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„KREISCH“

halloween.jpgOriginaltitel: Halloween
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Rob Zombie
Darsteller: Malcolm McDowell, Tyler Mane, Daeg Faerch, Sheri Moon Zombie

★★★½☆

Michael Myers wächst in einer dysfunktionalen Familie auf, der Freund der ist ein fieser Säufer, der die Kinder beschimpft und anmacht, seine Mutter ist eine Stripperin, weshalb er in der Schule gemobbt wird. Als in seinem Schließfach Polaroids getöteter Tiere gefunden werden, bittet Dr.Loomis die Mutter, Michael weiter untersuchen zu dürfen, weil dieser alle Anzeichen eines angehenden Psychophaten aufweisst. Mittags dann lauert Michael einem Mitschüler auf, der ihn zuvor bedroht hat, und erschlägt diesen mit einem Holzknüppel und als er abends nach Hause kommt, nimmt er sich seine Familie vor…

Rob Zombie ist mit Halloween ein mehr als solides Remake gelungen, das dem Vorgänger im Detail ein paar Dinge hinzufügt und im Gegenzug ein paar Dinge streicht. War es beim Original noch eine fast metaphysische Präsenz von Michael Myers („das absolut Böse“), erdet Zombie den Serienkiller, gibt ihm eine Geschichte und holt so den Horror in die Realität, was er mit einer von ihm so gewohnten, kompromisslosen und harten Inszenierungsstil weiter fundiert. Hier funktioniert sogar der Schock nach dem Finale, bei dem jeder weiß, dass er kommt, weil man eben nicht vermutet, dass er so dermaßen heftig vollzogen wird. Zombie inszeniert Myers Amoklauf mit aller Härte, hält aber nicht einfach drauf, sondern spart sich auch mal die Nahaufnahme von zermantschten Körperteilen.

Ein paar Schwachpunkte gibt es dennoch. Daeg Faerch ist mit der Rolle als junger Michael Myers einfach überfordert und schafft es nicht, die tiefe Grundstörung von Myers auszudrück. Immerhin: fies gucken kann er ganz gut, nur nimmt man es ihm nicht so richtig ab. Überhaupt wirkt die Vorgeschichte irgendwie lieblos erzählt, im Gegensatz zum Terrorkino, dass Zombie danach losbricht. Der Rest spielt seine Rollen gut, besonders heraus sticht natürlich Malcolm McDowell als Dr. Loomis, der die Figur meiner Meinung nach besser ausfüllt, als der olle Donald Pleasence damals. Um bei den Vergleichen zu bleiben: Jamie Lee Curtis ist als Scream Queen natürlich unerreicht, aber man muss auch sagen, dass Scout Taylor-Compton ihre Sache (das Hochrennen von Treppen nämlich) wirklich gut macht. Leider bleiben alle Charaktere relativ blass und austauschbar. Was schade ist, bei der Energie, die der Film stellenweise versprüht.

Alles in allem ein sehr spannendes und gelungenes Remake eines Klassikers, dem das Update ganz gut tut, wären da nicht die relativ schwache Einführung und die austauschbaren Charaktere. Trotzdem kann ich den Film (sowieso jeden Genre-Fan) durchaus empfehlen, nicht zuletzt wegen des verwendeten Originalsoundtracks, der mit ein paar eigenen Sound-FX angereichert wurde.

3 Kommentare

  1. Der Film ist gut – gäbe es nicht das Original.
    Ich hab nix gegen gute Remakes.
    Dieses ist gelungen – im Bezug auf die Teile Halloween 2 bis unendlich.
    Das Problem ist:
    Das was Halloween 1!!! EINS!!! ausmacht, ist die shocking opening-sequence.
    Das ist der Unterschied zu “Freitag, der 13. und allen anderen in Serie gegangenen Serien-Killern.
    So gut der Rest auch geworden ist – Gerade den Anfang des Originals konnte der Film nicht toppen – damit sogar enttäuschend, denn ich erwartete etwas, dass gerade diesen shockierendsten Opener der Filmgeschichte toppen würde.

    Kommentar #1 von Rosa Polliduris am 29.11.2007 um 21:28 Uhr

  2. ich war auch positiv überrascht :)

    endlich mal wieder ein schöner, stylischer “auf die fresse” streifen!

    Kommentar #2 von stefano picco am 29.12.2007 um 14:12 Uhr

  3. ist der alte nicht der film wo der kerl am ende aus dem fenster fällt und ist plötzlich weg?

    ouh der war ganzschön langweilig der film.
    och hoffe rob zombie hat seine arbeit getan…

    Kommentar #3 von Adel am 29.12.2007 um 19:06 Uhr

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