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“My God, you- you have perfect teeth.”

Originaltitel: Across the Universe
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Julie Taymor
Darsteller: Jim Sturgess, Evan Rachel Wood, Joe Anderson, Dana Fuchs, Cynthia Loebe

★★★½☆

Across the universe

Den jungen Jude (Jim Sturgess) verschlägt es von Liverpool nach Amerika. Er sucht seinen Vater. Doch diese Queste ist nur von kurzer Dauer, entpuppt sich sein Erzeuger doch als Hausmeister einer Nobeluniversität.
Beeindruckender ist da schon der durchgeknallte Max, der grade dabei ist sein Studium zu schmeißen und sich mit Jude anfreundet. Er nimmt den unbedarften Jungen mit nach New York, stellt ihm seine Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) vor und gemeinsam irren sie durch die bewegten 60 Jahre, irgendwo zwischen Vietnamkrieg, Studentenrevolte und persönlicher Lebensfindung.

Nach der Blaupause des erfolgreichen “Mama Mia” mischt Julie Taylor hier drei Hand voll bekannte und einige nicht so bekannte Beatles-Songs zusammen und strickt eine teils psychedelische, teils realistische Musical-Story, deren revolutionäre und politische Themen durchaus Bezug zur Gegenwart haben.

Das funktioniert an einigen Stellen grandios, an anderen nur mittelprächtig, unterhält insgesamt jedoch sehr gut, wenn auch das Format der Nummernrevue, der Videoclipsammlung nicht gänzlich gebrochen werden kann. Manche Songs entwickeln sich stimmig aus der Geschichte, andere wirken etwas aufgepfropft und da alle Figuren irgendwelche Namen aus Beatles-Songs haben, ist es oft absehbar, was als nächstes kommt.

Die Songs die funktionieren sind allerdings optisch wie musikalisch wirklich gelungen und bieten ein großes Spektrum, vom klassischen Sixties Musical und grandiosen Cameos von Joe Cocker, Eddy Izzard und Bono, bis hin zu absurd psychedelischen Momenten die irgendwo zwischen “Hair” und “Yellow Submarine” liegen. Spannend ist auch, daß viele Songs – ungewöhnlich für ein Musical – live am Set eingesungen wurden, anstatt vorproduziert abgespult. Das gibt dem ganzen jenes spontan-aburde Flair, daß man erwarten kann wenn Menschen in Alltagssituationen plötzlich anfangen zu singen.

Highlights sind eindeutig die Musterung unterlegt mit “I want you bad”, Judes Interpretation von “Revolution”, Bono mit “I am a Walrus” und eine mit Salma Hayek als Krankenschwester aufgepeppte Drogenversion von “Happyness is a warm gun”.

Weniger gut funktionieren einige der unbekannteren, schmalzigeren Pilzkopf-Songs, in denen der Film bisweilen an der Klippe steht in Schmalz abzugleiten. Gott sei Dank, bekommt er dann doch meist noch die Kurve, nicht zuletzt dank der sehr sympathischen Besetzung, auch wenn man Evan Rachel Wood in schlechten Momenten unangenehm an Kirsten Dunst erinnert.

Es bleibt ein schönes Musical, dessen Songs man gleich beim ersten Anschauen auswendig mitsingen kann.

Why don’t we do it on the road?

6 Kommentare

  1. Highlights sind eindeutig die Musterung unterlegt mit “I want you bad”, Judes Interpretation von “Revolution”, Bono mit “I am a Walrus” und eine mit Salma Hayek als Krankenschwester aufgepeppte Drogenversion von “Happyness is a warm gun”.

    genau die gründe für mich, diesen film nicht zu gucken :)

    (heißt es nicht “in the road”?)

    Kommentar #1 von martha dear am 03.12.2007 um 13:47 Uhr

  2. ich find ihn derbst gut.

    extreme gänsehaut hatte ich bei “let it be” der dann zum gospel song wurde…
    ich fand nur das di stimme der protagonistin lucy nicht ganz so zu den beatles songs gepasst hat, die von jude dafür um so besser.

    “say you wanna revolution baby”

    Kommentar #2 von Echo am 03.12.2007 um 14:18 Uhr

  3. Ist das nicht unglaublich passend, dass ich diesen Text – “My God, you- you have perfect teeth.” – just nach eurer Ankündigung des Teeth-Trailers gelesen habe? ;-)

    Kommentar #3 von Benedikt am 03.12.2007 um 23:02 Uhr

  4. Gute Bewertungen jeder Film hat 3 1/2 Sterne.
    Braucht ihr eigentlich gar nicht mehr dabei schreiben, wenn jeder Film das Gleiche bekommt!

    Kommentar #4 von Holga am 29.01.2008 um 18:20 Uhr

  5. Habt ihr die Filme überhaupt gesehen???

    Kommentar #5 von Holga am 29.01.2008 um 18:21 Uhr

  6. Wenn du nur auf die Sternwertung guckst anstatt die Reviews zu lesen, kannst du dir den Besuch der Seite hier eigentlich auch sparen, newa? ;)

    Kommentar #6 von Batzman am 29.01.2008 um 18:29 Uhr

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