Review

Black Snake Moan

Standard, 23. 7. 2007, Renington Steele, 13 Kommentare

bsm.jpgOriginaltitel: Black Snake Moan
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Craig Brewer
Darsteller: Samuel L. Jackson, Christina Ricci, Justin Timberlake

[rating:3]

Rae ist white Trash. Sie verabschiedet ihren Freund in den Irak-Krieg und springt flugs mit dem nächsten Kerl in die Kiste. Als der beste Freund vom Freund sie verprügelt und aus dem Auto schmeisst, findet sie tagsdrauf der Bauer und Blues-Sänger Lazarus, nimmt sie bei sich auf und kettet sie an die Heizung. Rae findet das nicht so lustig und will sich freificken, aber Lazarus, der streng gläubige Christ, will ihre Seele retten. Und das schafft er dann auch.

„Black Snake Moan“ ist ein recht belangloser Versuch, auf den derzeitigen Exploitation-Zug aufzuspringen. Sicher, die Ricci in bauchfrei und Ketten ist lecker anzusehen und die Szene in diesem Blues-Club, in der Samuel Jackson live auf der Klampfe spielt, ist wirklich gut. Nur leider geht der Film nicht den ganzen Weg und traut sich nicht, einen echten Exploitation-Fucker abzuliefern. Und so sitzen am Ende Justin Timberlake (der tatsächlich eine respektable schauspielerische Leistung abliefert) und Christina Ricci bei Barbara Salesch auf der Couch und bereden ihr abgefucktes Leben. Denn der Film erzählt eine äußerst banale Geschichte: Rae wurde vom Vater missbraucht, betrügt deshalb ihren im Irak stationierten Freund wann auch immer es nur geht und wird von Lazarus per Kette auf den Pfad der Tugend zurückgeholt. Gähn. Und wenn sie am Ende als Braut in weiß ihren Justin heiratet, mutet das doch irgendwie lächerlich an, leider.

Am Ende bleibt ein Film, der leidlich unterhaltsam eine banale Geschichte erzählt, mit ein paar schicken Bildern in der Mitte. Im Kino muss man das sicher nicht sehen, auf DVD aber mal ausleihen. Sollte dann aber nicht allzuviel erwarten.

You Might Also Want To Read

Podcast: Wasting Away Special – X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST

24. 5. 2014

Alice im Wunderland (2010) (Review)

5. 3. 2010

Kurzkritiken: The Brothers Bloom, Doghouse, Inglorious Bastards, Van Diemen’s Land, Trick ‚r‘ Treat, Train (Review)

1. 9. 2009

13 Kommentare

  • Reply der Barde 23. 7. 2007 at 12:31

    Warum habe ich denn davon noch ü-ber-haupt nict gehört?? Ricci in Ketten? Ein Traum. ich checke gleich mal die einschlägigen Newzgroups…

  • Reply martha dear 23. 7. 2007 at 12:38

    schlimm ist auch, dass ich mr. timberlake in sämtlichen videos jetzt nur noch als wimmerndes weichei sehe…

  • Reply Denis 23. 7. 2007 at 14:40

    öh, hab den Trailer gesehen glaub ich. Ist das nicht das mit dem „er rettet sie und sie rettet ihn“ – Gedöns?

    Naja, aber ricci in Ketten woohooo. ^^

    BTW: in eurem Freikarten-Gewinnspiel sind die Kommentare geschlossen (ich wollte grad „sind die comments closed“ schreiben, hab dann aber an „Pro Synchro“ gedacht ;) )
    deshalb hier der Hinweis:
    E-Mail-Adresse ist nicht vollständig, der Teil vor dem (ät) fehlt.

    Grüße

  • Reply Renington Steele 23. 7. 2007 at 14:45

    Die Ricci in Ketten ist echt schick, aber der ganze Film eher mittelprächtig…

    Danke für die Info, ich habs korrigiert…

  • Reply vellist 23. 7. 2007 at 19:40

    Schon irgendwie ein Dilemma.
    Wenn ich lese, dass der Alkoholiker am Ende wieder mit seiner alten Band auftritt und das geheilte Mädel ihrem bösen Lover ein Liebeslied darbringt, krieg ich das Kotzen. Aber andererseits: Samuel L. Jackson als einsamer Blues-Musiker. Das kann gar nicht schlecht sein.

  • Reply Thomas 24. 7. 2007 at 22:44

    Also ich fand den Film ganz gut. Ricci und Jackson spielen ganz ordentlich und trösten über das kitschige Ende ein wenig hinweg. Nicht unbedingt der Film des Jahres oder Monats, aber wenn man die Gelegenheit hat, kann er das Geld für die Kinokarte schon wert sein. Das größte Problem des Films ist eher, dass man durch Plakate und Trailer eben mehr Christina Ricci in Ketten erwartet und keinen Film, bei dem es auf schauspielerische Leistung ankommt.

  • Reply Mal Sehen 26. 7. 2007 at 9:00

    Egal. Christina Ricci ist zu vergötternswert, als dass ein Film mit ihr scheiße wäre.

  • Reply Jimmy Lightning 4. 8. 2007 at 2:31

    Wie passen Samuel L Jackson und Christina Ricci mit Justin Timberlake in einen Film??? Geht da die Kamera nicht kaputt?

  • Reply Geroge 25. 8. 2007 at 10:58

    Soll ich den Film jetzt gucken, oder nicht? 3 Sterne, da ist man hin und hergerissen.

  • Reply Setty 28. 8. 2007 at 15:27

    @Geroge
    Wenn du auf Drama stehst, dann schau ihn dir an. Aber besser auf DVD als im Kino.

    Ein netter Film für einen Abend. Aber mehr auch nicht.

  • Reply Tom 3. 9. 2007 at 17:34

    Also ich hab ihn in der überraschungspremiere gesehen und fand nich schlecht.

    Zitat Sam Jackson:“Pass auf.Die is Schneller auf deine Schw*nz als ne Fliege auf der Schei*e.“

    :)

  • Reply PLJ 20. 9. 2007 at 2:38

    Die Hauptdarstellerin kannte ich vorher gar nicht, auch der Film-Plot war mir insofern unbekannt, als ich nur Mieses über den Film gehört habe. Den Film habe ich mir eigentlich nur wegen der Livemusik-Szene mit the fabulous one and only Mr. Kenny Brown (der zweite Gitarrist im Musikschuppen) und dem nicht minder grandiosen Cedric Burnside (Schlagzeuger) angeschaut.
    Ich finde den Film recht gut, manches ist ein wenig arg verkitscht aber die Musik reißt alles raus was eventuell rauszureißen wäre. Samuel L. Jackson ist ein dermaßen fantastischer Sänger, daß ich immer noch total von den Socken bin.

    Fazit: Film Schulnote Drei plus, Filmmusik, incl. der von Samuel L. Jackson solo (voc,g)vorgetragenen Stücke das allerallerbeste und -größte was jemals an Musik im Film dagewesen ist.

  • Reply Julian Reich 12. 3. 2011 at 9:39

    Super Film. Ich kann die Meinung des Autors der Rezension so was von nicht teilen – hab den Film leider im Kino verpasst aber schon drei mal auf DVD geguckt. Vier Sterne in my book dudes!

  • Schreibe einen Kommentar zu Mal Sehen Abbrechen