„Oh mein Gott. Ich bin tot.“
Originaltitel: The Invisible
Herstellungsland: USA 2007
Regie: David S. Goyer
Darsteller: Justin Chatwin, Margarita Levieva, Marcia Gay Harden





Nick Powell wird von einer Gangsterbraut fast zu Tode geprügelt, die Bösewichte schaffen seine vermeintliche Leiche in ein Erdloch, woraufhin er als Geist durch die Gegend läuft und mit Menschen zusammenstößt, mit denen er dann doch nicht zusammenstößt. Auch überfahren werden kann er nicht, hat der ein Schwein, der Nick. Er muss die Menschen nun irgendwie dazu bringen, seinen Körper zu finden, um nicht zu sterben, was gar nicht so leicht ist als unsichtbarer Geist.
„Unsichtbar“ ist so ein bißchen wie ein Mashup von Ghost und OC California. Schöne Teenies tun tiefgründig und abgefuckt, sind aber nur oberflächlich und spielen toughe Gangster oder poetischer Einzelgänger. Der Film will inszeniert sein wie „Donnie Darko“ und unterlegt das ganze mit einem hippen Indie-Soundtrack, der mit Snow Patrol tatsächlich gar nicht so Indie ist. Er schafft es, ein paar nette Bilder zu zeigen und ist solide inszeniert, aber das hilft dem Film leider auch nicht.
Der „Effekt“, dass Nick mit Menschen zusammenstößt, die nach einem Kameraschwenk weiterlaufen als wäre nichts gewesen, ist nach dem ersten mal schon ermüdend, wird aber immer wieder angestrengt, um die Geisterhaftigkeit zu unterstreichen. Das Drehbuch weißt einige Mängel und Plotholes auf, man ergeht sich in unechtem Pathos und durchschnittlich gespielt ist das auch noch alles. Noch dazu ist er einfach langweilig, dieser Film, der sich nichtmal auf DVD lohnt.
- Renington Steele •
- Mai 22nd, 2007 •
- 7 Kommentare
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- 07.10.2007 - F5 — Mixed Movies - Kurz-Reviews II



















ich sehe die 1,5 Sterne und atme ungelesen erleichtert auf, dass ich stattdessen in “Das perfekte Verbrechen” (***) ging…
Kommentar #1 von Mal Sehen am 22.05.2007 um 12:57 Uhr
scheint dann ja wieder mal – natürlich gänzlich unerwartet – eine schlechte hollywood-kopie eines sehr guten originals zu sein.
Kommentar #2 von danield am 22.05.2007 um 14:11 Uhr
Ich kann der Argumentation zwar sehr gut folgen, aber ich bleibe dabei: Ich fand ihn fast so gut wie “Brick”. Es kann aber auch daran liegen, dass mich nur die Atmosphäre an “Brick” erinnert hat und ich kurz vorher nur Riesen-Enttäuschungen gesehen hatte.
Kommentar #3 von Binding am 22.05.2007 um 16:28 Uhr
Habe ihn ebenfalls gesehen und fand ihn einfach grausam. Grausamer jedoch, weil imo völlig unberechtigt, ist der Vergleich zu Brick. Das war 2006 mein absolutes Highlight und kann nicht ganz verstehen, was Invisible in dieselbe Liga befördern soll. Selbst Spiderman 3 fand ich gegenüber Invisible unterhaltsamer und spannender.
Der Film versucht glaubwürdig zu sein, wie Ghost, spannend zu sein wie ein Thriller und soll einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die erste Szene stimmt auch gut ein, wirkt zwar sehr aufgesetzt und unwirklich, da sie sich als Traum entpuppt, ist es durchaus ok und schliesst mit einem recht interessanten Ereignis ab. Aus diesem Ansatz wurde aber nichts gemacht, schürt nur bestimmte Erwartungshaltungen die einfach nicht erfüllt werden.
Die schauspielerischen Leistungen sind ziemlich grottig, man hat das Gefühl jede Szene wurde nur einmal gedreht. Die Rolle der vermeintlichen Mörderin und ihre Wandlung im Laufe des Films nimmt man ihr nicht ab, da hilft es auch nicht ihren sozialen Kontext zu zeigen, der suggerieren soll, sie hätte nie eine andere Wahl gehabt. Der Hauptdarsteller ist weder sympatisch noch wünscht man sich, dass er es zurück ins Leben schafft.
VORSICHT SPOILER
Den grössten Plothole seh ich darin, dass der Typ ungefähr 4 Tage lang im Dreck liegt, keine Nahrung aufnehmen kann und immer kurz vorm Abnippeln ist. Kurz vor Ende verbringt er sogar noch einige Zeit unter Wasser. Nach all den physischen Strapazen wird es im Krankenwagen nochmal richtig spannend, als er dann fast draufgeht, AHA. Ein anderer Plothole ist die Polizei, die keinerlei vernünftige Funktion erfüllt und in meinen Augen auch noch unlogisch agiert. Da wird Nick nach einer Nacht quasi bundesweit gesucht, Spuren übersehen die sie vorangebracht hätten und Spuren gefunden, die man nicht ohne Kenntnis hätte auffinden können. Mir gefielen auch die Offenbarungsszenen nicht, in denen der Protagonist sein Wesen versteht (zB entdeckt mit Hilfe eines Vogels seinen Daseinszustand), die auch noch unlogisch und holzhammerartig präsentiert werden.
Man hätte einiges aus dem Stoff machen können, immerhin war der Soundtrack einigermassen ok. Sorry für den Verriss, ich hoffe das unterstreicht nochmal, in welcher Klasse der Film _wirklich_ spielt. ;-)
Kommentar #4 von Sebastian am 23.05.2007 um 20:28 Uhr
stimmt schon das der film nicht sooo der renner ist.
aber ich fand die discoszene echt cool gemacht von der stimmung her xD
Kommentar #5 von Dome am 23.05.2007 um 22:36 Uhr
film nicht übel… soundtrack aber der absolute haaaaammer
Kommentar #6 von ingo am 22.09.2007 um 10:16 Uhr