Wie die Seite Techdirt berichtet, nimmt es die amerikanische Filmindustrie in ihrem Kampf gegen Copyrightverletzungen selbst mit dem Gesetz nicht so genau. Um etwaiger Filmpiraterie auf die Schliche zu kommen, wollte man amerikanische Universitäten zwingen eine selbstentwickelte Software namens “University Toolkit” zu installieren.
Blöd nur, daß man sich selbst um die Rechte anderer einen Scheißdreck kümmert, denn das famose Toolkit basiert auf u.a. auf Ubuntu-Linux, welches nur dann verändert und benutzt werden darf, wenn man den neuen Code ebenfalls offenlegt. Das wollte die MPAA jedoch nicht, sie weigerte sich trotz mehrfacher Aufforderung. Jetzt ist dem Entwickler der Kragen geplatzt und er erreichte mit Berufung auf den Digital RIghts Milleniums Act, daß die Software vom Server genommen wird.
Schon früher war die dubiose und schwer durchschaubare MPAA ins Gerede gekommen, nachdem sie sich selbst herausnahm eingereichte Filme nach Gusto zu kopieren, wie man in der sehr sehenswerten Reportage “This Film is not yet rated” sehen kann.
Interessant auch ein Interview von 2003 mit dem Ex-MPAA-Chefs Jack Valenti, der schonmal behauptete der Videorecorder wäre der Untergang der Filmindustrie und es gäbe so etwas wie “fair use” gar.
Fair und Filmindustrie? Das schein nicht so recht zusammen zu gehen. Mal drüber nachdenken.
Und in der Zwischenzeit verklagt man einfach noch ein paar Kunden.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 6th, 2007 •
- 2 Kommentare
- Schlagwörter: Copyright


























Ja, ja, mit dem Copyright nimmt es die MPAA nicht so genau. Sie “leiht” sich ja auch gerne Software von anderen aus (die davon nichts wissen)…
Kommentar #1 von Ralph am 06.12.2007 um 02:16 Uhr
allerdings heist das Ding Digital Millenium Copyright Act, deshalb auch die Abkürzung DMCA [/klugscheiss]
Kommentar #2 von foo am 06.12.2007 um 09:42 Uhr