Review

Horton hört ein Hu!

Standard, 14. 3. 2008, Nilz N Burger, 15 Kommentare

„- Sie haben Vlad auf dich angesetzt!
– Vlad, das kleine Häschen, das immer Schokoladenkekse backt?“

Originaltitel: Horton Hears a Who!
Regie: Jimmy Hayward und Steve Martino
Sprecher Deutsch: Christoph Maria Herbst, Anke Engelke
Sprecher Englisch: Jim Carrey, Steve Carell, Will Arnett

[rating:4]
[rating:4](Mal Sehen)
[rating:3](Batzman)

horton-klein.jpg

Horton ist ein lieber Elefant im Dschungel von Dümpels. Er kann keiner Fliege was zu Leide tun und unterrichtet die anderen Tierkinder den lieben, langen Tag über die Wunder der Natur. Eines Tages, beim baden, hört Horton einen ganz ganz leisen Hilfeschrei. Und entdeckt, wo der herkam: Von einem Staubkorn. Den anderen Tieren, allen voran das zickige Känguruh, erzählt er von dieser Entdeckung, aber niemand glaubt ihm. Denn ausser ihm, mit seinen riesigen Elefantenohren, kann niemand sonst das Staubkorn rufen hören. Horton geht der Sache auf den Grund und lernt eines der Staubkornwesen, zumindest akustisch, kennen. Es ist der Bürgermeister der Hu-Stadt. Für ihn ist die Entdeckung von Horton auch ein schwerer Schlag. Er lebt nur auf einem Staubkorn, in der Hand resp. dem Rüssel eines Elefanten? Auch in Hu-Town ereilt ihn ein ähnliches Schicksal, wie Horton: Niemand will ihm glauben. Der Ältestenrat der Stadt bereitet gerade die 100-Jahr-Feier vor und da kann man Störenfriede nicht brauchen. Hortons Fürsorge um das Staubkorn wird mit Argwohn aufgenommen: Frau Känguruh will das Horton das Staubkorn vergisst und sich wieder in das ruhige und geordnete Leben im Dschungel fügt. Aber Horton will die Hus beschützen, koste es was es wolle. Der böse Geier Vlad wird beauftragt, Horton das Staubkorn, welches er auf einem Klee herumträgt, zu stehlen. Als ihm das gelingt geht für Horton das Abenteuer los und er muss seinen Elefanten stehen. Dabei stösst er auf immense Widerstände und Probleme. Ausserdem ist jeder Sturz des Staubkorns gleichzeitig ein Erdbeben in Hu-Stadt. Das ganze gipfelt natürlich in einem wilden und entfesselten Mob der Tiere und spätestens da wird es auch für Horton wirklich brenzlig.

Horton hört ein Hu basiert auf einem Kinderbuch von Dr. Seuss und wenn dies auch kein Erziehungsratgeberblog ist und auch niemals sein wird: Diese Bücher sind uneingeschränkt allen Menschen mit Kindern wärmstens ans Herz zu legen. In Amerika zählen sie längst zu den Klassikern der Kinderbuchliteratur, hierzulande sind sie eher noch nicht so bekannt. Aber ich habe regelmässig meinen Spass, wenn ich meiner Tochter eines der Bücher vorlese. Die sind herrlich albern und angenehm moralisch. Angenehm deswegen, weil die (meistens überklare) Botschaft mir irgendwie immer einleuchtet und sich in etwa mit den Erziehungszielen deckt, die ich meiner Tochter vermitteln will.

Bei Horton ist das nicht anders. „A person´s a person, no matter how small!“ ist der Satz, den der Elefant im Buch nicht müde wird zu sagen. Und auch im Film kommt einem dieses Zitat öfters unter. Und das ist ja mal eine Botschaft gegen die man wirklich nichts vernünftiges einwenden kann.

Kommen wir aber zum Film selbst: Ich hab ihn mit meiner Tochter geguckt. Die ist 6 Jahre alt und ich muss sagen: Ich hab sie schon lange nicht mehr so laut und so oft im Kino aus vollem Herzen lachen gehört. Dazu gabs aber auch allen Grund: In dem Film wird rumgealbert, das es eine wahre Freude ist. Dazu passt auch das Setting des bunten und fröhlichen Dschungels in dem zwar alle Tiere irgendwie an ihre Artgenossen erinnern, aber dann doch so bunt und comicartig sind, das man das Gefühl hat, in einem Regenbogen zu sitzen. Die Animationen gehen voll in Ordnung, die Tiere wirken, trotz ihrer extremem Comichaftigkeit, sehr plastisch, eigentlich so wie man sich solche Filme immer vorgestellt hat, bevor Computeranimationen das grosse Ding wurden.

Was mir ebenfalls sehr gefallen hat: Die Anspielungen. Das „Apocalypse now“ – Zitat kennt man ja schon aus dem Trailer („Ich liebe den Geruch von Bananen am Morgen!“) aber auch andere popkulturelle Phänomene kommen vor: An einer Stelle träumt sich Horton als grosser Held, der das Staubkorn rettet. Sein Traum ist aber nicht nur in herkömmlichem 2D-Zeichentrick-Stil gehalten, das ganze sieht auch noch aus wie eine x-beliebige Mangaserie. Mit all den typischen Mangabildern: Grosse Augen, dynamischer Splitscreen, dicke Träne am Auge, übertriebene Speedlines und Ausrufe in japanischen Schriftzeichen. Das Schöne an dem Gag: Er hat mehrere Lesarten. Erstmal als Verballhornung, der bei den Kids so beliebten, viel zu schnellen Anime-Serien. Dann als schlechter Power Rangers Klon. Und auch noch, schon aus Stilmixgründen, als Zitat auf Kill Bill. Herrlich anzuschauen.

Überhaupt: Slapstick wird in dem Film gross geschrieben. Es wird gestürzt, gefallen, ausgerutscht, gesprungen, geflogen, gerempelt und geschüttelt, das Buster Keaton froh wäre zu sehen, was mit seinem Erbe passiert. Und auch die vermeintlichen Erwachsenengags haben ihren Platz: Als die Känguruhmutter die Tiere anstachelt, Horton seinen Klee zu entreissen, sagt sie, das sie das nur den armen Kindern zuliebe täte, die ja sonst ein falsches und unrealistisches Bild der Welt vermittelt bekämen. Woraufhin sich ein erregter Gorillavater aufbäumt und ruft: „Die Kinder! Denk doch jemand an die Kinder!“ Und wer jemals bei einem Elternabend war, der kann sich über solch eine Szene gleich doppelt amüsieren. Oder der etwas debile Killer-Geier Vlad, der Frau Känguruh, als sie ihn beauftragen will, gleich mehrere Szenarien pitcht, was er mit Horton und dem Klee anstellen würde. Nämlich das Staubkorn runterschlucken, auswürgen um es dann gleich nochmal runterzuschlucken.

Dabei verkommt der Film aber nie zu einer einfachen Gag-Nummern-Revue, wie es bei Shrek manchmal der Fall war, sondern hat immer straight das Ziel der Geschichte vor Augen. Und treibt sie dementsprechend an. Ich gebe zu: Ich war etwas skeptisch. Erstens ist das Buch, also die Originalgeschichte nicht wirklich besonders lang und zweitens fand ich das schon der erste Ice Age (vom Team das auch Horton gemacht hat) mit schwer auszuhaltenden Längen vollgepackt war und nie so richtig aus dem Quark kam, geschweige denn besondern lustig war. Dafür waren mir die Charaktere zu einseitig und die Settings zu öde. Ich wurde eines besseren belehrt. Horton flutscht durch die Zeit die er dauert und schafft es dabei eigentlich nie zu langweilen. Die Figuren haben alle eine klare Funktion, man darf also nicht von ausgefeilten Charakterprofilen ausgehen, schaffen dammit aber eine leicht zugängliche Welt in der man sich sofort orientieren kann. Ein ernsthafter Pixar und Shrek Konkurrent. Finally.

Auch die Musik macht eine Menge aus: John Powell mausert sich zu einem neuen, modernen John Williams. Horton hat schon als Titelmusik einen so grandiosen Heldenscore, der in seiner Fanfarigkeit an Indiana Jones erinnert und dabei doch nicht zu einem langweiligen Look-alike wird, sondern perfekt auf den Film einstimmt. Die Calypsotunes in harmonischen Dschungelzeiten gehen ok und die grossen Abenteuer-Orchester-Tunes, wenn Horton das Staubkorn retten will, blasen einem um die Ohren, wie man es sich wünscht. Natürlich hat mich das Finale des Films besonders gefreut: Ähnlich wie bei Shrek singen hier nochmal alle zusammen ein Lied. Und zwar eins, das so 80er und gleichzeitig so cool ist. Und das mir auch deswegen gefallen hat, weil ich es schon Mädchen auf Kassetten aufgenommen habe. „Can´t fight this feeling“ von REO Speedwagon (Original / Horton). In einer bezaubernd charmanten Version von den Hus und den Tieren zusammen gesungen. Nur für diese Sequenz würde ich mir den Film nochmal im Kino ansehen.

Kurzum: Horton ist der perfekte Familienfilm. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob der auch ohne funktioniert, wenn man nicht ein gewisses Fable für viele Farben hat. Und man darf keine beissende Ironie oder gar Sarkasmus erwarten. Die Tiere haben alle, so scheisse sie sich auch verhalten, etwas liebenswürdiges und der Film wartet so lange, bis das auch beim letzten zum Vorschein kommt. Das ganze ist ein Animationsfilm für Kinder, bei dem sich Erwachsene auch kaputt lachen können. Vielleicht vergleichbar mit „Ein Königreich für ein Lama“, dem letzten wirklich gelungenen Disney-Zeichentrick-Film. Einigen wir uns doch einfach darauf: Schon jetzt mein Anwärter für den Feel-Good-Film des Jahres. Sozusagen ein animierter Forest Gump.

Mal Sehen Mal Sehen sagt dazu:
Eigentlich ist hier nichts hinzuzufügen, also fasse ich ganz kurz meine Eindrücke zusammen:

  • Die OV scheint mir synchronstimmenmäßig ein klitzekleines bisschen lustiger zu sein.
  • Manche Gags lösten in Reihe E, Platz 11 und 12 brutalstes Gelächter, aber den restlichen Plätzlichen höchstens fragende Gesichter aus. Witzetechnisch geht man also nicht nur auf die Kleinen ein.
  • Als zum Ende gesungen wird, schlage ich zuerst mit dem Kopf auf die Lehne vor mir auf, ertappe mich aber beim Verlassen des Kinos dabei, dass ich die Melodie fröhlich mitsumme, während die Kleine lauthals singt. „Feel-Good-Film“ trifft es also auf dem Kopf!

Batzman Batzman meint:

Horton hört ein Hallelujah!

[rating:3]

I hate to be the one to point out the elephant in the room but… okay ich finde den Film ausgesprochen zwiespältig.

Die Animation von “Horton” ist großartig. Die liebenswert eigensinnigen Zeichnungen Theodor Geisels werden hier stimmig und mit viel Liebe zum Detail eingefangen. Keine Spur mehr von der aseptischen Spar-Animation, die die Ice Age-Filme der Macher durchzog, hier wird Computeranimation geboten, die sich wirklich souverän und ohne unnötige Effektmätzchen der Geschichte dient. Selten war CGI so nahe am Zeichentrick und dessen warmherziger Knuffigkeit.

Sowohl Hortons Dschungelwelt, als auch der Planet der Whos strotzt nur so vor Details und Lebendigkeit, die Figuren haben typische Zeichentrick Gummieglieder, die sie von den steifgliederigen Kollegen vieler Animationsfilme wohltuend unterscheidet.

Auch die Stimmcast weiß zu überzeugen. Jim Carrey nimmt sich wohltuend zurück und lässt Horton nicht zu einer Clownsfigur verkommen, während Steve Carell als trotteliger Bürgermeister ordentlich aufdrehen darf. Und trotz vieler niedlicher Figuren versuppt der Film nie in den schmalzigen Untiefen von Pixarfilmen. Die Macher haben sehr genau hingeschaut und schaffen es wie in Shrek einen recht gelungenen Mix aus Kinderfilm, aufgepeppt mit neuzeitlichen Anspielungen zu servieren, der auch erwachsene Zuschauer ansprechen dürfte. Von Apocalypse Now über MySpace, Handys oder Pokemon wird hier einiges durchzitiert, mal mehr mal weniger subtil, bis man sich – wie beim PDI-Vorbild-Shrek am Ende zu einem gemeinsamen Song zusammenfindet.

Zwischendrin gibt es viel putziges zu entdecken. Mal spielt eine Stück von „The Who“ im Hintergrund, mal gibt der Grinch sich in einem Cameo die Ehre und Bürgermeisters Söhnchen kommt gleich als Emokid daher.

Horton hört ein Hallelujah

Das ist alles sehr putzig und macht oftmals viel Spaß. Und doch gibt es immer wieder Momente, die einem auf den Magen schlagen, wenn man sich die Message des Films näher ansieht. Nicht erst seit diesem Film haben die Abtreibungsgegner Amerikas das Motto des Story “A person is a person no matter how small” zu eigen gemacht und ziehen damit in ihren Kampf gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind. Nichtmal eine Klage von Theodor Geisel selbst, der sich gegen die Instrumentalisierung seiner Geschichte wehrte, konnte sie stoppen. Auch seine Witwe setzt seinen Kampf fort, bisher jedoch ohne Erfolg: Jüngst stürmten Abtreibungsgegner die Premiere des Films um für ihre frohe Botschaft zu werben.

Doch wenn “Horton hears a who” etwas nicht ist, dann ist es eindeutig. Die Originalgeschichte von Geisel lässt sich interpretieren und darf noch als ehesten als eine Geschichte, die sich für Toleranz und Respekt vor dem Andersartigen einsetzt verstanden werden – auch wenn sie ihrem Subtext als Entschuldigung Geisels an die japanische Nation gedacht war, die er in seinen Cartoons im zweiten Weltkrieg als klein und unwichtig dargestellt hatte. Sieht und hört man jedoch die Filmfassung, dann bleibt von der Ambivalenz der Geschichte nicht soviel über. Nicht nur, daß die Geschichte (die Geisel selbst mit einigen zeitgenössischen Seitenhieben auf McCarthy spickte) um als Spielfilm durchzugehen mit unnötigen Füllszenen in die Länge gestreckt werden muß und dadurch streckenweise redundant und ausgebremst wirkt, sie wurde ebenfalls ihrer Mehrdeutigkeit beraubt.

Wenn man erlebt, wie das Känguruh in der Filmfassung redet, dann glaubt man schnell das Zerrbild eines agressiven Atheisten vor sich zu haben. “Was man nicht sieht, was man nicht hört, das gibt es nicht”, lässt man es häufiger sagen, und damit seinen fanatischen Hass auf Horton rechtfertigen. Horton verdürbe den Geist der Kinder, Horton habe einen schlechten Einfluß. Das muß jener Mehrheit an Gläubigen, die sich vom Atheismus a la Richard Dawkins bedroht und als verfolgte Minderheit sehen doch aus dem Herzen sprechen. Perfide dabei: Der Atheist wird im Gewand eines religiösen Fanatikers dargestellt, der seinen Unglauben zur Religion gemacht und die Kinder vor der religiösen Indoktrination durch Horton mit Heimunterricht schützt.

Derweil muß der debile Bürgermeister gegen den bösen Stadtrat kämpfen, der trotz eindeutiger “Wunder” nicht glauben will, daß dieser als einziger einen direkten Draht zu Gott hat. Horton, der unsichtbare Elephant im Himmel über ihnen, der sie alle erretten wird, wenn sie nur an ihn glauben. Überhaupt wird Glauben sehr groß geschrieben, grade zum Ende hin dankt Gott Horton seinem Propheten dem Bürgermeister mehrfach dafür, daß dieser von Anfang an an ihn geglaubt habe.

Ein doppelter Kampf der verfolgten Gläubigen gegen die arglistigen und bösen Atheisten findet hier statt, sowohl im Dschungel als auch in Whoville, den am Ende natürlich die Gläubigen gewinnen. Das quasi im Vorbeigehen noch ein Schwulenwitz untergebracht wird, als der Bürgermeister seine Ahnengallerie aufzählt und einen seiner Großväter als Fummeltunte zeigt, passt da irgendwie ganz gut ins Bild. Aber da Christen ja großherzig sind und alles verzeihen, wird sogar dem bösen Dawkins-Kanguruh am Ende vergeben. Die eigentliche Botschaft des Buches, in dem derart platte und eindeutige Aussagen nicht vorkommen, bleibt dabei fast auf der Strecke. Statt zu erklären, daß auch Kinder ernstgenommen werden sollen und man sie nicht unterschätzen darf (denn dafür steht Geisels Aussage im Endeffekt), wird hier eine schwammiges Konzept einer wissenschaftlich dominierten Welt aufgezeigt (Horton ist obendrein ja auch Lehrer und es wird ihm verboten seine Sichtweise auf die Evolution, pardon auf die Who-Welt mit den Kindern zu teilen, genauso wie den armen Kreationisten verwehrt wird ihre Lehre allen Kindern gleichberechtigt aufs Auge zu drücken), das Kreativität, Phantasie und Glauben stigmatisiert und hasserfüllt verfolgt. Für einen kurzen Moment scheint das Känguruh sogar mit einem Kindsopfer (=Abtreibung) zu spielen, als es sich um seine Ziele durchzusetzen mit einem Geier verbündet. So sind sie die Atheisten, die machen vor nichts halt.

Das Fazit ist extrem zwiespältig. Auf der einen Seite stehen gute Gags, eine wirklich grandiose Animation, ein wunderbarer Voicecast (zumindest im Original – im deutschen wird mit der Eindeutschung der Whos in Hus ja schon der erste Gag getötet) und viele ironische Alltagsreferenzen – auf der anderen Seite steht eine Botschaft, die zumindest mir ziemlich schwer im Magen liegt, zumal sie recht wenig mit der Vorlage zu tun hat.

Aber vielleicht ist da ja wieder einer dieser Filme, bei denen man das Hirn abschalten muß… und auf Gott vertrauen?

***

Mehr zu Theodor Geisels politischen Aktivitäten und Subtexten in seinen Büchern findet sich hier

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4. 2. 2009

15 Kommentare

  • Reply Abspannsitzenbleiber 14. 3. 2008 at 12:45

    Hatte zwar kein Töchterchen dabei, aber ansonsten ging es mir genau wie Nilz. Eine höchst erfreuliche Überraschung, die sich vor Pixar- und Dreamworks-Trickfilmen nicht zu verstecken braucht. Mein Review steht hier.

  • Reply Benane 14. 3. 2008 at 15:42

    ich hasse CGI filme der einzigste wirklich gute war ist und bleibt toy story. denen fällt auch nichtsmehr ein als irgentwelche tiere zu animieren weil sie zu faul sind was neues zu machen. Ich will wieder ZEICHENTRICK!!!!!!!!!!! z.b. Turtles da wär ich 100%ig rein wenns zeichentrick gewesen wär aber so computeranimiert ist scheiße das bringt nicht so viel rüber wie nen guter zeichentrick!!!

  • Reply Himbeerlola 14. 3. 2008 at 16:56

    Wie süss. Ein Mixtape-Mann. Und ich dachte schon, die wären inzwischen ausgestorben! ;o) Hmmm…ich steh zwar nicht auf animierten Kinderkram, aber der hier klingt verlockend. Schaun wa ma, dann wer ick vielleicht ooch sehn…

  • Reply Himbeerlola.de » Blog Archive » Jim Carrey promotet Horton hört ein Hu bei American Idol 14. 3. 2008 at 17:56

    […] ganz entzückendes Review zu Horton hat übrigens der Nilz verfasst und die olle kinderfilmverachtende Lola damit schon so gut wie sicher ins Kino gelockt! […]

  • Reply Nilz N Burger 14. 3. 2008 at 22:22

    @ benane: toy story ist für mich eigentlich auch noch die absolute referenz wenn es um computeranimierte filme geht. den find ich nachwievor weltklasse. der zweite geht auch noch klar. das sie nun tiere animiert haben, weil ihnen nichts anderes eingefallen ist, ist ein bischen benane…äh..banane. denn natürlich wurden hier tiere animiert, denn in dem buch geht es ja auch um tiere. da könntest du dich auch aufregen das in toy story die spielzeuge lebendig werden, nur damit es den kindern gefällt. sorry, aber das ist wirklich käse. gib horton eine chance, als old-school-ts-fan kann er dir sogar gefallen. turtles, ob animiert, als zeichentrick oder realverfilmung geht aber mal so gar nicht klar. in keiner version.

    zeichentrick ist tot, finde dich damit ab. wenn man „die kühe sind los“ gesehen hat, den letzten disney-zeichentrick, kann man darüber auch eigentlich nur sehr froh sein. die zeit geht halt weiter.

    ach so: sorry for the klugscheissung, aber es heisst „einzige“. es kann keine steigerung von einzige geben. das ist eines der zwei wörter, bei denen ich mich mit dem verbessern nicht zurückhalten kann…:)

    @ himbeerlola: wir echten sterben nie aus..;)

  • Reply Arno Nym 15. 3. 2008 at 0:46

    Ich habe ein großes Problem mit Animationsfilmen: Ich rege mich immer darüber auf, dass es doch der selbe Käse ist wie immer, will sie Scheiße finden und sitz dann meist doch da und Schmunzel und amüsier mich bestens.

    Horton hört ein Hu ist aber dann doch einer der Animationsfilme, die weit oben ansiedeln würde. Dieser Charme ist wirklich selten erreicht worden. Ich habe mich wieder einmal gut amüsiert.
    Und der Wall-E Trailer hat auch schon wieder gereicht mich zu Ködern *grml*

  • Reply F5 — Ice Age 3 - Poster 16. 3. 2008 at 9:51

    […] Sehen fügt noch hinzu: Den Teaser-Trailer dazu kann man übrigens vorab bei Horton hört ein Hu schauen. Die Geschichte des Trailers ist beinahe erschreckend: Scratch scheint in der Zeit […]

  • Reply Horton hört ein Hu! » wirklich, ansehen, unbedingt » Salzstangenblog 16. 3. 2008 at 11:33

    […] FFF […]

  • Reply Felix 17. 3. 2008 at 14:57

    @Batzman

    Mich würd interessieren ob du Horton hört ein Hu in der Originalfassung gelesen hast? Ich habs nicht und erlaub mir da kein Urteil drüber. Die verlinkte Dokumentation hab ich mir angeschaut und muss sagen das mir der Typ sympatisch ist, aus Fehlern gelernt hat und eigentlich nen gutes Vorbild ist.
    Allerdings sollte sich manch einer mal das Vorwort von Lord of the Rings durchlesen. Wie bei jedem Stück, das so reich an Interpretationsmöglichkeiten ist, ist die Frage ob es sich um eine Allegorie oder um die Anwendbarkeit (um bei Tolkiens Wortwahlzu bleiben) handelt etwas das man nicht klären kann. Es hat deiner Aussage nach eine faden Beigeschmack wenn man es mal so nennen kann.
    Deine negative Darstellung von „Christen“ allgemein (ich fühl mich da noch nicht mal gekränkt) beruht denke ich auf deiner falschen Ansicht das Glaube/Religion das gleiche sei wie Kirche. Den was du beschreibst sind die durchgeknallten Sekten/Kirchen etc aus Amiland.
    Das die Offenheit für Andersdenkende und der Wert jedes Lebens auch in den Sachen drinsteckt, die du beschreibst, ist dir hoffentlich klar. Und das sind wohl keine schlechten Dinge.
    Wenn du das natürlich labelst mit Abtreibung und Glaubensunterdrückung/Kreationisten ist das dein Bier.

  • Reply F5 — Nicht nur Kinderkram: The Politics of Dr. Seuss 17. 3. 2008 at 16:05

    […] Felix: @Batzman Mich würd interessieren ob du Horton hört ein Hu in der Originalfassung gelesen hast? Ich habs… […]

  • Reply Batzman 17. 3. 2008 at 16:33

    @Felix

    Was die Doku angeht bin ich da deiner Meinung. Seuss war durchaus sympathisch und jemand der sich weiterentwickelt hat. Ich hab die Doku auch eher verlinkt um drauf hinzuweisen, daß es keineswegs so abwegig ist in den Stories mehr zu sehen, als oberflächlich zu erkennen ist. Seuss selbst war hat seine Stories mit Subtexten aufgeladen, insofern find ich es legitim zu gucken welchen Subtext die Filmemacher in ihrer Adaption eingebaut haben. Und der Unterscheidet sich für meinen Geschmack, mit seinen ganzen christlichen Obertönen gewaltig von dem Seuss erzählt. Meine Kritik richtet sich gegen die Filmemacher, nicht gegen Seuss. Ein expliziter Satz wie: „If you don’t see it… it don’t exists“ kommt bei Seuss nicht vor und es stellt sich die Frage ob so ein markanter Satz, der direkt der Auseinandersetzung von Atheisten und Gläubigen in den USA entnommen ist, wirklich nur zufällig im Film gelandet ist. Genauso könnte man behaupten das Zitat: „I love the smell of bananas in the morning“ wäre nur Zufall und niemand hätte dabei an Apocalyse Now gedacht. Die Gott-Allegorie ist auch nicht sehr subtil, wenn gesagt wird, daß man einfach an den unsichtbaren Elefanten im Himmel glauben muß, weil man ihn eh nicht sehen könne. Und warum diese eindeutige Propheten-Figur des Bürgermeisters, der im Buch auch bestenfalls eine Nebenrolle ist? Warum verkommt die im Buch sehr wichtige Rolle des kleinen Jungen, dessen Stimme den Unterschied macht im Film fast zu einem Nebenschauplatz, der in der Beziehung zwischen Gott und Prophet eher beiläufig abgehandelt wird? Und natürlich beziehe ich mich bei einem amerikanischen Film auf die dortigen Gläubigen, die keineswegs eine kleine Minderheit sind. Immerhin stellen Sie derzeit den Präsidenten – die Kritikerin Mary Anne Johanson, fragt sich sogar, ob der Mayor mit dem großen Dabbeljuh im Büro, der von allen als Trottel angesehen wird, aber letztlich doch Recht hat, nicht sogar als verklausulierter Mini-Bush angesehen werden kann. Das Religion sich moralische Werte unter den Nagel gerissen hat um damit den Glauben an Übersinnliches zu rechtfertigen, finde ich eh immer etwas anstrengend. Man muß nicht gläubig sein um zu wissen, daß Leute totschlagen irgendwie nicht so toll ist und daß es andere moralische Werte gibt, die sinnvoll erscheinen wenn man mit anderen zusammenleben will. Diese Werte gab es aber schon vor Religionen und ganz sicher vor dem Christentum – insofern fin dich die Annektierung moralischen Verhaltens als „christliche Werte“ immer etwas anstrengend.

    Interessant in dieser Diskussion ist vielleicht auch dieser Thread aus einem rechtskonservativen Forum. Hier zeigt sich, daß meine Lesart der Story keineswegs so absurd ist, denn auch in dem Thread wird das Känguruh als Links-Faschist bezeichnet.

  • Reply Batzman 17. 3. 2008 at 17:02

    abonniert

  • Reply Marcus 1. 4. 2008 at 1:19

    @Nilz: „zeichentrick ist tot, finde dich damit ab.“ da denken die japaner aber zum glück ganz anders darüber und versorgen uns ja immer wieder mit exzellenten Animes.

  • Reply Daniel 3. 4. 2008 at 12:08

    Fand den Film ganz nett, aber nicht überragend. Die Hus gefielen mir irgendwie nicht so recht.

  • Reply MaBU 26. 6. 2008 at 14:37

    Sorry, aber ich muss eben klugscheissen…
    Frau Känguruh will das Horton das Staubkorn vergisst
    sollte sein
    Frau Känguruh will, dass Horton das Staubkorn vergisst

    Ansonsten: Sehr schön (sowohl Text als auch Film :) )

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