“Yess! This is my Birthday, Christmas and… err… Yom Kippur all rolled into one. Those two are one hundred percent chainsaw fodder! “
Originaltitel: Freak Out
Herstellungsland: Großbritannien 2004
Regie: Christian James
Darsteller: James Heathcote, Dan Palmer, Nicola Connell, Yazz Fetto






Was passiert wenn einem ausgewiesen Old-School-Splatterfilm-Fan plötzlich ein Psychokiller zuläuft? Der Slacker Merv darf genau das herausfinden. Dumm nur, daß der Psychokiller eigentlich gar nicht so böse ist, er schwört auf veganes Essen, sucht sich als Metzelwerkzeug ausgerechnet einen Bratenwender aus und denkt bei Jason und Freddy zuerst an Jason Donovan und Freddy Mercury.
Gemeinsam mit seinem Kumpel Onkey beschließt Merv den Psychokiller, den er Looney getauft hat, erstmal auf Vordermann zu bringen. Er trainiert mit ihm, sucht ihm ein angemessenes Kostüm aus und fängt an ihn auf potentielle Opfer abzurichten.
Dumm nur das Looney irgendwann zuviel gelernt hat und Merv und Onkey in einem Blutbad zurücklässt, für das sich auch die Polizei interessiert. Doch was macht man mit einem handzahmen Psychokiller?
Was Christian James da in mehrjähriger Heimarbeit mit Freunden zusammengedreht haben, ist tatsächlich etwas, das einem den Glauben an den Low-Low-Budget-Film wiedergeben kann. Hier waren Fans am Werk, denen es ernst war, die sich Gedanken gemacht und tatsächlich erstmal nachgedacht haben, ehe sie drauf losdrehten. Das Drehbuch, lange in der Mache und dutzendfach überarbeitet destilliert die Essenz der 80er Jahre Horrorfilme, ihrer Klischees und Handlungsabläufe und schafft es sie gleichzeitg zu veralbern und ernstzunehmen.
Natürlich sind die schauspielerischen Leistungen durchwachsen, aber grade die Hauptrollen wissen zu überzeugen, die Dialoge sind dicht, die Szenen straff geschnitten und frei von den Längen üblicher Amateurfilmer. Es kommt wirklich nicht oft vor, daß ich bei Horror-Komödien wirklich laut lachen musste, aber die Gags von “Freak Out” sind an vielen Stellen wirklich gelungen.
Vom albernen Intro, daß Analog zu “Freitag der 13.” das Jugendtraume des Killers durchleuchtet, über das herrlich alberne Metzeltraining, die dummen Teeniepartiescherze oder das überdrehte Finale in dem eine Mettwurst eine nicht unerhebliche Rolle spielt, die Jungs sind nicht nur mit Liebe sondern auch Können bei der Sache gewesen. Kein Wunder, daß der Film in der Genrepresse fast einhelliges Lob erntete.
Freak Out ist ohne übertreibung eine kleine Genreperle für Horrorfans mit Humor und kann diesen wirklich allerwärmstens empfohlen werden.
DVD-Bewertung





Die jetzt bei Epix erschienen DVD, enthält neben dem Film in solider Qualität, auch 49min kommentierte Deleted Scenes, ein Musikvideo, eine sehr witzige Minifilmeschule und zusätzliche Infos in Form von Texttafeln.
Mehr über den Film, Trailer und Interviews gibts auch auf der offiziellen Website.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- April 16th, 2007 •
- 1 Kommentar


















gott, wie ich mich amüsiert hab. Selten so gelacht. Und ich bin der letzte der auf dieses Genre steht
Kommentar #1 von dana am 07.04.2010 um 03:26 Uhr