Review

Cloverfield

Standard, 28. 1. 2008, Renington Steele, 78 Kommentare

„I was just thinking about how scary it would be if a flaming homeless guy came out of the dark right now! „


Originaltitel: Cloverfield
Herstellungsland: USA 2008
Regie: Matt Reeves
Darsteller: Lizzy Caplan, Jessica Lucas, T.J. Miller

[rating:3] Batzman & Renington
[rating:4] Mal Sehen

Cloverfield

Ein Monster hat New York angegriffen und demoliert. Auf Homevideo-Material, das die Armee sichergestellt hat, ist zu sehen wie eine Gruppe von Freunden während einer Abschiedsparty für Rob von dem Angriff überrascht wird und durch die demolierte Stadt flieht. Eigentlich könnte man sich evakuieren lassen, aber Rob möchte gern noch seine Freundin retten. Die liegt jedoch in einem vom Monster umgeworfenen Haus. Hud filmt das ganze.

Batzman meint:

Ho hum. Da ist nun also der Eventfilm der Saison, dessen Internethype Lost’sche Ausmaße angenommen hat oder Blair Witch’che. Was nicht die einzige Gemeinsamkeit ist an dieser 90min Schaukelkamerafahrt, die mich letztlich doch irgendwie unbeeindruckt zurückließ.

Kleine Spoiler ahead

Regisseur Matt Reeves, der komplett im Schatten des Produzenten J.J.Abrahams steht und bisher noch nicht wirklich spektakuläres abgelieferte, hat sich sehr in die einzige originelle Idee des Films verliebt. Das „Heimvideo“-Gimmick hat man sich jedoch eigentlich schon übergesehen, wenn der Film nach einer unendlich langen und langweiligen Einleitung endlich an der Szene angelangt ,die man aus dem Trailer kennt und die einen damals staunen machte. Dumm nur, daß ab diesem Moment eigentlich nicht viel mehr passiert, außer mehr von diesen Szenen. Wegrennen, ducken „Scheisse!“-schreien, wegrennen, ducken… wackel hier wackel da. Die Figuren sind einem nach der einleitenden Partysequenz schon hinreichend egal, nachdem man realisiert, daß sie logisch gar keinen Sinn macht und nur dazu dient wenigstens ein paar Songs einzubauen, die man dann auf den Soundtrack packen kann, ehe für den Rest des Films nur noch Gekreische, Rumpeln, Röhren und Objektivkappengeklapper aus den Boxen dröhnt.

Was aber noch besser ist als einige der Dialoge, die man sich anhören darf, wenn unsere „Helden“ sich auf Rettungsmission begeben: „Die Liebe meines Lebens liegt irgendwo in ihrem Apartment und ist verletzt, ich muß sie unbedingt retten.“ Gnarftz. An dieser Stelle sei angemerkt, daß die Synchro extrem lustlos eingesprochen klingt, was grade im Falle des dauerlabernden Kameramans Hud (get the joke H.U.D. – haha!) nach kurzer Zeit ziemlich nervt. Übertroffen wird das nur von der legasthenischen Praktikantin die an einer Stelle die Nachrichtensprecherin synchronisieren darf und bei der man sich fragt ob sie aus der Laienspielgruppe eines Kreiskrankenhauses wegengagiert wurde. Die Mischung der Stimmen lässt ebenso zu wünschen übrig, klingt sie doch immer sehr trocken nach nach Studio und nie nach „Kameraton“ an verschiedenen Locations.

Natürlich hat Cloverfield ein paar gute Bilder zu bieten. Die Besteigung des Hochhauses ist ganz nett gelungen und die Zerstörung der Brücke auch, genau wie die Angriffsszene aus dem Trailer. Das Problem ist einfach, daß der Film wirklich nicht mehr bietet und man die interessantesten Szenen schon kennt. Geschlagene 20min hört man auf einer Party langweilige Leute noch langweiligeres Zeug labern und hat dabei eine Ruckelkamera, die aussieht wie eine Folge der „Abschlussklasse“ in der Parkinsonstaffel. Die Figuren bleiben leblos und nerven bisweilen eher, als das man mit ihnen mitfiebert.

Emotional funktioniert Cloverfield leider überhaupt nicht und spätestens wenn man kurz Bilder aus Nachrichtensendungen sieht, die den Monsterangriff dokumentieren fragt man sich, warum man sich von all dem Material das von diesem sicher exzellent dokumentierten Vorfall vorhanden ist ausgerechnet die belanglosen Erlebnisse unserer Heldentruppe anschauen muß. Wenn das Geheimes Armee-Material ist, dann war es sicher kein hoch geheimes denn wie einer der Darsteller ganz richtig sagt: „Wenn irgendjemand dieses Band findet, dann weiß er vermutlich mehr über die Sache als wir“. Nichts an dem ganzen ist besonders interessant oder erwähnenswert. Hunderte andere Perspektiven auf diesen Vorfall wären sicher spannender gewesen. Es wird schnell klar, daß die Figuren im Grunde keine Rolle spielen, schon aus dem Vorspann weiß man das sie am Ende wohl tot sind und irgendwelche besonderen Entdeckungen die eine besondere Analyse des Bandes rechtfertigen sind auch nicht zu erwarten.

Das legendäre Monster, daß man dann doch ein Quentchen zu oft erspähen kann, funktioniert eigentlich auch nur solange, wie man es nur schehmenhaft und fragmentiert sieht. Wenn es dann gegen Ende immer öfter ins Bild hüpft und sich unserem Hobbykameramann sogar für einen Beauty-Pass zur Verfügung stellt, ist man vom Design dann doch enttäuscht. Ein wenig ist es wie der ganze Film, letztlich doch sehr konventionell und berechenbar. Etliche der im Internet kursierenden Entwürfe wären wohl spannender gewesen als dieses Vieh, daß mich an das Rancor beim Liegestütz erinnerte und das sobald es länger im Bild ist dann doch seine digitale Herkunft nicht ganz verbergen kann. Hut ab allerdings an die Matchmove-Spezis des Films die wirklich ganze Arbeit geleistet haben. Aber ich will nicht zu pingelig sein: Tricktechnisch geht Cloverfield im großen und Ganzen schon in Ordnung, es ist die Handlung (oder besser das Fehlen einer solchen) die immer wieder langeweile aufkommen lässt, die mangelnde Originalität des Ganzen. Die Parasiten die dem Monster vom Leib fallen sehen aus, als hätten die Tippet-Studios ihre Entwürfe aus Starship Troopers inklusive deren Bewegungsalgorhythmen nur leicht modifiziert. Wirklich bedrohlich sind die Viecher nicht und der Angriff im Tunnel könnte ein mässiger Re-Shoot der Eröffnungsreportage aus Starship Troopers sein – dort hat man den Gag der Reportage-Kamera nur kurz angewendet, allerdings wesentlich wirkungsvoller und tricktechnisch ebenso überzeugend.

Vielleicht hat man mehr Spaß an Cloverfield wenn man sich durch all die dutzend Internetseiten liest die Hinweise streuen und den Film gehyped haben. Wenn man rauskriegt was die böse japanische Firma mit dem Monster zu tun hat. Auch bei Blair Witch fand ich letztlich ja die Begleitreportage und die Mock-Lore die gestreut wurde interessanter als den eigentlichen Streifen. Als Film alleine bleibt Cloverfield leider nur ein sehr durchschnittlicher Monsterheuler, der seinem Trailer nicht viel hinzuzufügen hat und dem letztlich nach 30min die Ideen ausgehen. The Host und Der Nebel waren da deutlich interessanter, denn sie boten Figuren statt nur hohlen Getöse. Wer in „Cloverfield“ nach tieferer Bedeutung sucht wird letztlich enttäuscht, denn die ausgiebig zitierte 9/11-Ikonographie, das Spiel mit dem Schrecken der Terrorängst und Bilder ist Reeves und Abrahams nur Gimmick ohne Aussage.

Eines bleibt jedoch zurück: Der Wunsch diese Kamera des Hauptdarstellers zu haben, denn das Ding wird als immens robust und intelligent dargestellt. Sie ist quasi unkaputtbar, hat traumhafte Akkulaufzeiten, nie Staub auf der Linse und sie stellt sich sogar selbsttätig kurz aus, wenn sie merkt, das grade nichts so wichtiges passiert. Wirklich genial das Ding.

Vielleicht ist Cloverfield letztlich also nur ein zu langer Werbespot für die Panasonic HVX20?

Renington meint:

„Our options are: die here, die in the tunnels or die in the streets“

JJ Abrams Wackelcam-Monsterfield also. Die Klischees gleich vorneweg: natürlich ist das ganze Blair Witch mit Budget, dafür ohne Hexen, aber mit einem schicken Monster. Und natürlich denkt man zu Beginn sehr oft an 9/11. Das ganze fühlt sich an, wie ein zu langes Youtube-Video mit Monstereffekten, für ein Youtube-Video derbe, für’s Kino eher …hmmm… komisch, ohne dass ich sagen könnte, dass er mir nicht gefallen hat. Hat er nämlich, irgendwie, ohne das näher benennen zu können.

Bei mir stellte sich immer dann die Langeweile ein, wenn die Stadtmenschen durch die Straßen rennen, dies und das bereden. Das sind die Youtube-Phasen des Films, die grade in der Mitte viel zu lange geraten und die Charaktere sind, nett gesagt, nicht interessant genug, um diese Längen herauszureißen. Das, was an anderen Stellen so gelobt wird, nämlich, einen Monsterfilm aus der Perspektive von Dir und mir zu zeigen, mache ich als eindeutige Schwäche des Films aus.

Wie oft habe ich mir gewünscht, dass dieser Hud endlich mal die Kamera ruhig hält, endlich mal eine Totale des Monsters zu sehen ist oder dass endlich mal etwas anderes erzählt wird, als „Scheiße, wir müssen hier raus. Aber vorher holen wir meine Freundin.“ Was wohl auch der Grund war, warum die Parasiten in die Story geflochten wurden, denen man anmerkt, dass sie das sind, was man auf einem Album „Füller“ nennen würde. Weil man wahrscheinlich festgestellt hat, dass die Grundidee keinen ganzen Film dieser Art trägt.

Ich habe, denke ich, sowieso ein grundsätzliches Problem sowohl mit „Blair Witch“ als auch „Cloverfield“ und wahrscheinlich auch demnächst mit „Diary of the Dead“: warum zum Geier sollte ein Protagonist in solch einer Extremsituation ständig mit der Kamera im Anschlag rumrennen? Das ist ein immanenter Logikfehler dieses Konzepts und alleine deshalb kann ich „Cloverfield“ nicht wirklich toll finden.

Ob er den ganzen Hype rechtfertigt, da sollen sich andere drüber streiten. Schlecht ist er nicht, besonders die Kick-Ass-Monster-Action gegen Ende reisst einiges wieder raus. Allerdings beantwortet der Film keine einzige Frage, die der Hype um ihn aufwirft. **SPOILER** Na schön, man sieht am Ende, wie etwas ins Wasser plumpst, was wohl das Viech aufgeweckt hat, das ist es aber auch schon mit Antworten und das ist dann doch etwas mager **SPOILER ENDE**

Ich weiß nur, dass ich einen netten Monsterfilm gesehen habe, der mich irgendwie unbefriedigt zurücklies. Trotzdem drei Sterne. Fragt mich nicht warum.

Mal Sehen meint:
Das in den letzten Tagen viel zu oft gehörte Argument „Heimkameraoptik ist sowas von Blair Witch Projekt!“ ist für mich ungefähr so gehaltvoll, wie: „Explosionen im Film sind sowas von Stirb Langsam 1!“ oder „Slow Motion ist sowas von 6 Millionen Dollar Mann!“. Wäre der Film in Hochglanzoptik á la Bad Boys daher gekommen, wäre ich nicht einmal daran interessiert gewesen, mir den Film aus dem Netz zu laden. Aber die Option, dass ich den Film „hautnah“ aus der ersten Perspektive sehen kann, machte für mich in erster Linie den Reiz aus. Ich meine, mal unter uns: Monsterfilme sind schon vor Godzilla langweilig gewesen.

Dieser hier nicht. Ich verzichte mal bewusst auf Superlative und bleibe bei einem soliden „Scheiße, das war schon spannend, doo!“
Dass dabei ein Typ quer durch Manhatten läuft, um seine Bums-Beziehung aus ihrer Wohnung zu befreien, lassen wir mal außen vor. Wer von euch das tun würde, und wer von euch das für vollkommen hirnrissig findet, kann man mal getrost ignorieren. Auch, dass sein bester Freund und die Freundin seines Bruders den Weg mitmachen, ist für mich (als guter Freund) auch noch einigermaßen nachvollziehbar. Lediglich die Anwesenheit der durch den ganzen Film hinweg gelangweilt ausschauende Brünette habe ich nicht verstanden. Aber egal, ihren Zweck hat sie letztendlich doch noch erfüllt und auch wenn ich zugeben muss, dass dieser recht unbefriedigend war, bleibe ich bei vier Sternen.

Sehr gutes Monster und eine, zum virales Marketing ankurbelnde Nachrecherchieren anregende Geschichte hat mich den ganzen Tag mit dem Film online beschäftigen lassen. So hab ich es gerne: 6€ Eintritt zahlen und noch 24 Stunden später etwas davon haben!

Zu guter letzt: Etwas schlechtes lässt sich in jedem Film finden, wenn man nur pedantisch genug sucht.
So auch bei Cloverfield.

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78 Kommentare

  • Reply Marcel 28. 1. 2008 at 21:29

    mal so am rande, für diejenigen die nicht so in der materie stecken, wäre es nett, wenn ihr die deutschen starttermine zu den reviews schreiben wuerdet. ein service am leser quasi :)

  • Reply Renington Steele 28. 1. 2008 at 22:13

    Marcel, normalerweise posten wir Reviews in der Woche des Filmstarts oder danach… will sagen: er läuft diese Woche an. ;-)

  • Reply Moviesteve 28. 1. 2008 at 22:26

    Nur mal so aus Neugier: Habt Ihr beide genau gleich gewertet oder rechnet Ihr die einzelnen Stern-Wertungen zu einem Durchschnitt zusammen?

    Trau mich irgendwie nicht, den Beitrag ganz zu lesen. Die Spoileritis und so. Kann mir jemand mitteilen, ob es „sicher“ ist? ;)

  • Reply Batzman 28. 1. 2008 at 22:39

    Eigentlich gibts an dem Film nicht viel zu spoilern. Am Anfang des Films steht das er Amateuraufnahmen zeigt die im Central Park geborgen wurden… und ab da passietr nichts überraschendes mehr, was man nicht auch schon aus den Trailern kennt.

    Aber falls du gar nichts wissen willst, ließ die Reviews besser erst Donnerstag.

  • Reply Renington Steele 28. 1. 2008 at 22:40

    Sind schon ne Menge Spoiler drin, aber eigentlich gibt’s in dem Film nix, was man nicht eh schon weiss… und nein: wir rechnen da keinen Schnitt, wir bewerteten Cloverfield diesmal einfach gleich.

  • Reply DraMaticK 29. 1. 2008 at 0:33

    Mmmh, kann man nicht wenigstens das Fazit spoilerfrei halten? So les‘ ich ersta mal gar nichts ausser: Drei Sterne… Mittelmaß.

  • Reply Batzman 29. 1. 2008 at 9:28

    Wie gesagt es die Reviews verraten nichts über den FIlm das dramaturgisch irgendeine Rolle spielen würden und nicht eh schon zu Beginn des Films im Vorspann oder durch die ganzen Trailer verraten worden wäre.

  • Reply Koyaanisqaatsi 29. 1. 2008 at 10:00

    Muss man denn vor Screen-Sickness Angst haben bei der ganzen Wackelei?

  • Reply WiRRESWiRKEN 29. 1. 2008 at 12:23

    (Kurze) Wirre News VII…

    Diesmal eine kurze Wirre News, da Zeit ein knappes Gut ist

    Ganz außergewöhnlich gute Arbeit liefern die Fünf Filmfreunde auf Ihrem Blog, z.B. mit der Review zu Cloverfield. Bildet euch – wie ich – selbst eine Meinung im Kino, wenn Ihr Zeit ha…

  • Reply Jubai 29. 1. 2008 at 12:37

    Salaam aleikum,

    tolle review zu cloverfield. auch wenn sie nicht unbedingt lust auf den film macht – leider!

    wo habt ihr cloverfield denn schon gesehen? sneak? oder berufsgeheimnis?

    peace

  • Reply Moviesteve 29. 1. 2008 at 12:48

    Alles klar, ich danke. :)

    Melde mich dann sicher wieder, sobald ich den Film selbst gesehen habe.

  • Reply Kiran 29. 1. 2008 at 13:11

    Solche Reviews gehören mal überdacht. Es ist erstaunlich wie negativ „Rennington“ über den Film spricht. Vielleicht mal den Sachlichkeits-Modus aktivieren?

  • Reply schnute 29. 1. 2008 at 13:32

    gestern gesehen und ich find den klasse. Mir ist von der hektischen Kamera nicht übel geworden und es gab keine „normale“ Kamera-Einstellung. Fein. Rundes Ding. Aber mehr als dieses 1x werde ich mir den wohl nicht reinzocken. Und JJ hat wieder viele kleine, nette, versteckte Anspielungen verpackt…ala Lost

  • Reply Jubai 29. 1. 2008 at 13:48

    nochmal ich ;) die review von spiegel.de ( http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,531770,00.html ) hört sich so an, als hätten die bei euch abgeschrieben *kicher*.

    viele grüsse

  • Reply Renington Steele 29. 1. 2008 at 14:03

    @ Kiran: Na dann sag mir mal, wo ich unsachlich bin.

    @ Schnute: Wenn Du ihn klasse fandest, warum willst Du ihn dir nur einmal ansehen?

  • Reply schnute 29. 1. 2008 at 14:35

    irgendwie glaub ich, dass der nur einmal so zieht. Beim nächsten Sehen verliert der wahrscheinlich so ein wenig seine Wirkung. Ich fand es gerade spannend vorher sich Gedanken zu machen wie JJ das Monster darstellt oder wie weit der Zuschauer Einblick in die Rund-Um-Story bekommt. Beim 2x gucken ist viel von dem Hype weg. Falls der im TV läuft würde ich mir den nochmal angucken, aber halt auf DVD nochmal ausleihen eher nicht. Der knallt richtig halt nur einmal, aber dafür mächtig ;)

  • Reply Kiran 29. 1. 2008 at 14:55

    @Rennington

    Ich habe da mit unsachlich wohl das falsche Wort benutzt. Ich dachte da mehr an unvoreingenommen. Anscheinend passt Dir die Machart des Films eh nicht so recht. Aus einer zu „persönlichen“ Sicht sollte man niemals eine Kritik verfassen. Schließlich sollen Kritiken die allgemeinen Schwächen/Stärken aufzeigen. Nicht aber den Geschmack des Kritikers wiedergeben.

  • Reply Renington Steele 29. 1. 2008 at 15:00

    Joa, kann man so sehen, muss man aber nicht ;)

  • Reply raven 29. 1. 2008 at 15:54

    Ich glaub die little gamers haben ne ganz gute Erklärung für das ganze Homevideo-Feeling-gewackel ->
    http://www.little-gamers.com/index.php?comicID=1748

    =)

    Aber das ganze zeigt doch mal wieder nur, das viel Hype im Vorfeld eher abträglich sind und nicht wirklich auf ein gutes Endprodukt hoffen lassen.

  • Reply Kiran 29. 1. 2008 at 16:19

    @Rennington

    Recht haste :D

    Durch den Hype werden die Erwartungen hochgeschraubt. Ich denke dem Regisseur ist das nur Recht. Hauptsache viele Kinobesucher ;)

  • Reply mutombo 29. 1. 2008 at 16:45

    smells like „krieg der welten“ ;)
    da dachte ich mir auch die ganze zeit, das es momentan bestimmt tausend interessantere Personen und Schauplätze gibt als Papa cruise mit kind.

  • Reply F5 — Kennen Sie Monster? 29. 1. 2008 at 18:27

    […] mutombo: smells like “krieg der welten” ;) da dachte ich mir auch die ganze zeit, das es momentan… […]

  • Reply Wonschi 30. 1. 2008 at 11:32

    Hmmm? Irgendwie erinnert mich der Film an typische 0815-Teenie-Kreisch-Goodlookingpeople-Ramschware made in Hollywood! Und so ist es auch!

    Na ja, wer diesen nie endenden Serienmist Lost & Co. aus den USA mag, der kann sich auch diesen Hype angucken, ansonsten legt das Geld lieber an ;o)

  • Reply Batzman 30. 1. 2008 at 15:08

    @Jubai

    Kein Berufsgeheimnis: Pressevorführung

  • Reply 50L1D PH453 » Blog Archiv » You can’t drink just six…. 31. 1. 2008 at 2:06

    […] lasse mich von den Verrissen nicht beeindrucken und werde mir selbst ein Bild machen. Denn ich habe ja auch alle viralen Seiten […]

  • Reply F5 — Cloverfield = Cthulhu? 31. 1. 2008 at 12:49

    […] [update] Unser Review von Cloverfield findet man hier. […]

  • Reply Cloverfield | aloha WEBLOG 31. 1. 2008 at 20:13

    […] ich mir gerade im Kino reingezogen, und im Gegensatz zu den Fünf Filmfreunden fand ich den recht fett. Verwackelte Kamera à la Blair Witch und schönes Szenario. Klar, den […]

  • Reply robart 31. 1. 2008 at 22:58

    also ich hatte keine sekunde langweile ! ich war voll am mitfiebern!

  • Reply izanagi 31. 1. 2008 at 23:20

    Ist sicherlich Ansichtssache und hängt von den Erwartungen ab. Eure wurden enttäuscht, meine erfüllt, denn:

    Es ist in meinen Augen endlich ein „realistischer“ Monsterfilm und sehr mutig. Die Wackelkamera haben sie durchgezogen und seit Ego-Shootern wissen wir, dass sowas funktioniert. Bei Blair Witch hat es das nicht, hier meiner Meinung nach schon.
    Mutig, weil das Ende weniger weichgespült als bei den sonstigen Filmen ist (Godzilla? Ja, ne, da können wir die dicken Gagen ja nicht von unserem eigentlichen Hauptdarsteller fressen lassen. Klaaaaar). Mutig aber auch, weil er erben mit Bildern von 9/11 spielt.

    Daher wurden meine Erwartungen auch erfüllt, ich hatte immer dieses weichgespülte Godzilla-Emmerich-Debakel vor Augen. Cloverfield ist da mehr Tritt ins Gesicht. Auch mit seinen Schwächen (Klischee-Rettung und mittelmäßiges Monster).

    Fazit: Ohne Erwartungen werden keine enttäuscht, sondern übertroffen.

    Danke.

  • Reply justus_jonas 1. 2. 2008 at 0:28

    „Rancor beim Liegestütz“ – Haha. Groß. Vom Aufbau her erinnerte mich der Film eher an eine Achterbahn-Fahrt. Langsam geht’s den Berg rauf, dann mit Karacho runter, dann geradeaus, hoch, runter, Looping, Ruhe und am Ende noch mal Vollspeed. Naja. So in etwa. Insofern doch sehr unterhaltsam. Doch einmal Achterbahnfahren reicht hier aber auch (sprich: ich muss mir den – trotz Gefallen – nicht nochmal anschauen). Dafür stande ich am Anfang einfach zu lange in der Schlange (die ersten 15 Minuten).

  • Reply Batzman 1. 2. 2008 at 0:38

    Mein Problem war hauptsächlich: Warum sollte mich das alles interessieren? Die Hauptfiguren waren alle so langweilig und uninteressant und die 9/11-Anspielungen reine Koketterie ohne jede Aussage. Der Film hat nichts zu sagen und ich dachte die ganze Zeit: Bei einem so offensichtlichen Monsterangriff müsste es doch tonnenweise Videomaterial geben, daß wirklich interessant ist. Warum sehen wir ausgerechnet das hier?

    Und warum war der Film so extrem konservativ und unmutig inszeniert? Die unrealistische viel zu lange Exposition, der peinliche Taschenspielertrick mit den „Flashbacks“ die zufällig immer grade kamen, wenns passte. Die Kamera die sich selbst ausschaltete, wenn man Zeit rausnehmen wollte, die völlig unglaubwürdige Art in der HUD die ganze Zeit gefilmt hat. Das war alles so: Wir wollen irgendwie wild und modern sein, aber wir wollen auch dieselbe abgenudelte Hollywooddramaturgie wie bei allen anderen Filmen haben…

    Letztlich spielt der Film doch sehr auf Nummer sicher – es sei denn man wertet die Besetzung mit hassenswerten Yuppi-Hackfressen schon als innovativ.konterkarierenden Schachzug. Aber ich fürchte mal es war nicht geplant, daß man die Darsteller hasst und hofft sie halten die Fresse.

    Und was den Realismus angeht: Schön das die Leute auch in Extremsituationen dran denken, daß Kinder zuschauen und sie deswegen PG13-kompatibel keine Fucks und derben Ausdrücke benutzen…

  • Reply FrankdeLux 1. 2. 2008 at 1:13

    Ich finde die Kritik oben auch zu subjektiv und nicht wirklich stringent. Ich war heute im Film (habe von dem Internet-Rummel übrigens nix mitgekriegt) und wusste nur, dass es ein Monster-stellt-New-York-auf-den-Kopf Film ist. Ich finde den Film intelligenter gemacht, als hier von der Kritik dargestellt, da er eine ganze Heerschar von Filmen zitiert, filmische Mittel weiterentwickelt und die Effekte gut sind, aber nicht alles plattmachen (außer der Stadt, die soll ja in Schutt und Asche fallen).

    Die Figuren waren gut gewählt, da es Twenty-Somethings sind, die eben so seicht sind, wie hier dargestellt. Wer auf Partys geht weiß was da gelabert wird – was sollte in dem Film anders dargestellt werden? Mir war da schon fast zu viel Handlung und Exposé drin.

    Ich war auch heilfroh, dass keine Wissenschaftler/Helden/Bruce Willisse/Wunderwaffen/Viren/etc bemüht werden, um dem Vieh und seinen Ablegern den Garaus zu machen.

    Durch die Blair Witch Assoziation war mir irgendwie unterschwellig klar, dass keiner davon kommen wird (ist ja sowieso schon durch das Intro angedeutet, auch wie bei B-Witch) Entsprechend war der Film herrlich konsequent hoffnungslos für die Protagonisten. Besonders gut kommt das rüber, wenn sie in (oben als langweilig bemängelten Szenen) z. B. vor sinnentleerter Sephora Werbung für Wimpertusche und Anti-Faltenprodukten versuchen irgendwas zu reden und zu verstehen was da vorgeht – was genauso sinnlos ist, denn es gäbe für diese Katastrophe keine Worte. Alles schön apokalyptisch.

    Dass einer von den Typen dann meint, er müsste seine „Freundin“ retten, passt auch ins Bild: endlich eine Heldentat vollbringen können im Leben – wer von seiner Generation träumt nicht davon? Vor allem da er ja ein echter Karrieretyp zu sein scheint, dem vorher sehr viel gelungen sein muss. Und wenn dann das Unfassbare passiert, weint er erst, als er seine Mutter am Telefon hat und es in Worte fassen muss. Guter Einfall, sehr nah an der Psyche von echten Trauma-Opfern.

    Die Bezüge, die in Kommentaren oben zu The Mist gemacht wurden, sind mir auch aufgefallen – allerdings weniger als Konkurenz oder Vergleich (der eine ist besser, der andere schlechter), sondern eher als Ergänzung: ich hatte den Eindruck, dass hier die selbe Invasion stattfindet, nur an unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlichen filmischen Mitteln dargestellt! Selbst das große Monster aus The Mist gleicht dem Cloverfield Monster.

    Andere Szenen empfand ich als schöne Reminiszenzen an andere Filme: bei der Brooklyn Bridge Szene sind es für mich gleich zwei in einer: Spielbergs Kampf der Welten Szene an der Fähre und Godzilla auf der Brooklyn Bridge. Während das arme Godzilla auf der Brücke zu Ende geht, geht’s hier erst richtig los und Spielbergs Massenszene ist hier ziemlich klaustrophobisch aus der Menge her aufgenommen. Auch das Schnappen nach dem Helikopter – bei Godzilla eigentlich ein Witz, hier echter Horror durch das Geschrei im Helikopter beim Absturz.

    Selbst Alien hinterließ meiner Meinung nach seine Duftmarke in Form der kleinen Facehugger ähnlichen Krabbelmonster, die einen mit ihrem Biss offensichtlich nach einer Weile platzen lassen, und zwar richtig.

    Also mir hat’s gefallen – und ich werde ihn nochmal anschauen, allerdings im O-Ton, denn die Synchronisation war wirklich monströs.

  • Reply Batzman 1. 2. 2008 at 1:44

    Der Grad zwischen Zitat und „Keine eigenen Ideen“ ist ja doch eher schmal, grade bei Cloverfield. Ich würd es nicht unbedingt als verspielte Homagen an die genannten Filme ansehen, eher als „geborgte Ideen“. Und obendrein, soviele Landmarks gibts nun auch wieder nicht, daß man tatsächlich etwas erwischen könnte, was nicht in irgendeinem anderen New York geht putt-Heuler auch schon verwurstet wurde.

    Und selbst wenn die Twentysomethings akurat dargestellt sein sollten – bliebe immer noch die Frage, warum sollte man sich für sie interessieren? Warum von den tausenden und tausenden hypothetischen Aufnahmen die während dieses Vorfalls gemacht wurden ausgerechnet diese Langweiler?

  • Reply FrankdeLux 1. 2. 2008 at 9:17

    @Batzman: weil diese Langweiler das Zielpublikum sind. Klar würde ich auch lieber mal Meryl Streep in so einem Film sehen – aber wer außer mir? Und wer bekäm sowas hin? Das sind Fragen, die sich auch die Produzenten dieses Films gestellt haben und haben sich für diese Protagonisten entschieden und alles andere (z. B. weinende Angehörige, nervende Parallelhandlungen, etc) Gott sei Dank rausgelassen. Und dass das Casting auch eine Budget Frage ist, braucht man hier wohl nicht darzustellen.

    Was das Unterscheiden zwischen Zitaten, Topos, Kleinen Ideen, Anleihen etc angeht: das kann man ziemlich genau definieren, man muss nur genau hinschauen. „Zerstörung von New York“ z. B. ist ein Topos, also etwas, was immer wieder durchgespielt wurde. Dass dazu eine oder mehrere Landmarks zerstört werden müssen, ist beim Genre „Katastrophenfilm/durch Monster“ eine Grundvoraussetzung, am Besten so, wie noch nie zuvor. Der Freiheitsstatue ist in den anderen Filmen noch die der Kopf abgerissen worden – und es gibt da bestimmt Leute, die Anspielungen auf die Terrorangst der Amerikaner und den Verlust der „Liberty“ ansehen… das ist dann eine Metapher.

    Anleihen sind keative Prozesse und führen zu Weiterentwicklungen von Ideen, z. B. die Brooklyn-Bridge Szene. Wenn man genaue Szenen identifizieren kann, sind es Zitate, z. B. die visuellen 9/11 Zitate von den zugestaubten Menschen, die Wolke, die um die Ecke kommt, usw.

    Niemand von den Machern von Cloverfield wird davon ausgegangen sein, dass das Publikum dies alles nicht sieht, allen voran die 9/11 Zitate. Und wie kann ein Film, der den Topos „New York in Nöten“ nach 2001 durchspielt, ohne Bezug zu diesen Bildern auskommen – es sei denn, man vermeidet es peinlich wie in The Day after Tomorrow?

    Ich fand es mutig, dass man bei Cloverfield versucht hat, die Wackelkamera für einen Katastrophenfilm zu nutzen. Das war ein echtes Experiment, dem B-Witch Projekt im wahrsten Sinne des Wortes eine andere Dimension zu geben. Das ist – wie schon in anderen Kommentaren erkannt – auch so ähnlich in anderen Filmen (und Serien) kurz versucht worden – aber einen ganzen Film – sehr mutig.

    Und die ewig gestellt Frage: warum ausgerechnet das Material des nervenden Hud gezeigt wird und nicht das bessere Material eines anderen Cammers oder das Material der TV Shows oder vielleicht auch des Militärs gezeigt wird, ist doch genauso überflüssig, wie die Behauptung, dass niemand „in so einer Situation“ filmen würde – seit 9/11 und dem Tsunami wissen wir doch alle, dass Leute offensichtlich in den unmöglichsten Situationen nix besseres zu tun haben, als ihre Kamera festzuhalten und den Horror um sich herum mit endlosem Gequassel oder 100 fachem „Oh my god“ wegzuhalten während sie alles filmen. Das nennt man dann „Trauma“. Und warum es ausgerechnet das Gequassel von einer überschaubaren Gruppe von Protagonisten sein muss, nennt man „Spielfilm“, sonst wär’s ein Dokumentarfilm. Vielleicht gibt’s ja den „Cloverfield Documentary“ als Bonus auf der DVD?

    Auch heute morgen gefällt mir der Film noch gut und ich weiß gar nicht, warum ich mich hier so viel für ihn einsetze. Ich glaube, ich war einfach nur froh, dass nach einem anstrengenden Tag einer anstrengenden Woche eines anstrengenden Monats eine fiese Schar von Monstern mich für 85 Minuten ablenken konnten. Danke Cloverfield!

  • Reply Batzman 1. 2. 2008 at 10:56

    Der Freiheitstatue-Gag ist wie das meiste in Cloverfield relativ simpel erklärt und eines der wenigen echten Zitate: Die Macher wollten das PLakat des Films „Die Klapperschlange / Escape from New York“ nachstellen, weil J.J. als KInd sauer war, daß diese Szene im eigentlich Film nicht vorkam. Also kein Subtext von wegen Freiheit. Und auch die 9/11-Anleihen sind wie gesagt alle hohl und ohne weitere Aussage über ihre „Gewagtheit“ hinaus. Und grade durch das echte Material von 9/11 weiß man wie solche Sachen aussehen, nämlich anders als Cloverfield.

    Zu den Protagonisten, ich meinte nicht das man Promis besetzen sollte, sondern einfach Figuren die weniger uninteressant sind. Selbst bei den direkten Vorbildern „Cannibal Holocaust“ und „Blair Witch Project“ waren die Figuren nicht so uninteressante Langweiler – auch wenn sie auf ihre Art ebenso hassenswert waren.

    Und wie oben angeführt: Cloverfield drückt sich ja die meiste Zeit schon darum herum, seine Prämisse wirklich ernst zu nehmen und findet sehr viele Ausreden um doch eine sehr altbackene und konventionelle Dramaturgie durchzuziehen.

  • Reply dvux 1. 2. 2008 at 19:11

    war gestern zu premiere drin….. und bin begeister… endlich mal wieder ein „anderer“ film…. nicht der 08/15 langweile kacke.

    [B]ACHTUNG Spoilergefahr:[/B]

    die wackelkamera ist BWP typisch sehr gewöhnungsbedürftig, aber passt perfekt in die atmosphere und reist den zuschauer mit. „mitten drin, statt nur dabei“

    wer kritisieren muss, das es zT kleine lücken gibt (war ja klar: nachtsichtgerät an = monster da // die deppen wollen doch tatsächlich in dem kaputten haus mit dem aufzug fahren *wall* // der gedanke an 11/9 kommt auch hoch bei so szenen wie zu beginn der katastrophe), soll das gerne tun. – ich wurde auf jeden fall selten so gut im kino unterhalten und war so gefangen… *top*
    ist jedem der auch mal etwas andere filme mag zu empfehlen!

    gruß euer dvux

  • Reply luke 1. 2. 2008 at 22:55

    tach..
    wollte nur sagen, dass ich mir den Film gerade vor einer Stunde reingezogen habe und war eigentlich voll begeistert!

    obwohl ich mir in den ersten minuten dachte „shit.. mir wird schlecht wegen dieser wackelei“ wurde es nach und nach immer spannender und manchte so richtig druck.

    Krasse Blickwinkel, eine demolierte Brooklynbridge und eine kopflose Freiheitsstatue rundeten das ganze perfekt ab.
    An das Verwackeln gewöhnt man sich und ich habe mich wirklich mitgerissen gefühlt.
    An Humor hat er leider nicht viel zu bieten, außer die komischen Viecher die mir mit ihren „lalalalalalalalala“ und spasitsche Zuckungen oft tränen in die augen trieben.

    Bitte zieht euch den Film rein!!!
    Kritik ist Gut, dennoch ist der Film meiner Meinung besser als oben prognostiziert!

  • Reply stb247 1. 2. 2008 at 23:49

    Unbedingt im Original ansehen!!!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das dumme Gelaber der Leute gut synchronisiert hat. Mir persönlich hat das tatsächlich sehr gefallen und ich hätte mir den Film sogar ohne Monster angeguckt! Ich meine, wie HUD versucht bei der einen Zicke zu landen war super.

    Aber es gab auch viele Schwächen:
    1. Die Handlung ist zu keiner Sekunde originell. Ich habe diesen gesamten Film schon vorher gesehen. Würde man die Handcam weglassen hätte man JEDEN anderen Katastrophenfilm dieses Genres gesehen.
    2. Das Monster war weder vom Design noch von der Umsetzung her der Knaller. CGI-Wahnsinn wie immer.
    3. Die Krabbler waren leider noch schlimmer und wirkten tatsächlich wie aus Phil Tippets Starship Troopers Bibliothek.
    4. SPOILER: Die interessanteste Handlung war tatsächlich HUDs Baggerversuch und so war es sehr schade, dass der Focus nicht auf ihm lag sondern auf der unglaublich kitschigen LoveStory der anderen beiden
    5. Mir wurde tatsächlich etwas übel von der Wackelkamera

    Und so weiter und so fort… Trotz vieler Schwächen war das gute Unterhaltung und einen Besuch im Kino wert (zumal man da auch 12 Minuten Abspann-Musik von M. Giacchino bekommt, die total rocken!!!)

  • Reply FrankdeLux 2. 2. 2008 at 10:13

    Das ist ja interessant mit dem Zitat vom Motiv „Kopf der Liberty in den Straßen von New York“ auf dem Klapperschlange Plakat (hättest du in der Kritik schon erzählen können). Aber war das nicht bei „Escape from New York“ das ultimative Symbol/Bild dafür, dass es mit der Freiheit in New York (=westliche Zivilisation) vorbei war? Bei „Escape“ kam der Verlust der Freiheit von Innen, bei Cloverfield kommt er von außen. Und du glaubst doch nicht, dass M. Abrams das nur machen wollte, weil er als Jugendlicher (damals 15) sich über das Plakat „geärgert“ hat? Jetzt gefällt mir der Film noch besser! Und werde mir sofort wieder Escape from New York anschauen müssen!

  • Reply Batzman 2. 2. 2008 at 15:37

    @Frank

    Das sich J.J. über „Escape from New York“ geärgert hat ist ein direktes Zitat von ihm, daß er zur Promo des Films in jedem zweiten Interview erzählt.

    Ich finde es etwas großzügig interpretiert, wenn man derartige Tiefgründigkeit unterstellt, die durch den Film an keiner Stelle wirklich gedeckt wird. Carpenters Klassiker war eher eine soziale Dystopie, die u.a. auch die gesellschaftlichen Mechanismen Amerikas vorgeführt hat. Der Subtext von Escape ist eher das typische Carpenter-Mißtrauen gegen Authoritäten und Führungspersönlichkeiten und gegen die Politik. Insofern natürlich auch die Bedrohung der Freiheit, wobei es ja eher um den Umgang mit und der Definition von Verbrechen ging.

    In Cloverfield sehe ich keinen Freiheitsverlust als Thema, zumindest keinen der über jeden x-beliebigen Katastrophenfilm hinausgeht. Auch „Flammendes Inferno“ oder die „Airport“-Serie würde ich nicht grad als Parabel auf den Freiheitsverlust im Amerika der 70er Jahre lesen. Im besten Falle als gefällige Kapitalismuskritik, da meist Geldgier irgendwelcher Konzerne auslöser der Katatstophen war.
    Cloverfield spielt 9/11-Bilder, wie ein Teenager der es eben shocking und cool findet mit Elementen zu spielen die irgendwie tabu sind. Durch seine Banale Story und Figurenzeichnung geht ihm aber jede tiefere Bedeutung ab, die z.B. die guten Momente des ebenfalls durchwachsenen „War of the Worlds“-Remakes ausmachen. Bei Spielberg gab es Momente der Reflexion und einfach extrem ausdrucksstarke Bilder, die ein echtes Grauen spürbar machten, aber auch zeigten wie gefährlich Menschen in Ausnahmesituationen reagieren, wie schnell sie zu „Zombies“ degenerieren können, denen es nur noch ums blanke Überleben geht. Diese echte Bedrohung, das über das Spektakel hinaus spürbar machen fehlt bei Cloverfield, weil alle Figuren nicht mehr Charakter haben als das Metzel-Futter in einem beliebigen Slasher-Film.

  • Reply Curel 3. 2. 2008 at 15:14

    Der Film krankt daran dass er aus 2 schlechte Filmen besteht:
    klassischer Monsterfilm und „Gruppe auf mission“, das ganze in Wackelkamera.
    Das Problem ist dass die Handycam Perspektive gut ist für publicity und als was neues aber nunmal in einem Monsterfilm primär ein technisch limitierender Faktor ist. Die totalen des Monsters wurden ja doch dank Hochhaus, Helikoter und CNN reingeschummelt. Zudem würde ich lieber 10 Godzilla Filme und 10mal Stand by me sehen als noch einmal Cloverfield.
    Cloverfield ist der erste Film seiner Art, aber es ist kein guter Film.

  • Reply Jetfunk 3. 2. 2008 at 21:13

    Habe den ganzen Internet-Hype mitverfolgt und befürchtet, die großen Erwartungen werden mal wieder enttäuscht. Heute im Kino wurde ich eines besseren belehrt. Nach den ersten 10 Minuten Einleitung und Gewöhnung an die Wackelkamera gings ab. Der Rest des Films war feinstes Fieberkino. Finde auch nicht, das man alles vorher weiß, ein paar Überraschungen gab es schon. Und ohne die Handkamera würde der Film nicht funktionieren. Im Original bestimmt noch besser. Syncro klang mittelmäßig. Aber für mich seit langer Zeit das spannendste Kinoerlebnis.

  • Reply Vagabond 4. 2. 2008 at 19:12

    Ich komme gerade aus dem Kino und bin zufrieden. Die inszenatorische Rechnung ist meiner Meinung nach voll aufgegangen. So wird aus einem doch recht konventionellem Plot plötzlich ein wirklich mitreißender Film, der mich trotz seiner vorhandenen Klischees nie kalt ließ.
    Ob der Hype nun gerechtfertigt war… ich weiß es nicht, aber genau die im Internet versorgten Maschen der Zielgruppe der Generation Google knufft Cloverfield im Film selbstironisch in die Seite:
    Nicht nur durch die Machart mit der subjektiven Digicam-Sicht, sondern z.B. auch, wenn die Meute erst einmal vor dem Kopf der Freiheitsstatue stehenbleibt, um seelenruhig ein paar Handyfotos zu knipsen.
    Und auch das Ende war konsequent.

    Ich verstehe nicht, warum viele (gerade Batzman) so ein Problem mit den Charakteren haben. Muss man denn da direkt von „Hass“ sprechen? Die Gruppe war ziemlich representativ für Leute mitte 20. Ob sie jetzt langweilig sind… können wir das beurteilen? Kennen wir sie gut genug, um das zu behaupten? Sind wir nicht alle zumindest ein bisschen so wie sie? Cloverfield zeigt bewusst ein großes Ereignis aus einem einzigen Blickwinkel, der gerade weil er so beliebig ist, so wirkt, wie er zumindest bei mir gewirkt hat.
    Jemand schrieb so etwas: Endlich keine Superwaffen, Wissenschaftler, Helden. Das kann ich nur unterschreiben.

  • Reply Friedels FilmFührer 4. 2. 2008 at 23:47

    Klogespült……

    …wäre der bessere Titel für Cloverfield gewesen.
    Aber vielleicht bin ich ja nur vorbelastet.
    Ich mag keine Typen, die ständig mit ‘ner Filmkamera ‘rumlaufen und jeden Furz filmen müssen und ich schaue mir keine Fil…

  • Reply Koyaanisqaatsi 5. 2. 2008 at 14:33

    Da wäre doch ein Sequel aus der Sicht anderer Partizipanten der Invasion angebracht.

  • Reply spree1's daily dime 6. 2. 2008 at 0:20

    cloverfield…

    Nach langer, langer Zeit habe ich heute mal wieder einen Filmpalast von innen gesehen. Anlass war der neuste Film von LOST-Mastermind J.J. Abrams, “Cloverfield“. Schon beim ersten Teaser hatte ich das Gefühl, dass da auf Filmfreunde etwas …

  • Reply killknopf 6. 2. 2008 at 3:05

    …wo ich heute noch hörte, dass ein Teil 2 seitens der Produktionsfirma nicht ausgeschlossen wird.
    Aber wann würde eine Produktionsfirma im Moment schon eine Fortsetzung ausschließen?

    Ich war nicht begeistert von dem Film, allerdings gingen mir Kamera-Gewackel, farblose twenty-something-Charaktere und „9/11 Anspielung ja oder nein“ ziemlich am A* vorbei. Was mich richtig störte war das Monsterdesign.
    Dieses Viech hat in mir keinerlei Angst geweckt, hat mich außer an besagten Rancor beim Workout an nichts erinnert (gute Monster sollten das, finde ich. Stichwort: Urängste wecken) und mich nach dem ersten mal richtig erkennen auch nicht mehr interessiert.
    Schätze mal, dass das ein bisschen Gewollt war, da ja nicht das Viech an sich wichtig war, sondern sein Eindruck auf die Welt (BRÜLLER!).
    Wenn man dann aber so ein riesen Geheimnis drumrum aufbaut und den Zuschauer (mich) am Ende so enttäuscht, ist die Rechnung einfach nicht aufgegangen.
    Ich fühlte mich, als hätte mir jemand versucht einen Witz zu erzählen, dabei einige erzählerische Kniffe verwendet aber darüber leider die Pointe vergessen. Bzw. von mir verlangt, dass mir die Pointe nach dem grandiosen Vortrag gefälligst schnurzpiepe zu sein hat.
    Da gab’s doch diese angebliche Produktionsskizze von dem mutierten Wal mit den zig Flossenpaaren und so, DAS Viech hätte ich gerne auf der Leinwand gesehen!

  • Reply Denny 6. 2. 2008 at 11:26

    Um mal darauf zurückzukommen, warum gerade die scheinbar belanglosen und langweiligen Aufnahmen dieser Gruppe gezeigt werden und nicht etwa ständige Aufnahmen aus dem beobachtenden Hubschrauber oder die eines Nachrichtenteams, folgende Erklärung:

    !!!ACHTUNG SPOILER!!!

    Ganz am Ende des Filmes ist noch einmal ein Aufnahmefetzen zu sehen, wo Rob und Beth am Strand zu sehen sind. Wie Rob so raus aufs Meer filmt ist im rechten Bildteil ein kleines Objekt zu erkennen, welches ins Meer stürzt. Vermutlich hat diese kleine Sequenz die ganze Videokassette soooo interessant gemacht!

    Wenn man das ganze Cloverfield-Spektakel mal als real deklariert, würde es im Endeffekt auch Sinn machen, gerade diese Videokassette immer und immer wieder zu analysieren und ins Archiv aufzunehmen.

  • Reply Sammylight 8. 2. 2008 at 10:19

    Also ich kann die vielen negativen Meinungen „langweilig, nicht neu, keine gute Handlung“ nicht nachvollziehen. Zumindest ich möchte im Kino aus dem Alltag gerissen werden und gut unterhalten. Und das hat funktioniert – aus meiner Sicht war es einer der besten Monsterfilme. Und der einzige bei dem ich für die Menschen war (vielleicht abgesehen von Alien I).
    Wenn man sich auf den Film einlässt und ihn in einem guten großen Kinosaal mit guter Tontechnik sieht, erlebt man einen fantastischen gruseligen klaustrophobischen Abend. Ich freue mich, das ich nicht zu der Gruppe gehöre, die offenbar eine derart hohe Erwartungshaltung haben, das sie eigentlich von nichts mehr zu begeistern sind. Vielleicht schauen die Kritiker oben einfach zu viele Filme – wenn man Alkoholiker ist braucht man ja auch immer mehr für den Kick.

    Also ich bin begeistert. Ich rate allerdings jedem ins Kino zu gehen, denn auf einem Fernseher kommt das Feeling sicher nicht auf. Vielleicht war das ja auch das Problem, denn die Kritik wurde ja vor dem Kinostart geschrieben.

  • Reply markus 10. 2. 2008 at 10:16

    meine güte. es scheint, als ob das bisher enttäuschendste kinojahr 2007 fortgesetzt werden (subjektiv). die idee ist ok, aber den GANZEN film so ein gewackel zu fabrizieren ist einfach ne frechheit; man kriegt echt kopfweh. oh ich vergaß, das ist ja der realismus in diesem film, wo new york (schon wieder) von einem megamonster angegriffen wird. nebenbei, ist ny ein anziehungspunkt für monster und außerirdische ? warum landen die nicht mal in der mongolei oder in dubai (schön warm) ?

    ich hätte es viel interessanter gefunden, verschiedene blickwinkel zu zeigen und nicht nur diese oberflächlichen yuppies. vielleicht aus sicht von politikern, reportern, hilfskräften usw. das hätte die reaktionen der menschen auf eine bedrohung, die eh nur im hintergrund spielt, wohl besser und vielschichtiger dargestellt.

    wer jetzt denkt sowas mit einer minidv-cam auch so hinzukriegen, kanns gleich vergessen. das ganze wurde mit einer echten filmkamera (weit über 100.000 taler) gefilmt. ich hoffe mal die haben das ultraschwere teil nicht während der ganzen dreharbeiten hin- und hergerissen.

  • Reply Mal Sehen 10. 2. 2008 at 20:01

    warum landen die nicht mal in der mongolei oder in dubai (schön warm) ?

    Super Idee. Kann mir richtig vorstellen, dass es ein Kinoknaller wird: „Aliens greifen die Mongolei an. 120 Minuten suchen grüne Männchen nach Lebewesen, bis sie entnervt aufgeben und zurückfliegen. 5 von 5 Sterne.“

  • Reply Uludag Gozoz 12. 2. 2008 at 16:53

    Ich hab den Film bisher noch nicht gesehn, wollte nur wissen ob ich mit der Annahme richtig liege, dass am Ende nicht aufgelöst wird was da wen angreift???

  • Reply Mal Sehen 12. 2. 2008 at 17:01

    Warum sollte man das hier verraten? Deinem Kommentar nach urteilen, hast du noch vor ihn zu schauen, und: Andere auch. Also verraten wir hier ganz sicher nicht das Ende.. Tss…

  • Reply agitpop - we’re gonna need a montage » Blog Archive » Cloverfield 12. 2. 2008 at 20:06

    […] das Monster zu sehen ist, egal ob nun teilweise oder in der Totalen. Und anders als etwa Batzmann, den “dieses Vieh, […] an das Rancor beim Liegestütz erinnerte” (der Nerd-Duden spricht übrigens von “der Rancor”), war ich mit dessem Design […]

  • Reply Uludag Gozoz 13. 2. 2008 at 12:24

    Nein, habe nicht vor den Film gezielt anzuschaun, vielleicht wenn er mal im Fernsehn läuft…

    Ich hab nur den Trailer gesehn, und mir sofort gedacht, dass am Ende garantiert nix aufgelöst wird, und du danach genauso schlau bist wie am Anfang.

    Würde mich wundern wenns anders wär!

  • Reply Uludag Gozoz 13. 2. 2008 at 12:25

    Ach und nochwas:
    es is ja nich so als würdet ihr nie das Ende verraten (siehe: I am Legend). Nur soviel zu deinem Tss.. ;)

  • Reply Sativa 13. 2. 2008 at 13:54

    @malcolm: danke für deine bewertung. deine verkniffenen kollegen, die allem anschein nach 24 stunden am tag vor dem scheiß-computer sitzen, kann ich irgendwie nicht mehr ertragen…

    jedenfalls: der film war klasse. sehr bedrückende einstellungen und diese permanente gefühl von bedrohung – toll. gut, die kleinen viecher waren nicht so doll. aber ich mochte den film trotzdem sehr.

  • Reply Renington Steele 13. 2. 2008 at 14:31

    @ Sativa: >sehr bedrückende einstellungen

    Mit der Wackelhandkamera aufgenommene Bildfragmente sind Einstellungen? Is ja was ganz neues.

    >Verkniffene Kollegen

    Da verkneif ich mir mal ne Antwort drauf.

  • Reply Sativa 13. 2. 2008 at 18:19

    Dein Kollege hat es hervorragend ausgedrückt: „Slow Motion ist sowas von 6 Millionen Dollar Mann!“…

  • Reply Renington Steele 13. 2. 2008 at 18:28

    NIX GEGEN COLT SEAVERS! ;-)

  • Reply Carsten 18. 2. 2008 at 13:45

    STEVE AUSTIN heisst der Knilch, Colt Seavers war die Light-Version vom 6 Mio $ Mann…

  • Reply SchönerDenken » Blog Archive » Monster mit Sahne 19. 2. 2008 at 19:55

    […] Kino-Nerds waren trotzdem enttäuscht. Der Online-Hype hatten bei einigen wohl gigantische Erwartungen aufgetürmt, die kein real […]

  • Reply Mal Sehen 19. 2. 2008 at 20:23

    Ach und nochwas:
    es is ja nich so als würdet ihr nie das Ende verraten (siehe: I am Legend). Nur soviel zu deinem Tss.. ;)

    Ja, das ist allerdings… also, was das Spoilern angeht… naja… ähem…

    Ich hasse es doch genauso sehr!

  • Reply Binding 21. 2. 2008 at 14:35

    Bei „Blair Witch Project“ habe ich den Machern damals den Erfolg nicht gegönnt, weil auf zu reißerische Art mit dem Authentizitätsfaktor des Videomaterials geworben wurde, also man den Leuten weißmachen wollte, dass es dokumentarisch ist. Den Film fand ich dann auch in keinster Weise horribel, sondern einfach nur billig und blöd. Der Unterschied zu „Cloverfield“ ist die Einbettung der Grundidee mit dem Videomaterial in einen fiktionalen Genrefilm, der eben in erster Linie auch als solcher funktioniert. Und deswegen hat das Ganze auch so unglaublich viel mehr „Spaß“ gemacht.

    Von der Wirkung und vom Thrill-Faktor her war ich jedenfalls überhaupt nicht enttäuscht. Auch die meist ironischen Kommentierungen durch die Restsequenzen des ursprünglichen Videos auf dem Band waren nicht unintelligent. Und dass nur dieses Video mit Aufnahmen des Monsters existiert, ist durchaus schlüssig, wenn man bedenkt, dass es einfach keine direkteren Aufnahmen gab (weil sie entweder nicht gemacht oder zerstört wurden), TV-Teams nicht besser herankamen bzw. später nicht mehr herangelassen wurden, alle Leute evakuiert wurden und am Schluss Manhattan platt gemacht wird.

    Kennt eigentlich jemand „Cannibals“, der 2007 auf dem Fantasy-Filmfest lief? Da wird nach dem gleichen Prinzip ein Trip vier junger Leute in den Dschungel von Papua-Neuguinea „dokumentiert“, der als Schlachtplatte endet. „Cloverfield“ ist im Vergleich dazu – und auch zu „Blairwitch Project“ – aus künstlerisch-cineastischer Sicht ein viel radikalerer Film! Allein schon die vielen Special Effects und die Action so zu integrieren, dass es trotzdem wie Amateurvideo wirkt, ist eine große künstlerische Leistung. Inhalt und Dialoge sind wieder ein anderes Thema …

  • Reply Ron 23. 2. 2008 at 5:30

    Finde den auch nur als sehenswert und bissl zuviel gehyped aber das review ist ja mehr als schlecht.Nicht nur das remington keine ahnung hat von filmen und dessen kritik die er mehr als schwach ist.Nicht nur das der sich auf andere review quellen bezieht so wie es ein vorkommt, hat er zudem nur seine persönliche meinung gesagt,was bei reviews nicht richtig ist.Und wenn handkamera unrealistich ist in extrem situationen frag ich mich warum viele leute damals im vietnam korea oder ww2 krieg zum teil freiwillig sich in den krieg gestürzt haben um zu filmen bei schlachten.geh doch nicht von dir auf andere aus wenn du schon persönlich urteilst.wenn man sowas schreibt sollte man doch schon ein wenig objektiv schreiben anstatt seine persönliche meinung zu sagen.

  • Reply Renington Steele 24. 2. 2008 at 10:50

    >Nicht nur das remington keine ahnung hat von filmen und dessen kritik die er mehr als schwach ist.

    Ähm… was? Wenn Du das nochmal verständlich formulieren kannst, kann ich da auch was zu sagen.

  • Reply Andi 24. 2. 2008 at 15:54

    Ist ja ma ne ganz schön subjektive Bewertung und teilweise wird auch ganz schön mit unlogischen Argumenten durch die Gegend geworfen. Ein Beispiel von Renington:“warum zum Geier sollte ein Protagonist in solch einer Extremsituation ständig mit der Kamera im Anschlag rumrennen? Das ist ein immanenter Logikfehler dieses Konzepts und alleine deshalb kann ich „Cloverfield“ nicht wirklich toll finden.“
    Wo soll das denn ein Logikfehler sein? Bestehen die Nachrichten nur aus Blümchen und Bäumchen? Menschen sind teils extrem süchtig nach krassen Situationen und halten auch gerne ma die Kamera drauf. Wird ein Junge aufm Schulhof verprügelt, halten alle mit ihren Handykameras drauf anstatt zu helfen, oder? Scheint ja denen auch spaß zu machen obwohl sie kaum was von haben sollten, deinem „Logikfehler“ nach zu urteilen. Der Kameraführer nervt zwar, aber man sollte mal in Betracht ziehen das es nicht nur eine sorte Menschen gibt, es gibt auch die Sensationslustigen.

    Aber wie gesagt, extreme Subjektive Einschätzungen, von daher ists dürftig eure „Kritiken“ durchzulesen.

  • Reply Cain 17. 3. 2008 at 15:55

    Das beste am Film war das ich nachher hören durfte das alle ihn genauso scheise fanden wie ich.
    Klasse review

  • Reply iGuts 8. 4. 2008 at 22:06

    Cloverfield…

    Aus dem Katastrophengebiet, dass dereinst der Central Park in New York war, ist das Filmmaterial geborgen worden, Aufnahmen einer privaten Videokamera, die zeigen, wie die Abschiedsparty für Rob nicht nur dank des Streits mit seiner Freundin Beth ein …

  • Reply Mauisurfer 17. 4. 2008 at 1:18

    Das ist keine Kritik, das ist einfach nur geschriebene Unzulänglichkeit. Der Autor scheint jener langweiligen Spezies anzugehören die gerne viel schreibt aber nicht wirklich was konstruktives dazu beiträgt über diesen Film wirklich zu diskutieren. Selten so eine inhaltsleere Kritik gelesen. Geht noch mal üben…

  • Reply Renington Steele 17. 4. 2008 at 9:01

    Die Autoren bitteschön. Hättste richtig gelesen, wüsstest Du, dass da oben drei Meinungen stehen, nicht nur eine. Dein Kommentar ist damit vollständig unzulänglich.

  • Reply Friedels FilmFührer › Klogespült… 28. 6. 2008 at 19:50

    […] von den F5 hat das ganze in äußerst treffende Worte gekleidet, dem ist abolut nichts, aber auch gar nichts, […]

  • Reply DVC 13. 8. 2008 at 2:24

    Ist zwar nun schon etwas her seit dem letzten Kommentar, aber was solls. Muss meine Meinung zu dem Film loswerden und dann kann ich das abhaken.

    Ich war heute in der Videothek und konnte mich nicht wirklich entscheiden, am ende habe ich mir dann cloverfield gegriffen, da ich mich an die Trailer erinnert habe.Habe von dem InternetHype nichts mitbekommen.
    Dachte mir, nette sinnfreie Unterhaltung für den Abend mit geringem Nachdenkpotenzial. Nur leider kam es schlimmer.
    Der Anfang sagt schon ganz deutlich:
    Niemand überlebt, zumindest wird man vorgewarnt.
    Kamera:
    Ich habe hier viel positives über das Stilmittel des Filmens aus der Ego-Perspektive mit Handkamera gelesen. Und ich muss im Falle Cloverfield sagen: hätten sie es mal gelassen.
    Nicht nur, dass dieser Hud die ganze Zeit über nur Müll redet, nein er leidet auch an Parkinson.
    Tatsächlich hätte ich nach 10 Minuten ausgeschaltet, hätte ich nicht die Ausleihgebühr bezahlt. Authentizität ist eines. Nerviges herumgewackel etwas anderes. Zudem die Handkamera kaum bewirkt, dass man sich näher am Geschehen fühlt. Dafür ist die ganze Atmosphäre des Films nicht drückend genug.

    Die Party…gähn, man erfährt nichts über die Personen, rein garnichts(ausser der liebesnacht). Dann gehts los und hört einfach nicht auf. Es entsteht eine Aneinanderkettung von Action-Szenen, die einfach nichtssagend sind und so bleibt es bis zum Ende.
    Die Charaktere sterben langsam weg(und wie marlene stirbt…) und der Rest läuft weiter beth retten.
    usw.

    Den ganzen Film über habe ich darauf gewartet, dass die Handlung Fahrt aufnimmt, dies geschieht aber nie, denn eine reele Handlung existiert nicht. Wäre verkraftbar, wenn die Charaktere wenigstens in ihren Auseinandersetzungen gezeigt würden, aber auch hier gähnende Leere.
    Der Flirt zwischen Hud und Marlene…nunja sie stirbt mal eben.
    Der Konflikt Beth zu retten oder zu fliehen…’ich gehe jetzt, ihr könnt mit den soldaten mitgehen‘ ‚Nöö, wir kommen mit‘

    All die Reaktionen auf solch eine Katastrophe und die damit einhergenden Konflikte finden nicht statt.

    Und daher ein absolut verzichtbarer Film und hätte ich vorher von dem Internet-Hype gewusst und dass der Lost-Erfinder hier am Werk war, dann hätte ich mir einen anderen Film ausgeliehen. Denn dieser Film ist genauso wie Lost:
    Er gibt die ganze Zeit Versprechungen, löst diese aber nie ein, sondern hält einen in der Luft und die geht einem irgendwann aus.

    Für Youtube-Junks und Lost-Fanatiker sicherlich ein netter Film, der Rest sollte einen großen Bogen darum amchen.

  • Reply HB 28. 8. 2008 at 23:53

    Ich habe den Film gerade auf DVD gesehen, ohne von dem Internet-Hype zuvor etwas mitbekommen zu haben.
    Und ich fand ihn toll!

    Daß man nichts über die Protagonisten weiß, stimmt ja gar nicht. Wenn man sich den Anfang ansieht, bekommt man genug mit von den Charakteren und dem Umfeld. Vorausgesetzt, man sieht es sich an und sagt nicht gleich „Gähn, interessiert mich nicht.“ Parties sind nun mal so, viel blabla, aber wer hinhört, kann was mitbekommen.
    Rob hatte tatsächlich einen Grund, Beth zu retten, da er ein langjähriger Freund war, der nach all der Zeit – tausendmal berührt, tausendmal nichts passiert – plötzlich mit ihr im Bett war und sich bewusst wurde, daß er sie eigentlich liebt, was er nicht wahr haben wollte … soviel zum „Hinhören“.

    Was ich in der Kombination mit der „Wackelkamera“ – weiß nicht, was daran so schlimm war, werdet ihr Ärmsten auf einem Schiff etwa auch seekrank? – wirklich gut und interessant fand, war Perspektive „von unten“. Die meisten Monsterfilme werden mit großartigen Aufnahmen dargestellt, unterbrochen von Szenen, in denen der Zuschauer aufatmen kann, weil irgendein Wissenschaftler oder verängstigter Verwandter am anderen Ende der Stadt oder der Welt seinen Beitrag dazu liefert. Der Zuschauer ist der unsichtbare Beobachter, der über allem schwebt und aus allem heraus ist. Wie aber ergeht es dem Menschen, der plötzlich in eine solche Katastrophe hineingerät? Der nicht wie ein überirdischer Beobachter an vielen Orten gleichzeitig sehen kann, wie die Fäden der Story sich verspinnen.

    Daher passte das ganze schon recht gut. Man hat einen normalen Tag mit seinen kleinen zwischenmenschlichen Geplänkeln und einer belanglos wirkenden o815-Party und interessiert sich auf dieser dafür, wer wen gebumst hat. Ein ganz normaler Tag also, wie alle Durchschnittsmenschen ihn erleben können, bis von einer Sekunde auf die andere alles auf den Kopf gestellt wird.
    Von jetzt auf gleich ändert sich alles und man hat keinen Einfluss darauf, man kann nur noch agieren. Das Leben kann so plötzlich vorbei sein oder drunter und drüber laufen. Nicht wie bei den neutralen Beobachtern, die so etwas eigentlich nur am Rande ihres Lebens, das normal weitergeht, registrieren (das können Unbeteiligte einer Situation sein oder im Zusammenhang mit dem bisherigen Monsterfilm der durchschnittliche Kinogänger).
    Keine Verschnaufpause, keine Möglichkeit, zu erfahren, was wirklich vor sich geht, nur noch gefangen in dieser unmöglichen Situation und im dauernden Rennen. Wie reagiert man da? Wenn man in Panik ist und unwirkliche Situationen einen bedrohen, ohne daß man sich von dieser Gefahr oder Bedrohung mal für einen Moment geistig distanzieren kann, um einen klaren Gedanken darüber fassen zu können. Klar, daß man da nur noch irgendwie handelt und daß vieles davon vielleicht unlogisch oder dem eigenen Charakter entsprechend untypisch ist. Ich selbst habe in einer Gefahrensituation auch einmal nur gehandelt und hinterher setzt das Denken ein und alles erschien merkwürdig. Wie würdet ihr euch benehmen, wenn morgen ein Monster eure Stadt plattmacht? Würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere mit seiner Handykamera filmt, wie das Monster den Nachbarn zerfleischt und sich dann aufmacht in seine Wohnung, die inzwischen das Monsternest ist, um das Fotoalbum von seiner Hochzeit zu retten!

    Und New York bietet halt mal die richtige Kulisse für so eine beklemmende Situation. Unglaublich viele Menschen, gefangen in Straßenschluchten und zwischen Wolkenkratzern, durch die sich ein Monster zwängen will. Da gibt es nun mal mehr Zerstörung als auf einer mongolischen Hochebene, wenn das Monster eine Yurte zertritt.

    Aber was mich immer wieder irritiert ist, daß viele Kritiker in Filme Sachen hineininterpretieren wollen, wie etwa den höheren Sinn oder gesellschaftskritische Aspekte, wo vielleicht gar keine sind und der Film einfach nur unterhalten will. Daß es auch Popcornkino gibt, ist für viele Kritiker vielleicht nicht erträglich, aber ein Film muss nicht immer schwer verdaulich im Kopf liegen, wenn man noch Tage über den Sinn nachdenkt, er kann einfach nur zum Ziel haben, den Zuschauer für eine kurze Zeit in eine andere Welt voller Humor oder Spannung oder Action und Horror zu entführen.

    Naja, man kanns nicht allen recht machen, ein Film gefällt einem eben oder nicht. Ein „der Film IST scheiße/gut“ gibt es nicht, es sind immer noch Meinungen. Meine Meinung ist: ich fand den Film gut.

  • Reply jurbar 10. 5. 2009 at 10:56

    Hi!

    HB hat irgendwie Recht.

    Katastophenfilme… klasse, als Kind kann man sich gruseln.

    Als Erwachsener… boom, bang, Emmerich- langweilig und sinnleer.

    Ich selbst finde den Film okay. Sehe auch die grossen dramaturgischen Schwächen. Andererseits- es ist problematisch, einen “ realitätsnahen“ Film zu produzieren, wenn es um das Thema Apokalypse geht.

    Ich kenne keinen „guten“ Film. Ansätze fand ich bei Marathon Mann. Überrascht war ich von The Mist ( Der Nebel)- und- oh Gott- vom Ende…;
    also Frank Darabont wird sich keine Gedanken über eine Fortsetzung machen.

    Es ist schwierig, unvorstellbares auf die Leinwand zu bringen. Es sei denn, man filmt einfach nur die Realität.

    Ein Mitglied im Forum erscheint unter dem Namen koyaanisqatsi. Es gibt den gleichnamigen Film ( Musik: Philipp Glas). Glaube, da hatte Francis Ford Coppola die Regie.

    Der Film ist für mich apokalyptisch. Weil er nur die Realität zeigt, ohne sensationsheischende Elemente zu bemühen. Er zeigt, wer wir sind, was wir tun. Und dabei wird es mir deutlich schlechter als bei miesen Effekten, blassen Protagonisten, sinnfreien Stories.

    Das andere ist Popcornkino. Wer´s braucht- okay.

  • Reply Binding 10. 5. 2009 at 20:20

    @ jurbar: Äh, wie meinen? Du kennst keinen „guten“ Film??? Kann es sein, dass Dich das Medium irgendwie nicht so wirklich interessiert? Oder dass Du Dir noch nie richtig Gedanken darum gemacht hast, was im Kino Kunst sein kann? Dass Du immerhin „Popcornkino“ von einem Film wie „Koyaanisqatsi“ unterscheidest, ist ja schonmal was. Aber damit sind wir beim Kern des Problems, denn Du vergleichst hier Sachen, die nicht so ohne weiteres vergleichbar sind. „Koyaanisqatsi“ – der übrigens von Godfrey Reggio inszeniert wurde – war ein gesellschaftskritisches filmisches Experiment jenseits damals bekannter Erzählkonventionen. Ich würde ihn im Hinblick auf „filmhistorische Relevanz“ natürlich auch sofort einem Film wie „Cloverfield“ vorziehen, aber dann könnte ich auch sagen, die Mona Lisa ist wichtiger als eine Loriot-Zeichnung. Das führt also nicht sehr weit. Und dann muss ich Dir noch aufs Heftigste widersprechen, wenn Du meinst, „Koyaanisqatsi“ komme „ohne sensationsheischende Elemente“ aus! Er ist ja unter anderem gerade deshalb so genial, weil er die filmischen Stilmittel Zeitlupe und Zeitraffer perfekt mit Musik kombiniert und dadurch sowie durch Kontrastierungen von Natur und „Zivilisation“ bestimmte Aussagen trifft oder neue Denkanstöße gibt. „Sensationsheischend“ ist da vielleicht nicht der korrekte Ausdruck, aber „Realität“ zeigt er doch höchstens auch nur durch seine Bildinhalte – die Inszenierung aber könnte kaum „künstlicher“ und unrealistischer sein.

  • Reply blume da 13. 10. 2010 at 19:26

    „Das Problem ist einfach, daß der Film wirklich nicht mehr bietet und man die interessantesten Szenen schon kennt. Geschlagene 20min hört man auf einer Party langweilige Leute noch langweiligeres Zeug labern und hat dabei eine Ruckelkamera, die aussieht wie eine Folge der “Abschlussklasse” in der Parkinsonstaffel. Die Figuren bleiben leblos und nerven bisweilen eher, als das man mit ihnen mitfiebert.“

    nette idee, dieser Film.
    Aber abgestrengt erarbeitete Computereffekte mit ner Wackelcam zu kaschieren ist mehr als nur Billig & eignet sich tatsächlich eher als You-Tube-Hobbie-Filmchen als im Blockbusterfahrwasser mitzuschwimmen.
    Anders gesagt: VERFLUCHT, wie schrecklich dieses Kameragezitter anzusehen war & wie elendig langweilig sich die belanglosen Dialoge & die „Party“ in diesem Snob-Youtube-Soap-Monstermix anzusehen war!
    Nette Idee für 15 Minuten, aber den ganzen gestreckten schrecklich synchronisierten Film über? arg!

    Ja, ich fand den Film langweilig und sinnleer.

    Und an alle Regisseure:
    learn to shoot a whole take!!!
    Keiner will diese epileptischen Kamera-Zuckungen aufs Auge gequetscht bekommen!
    Wenn ihr es nicht draufhabt einen Take so zu schiessen, dass man die Computereffekte nicht sieht & er gekonnt durchläuft… dann lasst es!

  • Reply 10 Cloverfield Lane (Trailer) - Die Fünf Filmfreunde 15. 1. 2016 at 19:20

    […] Trailer laufen lassen, der aussieht, als könnte es wohl (endlich) eine Fortsetzung von Matt Reeves Cloverfield geben. Anderthalb Minuten lang wird eine Spannung aufgebaut, dass ich es am Ende des Trailers nicht […]

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