Review

28 Weeks later

Standard, 9. 8. 2007, Batzman (Oliver Lysiak), 34 Kommentare

„Have you come in contact with… the infected? „

Originaltitel: 28 Weeks Later…
Herstellungsland: Großbritannien 2007
Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Darsteller: Robert Carlisle, Rose Byrne, Jeremy Renner, Harold Perrineau, Catherine McCormack, Mackintosh Muggleton

[rating:2.5]

28 weeks later

Wir erinnern uns: In dem Infizierten-Film „28 Days Later“ raffte der Rage-Virus mal eben ganz Großbritannien hinweg. In der Fortsetzung lernen wir nun, daß die entvölkerte Insel nach und nach wiederbesiedelt werden soll.

Don (Robert Carlisle), der die ursprüngliche Epidemie nur mit knapper Not überlebte und dabei seine Frau verlor, lebt mittlerweile in London in der sogenannten „Green Zone“, dem sicheren Bereich, der unter Führung des US_Militärs eingerichtet wurde.

Seine beiden Kinder, die 15jr Tochter und der 12jr Sohn, die während des Ausbruchs im Ausland waren und in Flüchtlingslagern lebten, dürfen nun zu ihm zurückkehren. Kaum in der Green Zone angekommen, büxen die beiden aus, um sich etwas durch das verlassenene , verwüstete London zu streifen und ihr altes Haus anzuschauen, in dem sie prompt über ihre Mutter stolpern, die wieder erwarten überlebt hat.

Wie sich herausstellt, besitzt die Mutter eine natürliche Immunität – was sie wertvoll und gefährlich zugleich macht, denn sie kann das Virus weitergeben, ohne selbst zu erkranken.
Schon bald rollt eine neue Infizierungswelle durch London und die Kinder müssen fliehen…

Was ist es mit diesen „28 Days“-Filmen? Schon Danny Boyles Low-Budget-Werk, daß er auf DV gedreht hatte, schaffte es einen extrem effektiven und spannenden Einstieg zu finden und stimmungsvolle, apokalyptische Bilder eines menschenleeren Londons zu präsentieren. Leider verließ die Story damals die Inspiration, nachdem sich die Geschichte aus London rausbewegte und endete doch eher unbefriedigend in typischen Klischees und banalem Gut gegen Böse-Konflikt.

Auch die Fortsetzung fängt durchaus spannend an. Die Rückkehr der Kinder, in das unter Militärdirektion stehende London, ist spannend umgesetzt und birgt eine gewisse Faszination, ebenso wie die Bilder der weitgehend verlassenen, verwilderten Großstadt. Für eine gewisse Zeit, verfolgt man gerne die Story, fragt sich wie wohl der Alltag in so einer Green Zone aussehen mag, kann mit Rober Carlisle mitfühlen, der sich dem beständigen Schuldgefühl herumplagen muß, seine Frau damals im Stich gelassen zu haben, als ihr Haus von Infizierten überrannt wurde.

Hier am Anfang gibt es Ansätze von Handlung, von Charakterzeichnung. Spannend hätte es sein können, die Restfamilie dabei zu beobachten, wie sie versucht wieder ein normales Leben in dieser Ausnahmesituation zu führen. Die Kinder kennenzulernen, ehe das Chaos hereinbricht.

Leider beendet Regisseur Fresnadillo nach knapp 20 Minuten auch schon das, was ein vielversprechender Film hätte werden können, und beginnt eine Hatz, die den Rest des Films nicht mehr recht aufhören will. So schlecht motiviert und dumm, wie die Kinder, die trotz der drohenden tödlichen Gefahr in die Quarantäne-Zone zum Spielen und Heimerkunden gehen, so dumm verhalten sich auch die weiteren Figuren des Films, die im wesentlichen Kanonen- oder besser Infiziertenfutter abgeben.

Da wird eine Frau gefunden, die wundersamerweise zwischen all den Infizierten überlebt hat und niemand kommt auf die Idee sie zu isolieren, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen oder auch nur eine Wache vor ihre Tür zu stellen – geschweige denn ihr Zimmer abzuschließen. Und das in einer Umgebung, die angeblich von Perfektionismus, militärischem Drill und der medizinischen Elite des Landes kontrolliert wird.

So kann denn Carlisle, nachdem die Ärztin schon festgestellt hat, daß die Frau hochansteckend ist, unbehelligt in ihr Krankenzimmer spazieren und sich fröhlich infizieren lassen.

Unlogeleien, die mit Hauruck die Story in Bewegung halten ziehen sich leider durch den gesamten Film, dem es mangels fehlender Charakterzeichnung schmerzlich an eindeutigen Identifikationsfiguren gebricht. Weder die Ärztin, noch ein heroischer Scharfschütze und am wenigsten die zu rettenden Kinder haben irgendeine Persönlichkeit, die der Rede wert wäre. Nie kommt der Film lange genug zur Ruhe, als das man die Figuren als echte Menschen wahrnehmen könnte. Man soll ihnen eben die Daumen drücken, weil es Kinder sind, nicht weil sie in irgendeiner Form interessant wären. Das mag vielleicht in einem dummen Slasher funktionieren, der sich selbst nicht wirklich ernst nimmt, aber in einem so bleischweren, düsteren und humorlosen Film wie „28 Weeks later“, der sich immer wieder anschickt seine Bilder rauh, dreckig und halbdokumentarisch aussehen zu lassen, da braucht es Charaktere und nicht einfach nur Dummies.

Der Film wirft zwar mit Andeutungen und interpretierbaren Subtexten umsich, wenn er ausdrücklich das US-Militär benennt, daß London wieder befriedet hat und, wie im Irak auch, eine sichere „Green Zone“ einrichtet, wenn er das Abschiessen und Zusammenpferchen von Zivilisten zeigt, nachdem ein „Code Red“ ausgelöst wurde, aber keine dieser Metaphern ist wirklich durchdacht und geht über „Zivilisten erschiessen ist irgendwie nicht so toll“ hinaus.

Nach dem Ausbruch der neuerlichen Infektion ergeht sich die Geschichte in einer rastlosen Flucht, vielen Buh-Effekten und endlosen Angriffen der Infizierten oder Wahlweise des Militärs. Was die Zombie- pardon Infizierten-Attacken so extrem anstrengend macht ist Fresnadillo Faszination für extrem verwackelte Kameraeinstellungen, die er durch den kompletten Film benutzt und damit die Angriffe zu einer unkohärenten, langweiligen Tortur macht. Er verzichtet zwar dankenswerterweise auf die schäbigen Farbfilter-Effekte des ersten Teils, die diesen streckenweise nach Heimvideo aussehen ließen, dafür bekommt er es nicht hin die Kamera mal wirklich still zu halten.

Wann wurde eigentlich verfügt, daß man keine sauber choreographierten, spannenden Verfolgungs- und Actionszenen mehr drehen darf? Fast jeder Horrorfilm der letzten Jahre, ob Resident Evil II, Final Destination III, King Kong und dutzende andere flüchtet sich wenn es ernst wurde in völlig verwackelte Großaufnahmen.
Ja ich weiß, die sind leichter zu montieren und zu drehen, weil man schneller fertig ist und nicht so auf die Continuity achten muß und im Zweifel einfach ein paar Monster / Zombies / Infifzierte frontal auf die Kamera zustürzen lässt, aber langsam bin ich es wirklich leid.
Jeder, aber auch wirklich jeder Actionmoment (ausser einer ziemlich blutigen und hoffnungslos unrealistischen Hubschrauermassaker-Szene) wird hier aus einem dilletantischen Stakkato aus Parkinson-Kamera, Strobo-Effekt und hibbeliger Musik präsentiert. Sorry das ist nicht unheimlich oder spannend sondern einfach nur nervig. Wenn man kein Geld für Effekte hat oder sonstwie Geld sparen will, dann überlegt euch was anderes, aber nicht immer diese verdammte Wackelcam.

So. Das musste raus. Stellenweise kann man wirklich nur erahnen wer jetzt wie von wem wohin gebissen wurde, weil die Angriffsmontagen so hektisch daherkommen. Und was den Umgang mit den Figuren angeht, so wäre es auch schön, wenn man daß Gefühl bekäme, daß sich zumindest die Macher irgendwie dafür interessieren, was mit ihnen passiert. Dem ist leider nicht so und deswegen betrachtet man dieses ganze „Wer stirbt als nächster“-Spielchen doch relativ unbeteiligt, bis zu seinem sich für zynisch und makaber haltenden Ende, daß auch nur deswegen ermöglicht wird, weil sich die handelnden Figuren dümmer verhalten, als man es irgendjemand mit zwei funktionierenden Gehirnzellen zutrauen sollte.

Was bleibt ist ein vielversprechend anfangender Film, der einige sehr apokalyptische Aufnahmen von London zu bieten hat (die sich aber auch durch dauernde Wiederholung irgendwann totlaufen) und ansonsten viel sinnlose, ziellose Action mit hohlen Hauptfiguren, die nur unwesentlich sympathischer sind als die amokbeissenden Infizierten. Fresnadillo schafft es aus einer wirklich schönen Prämisse inhaltlich so gar nichts rauszuholen und liefert damit ein weiteres uninspiriertes Sequel ab, bei dem es einem irgendwann auch um den talentierten Robert „Begbie“ Carlisle leid tut, der ab der Hälfte des Films nur noch albern verheizt wird.

Ganz ehrlich: Auf 28 Months, Years, oder Decades Later kann ich dann wohl verzichten.
Dann doch lieber wieder echte Zombies. Oder ein Sequel zu Shaun of the Dead.

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34 Kommentare

  • Reply stefan 10. 8. 2007 at 17:32

    mir hat der film gefallen. die wackelcam passt eigentlich gut zu den zombiejoggern und die bombardierung von london sieht auch gut aus. ansonsten: panik im dunklen und ein typisches zombie-ende im laufschritt.

  • Reply Sebastian Sachse 10. 8. 2007 at 18:32

    Wegen euren Serverproblemen musste ich jetzt den ganzen Tag warten, um die Kritik lesen zu können ;-)

    Hm. Sie klingt wohl ziemlich schlüssig. Ich habe den Film nicht gesehen, werde es aber dennoch tun, da ich den ersten durchgehend gut fand. Bis auf die Tankstellenszene. Die Kritik liest sich ein wenig so, als bestünde der Hauptteil des Films nur aus solchen Szenen. Ich hoffe mal stark, das dem nicht so ist.

    Wird Muse eigentlich nur im Trailer gespielt oder auch im Film? ;-)

  • Reply Bastian 10. 8. 2007 at 22:27

    Ich fand 28 Days Later auch noch toll bis zu genau der Stelle die du beschreibst: Als die Gruppe aus London rauskommt wirds langweilig.

    28 Weeks Later fand ich schon von der ersten Minute an unerträglich. Die Bilder sind nicht so beeindruckend wie im ersten Teil, der Funke springt nicht über und sobald „Code Red“ dann ausgelöst wird hört es endgültig mit der Filmlogik auf.

  • Reply Sven 13. 8. 2007 at 11:34

    Ich war ziemlich enttäuscht von „28 Weeks Later“. Nachdem „28 Days Later“ zusammen mit „The Beach“ und „Sunshine“ in die Sammlung von Boyles und Garlands „flawed masterpieces“ gehört, hatte ich erwartet das Fresnadillo sich in die eine oder andere Richtung entscheidet. Der Anfang deutet auf eine Story hin, bei der man sich für die Charaktere interessieren könnte. Dann dreht sich der Film aber ins vollständig Unlogische gepaart mit Pseudo-Politik. Nichts gegen Plot-Holes, aber ein Genre-Film sollte sich dann nicht so ernst nehmen.

    Dann doch lieber „Children of Men“, bei dem aus einer nicht besonders logischen Geschichte ein sehenswerter politischer Film gemacht wird. Und bei „Shaun of the Dead 2“ (vielleicht sogar ein Prequel) wäre ich auch sofort dabei.

  • Reply paolo pinkel 14. 8. 2007 at 2:54

    Kann der Kritik nur zustimmen. 28 Days Later fand ich verdammt gelungen- auch wenn das letzte Drittel mit dem Rest nicht wirklich mithalten kann. 28 Weeks Later dagegen hat, abgesehen von einigen stimmungsvollen Bildern, letztlich außer stumpfer Action nicht viel zu bieten. Schade.

  • Reply danield 14. 8. 2007 at 19:13

    Gerade die „hoffnungslos unrealistische Hubschrauermassaker-Szene“ ist die beste des Films – da musste ich nämlich lachen. Die ersten 20min des Films waren allerdings wirklich okay. Bis auf die Kamera. Ich habe dieses Wackel-Wackel bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen immer schon gehasst. Zuegt imho nichtgerade von Können.

  • Reply tmaxr 2. 9. 2007 at 13:35

    Mich hat der Film schon stark beeindruckt … leider kam den einzelnen Charakteren nicht die Aufmerksamkeit zu wie im Vorgänger, wodurch es ein wenig an Identifizierung mangelte … trotzdem für mich einer der besten Schocker der letzten Jahre (neben seinem Vorgänger). Bestechend sind die Atmosphäre, die Effekte, die Kameraführung, die intelligente Story und natürlich die mitreissende Filmmusik von John Murphy … Apokalypse pur!

  • Reply Monika 3. 9. 2007 at 13:03

    Also ich hab mich gut unterhalten gefühlt. Bis auf das schon angesprochene Gewackel. Die Filmmusik ist super. Und die Action fand ich garnicht stumpf. Was erwartet man denn von so einem Film? Endlos Gelaber über Beziehungsprobleme oder was?

  • Reply Tom 3. 9. 2007 at 17:50

    Schließe mich dem letzten comment an.ich fand den film auch gut.mich stört dieser mist ,dass man in jedem katastrophenfilm erst mal an irgendeine familie herangeführt wird. ich will die ausmaße der katastrophe sehen und nicht ein familiendrama.auch die hubschrauberszene fand ic gelungen(wenn auch zugegeben unrealistisch ;) ).außerdem wurde die frau doch zuerst isoliert.der vater is nur wegen seiner (unlogischen )zugriffsberechtigung an sie heran gekommen.

  • Reply Flagg 3. 9. 2007 at 22:57

    „Da wird eine Frau gefunden, die wundersamerweise zwischen all den Infizierten überlebt hat und niemand kommt auf die Idee sie zu isolieren, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen oder auch nur eine Wache vor ihre Tür zu stellen – geschweige denn ihr Zimmer abzuschließen.“

    1. Man wusste bisher nur, dass infizierte Personen innerhalb kürzester Zeit zu Zombies werden. Das eine Person nur als Wirt fungieren kann, war absolut unbekannt.
    2. Sie war isoliert und abgeschlossen!
    3. Der Ehemann war der „Super“-Hausmeister, was ja gleich am Angang demonstriert wurde – er zeigte es seinen Kindern, dass er quasi für überall Zutritt hat!

  • Reply Tom 4. 9. 2007 at 12:46

    „3. Der Ehemann war der “Super”-Hausmeister, was ja gleich am Angang demonstriert wurde – er zeigte es seinen Kindern, dass er quasi für überall Zutritt hat!“

    „der vater is nur wegen seiner (unlogischen )zugriffsberechtigung an sie heran gekommen.“

    okay kann in dem haus wo er arbeitet die drehtüren stoppen aber deswegen gleich vollzugang zu den sicherheitstrakten?

  • Reply Jörn 6. 9. 2007 at 10:13

    Habe den Film gestern gesehen und war positiv überrascht. Wirklich guter Streifen, allerdings hat die Wackelkamera nachher wirklich sehr genervt.

  • Reply Zombis dürfen rennen 6. 9. 2007 at 10:31

    Er heißt „Carlyle“ nicht „Carlisle“,

    Ich fand das Szenario stimmig, düster. sehr trostlos und im Rahmen der unglaubwürdigen Grundprämisse ziemlich glaubhaft – insgesamt also sehr schön atmosphärisch.
    Und der Vorschlag des Rezensenten die stille Analyse einer dysfunktionalen Familie mehr in den Vordergrund zu stellen hätte irgendwie so rein gar nicht in den Film gepasst.

    Insgesamt einer der besten Genrebeiträge der letzten Zeit. (bis auf die Wackelcam)

  • Reply SchönerDenken » Blog Archive » Podcast 7: Blut ist dicker als Wasser 10. 9. 2007 at 0:37

    […] Fünf Filmfreunde benennen alle Schwächen des Films gnadenlos – man würde ihnen gern widersprechen, wenn man […]

  • Reply Binding 13. 9. 2007 at 12:16

    Mich hat der Fim auch sehr beeindruckt, weil er recht gnadenlos apokalyptisch-düster ist und auch als Paranoia-Streifen ziemliche Wirkung entfaltet. „28 Days Later“ finde ich genial, man kann aber die Fortsetzung nicht direkt damit vergleichen – zumal ja der Aha-Effekt des damals Neuen nun fehlt. Als Fortsetzung ist „28 Weeks Later“ aber doch trotzdem insofern ziemlich gelungen, als es im Hinblick auf die Gesellschaft bzw. die Londoner Bevölkerung unter militärischer Quarantäne nun quasi eine Ebene höher weitergeht. Sehr beeindruckend! Am besten ist die Sequenz mit den Scharfschützen, die nach dem unkontrollierten Ausbruch des Virus‘ die Freigabe erhalten, auf alles zu schießen, was sich bewegt. Wow – das hat reingehauen. Und ja: Der Zombiefilm wird wieder politisch! Sehr gut, das!

    Die fälschlich monierten Logik-Fehler wurden ja schon korrigiert. Viel interessanter war aber doch die Ambivalenz in vielen Szenen, zum Beispiel bei der Infizierung des Vaters durch das Küssen der Mutter. Hat sie es extra gemacht, um sich an ihm zu rächen? Man bekommt keine Antwort darauf, und genau das ist gut!

  • Reply Bert 13. 9. 2007 at 13:20

    Kann dem freundlichen Verfasser nur zustimmen. Absolut dämlicher Streifen, der für Splatter und pseudokritische Aktionen das Gehirn seiner Großmutter verkaufen würde. Alles ist für eine Katastrophe zurechtgelabert und gebogen. Kinder können einfach abhauen, nichtmal die strategisch wichtige Tower Bridge besitzt sperren, für einen Notfall hat niemand einen Plan, außer unhinterfragt in die Meute zu ballern. Da besitzt jeder Zoo der Welt bessere Sicherheitsvorkehrungen. Von der hippen, Splatterkiddiegerechten „ich bin so ein krasser böser Film“ Kamera will ich erst gar nicht anfangen.

    Andererseits, wer als (Film)Zivilist so unglaublich bescheuert ist, diesen Quatsch mitzumachen, der verdient es auch nicht anders, die Rübe weg geschossen zu bekommen.

  • Reply Ulrich 14. 9. 2007 at 3:37

    War heute im Kino und muss sagen, dass 28 weeks later absoluter HAMMER ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    wesentlich besser als 28 days later (der ja ab dem militärcamp die spannung komplett verliert…)

    einige logische schwächen hin oder her – eine pseudointelligente filmabwertung ist hier unangebracht, da es nunmal ein zombiefilm und kein melodram ist und dementsprechend auch mehr die nerven als die hirnzellen beansprucht.

    „geschmacksache“ sprach der affe und frass die seife…

    der film ist von anfang bis ende heftig und fast schon unerträglich spannend. neben einigen heftigen schockelementen ist besonders die düstere und unheimliche stimmung im menschenleeren london wirklich grandios.

    unbedingter tip – im kino sehen! absolutes genre-highlight…

    und wer schon lange nicht mehr mit seiner freundin gekuschelt hat, sollte sich mit ihr den film zusammen anschauen…sie wird sich an dir 100 minuten lang festklammern ;-))

  • Reply Renington Steele 14. 9. 2007 at 7:41

    Argh. „Es ist doch nur ein Zombiefilm“ is the new „Es ist doch nur Unterhaltung“…

  • Reply Cord 14. 9. 2007 at 16:34

    Laaaangweilig. Wusste überhaupt nicht, dass ein Zombiefilm so langweilig sein kann. Story null, Spannung Fehlanzeige, nach 50min. weiß man spätestens wie der Film ausgeht und mit den Charakteren kann man auch nicht sympathisieren. Der Film war eine echte Enttäuschung.

  • Reply arturo 25. 9. 2007 at 1:24

    diesen film als zombiefilm in der tradition von shaun of the dead oder ähnlichem zu stellen, und ihn als einen genre-film zu bezeichnen, finde ich ziemlich abwegig. denn die sog. genrefilme versuchen sich nämlich selbst wenig ernst zu nehmen. hier geht es, meiner ansicht nach gar nicht vordringlich um splatter und spass an diesen dingen. wie schon im ersten teil wird versucht, mit den mitteln des horrorfilms ausnahmesituatiunen und den verfall von gesellschaften zu zeigen. und das sehr ernsthaft.
    trotz einiger logischer schwächen (z.b. warum steht die frau in der krankenstation nicht mal ein klein bisschen unter beobachtung, wird gechweige denn bewacht), der etwas überflüssigen hubschrauberszene und einiger voraussehbarkeiten finde ich den film sehr gut (auf einer skala von 0-10 würde ich ihn auf 7 ranken). gerade die wackelkamera, die einen zuschauer in den virusträger selbst hineinversetzt oder die szenen im u-bahn-trakt sind klasse.

  • Reply paliato 30. 9. 2007 at 3:31

    moinsen,
    leider hast du mal wieder zum größten teil recht. ich habe mir vorhin erst 28 days later und danach 28 weeks later angesehen. und wo es 28 days later trotz aller blödheit im 2ten teil des films noch schafft, mich irgendwie reinzuziehen, versagt 28 weeks later schon in den ersten momenten, was einerseits an der kameraführung (von weit oben, irgendwie indirekt kam es mir vor) und andererseits daran liegt, dass eine figur zur identifikation fehlt. und ja, ich hasse diese gottverdammte wackelkamera. überall, wirklich überall wird sie benutzt und im seltensten fall zum positiven. sowas versaut mir die lust am gucken, wenn ich nicht aufpasse.
    allerdings finde ich, dass der film auch gute momente hat. ich persönlich liebe die kurzen szenen, in denen „tammy“ einfach nur in die gegend starrt oder landschaftsbilder bzw bilder des verwüsteten londons gezeigt werden und dazu das thema ertönt. auch ansonsten gab es, mal abgesehen von der eher schwachen story, der man mehr als nur anmerkt, wie konstruiert sie daherkommt, andere szenen, die mir gut gefallen haben.
    aber ansonsten. bitte sehr. spätestens bei der hubschrauberszene habe ich aufgegeben, den film so richtig ernsthaft zu sehen.
    wegen der tollen musik, einiger schöner einstellungen, deswegen, weil er (leider?) immer noch besser ist als viele andere filme, der imo tollen schauspieler (auch wenn sie kaum chancen hatten, ihren charakteren, nun ja, charakter zu verleihen) und weil ich ihn eben nicht an romeros filmen messe, vergebe ich eine 6/10 bzw 3/5 sternen ;)

    @Cord: grade, dass der film trotz wackelkamera und pseudo-action seine ruhigen momente hat und teilweise die stille, ästhetische erzählweise der exposition des vorgängers aufzugreifen weiß, erachte ich für einen großen pluspunkt.

    @Ulrich: kino ist für die soundeffekte gut, ansonsten steh‘ ich eher auf importierte dvds mir originalton und meine ruhe zum genießen und drüber nachgrübeln ;)

  • Reply B20 8. 10. 2007 at 14:24

    ich find der film ist nicht viel anders als andere zombie filme aber er ist trotzdem gut anschaubar

  • Reply JeyJey 12. 10. 2007 at 14:32

    Also wie „Wackelcam“ würd ich nicht so sehr kritisieren. Schliesslich ist dies ein sehr passendes Stilelement, um Actionscenen (Verfolgung usw.) noch rasanter wirken zu lassen.

    Die Kamera sollte man viel lieber beim Bourne Ultimatum kritisieren! Dort ist sie nämlich WIRKLICH IMMER verwackelt! Und das is echt schrott! Selbst bei „stillen“ Szenen, wenn einfach nur geredet wird, wackelt das Bild das einem kotzübel wird!

  • Reply outtrigger 17. 10. 2007 at 1:13

    …hab mir den Film eigentlich nur aus langerweile angeschaut. Hatte so direkt überhaupt keine Erwartungen an den Film.
    Das war mein Fehler…

    MEIN GOTT HAUT DER FILM REIN! Dramaturgisch gibt es in dem Film keine Knade. Endlich mal was anderes!
    Vom Anfang bis zum Ende wirklich sehr „unterhaltsam“…

    Unbedingt anschauen!!!
    Wenn man hart ist allein, wenn man eisenhart ist mit seiner Freundin. :-)

  • Reply t-max 29. 11. 2007 at 23:10

    28 Days Later war für mich eine Genre-Offenbarung. Danny Boyle drehte eine ganz neue Form von Horror-Thriller. Einzigartige Atmosphäre, realistische Darstellung, tolle Darsteller und der beste Score, den bis dahin jemals ein Film hatte (John Murphy ist ein Gott!).
    28 Weeks Later ist komplett anders aber genauso gut.
    Die schrille Atmosphäre behält Fresnadillo gekonnt bei und steigert sie sogar noch ins Albtraumhafte.
    Während der Vorgänger teilweise noch humorige und versöhnliche Elemete aufweist, entpuppt sich Teil 2 als das fatalistische Grauen pur. Die Charaktere sind wieder sehr stark, obwohl sie sich nicht sehr lange entfalten können, allen voran Robert Carlisle. Ab der Hälfte packt der Film den Zuschauer an der Gurgel und schleift ihn unbarmherzig ab ins Verderben. Da ist es stilistisch mehr als richtig mit Familiendrama und Charakterstudien aufzuhören. Das Tempo und der Strudel des Schreckens wären zu sehr ins Stocken gekommen.
    Das bestechendste an 28 Weeks Later ist zum Einen die adrenalintreibende Anfangs-Sequenz, zum Anderen der abermals intensiver gewordene Score.
    John Murphy´s Main-Title-Melodie scheint eine derartige Ausstrahlung zu haben, dass sie sogar schon von anderen Filmen adaptiert wird um die Spannung hochzupulsen (Zuletzt hab ich sie im Beowulf-Trailer wieder gehört).

    In meinen Augen geht die 28-Serie bislang komplett auf mit zwei vollkommen eigenständigen Interpretationen.

    Ich hoffe, die Trilogie findet einen würdigen Abschluss.

  • Reply Sokon 13. 1. 2008 at 22:43

    habe ihn heute erst gesehen im Doppelpack. Zuerst Days, dann Weeks.
    Erster Eindruck sofort negativ, weil der Film in schmalerem Format abgedreht. Sehr Schade. Man gewöhnt sich aber daran mit der Zeit.
    Zweite Unstimmigkeit, gleich im ersten Akt. Rageler laufen durch Tageslicht, was sie im ersten Teil ja gar nicht so mochten.
    Dann baut sich der Film mit einer, meiner Meinung nach akzeptablen Grundidee auf, die mehr in typischen US-Filmstil durchgezogen wird, was ich nicht so gut fand, denn amerikanische Actionfilme gibt es ja ausreichend.
    Auch viele Logikfehler, die bereits in früheren Postings erwähnt. Am schlimmsten fand ich jedoch den Vater, der alle Napalm- und Giftgasattacken überlebt und immer wieder auf seine Familienangehörigen trifft. Manche Dinge hätte man sich in dem Film wirklich sparen können.
    Anschauen konnte man sich den Film. Auch die Actionszenen waren eigentlich toll. Aber wegen der etwas an den Haaren herbeigezogenen Schlüsselszenen, ist der Film leider nur Durchschnitt.
    Die Sache mit dem Überträgerwirt hätte weiter ausgebaut werden sollen und vor allem aus dem Familienzusammenhang herausgetrennt werden können.
    Blöeibt zu hoffen, dass der dritte Teil wieder an die düstere wechselhafte Atmosphäre des ersten Teil anknüpft. Aber ich bezweifle einen gute Ausgang.

  • Reply Baddog 26. 1. 2008 at 5:42

    28 Weeks Later: Absolut Sehenswert! Die düstere Atmosphäre schlägt schnell auf das eigene Gemüt ein! Trotz teilweise nicht logischem Handlungsstrang hat mich dieser Infiziertenfilm echt in seinen Bann gezogen! Ich kann eine absolute Empfehlung aussprechen!

  • Reply Mareike 10. 2. 2008 at 21:19

    Ich habe diesen Film eben mit meinem Freund geschaut und wir sind beide sehr enttäuscht! Absolute leere Story. Um meinen Freund zu zitieren „Da war nix“.

    Die ganze Sache mit der „Green Zone“ fand ich sehr interessant und spannend, auch als die Mutter gefunden wurde. Aber als dann der Vater infizierte wurde… was haben die sich nur dabei gedacht? So viel Militär und der spaziert da einfach rein. Lächerlich.

    Da kommt sicher noch ein weiterer Teil, der wohl nur noch schlechter werden kann.

  • Reply Azley 7. 6. 2008 at 4:21

    Nix gegen deine Meinung (muss ja Niemand teilen), aber du willst lieber ne Fortsetzung zu Shaun of the dead? der Film war ja wohl der Dämlichste, den ich je gesehen habe, selbst als Parodie echt das Letzte, da waren ja die Pro7 selfmade Parodien besser oô
    Aber is Ansichtssache.
    Ich fand ihn gut – viel verschenktes Poteenzial, aber er war trotzdem gut.

  • Reply harald 13. 8. 2009 at 23:16

    Bei „in the house – in a heartbeat“ stellen sich bei mir unweigerlich die Nackenhaare auf!!!
    Und den Film fand ich auch ganz gut.

  • Reply evelyn 20. 12. 2011 at 16:33

    Die Fortsetzung kann nicht mithalten mit 28 days later. Zuviel gewollte Zufällligkeiten die an den haaren herbeigezogen sind. Man kennt es ja, das bei Fortsetzungen immer eine Abschwächung dabei ist, hier aber sind gravierende Qualitätsunterschiede festzustellen.

  • Reply justin 23. 7. 2013 at 15:42

    was labert der da er reckt sich voll auf na und jeder film ist anders es kann ja nicht immer nach seinem geschmack sein

  • Reply justin 23. 7. 2013 at 16:01

    die music ist richtig geil das ist jetzt mein lieblingsfilm richtig geil was auch geil ist wo sie mit den roller durch london fahren auch die music

    • Reply burns 23. 7. 2013 at 18:44

      Na? Sonderschule abgebrochen und jetzt zuviel Zeit? :-)

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