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Why don’t you just kill us? – You shouldn’t forget the importance of entertainment.

Yeah. Der Trailer zum Remake von „Funny Games“ von Regisseur Michael Haneke mit Naomi Watts und Tim Roth sieht nach einer gelungenen Neuverfilmung der Gewaltstudie aus. Diesmal mit weniger Arthouse, dafür mehr Clockwork Orange.


(Youtube Direktfunny)

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35 Kommentare

  1. Be kind, rewind.

    Kommentar #1 von justus_jonas am 14.09.2007 um 09:59 Uhr

  2. Macht Haneke mit seinem eigenen Remake das gleiche wie Gus van Sant mit “Psycho”? Ich bin nicht überzeugt und würde nach dem Trailer lieber nochmal das Original sehen.

    Kommentar #2 von Peter Noster am 14.09.2007 um 10:48 Uhr

  3. Ich habe Funny Games nie gesehen aber “Benny’s Video” und das war einer der ärgerlichsten und dümmsten Filme, die ich je sah: ein Junge der sich nur mit Video beschäftigt, keinen Kontatk zu seiner Umwelt hat und – auch das noch – raucht, killt ein unschuldiges Mädchen. Toll. Dieses dumme spiessige Bildungsbürger-”Video ist böse” fand ich damals schon absolut…

    Kommentar #3 von Andreas Zeller am 14.09.2007 um 11:00 Uhr

  4. Klar, der Hausfrieden wird gestört, die nächste 9/11 Parabel. Mann ist das schlecht und ausgetreten. Zeigt mal wieder schön: Sadismus und rohe Gewalt ist im Amiland momentan -the- way to go und jeder beeilt sich, sein Stückchen vom Kuchen abzubekommen. Lieber nochmal “Straw Dogs” schauen. Der war eine echte Gewaltstudie.

    Kommentar #4 von Markus Schneider am 14.09.2007 um 12:01 Uhr

  5. Sah für mich schon im Trailer irgendwie nach einer extrem unlogischen Story aus. Der Typ haut dem Mann mit dem Golfschläger eins runter und dem Mann ist das scheißegal? Hmhmh, sicher… klingt logisch.

    Kommentar #5 von Björn am 14.09.2007 um 12:18 Uhr

  6. God saw dank. :)

    Kommentar #6 von Jesus Q, am 14.09.2007 um 12:22 Uhr

  7. Ich versteh solche Filem nicht. Noch viel mehr versteh ich nicht warum jemand sich sowas anschaut. Gah.

    Kommentar #7 von panzi am 14.09.2007 um 12:26 Uhr

  8. warum wird hier eigentlich so kommentarübergreifend gegen einen der furchterregendsten und verstörendsten filme gedisst? warum kein vertrauen in haneke? und warum ist “funny games” keine echte Gewaltstudie?

    Kommentar #8 von Groot Met am 14.09.2007 um 14:17 Uhr

  9. “Funny Games” (zumindest das Original) kann man nun wirklich nicht mit SAW vergleichen (von einer 9/11-Parabel ganz zu schweigen), da die Gewalt hier in keinem Moment zum Selbstzweck wird, sondern ihren narrativen Platz besitzt. Der Film gehört mit zu den unangenehmsten, die ich bislang gesehen habe. Bietet jedoch in keiner Minute die Möglichkeit sich – a la SAW – an der Gewalt aufzugeilen, sondern hinterfragt die mediale Wahrnehmung von Gewalt. Und das äußerst konsequent.

    Kommentar #9 von justus_jonas am 14.09.2007 um 14:17 Uhr

  10. “9/11-Parabel” bei nem Film, den es exakt so schon 1997 gab. Ja, nee, is’ klar…
    Aber das nur am Rande.

    Wenn es schon ein US-Remake sein muß, weil das Publikum in Übersee keine Synchro verkraftet, finde ich es ok, wenn’s wenigstens der Originalregisseur macht. Sieht nach dem Trailer ja auch ganz danach aus, daß es wirklich der gleiche Film wird (gute/passende Besetzung jedenfalls).

    “Funny Games” fand ich jedoch nicht so gut, wie er hätte sein können. Die Medien-Gewalt-Rezeptions-Kritik war mir zu unausgegoren und inkonsequent eingearbeitet. Teilweise etwas zu simpel gestrickt und einige Logiklöcher trübten zudem den beklemmenden Eindruck. Mal sehen, ob die Neuverfilmung diese Schwächen ausmerzen kann.

    Kommentar #10 von Moviesteve am 14.09.2007 um 14:51 Uhr

  11. @Groot Met: Warum soll man Vertrauen in einen Regisseur haben, von dem man nur einen Film kennt, den man aber besonders schlecht findet?! Nur weil der Regisseur viele Preise gewonnen hat? Was erwartest Du?

    Kommentar #11 von Andreas Zeller am 14.09.2007 um 14:54 Uhr

  12. Der Film ist doch nicht zu toppen, diese heile Welt am Anfang ist so überzeugend, und dann die “lustigen Spiele”, yeah!

    Kommentar #12 von Geroge am 14.09.2007 um 15:32 Uhr

  13. ich hab immer nie verstanden, was die leute an dem film so toll fanden. nun bin ich sicher, wie schon oft genug an dieser und an anderer stelle mitgeteilt, ein totales kino-weichei. hau mir ab mit saw oder sowas, ich will sowas nicht sehen. deswegen habe ich auch nie hannibal geguckt, weil mir jemand von der gehirnszene erzählt hat, und sowas muss ich einfach nicht haben.

    nun galt ja funny games immer als gewalt in den medien-kritik, macht dabei aber einen, für mich, dämlichen fehler. ich kann zu keinem einzigen zeitpunkt mit den protagonisten leiden. weil haneke mir zu oft klar macht, das ich “nur” einen film gucke. das war sicher als ironischer bruch gemeint und eine klare anspielung auf seine kritik, aber wenn die protagonisten immer mal wieder in die kamera gucken, fragen oder zwinkern, dann weiss ich: nichts von alldem ist wahr, ich bin nur in einem film. und das wissen auch die figuren. und ab dann sind sie mir egal. weil sie eben nicht existieren, nicht mal in der fantasie. deswegen für mich: totale verfehlung. over and out.

    Kommentar #13 von Nilz N Burger am 14.09.2007 um 15:49 Uhr

  14. @Andreas: Vielleicht weil Benny’s Video (hat sich das Deppenapostroph eigentlich die IMDB ausgedacht oder ist der Film auf Englisch) Michael Hanekes erster Kinofilm war. Den kenne ich zwar nicht, aber Filme wie die Klavierspielerin und Caché sind doch schon recht eindrucksvoll (verstörend und bewegend).

    Ich bin auf das Remake gespannt und Naomi Watts ist mir wesentlich lieber als Tom Cruise in Vanilla Sky. Ich denke, es ist auch beeindruckender so einen Film im Kino zu sehen. Nur das Peer Gynt Thema ist doch schon etwas aufgebraucht.

    @panzi: Vielleicht aus einem nicht ganz unähnlichen Grund warum Teenager sich Saw oder Hostel angucken, Aushalten von Extremen und was man dabei empfindet. Nur ist bei Funny Games eben nicht das Explizite und Übersteigerte das Extreme, sondern die Rücksichtslosigkeit und das Fehlen von Erholungsmomenten, wie sie z.B. durch Absurdität gegeben wären.

    Kommentar #14 von Sven am 14.09.2007 um 16:02 Uhr

  15. Ich halte Funny Games für maßlos überschätzt. Pure Exploitation unter dem Intellektuellenmäntelchen von einem Regisseur (ein Ösi-Deutscher, Hurra ein Ösi-Deutscher), der uns anmaßend für dreckige Voyeure und beinflussbare Horror/Grewaltfilm-Freaks hält. Alleine die fast 10 Minuten lange Einstellung, die uns mit den Opfern mitleiden lassen soll, wenn das kein Weiden an Grauen ist, weiss ich nicht mehr. Und der Trailer zeigt schon mehr Gewaltszenen, als das gesamte Original, da weiss man auch ganz genau, wo es hingeht. Selbst der US-Kinostart wurde verschoben, weil man dem gleichzeitig startenden SAW 4 nicht in den Weg kommen wollte – was auch etwas über die Zielgruppe aussagt. Gibt treffendere Auseinandersetzungen mit Gewalt. Wer Gewalt säht (Straw Dogs), oder die damals fast schon visionäre (und leicht trashige) Medienabrechnung “Videodrome” von Cronenberg. Oder Bergmans Jungfrukällan (Virgin Spring), dazu Wes Cravens “Remake” Last House on the Left, Peeping Tom… und und und. Alle waren einschlagender und zielgenauer als dieses snobistische Gähnwerk für Rolliträger.

    Kommentar #15 von Boris am 14.09.2007 um 16:05 Uhr

  16. Ich hab Funny Games vor Jahren gesehen und fand ihn gut. War damals bei einem Videoabend und eine Freundin sagt immer so im 5 Minuten Abstand: “Was für ein Scheißdreck”. Hehe, so verschieden sind halt nun einmal die Geschmäcker :D

    Kommentar #16 von suicide am 14.09.2007 um 17:54 Uhr

  17. “snobistische Gähnwerk für Rolliträger”, genau das ist das Problem mit “diesen Filmen”: sie sind für ein bestimmtes Publikum gemacht, dass sich selber für intellektuell hält, “Rolliträger” passt da ganz gut, und entspricht brav deren Erwartungen. Natürlich völlig political corret. Aber solange “solche Filme” Preise kriegen, kriegen sie Fördergelder und solange sie Fördergelder kriegen, werden sie gemacht. Und die Gremiumsmitglieder können sich wieder in dem wohligen Gefühl ein kritisches Werk gefördert zu haben, ihrem Rotwein widmen. Im Rolli natürlich…

    Kommentar #17 von Andreas Zeller am 14.09.2007 um 18:53 Uhr

  18. “Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar …”, sagt Haneke zu “Funny Games”. Gerade insofern finde ich den Ansatz heute – und angesichts der ganzen “Torture-Porn”-Kacke – als so aktuell wie nie zuvor. Stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Ansatz beim Publikum ankommt. Aber das Problem gibt es ja beim Kriegsfilm/Anti-Kriegsfilm ebenso. Die Tatsache, dass der Starttermin wg. “Saw 4″ verschoben wurde, weckt da natürlich Zweifel.

    Sicher scheint die Geschichte von “Bennys Video” sehr plakativ (Benny tötet seine Freundin, um “zu sehen, wie das ist”), aber wenn man sich die Tat der beiden Jugendlichen aus Tessin nochmal ins Gedächnis ruft (die wollten auch wissen, “wie das ist ein Menschenleben auszulöschen”), dann kommen mir schon Zweifel… Doch Haneke bietet in seinen Filmen ja auch keine bequemen Antworten… So.
    Jetzt mach ich mir noch schnell ‘ne Flasche Rotwein auf.

    Kommentar #18 von justus_jonas am 14.09.2007 um 20:22 Uhr

  19. Also so schlecht kann ein Film gar nicht sein, wenn Leute die DVD zerstören wollen nachdem sie ihn gesehen haben:
    amazon.de/gp/product/customer-...

    Eine durchaus kluge Rezension schliesst mit dem Satz: “Ich halte diesen Film (man möge mir diesen Ausdruck verzeihen) für typisch österreichische sadomasochistische Kunstkacke.”

    Was das mit politischer Korrektheit oder Unkorrektheit (sowieso unsinnige Begriffe) zu tun hat, kann ich nicht sehen. Zum Beispiel der Film “Caché” von Michael Haneke ist bestimmt gefördert worden und hat auch Preise bekommen, kann aber nicht wirklich als gesellschaftskritisches Werk bezeichnet werden. Man könnte höchstens die Überwachungsdebatte als Thema betrachten, da es um Beobachtung durch Videoaufnahmen geht, aber da ist man doch als ordentlicher Web-Zwo-Nuller sowieso dagegen. Ob mit oder ohne Rollkragenpulli…

    Kommentar #19 von Sven am 14.09.2007 um 20:42 Uhr

  20. >“Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar …”, sagt Haneke zu “Funny Games”.

    Hat Haneke das wirklich gesagt? Dann liegt er nämlich völlig daneben. Jeder, der schonmal im Kreis um eine Schlägerei gestanden hat, weiß, was ich meine.

    Kommentar #20 von Renington Steele am 14.09.2007 um 20:47 Uhr

  21. @Justus Jonas:
    Gute Idee!

    Kommentar #21 von Sven am 14.09.2007 um 20:48 Uhr

  22. Funny Games ist ein spitzen Film. Das Remake erscheint ähnlich unnötig wie “Freeze” es für “Nachtwache” war.
    Man kann mit mehr Geld nunmal keinen “noch verstörenderen” Film machen. (Zumal man sowas sowieso nur einmal abziehen kann. Mir ist im Trailer jetzt nicht so direkt aufgefallen, was ein mehr an Geld positiv bewirkt hat.)

    Kommentar #22 von jAnsen am 14.09.2007 um 23:08 Uhr

  23. ich bin mal gespannt ob das was wird. von den bildern sieht das schon sehr identisch aus dem original gegenüber. aber was ich bei funny games ganz entscheidend fand, war die schauspielerische leistung der “bösen”, bzw. des einen. sozusagen der anführer. ich hab am ende des films einen solchen hass auf diesen menschen gehabt, dass ich die handlungsweisen der geiseln total nachvollziehen konnte. bin gespannt, ob dies beim remake auch gelingt.

    Kommentar #23 von fritzrotz am 20.09.2007 um 12:15 Uhr

  24. Funny Games ist meines Erachtens nach ein filmisch-dramaturgischer Geniestreich, zu dem die Kategorisierung “Horror” nicht so recht passen will.
    Vielmehr handelt es sich um eine bitterböse, provokative und recht experimentelle Art von sozialer Studie. Realisiert wird diese mit Mitteln, die an die Brechtsche Tradition der Verfremdungseffekte anknüpfen und somit mit vielen Jahrhunderten Theatergeschichte brechen (ja, THEATERgeschichte, denn ich denke, das Drehbuch wäre auch auf einer Bühne ganz gut aufgehoben).
    Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Zuschauer auf eine reflexive Metaebene des Geschehens zu hieven; dies wird raffiniert erreicht durch eine Mischung aus hyperrealistischem Auftreten der Opferfiguren und dem Einsatz von Verfremdungselementen, immer dann, wenn die Gefahr einer Identifikation mit den Schauspielern zu groß wird. So sind die beiden Täterfiguren, die gottgleich die Fäden in der Hand halten, stereotype Hüllen ohne wirkliche menschliche Züge; sie stoßen den Zuschauer in regelmäßigen Abständen mit der Nase auf die Tatsache, dass es sich hier um ein Kunst-Stück im wahrsten Sinne des Wortes handelt und Nachdenken, nicht Mitleiden gefragt ist (denn wer mitleidet, behält keinen klaren Kopf, lernt nichts aus dem Dargebotenen, womit Sinn und Zweck des Schauspiels verfehlt wären).

    Aber offenbar wird der Film leider oft miss- oder nicht verstanden. Schade.

    Kommentar #24 von Christine Oelrich am 25.09.2007 um 12:17 Uhr

  25. und schade auch, das ich nicht theaterwissenschaft studiert habe um in “funny games” all das munter hineininterpretieren zu können, wie es manche menschen tun.

    somit bleibt der film was er ist (meiner meinung nach):
    hirnwichse, die nicht so recht fruchten will.

    Kommentar #25 von Nilz N Burger am 25.09.2007 um 12:36 Uhr

  26. Muss ja nicht jeder alles verstehen auch im Bereich Film und Theater nicht. Und das ist kein bisschen schade, sondern eigentlich ganz gut so.

    Kommentar #26 von Christine Oelrich am 25.09.2007 um 12:39 Uhr

  27. Es gibt auch ehem. Studenten der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, die diesen Film schlecht finden.

    Ceci est une pipe.

    Kommentar #27 von Andreas Zeller am 25.09.2007 um 13:18 Uhr

  28. “Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar …”

    …aber den Film sollen wir konsumieren. Wie wäre es mit einer Dokumentation über echtes Elend in Europa oder Berichterstattung über den Irak-Krieg?

    Kommentar #28 von Garibaldi am 25.09.2007 um 13:38 Uhr

  29. jeder film kriegt das publikum, das er verdient…:)

    funny games ist eben der transformers des bildungsbürgertums.

    Kommentar #29 von Nilz N Burger am 25.09.2007 um 13:45 Uhr

  30. Funny Games als Transformers des Bildungsbürgertums? Genau so isses :-)

    Kommentar #30 von Christine Oelrich am 25.09.2007 um 13:47 Uhr

  31. DAS nenne ich mal eine konstruktive diskussion..:)

    Kommentar #31 von Nilz N Burger am 25.09.2007 um 14:27 Uhr

  32. Und das 10 Tage NACHDEM ich den Trailer gepostet habe…

    Kommentar #32 von Renington Steele am 25.09.2007 um 15:42 Uhr

  33. Darf ich ihnen eine Frage stellen, Frau Oelrich? Was genau soll der Zuschauer denn letztendlich aus diesem Werk lernen?

    Mir sind die Vorgänge klar, die sie in ihren obigen Beiträgen schildern. Mir ist klar, wie der Film einen zu einer bestimmten Erkenntnis führen will. Aber zu welcher? Was steht am Ende, was kommt dabei heraus?

    Ich muss zugeben, dass ich den Film nie gesehen habe – doch zahlreiche Rezensionen sowie Berichte von Freunden, Schilderungen des Inhalts etc. haben in ihrer Gesamtheit ein für mich ausreichendes Bild von “Funny Games” entstehen lassen.

    “Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar …” sagt Haneke zu seinem Film… nun, das ist ihm wohl gelungen. Dieser Film ist für mich in der Tat nicht konsumierbar.

    Kommentar #33 von DS am 25.09.2007 um 17:05 Uhr

  34. Der Film versucht zu zeigen, dass, wie Haneke ja selbst sagt, Gewalt nicht konsumierbar ist.
    Und das will er dadurch zeigen, dass er 2 junge Menschen ohne Grund morden lässt, die Gewalt aber nicht verherrlicht oder auch ästhetisch darstellt. Sondern einfach als das, was sie ist, krank.
    Um, wie schon erwähnt wurde, eine zu starke Identifizierung mit den Opfern zu vermeiden macht er den Zuschauer in regelmäßigen Abständen darauf aufmerksam, dass das nur ein Film ist.

    Ob der Film seinen Zweck erfüllt sei dahingestellt.

    Auch ist mir nicht klar, ob der Film die Mainstream-Brutalo Filme verurteilen will und die Leute von diesen abhalten will oder nicht …

    Jedenfalls kann man den Schauspielern der Erstversion nur zur ihrer grandiosen Leistungen gratulieren. Das Remake hab ich noch nicht gesehen.

    Gruß

    Kommentar #34 von macabre am 20.05.2008 um 20:28 Uhr

  35. Nun, dann ist es ja doch so simpel. Da sie nun meine Frage beantwortet haben, werde ich die ihre beantworten – denn wie ich geben auch sie sich bereits selbst die Antwort.

    Wenn Gewalt nicht konsumierbar ist, dann gilt das auch für die Gewalt, die in “Mainstream-Brutalo-Filmen”, wie sie sie so schön bezeichnen, verherrlicht und mit einer gewissen Ästhetik dargestellt wird – nein, es zielt vielmehr sogar mit großer Wahrscheinlichkeit direkt auf diese ab.
    Würde der Film nicht versuchen, auf diesem Wege jene Filme zu verurteilen, wäre er folgerichtig reichlich sinnlos.

    Das heißt, noch weniger Sinn als es ohnehin schon macht, durch Geschmacklosigkeit zu zeigen, wie geschmacklos Geschmacklosigkeit ist.

    Kommentar #35 von DS am 09.09.2008 um 19:51 Uhr

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