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Das Wunder von Wien

Standard, 27. 5. 2008, Nilz N Burger, 24 Kommentare

Achtung Fussballcontent! Ich mag ja österreichischen Humor. Die besten Kabarettisten kommen ja von da, Dorfer und Hader. Nun haben der Filmemacher David Schalko und Autor Fred Schreiber eine 45minütige Mockumentary gemacht, die im ORF1 einen Tag vor Beginn der EM ausgestrahlt wird und in dem Film geht es darum, wie Österreich Europameister wurde. 2008. Klingt schräg? Das coole ist, das sie wirklich alle möglichen Leute dazu gebracht haben mitzuspielen. So sehen wir Netzer und Delling das Finalspiel analysieren, Beckenbauer gibt seinen Senf dazu und der österreichische Nationaltrainer erklärt nochmal, wie es zum Titelgewinn kommen konnte. Das ganze ist von so einer Ernsthaftigkeit, das es einen Heidenspass macht und man sich denkt: Hmm…so könnte es doch wirklich kommen? Liebe Österreicher: Bitte den Film aufnehmen und mir schicken, ich hab doch kein ORF.


[YouTubeDirektWienerWunder]

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24 Kommentare

  • Reply vic 27. 5. 2008 at 14:21

    Kurz noch klugscheissen: Ich denke du meinst den Kabarettisten Josef Hader, nicht Haider, Jörg Haider heisst der Landeshauptmann von Kärnten und ein homosexueller Musicalstar und Moderator heisst Alfons Haider, ja das stimmt. Egal.

    Ich werde den Film auf jeden Fall aufnehmen. Schalko und Schreiber sind tolle Komödianten und haben schon die ein oder andere legendäre Late Night Sendung hervorgebracht, die „Sendung ohne Namen“ zum Beispiel.
    Wenn du wirklich eine DVD oder einfach die Videodatei haben willst kann man das möglich machen.

  • Reply Dinge, die nie passieren werden » dhaunsch 27. 5. 2008 at 14:42

    […] 5FF) Tags: […]

  • Reply Zetterberg 27. 5. 2008 at 14:51

    Netzer: Das ist wie Phoenix aus der Asche, wie man so schön sagt *grins*…
    Delling: *lach*…wie Sie so schön sagen…
    Netzer: Jah, ja genau.

    Die haben zu viel Monty Python geguckt. Das ist der merkwürdigste Dialog, den ich kenne. Einfach klasse!

  • Reply Nilz N Burger 27. 5. 2008 at 14:55

    @ vic: oh wie peinlich…ich schäme mich offiziell, entschuldige mich mit aller demut bei österreich und vor allem euren grossartigen kabarettisten. ernsthaft. das „i“ zuviel war wirklich dämlich von mir, deswegen habe ich es heimlich still und leise weggemacht. danke für den hinweis!

    @zetterberg: das ist echt monty python…:)

  • Reply vic 27. 5. 2008 at 15:04

    @Nilz N Burger
    Ja war ja nicht böse gemeint.^^

    Ach da bekomm ich gleich eine Riesenvorfreude auf die EM, ein Titel wär zwar unwahrscheinlich, aber bei der EM haben schon oft Außenseiter gewonnen, ich glaub dass jetzt einfach mal.
    *hust*Qualifiziert sind wir ja sowieso nur weil wir veranstalten*hust*

  • Reply bloody albatross 27. 5. 2008 at 15:32

    > Die besten Kabarettisten kommen ja von da, Dorfer und Hader.
    Bitte nicht falsch verstehn, aber ich als Österreicher habe bis jetzt geglaubt es gibt sowieso nur in Österreich (wirkliche) Kabarettisten. Sonst gibts maximal Komödianten.
    Bin halt biased, weil ich in Österreich aufgewachsen bin, mit so Filmen wie Muttertag. (Das was John Steward in seiner Daily Show macht ist eventuell noch was in der Richtung politisches Kabarett.)

  • Reply bloody albatross 27. 5. 2008 at 15:45

    PS: Man bedenke aber Österreich hat in manchen Disziplinen Weltmeister! Das geht total unter und wird auch hierzulande in den Medien nicht erwähnt! In Judo haben wir mal einen Weltmeister gehabt und in Roboter Fußball und Robotersegeln auch. Im Roboterfußball sogar immer wieder (in manchen Klassen, da gibts ja mehrere) und mit mehreren Unis unter den ersten 3 (Wien und Graz, zumindest in manchen Jahren). Da haben wir sogar einmal Japan besiegt! Wir besiegen Japan mit Technologie! Wir haben halt ein paar wirklich kluge Köpfe, aber weil die breite Masse, wie es scheint, nicht klug ist interessiert das niemanden, jedenfalls die Medien nicht.

    http://futurezone.orf.at/it/stories/280672/

  • Reply Zetterberg 27. 5. 2008 at 16:26

    @bloody albatross

    Es gibt jede Menge erstklassige deutsche Kabarettisten. Georg Schramm, Volker Pispers, Hagen Rether, Andreas Rebers… um nur einige zu nennen.

    Soweit ich weiß, gibt es das politische Kabarett nur in Deutschland und in Österreich (andere Länder sind mir nicht bekannt, vielleicht kann mich da jemand belehren).

    John Stewart’s „The Daily Show“ ist nun wirklich kein politisches Kabarett. Das ist vorsichtige Satire eines amerikanischen Politikgeschehens, das streng genommen gar keine Satire braucht, weil es so schon unterhaltungswert hat.

  • Reply Nilz N Burger 27. 5. 2008 at 16:33

    es gibt doch noch diesen italiener, der den fuck.finger-tag eingeführt hat, gegen berlusconi und so. der macht auch ziemlich scharfes politisches kabarett. ebenso dario fo. also ich denke italien hat in der hinsicht auch eine lange tradition. da gab es auchmal eine sendung namens „rockpolitik“. moderiert von celentano. da hat er dann berlusconi gedisst. der hat sich aufgeregt und wollte die sendung streichen. die italiener aber lieben ihren celentano, wenn der 2mal im jahr seine sendung macht ist wirklich niemand mehr auf der strasse. deswegen hat er in der nachfolgesendung einen entschuldigungsbrief an silvio aufgesetzt. und wer hat ihm dabei geholfen? bengini. und der hat alles natürlich noch schlimmer gemacht. habe ich mal simultan übersetzt bekommen und mich totgelacht. das war auch äusserst politisch und äusserst kabarett und äusserst lustig.

    im übrigen stimme ich zetter in teilen zu: pispers und rether sind wirklich gross. aber muttertag ist ein hammerfilm, bloody. ebenso hinterholz 8. grossartige komödien. da sind die deutschen wirklich hinterher.

  • Reply vic 27. 5. 2008 at 17:04

    Die besten Österreichischen Filme sind meiner Meinung nach die „Brenner“ Filme „Komm süßer Tod“ und „Silentium“, „der Knochenmann“ kommt heuer ins Kino. Josef Hader ist einfach ein grosser Filmschaupieler.
    „Poppitz“ ist meiner Meinung nach auch eines der Highlights, in dem Film geht es um das Aufeinandertreffen von österreichischen mit deutschen Touristen in einem exotischen Ferienclub. Echt ein witziges Stück Film.

  • Reply Nilz N Burger 27. 5. 2008 at 17:11

    klar. die hader-filme sind gross. poppitz hab ich noch nie gehört, hört sich aber so an als müsste ich den dringend mal sehen. danke für den tip!

  • Reply Nilz N Burger 27. 5. 2008 at 17:14

    was ich in der hinsicht übrigens wirklich interessieren würde: in deutschland findet österreichisches kino quasi nicht statt. dabei habt ihr da ja immer einen fleissigen output an filmen im jahr. wie sieht das aus mit deutschen filmen bei euch? kommt da was an, oder auch eher nicht? mich wundert das ja immer, weil übersetzen bräuchte man ja nichts. und man hätte noch einen kompletten filmmarkt, um den eigenen zu bereichern.

  • Reply vic 27. 5. 2008 at 17:29

    Also die deutschen Filme sind durchaus auch vertreten in den österreichischen Kinos. „Der Schuh des Manitu“ war genau so ein Hit wie in Deutschland, den hat einfach jeder im Kino angesehen. Eigentlich kommt jeder größere deutsche Film bei uns ins Kino, schade dass es umgekehrt nicht so ist.

  • Reply Nilz N Burger 27. 5. 2008 at 17:30

    find ich auch schade.

  • Reply Björn 27. 5. 2008 at 18:53

    Alf Poier ist der Kracher, in der Geschwindigkeit umgekehrt proportional zu den anderen Österreichern.

    Der Film wird sicher witzig, prinzipiell ist ja alles wo Delling und Netzer zusammen sind witzig. Teilweise habe ich früher Fußball nur noch wegen denen geschaut.

  • Reply bloody albatross 27. 5. 2008 at 19:15

    Poppitz hab ich nur teilweise im Fernsehn gesehn. Gehört zu der Klasse von Komödien die ich weniger mag.

    Aber Indien ist auch noch super. Das ist aber eher eine Tragikomöde oder wie man das nennt. Ich glaub das ist ursprünglich ein Theaterstück. Gibts jedenfalls auch auf Audio-CD. Der erste Satz von Hader (gleich nach einen Monolog von Dorfer) in Indien ist gleich ein Kultzitat: „De Wiat san ollas Trottln.“ (Die Wirte sind alles Trotteln.) Die beiden spielen da Wirtshaustester. Dorfer der hyperaktive Ökofreak und Hader der missmutige Bodenständler. Kultzitat von Dorfer (am Telefon mit seiner Freundin): „Eins, zwo drei, Bussi!“ *g*

    Freispiel ist auch gut (mit Dorfer): Ein Polizist über das Autogramm das er gerade von einen berühmten Sänger bekommen hat: „Mei Frau leßt’s ma daunn voa.“ (Meine Frau ließt es mir dann vor.) *g*

  • Reply vic 27. 5. 2008 at 19:49

    Alf Poier ist echt eine Geschmakssache. Er betont selber immer wie verrückt alle sind die sein „Kabarett“ anschauen und auch noch Geld dafür zahlen. Ich bin ja nicht so der Fan von ihm, obwohl er Steirer ist, wie ich.
    Falls man irgendwie rankommt in Deutschland sollte man unbedingt „Hader muss weg“ ansehen. Als Kabarett ausgeschrieben gleicht es eher einem Ein-Mann-Theaterstück. Ein echtes Muss für Fans des österreichischen Humors. Klingt wie aus einer Radio-Werbung, kommt aber von mir^^

  • Reply bloody albatross 27. 5. 2008 at 20:39

    Hader tourt ja durch Deutschland mit „Hader muss Weg“. Hab einmal zufällig ein Interview mit ihm im RBB gsehn. Der gehört auch zu der Gruppe an menschen die lieber nicht versuchen sollten Hochdeutsch zu reden. Sein Dialekt ist eh verständlich, aber die Mundart-Grammatik in Hochdeutsch klingt dumm. Der spricht Hochdeutsch wie meine Mama, und die ist ja ach net dumm. Das ist der größte unterschied zw. Fußballspieler und Skifahrer: Beide können nicht Hochdeutsch, aber die Fußballer versuchen es trotzdem und klingen somit dumm. Die Skifahrer probieren’s erst garnicht, klingen dadurch aber relativ intelligent. Jedenfalls nicht explizit dumm.

  • Reply Das Wunder von Wien - Wer steckt hinter der Fassade? « 15:00 Taktikbesprechung. 27. 5. 2008 at 20:45

    […] werden mir noch ein paar Blogs verborgen geblieben sein. [Nachtrag: Inzwischen springen weitere Blogs und sogar SpiegelOnline auf.]Doch was hat es mit diesem knapp fünf Minuten langen Video auf […]

  • Reply Andreas 28. 5. 2008 at 11:55

    Wenn Du es coole findest, dass wirklich alle möglichen Leute mitzuspielt haben, dann schau Dir mal „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ (2003, von William Karel) an. Da wird behauptet, Stanley Kubrick habe im Auftrag von Nixon die Mondlandung insziniert. Mit dabei sind u.a. Henry Kissinger, Donald Rumsfeld, Alexander Haig und Edwin Aldrin.

  • Reply Wunschdenken… — Spektakuell 29. 5. 2008 at 10:19

    […] (gesehen bei den Fünf Filmfreunden) […]

  • Reply saibot 6. 6. 2008 at 10:47

    die Doku wird heute ausgestrahlt und kann auch als Video on demand gesehen werden.

  • Reply Renington Steele 6. 6. 2008 at 10:50

    Hast Du Links dazu? Und wann wird die ausgestrahlt? Und wo?

  • Reply Herbert 7. 6. 2008 at 23:16

    Einfach nur „großes Kino“ was die Nachbarn da auf die Beine gestellt haben. Bis auf den fiktiven Stürmerstar alles echte Personen, wirkt extrem realistisch, aber mit dem notwendigen Humor. Von Delling-Nezter, Beckenbauer, Müller, Polster, Hickersberger , Baric – den Trainern der Schweiz,Kroatien, Polen, etc. – und anderen Prominenten die per Interview zu einzelnen Spielen Stellung nehmen – einfach klasse gemacht. Wir haben uns gestern Abend fast scheckig gelacht. ORF bietet das ganze als Video on Demand an:
    http://insider.orf.at/?story=174

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