Review

Sweeney Todd

Standard, 22. 2. 2008, Batzman (Oliver Lysiak), 40 Kommentare

„I will have vengeance…“

Originaltitel: Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Tim Burton
Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen

[rating:3] Batzman
[rating:5] Jet Strajker

Sweeney Todd

Benjamin Barker (Johnny Depp) ein aussergewöhnlich talentierter Barbier kehrt in finsterer Mission nach London zurück. Er sinnt auf Rache, will das Unrecht gut machen, daß ihm Jahre zuvor vom egozentrischen Richter Turpin (Alan Rickman) angetan wurde.

Dieser ließ ihn, weil er ein Auge auf Sweeneys Frau geworfen hatte, kurzerhand nach Australien als Zwangsarbeiter deportieren. Barkers Frau wurde vom Richter vergewaltigt und nahm sich daraufhin das Leben, der Richter adopierte ihre Tochter Johanna.

Barker, der sich mittlerweile Sweeney Todd nennt, freundet sich mit der rustikalen Pastetenbäckerin Nellie Lovett (Helena Bonham Carter) an, deren Geschäft eher schlecht als recht läuft. Während Sweeney noch überlegt wie er es dem Richter am Besten heimzahlen kann, entdeckt Sweeneys Bekannter der junge Seefahrer Anthony Hope (Jamie Campbell Bower) Johanna, die immer noch in der Obhut des Richters lebt. Anthony verliebt sich sofort und ist von der Idee besessen sie zu befreien und mit ihr zu fliehen.

In der Zwischenzeit hat Sweeney einen florierenden Barbierbetrieb aufgezogen, ob Konkurrenten oder Kunden, viele sterben unter seiner Klinge und Nellie freut sich, daß sie endlich genug gutes Fleisch für ihre Pasteten bekommt…

Die neuste Verfilmung des dutzendfach adaptierten Stoffes um den psychopathischen Barbier zu beurteilen fällt mir schwer. Burton hat wieder einmal alle Register gezogen und macht sehr viel richtig. Das Setdesign ist in seiner desaturierten Schäbigkeit ausgesprochen beeindruckend. Jede Glasscheibe verzerrt ihre Umgebung und betont das alptraumhaft surreale der Geschichte. Alles wirkt stylish heruntergekommen irgendwo zwischen Sleepy Hollow und Dr. Caligari. Die Kostüme und Masken sind exzellent gearbeitet und bieten eine dichte Textur, die die Welt in ihren besten Momenten sehr greifbar, fast fühlbar werden lässt.

Und erst die Besetzung. Natürlich ist Depp gut als manischer Messermann, natürlich ist Helena Bonham Carter brillant und sehr, sehr creepy als bösartige-hemdärmlige Pastetenbäckerin. Und erst die Nebenrollen. Sacha Baron Cohen in einer kleinen Rolle als Konkurrent Sweeneys, der unheimlich sardonische Timothy Spalls, der nach seiner positiven Rolle in „Verwünscht“ jetzt wieder einen Schleimbeutel vom Feinsten geben darf und nicht zuletzt der großartige Alan Rickman, der es schafft dem Richter unerwartete Tiefe und Emotionalität zu geben. Solide, wenn auch etwas blaß bleibt lediglich das Liebespaar Anthony und Johanna – aber sie haben auch nicht viel Material aus dem sie etwas machen könnten. Was den Gesang angeht schlage sich alle sehr wacker, bei Depp unterstützt die brüchige eher dünne Stimme oft sogar die Wirkung des Liedes, ähnliche wie dies bei Ewan McGregor in „Moulin Rouge“ der Fall war.

Die Ausstattung ist wirklich opulent. Die Kamera fließend. Man merkt, daß alle Beteiligten sich wirklich in das Projekt gestürzt haben. Es sollte keine halbherzige Umsetzung von Stephen Sondheims Erfolgsmusical sein und wahrscheinlich ist es ihnen auch geglückt, der Vorlage gerecht zu werden. Das mag ich nicht beurteilen, denn ich kenne nur Aufnahmen der Theaterfassung, habe aber nie eine Inszenierung auf der Bühne gesehen. Im Film ist es auf jeden Fall beeindruckend wie rabiat Burton die Morde umsetzt, wie detailverliebt er das blutige Handwerks des diabolischen Pärchens zeigt.

Warum ich mich dennoch nicht zu mehr Punkten durchringen konnte liegt denn vielleicht auch daran, daß die Vorlage zu getreu adaptiert wurde. Sweeney Todd ist ein Musical, was die Werbung und die Trailer vielleicht nicht ohne Grund verschweigen und auch das ist nur die halbe Wahrheit. Sweeney Todd ist mehr eine Oper als ein Musical. Wo in anderen Werken des Genres – das ich im Gegensatz zu vielen meiner Filmfreunde sehr gern mag – bisweilen die Handlung durch einen Song unterbrochen wird, unterbrechen bei Sondheims Stück wenige Dialogszenen den Gesang. Und da sind wir dann auch bei dem Problem was ich mit dem Film, bzw mit Teilen davon hatte: Das Dauergesinge, das oftmals aus narrativen Gesang ohne Melodie, Refrain, Struktur besteht, ging mir bisweilen ziemlich auf die Nerven. Ich liebe es, wenn sich in anderen Filmen normale Situationen plötzlich in ausgefeilte Choreographien, in absurde Songs verwandeln, die die Geschichte ergänzen, aber dennoch als einzelne musikalische Höhepunkte funktionieren. Viele der Songs bei Sweeney sind jedoch nur ziemlich pathisch instrumentierte, gesungene Dialoge, die weder ins Ohr gehen, noch eine echte Nähe zu den Figuren entstehen lassen.

Ähnliche Probleme hatte ich zugegeben auch mit RENT und den Rockopern von THE WHO. Nach einigen Minuten der Dauerbeschallung ertappte ich mich dabei nicht mehr richtig hinzuhören und die wenigen echten Dialogszenen als erfrischende Atempausen zu betrachten. Denn erst dann, hatte ich das Gefühl konnten alle Schauspieler zu ihrer wahren Größe auflaufen, konnten aufeinander reagieren und zeigen was in ihnen steckt.

Natürlich gibt es auch die schwungvollen, starken Songs, fast immer sind es die Uptempo Nummern die wirklich funktionieren und auch beim Publikum Reaktionen auslösten. Das Duell der beiden Barbiere, Sweeneys und Nellies Pastetenideen oder Sweeneys Hassphantasien. Der Film ist immer dann wirklich mitreißend, wenn er in Bewegung bleibt, wenn er aus der Enge der Backstube und des Barbierzimmers ausbrechen darf in der ich mich zum Teil arg eingepfercht, fast wie im Theatersitz gefangen fühlte. Es ist immer derselbe Blickwinkel auf den Rasierstuhl und nach dem 10 Mal, der 10 durchtrennten Kehle nutzte sich auch der Reiz der übertriebene Grand Guignol-Brutalität sichtlich ab. Für Hardcorefans von Sondheim ist es sicher Frevel, aber ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn für die filmische Umsetzung etliche der narrativen Lieder in einfache Dialoge umgeschrieben worden wären.

Vielleicht würden alle Figuren dann weniger eindimensional wirken, weniger als Karikaturen. Denn so überzeugend Depp hier auch den Psychopathen gibt, eines schafft er nicht, weil es das Drehbuch ihm nicht erlaubt: Einen Blick auf sein Innenleben, seine Beweggründe, seine Menschlichkeit. Egal was ihm der Richter angetan hat, Sweeney erscheint in keiner Szene wirklich als fühlendes, menschliches Wesen. Er ist ein glühender zorniger Racheengel, mit dem man keine Sekunde wirklich Mitleid hat. Helene Bonham Carters Nellie ist ähnlich gelagert, sie ist bisweilen witzig, löst aber stets ein unwohles Gefühl in einem aus. Sie ist creepy, manipulativ und auch niemand dem man eine Träne nachweint. Der Junge Toby (Ed Sanders), der widerwillig von Sweeney und Nellie adoptiert wird, funktionietr leidlich gut als sympathische Figur, hauptsächlich weil er ein Kind ist, aber darüberhinaus bietet er auch nicht viel dramaturgisches Fleisch. Die einzige Figur die bei mir wirklich Mitgefühl auslöste war seltsamerweise ausgerechnet Alan Rickmans Richter. In seiner Stimme, seiner Mimik liegt echte Trauer, echtes Unverständnis und echte Verletzlichkeit, wenn er als Ungeliebter hilflos zusehen muß wie ihm die Kontrolle über Johanna entgleitet. Wie er davon träumt ihren Respekt und ihre Liebe zu gewinnen. Keine Frage er ist ein skrupelloses Schwein, der Kinder zum Tode verurteilt und seine Macht mißbraucht um sich zu nehmen was er will. Aber er hat Gefühle, er hat eine Innenwelt und deswegen birgt sein Schicksal eine wirkliche Tragik, während alle anderen Figuren mehr oder minder dramaturgische Effektpuppen bleiben.

In seinem Nachhall blieb Sweeney Todd für mich deswegen erstaunlich leer. Trotz der grandiosen Bilder, vieler guter Momente wollte sich das Ganze nicht zu einem runden Gesamteindruck fügen, jenem hungrigen, glücklichen Gefühl, daß man diesen Film auf jeden Fall noch einmal sehen möchte, das man ihn ins Herz schließt. Etwas für das grade Musicals eigentlich prädestiniert sind, denn in wenigen Genres liegen große Gefühle, Ironie, Drama und Spaß so dicht beieinander wie dort. Doch vielleicht ist bei aller Liebe zum Detail, daß genau das Problem des Films: Er hat, wie seine Titelfigur, letztlich kein Herz.

Sweeney Todd sollte man schauen. Aber man muß ihn nicht mögen.

PS: Nach „Charlie and the chocolate factory“ ist dies der zweite Burton der mit einer mittelmässig animierten CGI-Sequenz beginnt, die mehr stört als Stimmung erzeugt. Ich wäre dafür sowas in Zukunft entweder aufwendiger zu produzieren oder lieber mit echten Bildern zu arbeiten. Digitales Blut sieht erbärmlich aus, wenn man es so lange anschauen darf.

Jet StrajkerJet Strajker meint:

Der Barbier ist keine neue Figur im Oeuvre von Tim Burton: Bereits in „Edward Scissorhands“ ließ der Regisseur Johnny Depp frisieren, rasieren und anderweitige Schnippelarbeit verrichten. Sweeney Todd fügt sich hier nahtlos ein in die Reihe tragischer Antihelden, missverstandener Gestalten und rastloser Einzelgänger, mit denen Burton seit jeher den traditionellen Universal-Horrorfilm beschwört. Dass der Mann fürs Morbide geradezu auserkoren ist, um Stephen Sondheims düsteres, schwarzromantisches Musical für die große Kinoleinwand zu übersetzen, schien auch dem Komponisten klar: Nach einigen Fernsehverfilmungen, die sich des Stoffes nie adäquat annahmen, war es Sondheim selbst, der seinen Bühnenhit nach fast 30 Jahren angemessen adaptiert wissen wollte und der Verpflichtung Burtons ohne Bedenken zustimmte. Dafür genügt bereits der Blick auf dessen bisheriges Werk – sowohl der stets düstere Ton, als auch der irgendwo zwischen Hammer-Films und Gotik-Ambiente, zwischen Grand-Guignol und klassischem Monster-Horror festgemachte visuelle Stil Burtons ist geradezu prädestiniert für den schmierig-kargen, tristen Straßenlook Londons im mittleren 19. Jahrhundert.

Einst führten hier der junge Benjamin Barker (Johnny Depp) und seine Frau Lucy (Laura Michelle Kelly) ein friedliches Familienleben. Doch der korrupte Richter Turpin (Alan Rickman) hat ein Auge auf die schöne Frau des Barbiers geworfen und bringt Barker mithilfe seines Handlangers Bamford (Timothy Spall) unschuldig ins Gefängnis, um Lucy und deren kleine Tochter Johanna zu missbrauchen. Das geschah vor 15 Jahren. Nun kehrt Barker zurück nach London – als Sweeney Todd schwört er Rache für die einstige Ungerechtigkeit an ihm und seiner Familie. Gemeinsam mit der Bäckerin Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter), die ihm vom Selbstmord seiner geliebten Lucy berichtet, schmiedet er einen teuflischen Plan: Jeder, der um eine Glattrasur bittet, wird fortan zu Fleischpastete verarbeitet.

Wer die Figur Sweeney Todd wirklich war, weiß niemand genau. In England ist die Geschichte eine Art Gegenstück zum Jack the Ripper-Mythos, eine urbane Legende, der mal wahre Wurzeln, mal reine Fantasie unterstellt werden. Als Film- und Theaterstoff vielmals aufbereitet und erweitert, war es schließlich Sondheim, der „Sweeney Todd“ 1979 zu einem bluttriefenden, aber auch schwarzhumorigem Bühnenmusical verarbeitete, das heute zu den meistgeschätzten und komplexesten Werken der Musikgeschichte zählt. Selbst gestandenen Sängern und ausgebildeten Musikern bereitet die Partitur Probleme, die dissonante, im Tempo immer wieder unerwartet variierende Musik auf der einen; überbrausende, unglaublich verdichtete und schwer vorzutragende Texte auf der anderen Seite – Sondheims Komposition gilt als heilige Kuh, an die sich bislang zurecht noch kein Regisseur in vollem Umfang gewagt hat.

Umso erstaunlicher, dass Burton den Film (abgesehen von wenigen Ausnahmen in Nebenrollen) mit unprofessionellen Sängern besetzt hat. Weder Depp, noch Bonham Carter oder Rickman verfügen über ausreichend Erfahrung in Gesang und Musicalperformance, doch gerade dieser filmische Ansatz scheint der einzig mögliche: Dies ist eine Kinointerpretation des Stoffes, kein verfilmtes Broadway-Stück. Es ist ein Experiment, ein Versuch, nicht geschulte Schauspieler singen zu lassen. Und obwohl insbesondere Bonham Carter trotz des verlangsamten Tempos hörbar Probleme mit ihren Parts hat, funktioniert dieses Konzept: Denn „Sweeney Todd“ ist gesungenes Schauspiel und kein gespielter Dauergesang, was dem zweistündigen und fast durchgängig gesungenen Film jene bühnenhafte Theatralik nimmt, die ein derart operettenhafter Stoff als Filmversion schnell annehmen kann. Dies ist kein Kompromiss, sondern eine künstlerische Entscheidung, die den Film auch einem Publikum näher bringen dürfte, das Musicals ablehnend gegenübersteht. Ein wenig schade zwar, dass das übernatürliche Element bei Burton deshalb nun gar keine Rolle mehr spielt – der Geisterchor der Vorlage, eine ans Publikum gerichtete, im filmischen Kontext hingegen nur schwer umsetzbare Instanz, fehlt gänzlich –, würde jedoch genau diesem eher gesetztem Konzept zu stark widersprechen.

Stilistisch einem Meisterwerk gleich, hat Burton dem Bild jede Farbe genommen. Die ausgewaschene, graue Optik, in der das altertümliche, viktorianische London inszeniert ist, bildet die perfekte Grundlage für ein unheimliches Sittengemälde, das nahezu alle Motive des Regisseurs aufgreift. Der despotische Richter Turpin wird bei Burton zu einer Art Max Shrek („Batman Returns“) des Mittelalters, während dessen quasi-inzestuöses Verhältnis zur vereinnahmten Barker-Tochter einem ähnlich bizarren Familienverständnis entspricht, wie es auch die rachsüchtigen und um Geschlechtergrenzen rangierenden Konflikte in „Sleepy Hollow“ zum Ausdruck bringen. Dass Depps Kostümierung mehrmals an seine Rolle in „Edward Scissorhands“ erinnert, ist ebenso offensichtlich wie dessen Inszenierung als innerlich zerrissener, selbst zerstörerischer Außenseiter, der Prototypfigur eines jeden Tim Burton-Films.

Barbier Sweeney Todd erweitert die Konstanz an Charakteren im Burton-Werk jedoch um einige Noten. Er ist wesentlich ambivalenter gestaltet als die bisherigen Abtrünnigen in Burtons Filmen und entspricht weniger der Verkörperung eines Identifikationsangebotes, als vielmehr einem maniac on the loose, der seines fragwürdigen Rachefeldzuges wegen auch keine sentimentale, melancholisch verklärte Darstellung erfährt (für ein wunderbares „La Strada“-Zitat ist sich Fellini-Freund Burton aber dennoch nicht zu schade). Todd ist so sehr von seinem blinden Racheplan erfüllt, dass er darüber sogar den Grund für die Vergeltung zu vergessen scheint: An seiner befreiten Tochter scheint er schließlich gar kein Interesse mehr zu haben. Dem Film fehlt deshalb auch ein wenig die emotionale Hingabe, seinem Antihelden gehört nicht uneingeschränkt jede Sympathie, wie er zumindest keine eindeutige Ode an die Außenseiter stimmt. Das wiederum ist ebenfalls angesichts der tragischen, aber auch unaufhaltsam dem bitteren Ende entgegenblickenden Geschichte die richtige Entscheidung.

In „Sweeney Todd“ geht es doch schließlich vor allem um unerfüllte Liebe. Um die Liebe zwischen Todd und seiner Frau („And my Lucy lies in ashes, and I’ll never see my girl again“), zwischen dem jungen Anthony (Jamie Campbell Bower) und der von Turpin aufgezogenen und eingesperrten Barker-Tochter Johanna (Jayne Wisener), und auch um die seltsame Liebe der Mrs. Lovett zum wahnsinnigen Todd. Burton kontrastiert jede Romantik mit expressionistischen Settings, frei in alle Richtungen spritzendem Kunstblut und ebenso zynischen (die Erarbeitung eines Speiseplans im großartigen Song „Little Priest“) wie sarkastischen Regieeinfällen (die Nummer „By the Sea“, in der es um ein Leben jenseits des tristen Molochs geht, wird als kunterbunte Farce inszeniert). Welch Gespür der Mann grundsätzlich für Musicals besitzt, war bislang zwar mehrfach zu erahnen – man denke an die Busby Berkeley-Anleihen in „Charlie and the Chocolate Factory“ –, doch handwerklich ist „Sweeney Todd“ nicht nur eine Weiterentwicklung Burtons, sondern auch eine nahezu perfekte Übertragung des Stoffes ins filmische Medium. Bei den rhythmischen, wohl bedacht und überaus ideenreich mit Bewegungen, Soundeffekten und vor allem einem ungemein raffinierten Schnitt in Szene gesetzten Gesangseinlagen sind Bild und Ton wirklich einmal eins, eine funktionale Einheit, bei der beinahe jede Nuance stimmt. Das ist in letzter Konsequenz nicht weniger als reinstes, purstes Kino – oder womöglich sogar die absolute Form von Kino überhaupt.

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40 Kommentare

  • Reply Maegz 22. 2. 2008 at 9:15

    Ich seh den Film ganz genau so. Hatte mich sehr darauf gefreut, aber letztendlich hat sich diese Vorfreue nicht ganz erfüllt. Nichts gegen die Songs, aber sie erwecken – trotz einiger Höhepunkte – den Film nicht wirklich zum Leben. Einzig das hervorragende Casting und das Design des Films überzeugt. Ein echter Burton eben.

  • Reply Mr. Vincent Vega 22. 2. 2008 at 15:01

    „Für Hardcorefans von Sondheim ist es sicher Frevel“

    Nicht nur Hardcore-Fans. :)

    Zu deinem PS: Die Titelsequenz erhebt keinerlei Anspruch, real zu wirken. Das Blut wurde nicht animiert, um möglichst echt auszusehen, sondern ist genauso stilisiert, artifiziell und bonbonesk wie der Rext des Films, wo das Blut auch irreal wirkt.

  • Reply Batzman 22. 2. 2008 at 15:25

    @Vincent

    Naja auch Kenner des Broadway-Musicals schätzen Sweeney Todd jetzt nicht unbedingt als Sondheims Meisterwerk ein ;) Wobei man durchaus anmerken muß, das die Stücke völlig anders wirken, wenn sie von Leuten gesungen werden die Stimmvolumen haben. Diese dräuende hoffnungs- und freudlose Grundstimmung die Burton dem Film verpasst ist in den meisten Inszenierungen nicht gegeben.

    Und zur Titelsequenz: Mir ist klar das sie nicht echt aussehen soll. Stilisiert wäre auch okay, ich hätte auch mit einem Zeichentrickvorspann keine Probleme gehabt. Was mich, wie bei Charlie auch, stört ist das die Sequenz billig aussieht, wie für ein mittelmässiges Computerspiel generiert und eines Kinofilms eigentlich unwürdig.

  • Reply » Blog Archiv » »sweeney todd« ist ein tolles grusel-märchen, äh musical 23. 2. 2008 at 2:09

    […] all der kritik, in FR, TAZ, FAZ, bei den 5FF und meiner angeborenen angst vor musicals (siehe “starlight express”, etc.) war ich auf […]

  • Reply Claas 23. 2. 2008 at 13:52

    Sehr sehr gute Kritik!
    Ich wusste dass es ein Musical ist, aber als Depp das Singen begann, ging ein Raunen und Tuscheln durchs Kino von all denen, die es nicht wussten. Ziemlich ungut dies in der Werbung weitgehend zu verschweigen.
    Dieses hätte echt cool sein können – als normaler Burton. Mich hat das Gesinge auch eher gestört. Vor allem von dem langweilig hässlichen Liebespaar.
    Das Ende war ziemlich cool though

  • Reply stb247 24. 2. 2008 at 12:37

    Kann nur zustimmen. Irgendwas fehlte dem Film, um wirklich gut zu sein. Schade eigentlich.

    Aber das Gefühl hatte ich bei fast allen Burton-Filmen. Manchmal brauchen sie etwas Zeit (obwohl das Ende so stümperhaft war, dass ich mich frage, ob man sich daran wirklich gewöhnen kann)

  • Reply Chris 24. 2. 2008 at 15:09

    Würdern sie nicht singen, wäre ich einem Kinobesuch nicht abgeneigt. Aber so….

  • Reply Binding 24. 2. 2008 at 17:30

    Mir geht es mit Burton inzwischen schon so wie mit Tarantino: Beide liefern zwar nach wie vor gute Qualität, kreisen dabei aber leider irgendwie nur noch um sich selbst bzw. bewegen sich nur noch innerhalb ihres eigenen (ästhetischen) Universums.

    Daher hat mich „Sweeney Todd“ trotz der guten Schauspieler, der krass-blutigen Schächtungen und dem geilen Düster-Gothic-Stil richtiggehend gelangweilt – zumal Johnny Depp viel zu sehr an „Edward mit den Scherenhänden“ erinnert hat und die Story mehr als dünn war. Lediglich Sasha Baron Cohens Auftritt war genial.

    Aber ich finde, Burton sollte jetzt endlich mal Schluss machen mit dem ganzen Musical-Scheiß, wieder „echte“ Filme drehen und so einen Burner wie „Sleepy Hollow“ hinlegen.

  • Reply der presseschauer » Sweeney Todd 24. 2. 2008 at 22:24

    […] waren gestern in Sweeney Todd, einem Film mit düster atmosphärischer Stimmung, den man wohl in der Verfilmung von Tim Burton […]

  • Reply Azurelle 25. 2. 2008 at 5:22

    Batz, gabs hier auf der Seite eigentlich jemals nen Film namentlich erwähnt, der dir gefallen hat?
    Übrigens hab ich Sweeny noch nicht gesehn und weiß auch ohne deine Hilfe, dass es ein Musicalfilm ist, also ist dies bezüglich wohl tatsächlich was an dir vrobei gegangen, aber nicht bewusst verschwiegen worden.

    Teilweise drängt sich mir auch der Verdacht auf, dass du wohlwissend Kritiken in einer bestimmten Art verfasst, um mehr Leserschaften zu gewinnen. Und wenn sich die Leute weil AVP2 ein toller Film sein soll plötzlich die Köpfe einschlagen, und das einen riesen Rummel verursacht, in dem du dann jedes Mal die gleichen Kommenatre über Hollywoods Ungewagtheit anbringen kannst.

    Dies ist eine brilliante Vorgehensweise um bemerkt zu werden, aber nur von meckern wird’s nicht besser! Du weißt das ich deine Artikel wohlwollend verfolge, aber ich vermisse noch immer den großen „wir klären euch über den Hollywoodkonzern auf!“ Artikel.

    Machet jut ich sehe mir jetzt weiter Hollywoods Selbstbefeierung zu meinem Geburtstag an.

  • Reply Denis 25. 2. 2008 at 7:59

    @ Azurella:

    Batz hat schon ne Menge Filme erwähnt, die ihm gefallen haben. (ich glaub alles ab 4**** kann man zu „gefalen“ zählen?)

    -> http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/06/22/clerks-ii/

    und ich glaube nicht (bzw. will nicht glauben *g*), dass er es nötig hat, mehr Leserschaften durch eine bestimmte Wertung anzulocken.

    Grüße

  • Reply Batzman 25. 2. 2008 at 12:47

    @Azurelle

    um es kurz zu machen: Gedöns ;)
    Wenn du dich nicht auf Vermutungen verlassen würdest sondern einfach mal kurz ins Archiv schauen würdest, fändest du da eine Menge Filme die ich für sehenswert und für richtig gut halte – oh Wunder auch viele Hollywoodfilme. Ab 3 Sternchen gilt bei mir „anschaubar“ und ab 3.5 „empfehlenswert“ – Also fallen da ziemlich viele Filme drunter.

    Mir zu unterstellen, ich hätte nicht gewusst das Sweeney Todd ein Musical ist, zeugt auch von sehr oberflächlichem Lesen. Ich habe lediglich angemerkt – und das ist ein Fakt, der auch von vielen anderen Kritikern festgestellt wurde – das die Werbung für den Film ziemlich unterschlägt, daß es sich um ein waschechtes Musical handelt. Nicht umsonst gibt es in vielen Foren erboste Kommentare, nicht umsonst sitzen in jedem Kino so einige Leute die ziemlich verblüfft sind, wenn „die da jetz anfangen zu singen.“ Nicht jeder ist mit Herrn Sondheim einigermaßen vertraut und es mutet da schon wie Strategie an, daß der Trailer bis auf eine kurze Szene am Ende völlig Gesangsfrei ist.

    Die Unterstellung ich würde strategisch schreiben, nur weil ich nicht deiner Meinung bin, überhöre ich auch mal. Ich mache meine Kritik an jedem Film einzeln fest und daran welche Ziele er sich setzt. Allgemeine Aufklärung über die Hollywoodmechanismen gibt es genug, ich verweise da auf die Bücher von William Goldman oder Kenneth Bowser.

  • Reply Azurelle 25. 2. 2008 at 14:23

    Denis du hast da nicht ganz aufgepasst, wie meine Kritik gemeint war. Trotzdem danke für den Link.

    Batz, mal ganz ehrlich, du wertest Meinungen häufig auch ziemlich ab, die nicht nach deinem Mund sind und man hört von dir in letzter Zeit immer das gleiche: Hollywood ist so mutlos, traut sich nichts etc etc etc.
    denkst du, du bist der einzige, der das bemerkt?

    Mich stört es, dass du nur meckerst anstatt dich zu fragen wie du als Konsument vielleicht darauf Einfluss nehmen könntest, das so viele feige Filme produziert werden.
    Oder gibt es derartige Bemerkungen von dir, die ich vielleicht übersehen habe?
    Was dann wohl eher etwas damit zu tun haben dürfte, dass ich nicht den lieben langen Tag Zeit habe, um die ganze Seite nach sämntlichen Artikeln und Kommentaren von dir zu durchsuchen.
    Also wäre es wohl in der Tat einfacher, wenn du mir hier einfach kurz sagen könntest, ob ich mit meiner Vermutung recht habe, oder ob du in letzter Zeit ganz besonders frustriert oder sonstiges bist und dich deshalb nicht mehr allzu groß damit rumschlagen willst.

    Und zudem, was du betreffs Todd als Unterstellung auffasst – meinetwegen. Denk aber trotzdem nochmal darüber nach: wenn ich als Kritik anbringe, dass ich selbst ohne den Film gesehen zu haben weiß, dass es ein Musical ist kann man vielleicht verstehen, dass ich den Punkt krisitiere an dem es heißt, dass diese Information gezielt unterschlagen wurde.
    Wenn die Leute sich vor Kinobesuch nicht über den Film den sie sehen informieren wollen – nicht wenigstens ein bisschen – müssen sie sich nicht wundern, dass sie überrascht werden.

  • Reply Batzman 25. 2. 2008 at 18:26

    @Azurelle

    Es gibt ja das schöne Zitat, man muß nicht kochen können um sagen zu dürfen, daß die Suppe versalzen ist. Insofern beschränke ich mich drauf meine Meinung zu einem Film möglichst gut belegt wieder zu geben, rufe aber nicht zur Revolution gegen Hollywood auf. Angesichts des Erfolges von Michael Bay-Filmen und ähnlichem halte ich irgendwelche Aufrufe an die Konsumenten sowieso für vergebene Liebesmüh. Bestenfalls kann jemand meine Argumente nachvollziehen oder entdeckt einen anderen Blickwinkel auf einen Film, den er bislang noch nicht gehabt hat. So geht es zumindest mir beim Lesen anderer gelungener Kritiken. Ich glaube jedoch nicht, daß man als Kritiker wirklich die Welt verändern kann oder Konsumenten aufrütteln. Natürlich ist vieles was aus Hollywood kommt sehr fade und mutlos, wenn man es z.B. mit den 70ern vergleicht, dennoch sorgt allein der immenso Ausstoß an Filmen dafür, daß immer wieder sehr spannende Sachen produziert werden.

    Einen besonderen Frust habe ich nicht, ich schreibe einfach zu jedem Film meine Meinung, ohne drauf zu schielen, wie die Wirkung sein wird. Bewusste provozieren, also einen Film gegen meine Meinung bewerten, weil ich Reaktionen herausfordern will mache ich jedenfalls nie. Ich stehe zu meinen Bewertungen und kann jede davon vertreten – man muß sich eben auch immer die Mühe machen den Text zu lesen und kann sicher nicht jeden Film mit jedem anderen nur anhand der Sternewertungen vergleichen.

    Nochmal zu Sweeney Todd: Du magst wissen, daß es ein Musical ist, andere Filmfans auch. Viele Leute die nur einen Trailer geguckt haben oder irgendwo eien kurze Zusammenfassung gelesen haben wissen es nicht, sowohl hier als auch in den USA, da reicht ein kurzer Blick in die Foren oder die US-Kritiken, die genau den Punkt auch hinterfragen. Natürlich kann man den Leuten sagen, informiert euch bitte vorher, aber es ist einfach augenfällig wie wenig man bei Sweeney Todd betont, daß es ein Musical ist, das ist ganz sicher Kalkül vom Marketing und zeigt das man sich nicht wirklich sicher ist, daß die Mehrzahl der Leute in einen Film gehen möchte, in dem fast 3/4 der Zeit gesungen wird.

    Abgesehen davon ist die Sweeney Tood Kritik von mir ja sehr ausgewogen und attestiert dem Film große Qualitäten, genau wie einige große Schwächen, ist also grade kein einseitiger Verriss der nur provozieren soll, wie du es vermutest.

  • Reply Thank you love, thank you life.. « Genickstarre 25. 2. 2008 at 23:02

    […] einen guten Film. Echt nicht. Meine Begründung deckt sich, wenn auch nicht so fachmännisch mit der Rezension der fünf Filmfreunde. Keine Tiefe bei den Charakteren, schlechte Lieder, Story vernachlässigt. […]

  • Reply Tobi-Man 26. 2. 2008 at 9:04

    Ich fungiere mal als eine Gegenstimme…ich fand Sweeney Todd äußerst gelungen…die Musik kannte ich schon ein knappes Jahr vorher, geb deshalb gerne zu, dass das Gesinge beim ersten Male echt gewöhnungsbedürftig sein kann (was nicht heißen soll, dass ich ein Musicalgegner bin…ich bin ein großer Fan von The Producers und The Rocky Horror Picture Show *g*), aber durch das mehrmalige Anhören, kann ich schon bei manchen Passagen mitträllern. Wie auch immer, Tim Burton hat mal wieder ein schönes Stück Film abgeliefert und ich freu mich jetzt schon auf Tim Burtons Alice im Wunderland :)

    Ach, und die Titlesequenz und das Finale fand ich grandios..vorallem das Ende :D

  • Reply calibanblog » sweeny todd 26. 2. 2008 at 15:12

    […] endlich gesehen. Hm. Naja. Batz Kritik teile ich in Ansätzen. Sein Conclusio allerdings ganz: Der Film hinterlässt ein seltsam-hohles […]

  • Reply F5 — No country for old men 28. 2. 2008 at 17:18

    […] Gegensatz zum anderen Film, der derzeit die Kritik in seltener Einigkeit Lobreden verfassen lässt, kann mich “No […]

  • Reply The KingOli Blog » Sweeney Todd 2. 3. 2008 at 0:42

    […] strenge Aufteilung schiebe ich jetzt einfach einmal der Herkunft als Musical zu. Wie schon bei den 5 Filmfreunden bemerkt sind die Lieder von Sweeney Todd meist nur gesungene Dialoge, es kommen nur wenige Refrains […]

  • Reply Abby Krueger 9. 3. 2008 at 13:27

    Also, ich wusste auch bevor ich ins Kino gegangen bin, dass es ein Musical-Film ist, was man von den beiden die neben mir saßen nicht behaupten kann, sie haben das Kino bereits nach ca. 15 min. verlassen.

    Ich fand den Film nicht so übel, auch wenn der Gesang mich etwas gestört hat.

  • Reply TheAndy 10. 3. 2008 at 10:59

    Sehr interessant finde ich, dass hier leute ja sehr überascht waren das dieser film ein Musical ist und das da dann auch noch leute im Film singen und sogar Depp singt… Nun ja wer nur ansatzweise mal auf den kino seiten geguckt hätte würde all das in einer Minute erfahren. Auch das einfache anschauen des Trailers zeigt das gesungen wird und ja das auch depp singt… manchmal hab ich echt das gefühl hier gehen leute aus langeweile in solche filme weil sie nichts mit ihrer zeit anzufangen wissen… und dann auch noch meine konstruktive kritik schreiben zu können von einem Thema wo sie null ahnung von haben…
    An alle die, die das Musical und die Geschichte mögen: Schaut ihn euch an und bildet euch selber eine Meinung. Ich fande den Film sehr gelungen vor allem die schauspielerischen leistungen waren sehr gut.
    P.S.: das angesprochene „schlecht animierte blut“ hat übrigens den hintergrund, das der film ansonsten in der FSK höher gestuft würde und somit erst ab 18 Jahren wäre. Außerdem kommt es in diesem Film nicht darauf an perfekt fließendes Blut zu sehen, sondern die tragische Geschichte mit sarkasmus und Spannung zu erzählen.

    Mein Fazit: Ein durchaus gelungener Film

  • Reply Nico 14. 3. 2008 at 20:43

    @ Andy: Weil Blut schlecht animiert ist, heißt es, dass es nicht so brutal ist? Glaub ich ja nicht so ganz.

  • Reply Abby Krueger 19. 3. 2008 at 19:18

    @ Nico: Das stimmt schon. Eigentlich ist es sogar so, dass das Blut im echten Leben auch nicht so dunkel ist, wie in den üblichen Horrorfilmen. Da das Blut dort so dunkel rot, manchmel sogar fast schwarz dargestellt wird, oder hast du rot-braunes Blut?

  • Reply Annik 27. 3. 2008 at 13:48

    So damit hier auch mal ewats mehr positives kommt, gebe ich mal meinen senf dazu ab ;)..Also ich war sehr gefesselt von diesen Film und als ich das Kino verlass war ich immer noch wie versteinert…Mir bekomm heute noch eine (schöne) Gänsehaut wenn ich an die Lieder denke…Ich wusste gar nciht das Herr Deep so wunderbar singen kann!

  • Reply Toph Bei Fong 25. 4. 2008 at 0:46

    @ Abby Krueger: hey das stimmt eigentlich auch wieder (mit dem blut). bist wohl freddy krueger fan, nicht wahr? also ich fand den film auch gut.

  • Reply Tempus 16. 6. 2008 at 11:22

    Bin zufällig auf diese Seite gestoßen. Nur ein (etwas verspäteter Kommentar) zu diesem Film: Ich wußte NICHT, dass dieser Film ein Gesangsfilm ist und ich gehöre zu den Menschen, die sich grundsätzlich über einen Film informieren. Meine Quellen: Die eine oder andere großformatige Aneige (Zeitung, Litfaßsäule) und eine Online-Kurzbeschreibung aus dem Internet. Ich war zusammen mit meiner Schwester und ihrem Sohn in der Vorstellung (im übrigen ein über-1000-Plätze Kino, in dem sich nur etwa 20-30 Leute befanden). Nach einer Viertelstunde haben wir es nicht mehr ausgehalten und sind gegangen (es gab nur drei Filme, bei denen ich vor dem Ende gegangen bin, dies ist einer davon). Ich kann nicht sagen, ob der Film gut oder schlecht ist (die Optik und auch die Eingangssequenz fand ich übrigens toll), denn zum einen habe ich ihn ja nicht zu Ende gesehen und zum anderen ist ein Gesangsfilm einfach nicht mein Ding. Fakt ist: wir alle drei haben NICHT gewußt, dass wir in einen Gesangsfilm gehen. Mittlerweile kann man das natürlich überall nachlesen, aber ich glaube, dass sehr viele Menschen von diesem Umstand nichts wußten, die in diesen Film gegangen sind. Ich denke auch, dass hier Marketingstrategen das sagen hatten. Das empfinde ich allerdings als üble Manipulation und dementsprechend bin ich auch sauer- nicht auf den Film oder gar auf Burton oder Depp, sondern auf die, die das zu verantworten haben!

  • Reply Lille 25. 6. 2008 at 13:11

    Ich finde es tatsächlich auch merkwürdig, dass in DIESEM Forum so viele nicht gewusst haben wollen, dass ein Musical ist, als Kinogänger guckt man ja vorher rum und die Leute, die ich kenne, haben es Alle gewusst;
    die meiste Kritik kann ich nicht nachvollziehen bis auf die Anmerkung, dass Depp zu sehr an Edward mit den Scherenhänden erinnert hat, würde ich aber eher mal der nicht sehr einfallsreichen zuständigen Maske zurechnen. Die Filmmusik ist seit Moulin Rouge das beste, was in dieser Richtung auf den Markt gekommen ist, die meisten meiner Freunde trällern sämtliche Lieder schon auswändig (wir haben den Soundtrack).
    Die zwei Hauptdarsteller und ihre Gesichter (nicht einfach mehr nur jung und schön, sondern mit tollem Ausdruck) machen süchtig. Wir waren begeistert von Sweeney Todd. Dagegen dann auch noch das doch im Endeffekt völlig langweilige Sleepy Hollow zu setzen – das verwundert uns doch sehr. Musste mal gesagt werden, zu ausführlicherer (und damit weniger angreifbarer) Kritik fehlt uns die Zeit
    Lille & friends

  • Reply Nilz N Burger 25. 6. 2008 at 13:34

    DIES! IST! KEIN! FORUM!
    und wer Sleepy Hollow „völlig langweilig“ nennt…ähem…nun ja.

    der vergleich zu edward und sleepy hollow drängt sich wohl auf. es sind beides arbeiten von regisseur tim burton zusammen mit johnny depp. und sie haben eine ähnliche grundstimmung (selbst ed wood, der aber mal aussen vor gelassen wird)

  • Reply Binding 25. 6. 2008 at 19:49

    @ Lille: „Sleepy Hollow“ war der letzte noch so richtig gute Tim-Burton-Film, sag‘ ich jetzt einfach mal so geradeheraus!

  • Reply Renington Steele 25. 6. 2008 at 20:25

    @ Binding: Nee, Corpse Bride war der letzte richtig gute Burton ;)

  • Reply Binding 26. 6. 2008 at 10:01

    @ Renington: Ja, ja – „Corpse Bride“ war ebenfalls sehr gut. Aber dort wird halt leider auch gesungen, und da kringeln sich bei mir immer alle Zehennägel. Außerdem suhlt sich Burton seit Jahren irgendwie nur noch in seiner altbekannten Ästhetik, während dieser düstere Gothic-Style bei „Sleepy Hollow“ noch einigermaßen neu und cool war.

  • Reply Abby Krueger 13. 7. 2008 at 11:31

    Ja, so könnte man das sagen. Und du bist wohl Avatar Fan?

  • Reply trullabarbie 19. 8. 2008 at 1:46

    also ich hab den film gerade auf dvd gesehen und ich muss sagen dass ich echt beeindruckt war… gut, für meinen geschmack hätte ich nicht unbedingt sehen müssen, wie das blut so übermäßig aus den aufgeschlitzten hälsern gespritzt ist, aber das ist wohl ansichtssache. Der Gesang hat mich sehr berührt, vor allem auch die Stimme von Depp, der dem ganzen mit seiner nicht professionellen aber sehr gefühlvollen stimme trotzdem die richtige note gegeben hat. Die stimmung war wunderbar düster, großes kompliment an maskenbildner, regisseur&Co.

    ich kann diesen film nur empfehlen, und würde ihn auch immer wieder gucken (aber diesmal mit hand vor augen bei den blutigen szenen =) )

  • Reply weinachtsbaer 19. 8. 2008 at 12:24

    hier mal mein kommentar, habe den Film letztens im fernsehen auf prem gesehen und obwohl ich ein musical hasser war bin ich von diesem film einfach nur begeistert.johnny Depp, Helena Bonham haben einfach super gespielt das bestätigt für mich auch das depp einer der besten schauschpieler ist,gesungen haben die darsteller meiner meinung auch sensationell! kurzum ich hab mir die blueray bestellt da der film auf FULL HD und mit dts bestimmt noch besser kommt! SUPER FILM meiner meinung locker 10 sterne wert in einer welt wo es so viel scheiß in den kinos gibt den ihr euch auch anschaut!

  • Reply jacky 8. 9. 2008 at 13:46

    ich kann zu dem film nur sagen das er gut ist.
    denn ich bin eine die algemein gerne musicals sieht.
    selbst mein mann der eigendlich keine musicals mag findet den film gelunegn.
    die schauspieler haben das nach meinem empfinden ganz gut gemacht und gut rüber gebracht da habe ich schon schlechtere filme gesehen wie z.b. charlie und die schokoladen fabriek.
    habe mir den jetz schon 4 mal angesehen seit dem ich den habe und immer wieder bin ich aufs neue faszieniert.
    aber das schöne ist ja das jeder seine eigene meinung zu filmen hat das jeder seine meinung sagen kann.

  • Reply kitty 28. 12. 2008 at 15:03

    hey
    ich finde der film ist eig sehr gut nur weniger lieder das wäre besser es stört etwas das fast nur gesungen wird aber sonnst daumen nach oben :-)

  • Reply lametta 6. 1. 2009 at 13:40

    Da ich meinen Eindruck von Sweeny Todd hier so noch nicht gefunden habe, poste ich ihn einfach auch mal:
    Von der Ausstattung war ich ( wie immer in Burton-Filmen ) äußerst begeistert. Die viele Musik hat mich nicht gestört. Im Gegenteil. Sie geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf. Doof war nur, dass ich – mangels ungenügender Englischkenntnisse – die Untertitel mitlesen musste und so nicht viel von der Mimik der allesamt wunderbaren Darsteller mitbekam. Die Story an sich ist ja eigentlich wie so viele große Geschichten: Es konkurieren Männer um Macht, weil sie nicht schaffen, zu Menschen eine wirkliche Beziehung aufzubauen. Sie wenden sich lieber den Dingen (hier symbolisch die Messer) oder zur direkten Machtausübung per Beruf zu (hier das Bild des Richters, der in der „Gerichts-Szene“ sogar damit kokettiert, dass er sein Herz für sein hartes Urteil über das Kind wegsperren muss).
    Beeindruckend fand ich, wie im Duett auf dem Barbierstuhl beide Darsteller die Kontrahenten ähnlich werden lassen, während sie „Pretty Women“ so begnadet performen.
    Erlösung soll eigentlich die Liebe bringen ( meist in Form einer Frau ).
    Das wird in Sweeny Todd auch angerissen ( besonders schön im Gesangsduett „My Friends“. Da wäre noch möglich gewesen vom Rachefeldzug umzukehren und wieder ins Leben zu kommen.
    Erfrischend fand ich das sehr moralische, wenn auch morbide, Ende.
    Auch wenn ich gerne habe, wenn das Gute siegt:
    Die Liebe kann halt nicht alles schaffen.
    Zu dieser Beurteilung des Films kam ich aber erst Tage nach dem Anschauen. Zuerst habe ich mich über den abrupten Schluss aufgeregt.
    Denkt man drüber nach, hat aber schon alles seinen Sinn.

    Finde die Seite hier übrigens klasse und werde garantiert öfter mal vorbei schauen.

  • Reply FrommeHelene 7. 6. 2009 at 21:04

    Ich bin beim Lesen der Kommentare hier schon fast verzweifelt, aber der letzte Kommentar hat mich dann doch gerettet. Endlich mal jemand, der über das Splatter-Image des Filmes hinwegsieht, und interpretiert. Der Film hat tatsächlich eine Aussage und die ist durch die schauspielerischen Fähigkeiten (nicht leblos. Das zeigt, wie verhärtet Sweeneys Emotionen sind.) perfekt rübergebracht.
    Klar war es ein typischer Burton, aber – never change a rolling system ;)

  • Reply Kai 23. 10. 2009 at 16:26

    Ich find den Film super. Die Stimmung ist gut getroffen und die Story ist cool. Und wer Benjamin Barker als emotionslosen Killer und Psychopath darstellt, der sollte sich mal fragen, was er in der Situation getan hätte!!!
    Ich finde im Übrigen, dass diejenigen, die keine Musikals mögen, den Film trotzdem angucken und danach wegen der eigenen Abneigung schlechte Kritik geben, sich eigentlich ja bloß wichtig machen und Streit mit den Fans anzetteln wollen!!!

  • Reply Johnny Depp fühlte sich vor Vaterschaft leer und frustriert 8. 5. 2012 at 14:20

    […] Lottoschein zurückgeben Emotionen: 31* | 1* | 1* In Blogs gefunden: Sweeney Todd Die Fünf FilmfreundeWas den Gesang angeht schlage sich alle sehr wacker bei Depp unterstützt die brüchige eher […]

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