-Check out what I just got.
-Is it contagious?
Originaltitel: All the Boys Love Mandy Lane
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Jonathan Levine
Darsteller: Amber Heard, Anson Mount, Michael Welch, Aaron Himelstein, Edwin Hodge





All Jungs lieben Mandy Lane. Alle wollen sie beindrucken. An einem Abend bei einer Poolparty hat es der Muskelberg Klopsi auf sie abgesehen, kann aber irgendwie nicht bei ihr landen. Von Mandys besten Freund lässt er sich überreden einen Kopfsprung vom Dach zu machen und kommt dabei etwas ungeschickt unten auf. Und etwas tot.
Einige Monate später wollen einige “Teenies” zusammen mit Mandy Lane ein cooles Wochenende auf einer Ranch verbringen. Dummerweise wird schnell klar, dass sie dort nicht ganz alleine sind, denn einer nach dem anderen wird abgeschlachtet…
Jonathan Levine liefert hier ein kleines Kuriosum ab: Ein Teenieslasher, der kein Teenieslasher sein möchte. Sondern mehr. Überraschender, tiefer. Anders.
Leider ist er voll allem eines: Ziemlich spannungsfrei. Denn auch wenn anderes suggeriert wird, die Protagonisten des Films bleiben extrem blass, oberflächlich und vor allem unsympathisch. Weder Mandy Lane noch der Rest des Kanonenfutters weckt auch nur einen Hauch Interesse oder Sympathie. Es fehlt an kurzen skizzierenden Momenten, die helfen die Figuren zu verorten.
Im klassischen Slasher geschieht dies durch schon fast parodistische Übertreibung, die Figuren dort sind extrem kondensierte Klischees. Die blöden Blondinen, der Jock, der Nerd, der stille und verschwiegene gute Freund usw.
Das funktioniert, weil auch das Motiv und der Mörder meist sehr stilisiert und überhöht werden.
Bei Mandy Lane versucht man die Figuren weniger eindeutig zu verorten, auch wenn man mit den Archetypen spielt. Sie werden je doch weder als eigenständige lebendige Charaktere ausdefiniert, noch als ausreichendes Klischee serviert und bleiben deswegen im langweiligen Limbo der Bedeutungslosigkeit.
*Leichter Spoiler ahead*
Das gilt auch für den Täter, dessen Identität – als bewusste Abgrenzung zum normalen Slasher – kein Geheimnis ist. Die Morde sind slasheruntypisch sehr unspektakulär und fade inszeniert. Vielleicht realistischer, aber deswegen auch weniger unterhaltsam. Der Täter erscheint zu keinem Zeitpunkt spektakulär, besonders zäh oder intelligent. Ihm fehlt das mythische Monster-Element, dass klassische Slasher-Bösewichtiger auszeichnet. Keine schlechte Idee, wenn man ansonsten irgendwas mit der Figur anzufangen gewusst hätte, aber so bleibt auch der Mörder nur langweilig und den “Schlusstwist”, wenn man es denn so nennen will, erkennt man auch ungefähr ab der Hälfte des Films.
Leider bietet er kein Aha-Erlebnis oder erschließt den Rest der Story, sondern wirkt unnötig und aufgepfropft weil man nicht wußte, wie der Film ansonsten enden soll. Motivationen? Logik? Sinn? Fehlanzeige. Das ist tragisch, denn in Teenhorrorfilmen braucht es nicht viel davon, um einen Film im Rahmen des Genres funktionieren zu lassen. Halbgare Rachemotive sind normalerweise völlig ausreichend. Bei Mandy Lane fehlen sie, bzw. können nur mühseelig spekuliert werden, indem man Dinge vermutet, die im Film selbst mit keiner Silbe angedeutet werden.
Es bleibt Langeweile und der Verdacht, dass der Plan der Weinsteins den Streifen als Direct-to-Video-Premiere zu vermarkten, doch kein so schlechter gewesen ist, denn im Kino hat diese eher fade und unausgegorene Story eigentlich nichts verloren.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juni 22nd, 2008 •
- 44 Kommentare










































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