Auch so Film, den man für seine erste halbe Stunde über den grünen Klee lobt und die daran anschließenden langweiligen 150 Minuten völlig vergisst. Zugegeben: die erste halbe Stunde gehört zu den härtesten Kinomomenten überhaupt, ist eine Tortur, eine Tour de Force und eine Erfahrung und alleine dafür gebührt Steven Spielberg Respekt. Aber warum muss der Rest deshalb so verdammt langweilig sein?
Aber jetzt erstmal 30 Minuten Gemetzel. Nicht schön, aber gut.


Von 






































naja kommt immer drauf an was man erwartet… bin ein großer fan von diesem film, da die story in sich eigentlich stimmig ist und auch keine “über-kriegs-helden” vorkommen…
Das ätzende ist ja, dass er all das, was er in den ersten 30 Minuten zeigt, im Folgenden wieder völlig demontiert
Dieser Film ist für mich unantastbar.
Wie so oft ist dem großen William Goldmann (“The Princess Bride”, “Butch Cassidy and the Sundance Kid”), wenig hinzuzufügen:
“In an interview with Britain’s Empire William Goldman, among other things, referred to Saving Private Ryan as ‘a detestable piece of shit.’ After allowing that the first half hour of the movie featured some ‘brilliant stuff,’ Goldman went on to remark that the last hour ‘is as bad as a movie can be.’ I still almost have to vomit when I think of the last hour of Saving Private Ryan. .”
Dieser Film ist groß – von Anfang bis Ende. (abgesehen von der Alte-Mann Klammer) Groß groß groß
Wie so oft bei Spielberg ärgert mich in Saving… ein paar Details derartig das ich den Film , nach anfänglicher Verehrung inzwischen richtig mies finde.
Die Anfangsszene ist wahrlich gruslig gut, eine echte Achterbahnfahrt im Kinosessel, aber der Rest vom Film wird leider vom unerträglichen Heldenpathos und Soldatenehrgefühl überstrahlt der den ganzen “Anti”-Kriegs-tenor ad absurdum führt. Unerträglich schlecht finde ich ganz besonders die Szene in der der deutsche gefangene als wortbrüchiger Rächer widerkehrt und, typisch Hollywood, doch noch “gerecht” gerichtet wird… Ein cineastisches-dreifach-Hurrah auf die Todesstrafe?
Die Landungssequenz hat Filmgeschichte geschrieben und ist der Oberhammer, yep.
Der Rest ist – mal von der splattrigen Brutalität abgesehen – für die Füße.
Ich empfehle dringendst Eastwoods “Flags of our Fathers” als unheroisches Gegenmittel.
Ach ja: Die ebenfalls von Spielberg und Hanks produzierte Miniserie “Band of Brothers” ist auch viel viel besser, weil sie wesentlich nüchterner den Kriegsalltag zeigt.