Review

Pirates of the Caribbean 3 – At worlds end

Standard, 25. 5. 2007, Batzman (Oliver Lysiak), 26 Kommentare

„The only way for a pirate to make a living these days is by betraying other pirates. „

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: At World’s End
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Geoffrey Rush, Jonathan Pryce, Bill Nighy

[rating:4]

At Worlds End

Ein letztes Yoho auf das Piratenleben. Nachdem sich Captain Jack (Johnny Depp) am Ende der letzten Folge geopfert hat, gilt es ihn nun aus dem Totenreich zurückzuholen. Denn wenn alle Pirate-Lords sich zusammentun, kann man gemeinsam gegen die britische Armee antreten, die Davey Jones auf ihre Seite zwingen konnte, der nun mit dem Flying Dutchman den Piraten den Kampf angesagt hat.

Aus aller Herren Länder werden die Pirate-Lords zusammengetrommelt und auch die Stammbesetzung hat genug zu tun, denn diesmal darf man einander noch weniger über den Weg trauen als in den Vorgängerfilmen. Selbst das Liebespaar Will (orlando Bloom) und Elisabeth (keira Knightly) nimmt es mit der Wahrheit nicht mehr so genau. Ständig wechseln die Fronten, da jeder nur seine eigenen Interessen verfolgt. Auch der wiederbelebte Barbossa (Geoffrey Rush) nimmt nicht ganz uneigennützig an der Rettung Jack Sparrows teil. Er weiß, daß man nur mit dessen Hilfe die Meeresgöttin Calypso befreien kann, von der er sich Hilfe erhofft…

Leichte Spoiler vorraus, Captain!

Der dritte Teil wird Fans des ersten und auch solche des Zweiten wohl spalten, denn er schlägt einen deutlich anderen Ton an als seine Vorgänger. War der erste ein mehr oder minder klassischer Piratenfilm, mit viel Humor und einem Geistertwist, bot der Zweite überdrehten, visuell inspirierten Slapstick mit grandiosen Tricks und einer überbordenden Story, die zum Teil etwas unfokussiert wirkte, aber letztlich trotz einiger Längen sehr gut unterhielt, bewegt sich der dritte in dunklem unruhigem Gewässer, das ebenso irritiert wie faszinieren kann, wenn man sich auf die neu hinzugekommene Tragik und Düsternis einlassen mag, die ihn von seinen Vorgängern abhebt.

Der Tonfall wird schon mit der Anfangsszene gesetzt, die eine Massenhinrichtung ohne Erlösung zeigt. Die Briten lassen Gefangene hängen. Männer, Frauen, Kindern. Das ganze geschieht mechanisch, hart. Ein verurteilter Junge stimmt ein Lied an, die anderen Gefangenen fallen ein, die Soldaten sind deutlich irritiert. Doch es erscheint niemand die Unglücklichen zu befreien.

Wieder und wieder kehren Verbinski und seine Drehbuchautoren zu solchen Momenten des Verlustes, der Finsternis zurück. Die Schicksale einiger Figuren werden in diesem Film zuende erzählt und nur wenige Enden hoffnungsvoll. Auch wenn die Auftritte Jack Sparrows wie immer kleine Kabinettstückchen sind und diesmal von Wahrhaft surrealen Momenten begleitet werden, die auf den ersten Blick so gar nicht zum Piratenfilm passen, wird niemand völlig verschont. Selbst Jack, der diesmal endlich seinen Vater (Keith Richards) treffen darf, bekommt einige eher schwermütige Szenen verpasst.

Überhaupt überrascht es, wieviel Charaktermomente, wieviel Dialoge es in diesem Film gibt, wie selbst im größten Kampfesgetümmel oft noch Zeit ist für kleine inspirierte Einschübe. Jede der liebgewonnenen Figuren aus den Vorgängern hat ihre Momente, mal mehr mal weniger lang, oft episodenhaft und doch mit der halbkomplex / halbkonfusen Story um Betrug, Vertrauen, Schuld und Liebe verwoben. Durch seine Länge von 165min fühlt man sich bisweilen wie in einer extrem aufwendigen Abenteuerfernsehserie, deren Folgen hintereinander weg gezeigt werden.

Trotz dramaturgischer Schlenker und einer nicht immer gradlinigen und konsequenten Spannungsführung, trotz einiger eher mässig choreographierten Kampfszenen, die weniger konzentriert wirken als in den Vorgängern, schaffte es der Film mich über die volle Länge gefangenzunehmen.

Jene „Fin de siècle“-Stimmung, die wehmütig und oft melancholisch den Abschied von der Piratenzeit, der Zeit der Abenteuer zelebriert, schafft es diesem dritten Teil eine ganz eigene Faszination zu geben. Captain Jack, Barbossa und auch Davey Jones – sie alle wirken plötzlich wie eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die trotz allen Verrats, letztlich nachsichtig miteinander umgeht, weil sie um ihre Verletzlichkeit weiß. Der Film ist durchzogen von Abschieden, von einer gewissen Traurigkeit, in der selbst beim finalen Sieg noch das Wissen mitschwingt, daß es vielleicht der letzte große Sieg gewesen sein mag.

Optisch zeigt sich der Film etwas durchwachsen. Die Kampfchoreographien, wirken wie schon erwähnt eher zweitklassig, zu nah, zu hibbelig. Ein paar Aufnahmen vom Auftauchen des Flying Dutchman, lassen zu deutlich ihre Herkunft aus dem Rechner erkennen. Andererseits gibt es wirklich viele sehr schöne, phantasievolle und neue Bilder. Der Anblick der Black Pearl, die auf dem Rücken bizarrer Steinkrebse durch die Wüste treibt, Jacks kuriose Selbstgespräche, der schon im letzten Teil beeindruckende Davey Jones (Bill Nighy, der hier auch kur mal sein wahres Geischt zeigen darf), die Fahrt in die Totenwelt oder der gewaltige Malstrom in dem sich die Schiffe das letzte Duell liefern sind ebenso starke, wie originelle Bilder, die es schaffen dem optischen Overkill immer wieder Momente des Unerwarteten entgegenzusetzen. Die finale Zerstörung des britischen Kanonenbootes ist eine eindrucksvoller und völlig untypischer Actionmoment, der in seiner surrealen Schönheit durchaus zu berühren weiß.

Natürlich gibt es auch etwas zu lachen, viele kleine, geschliffene Dialoge, Slapstick, vieldeutige Blicke, anzüglichkeiten, hier und da etwas viel Pathos – für eine Sekunde erwartete ich, die erfreulich toughe Keira würde als Piratenchefin vor dem finalen Kampf, am Ende einer Motivationsrede gleich „This is Caribbean!“ brüllen – aber bevor es dann zu arg wurde, gab es wieder augenzwinkernde Momente, die deutlich machten, daß die Schreiber ihre Figuren zwar lieben, aber doch nie so ernst nehmen, daß sie sich nicht einen Spaß mit ihnen gönnen.

Jedermans Geschmack wird dieses vorläufige Finale also sicher nicht sein. Zu deutlich ist die Verschiebung des Tonfalls, zu lang und verschlungen der Plot, zu oft werden die Fronten gewechselt und zu oft nehmen Nebenfiguren einen Spielraum ein, der ihnen eigentlich nicht zusteht. Dazu kommt eine Grausamkeit und Härte, die nochmal über die makaberen Schlachtereien der Vorgänger hinausgeht. Diesmal fliesst Blut und die Soldaten die bisweilen im Rudel umgebracht werden sind wirklich tot. Zimperlich ist der Film nie und hinter jedem Spaß steht dennoch eine durchaus grausige Realität.

Was mich mit dem Film, wie auch mit der Serie insgesamt versöhnt, ist seine Erzählfreude, der sichtliche Spaß und die echte Zuneigung die man in jeder Sekunde spüren kann, sowohl bei der Regie als auch den Darstellern, ja selbst der Musik. Jede Figur ist lebendig und in gewisser Weise liebenswert oder zumindest interessant. Bei aller Unkonzentriertheit, die man dem Film sicher vorwerfen mag, bei all seinen ausufernden Schlenker, hatte ich immer das Gefühl, daß hinter den Bildern Menschen stehen, die ihre Stories nicht am Reißbrett konstruieren, die einfach gerne erzählen und wild fabulieren und dabei manchmal über das Ziel hinausschiessen. So sehr mich die Dialoge in Spider-Man 2 und 3 mit ihrer bitterernsten Dramatik anekelten und ungerührt ließen, so sehr schaffen es mich die Figuren der Piraten-Welt für sich zu gewinnen.

Das Ende von „At Worlds End“ versucht eine optimistische Note, ebenso wie das Zucker nach den Credits, aber es bleibt doch eine gewisse Wehmut, eine angenehme Melancholie, wenn man von Jack, Will, Elizabeth, Barbossa und all den anderen kleinen und großen Rollen Abschied nimmt. Mit seiner opulenten Ausstattung und seinen zurückhaltenden Digitaleffekten, die zumeist bemüht waren das Gefühl eines klassischen Abenteuerfilms vergangener Jahre zu erzeugen, könnte der Film selbst zu einer aussterbenden Art gehören: Blockbuster mit Herz – man mag mir angesichts der Handlung den Kalauer verzeihen -, die von Menschen gemacht werden die Filme mögen und ihr Publikum nicht verachten.

Das ist sicher nicht jedermanns Sache in Zeiten von Renderwahn, Computerspiel-Look und schwülstiger Superhelden-Kacke, gibt mir aber dennoch Hoffnung, daß es Popcornkino geben kann, daß ich wirklich mag. Trotz und zum Teil auch wegen seiner Schwächen.

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26 Kommentare

  • Reply Moviesteve 25. 5. 2007 at 10:27

    Dein positives Gesamturteil, daß ja vielen Pressestimmen entgegen steht, überrascht mich und macht mich mordsmäßig neugierig.
    Aber ich werd’s noch nicht lesen, von wegen Spoileritis und so. ;-) Danke also für den Hinweis.

  • Reply manbatz 25. 5. 2007 at 10:39

    stimme zum großteil überein, allerdings heißt der film in deutschland „fluch der karibik 3“, nicht „piraten der karibik 3“, wie links im teaser angegeben

  • Reply justus_jonas 25. 5. 2007 at 10:48

    @manbatz: Lustigerweise weder noch…
    In Deutschland läuft der 3. Teil inkonsequenterweise, aber auf Disney-Wunsch, offiziell als „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“.

  • Reply Herculez 25. 5. 2007 at 13:09

    Hui… ich hätte echt ne Wertung von 2-3 Sternen erwartet. Allerdings hatte mich die IMDb auch schon mit ihrem Durchschnittswert von 8,6 erschrocken.

    Ich selbst hätte dem Film wohl nur 3 Sterne geschenkt. Ich fand ihn jetzt nicht so besonders, die Witze stellenweise unpassend, in manch düsterer Situation. Vielleicht weil man die Art der Komik schon aus den ersten beiden Teilen gewöhnt war.

    Mir hat da ne Prise Unerwartetes gefehlt; vieles konnte zumindest ich mir schon denken. Trotz den eigenen Zielen der Personen, gings mir dann doch noch zu gut aus.

    Naja, immerhin war mein Kinopass bei dem Besuch voll und ich musste rein gar nichts für den überlangen Film zahlen. :D

  • Reply Bis ans Ende der Welt... / Web Adventures 26. 5. 2007 at 12:36

    […] Ein Review gibts bei den 5 Filmfreunden. […]

  • Reply Marcel 26. 5. 2007 at 23:52

    allein wegen der spaghetti-western hommage hat der film 5 sterne verdient ;)

  • Reply Batzman 26. 5. 2007 at 23:57

    Stimmt das Morricone-Zitat war zwar mehr als unsubtil, aber dennoch sehr geil gefilmt und vom Soundtrack begleitet.

    Ich rätsele ja eh derzeit, warum der Film von so vielen Leuten niedergemacht wird. Besonders wenn ein schmieriger Schrott wie Spidey-3 als tiefsinnig, emotional und berührend empfunden wird.

  • Reply Marcel 27. 5. 2007 at 1:02

    das ist jetzt vielleicht weit hergeholt, aber ich glaube at world’s end hat durch den bruch mit der unbekümmertheit der ersten beiden teile einige parallelen zu unserer welt. stehen die ersten beiden teile für die anything-goes stimmung zur jahrtausend wende, steht der dritte teil für das abrupte ende dieser und der scheisse die damit gekommen ist. ich hatte schon manchmal ein komisches gefühl. womöglich kommt so ein fingerzeig nicht wirklich gut, wenn man nur oberflächlichen hollywood kram erwartet.

    vielleicht interpretier ich aber auch nur zuviel hinein :)

  • Reply Lutz 27. 5. 2007 at 9:23

    Ich kann mich der obigen Kritik nur anschließen und die professionellen Kritiken kann ich nicht so ganz nachvollziehen (die IMDb Wertung wird sich aber noch nach unten korrigieren).
    Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn sich das gleiche Team noch mal durchringt und einen vierten Teil produziert (Depp hat ja schon angedeutet, dass er bei einem guten Drehbuch Interesse hat und ich denke Keira Knightly und Orlando Bloom wird man ausreichend großen Gehaltschecks auch wieder an Board bekommen).

  • Reply Herculez 27. 5. 2007 at 15:01

    Wenn nochmal 3 neue Teile (insgesamt 4 Teile wäre ja zu ungerade, hrhr), dann aber bitte ohne Keira und Orlando. Deren Geschichte ist so ja schon abgeschlosen, aber aus Depp kann man noch so einiges zaubern, sofern er sich dann anfangs wieder nen neuen Narren sucht.

    Was ich und womöglich auch andere am 3. Teil vielleicht nicht so besonders gelungen fanden, war das Einsetzen der Verfolgung von eigenen Zielen. Das wurde einfach zu überstrapaziert und so wurde mancher verrückter Zufall auf einfache Art und Weise mit dem Drehbuch geschaffen. Es war für einen persönlich sehr schwierig eine Identifikationsperson untern den vielen zu finden. Ich selbst fühlte den ganzen Film über am meisten mit dem Admiral mit, die anderen Figuren fand ich zu sprunghaft.

    Klar, es ist eher ein Actionfilm denn Sozialdrama, aber nichtdestotrotz viel mir während des Filmes mehrmals auf, wie blind und wechselhaft die Personen doch laut Drehbuch sein mussten. Das nahm die Realität und Identifikation mit denen. Zumindest für mich.

    Ich bezeichne den Film ja nicht als schlecht, aber schon als nur durchwachsen gut.

  • Reply justus_jonas 28. 5. 2007 at 0:10

    Dem Film hätte auf jeden Fall eine kürzere Laufzeit gut getan. Einige Szenen waren dann doch sehr redundant… Viele der Hin-und-Her-Dialoge endeten im Nirgendwo… einige Szenen und Location hatten überhaupt keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte („Oh! Eine Eiland! Dann gehen wir mal ins Innere der Insel! Oh! Ein toter Asiate! Oh! Überfall! Zurück aufs Boot! Schnitt, Schwupps, weiter gehts…“)
    Der furiose Endkampf tröstete mich dann aber doch über die ein oder andere Holprigkeit hinweg…

  • Reply mark 28. 5. 2007 at 16:44

    WTF?! batzman bewertet hollywood blockbuster gut… bin ich in einem paralleluniversum?

    spass beiseite: der 2. teil war der schlechteste, unlustigste mist den ich letztes jahr gesehen habe!!

    hatte also vor den 3. teil gleich ganz wegzulassen,.. was sagt ihr? lohnt sich der film wenn man teil 2 miserabel fand?

  • Reply Batzman 28. 5. 2007 at 16:51

    *g* Ich bewerte mehr Blockbuster positiv, als man allgemein wahrzunehmen scheint.

    Aber um die Frage zu beantworten, schwierig. Der dritte Teil hat eine düsterere Stimmung und ist anders als der erste und zweite. Er ist weniger klamaukig als der zweite, den ich aber auch mochte und weniger leichtfüssig als der erste. Wenn man sich mit den surrealen Momenten des Films und der ausufernden Fernsehserien-Atmosphäre anfreunden kann, wird man ihn mögen. Wenn man eher einen straighten, gradlinig erzählten Piratenfilm will, sollte man lieber die Finger davon lassen…

  • Reply tomasz 29. 5. 2007 at 0:16

    Eure Kritik trifft ziemlich genau den Punkt, obwohl mir angesichts der Opulenz der Bilder die Bemängelung der Actionszenen nicht so aufgefallen ist. Der Film hat zudem ein ähnliches Kracherende wie der erste Teil, als Sparrow, völlig aus der Hüfte geschossen, einen Tag Vorsprung erhielt. Hier sagt der Oberbösewicht von der East-Indian-Trading-Company, während sein Schiff in die Luft fliegt, ‚es geht doch nur ums Geschäft‘. Was will uns das sagen? Der Kapitalismus fliegt uns um die Ohren? Möglicherweise, aber warum erzählt Disney uns das? Reklamieren sie jetzt das Vokabular der Globalisierungsgegner, um es kommerziell auszuschlachten oder wagt Disney tatsächlich solch ein Statement?

  • Reply Moviesteve 29. 5. 2007 at 10:00

    Aaaaah! Ich stimme mit Batzman größtenteils überein! Mama, ist das heilbar? ;-)

    Weiß noch nicht genau, wann ich es schaffe, einen eigenen Blog-Beitrag zu „FdK3“ oder „PotC:AEdW“ oder „PotC:AWE“ zu schreiben.
    Die Kurzversion: Schon toll gemacht, bombastisch und im Kino ein visuelles Fest für Alle, die Teil 1 und 2 brauchbar bis spitze fanden.
    Aber es stimmt, was viele Kritiken schreiben: Zu viel Plot, zu viel „Deal or No Deal“ und wirres Taktieren.

    Darunter leidet vor allem die erste Hälfte, die zwar wunderbare Fernsehepisoden hergegeben hätte, wenn Pirates ne TV-Serie wäre, aber für nen Film viel zu kleine Mini-Spannungsbögchen hintereinander abfrühstückt.
    Man fragt sich lange Zeit, wann denn nun endlich der Haupthandlungsstrang beginnt.

    Auch werden manche Ideen etwas zu klein verschenkt und das, obwohl der Film fast 3 Stunden geht.

    Dennoch schon ein schönes Blockbuster-Fest und teilweise sogar sehr mutig für nen Mainstream-Film! Vor allem diese durchgängige Düsternis – erinnert sich irgendwer, daß in Teil 1 Jacks Kopftuch mal dunkelrot war? Teil 3 sah teilweise schon fast schwarz-weiß aus.
    Respekt!

    @tomasz: Ich denke mal, den Disney-Leuten war der Inhalt diesmal relativ schnuppe. Verbinski/Bruckheimer hatten sicherlich freie Hand, da diese Fortsetzung im Grunde eine sichere Bank war. Nach dem gigantischen Erfolg des Vorgängers hätte der gesamte Film nur aus den surrealen Jack-ist-schon-vollkommen-weich-in-der-Birne-Szenen bestehen können, die das Massenpublikum eigentlich überfordern. Reingegangen wären die Massen trotzdem.

  • Reply BelleNoir 29. 5. 2007 at 12:07

    Alles wichtige wurde ja schon gesagt,ich stimme Batz mehr oder weniger komplett zu, wobei mir die Action gelangt hat. Als Einwurf könnte ich mir nur „statt“ eines weiteren Teils eine Prequel vorstellen. Jackies Flegeljahre.

  • Reply Lenbo 29. 5. 2007 at 15:18

    Ich fand den Film richtig schlecht! Bin zwischendrin sogar kurz weggenickt, weil er mich überhaupt kein Stück gefesselt hat… Aber gut, das ist Geschmackssache.

  • Reply niels | zeineku.de 30. 5. 2007 at 14:48

    Ich fand ich auch nicht überragend. Zu lang war er auch, aber die ersten Singapur-Szenen waren sehr schön gemacht.

  • Reply Im Kino: Pirates of the Caribbean 3 - At worlds end 30. 5. 2007 at 14:48

    […] Batzmans Sicht auf den Film ist auch eher zwiegespalten. […]

  • Reply Black Pearl 30. 5. 2007 at 16:29

    Das grosse Finale, ist in jeder Hinsicht ein grosses Finale (was aber leider wieder einige Fragen aufwirft)- sollen wir uns auf Teil 4 einstimmen ???
    Fakt ist, dass der Film alle Superlativen in sich vereint und von superguter Unterhaltung zu einer blödsinnigen Dialoganreihung wechselt. Alles in allem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, habe viel gelacht (auch geweint ;-)) aber und da stimmen mir sicherlich viele zu: Ich hatte es anders erwartet. Der Soundtrack ist grandios und ich sehe die Filme nicht als Trilogie, sondern Teil 1 als den Kultfilm, Teil 2 + 3 mit ihrer sehr eigenen, schönen Geschichte als Piratenmärchen par excellance

  • Reply Steffi 3. 6. 2007 at 14:53

    Grauenvoller Film. Eine hanebüchernde Story, zusammengehalten von einer lediglich aufgesetzen Ernsthaftigkeit ( gegen Ende hätte mich selbst eine im Wind flatternde US-Flagge nicht mehr überrascht und jaja, Piraten waren bestimmt ehrbare Verteidiger der Freiheit der Meere…). Schrecklich dämliche Dialoge, lahme Witze (NEIN nur abwechseln mal den Affen, mal den Papageien zu filmen ist NICHT lustig!) und langeweilige Spezialeffekte.
    Ich könnte unendlich weitere Tiefpunkte dieser Verschwendung von lebenszeit aufzählen…
    Spiderman 3 hat mir übrigens auch nicht gefallen ;).

  • Reply Jade 5. 6. 2007 at 20:00

    Der Film ist einfach nur total Geil und wehe irgendjemand sagt was gegen ihn oder die beiden Vorgänger… :-)

    Ist eigendlich jemand bis nach dem Abspann geblieben, angeblich kam da eine Szene mit Elizabeth und ihrem Sohn!?

  • Reply Dirk 10. 6. 2007 at 21:06

    zu Nr. 21 Steffi: Da war doch eine amerikansiche Flagge. Und zwar direkt am Anfang in der ersten Szene sieht man oben auf einem Turm zwei Flaggen. Die rechte ist es eindeutig.
    In der kurz darauf folgenden Nahaufnahem dieser Flaggen, ist es aber dann eine andere.

    Gruß
    Dirk

  • Reply quietearth 1. 8. 2007 at 14:58

    so dann werd ich hier meine meinung auch noch kundtun. also ich kann mich nur denn negativ-kritiken anschließen. der film war absolut schlecht. ich fand den 2. teil schon mittelmäßig, aber teil 3 hat das dann noch mal unterboten.
    zum einen war der film viel zu lang. es gab viele handlungsstränge, die nebeneinander verlaufen sind und dann irgendwann mal fix abgeschlossen wurden, um schnell zum nächsten thema zu springen …
    und dann die darsteller … mr. depp wie gewohnt sehr souverän. die rolle passt einfach, aber keira k. und orlando b. für mich seit diesem film ein absolutes NO! zum einen hat es schon genervt, dass sie als piratenbraut zwischen den ganzen versüfften kerlen immer top gestylt aussah, was übrigens für orlando bloom auch gilt. und dann das ende – oh gott – das war mir dann doch zuviel schmalz. also wenn es tatsächlich stimmen sollte, dass es überlegungen für einen 4. teil gibt, dann bitte bitte nur noch mit captain jack sparrow! ;o)
    in diesem sinne …

  • Reply ChliiTierChnübler 12. 8. 2007 at 15:25

    Wie ein Film von den besten Filmkritiker des Web 2.0 so viele Punkte erhalten kann, bleibt mir nach 3 Stunden langweiligstem Kino absolut unbegreiflich. Wenn nur noch auf Grund von Special Effects ein Film trotz schleppender Handlung und Witzchen, die eines Piraten unwürdig sind, als gut und sehenswert bewertet wird, wird die künftige Kinowelt wohl sehr sehr sehr laaaaaaaangweilig.

    Ich gebe 3 Punkte von 5:
    1 für die Effekte
    1 für Jack Sparrow
    1 für das weibliche Beindouble der knochendünnen Keira Knightley

  • Reply TimyFreak 12. 1. 2009 at 0:12

    Juhhu, Negativmeinungen! Ich bin mir mit meiner Freundin einig: Einer der schlechtesten Filme aller Zeiten.

    Ich frage mich erstens, wie man die „Special Effects“ noch toll finden kann. Maddox (übrigens jemand, der sich wohl wirklich Pirat nennen darf…) meinte schon bei den neuen Star Wars-Teilen: Es ist alles mit so vielen Special Effects überladen, dass daran nichts mehr special ist. Diese ganzen gefakten Hintergründe, bei denen höchstens die Inseln echt sind – das sieht einfach böse künstlich aus. Und die lezte Szene, in der das Schiff des „Bösewichts“ zerschossen wird – für mich der Gipfel der Holhheit (sie schießen nicht zurück und die britische Armada könnte die Piraten immer noch vernichten – tun es aber nicht), bei dem wohl nur noch eine tolle Explosion gezeigt werden sollte.

    Warum sind ich und meine Freundin die einzigen, die Jack Sparrow für eine sehr miese Figur halten? Einfach nur nervig und uncool. Das gilt übrigens auch für ALLE anderen Charaktere (naja Davy Jones geht noch). Vor allem Bloom und Knightley als angebliches Liebespaar, die sich abgesehen von Kusssequenzen am Schluss die ganze Zeit behandeln, als wären sie nur flüchtige Bekannte!

    Bloom wird von der Black Pearl „geschubst“ und daraufhin von der Trading Company aufeglesen? So ganz zufällig schienen da 3 Schiffe sich auf den weiten 7 Weltmeeren ständig wiederzubegnen.

    Und wenn man die Credits abgewartet (bzw. auf der DVD vorsgespult hat…) kam noch eine „Ten Years After“ Szene, bei der man sich nochnichtmal die Mühe gemacht hat, Knightley und Bloom älter aussehen zulassen.

    Ein einziges Kopfschütteln.

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