Der Fluch der Goldenen Blume
Action/ Liebesdrama, China 2006, ca. 114 Min.
The Marine
Action/ Drama, USA 2006, ca. 92 Min.
Inland Empire
Mysterydrama, USA 2006, ca. 180 Min.
Pars: Operation Kirsche
Thriller, Türkei 2007, ca. 140 Min.
Little Children
Drama, USA 2006, ca. 136 Min.
Die Hochstapler
Dokumentation, Deutschland 2007, ca. 84 Min.
Außerdem im Anlauf:
Anuk – Der Weg des Kriegers, Drama, Schweiz 2007
Valerie, Drama, Deutschland 2006
Dol, Drama, Frankreich/ Irak 2007
- Dog Hollywood •
- April 26th, 2007 •
- 3 Kommentare



















Zu “Fluch der goldenen Blume”: Diesmal erschöpft sich die Ästhetik leider in der Ausstattung und bei den Kostümen, und nach kurzer Zeit hat man sich daran bereits satt gesehen.
Die Schauspieler sind zwar alle sehr gut, aber die Schicksale ihrer Figuren lassen einen trotzdem völlig kalt, und diese Shakespeare-Intrigenstory im asiatischen Umfeld hat Kurosawa bereits wesentlich überzeugender mit einigen seiner Samurai-Filme hingekriegt.
Die Martial-Art- und Schwertkampf-Sequenzen wirken bei Zhang Yimou in dieser Hinsicht sogar wie störende Teenie-Elemente und ziehen das ernste Thema irgendwie ein wenig ins Lächerliche. Abgesehen davon sind sie viel uninteressanter, unpoetischer und uneleganter inszeniert als in “Hero” und “House of Flying Daggers”. Also absolut kein Vergleich! Eine Riesen-Enttäuschung!
Kommentar #1 von Binding am 03.05.2007 um 18:05 Uhr
Der Trailer hat irgendwie ein Feeling von Hero rübergebracht. Schade. Aber so gute Filme wie “Hero” sind einfach einen Seltenheit.
Kommentar #2 von rajue am 15.05.2007 um 10:49 Uhr
Zu “Inland Empire”: Über die Pfingst-Feiertage hatte ich endlich die Zeit, ihn mir zu geben. Anders kann man es auch wirklich nicht sagen! Denn es ist eine Tortur! Lynch hat sich inzwischen komplett vom Zuschauer in seine eigenen Innenwelten verabschiedet und verzichtet auf jedwede Hilfestellung zum Verstehen seines mehrschichtigen Schizophrenie-in-Hollywood-Auflaufs. Das Ganze ist – im Gegensatz zum genialen Vorgänger “Mullholland Drive” – deswegen leider nicht mehr interessant, sondern einfach nur noch abstrus. Seltsamerweise hat es storymäßig auch noch sehr an Brian de Palmas “Black Dahlia” erinnert. Irgendwo habe ich was sehr Treffendes gelesen: Der Film könnte gut auf einer Ausstellung in einem Museum in einem kleinen abgedunkelten Raum als Video-Kunstwerk laufen, man sieht sich 15 Minuten an, kommt nach 50 Minuten wieder und schaut weiter, aber man hat nichts verpasst – jedenfalls nichts, was zum Verständnis beitragen würde!
Es gibt, glaube ich, vier Erzählebenen (auch mit Film im Film und so) sowie drei Protagonistinnen, die irgendwo irgendwie Doppelgänger voneinander sind – ohne dass auch nur ansatzweise erklärt wird, wie das alles überhaupt zusammenhängt. Und das dann auch noch drei Stunden lang! Okay, immerhin spielt Laura Dern die Rolle ihres Lebens, und viele alte Bekannte aus anderen Lynch-Filmen sind wieder dabei. Aber ich wünschte mir wirklich, Lynch hätte keine Digi-Cam und nicht völlig freie Hand gehabt, denn dann wäre wohl was Erträgliches bei rausgekommen. Eigentlich bin ich ja großer Lynch-Fan … das sagt schon alles, oder?
Kommentar #3 von Binding am 30.05.2007 um 19:37 Uhr