Stirb langsam, die Entstehungsgeschichte

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Auf spOns „Eines Tages“ gibt es einen schönen Text zur Entstehungsgeschichte von „Die Hard“:

So verschwand “Nothing Lasts Forever” erstmal in der Schublade und geriet in Vergessenheit – bis Arnold Schwarzenegger 1985 seinen 60-Millionen-Dollar-Hit “Phantom Kommando” feierte.

Offenbar war hier ein neuer Stern am Actionhimmel aufgegangen. Gab es da nicht noch dieses Buch? Ein einzelner Mann gegen eine Handvoll Terroristen in einem Hochhaus, eine Geschichte wie gemacht für den neuen Darsteller. Der Regisseur, John McTiernan, wurde verpflichtet. Jeb Stuart und Steven de Souza bekamen den Auftrag, die Romanvorlage in ein Drehbuch umzuarbeiten – alles schien seinen Gang zu gehen, bis jemandem auffiel, dass Fox schon wieder vergessen hatte, den Hauptdarsteller zu fragen. Arnold Schwarzenegger hatte keine Lust, auf eine Fortsetzung von “Phantom Kommando”.

Allerdings war die Produktion schon so weit fortgeschritten, dass es kein Zurück mehr gab – also wurde kurzerhand Sylvester Stallone gefragt. Der hatte aber keine Lust, weswegen man sich an die Siebziger-Jahre-Action-Ikone Burt Reynolds erinnerte – die auch ablehnte. Das wiederum war der Grund dafür, dass das Buch schließlich auf dem Tisch von Richard Gere (!) landete. Als der schließlich auch absagte, fiel irgend jemandem diese Fernsehserie mit diesem Typen und dem Model ein. Wie hieß der Mann noch gleich?

Bruce Willis hatte den Vorteil, dass er günstig zu haben war (günstiger als die Anderen zumindest, er bekam fünf Millionen Dollar Gage). Dafür ging allerdings auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemand wegen dem Fernsehschauspieler ins Kino. Die Produzenten Lawrence Gordon und Joel Silver waren sogar so wenig von Willis als Zugpferd überzeugt, dass sein Gesicht auf den ersten Filmplakaten nicht auftauchte.

Auch beim Soundtrack stellten die Macher des Films ihr Improvisationstalent unter Beweis. “Alien” hatte sich 1979 als Riesenhit entpuppt, so dass Fox 1986 eine Fortsetzung nachlegte. Der Komponist James Horner schrieb die Filmmusik, darunter auch die Melodie, die während des finalen Kampfes zwischen Ripley und der Alienmutter losschmettern sollte. Doch Regisseur James Cameron entschied, in der entscheidenden Szene lieber auf Musik zu verzichten. Aber wenn der Songschnipsel schon mal da war, könnte man ihn ja auch einfach in “Stirb Langsam” einbauen. Schließlich war er schon bezahlt.

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5 Comments

  1. Jott

    Kann sich irgendjemand Frankieboy in der Hauptrolle vorstellen?

    “Fly me to the Moon, Motherfucker!”

  2. suicide

    Wenn ich mich noch recht erinnere, ist Sly heute der Meinung, dass es ein großer Fehler war die Rolle abzulehnen.
    Da gab es doch mal eine Interview Reihe zum Start von Rocky 6 bei Ain’t it cool news, wo er “ehrliche Antworten” gab. Da war das glaube ich dabei.

  3. SpielerZwei

    Solche Geschichten sind immer ganz witzig. Das gibt es ja zu sehr vielen Kino-Hits. Wenn ich nur daran denke, wie damals die Presse reagierte, als Carpenter und Hill einen ehemaligen Kinderstar für die Hauptrolle in EFNY besetzten…

  4. ph0

    “Leider zog der Film drei wahnsinnig schlechte Fortsetzungen nach sich, die in der Reihenfolge der Sequels immer schlimmer wurden.” ?!

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14