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Cindy Sherman: Bilder ohne Film

Standard, 18. 7. 2007, Batzman (Oliver Lysiak), 1 Kommentar

So sehr wie die Filmkunst von der Fotografie beeinflusst wurde und von ihr gelernt hat, so sehr sind viele Fotografen vom Stil und der narrativen Kraft, der ikonografischen Bildsprache des Films beeinflusst.

In Berlin sind derzeit ausgewählte Arbeiten der Fotokünstlerin Cindy Sherman zu sehen. Phantasievolle und spannende Arbeiten aus über 30 Jahren, die im besten Sinne mit popkulturellen Einflüssen spielen.

Für Filmfans besonders interessant dürfte ihre klassische Serie „Untitled Film Stills“ sein, in der sie Standfotos aus fiktiven Kinofilmen inszeniert. Faszinierende Momentaufnahmen, deren Story sich jeder im Kopf zusammenreimen mag.

Doch auch andere Arbeiten Shermans spielen mit filmischen Momenten und Archetypen, die sie oftmals ins absurde verdreht. Eine Reihe ebenfalls fiktiver Castingfotos abgehalfterter Hollywoodschauspieler lässt tiefer blicken, als es den Abgebildeten wohl recht wäre. Sherman spielt mit dem Klischee, wendet es mit einer Spielfreude die irgendwo zwischen Zuneigung und Abscheu liegt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10.09.2007 im Martin Gropius Bau zu sehen.

Eine Auswahl ihrer Bilder gibts in DIESEM VIDEO.

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1 Kommentar

  • Reply POPLOG 18. 7. 2007 at 15:38

    Schweigen! Verwirrung! Wind! (monochrom, Cindy Sherman, The Besnard Lakes)…

    “Hymne ist ja zunächst mal eine ganz bestimmte From des inhaltlichen Wollens.” So fängt der Begleittext zum Nationalhymnenprojekt von monochrom an. In diesem Projekt, dessen Videoaufzeichnungen nun online verfügbar sind, unternehmen die …

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