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“Is that… are you…… are you watching Oprah? “

Originaltitel: Ocean’s Thirteen
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Ellen Barkin, Al Pacino

★★★☆☆

Oceans 13

Einmal mehr müssen Danny Ocean (George Clooney) und seine Spiessgesellen ihre Fähigkeiten als Con-Artists unter Beweis stellen. Diesmal geht es um die Ehre und Revenge. Hotel-Mogul Willi Bank (Al Pacino) hat ihren Kumpel Reuben (Elliot Gould) bei einem Millionenschweren Deal über den Tisch gezogen und ihm damit einen Herzinfarkt beschert.
Ocean und seine Truppe sinnen nun auf Rache, sie wollen es Bank heimzahlen und die Eröffnung des Hotels zu einem finanziellen, wie imagemässigen Debakel machen. Dazu planen sie die Manipulation sämtlicher Glücksspiele, des Hotelkritikers und nicht zuletzt den Diebstahl von Banks heissgeliebten Diamanten.
Keine leichte Aufgabe, für die sie all ihre Kräfte bündeln müssen und schließlich sogar Hilfe bei ihrem Erzrivalen Terry Benedict suchen. Doch können sie ihm vertrauen?

Die dritte Runde des Trickbetrüger-Saga bringt im wesentlichen nichts neues in die bekannte Formal. Dem Titel zuliebe wird eine neue Figur in die Gruppe aufgenommen, was hoffen lässt, daß man sich von dieser Methode bald verabschieden wird, denn schon jetzt tun sich die Autoren schwer jeder der 13 Figuren eine vernünftige Rolle zu geben. Nicht auszudenken, was das bei Oceans 26 geben würde.

Nach wie vor fällt es schwer die Filme nicht zu mögen, mit ihrem gefälligen Soundtrack, der erzsympathischen Besetzung, allen vorran George Clooney, der diese Rolle auch im Schlaf spielen könnte. Bestenfalls mag man monieren, daß sich die Filme nach wie vor nicht wirklich nach großem Kino anfühlen und eher freundschaftliche Fingerübungen für alle Figuren darstellen.
Nichts überrascht wirklich, man kann sich zurücklehnen und die Story an sich vorrüberziehen lassen.

Vielleicht aus Angst zu langweilig zu werden, eröffnen die Drehbuchautoren diesmal allerdings ein paar Nebenhandlungen zuviel, bisweilen hat der eingelullte Zuschauer schwierigkeiten den Überblick zu behalten wer da jetzt wen und warum einwickelt oder vorbereitet, aber spätestens im Finale läuft dann doch alles wieder zusammen, so daß auch unaufmerksame Zuschauer nicht zu fürchten brauchen, ratlos zurückzubleiben. Darüber hinaus nimmt sich der Soderbergh viel Zeit für dramaturgische Schlenker und Referenzen auf die früheren Filme, ironisiert seine Figuren, die zeitweise doch etwas ungerichtet durch die Handlung mäandern.

Wenn man dem Film etwas vorwerfen mag, ist es seine Routine und seinen völligen Mangel an neuen Ideen und Originalität. Das Grifter-Subgenre ist nach wie vor spannend, aber für wirklich kinotaugliche Unterhaltung brauchte es dann doch etwas mehr neue Impulse.
Interessanterweise ähnelt Oceans Thirteen sehr der Finalfolge der vierten Staffel der UK-Erfolgsserie Hustle, die es, wenn man ehrlich ist im Direktvergleich schafft die spannenderen Stories zu produzieren – sie hat aber auch den Vorteil nur eine Stunde pro Folge füllen zu müssen und kann sich bequem auf das Fernsehformat beschränken.

Für sich genommen und für alle Fans bietet die neue Ocean’s Folge solide Unterhaltung, mit ein paar Längen, einer großartigen Cast, die hart am Rande der Unterforderung ihre Rollen abliefert.

Wer nicht mehr erwartet wird gut bedient im Kino. Allen anderen wird es sicher reichen, den Film demnächst auf DVD zu gucken.

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7 Kommentare

  1. Du sprichst mir aus der Seele!
    Genauso habe ich den Film auch erlebt und stimme deiner Bewertung vollkommen zu.

    Kommentar #1 von jan am 09.06.2007 um 19:20 Uhr

  2. Yep. Trotz gelegentlicher Langeweil-Phasen ein nettes Vergnügen – aber mehr eben auch nicht. Braucht im Prinzip niemand.

    Apropos: Hat eigentlich jemand Julia Roberts und Catherine Zeta-Jones vermisst??? Ach, die ham da auch mal mitgespielt? ;-)

    Kommentar #2 von Binding am 10.06.2007 um 18:56 Uhr

  3. Vermisst wäre wirklich zuviel gesagt, bei der Menge an Leuten die da mitmachen (von denen die meisten recht wenig zu tun haben), fällts nicht wirklich auf wenn jemand fehlt…

    Kommentar #3 von Batzman am 10.06.2007 um 19:11 Uhr

  4. Wie, man kann Catherine Zeter-Jones vermissen?

    Kommentar #4 von Julie Paradise am 10.06.2007 um 19:40 Uhr

  5. Also manchmal frag ich mich ernsthaft ob Ihr eure Kritiken bei Sequels nur an Hand von Trailern macht..?!

    Ich war gestern abend in dem Film und kann nur sagen, dass ich eure Kritik (nicht eure Bewertung!) in keinster Weise mit der Realität deckt.
    Alle Personen waren mehr oder weniger gut in die Story eingearbeitet. Wirkten aber vor allem nicht deplaziert. Und das die Story wir üblich erst komplett konfus gewesen sei um am Ende wieder zurecht geschnibbelt zu werden stimmt auch in keinster Weise. Keiner der beiden Vorgänger war so linear und chronologisch klar wie dieser Teil.

    Und wo sollen die “vielen” Nebenhandlungen sein? Alles stand in Verbindung mit der Story und wirkte daher auch nicht überladen.

    Kommentar #5 von Matthias am 11.06.2007 um 16:51 Uhr

  6. Der Film war leider sehr langweilig. Wie cheaten beim Computerspielen ^^

    Aber Du hast recht, man “mag” sie einfach trotzdem.

    Kommentar #6 von Seltener Kinogast am 25.06.2007 um 14:46 Uhr

  7. Der Kritik kann man sich vorbehaltlos völlig anschließen.

    Das Ende überraschte nicht mehr wirklich, erging sich bestenfalls in dem Zwang wieder ein verblüffendes Finale hinzulegen und wurde diesem Druck nicht gerecht.
    Allerdings war es wenigstens nachvollziehbarer als das Ende des zweiten Teils.

    Für mich ist der einzig wahre Teil, der Erste (wie bei den meisten Filmen…Matrix…) und es hätte dem ganzen einen individuelleren und elitäreren Charakter gegeben, wenn es bei diesem Meisterstück geblieben wäre.

    Kommentar #7 von Tino am 03.08.2007 um 11:51 Uhr

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