Review

I am Legend

Standard, 5. 1. 2008, Batzman (Oliver Lysiak), 101 Kommentare

„Wuff Knurr!“

Originaltitel: I Am Legend
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Francis Lawrence
Darsteller: Will Smith, Alice Braga, Charlie Tahan, Salli Richardson

[rating:1.5]

I an boring

Will Smith hat es nicht leicht. Er ist der letzte lebende Mann auf der Welt und muß durch das verwilderte New York stiefeln und digitale Hirsche jagen, die ihm dann auch noch von digitalen Löwen vor der Nase weggefressen werden.
Dummerweise hat nämlich das Heilmittel gegen Krebs alle Menschen infiziert und in digitale Zombies mit Lichtphobie verwandelt. Will ist als einziger in New York immun und führt deswegen anregend Gespräche mit Schaufensterpuppen, wenn er in der einzigen Videothek der Welt, die statt Leercovern die DVDs in den Hüllen anbietet, mal wieder Shrek ausleiht. Den sieht er nämlich für sein Leben gern, was verständlich ist, ist der Film doch besser als der in dem er grade mitspielt. Und Shrek sieht auch realer aus, als die digitalen Zombies die bei ihm herumlaufen.

Ansonsten hält das Leben nicht viel für Will bereit. Nächtens randaliert die CGI-Meute in den Straßen und er verzieht sich in die Badewanne und denkt an schönere Tage. Tagsüber fängt er ab und zu mal einen Zombie zum rumexperimentieren oder spielt auf Flugzeugträgern Golf. Eigentlich will er ja ein Gegenmittel gegen das Virus finden, wenn er nicht grade aufpassen muß, daß sein dummer Hund irgendwohin rennt wo er von Zombies verknuspert werden könnte…

Spoiler Ahead

Die dritte Adaption von Richard Mathesons Story (wenn man die vom Roman inspirierten „Night of the living dead“ und alle weiteren Zombiefilme nicht mitrechnet) geht wie gehabt eher frei mit der düsteren Story um. Die im Roman zwiespältige Figur, die ihren legendären Status als Monster unter den infizierten erlangt die nicht zu Vampiren wurden, aber dennoch lichtempfindlich sind, wird hier zu einem eher langweiligen Helden.

Auffällig ist wie wenig im gesamten Film eigentlich passiert. Mögen die Einstellungen des digital entvölkerten New Yorks zu Anfang noch eine morbide Faszination ausüben, stellte sich bei mir schon bald die Frage nach einer Geschichte. Will Smith ist nicht grade der interessanteste Zeitgenosse (und die Vorstellung das er als einziger überlebt ist eine wahrhaft gruselige) und außer sentimentalen Rückblenden in denen auf die familiäre Tränendrüse gedrückt wird, erfährt man wenig über seine Figur, die über den gesamten Film sehr blaß bleibt.

Vergleicht man wie effektiv und spannend der neuseeländische Film „The Quiet Earth“ das Setting der menschenleeren Welt einsetzt und mit einem wesentlich geringeren Budget mehr Spannung erzeugt und in einem wunderbar stummen ersten Akt ein wirkliches Gefühl der Beklemmung und Einsamkeit schafft, ist es wirklich verwunderlich, wie öde und uninteressant der J.Lo und Britney-Videoclip-Regisseur Francis Lawrence (dessen einzig gelungenes Werk wohl Constantine ist) seine Geschichte erzählt. Er verlässt sich völlig auf seine Effektaufnahmen und investiert wenig in seine Figur. Will Smith ist eben Will Smith, austauschbar zu seinem Charakter in „I Robot“ oder ähnlichen Vehikeln. Er ist der konservative Familienmensch, ein echter Amerikaner der gern im Auto herumrast, im früheren Leben Erfolg hatte und mit Waffen umgehen kann. Natürlich darf er mal feuchte Augen kriegen, wenn er ein Familienfoto anguckt, aber die einzig emotionale Regung die man ihm abnimmt ist eigentlich die Trauer, die er verspürt wenn er seinen Schäferhund erdrosseln muß, womit dann leider auch der einzig wirklich sympathische Charakter des Films stirbt.

Die Zombies, denen man in jeder Sekunde ihre Computerherkunft ansieht wirken wie aus einem 2002er Resident Evil-Spiel übergeblieben und bleiben genauso farblos wie der Hauptdarsteller. Sie grunzen, schreien und hüpfen in Höllentempo umher, wie Gollum wenn er sein Ritalin nicht genommen hat. Warum ein Virus einen in eine schlechtanimierte Computerfigur verwandeln sollte, wird nichts so recht klar, genauso wenig wie ihre Intelligenz. Sie bleiben eine irreale, leere Bedrohung. Irgendwie können sie wohl denken und Fallen bauen, aber darauf verschwendet der Film keine Zeit. Die meisten Actionszenen sind mit Wackelcam im Halbdunkel aufgenommen und eigentlich nicht sonderlich spannend, während der Film von einem Nicht-Höhepunkt zum nächsten eiert um irgendwann einfach auszuplätschern. Die komplette Spannung, die die Vorlage aufbaut indem die Vampire (hier Dark Seeker) und die Noch-Lebenden, die ihre vampoirischen Triebe im Zaum halten können, als komplexe eigene Gesellschaft geschildert werden, denen der Held als Monster erscheint, der sie umbringt, wenn sie bei Tag schlafen, wird verschenkt, genauso wie die langsame Annäherung an den Hund, dessen Vertrauen der Held im Buch erst erlangen muß, was sein Ableben noch tragischer wirken lässt. Der Film deutet die Intelligenz der Zombies an und macht dann überhaupt nichts aus dieser Andeutung, sondern verheizt sie wie die rennenden Untoten aus den „21 Irgendwas Later“-Filmen.

Will guckt meist stumpf aus der Wäsche, versucht tiefsinnig zu sein (wird aber meist nur sentimental) experimentiert an Zombies, fährt einige über den Haufen und irgendwann nachdem Wauzi das Zeitliche gesegnet hat (was filmisch als emotionaler Taschenspielertrick daherkommt, der einen überlegen lässt ob man in einem Remake von „Sein Freund Jello“ gelandet ist), steht dann eine weitere Überlebende auf der Matte, nebst niedlichem Quotenkind. Als wäre das ganze noch nicht langweilig und fade genug, gibt sie Will dann das Wort zum Sonntag und zwar buchstäblich, denn sie erklärt ihm, daß sich Gott bei ihr gemeldet hat und ihr von seinem Masterplan erzählte und sie solle nach Vermont oder so fahren, da wäre eine Kolonie-Überlebende. Will braucht etwa zehn Minuten in denen er mit Gott hadert und ihn leugnet, findet aber schnell zu seinem Herren zurück, als die Zombies das Haus überrennen, just als er ein Gegenmittel gefunden hat. Am Ende opfert sich Will für die Frau und das Quotenkind, die sein Andenken in die Welt heraus tragen zusammen mit dem Serum.

Verquaster kann man die eigentliche Story wohl kaum ins Gegenteil verdrehen und so aus einem Monster einen legendären Helden und Menschheitsretter machen. Aber selbst wenn man die literarische Vorlage außer acht lässt, hat der Film nicht wirklich viel zu bieten. Ein paar ganz schöne Bilder des leeren New York sind eigentlich alles und wenn jemand mit Talent am Werke gewesen wäre, hätte das auch sehr faszinierend sein können. So bleibt viel Ödnis und Ärger über die lächerlichen und uncharismatischen Digitalwesen und einen unsympathischen Hauptdarsteller, bei dem es mir relativ egal war ob er nun lebt oder stirbt. Der Regisseur geht nie ein Risiko ein, der Film traut sich nie dorthion zu gehen, wo es wirklich düster, wirklich unheimlich wäre. Selbst in der total entvölkerten Welt bleibt der Held stets in seinem Mittelklasse-Nobelrefugium mit allen Annehmlichkeiten die Ameriak groß gemacht haben. Sein ärgstes Problem ist, daß er sich nicht traut eine Schaufensterpuppentussi anzusprechen. So niedlich, so harmlos, so banal. Echte Nuancen, das wirkliche Gefühl der Einsamkeit, der apokalyptischen Leere, die trostlosigkeit die „Quiet Earth“ oder auch Romeros „Dawn of the Dead“ einfangen konnten, das alles fehlt in diesem im Grunde seelenlosen Reißbrettfilm, der kalkulliert den allerkleinsten gemeinsamen Nenner bedient. Das er am Ende auch noch als religiöse Parabel daherkommt, mit Scientology-Sympathisant Smith der sich für die Menschheit opfert, macht ihn noch etwas unerfreulicher, als er eh schon ist.

Natürlich wird das ganze ein Megaerfolg, aber von einem guten, spekatakulären oder gar interessanten Film ist dieser mutlose und fade Blockbuster noch weiter weg, als der ebenfalls nur bedingt sehenswerte „Omega-Man“ (von dem man sogar die Tagline „the last man on earth is not alone“ geklaut hat). Charlten Heston, Neo-Con wie Smith, konnte immerhin schauspielerisch eher überzeugen. Hier bleibt eine belanglos runtergespulte “ A boy and his dog“-Variante im Disney-Style, die so unambitioniert erzählt ist, daß man sich fragt, ob man im Kino eingedöst ist und die Stelle verpasst hat an der die Story wirklich losgeht.

***

Die Erstverfilmung des Stoffs mit Vincent Price, für die Matheson das Drehbuch schireb (aber später seinen Namen zurückzog als er sah was draus gemacht wurde) kann man übrigens legal im Netz sehen und zwar hier.

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101 Kommentare

  • Reply qrn 5. 1. 2008 at 15:41

    Eine sehr gute Kritik, aber findest du nicht, das du die Figuren, die Will Smith spielt, etwas zu sehr mit dem Schauspieler gleichsetzt? Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber ich nehme an, das die Hauptrolle den Namen „Robert Neville“ trägt. Auch wenn der Herr Smith immer wieder ähnliche Rollen spielt, den Namen komplett wegzulassen halte ich für etwas übertrieben. ;)

    Und im Satz „(und die Vorstellung das alle außer ihm überlben [sic] ist eine wahrhaft gruselige)“ fehlt ein nicht, oder nicht? Das wäre zwar fies dem guten Will Smith (Robert Neville?) gegenüber, so richtig gruselig finde ich das jetzt nicht…

    Ansonsten deckt sich das, was du schreibst mit dem, was ich anderswo über den Film gelesen habe. Weshalb man den Legendenstatus Nevilles‘ unter den Vampiren weggelassen hat und so den kompletten Sinn der Story kaputt macht wird wohl nie irgendjemand verstehen. Man könnte auf den Gedanken kommen, die Produzenten halten ihr Publikum für dämlich.

    Und „The last Man on Earth“ aus dem Link bei Archive.org ist leider fies Pan & Scan gecroppt. Wer ihn halbwegs genießen will wie er damals im Kino lief sollte nach der 2,35:1 Version ausschau halten, die es leider nirgends „legal“ zum download gibt.

    So, jetzt werde ich mich zurücklehnen, das Popcorn auspacken und darauf warten, das die lustigen Kommentatoren aus dem Transformers Review hier vorbeikommen. ;)

  • Reply Dirk 5. 1. 2008 at 15:46

    Full ACK!

  • Reply DS 5. 1. 2008 at 15:56

    Irgendwie hätte man diese Kritik so auch schreiben können bevor man den Film gesehen hat.

    Genau so hatte ich mir I am Legend nachdem ich zum ersten Mal den Trailer sah vorgestellt.

  • Reply New York, New York « HELL™ 5. 1. 2008 at 16:01

    […] 5, 2008 Also ich mochte “I Am Legend”. Kann man sich angucken, find ich in keinster Weise so schlimm wie der Batzman. Verfasst von […]

  • Reply VanDe 5. 1. 2008 at 16:06

    Wenn man den Bezug zur Vorlage mal außen vor lässt, weißt der Film die erste halbe Stunde über durchaus eine interessante Stimmung mit seinen zurückhaltenden, allerdings ausgezeichneten Bildern des zugewucherten New York aufzubauen.

    Umso ärgerlicher, dass am Ende doch nur aberdutzende Zombies mit offensichtlich übermenschlichen Fähigkeiten erschossen, zersprengt und totgeleuchtet werden. Die interessante Idee verkommt zu einem weiteren Zombiegeschlachte, das dahingehend an“Die Insel“ erinnert, wo auch alles in den Wind geschossen wurde, was den Film interessant machte.

    Ansonsten kann man der Kritik aber zustimmen.

  • Reply Batzman 5. 1. 2008 at 16:16

    @qrn

    Hast recht, hab den Satz verbessert ;) Das ich den Namen des hauptdarstellers durch Smith ersetzt habe, liegt in der Tat daran, daß er wieich finde mal wieder sich selbst spielt. Will Smith ist etwa so wandlungsfähig wie Vin Diesel. Smith kennt eigentlich nur zwei Modi – der lustige Fresh Prince und der dramatische, der tiefsinnig in die Gegend guckt. Nuancen wie Bruce Willis sie beispielsweise in seinen Heldenfiguren gibt, sind ihm ziemlich fremd, was Smith so langweilig macht, insofern fand ich es angemessen die Figur, die er eh nicht entwickelt zu unterschlagen. Aber natürlich nennt er sich im Film Robert Neville ;)

    @Dirk

    Ack ack ack! (Mars Attacks?)

    @DS

    Stümmt, denn eigentlich ist der Film wie der Trailer, nur viel viel länger

  • Reply Koyaanisqaatsi 5. 1. 2008 at 17:32

    Wo ist Reningtons Review hinverschwunden!? Der Zensur zum Opfer gefallen? ;)

  • Reply Batzman 5. 1. 2008 at 17:34

    Nein wir haben wie immer ein Wrestling-Match ausgetragen und der Gewinner durfte Reviewen ;)

    Äh Quatsch, technischer Fehler, Renße schreibts nochmal!

  • Reply Bouncy 5. 1. 2008 at 22:47

    hmm, wusst garnicht dass Will Smith mit scientology anbandelt. hab zwar gehört dass tom cruise ihn belabert hatte, er aber meinte er sei als baptist geboren…

    naja, aber dem review stimm ich vollkommen zu ^^

  • Reply sg.juniper 5. 1. 2008 at 23:07

    also, die sequenzen mit dem menschenleeren new york, besonders in den momenten, in denen smith mal nicht mit seinem köter quasselt, finde ich ganz gelungen. ich hatte auch das gefühl, dass der film auf die ambivalenz der figur neville am rande eingeht, in den szenen, in der er an den infizierten – immerhin auch menschen – herumexperimentiert etwa. vielleicht seh aber nur ich das so.

    doch die computer-animationen sind einfach nur ärgerlich. volle zustimmung zu batzman, hab mir während des anschauens haargenau dasselbe gedacht. schon die rehe / hirsche whatever sehen dermaßen unnecht aus, dass es wehtut. da gingen die ganzen millionen produktionskosten wohl dafür drauf, new york leerzufegen, da war für anständige effekte nichts mehr übrig. traurig.

  • Reply S1yc3r 6. 1. 2008 at 14:31

    kann der review auch nur zustimmen, der ganze film is so ziemlich und einfach total egal und kommt auch irgendwie so rüber.

    ein einwand hab ich aber, constantine ist gelungen ? wenn ja, muss ich den falschen film gesehen haben ;D

  • Reply Claas 6. 1. 2008 at 14:33

    1,5 Punkte? Wow…
    Wird das hier die Transformers-Geschmacksfrage 2008?

  • Reply Batzman 6. 1. 2008 at 14:39

    Constantine ist kein Meisterwerk und hat unter dem großen Handicap zu leiden, daß Keanu Reeves die Hauptrolle spielt und Sheah LaPuff eine Nebenrolle, aber dennoch hat Constantine einen gewissen Unterhaltungswert und einige nette Bilder zu bieten. Tilda Swinton als Erzengel ist genauso cool wie der immer gute Peter Storemare als Teufel. Das das ganze mit dem Comic nicht viel zu tun hat, ist leider auch richtig…

  • Reply Darth Dentist 6. 1. 2008 at 20:05

    Also ich freue mich sehr auf die morgige Deutschland-Premiere mit Big Willie im Berliner Sony Center. Mal sehen, ob der Typ so austauschbar ist, wie er offenbar auf der Leinwand permanent rüberzukommen scheint. Schauen wir mal…

  • Reply justus_jonas 7. 1. 2008 at 14:42

    „Sie grunzen, schreien und hüpfen in Höllentempo umher, wie Gollum wenn er sein Ritalin nicht genommen hat.“
    Hehe. Umso lustiger, wenn man weiß, dass die Monstergeräusche aus der Kehle von Mike Patton (Ex-Faith No More, Fantômas, Tomahawk, Peeping Tom, etc. pp.) stammen.

  • Reply Mark 7. 1. 2008 at 15:14

    NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNN!!!! Und ich hatte soviel Hoffnung in diesen Film… das kann nicht wahr sein…

    Aber im Gegensatz dazu, fande ich den Omega Mann mit Heston ganz cool!

    Aber er sit nicht so schlecht wie Transformers oder, ODER???

  • Reply Batzman 7. 1. 2008 at 15:24

    Nichts ist so schlecht wie Transformers ;) Ein Schuß ins Knie ist lustiger als Transformers!

  • Reply Hank 7. 1. 2008 at 15:56

    Also in meiner Videothek leihe ich die Filme mit Originalcocer aus (videotaxi in Kölle).

    Ansonsten hat man sich’s fast gedacht…

  • Reply Mark 7. 1. 2008 at 15:58

    Trotzdem schlechter als AVP2?! Das nehme ich dir nicht ab…

  • Reply grobi 7. 1. 2008 at 18:58

    Naja, ein Gutes hat der Streifen dann doch: ich hab mir endlich mal das Buch gekauft.

  • Reply Björn 8. 1. 2008 at 0:56

    :D Darf ich dich da an entsprechender Stelle mal zitieren Batz?

  • Reply Plastikman 8. 1. 2008 at 4:33

    stimme dem Mark da zu ^^
    AvP2 3,5 Sterne und der nun 1,5? lol

    brüller waren beide nicht, aber bei I Am Legend bin ich wenigstens nicht eingeschlafen wie bei AvP2 vor lauter „Action Szenen im Dunklen mit Wackelcam“ , miserabelster Darsteller und deren sinnlosen und peinlich schlechten Dialogen.

    Kritiken sind halt immer sehr subjektiv.
    Und in manchen Nächten fallen die Sterne halt mal leichter vom Himmel als an anderen ;)

  • Reply Mark 8. 1. 2008 at 12:13

    Also ich habe mir jetzt den Omega Mann mit Heston nochmal reingetan… Und ich habe nichts auszusetzen! Klar ist es Trash, klar sieht man eindeutig das Heston Gebissträger ist… Aber er passt wunderbar in dieses Feeling: Soylent Green, Planet Der Affen etc.. ebend all den späten Sci-Fi Trash den Heston gemacht hat.

    Wenn „I Am Legend“ genauso ist, würde ich ihn mir trotzdem im Kino ansehen.

  • Reply Irreversibel 8. 1. 2008 at 16:24

    Omega Man fand ich auch immer ganz gelungen, obwohl Soylent Green & Planet der Affen mMn ne Liga drüber anzusiedeln sind.
    I am Legend kann aber wohl mit keinem dieser Filme wirklich konkurrieren….

  • Reply Mental Savage :: Filmkritik: I am Legend 9. 1. 2008 at 8:12

    […] Will Smith trägt den Film über weite Strecken ohne Unterstützung durch andere Darsteller und zeigt damit einmal mehr, dass er zu recht einer der höchstbezahlten Schauspieler ist. Er kann nicht nur tumbe Action-Szenen oder Comedies spielen, sondern auch die Verzweiflung eines von der Menschheit alleingelassenen Menschen rüberbringen, der zwischen Normalität und beginnendem Wahnsinn pendelt (auch wenn das einige ganz anders sehen). […]

  • Reply DraMaticK 10. 1. 2008 at 9:53

    Sehr schön Batz. Bis auf Shelby Product Placement war nicht viel Substanz. Man hat eher alle „netten“ Elemente aus Land of the Dead, Resident Evil und den 28 Days Filmen genommen und Will Smith als Zugpferd eingekauft. Voilá Box Office freut sich… wir nicht.

  • Reply Eschekt 10. 1. 2008 at 22:44

    Geschmäcker sind eindeutig sehr verschieden. Mir gefiel der Film sehr gut, die Story solide. Er hatte skurille Spannung, und der Blickwinkel, einen Film der zu 3/4 von einer Person geschauspielert wird, gefiel mir ebenso gut.

    Im Gegensatz zu zB „The golden compass“ der mehr als schlecht zusammengepickt wurde, es geschafft hatte den Sam Elliott Joker zu verspielen und generell alle guten Szenen in der Vorschau gezeigt hat, war dies Seelenbalsam ;). Doch auch hier sei wieder angemerkt: Geschmäcker sind verschieden. Gerade bei diesen zwei Filmen würde ich persönlich die Noten tauschen.

  • Reply shotgun 10. 1. 2008 at 23:10

    da ich die bücher und die anderen verfilmungen net kenne bin ich quasi jungfräulich heute ins kino gerannt….der erste trailer sah viel versprechend aus und da will smith zu meinen top3 gehört hab ich beschlossen mir den film mal anzuschauen….
    ich muss sagn die erste hälfte des films ist wunderbar gelungen, die schäbigen rehe und hirsche störten mich weniger, doch dann kam der film für mich ins schleudern was diesen bösewichtvampir und alles anging und das ende war echt nich nach meinem geschmack… evtl zu kurz … evtl einfach nur langweilig…
    ich würd dem film ein paar mehr sterne gönnen (denn avp hat mich weniger geschockt als i am legend)….
    da hier ja immer wieder auf die vorherigen filme und vorallem das buch hingewiesen wird werd ich mich in der hinsicht mal „bilden“; nur kann mir wer sagn welche ausgabe die „beste“ von dem buch ist english oder deutsch ? 160 oder 3hunderttnochwas seiten? danke

  • Reply dejot 11. 1. 2008 at 19:28

    hat jemand verstanden, woher diese falle kam, in die er so mir nichts dir nichts ahnungs- und verstandslos gelatscht ist? von den „vampiren“, die vorher als so stumpf dargestellt werden?

  • Reply shotgun 11. 1. 2008 at 19:46

    mh…wurd ja schon oft gesagt das die sache mit den vampirgesellschaft und so weggelassen wurde…evtl hätte man das einbauen solln um das mit der falle verständlicher zu machn… zumal auch willi die frau des oberkerls da „mit derselben art von falle“ gefangen hat somit hat der obervampir gelernt wie man sowas macht oder er ist net so dum wie dargestellt – steht ja auch im kontrast zu willis wohl ironischer aussage das das menschliche verhalten komplett ausgelöscht wurde in den monstern

  • Reply Bernhard 11. 1. 2008 at 23:42

    Hallo,

    ich muss mich leider der Kritik anschliessen. Geschmäcker sind freilich verschieden. Aber dieser Film ist so schlecht ! Er besitzt keinen emotionalen Tiefgang. Man wird von Anfang an gelangweilt. Sicher sind die Bilder von New York im ersten Moment beängstigend. Half Life 2 hat mich aber grafisch mehr mitgerissen. Will sagen das für mich die Effekte äusserst billig wirken. Dann Will Smith !! Er passt so überhaupt nicht in die Rolle. Er kann keine depressiven Rollen spielen. Das ist nicht seine Stärke. Dazu kommt das 110min. für solch eine komplexe Story zu kurz sind ! Man kann in das Szenario nicht eintauchen. Alles in allem kann ich nur sagen nicht im Kino ansehen, sondern lieber auf die DVD warten, und selber ein Urteil bilden. Grüsse aus München

  • Reply Older 12. 1. 2008 at 1:37

    Ein sehr gelungener Film! Fesselnd, emotional und atmospährisch.

    CGI natürlich nicht vom Besten, aber das gleicht die Stimmung des Films locker aus.

  • Reply matthias 12. 1. 2008 at 1:54

    hy,

    hatte nach der 1,5 sterne wertung und dem dazugehörigen text ja schon das schlimmste erwartet aber ich war angenehm überrascht.
    zumindst was die erste hälfte des films angeht, das ende fiel auch nicht so recht nach meinem geschmack aus, aber im grossen und ganzen würde ich pers. dem film 3,5 – 4 sterne geben.

    ;-)

  • Reply Echo 12. 1. 2008 at 19:58

    ich finde die kritik zu hart. ist zumindest nicht der typische aktionfilm geworden den hollywood sonst produziert. nebenbei meinermeinung nach will smith beste rolle.
    die effekte der mutanten sind allerdings wirklich erschreckend mies. unheimlich ist es immer nur dann wenn man sie nicht sieht und er durch leere häuser zieht.

    die robinson cruzo geshcichte in newyork mit ihren szenen fand ich sehr gelungen, hätten sogar mehr sein können. gerade was du als nicht vorhandensein von story beschreibst find ich gut. sie ist was versteckt. aber zumindest wird dem zuschauer nicht jeder scheiss erklärt und man muss sich selber alles zusammenreimen.

    nur zum ende hin ab, da wo er eben nicht mehr allein ist, wirds lahm.

    keine ahnung warum du den film so zerissen hast… da kenn ich schlimmeres… avp2 zb.

  • Reply Manuel G. 13. 1. 2008 at 14:05

    Naja, wir kennen ja schon von der Person, die die „Kritik“ geschrieben hat, dass sie sich nur für einen Kritiker hält, wenn sie den Film absolut zerreißt.
    Schon alleine den Film als „Verfilmung des Buches“ anzusehen, sollte schon bekannt sein, dass man Bücher nie gut verfilmen kann (nein, auch HdR nicht). Aber das wäre ja auch mal wieder zu schade, wenn man das lassen würde, da man ja sonst etwas positives schreiben müsste und das wäre ja auch noch anspruchsvoll. Ich sehe zwar ein, dass die Effekte längst überholt sind und das Ende etwas schnell kommt (da hätten den Film 20min mehr wirklich nicht geschadet), aber den Schauspieler mit den Charakter gleichzusetzen ist etwas zu amateurhaft und zu einfach. Aber das kennen wir ja schon, bevor man etwas positives niederschreibt, kann man lieber den Film in alle Einzelteile zerlegen und schlecht machen. Prima, du hast dir wirklich damit den Titel eines Kritikers verdient.

  • Reply Batzman 13. 1. 2008 at 14:11

    Ich bin immer wieder erstaunt, was Leute glauben, welche Aufgaben ein Kritiker hat. Das klingt immer wie meine Omma: „Wenn du nichts positives sagen kannst, dann sag lieber nix.“

    Ansonsten gehört dein Kommentar in die Kategorie an die man, wäre sie ein Schulaufsatz, ein großes Fragezeichen und „Sinnzusammenhang?“ dranschreiben würde.

  • Reply christian 13. 1. 2008 at 15:20

    da gebe ich dir absolut recht!
    du sprichst mir aus der seele!

  • Reply Manuel G. 13. 1. 2008 at 20:03

    Deine Oma scheint aber im Gegensatz zu dir da etwas mehr verstanden zu haben, denn wenn man etwas positives als konstruktives auffasst, dann hat sie absolut recht und das was du da abgeliefert hast, ist nun mal nicht konstruktiv und damit auch nicht einer „Kritik“ würdig.
    Daraus, dass du mein Text an sich kritisierst, springt aber auch schon ins Auge, dass du dich rein argumentativ nicht wehren kannst. Ist schon in Ordnung mein Lieber :)

  • Reply Batzman 13. 1. 2008 at 21:00

    Argumentativ wehren kann man sich gegen Argumente, nicht gegen Gestammel. Du bringst keinerlei Argumente, widerlegst nichts von dem was ich der Rezension schreibe und kritisiere, sondern fabulierst irgendetwas unzusammenhängendes:

    „Schon alleine den Film als “Verfilmung des Buches” anzusehen, sollte schon bekannt sein, dass man Bücher nie gut verfilmen kann (nein, auch HdR nicht). Aber das wäre ja auch mal wieder zu schade, wenn man das lassen würde, da man ja sonst etwas positives schreiben müsste und das wäre ja auch noch anspruchsvoll.“

    Das ist Gedöns ohne tieferen Sinn. Das kann man nicht argumentativ auseinandernehmen, weil kein Argument darin enthalten ist. Es ist genau genommen nichtmal ein Satz.

  • Reply Manuel G 13. 1. 2008 at 21:38

    Ja, den Schuh muss ich mir wohl anziehen, ich habe den Text unter Zeitdruck in sehr kurzer Zeit schreiben müssen, weil ich noch weg musste, da hast du wohl Recht.

    Mir ist es nun aber auch egal, meiner Meinung nach vergleichst du den Film zu sehr mit dem Buch und das sollte dir selbst mit dem verstümmelten Satz verständlich geworden sein: Verfilmungen reichen nie, an das Buch heran.

    Deshalb ist auch deine Rezension Gedöns ohne tieferen Sinn, da du die meiste Zeit davon faselst, wie doch das Buch aufgebaut ist, wie schlecht Will Smith schauspielert, wie sich die Mutanten im Buch verhalten und wie typisch Amerikanisch Smith doch gezeigt wird. Würde sich die Rezension nur auf den Film beziehen, wäre sie viel zu kurz um sie zu publizieren.

  • Reply Batzman 13. 1. 2008 at 23:45

    Ich schreibe explizit: „Aber selbst wenn man die literarische Vorlage außer acht lässt, hat der Film nicht wirklich viel zu bieten.“

    Das Smith schlecht schauspielert hat auch wenig mit der Vorlage zu tun, er macht es einfach. Seine Darstellung hat wenig Nuancen, sein Charakter ist austauschbar zu vielen anderen Will Smith Rollen. Er ist eine Figur ohne Vergangenheit, ohne Eigenschaften und Charakter. Außer Sentimentalitäten erfahren wir nichts über ihn, es bleibt letztlich immer Will Smith, er geht tritt nie hinter der Darstellung seiner Figur zurück. Man könnte problemlos eine Szene aus I, Robot in den Film schneiden und würde nicht merken, daß Smith einen anderen Charakter spielt.

    Viele meiner Kritikpunkte setzen direkt am Film an, daran daß er es nicht schafft echte Beklemmung zu erzeugen. Das einzige Pfund mit dem er wuchern kann sind die Bilder des leeren New York, aber darüber hinaus ist die Story armseelig erzählt und verschenkt dramaturgisches Potential. Das sind Punkte die auch unabhängig von der Vorlage so existieren. Es ist der Film der mit der Fallen-Szene eine weitere Entwicklung verspricht, eine tiefergehende Auslotung der „Zomvbies“ die dann nicht kommt. Es ist der Film, der plötzlich die Frau mit dem Kind aus dem Hut zaubert, es ist der Film der den dritten Akt in eine schmierige christliche Parabel umkippen lässt. Um das kritikwürdig zu finden muß man die Vorlage nicht kennen.

  • Reply anna 14. 1. 2008 at 10:54

    das buch habe ich nicht gelesen und den film eher durch zufall im kino gesehen. der o.g. kritik kann ich jedoch in keinster weise zustimmen. zwar gibt es in der tat einige fragen, die offen bleiben – die message bleibt jedoch die gleiche. wer in diesem film nur eine art horrorszenario sieht, lebt mit scheuklappen auf den augen. ob die zombies digital entstanden sind, spielt dabei keine rolle.
    lässt man vorurteile weg und lässt sich von der atmosphäre mitreissen, die die anfänglichen bilder einem mitgeben möchten, erkennt man schnell, wie unglaublich schnelllebig die spannung aufeinander aufgebaut ist. so manch einer hat das während der vorstellung, die ich gesehen habe, das kino verlassen – die stimmung war zum zerreissen angespannt. wen der inhalt und die botschaft nicht berühren und wer dadurch imstande ist, sich nur auf die technischen details des films zu konzentrieren, sollte ihm auch fernbleiben. hier geht es um mehr als darum, dass „viel passiert“.

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 14:59

    Na dann wollen wir mal.

    Lieber Batzman – Zuerst einmal: schreibst du bissig und nimmst kein Blatt vor den Mund.
    Ich mag das.

    Allerdings finde ich, dass du an einigen Stellen etwas an Objektivität verlierst, da es so scheint, als nehme deine Antipathie in Bezug auf Will Smith Überhand. Und es kann auch gut sein, dass du dich dadurch etwas zu sehr auf Will Smith konzentriert hast, was dich vom Film selbst abgelenkt hat.

    Lenie Riefenstahl hat wohl mal gesagt, dass der Erzähler der Tod eines jeden Filmes ist. Und in der Tat erwarten wir von heutigen Filmen viel zu oft, dass uns eine „ausgesprochene Erklärung“ durch eine der beteiligten Figuren geliefert wird, die wir dann als „Story“ oder auch „Inhalt“ bezeichnen können.
    Das Buch einmal beiseite gelegt sollte man nun fairer Weise darauf eingehen, welche Möglichkeiten der Film dem Zuschauer bietet, selbst Rückschlüsse auf das Geschehen zu ziehen: I Am Legend setzt bewusst darauf, gerade auf diesen Aspekt zu verzichten und vieles nur durch die Umgebung oder die Handlung der Figuren auszudrücken.

    Neville ist keine der üblichen Hauptfiguren die „alles“ weiß oder „durch einen Zufall“ stets das Passende herausfindet. Er trifft Fehlinterpretationen, und das macht ihn sehr menschlich, wodurch er meiner Meinung nach an Überzeugungskraft gewinnt.

    Ein Beispiel: Er kann überhaupt nicht verstehen, dass einer der männlichen Infizierten, die du hier so unpassend als „Zombies“ bezeichnet hast sich freiwillig dem Licht ausgesetzt hat.
    Später stellt er fest, dass er eine Frau eingefangen hat und dem Zuschauer bietet sich im Laufe der Story die Chance, festzustellen, dass Neville das Alphaweibchen entführt und sich SOMIT eine Menge Ärger eingebrockt hat.
    Für mich ist daher ganz eindeutig belegt, dass Neville den direkten Zorn der Infizierten, der über den Trieb zu fressen hinausging durch die Entführung des Alphaweibchens auslöste – denn warum sonst sollte der Anführer ihm immer wieder entgegen treten und ihn wütend anschreien? Diese Reaktion macht keinen Sinn für ein „dummes Monster“ oder einen „Zombie“, der angeblich nur seinem Fresstrieb oder dem Wunsch zu töten folgen will.

    Nun erlaube ich mir zunächst eine Seitennotiz darüber, warum der Film ganz eindeutig herausarbeitet, weshalb die Infizierten keine Zombies sind: Sie sind eindeutig „lichtempfindlich“, sie lechzen nach Blut (auch das interpretiert Neville nicht ganz korrekt, da er denkt, die Infizierten hätten die letzten immunen Menschen gefressen, was sich als nicht ganz korrekt herausstellt, da er selbst eindeutig in den Hals gebissen wird als einer der Infizierten in sein Haus eindringt.), die Infizierten wirken künstlich, sie haben auf den ersten Blick etwas alienartiges, auf den zweiten lassen die Farbe und Beschaffenheit der Haut und die Art des Gebisses eindeutig auf eine Fledermaus als Referenz schließen (sie schlafen im Stehen, wenn ihre Füße anders bewandert wären, würden sie also sicherlich von der Decke hängen), was für mich eindeutig auf einen Vampir und NICHT auf einen Zombie hindeutet.

    Zudem unterstellen wir einem Zombie „Dummheit“, die Infizierten aber schlagen Neville mit seinen eigenen Waffen (Schaufensterpuppe – von der Straße, sie konnten Neville dabei beobachten, wie er einen persönlichen Bezug zu diesem Gegenstand aufbaute, um seine Einsamkeit zu bewältigen) und der Anführer der Infizierten hält sich – genau wie Neville selbst – Haustiere (Hunde) was darauf schließen lässt dass sowohl Intelligenz als auch eine Fähigkeit dazu vorhanden ist, sich zu organisieren. Auch die Tatsache, dass die Infizierten die gegenseitige Nähe suchen wenn sie schlafen – ein Kreis bedeutet Schutz – und das sie unter einander keinen Kannibalismus betreiben ist sozial, ist also eine Gesellschaft, die Neville fehl deutet. Darüber hinaus stellt der Film eindeutig Nevilles Sicht dar, die natürlich nicht unfehlbar ist – also menschlich- bietet dem Zuschauer selbst aber die Möglichkeit, sich in die Gegenseite hineinzuversetzen – was ein Grund ist weswegen ich die Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Strukturen der Infizierten schließen konnte.
    Und darüber hinaus bildet sich DANN die Frage, ob die Infizierten und ihr Verhalten wirklich abartig und krank sind oder ob es Nevilles typische menschliche Eigenschaft ist, die das „anders“ sein nicht akzeptiert. Somit haben wir zwei Gesellschaften, die miteinander in der Konkurrenz stehen und wir sehen, dass evolutionstechnisch Nevilles Seite ganz eindeutig am Verlieren ist. So gesehen könnte man auch von zwei menschlichen Parteien ausgehen, die im Krieg sind und unterschiedliche Waffen benutzen – wir kommen also definitiv auf zwei Gesellschaften und haben somit mehr als einen Beleg für mehr Inhalt als du dem Film zugestehen willst.

    Gut, ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, objektiv zu bleiben wenn man gewisse Erwartungen hat und ich kann deine Einwände sehr gut verstehen, dennoch sollte eine gute Kritik immer nach Belegen für Gutes sowie Schlechtes suchen. Wobei ich natürlich auch wiederum verstehen kann, dass es eine Gegenseite zu der Masse der stumpf begeisterten geben sollte. Nur bin ich der Meinung, dass I Am Legend im Gegensatz zu zum Beispiel Beowulf wenigstens mehr Inhalt bietet, um begeistert zu sein als nur mehr oder weniger gut gemachte CG und es daher schon leichter fallen sollte, diesem Film ernt gemeint etwas Gutes abzugewinnen.

    MFG ;)

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 15:03

    PS: Ich hab übrigens noch mehr interessante Punkte gefunden über die man diskutieren kann, wenn daran Interesse besteht. Da das alles im Gesamtbild nämlich zu lange dauern würde, habe ich mir jetzt nur einen Punkt ausgesucht – und zwar die „Zombies“.

    Bis dann :)

  • Reply Batzman 14. 1. 2008 at 15:35

    @Azurelle

    Danke für den ausführlichen und argumentativen Beitrag :)

    Ich habe bewusst das Wort Zombies verwendet, auch wenn klar ist, daß es sich genau wie bei den Infizierten in den „21 Sonstwas Later“-Filmen nicht um klassische Romero-Zombies handelt und die Buchvorlage eindeutig auf Vampire referenziert, inkl. Knoblauch und dem ganzen Gedöns. Im Film bleiben sie jedoch für mein Empfinden einfach und trotz der von dir richtig angeführten Punkte als Gegenspieler weit, weit unter ihren Möglichkeiten – u.a. auch deswegen um Neville gut aussehen zu lassen. Sie sind den Infizierten Pseudo-Zombies aus „21 Days“ näher als echten Vampiren, die stets als intelligent und artikuliert wahrgenommen werden. Warum zeigt man nicht, daß sie eine echte eigene Kultur haben, daß sie wirklich Intelligent sind? Warum hat man, nachdem man mit Schauspielern in Makeup anfing dann alles nochmal mit Digi-Figuren nachgedreht, die selbst gutwillige Kritiker als extrem mies animiert ansehen?

    Der Film ist nicht so subjektiv auf Nevilles Sichtweise zugeschnitten, daß es den Zuschauern als „verzerrte Wahrnehmung“ bewußt würde, auch wenn man das reininterpretieren könnte, intendiert ist es meiner Überzeugung nach nicht. Wofür auch spricht, daß der Film nach Nevilles Tod weitergeht und auch Situationen zeigt, die er nicht selbst erlebt.

    Warum wurde das Ende im November auf den letzten Drücker nochmal neu gedreht und nervt mit religiöser Erlösermetaphorik und predigt Gottvertrauen, wo doch angeblich das erste gedrehte Ende, sehr dem Original entsprochen haben soll?
    Warum vernachlässigt der Film jede Charakterentwicklung und reduziert Smith auf einen langweiligen WASP (bzw in seinem Falle wohl eher BASP), der weniger Charisma hat als die Figur einer Vorabendsoap? Warum gibt es kein echtes Drama? Warum wird selbst die sexuelel Frustration Nevills, der seit drei Jahren keinen Sex hatte, auf Disneysche Niedlichkeit und das Flirten mit Schaufensterpuppen reduziert? Kurz: Warum ist Neville ein so blaßer undcharismatischer Holzschnitt? Schau dir Dawn of the Dead an, schau dir Quiet Earth an, wie man in Ähnlichen Situationen sehr präzise lebendige Figuren erschaffen hat. Smith bleibt leider nur ein Star in einem Starvehikel, dem man alle Ecken und Kanten genommen hat.

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 17:32

    Da bin ich wieder. Sehr schöne Antwort, wir fangen an, den Film von mehreren Seiten zu beleuchten – was ich gut finde.

    Du erwähntest folgendes:

    „Im Film bleiben sie jedoch für mein Empfinden einfach und trotz der von dir richtig angeführten Punkte als Gegenspieler weit, weit unter ihren Möglichkeiten – u.a. auch deswegen um Neville gut aussehen zu lassen.“

    Nunja, so gesehen könnte man sich auch Fragen, warum die USA in ihren politischen Ausführungen nicht näher auf den Irak eingeht – denn im Gegensatz zu Neville hätte sie durchaus die Möglichkeit gehabt, sich eingehender mit den Menschen dort zu beschäftigen.
    Was ich damit sagen will ist folgendes: Um die Lage von Neville zu verdeutlichen bleibt der Blickwinkel bei ihm. Er muss sich von den Vampiren fernhalten, er muss sich vor ihnen verstecken, er kann sie nicht einfach so erforschen ohne das es fatale Konsequenzen für sein Überleben hätte. Es geht hierbei doch darum, dass er nie genau weiß wo sie sind, wann er beobachtet wird, ob sie ihm diesmal nach Hause gefolgt sind, weswegen er auch jede Nacht ängstlich zitternd in seiner Badewanne, seinem Refugium hockt und zitternd hofft, dass sie ihn nicht wittern.
    Dennoch, da sie ihn jeder Zeit beobachten können, er sie aber nicht, wissen sie logisch betrachtet wohl mehr über ihn als er über sie, wodurch sie indirekt charakterisiert werden.

    Und noch etwas ist interessant: Er weiß zwar nie genau, wo die Vampire sich aufhalten, er findet aber heraus, dass es wohl Nester gibt. Das heißt, dass die Vampire zu festen Schlafplätzen zurückkehren. Diese Eigenschaft hat Neville indirekt über drei Jahre hinweg den Arsch gerettet, denn würden die Vampire keine festen ans Kollektiv gebundenen Schlafplätze aufsuchen, wären sie Neville garantiert mal durch Zufall begegnet oder hätten ihn gesehen sobald sie sich ein Haus in seiner Straße zum Schlafen ausgesucht hätten. Er hatte also unverschämtes Glück.

    „Warum hat man, nachdem man mit Schauspielern in Makeup anfing dann alles nochmal mit Digi-Figuren nachgedreht, die selbst gutwillige Kritiker als extrem mies animiert ansehen?“

    Mir sind Making Of Aufnahmen von Leuten in Strampelanzügen bekannt, was vorraus setzt, dass von Anfang an mit CG gearbeitet wurde, daher weiß ich nicht genau woher du diese Info hast. Vielleicht hat man sich was das Makeup betrifft einfach umentschieden weil es doch nicht so gut umsetzbar war… ich kenne jedenfalls keinen Menschen der einfach so mal eben eine Laterne hochklettern kann und der Gleichen, das kann ein Schauspieler auf diese Art so gesehen also nicht wirklich leisten. Ansonsten fand ich die Rehe gar nicht so schlecht animiert. Bei den Vampiren fragte ich mich allerdings auch ob es nun Absicht ist, dass sie so außerirdisch aussehen.

    „Der Film ist nicht so subjektiv auf Nevilles Sichtweise zugeschnitten, daß es den Zuschauern als “verzerrte Wahrnehmung” bewußt würde, auch wenn man das reininterpretieren könnte, intendiert ist es meiner Überzeugung nach nicht.(…) Warum gibt es kein echtes Drama? Warum wird selbst die sexuelel Frustration Nevills, der seit drei Jahren keinen Sex hatte, auf Disneysche Niedlichkeit und das Flirten mit Schaufensterpuppen reduziert?“

    Nunja Neville repräsentiert die „Menschheit“ und da er der letzte Mensch ist, ist es auch seine Sicht. Diese Sicht konnte auf Anna übertragen werden, weil sie nach seinem Ableben erst einmal der letzte Mensch war.
    Und meiner Meinung nach hat er schon einen seriösen Schaden.
    Hier ein paar Anhaltspunkte:
    – Sein Leben ist streng organisiert, um es noch irgendwie zusammen zu halten
    – Er ist besessen von seiner Forschung und führt darüber Buch so als würde er sie tatsächlich mit jemandem teilen
    – Das Kinderzimmer befindet sich immer noch in exakt dem selben Zustand wie zum Todeszeitpunkt seiner Tochter. -> Tod nicht verarbeitet
    – Seine Hündin ist Familienersatz und gleichberechtigt da sie nicht mal ein Halsband trägt. Er projiziert seine gesamte Fürsorge auf sie (Füttern, Sport, Baden und Pflegen) und redet mit ihr wie mit einem Menschen, da er vereinsamt ist. (Cast Away -> Wilson)
    – Sexuelle Frustration ist sicherlich vorhanden, führt aber zu Resignation da er so frustriert ist, dass er sich nicht mal mehr einen Porno ansehen will sondern sich sehnlichst wünscht, die Frau vor dem Regal sei ein Mensch. („Bitte sag hallo zu mir!“) Das ist eher das Verhalten eines verängstigten Jungen als das eines Mannes, der drei Jahre lang nichts Besseres zu tun hat, als sich auf seine Geilheit zu konzentrieren. Stress lässt den Wunsch nach Sex auch verblassen, und er befindet sich nunmal in einer Extremsituation.
    – Kontaktstörung: Als er endlich einem Menschen aus Fleisch und Blut (sogar einer Frau!) begegnet überfordert ihn das so sehr, dass er erst einmal die Einsamkeit sucht.
    – Verzweiflung: Ist das was dieser Mann verkörpert. Verzweiflung lässt unlogische Reaktionen und Handlungswiesen bei Menschen zu.

    „Warum wurde das Ende im November auf den letzten Drücker nochmal neu gedreht und nervt mit religiöser Erlösermetaphorik und predigt Gottvertrauen, wo doch angeblich das erste gedrehte Ende, sehr dem Original entsprochen haben soll?“

    Weil der Regisseur plötzlich die wahnsinnig tolle Idee hatte, der Forschung die Religion entgegen zu setzen, was ich auch nicht besonders toll finde, da der Film ab dieser Stelle rapide abnimmt – wodurch er dann plötzlich durch einen imaginären Schmetterling in einer Glasscheibe „bekehrt“ wird. Anscheinend wussten sie wohl keine bessere Lösung, um auf ein „Happy End“ hinzuarbeiten. Aber besser als in den meisten Hollywoodfilmen ist es immerhin… ich glaube wenn da ein typisches Happy End von wegen „Forscher lernt auf einmal Frau und Quotenkind kennen, entdeckt dann auch noch ganz zufällig ein Heilmittel, und fährt mit allen in die Überlebensiedlung um neue Familie zu gründen“ sicherlich auf die Leinwand gekotzt.

    Noch was: Ich finde, dass Dawn of the Dead ein ganz hervorragender Zombiefilm ist. Das Problem ist nur, dass es in Dawn of the Dead möglich ist, die Zombies zu „beobachten“. Diese Möglichkeit hat Neville in I Am Legend wie gesagt nicht.

  • Reply ??? 14. 1. 2008 at 18:38

    LOL
    I am Legend ist ein ganz netter Film und verdiehnt auch mindestens 4 Sterne.

    Nun aber zu Dawn of the DEAD
    das is wircklich der erbärmlichste, abwegigste, sinnloseste, hirnloseste, schwulste, billigste und auch von den Schauspielern her der SCHLECHTESTE FIL ALLER ZEITN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Reply DS 14. 1. 2008 at 18:46

    So, dann meld ich mich nach meinem ersten Beitrag hier ein weiteres Mal.

    Mittlerweile hab ich den Film gesehen – und im Gegensatz zu meinem obigen Kommentar muss ich sagen, das der Film mich positiv überrascht hat.

    Eigentlich – fand ich ihn sogar toll. Hätte ich eigentlich nicht erwartet.
    Auch ich habe einige Punkte, die Azurelle so schön aufführt, beobachtet und kann ihm/ihr rundum eigentlich nur zustimmen – auch bezüglich der Kritikpunkte.

    Abgesehen von der Zustimmung zu Azurelle möchte ich eins noch anfügen, was mir im nach dem Kinobesuch folgenden Gespräch mit meinem Bruder klar wurde:

    Ich glaube nicht, dass der Film mir gefallen hätte, wenn er sich mehr an die Vorlage gehalten hätte.

    Ich kenne die Vorlage, und mag sie auch recht gerne. Doch das alles – die vampirgesellschaft, die Hinrichung am Ende et cetera im Kino auf dem Schirm zu sehen… ich bezweifle, dass man das gut hinbekommen hätte. Da war es doch besser, den Weg zu gehen, den sie jetzt eingeschlagen haben.

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 19:12

    Oha danke für das Lob……… aaaber….

    Shit ich wollte das Buch eigentlich noch lesen hättest du da nicht ne Spoilerwarnung reinpacken können DS?
    Jetzt hat mein Leben keinen Sinn mehr! *_*

    (Spaß)

    Azurelle ist übrigens eine Sie. :P

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 19:26

    Mir fällt gerade noch etwas ein was ich oben vergessen habe zu erwähnen.

    Batzman schrieb: „Sie sind den Infizierten Pseudo-Zombies aus “21 Days” näher als echten Vampiren, die stets als intelligent und artikuliert wahrgenommen werden. Warum zeigt man nicht, daß sie eine echte eigene Kultur haben, daß sie wirklich Intelligent sind?“

    Ich denke, dass diese Vampire eher an die klassische Vorstellung vom Nosferatu angelehnt sind, was ein an die Fledermaus angelehntes Geschöpf ist und jeden zum Vampir werden lässt, den es beißt.

  • Reply Batzman 14. 1. 2008 at 19:56

    @Azurella

    Aber warum entscheidet man sich für diese Art der Vampire, wenn man denn der Theorie folgen mag, daß diese Digitalwesen irgendwas mit Vampiren gemein haben (was mir nach wie vor schwerfällt). Warum will man wesen die unrealistisch aussehen, die sich extrem unrealistisch bewegen, die keinerlei echte Persönlichkeit haben und bloß als anonymer kreischender Mob wahrgenommen werden. Selbst der Anführer der Zombies in „Land of the Dead“ hatte mehr Nuacen und Charakter als der Anführer der Infizierten hier. Ich meine, man kann sicher alles erklären und interpretieren, aber für mich bleibt es unter dem Strich einfach die langweiligere und uninspiriertere Lösung. Man hat die Chance ein wirklich spannendes Buch umzusetzen, man hätte es anders modernisieren können und die Vampire durch andere Infizierte ersetzen, die einfach Lichtempfindlich sind, aber dennoch erkennbar intelligent und vor allem interessant. Man könnte einen wirklich guten facettenreichen Hauptcharakter entwickeln, über den wir mehr wissen als das er Militärarzt war und seine Familie geliebt hat und Shrek mochte. Ich würde dem was du zu Smiths Rolle sagst sogar zustimmen, was die leicht neurotischen Züge angeht, aber er wird dadurch trotzdem nicht wirklich lebendig oder interessant. Wie ich im Review schrieb: Mir war es egal ob Neville lebt oder stirbt, weil er keinerlei Attribute aufweist die einen interessanten Charakter ausmachen. Der Hauptdarsteller in „Quiet Earth trägt ebenfalls die Hälfte des Films alleine, es gibt kaum Dialoge zu Anfang und es muß sich viel über Handlungen und Subitilitäten erschließen, aber dort sehen wir einen Menschen, kein Abziehbild, daß aus ein paar Stichworten zusammengebaut wurde. Nichts an Smith überrascht, er spielt seine Rolle so wie man sich eben vorstellt, daß jemand einsam ist. Wie oben schon gesagt, der Film ist so erschreckend feige, uninspiriert und mutlos, weil er an keiner Stelle irgendwas wagt, einen zu überraschen, herauszufordern oder vor den Kopf zu stoßen.

    Zu der Info bezüglich dem Switch von Makeup zu CGI:

    „And Mr. Lawrence’s biggest challenge came a week into the production, when actors portraying victims of the rabieslike virus romped around on camera, but looked too much like romping actors wearing prosthetics. Mr. Lawrence, with the studio’s blessing, decided to enhance the actors with computer-generated effects, adding millions to the movie’s cost and weeks to its postproduction timetable.“
    http://www.nytimes.com/2007/11/04/movies/moviesspecial/04halb.html?pagewanted=2&_r=1&ref=moviesspecial

    Es war also eine bewusste Entscheidung die komischen CGI-Dinger zu nehmen, anstatt die sicher glaubwürdigeren echten Menschen. Schau die den Bewegungsrhythmus der Infizierten an, sie bewegen sich genaus bizarr schwerelos und unwirklich wie die Roboter in I, Robot – Ich hab wirklich überlegt ob sie denen einfach ein paar neue Texturen gegeben haben.

    Deine Theoprie, daß der FIlm ja die menschliche und humane Seite der Wesen zeigen würde steht auch das neue Ende entgegen, das Neville eben nicht ambivalent zurücklässt sondern als Legende und Weltenretter.

    „Janek Sirrs recounts the original ending starting with the standoff, „At that point, Neville’s – and the audience’s – assumptions about the nature of these creatures are shown to be incorrect. We see that they have actually retained some of their humanity. There is a very important moment between the alpha male and Neville.“ David Schaub stated, „Then, when Neville finally turns the alpha female over to the alpha male, there is this little love moment between the two of them.“ The infected then retrieve the captured female and spare Neville’s life. The original final shot follows Neville, Anna, and the boy as they cross the remnants of the George Washington Bridge in hopes of finding other survivors.“

    @DS

    Warum dir der Film nicht gefallen hätte, wenn er etwas mehr Tiefgang gehabt hätte fällt mir schwer nachzuvollziehen. Dieses klebrig-süße „Wir müssen in Gott vertrauen auch wenn er die ganze Menschheit ausgerottet hat“ ist derartig widerlich und politisch derartig konservativ, daß ich wirklich kaum glauben konnte, daß man sich traut sowas abzuliefern.

    @???

    Jau, genau deine präzise hat mir die Augen geöffnet wie schwul „Dawn of the Dead“ eigentlich ist. Würd ich mit Worten so umgehen wie du, müsste ich „I am Legend“ und „Transformers“ wohl als hetigste Filme der Welt bezeichnen. Aber irgendwie bezweifle ich, daß die sexuelle Ausrichtung der Macher etwas mit der lausigen Qualität der Filme zu tun hat.

  • Reply DS 14. 1. 2008 at 20:14

    @ Azurelle: Ach du lieber Himmel, das tut mir jetzt Leid, auch wenn es den Sinn deines Lebens offenbar nicht ganz beseitigt… es war keinesfalls meine Absicht, der werten Dame ein gutes Stück Literatur zu verderben. Ich hätte tatsächlich eine Spoilerwarnung einbauen sollen.

    Natürlich kann ich jetzt dagegen nicht viel unternehmen – außer, wenn die Dame so freundlich wäre, mir ihre Anschrift zu verraten, ihr einen angemessenen Entschuldigungsstrauß zu schicken. Es wäre mir eine Ehre. ;)

    @ Batzman: Da hast du nun etwas in meine Worte hineininterpretiert, was gar nicht hineingehört. Das, was du als „klebrig-süß“ bezeichnet hast, fand ich natürlich ebenso wie du fürchterlich – das hab ich übrigens u.A. auch gemeint, als ich Azurelle auch hinsichtlich der Kritikpunkte zugestimmt habe. Tiefgang ist immer gut, wenn es gut funktioniert. Allein versuchter Tiefgang finde ich dagegen katastrophal. Ich hoffe, das war nun klarer.

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 21:04

    Batzman:
    „Es war also eine bewusste Entscheidung die komischen CGI-Dinger zu nehmen, anstatt die sicher glaubwürdigeren echten Menschen. Schau die den Bewegungsrhythmus der Infizierten an, sie bewegen sich genaus bizarr schwerelos und unwirklich wie die Roboter in I, Robot – Ich hab wirklich überlegt ob sie denen einfach ein paar neue Texturen gegeben haben.“
    Ich glaube da bist du nicht ganz korrekt darüber informiert wie CG funktioniert. Die Schauspieler trugen das was ich immer liebevoll Strampelanzüge nenne. Das sind mit Sensoren ausgestattete Anzüge, die jede Bewegung exakt auf den Computer übertragen. D.h. du siehst echte Bewegungen, die dir aber unrealistisch erscheinen weil es technisch noch nicht möglich ist, einen Menschen zu kreieren und sich bewegen zu lassen, der 100% echt aussieht.
    „Man könnte einen wirklich guten facettenreichen Hauptcharakter entwickeln, über den wir mehr wissen als das er Militärarzt war und seine Familie geliebt hat und Shrek mochte. Ich würde dem was du zu Smiths Rolle sagst sogar zustimmen, was die leicht neurotischen Züge angeht, aber er wird dadurch trotzdem nicht wirklich lebendig oder interessant.“
    Derartiges wird dir wie gesagt dadurch vermittelt wie er mit seiner Umgebung umgeht. Das ist ein seltener Erzählstil da er die Figuren, und zwar alle, indirekt charakterisiert. Wie ich bereits sagte gibt es hier keine Hauptfigur die kluge Reden schwingt oder durch irgendeinen Zufall immer das richtige rausfindet wenn es gerade gebraucht wird. Ich glaube auch nicht, dass ich da notgedrungen etwas hinein interpretiere nur weil ich dir nicht zustimmen will, oder dass du absichtlich etwas hineininterpretierst weil du es nicht sehen willst. Es ist dir vielleicht lediglich nicht aufgefallen weil du abgelenkt warst. Ich war vielleicht auch durch das Making Of vorgewarnt in dem noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass vieles durch die Handlungsweisen und die Umgebung erzählt wird. Z.B. dadurch wie ein Mensch wohnt. Bestes Beispiel dafür ist wenn Neville in die verlassene Wohnung eindringt um Sachen zu finden die ihm noch irgendwie nützlich sein könnten. Es wird kein Wort gesagt, trotzdem kannst du der Umgebung verdammt viel zur Geschichte der Familie entnehmen was über das „hier hat mal eine Familie gewohnt“ hinausgeht. Und ich meine da nicht nur die Punkte mit der Familie und deren Krankheit selbst, die immer wieder angespielt werden, sondern auch andere Hinweise wie all die verstreuten Zeitungsartikel und der Gleichen. Diese Informationen wurden dir nicht aufgebunden, da musstest du schon hingucken und aufpassen, damit du die Headlines schnell genug lesen konntest.
    Und mal eine andere Frage, wie willst du es z.B. spannender gestalten dass ein Mensch z.B. immer wieder jagen geht und versagt? Ich fand es sehr gut und auch logisch dargestellt. Ich fand es auch spannend, dass sogar die Löwen ihm keine Angst mehr einjagen konnten, da das andere was in den Schatten lauerte viel furchterregender war als alle Löwen zusammen – und wieder eine Charaktereigenschaft. So viele Züge habe ich bei Beowulf nicht gefunden. (:D)
    Das zweite Zitat zum ersten Ende finde ich gut, da hatte ich also recht mit dem Alphaweibchen. ;) Nichts desto trotz, wäre das eine gute Lösung gewesen ihnen das Alphaweibchen zu übergeben. Es wäre sogar logisch und das gewesen, was ich auch getan hätte, und es hätte eindeutig das was ich gesagt habe untermauert, nämlich, dass sie Neville nur derartig gejagd haben, weil sie das Alphaweibchen wieder haben wollten und nicht weil sie dumme aggressive Zombies sind.
    Mir fällt nur ein, dass eine der Gilden vielleicht Druck gemacht hat und das Ende geändert haben wollte, weil sie den Film sonst nicht durchgebracht hätten. So etwas kommt in Hollywood leider recht oft vor – weswegen wir auch so gerne sagen, dass es typische Hollywoodfilme mit typischen Hollywoodenden gibt. Riesenunternehmen eben, dass es nicht duldet, wenn man zu sehr aus der Reihe tanzt. Echt schade.
    @DS: DU könntest mir ja das Buch zu I Am Legend schicken :P
    @??? Eine schlechter untermauerte Begründung warum etwas scheiße sein soll hab ich ja noch nie gehört. Transformers an die Macht! :D

  • Reply Batzman 14. 1. 2008 at 21:58

    @Azurelle

    Naja klar weiß ich wie Mocap funktioniert, aber darum geht es ja in dem Zitat nicht. Dort ist von Schauspielern mit Prothetischem Makeup die Rede, die der Regisseur dann nicht wollte, weil sie ihm zu sehr wie Menschen aussahen. Erst danach hat man sich entscheiden die Infizierten völlig aus dem Rechner zu generieren, bzw. in einigen Fällen Mocap-Technologie zu Verwenden, das sind die Ausschnitte die du im Making of gesehen, mit dem „Strampelanzügen“. Sind aber zwei paar Schuhe – und ich glaube besonders viel haben sie aus den Mocap-Sessions nicht verwendet, denn die Figuren bewegen sich extrem schlecht. Die sind entweder per Keyframe handanimiert oder man hat für die Massenszenen ein paar standardbewegungen gecaptured, die dann leicht variiert auf die massen von Viechern angewendet wurden. Auf jeden Fall bleibt das sie schlecht aussehen und keinen Bezug zu ihrer Umwelt haben. Ich glaube das sie wesentlich unheimlicher und gleichzeitig menschlicher geworden wären, wenn man bei Schauspielern im Kostüm geblieben wäre. Es gibt auch wirklich keinen logischen GRund warum die Viecher sich in CGI-Flummis verwandeln sollten durch einen Virus – das ist noch unglaubwürdiger als die ursprüngliche Vampiridee.

    Zum Erzählstil, ich sehe durchaus, das über Setdesign und einige andere Momente versucht wird ein Bild von Neville zu zeichnen, aber es funktioniert eben nicht. Er bleibt langweilig, was zum Teil am Buch liegt, zum anderen eben an Smith schauspielerischer Beschränktheit. Er schafft es einfach nicht vergessen zu lassen, daß er nicht Will Smith Superstar ist. Auf das was im Making Of gesagt wird, würde ich zudem eh nicht soviel geben, grade bei den making ofs die direkt zum filmstart rauskommen ist viel marketing-geblubber und viel viel eigenlob bei, bei dem man sich gern und oft versichert wie subtil und tiefgründig man doch sei. ich meide diese dinger wie pest und bevorzuge wenn ich den film gesehen habe udn seien wirkung unabhängig solcher werbesuggestionen einschätzen kann dann echte making ofs, die nach dem film entstanden sind und nicht in erster linie dem verkauf dienen.

    wenn ich wirklich überlege was der film aussagt, warum er zwei stunden meine zeit verschwendet, dann bleibt einfach nichts über das diesen aufwand wert ist. smith bleibt ein austauschbarer all american-charakter, dessen paar schwächen und die andeutungen von neurosen eher wie modische accessoirs wirken die man ihm aus designergründen auf den leib geschneidert hat. die aussage der romanvorlage wird ziemlich pervertiert und das schlimmste von allen ist: Der Film ist langweilig. Okay er mag für ein Mainstreampublikum gemacht sein, dessen Thrillgrenze irgendwo zwischen Schweigen der Lämmer und Cobra 11 liegt, aber dennoch, es gibt keine existenzielle bedrohung, keine wirklichen überraschungen…

    Lesenswert auch:
    http://www.comingsoon.net/news/reviewsnews.php?id=40148
    http://www.orlandoweekly.com/film/review.asp?rid=13417
    http://www.kpbs.org/blogs/movies/2007/12/14/i-am-legend/

  • Reply DS 14. 1. 2008 at 21:59

    Nun – das hört sich sicher nach einer guten Alternative an. ;)

    E-Mailadresse gefällig, damit wir das mit der Anschrift diskret regeln können?

  • Reply Azurelle 14. 1. 2008 at 23:21

    Batzman:
    OK klasse wir wissen offensichtlich beide, wie Motion Capturing funktioniert, war wohl ein Missverständnis. Mir kam es so vor als hätten sie die meisten Bewegungen nicht „Blind“ also nicht ohne die Hilfe ihrer „Strampler“ animiert. Es waren einfach die Figuren, die nicht richtig integriert waren, die das dann wieder rausgehauen haben.
    Hm, ohja, man denke da mal an Silent Hill. Dort finden wir ja echte gemakeuppte Menschen, die mit Hilfe von CG noch ein wenig aufgepeppt wurden. Das fand ich sehr überzeugend – und der Film wäre für die Macher von I Am Legend sicherlich eine gute Referenz gewesen.

    Und das Will Smith langweilig ist, ist fürchte ich eine sehr große Ansichtssache. Er ist nicht Johnny Depp, das ist klar, aber ich denke schon, dass Sympathie teilweise auch eine sehr große Rolle dabei spielen kann wie ein Schauspieler wahrgenommen wird.
    Tom Cruise war in der Rolle des Bösen in Collateral z.B. große Spitze, ich werde den bitteren Beigeschmack aber nicht los wenn ich ihn sehe weil ich weiß, was er für ein Mensch ist. Das könnte mein Urteil beeinflussen, egal, wie gut er spielt, obwohl ich finde, dass das getrennt gehört.

    Zum Making Of: Ich denke schon, dass ich in der Lage bin zu erkennen, ob stumpfes Marketing betrieben wird. Ich fand die Making Ofs von vor 10 Jahren auch noch besser weil man damals mehr davon gesehn hat, wie ein Film gemacht wurde. Heute sind sie zu 90% „Und wir lieben den Regisseur und die Schauspieler sind auch alle toll“ bla, aber die 10 % an nützlichen Informationen kann ich mir da dennoch selbstständig rausfiltern, keine Sorge. ;)
    Ach ja danke für die Links. Ich denke mir gefällt die Kritik am meisten die sowohl für als auch gegen den Film spricht, aus dem Grund weil eine gute Kritik/ ein guter Artikel weitgehend auf persönliche Meinung verzichten und sowohl für- als auch Gegenargumente berücksichtigen sollte.

    Anders würde ich das allerdings sehen, wenn du ein Essay schreibst. Das habe ich bei „I AM BEOWULF! Aus einer „Gegenbewegung“ heraus getan weil mich das ewige Effekte hier Effekte da Gefasel endlos generft hat (Ein Film besteht ja wohl aus mehr, auch wenn es ein 3DFilm ist)– schade übrigens, dass du auf meinen Beowulf Vergleich nicht eingegangen bist. Ich finde nämlich, dass Beowulf meine Zeit verschwendet hat, weil ich ihn inhaltlich ungefähr so hol fand wie du I Am Legend… mit dem Unterschied, dass ich bei Beowulf keine ernst gemeinten Verweise auf storytechnischen Inhalt finden konnte, egal wie sehr ich danach gesucht habe.

    Und dann noch etwas zu deinem pervertiert und Mainstreamzitat: Ich finde mich nicht Mainstream, ich finde nur, dass man die Dinge von allen Seiten betrachten sollte, selbst wenn es einem aufgrund persönlicher Einstellungen schwer fallen sollte.

    DS: Meine Email ist im Kontaktformular meiner Homepage angegeben. http://glowing-eyes.de/azurelle/press/?cat=11

  • Reply Batzman 15. 1. 2008 at 0:25

    @Azurelle

    „Ich denke mir gefällt die Kritik am meisten die sowohl für als auch gegen den Film spricht, aus dem Grund weil eine gute Kritik/ ein guter Artikel weitgehend auf persönliche Meinung verzichten und sowohl für- als auch Gegenargumente berücksichtigen sollte.“

    Ich fürchte da haben wir Grundverschiedene Auffassungen von Kritik. Eine Kritik ist immer subjektiv. Sie muß subjektiv sein, wenn sie etwas taugen soll. Klar man muß es nicht auf die Spitze treiben wie Harry Knowles, der einem seinen ganz langweiligen Tag erzählt, ehe er mal auf den Film zu sprechen kommt, aber dennoch sind alle Kritiker die ich schätze leute die ihre Meinung darlegen und das möglichst pointiert und gut geschrieben und mit einem erkennbaren Filmwissen und Verständnis. Das ist glaubeich das Problem, das viele glauben eine Kritik würde als als Allgemeingültiges Urteil für einen Film dargestellt werden, während sie immer nur die persönliche Meinung des jeweiligen Kritikers ist. Es kann keine objektive Kritik geben. Wichtig ist nur ob die Argumente nachvollziehbar sind und ob es überhaupt Argumente gibt. Solange ein Kritiker benennt was er aus welchem Grund nicht mochte (oder eben doch mochte) kann ich mit Kritiken sehr gut leben. Ich muß sie nicht teilen, aber ich verstehe daß sich jemand mit dem Film auseinandersetzt, auch wenn er das engagiert und pointiert überspitzt tut. Wohlausgewogene „sowohlalsauch“-Kritiken sind letztlich eher langweilig, denn es geht darum den Gesamteindruck den ein Film hinterlässt zu bewerten. Ich erwähne auch, daß ich die Schüsse des entvölkerten NEw Yorks ganz gut gemacht finde, aber ds nützt alles nichts, wenn mich der Film ansonsten aus den genannten Gründen langweilt. Ich habe großen Spaß daran mir zu einem Film unterschiedlichste Kritiken durchzuelesen, positive wie negative um für mich zu erkennen, welche Argumente mich überzeugen und welche nicht.

    Zu Beowulf habe ich bewusst nichts gesagt, weil ich den Film auch für indiskutabel empfinde. Der ganze Look des Films ist grauenhaft und sieht aus wie der überlange Trailer eines XBox-Games und dieser ironiefreie Heldenpathos geht mir nur auf den Sack. Insofern bin ich da auf einer Linie mit dir und würde nen Teufel tun den Scheiß zu verteidigen :)

    Mainstream muß auch nicht per se schlecht sein. Es ist eher das zu bewusste Schielen nach Zielgruppen und bedienen von Erwartungen. Bei I am Legend hatte ich die ganze Zeit das Gefühl er ist von der Marketingabteilung zusammengebastelt worden. Wir brauchen einen Star. Okay wir nehmen einen, den alle mögen. Tom Hanks? Nee mögen auch alle, ist aber zu alt und kein Actiontyp. Am besten einen der auch die hautfarbliche herausgeforderten anspricht? Okay, nehmen wir Smith, den mag jeder. Der ist schwarz, ist aber stockonservativ und benimmt sich wie ein weißer Yuppie, hat eine Vergangenheit als Schmuserapper und hat Erfahrung in Effektfilmen. Dann nehmen wir einen Videoclip-Regisseur, der bisher am besten Popstars wie Britney Spears in Szene gesetzt hat und sich mit Digieffekten auskennt. Bloß niemand, der zu intellektuell an die Sache rangeht. Das Drehbuch wird von erfahrenen „Style over Inhalt“-Schreiberlingen beigesteuert, die vorher so „Perlen“ wie „The Cell“, „Poseidon“ und „mindhunters“ verbrochen hat. Dann wird festgelegt, daß der Film höchstens eine PG13-Einstufung bekommen darf, damit man sich die wichtige Kinderzielgruppe nicht vergrault. Deswegen werden Schockmomente extrem milde gestaltet, es gibt kein Blut, kein „Fuck“, keine verstörendes Benehmen, kein Sex und den Vampiren zieht man mal gleich die Zähne. Dann merkt noch ein PR-Mann an, daß das Ende ja viel zu negativ sei und die christliche Rechte eine nicht zu verachtende Zielgruppe sei und man doch gerne ein Happy End hätte, deswegen wird das was von der Vorlage bis zu dem Zeitpunkt noch nicht zuschanden geritten war auch noch geopfert und durch eine gottesfürchtige Predigerbotschaft ersetzt an deren Ende das amerikanische konservative Ideal, der kleinstadt mit picket fences und kindern mit rosigen bäckchen den film beschließen darf. Bloß kein Risiko eingehen, bloß niemanden verstören oder ernsthaft zum Nachdenken bringen.

    Die Rechnung geht ja auch wunderbar auf…

  • Reply Azurelle 15. 1. 2008 at 2:34

    Batzman:

    „Ich fürchte da haben wir Grundverschiedene Auffassungen von Kritik. Eine Kritik ist immer subjektiv. Sie muß subjektiv sein, wenn sie etwas taugen soll.“
    Naja, ich bin auch sehr gerne subjektiv und habe großen Spaß daran zu schreiben, wie überaus stumpfsinnig ich „I am Beowulf!“ fand nur ist das für mich dann eher ein Essay bzw. eine Kolumne. In einer Kritik möchte ich fair sein, da ich sonst die Befürchtung hätte, mich durch Einseitigkeit auf das Niveau der pünktlich zum Film erscheinenden Marketing Making Ofs zu begeben, die prinzipiell nur einseitig schildern, wie toll der Film ist. Auch wenn ich eine Art „Gegenbewegung“ bilden will, die den Leuten aufzeigt, dass sie mal wieder auf einen Marketinggag hereingefallen sind, ist das für mich nicht unbedingt eine Kritik, weil ich dann schon wieder unfair den Leuten gegenüber bin, die trotz des enormen Marketing Drucks noch versuchen, die Grenzen auszuweiten, und etwas eher Hollywood untypisches zu machen.

    Welche Wahl hat ein Regisseur heute noch? Wenn er auf die Hollywoodplatform verzichtet ist er zwar in der Lage etwas „Besonderes“ zu machen, er kommt aber unter Umständen nicht mal ins Kino, weil ein großer Prozentsatz aller freien Plätze von Hollywood belegt wird. Es ist von daher wirklich einfach, sehr einfach so zu sagen „der Film ist schlecht, Regisseur doof weil Britney und Musikvideos, Schauspieler doof weil Quotenschwarzer Scientologe, Drehbuch doof weil Hollywoodeinheitsbrei“.

    Aber es ist schwer zu sagen „Warum ist das so?“ habe ich wirklich ein Interesse daran herauszufinden, warum so viel Einheitsbrei produziert wird? Wäre es daher nicht auch fair und ebenso mehr beachtenswert herauszuheben, dass Hollywood zwar mal wieder etwas recht typisches aber dennoch wenigstens etwas weiter gewagtes produziert hat als sonst? Wäre es nicht gut, sie darin zu ermutigen, sich weiter aus der Marketingsteifheit herauszuwagen? Ich sage ja, ja – und unbedingt traut euch da raus! Für euer Verhältnis ist das ein riesen Schritt, bitte zeigt uns, dass ihr mehr und vor allen Dingen anders als Beowulf und Transformers sein könnt!

    In der Spieleindustrie erleben wir ja auch nichts anderes. EA kauft gnadenlos alles auf und verhindert durch seinen Einheitsbrei jegliche Konkurrenz. Die Firmenriesen machen diese Gesellschaft steif und töten die Kunst durch geldgierigen Kontrollwahn. Am Potsdamer Platz sehe ich jeden Tag Will Smith und seinen Hund auf einem Wolkenkratzer kleben. Ein schönes Ziel für ein Flugzeug…? Oder wohl eher eine Sternschnuppe ich meine WO waren die Sternschnuppe und das leuchtende Mädchen als der Sternwanderer herauskam? Ja sicherlich nicht auf dem Wolkenkratzer! Ich habe ihn im hinterletzten Kino gesehn, den Sternwanderer, und es war in der ersten Woche. Wieso muss es sein, dass so ein toller Film es fast nicht in die Kinos schafft? Da bin ich mal subjektiv und sage Geldgier und dementsprechender Kontrollwahn. Und dann bin ich froh, dass sie es wenigstens geschafft haben, mit I Am Legend etwas durchzubringen, das wenigstens etwas aus der Reihe tanzt. Schade um das alte Ende übrigens, mir ist da vollkommen klar, dass mindestens eine der in Hollywood ansässigen Filmgilden da Druck gemacht haben muss, damit das passiert. Aber wenigstens haben sie den anderen kleinen Funken zur „Hollywoodrebellion“ beibehalten. Und die Menschen zeigen nun, dass sie auch für mehr bereit sind. Das ist ein Fortschritt und der verdient es anerkannt zu werden, denn wenn nicht darfst du dir bald Beowulf 3 und Transformers 65 (die Kinderserie zu Trasnformers schafft es übrigens, noch inhaltsloser zu sein als Pokemon…. Ja das soll’s geben!) im Kino antun und Michael Bay jagt morgen dann auch noch den Mars in die Luft damit’s mal etwas Abwechslung gibt…

  • Reply Batzman 15. 1. 2008 at 2:51

    Wie gesagt ich hab gar nichts gegen Mainstream, nur etwas gegen seelenlose Filme. Ich find nicht, daß „I am Legend“ irgendetwas wagt oder auch nur einen Hauch untypisch wäre. Der Film spielt auf Nummer sicher, wie ich oben schon ausgeführt habe, weswegen er mich so langweilte, weil er letztlich keine Aussagen macht dir in irgendeiner weise originell wären. Da war selbst Matrix mit seiner Küchenphilosophie noch gewagter und den fand ich schon flach. Klar Michael Bay ist noch schlimmer, aber selbst der schlechteste Pirates of the Caribean-Teil ist besser, als I am Legend, weil sie verschiedenen Dinge ausprobieren und auch Dinge wagen, mit denen sie nicht auf Nummer sicher gehen. Nicht umsonst sind Teil 2 und 3 von Potc sehr gemischt aufgenommen wurden und es gibt genug Leute die die unterschiedlichen Stile der Filme sehr leidenschaftlich hassen. Children of Men oder V for Vendetta sind Mainstreamfilme die etwas ungewöhnliches wagen, die andere Wege gehen ohne zu Arthaus zu werden, aber „I am legend“ ist wie oben beschrieben nichts wofür ich ein Studio ermutigen möchte…

  • Reply Carsten 15. 1. 2008 at 11:18

    Ich habe nicht vor, mich in eure Diskussion einzumischen… aber ich hab den Film gestern gesehen und fand ihn auch ziemlich langweilig. „Auf Nummer sicher“ gehen trifft es ziemlich gut, da stimme ich Batzmann zu. Ich würde nicht sagen dass es verschwendete Zeit war, dass ich mir diesen Film angesehen hab, aber wenn ich die Wahl hätte zwischen Transformers und I am Legend würd ich mir Transformers nochmal ansehen.
    Will Smith spielt sich selbst, keine Frage. Gleicher Charakter wie z.B. in „Independence Day“ oder „I, Robot“. Austauschbar.

    Und die schlechten CGI’s sind sicherlich nur deshalb so schlecht, damit man sie 1:1 in die XB360/PS3-Umsetzung übernehmen kann ;)

  • Reply Azurelle 15. 1. 2008 at 20:30

    Batzman,

    über Microsoft beschwert sich auch jeder, und trotzdem wird weiterhin Windows produziert – von dem eins schlechter ist als das andere, aber es dominiert dennoch den Martk.

    Hollywood ist wie Windows oder meinetwegen wie unsere Regierung, über die auch jeder meckert.
    Dass du meckerst ist ein Anstoß, aber es reicht meiner Meinung nach nicht um da wirklich was zu verändern. Man muss die LEute auchd arauf aufmerksam machen warum so produziert wird, wer aufgeklärter ist ist mündiger und kann sich besser wehren und darauf basierend auch mehr erreichen.

    Vendetta, mein Lieblingsfilm aus dem Jahre 2007 war so jenseits Hollywoods, dass nicht mal die deutsche Synchro anständig war. Hevorragender Ansatz, ungleich Hollywood aus eben gerade benannten Punkten und drehbuchtechnich verfasst von den selben Leuten, denen du deine Küchenphilosophie zu verdanken hast… aber egal V’s Gesicht auf einem Wolkenkratzer wäre mal eine tolle Sache gewesenn wird aber so wie es zur Zeit um den Konzenr Hollywood aussieht nie möglich sein. ;)

  • Reply Andreas Busse 16. 1. 2008 at 2:37

    I Robot-Zombie vergleich absolut richtig…Will Smith schauspielerische leistung:Indipendence Day,Staatsfeind Nr 1.,I Robot usw. Tragisch, Familiär,Held… alles gleich!!!!!!

  • Reply Carsten 17. 1. 2008 at 12:20

    Öhm… grad auf kino.de gefunden:

    „Auch bei seinem neuesten Film beweist Smith, dass er einen guten Riecher für große Erfolge hat: „I Am Legend“ sorgt für klingelnde Kassen. In dem SciFi-Thriller spielt Will einem Gegenmittel. Inzwischen ist sogar schon eine Fortsetzung geplant.“

    Dazu sag ich jetzt mal nix…

  • Reply Carsten 17. 1. 2008 at 12:21

    Irgendwie hat der meine Kürzung verschluckt… auf jeden Fall hab ich zwischen „Will“ und „einem Gegenmittel“ geschnitten….

  • Reply :syreltology:de: - new world order » Blog Archive » I Am Legend 17. 1. 2008 at 14:55

    […] [offizielle Filmseite] [Wikipedia Eintrag zum Film] [IMDB Eintrag zum Film] [Zerreissende Kritik bei den 5 Filmfreunden] […]

  • Reply Andreas Busse 17. 1. 2008 at 21:02

    Hab das ende auf Youtube.de gesehen die letzten 10 Minuten… vom Film reicht mehr muss man nicht sehen…

  • Reply Andreas Busse 17. 1. 2008 at 21:05

    Habe heute Geburtstag!!! Toll wa?

  • Reply Andreas Busse 17. 1. 2008 at 21:07

    wie endet eigentlich 28 Weeks later…???

  • Reply Firebrand 18. 1. 2008 at 0:46

    Anscheinend ist ein Großteil von euch nicht intelligent genug so einen Film zu verstehen…
    Wenn man zwanghaft nach Fehlern im Film sucht oder die „Specialeffekte“ kritisiert…
    Dann hat man diesen Film zu 100% nicht verstanden.

    Es eine menschliche Studie, ein realistischer Zukunftsausblick, ein Charakterdrama und ebenso ein sehr bewegender Film.
    Basta.

  • Reply Batzman 18. 1. 2008 at 0:55

    *gnihihi*

    Genau und Matrix war superphilosophisch und Gattaca ein ganz tiefschürfenderfilm zur Gentechnik-Debatte.

    Und Will Smith ist ein nuancierter Schauspieler.

    Und den Weihnachtsmann, den gibts wirklich.

    Gott sei dank gibts Leute die intelligent genug sind all das zu verstehen. ;)

  • Reply Renington Steele 18. 1. 2008 at 16:18

    Und er hat heute Geburtstag! Hey! Whoooohoooo!

    Oh Mann.

  • Reply Adel A. - Ein Leben zwischen Hello Kitty und Waschbetonplatten » Zeitklau 18. 1. 2008 at 23:40

    […] gehen. … irgendwas anderes machen. … ins Kino gehen, was sich trotz Willy Schmidt nicht lohnt. … auf Dairy of the Dead warten. … so viel lecker Pizza von Marci essen wie ich kann. […]

  • Reply I am legend « Links & Thoughts & Stuff 20. 1. 2008 at 0:44

    […] Vertrauens (mit gefühlter 200m Schlange) genießen durfte und vorher bei den Fünf Filmfreunden diesen Verriss gelesen hatte, bleibt mir nur zu sagen: Die stinken! Jawohl – ich sage es noch einmal: Die fünf […]

  • Reply Maddin 20. 1. 2008 at 19:34

    Bis auf die merkwürdig animierten Mutanten war der Film klasse!

  • Reply Frank 24. 1. 2008 at 19:36

    Na ja, das Will Smith Bashing verstehe ich nicht so ganz. Es gibt schlechtere Schauspieler. Will Smith trägt den Film am Anfang recht gut, mit Hilfe des Hundes, klar. Ohne den Hund hätte es nicht geklappt, darum ist auch die Luft raus in dem Moment, wo der Hund stirbt, okay, dann kommt noch die Schaufensterpuppenszene (weil er nun endgültig allein ist), und dann eine Art Selbstmordversuch(sherausforderung?), so interpretiere ich diese absolute Unvorsichtigkeit Nevilles, mit dem Auto einfach so an den hafen zu fahren…
    Na, egal. Da war dann bei mir die Luft raus, danach plätschert der Film so vor sich hin und verliert mein Interesse schnell. Weil dann das Übliche durchgezogen wird, schade.
    Aber noch einmal: die erste Hälfte des Films finde ich recht gut gelungen und gar nicht mal lieblos, wie es hier behauptet wird. Die Szenen leben einfach von der Atmo, auf die man sich einläßt oder eben nicht. Wenn nicht, isses langweilig, verstehe ich. Aber an Will Smith liegts nicht, meine ich, er hat im Rahmen seiner Fähigkeiten agiert und es gut hinbekommen. Was soll ein Mensch wie der, den er zu verkörpern hat, auch groß an Emotionalität hinlegen? Noch dazu, wo er der einzige weit und breit ist? noch dazu, wo er sich schon irgendwie dran gewöhnt hat? ich finde es eher folgerichtig, daß er wenig Emotionen zeigt und nur hier und da mal ein bißchen was hochköchelt, macht für mich den Charakter (der nun andererseits auch nicht gerade der voll ausgebaute Charakter ist) glaubwürdiger. Also, Will Smith macht einen recht guten Job, der Film selbst kackt voll ab nach dem Tod des Hundes, über die schlechten Special Effects brauchen wir nicht zu reden.

  • Reply bopprd.de 25. 1. 2008 at 9:13

    I am Legend…

    […]Die Zombies, denen man in jeder Sekunde ihre Computerherkunft ansieht wirken wie aus einem 2002er Resident Evil-Spiel übergeblieben und bleiben genauso farblos wie der Hauptdarsteller. Sie grunzen, schreien und hüpfen in Höllentempo umher, wie …

  • Reply Gedankenstücke 26. 1. 2008 at 17:14

    Bücherecke…

    Den Film "I Am Legend" hätte ich ja in der Luft zerrissen, hätten die Fünf Filmfreunde das nicht schon getan. Aber dank manitu, die mir das Buch von Matheson zum Geburtstag geschenkt haben kann, ich mich nun davon überzeugen, dass das Buc…

  • Reply Taiko 29. 1. 2008 at 22:21

    3,5-4 Sterne, denke ich, wären berechtigt gewesen. Ich war doch sehr gefangen und mitgenommen von der Atmosphäre und den Bildern. Die Story empfand ich auch als schöne Abwechslung.
    Im Großen und Ganzen finde ich den Film gelungen und Will Smith ist und bleibt für mich einer der besten Schauspieler, der besonders in einem (meiner Meinung nach) so schwierig zu spielenden Szenario, doch großes schauspielerisches Talent zeigt.

    mfg

  • Reply stb247 30. 1. 2008 at 17:06

    Haha, eine der schönsten „Diskussionen“ zu einem Film, wie lange nicht mehr.

    Kann Azurelle nur zustimmen: Stardust (Der Sternwanderer) war ein fantastischer Film und hätte besseres Marketing wahrlich verdient.

    Ich fand I Am Legend gar nicht so schlecht, bis mir aufging, dass das Alpha-Zombie-Männchen die Falle kopiert hat (nach einmaligem zugucken von Smith). Sorry, aber diese Intelligenz werde ich einem Zombie nicht zugestehen – auch keinem Vampir, selbst wenn ich mich dazu hinreissen lassen würde, dass die Viecher tatsächlich Vampire sein sollen. Sie werden als grunzender Mob dargestellt und erwecken nicht den Eindruck zu folgenden Gedanken:

    ‚Boa, ne Falle. Der hat mir doch tatsächlich mein Mädchen geklaut!! Wie hat er das nur hingekriegt? Okay, also ich such mir mal ein Seil. Dann bastle ich ne Schlaufe mit meinen grobmotorischen Fähigkeiten. Jetzt rennt mein Kumpel die Laterne hoch und macht das Ding dran fest. So und jetzt noch n Köder… wie wär’s denn mit der Puppe, die der Menschentyp ständig anquatscht. Hab ihn ja jeden Tag dabei beobachtet, nich wahr. Und dann lass ich meine Hunde auf ihn los. Ja, er soll leiden, so wie ich am Verlust meiner Liebsten leiden muss. Nee, die werden ihn schon nicht zerfleischen und mir nichts übrig lassen. Is ja nich so als hätte ich seit Monaten kein Frischfleisch mehr gesehen und würde den Typen lieber selber fressen. Nee, lass ma erst die Hunde ran. Und dann, wenn er nur so’n ganz klein bißchen angebissen ist, dann führt der mich doch bestimmt zu meiner Ollen. Die hat er sicher nicht in der Sonne brutzeln lassen. Der hat se ja in ner Decke gefangen, da hat se ja noch „gelebt“. Hab ich ja gesehen. Der is doch bestimmt irgend so’n Wissenschaftler und experimentiert an ihr rum. Ich meine, wer würde das nich? Sie is n heisses Teil, abgesehen davon, dass sie blöd genug ist, sich von ner kleinen Pfütze Blut anlocken zu lassen. Wer braucht schon ne intelligente Partnerin, wenn er so’ne glatzköpfige sexy Maus mit Atembeschwerden kriegen kann. Also ich nich. Nee, ich fang mir jetzt erstma nen schönen frischen AfroAmerikaner. Yeah!‘

    Ehrlich, ich seh’s nich.
    Ich seh nur schlecht gemachte CGI-Zombies. Vielleicht muss ich beim nächsten Mal besser hinschaun…

  • Reply darklordofpeel 30. 1. 2008 at 17:30

    @ stb

    gnihihihi, sehr schöne Formulierung.

  • Reply FrankdeLux 2. 2. 2008 at 11:54

    Bitte bitte lasst Azurelle hier Kritiken schreiben – ich habe den Film zwar auch nicht gemocht, aber sie hat mich ein bisschen damit versöhnt. Sie schreibt gut und arbeitet so sauber – und ja: Kritiken müssen objektiv sein, mit Belegen arbeiten und „wasserdicht“ sein, damit man sie ernst nehmen kann.

  • Reply Batzman 2. 2. 2008 at 13:23

    Ich möchte wirklich wissen, wo dieses sehr deutsche Verständnis herkommt, daß Kritiken objektiv sein müssen. Ich schlage mal vor einen Blick in die Angelsächsiche Presse und auf deren profilierte Kritiker zu werfen um zu kapieren, was eine gute Kritik ausmacht: Das jemand für seine Meinung argumentieren kann. Ich schätze Azurelles Beiträge sehr, denn sie macht sich als eine der wenigen Leser(innen) hier wirklich die mühe zu argumentieren und zu analysieren. Das ich dabei nicht alle ihre Schlussfolgerungen teile und den Film dennoch anders bewerte ist davon unbenommen. Dennoch eine Kritik gibt meine ausführlich belegte Meinung zu dem Film wieder. Mit „wasserdicht“ kommst du glaube ich nicht wirklich weiter. Meine Argumente sind nicht weniger „wasserdicht“ als Azurelles – und wenn mich Smiths darstellerische Leistung nicht überzeugt, wird es wenig „wasserdichte“ Beweise geben, die das Gegenteil belegen können. Es gibt auch Leute die halten Adam Sandler für einen Schauspieler oder gar für witzig und auch davon wird mich kein Argument überzeugen können.

  • Reply Sven 3. 2. 2008 at 18:01

    @Batzman und Azurelle:

    So eine schöne Diskussion auf hohem Niveau hab ich selten im Internet gelesen- Danke euch beiden dafür.

    Ob Kritiken objektiv sein SOLLTEN? Nun ja, das lässt sich schwer beantworten. Ich bin auch eher der Meinung, daß eine Kritik immer subjektiv wird, auch wenn man bewusst auf Objektivität achten will.

    Objektiv kann man z.B. Effekte, Make-Up, Autenzität usw. bewerten, doch schon bei der Atmosphäre, die ein Film vermittelt, fängt auf jeden Fall die subjektive Betrachtung eines jeden einzelnen an.

    Danke für euren interessanten „Schlagabtausch“ mit jeweils sehr guten Argumenten. Ich für meinen Teil werde mir den Film bei Gelegenheit mal auf DVD holen, um mir selbst ein Urteil zu bilden.

    MFG

    Sven

  • Reply Dr.Sno* 5. 2. 2008 at 14:08

    OMG!! Ich hab die gleiche Meinung wie Batz. (Das ich das noch erleben durfte)

    Und das einzig positive, die angebliche morbide Faszination des digital entvölkerten New Yorks, ging bei mir schon nach wenigen Sekunden flöten, nachdem an jedem kaputten und überwachsenem Gebäude eine blitzsaubere amerikanische Flagge im Wind weht.

    Möglich aber, dass die Zombies nachts die Dinger waschen, bügeln und wieder schön aufhängen?

  • Reply Marius 7. 2. 2008 at 17:46

    Der Bewertung kann ich nur zustimmen Batzman… Der Film langweilt auf ganzer Strecke und Will Smith macht alles noch schlimmer. Pseudodramtik pur!

    mfG

  • Reply André 8. 2. 2008 at 15:52

    Also „Matrix“ ist ein tiefgründiger Film, auch und insbesondere Teil 2. Aber da gibt es ja ebenfalls ellenlange Diskussionen drüber. Auch „I am Legend“ ist nicht nur eine Endzeit-Horror-Klamotte, sondern hat viele weiterführende Ansätze. Deshalb kann ich nicht so ganz nachvollziehen, warum man diesen Film in der Kritik so zerreisen muß. Aber: jeder so, wie er´s mag

  • Reply Batzman 8. 2. 2008 at 16:36

    Wie sagte Robert Stadlober so schön Matrix ist ein Film für Leute die sich „irgendwie mit Kant beschäftigen wollen, denen das aber zu mühselig ist und die es sich deswegen von Keanu Reeves erklären lassen“ :)

    Sowohl Matrix als noch viel mehr „I am legend“ haben soviel Tiefgang wie ein Suppenteller…

  • Reply markus 10. 2. 2008 at 10:35

    herr im himmel !!! könntet ihr bitte mal aufhören in wirklich jedem streifen jeden möglichen scheißdreck zu animieren ??? eine 5-euro-karnevalsmaske hätte realistischer und gruseliger ausgesehen als diese konturlosen, blassen cgi-luschen, deren choreographie an den seligen neo erinnert.

    ich warte auf den streik der schauspieler, die die schnauze voll davon haben, monatelang von einer grünen wand mit imaginären kollegen ihren flachen text runterzulabern. kein wunder, daß die alle nen eigenen therapeuten haben.

    sorry, wenn ich jetzt das hohe niveau dieser diskussion runtergezerrt habe.

  • Reply Mister-G 26. 2. 2008 at 18:17

    Batz, könntest du mir vielleicht mal erklären, was Matrix mit Kant zutun hat? Ich dachte immer, das wäre eine Interpretation des Höhlengleichnisses des Platons?

  • Reply Theile 6. 3. 2008 at 10:29

    Das abartigste ist ja noch, dass der sauscheißenschlechte Alien vs. Predator 2 hier extraorbitante drei einhalb Sterne bekommt (Wie kann man nur, boah war der Scheiße … auch oder insbesondere im Vergleich zum ersten [welcher auch schon mehr schlecht als recht war]) während I am legend sich hier mir ein einhalb Sternkrücken begnügen muss … *würg*
    Die Seite hier ist nur als News Seite zu gebrauchen … und zum anschauen, denn das Design ist mal toll :/

  • Reply Batzman 6. 3. 2008 at 12:39

    Die Erklärung dafür ist ganz einfach: AvP2 ist wenigstens unterhaltsamer Trash und will nicht mehr sein. „I am legend“ will anspruchsvolle ScienceFiction basierend auf einer klassischen Vorlage sein, versagt aber auf allen Gebieten. Miese Digitalzombies, ein mässiger Darsteller und ein verlogenes pathetisches Ende mit viel christlicher Erlöser-Propaganda, das die Kernaussage der Vorlage denunziert.

    @MisterG

    Vielleicht hilft dir das Essay zu Matrix Reloaded weiter: Neo’s Kantian choice: The Matrix Reloaded and the limits of the posthuman.

    „Kant’s Categorical Imperative procedure is applied to the conundrum that animates the second installment of The Matrix trilogy: how can Neo act autonomously in a deterministic world? The essay argues that Neo’s success depends on his ability to act on principle, an achievement that recovers a liberal humanist ideal from the claims of posthumanism.“

  • Reply Starlord 19. 3. 2008 at 5:17

    Ich fand den Film Langweilig..

    Ehrlich die Bilder der leeren Stadt waren Grandios, aber leider viel zu kurz…

    eine rechte Furcht kam bei mir nie auf,
    und das epische Ende naja..

    Quotenhascherei mehr war der Film nicht..

    Warum ein Flugzeugträger mit einem B2 Bomber in der City steht nachdem die Evakuiert wurde, fragen über fragen, nein ich habe bessere Filme gesehen…

    von AVP war ich total enttäuscht, aber ich schiebe das atm noch auf die Deutsche Zensur, und halte mal noch mit dem entgültigen Urteil zurück bis ich den Film ungeschnitten sehe..

    Der Film der mir in letzter Zeit wahrlich am besten gefallen hat, war
    Stardust (Sternenwanderer) ich war überrascht, das nach aller schlechter CGI Tricktechnik noch so ein Film möglich ist…

    was mich wieder zu dem Punkt bringt
    je mehr Werbung im Vorfeld für einen Film gemacht wird, um so schlechter ist er…

  • Reply Theile 24. 3. 2008 at 23:39

    Aber AVP2 ist doch nicht mal wirklich Trash tauglich die Schnitte waren (evtl. nur hierzulande) absolut grauenhaft, so dass man an sehr vielen Stellen nichtmal ansatzweise die trashige Filmaction sehen, welche ich erwartet hatte :(
    Mich schauert es wenn ich an diese Kinokarte zurückdenke :/
    I am Legend hätt‘ sicher das alternative Ende SEHR gut getan, welches man momentan im Internet begutachten kann.

    Und der beste Film in letzter Zeit war (auch technisch :] ) Hot Fuzz

  • Reply markus 24. 4. 2008 at 9:37

    @starlord:

    das war kein b2 sondern eine sr71…braucht eigentlich ne kilometerlange landebahn…

  • Reply griasdi oide fischhaut 26. 4. 2008 at 18:56

    @ starlord..

    der flugzeugträger steht(liegt/ankert?) dort in echt.. ist glaub ich so ne art museum..

    :-)

    http://kea.cs.uni-magdeburg.de/thorhaue/travel97/Film26/26-16.html

  • Reply Abby Krueger 16. 5. 2008 at 0:11

    Tja, der Film… Also ich fand das Ende gut (kein Sarkasmus). Aber im großen und ganzen kann ich mich wohl auch der Kritik anschließen. Wobei ich die schauspielerische Leistung von Will Smith eigentlich ganz gut finde.

  • Reply ese 5. 6. 2008 at 11:59

    Meiner Meinung nach hat der Film einfach alle seine Möglichkeiten verspielt. Die Einsamkeit wurde nur halb so gut rüber gebracht, wie es eigentlich sein könnte. Die Szenen in der leer gefegten Stadt hatten soviel Potential, Potential was wirklich fies verschwendet wurde. Irgendetwas fehlt jeder Szene. Ob es jetzt das Schauspiel Smith´, die teilweise miesen Effekte oder die reinplatzenden Überlebenden sind, die das Ganze so runterziehen, weiß ich nicht.
    Aber wirklich ALLE Viecher sehen gleich aus. Kann mir das mal wer erklären?

  • Reply Azurelle 23. 6. 2008 at 11:59

    Hallo Batz, wie gehts?

    Ich wollte dich nur mal fragen, ob du nach unseren Gesprächen vor einiger Zeit, als ich noch einen eigenen Internetanschluss hatte mal hellhörig geworden bist und nach dem Originalende des Films gesucht hast.
    Das befindet sich seit geraumer Zeit auf meinem Rechner und zeigt sehr deutlich, wie sehr Hollywood bei den Filmemachern den Daumen drauf drückt.
    Aus diesem Grund würde ich es einmal mehr toll finden, wenn hier mehr darauf aufmerksam gemacht werden würde, dass nicht nur der Filmemacher allein an einem „miesen Ende“ schuld sein muss. Wenn die Rezipienten nicht aufmerksamer und aktiver das Filmemachen miterleben, können wir auch keine besseren Filme erwarten.

    Habt ihr eigentlich vor dmenächst noch Bank Job und Get Smart in die Liste aufzunehmen? ;)

    MFG, Azurelle

    PS: Melde dich mal bei mir – kurze Notiz per Mail? – denn ich würde wie gesagt gerne was von deinen existierenden Artikeln für mein Magazin ins Englische übersetzen. ;)

  • Reply triefer 28. 2. 2009 at 19:27

    mir hat der film sehr gut gefallen.zu mal da er ja auch bei manchen stellen unfreiwillig komisch geworden ist.
    („Ich brauche etwas Zeit für mich“)
    Hallo?der typ hatte ganz viele jahre für sich allein.
    das ende war irgendwie nich so der bringer aber alles im allen ein toller film

  • Reply eingast 31. 12. 2009 at 1:08

    ja, diese kritik ist schon länger geschrieben worden, ich habe den film schon länger gesehen. mein verbesserungsvorschlag:

    -christliches ende weglassen
    -monologe weglassen
    -will smith mit iggy pop ersetzen

    voila! arthouse! neu! wird nicht jedem gefallen! experimentell! ;)

  • Reply I am Legend | Mental Savage 19. 1. 2015 at 12:09

    […] Will Smith trägt den Film über weite Strecken ohne Unterstützung durch andere Darsteller und zeigt damit einmal mehr, dass er zu recht einer der höchstbezahlten Schauspieler ist. Er kann nicht nur tumbe Action-Szenen oder Comedies spielen, sondern auch die Verzweiflung eines von der Menschheit alleingelassenen Menschen rüberbringen, der zwischen Normalität und beginnendem Wahnsinn pendelt (auch wenn das einige ganz anders sehen). […]

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