szmtag

- How about a suicide pact?
- How do we do it?
- I’ll sting you, you step on me.
- That just kills you twice.

Originaltitel: Bee Movie
Herstellungsland: USA, 2007
Regie: Steve Hickner, Simon J. Smith
Darsteller/Sprecher: Jerry Seinfeld, Renée Zellweger, John Goodman, Chris Rock, Matthew Broderick

★★☆☆☆

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Das Leben als Biene ist spannend. Es gibt die unterschielichsten Arbeitsbereiche. Und wenn die Bienenkinder nach 3 Tagen vom College kommen, dürfen sie sich einen davon aussuchen. Am coolsten ist dabei natürlich die Bestäubungseinheit, denn sie fliegen aus dem Stock und sehen die Welt draussen. Mit all ihren spannenden Sachen. Die Jungbiene Barry träumt davon auch zu dieser Druafgängetruppe zu gehören, denn ihn ödet das Leben im Bienenstock an. Als er dann vor ein paar Bienenmädchen damit prahlt, zu der Truppe zu gehören, nehmen die ihn einmal mit auf einen ihrer täglichen Ausflüge. Eigentlich um Barry eine Lektion zu erteilen.

Durch eine verkettung unglücklicher Umstände landet Barry bei der Blumenverkäuferin Vanessa. Die erst nicht glauben will, das eine Biene mit ihr spricht, sich aber dann mit Barry anfreundet, sehr zum Leidwesen ihres Freundes. In der Welt der Menschen macht Barry aber dann eine schreckliche Entdeckung: Die Menschen verkaufen Honig! Ihren Honig! Und dafür haben sie grosse Farmen mit Bienen die betäubt werden! Barry ist entsetzt und zieht vor Gericht. Nach einem bewegenden Plädoyer geben die Geschworenen ihm Recht und die Bienen dürfen fortan ihren Honig behalten. Das damit alles nur noch schlimmer wird, konnte ja keiner ahnen…

Bee Movie versucht alles richtig zu machen. Jerry Seinfeld hat das Drehbuch mitgeschrieben und spricht im Original auch die Biene Barry. Dabei versucht er den Spagat zwischen “erwachsenen” Gags und kindgerechter Unterhaltung. Und scheitert an den eigenen Ansprüchen. Bei Bee Movie plätschert alles vor sich hin, dann wird es plötzlich ultra-dramatisch um dann wieder ganz schnell das Tempo aus der Handlung rauszunehmen. Das Hauptproblem, das ich beim sehen dabei hatte: Es geht eigentlich die ganze Zeit um nichts. Klar, für Barry ist der Honigdiebstahl ein Skandal, aber ich lerne die Menschen in dem Film zu wenig kennen um ihre Empörung zu verstehen, die die Gerichtsverhandlung auslösen soll. Und Barrys Bienensidekick ist ein wenig zu unpräsent, um als wichtiger, denn als Stichwortgeber, angesehen zu werden. Das Vanessa, die Menschenfrau, sich so sehr mit Barry anfreundet, das ihr vermeintlicher Freund eifersüchtig wird, kann ich dann auch nicht kaufen. Denn dafür ist die Beziehung zu suspekt und der Film muss sich an dieser Stelle an erwachsenen Massstäbern messen lassen, die ja gerade dafür sorgen, das ich das nicht glaube. Somit ist die Nebenfigur Ken so ziemlich die einzige Figur der ich ein dringendes Anliegen abkaufe – aber seine Rolle ist zu klein, um wirklich wichtig für die Geschichte zu sein. Dennoch, seine Auftritte sind (nach den Gastauftritten – dazu aber später) so ziemlich das lustigste an dem ganzen Film. Das liegt sicher auch an dem Dusel, den Barry hat: Was auch immer er machen will, er schafft es meistens auf Anhieb. Ein Character der nie scheitert. Das ist zu wenig.

liottaWirklich laut lachen musste ich bei einem sensationellen Gastauftritt. Ray Liotta hat nämlich eine eigene Hongmarke in dem Film (“Ray Liotta Private Select Honey” als Seitenhieb auf die amerikanischen Promifoodprodukte, allen voran wohl Paul Newman mit seinen Salatsossen) und muss deswegen auch vor Gericht aussagen. Dabei spielt er den Ray Liotta, den man von seinen Rollen kennt. Immer kurz vor dem ausflippen lässt er sich im Zeugenstand aufs einfachste von Barry provozieren und rastet aus (während er seinen Emmy in der Hand hält). Die Szene ist kurz, aber unwahrscheinlich lustig. Da ist mir kurz die Sprite im Kino aus der Nase gekommen. Auch die anderen Gastauftritte sind liebevoll inszeniert und gewählt. Zum Beispiel Chris Rock als Mücke auf einer Windschutzscheibe, die über das Leben philosophiert, oder Oprah Winfrey als Richterin. Das sind die stärksten Moment im Film.

Um es kurz zu machen: Bee Movie hat mich nicht berührt. Und ich habe wirklich eine niedrige Gefühlsschwelle, vor allem bei animierten Filmen. Hier hat das aber leider nicht hingehauen. Zu sehr wurde hier auf Gagparade getrimmt mit einer Geschichte, die an allen Ecken und Enden hinkt. Und somit muss ich leider mit einem Satz schliessen, den ich hasse, der hier aber mal wirklich zutrifft: Die besten Szenen waren alle schon im Trailer.

Für einen DVD-Sonntag reichts aber allemal.

5 Kommentare

  1. Das stimmt, oft waren die Witze wirklich einfach nicht lustig und manchmal haben die Pointen sehr gut gesessen. Das beste war das mit dem “weißen Mann”.

    Kommentar #1 von vic am 24.04.2008 um 20:45 Uhr

  2. Ging mir alles in allem sehr ähnlich. Ich hab es ehrlich gesagt nicht geschafft, den Film zu Ende zu schauen, weil er mir einfach so unglaublich belanglos erschien. Und diese quasi amouröse Beziehung zwischen Barry und Bess war mir dann mindestens ebenso suspekt wie das Petting zwischen Anne Darrow und King Kong. Wenn man Hollywood mal irgendwas unterstellen will, dann vielleicht die geheime Agenda abstruse Sodomie-Phantasien hoffähig zu machen ;)

    Kommentar #2 von Batzman am 25.04.2008 um 12:10 Uhr

  3. Mich nervte vor allem diese dämliche Unlogik, die so häufig vertreten war und leider nicht unter den “Ach, ist doch nur ein Kinderfilm”-Teppich zu kehren ist:
    Blumen gehen nicht gleich ein, wenn sie bestäubt werden. Auch andere Insekten als Bienen verteilen Pollen. Blumen erwachen nicht plötzlich zum Leben, weil sie bestäubt wurden. usw.

    Kommentar #3 von bastian am 28.04.2008 um 09:28 Uhr

  4. Ich fand den Film sehr genial, mir und meiner Freundin hat er richtig gut gefallen.

    Kommentar #4 von Daniel am 29.04.2008 um 17:33 Uhr

  5. Der Film ist bescheuert. Irgendwie wollte da Jerry Seinfeld nochmals auf Seinfeld (ich meine die gleichnamige TV-Serie) machen und brachte typische Sitcom-Comedy in einen Animationsfilm rein. Nur: kein Kind der Welt versteht diese Form von Humor, ganz zu schweigen von den Gastauftritten der (gänzlich unbekannten) Stars.

    Hannah Montana oder Zack und Cody sind jedem Kind heute ein Begriff. Aber Sting und Ray Liotta? Ich hätte keine Ahnung wer Sting sein sollte wenn ich nicht “Dune – der Wüstenplanet” im Alter von zehn reingezogen hätte. Wer “Good Fellas” nicht gesehen hat (so wie ziemlich alle Kinder dieses Planeten), kennt auch Ray Liotta nicht. Toll. Wer ist bei diesem Schinken nochmal das Zielpublikum? Kinder oder Erwachsene? Erwachsene sind schnell ab dem Film gelangweilt, während Kinder den Film einfach nur dämmlich finden, denn immerhin gibt es überhaupt keine Anspielungen auf die Kultur der heutigen Kids und der Humor ist mit Sprüchen wie “sind sie vielleicht ihr Stecher?” deutlich an Erwachsene gerichtet.

    Dazu kommen noch die Charaktere, denn die sind komplett seelenlos und auch ziemlich billig animiert. Wieso sind die Honigsammler im Film männlich? Wo bleibt die Königin? Was soll das alles überhaupt?

    Tja, Zielpublikum zu 100 Prozent verfehlt.

    Kommentar #5 von Leonidas am 29.06.2010 um 12:31 Uhr

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