natürlich wirst du sagen, daß es meine Schuld ist weil ich ja, bezogen auf Farrows Aussage, diese zugespitze Überschrift gewählt habe – ich sehe das allerdings anders.

    Ihr geht es darum ihren Punkt deutlich zu machen, sie wird darum gegenüber einem engagierten Streiter wider das Vergessen wie Spielberg eben eine deutliche Metapher gewählt haben, von der sie davon ausgeht, daß diese auch bei ihm ankommt. Wenn sie irgendwas weniger pointiertes geschrieben hätte, wäre das vermutlich im Medienrauschen untergegangen, so landet es zurecht in allen Zeitungen und News.

    Hättest du ohne die beleidigte “Du wilst ja nur sagen Juden sind genauso schlmm wie Nazis”-Attitüde einfach gesagt, “Ihre Metapher ist etwas übertrieben, aber wozu sie Spielberg auffordert ist richtig”, wäre dem Thema sehr viel mehr gedient.

    So verkommt das Ganze hier auf Broder-Niveau und genau aus dem Grund wollte ich eigentlich dazu nichts mehr sagen.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    @ Batzman: Offensichtlich liest Du meine Kommentare bewußt falsch und hast irgendein Bild von mir im Kopf das anscheinend durch nichts zu verändern ist.

    Kleine Erinnerung: Du warst derjenige der das «Spielberg-Hasser»-Ding anfing:

    «[…] Der Vorwurf des Antisemitismus wenn man nicht alles toll findet was Spielberg macht? […]»

    Eins noch:

    «[…] man wird man ihr ja wohl kaum irgendwelche Antisemitischen Tendenzen nachsagen können, wenn man sieht mit wem sie schon alles verheiratet war) […]»

    Harhar, ich lach’ mich schlapp — bestes Argument ever. Als würde es keine antisemitischen Juden oder Freunde von Juden geben. Denkst Du ernsthaft das Ganze ist so simpel und schwarz-weiss?

    Und zu Deinem

    «[…] Man kann eine zugespitze Überschrift auch bewusst mißverstehen. Es ist weder das was Mia Farrow gemeint hat […], noch ist es der Punkt um den es hier geht. […]»

    Das stimmt so nicht. Es geht sehrwohl um das Zitat von M. Farrow UND um Deine Überschrift dazu.

    Kurze (subjektive) Zusammenfassung:

    Batzman liest die Pressemitteilung von/über Mia Farrow vs. Spielberg sowie den ai-Bericht
    Batzman entscheidet darüber zu schreiben, weil er das Thema wichtig findet (zurecht)
    Batzman zitiert M. Farrow UND unterstreicht ihr Zitat mit einem zustimmenden Satz
    Batzman Titelt seinen Beitrag mit einer «zugespitzten» Überschift
    Yoram kommentiert/kritisiert den Beitrag weil das Mia Farrow Zitat einen antisemitischen Beigeschmack hat und Batzman eine — Yorams Meinung nach — deutlich missverständliche Überschift wählte
    Batzman «batzt» los, weil er sich auf den Schlips getreten fühlt
    Yoram kontert
    13 Kommentare später: Batzman und Yoram kloppen sich noch immer bzw. wieder

    Dazu kommt, das Du hier derjenige bist der sofort persönlich wird («Wenn man nicht lesen kann […]», «Ebene […]», «kaprizierst […]», «kindischen […]», «Broder-Niveau […]»)… ist mir jetzt langsam zu doof — wenn Du an einer (sachlichen) Diskussion Interesse hast, dann sag bescheid. Meinetwegen auch Offline, per E-Mail oder Telefon.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    *Gähn*

    Auf den Antisemitismus-Unsinn will ich gar nicht weiter eingehen, nur ein kurzes Dings, wo Du dich selbst langlegst:

    Du scheinst tatsächlich gerne Dinge in Sätze hineinzuinterpretieren, die einfach nicht dastehen.

    „Kleine Erinnerung: Du warst derjenige der das «Spielberg-Hasser»-Ding anfing:

    «[…] Der Vorwurf des Antisemitismus wenn man nicht alles toll findet was Spielberg macht? […]»“

    Ich finde übrigens auch nicht alles toll, was Tarantino macht. Seine schauspielerischen Qualitäten, Schwamm drüber. Trotzdem bin ich ein großer Fan. Deshalb etwas von „Tarantino-Hasser“ zu faseln ist eindeutig überinterpretiert.

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    @ Renington: Zustimmung zu deinem *Gähn*

    Aber vielleicht ergibt das ganze mehr Sinn (für Dich) wenn man die einzelnen Kommentare nacheinander liest. In Kommentar Nr. 3 schrieb ich:

    «[…] ich bin definitiv kein Spielberg-Fan. Aber vielleicht bist Du ja ein Spielberg-Feind? […]»

    Worauf Batzman im Kommentar Nr. 5 mit Ironie

    «[…] Ich bin Spielberg-Hasser ja klar.»

    abschloss.

    Deine Einwurf in Kommentar Nr. 9

    «[…] Batzi als bekennenden Spielberg-Fan […]»

    kann ich auch nicht so ohne weiteres Stehenlassen, würde aber jetzt wohl hier den Rahmen sprengen. Obwohl ich keine Scheu hab das auszuführen wenn es gewünscht wird.

    Thematisch abschließend: Nein, es ist kein «Antisemitismus-Unsinn». Wenn Du das so siehst fehlt Dir anscheinend das nötige Gespür dafür und/oder das Wissen. Ich würde nicht so weit gehen Batzman, Dir oder Manniac einen offenen Antisemitismus zu unterstellen, weit gefehlt, aber wenn Batzman beharrlich das Mia Farrow Zitat verteidigt und nicht in der Lage ist die antisemitischen Untertöne bzw. den Kontext dabei zu berücksichtigen, mich persönlich angreift, Manniac von «[…] Leute, die ihre Religion so wichtig nehmen, dass sie meinen damit hausieren zu müssen. […]» schreibt und Du René «[…] Auf den Antisemitismus-Unsinn […] gar nicht weiter eingehen […]» willst, dann mache ich mir schon gedanken, ob so eine Diskussion hier geführt werden will.

    Wahrscheinlich ist’s ja auch der Falsche Platz hier in den Kommentaren. Im «Real Life» bei ‘nem Bier oder Keks wär’s besser. (re:publica?)

    Am Rande: habe gerade fast 2 Stunden mit jemand anderem über das ganze hier am Telefon diskutiert. Anscheinend gibt es schon ein Bedarf dafür.

    Offtopic: Kann ich Euch eventuell helfen mit dem technischen hier (Kommentare-abonnieren-Funktion/Kommentar-Feed, whatever)?

  • http://blogoff.de Manniac

    Er hat Jehova gesagt!!!

    *oops* falscher Thread…

  • http://bureaublumenberg.net Yoram

    (steinwurf)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

  • manbatz

    da hier schon fein mit videos geantwortet wird, ein statement zum nutzen von fragezeichen in den überschriften:
    http://thatvideosite.com/video/3281

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Fünf Facefreunde
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    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

    07/27/14

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    unamusedsloth:

    No CAPES!

    07/25/14

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    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

    07/25/14

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    Eeeewwwww

    07/24/14


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    07/12/14