*Raschelraschelwindheul uuuuuuuuh*
Originaltitel: The Happening
Herstellungsland: USA 2008
Regie: M. Night Shyamalan
Darsteller: Mark Wahlberg, Zooey Deschanel, John Leguizamo, Ashlyn Sanchez
Subjektiv: 




Objektiv: 




Ich habe ihn mir tatsächlich angetan. Ich bin ja gegen schlechte Filme als Horror-Fan resistent und gewöhnt daran, mich durch haufenweise Schrott zu wühlen, um die zwei, drei wahren Trash-Perlen auszugraben. Aber „The Happening“ ist ein reines Ärgernis, das genau eine gute Szene besitzt, die allerdings bereits in allen Trailern gezeigt wurde. Alles, was ich über diesen Film gelesen habe, ist wahr. Darüberhinaus enthält er Botschaften, die jeden Kreationisten-Spinner da draußen jubeln lassen dürften. Doch der Reihe nach.
Eines Tages begehen die Leute an der Ostküste Amerikas scheinbar grundlos Selbstmorde, Bauarbeiter stürzen sich von Häusern und eine Frau erstichst sich im Park. Elliot Moore befindet sich grade in der Highschool, an der er lehrt, als sich die Nachricht eines möglichen Terror-Angriffs mit Nervengas verbreitet. Elliot schnappt sich seine Frau Alma, seinen Kollegen Julian und dessen Tochter und flüchtet sich auf’s Land, während sich bei allen Beteiligten so langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Pflanzen das Nervengas absondern. Schließlich landen sie im Landhaus einer verrückten alten Frau, wo sie die Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes aussitzen.
Ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Der Einstieg und die grundlegende Idee sind ja durchaus schick, nur wie bereits erwähnt aus allen Trailern bereits bekannt. Shyamalan macht dann wieder denselben Fehler, dass er daraus einen ganzen Film gemacht. Wahlberg rennt die ganze Zeit mit demselben Gesichtsausdruck über die Leinwand (Stirnrunzeln, angestrengter Blick), die Dialoge sind haarsträubend und dermaßen darauf konstruiert, dass es ja unglaublicherweise tatsächlich die Pflanzen sind, die da angreifen. Ständig und immer wieder dieselben Bilder von, uuuuuh, im Wind wehenden Bäumen, immer wieder, bis auch der letzte verstanden hat. Spätestens ab dem dritten Bild von Bäumen denkt man nur „Ey, Shyamalan, wir wissen es jetzt!“
Der Film wird teilweise vollkommen surreal, so schlecht ist er. Wahlberg steht in einem Raum und redet mit einer Pflanze, die sich schließlich als Plastik-Baum herausstellt und die Szene soll, denke ich, irgendwie witzig sein, nur ist sie wie der ganze Film unterlegt mit diesem furchtbaren Cello-Gejaule, das immer suggerieren soll, dass das alles ja ganz furchtbar apokalyptisch und schrecklich und dramatisch ist, was da auf der Leinwand passiert… nur leider ist es das nicht, es ist einfach nur lächerlich.
Da gabelt Wahlberg zwei Teenager auf (man weiß nicht genau, wann und wo die Gruppe zusammen gekommen ist, aber das ist auch wurscht, an dieser Stelle ist man nur froh, dass nicht auf der Stelle ein UFO landet und alle Bäume entführt), die zwei Sekunden später dramaturgisch völlig wirkungslos erschossen werden, was mir als Zuschauer völlig wuppe ist, weil sie als Charaktere niemals eingeführt wurden. Die sind auf einmal da und dann sind sie weg und diese Szene hat narrativ überhaupt keinen Sinn, bringt die Story keinen Jota weiter, wird aber als gaaaanz großes Drama verkauft.
Dann, dann, oooooh! Gleich zu Beginn und am Ende des Films gibt es Szenen, die eine glasklare kreationistische Botschaft enthalten. Zu Beginn befindet sich Elliot in seiner Klasse und stellt die Frage, ob sich einer vorstellen könne, warum die Bienen verschwinden (was sie tatsächlich tun). Nach ein paar Antworten der Schüler greift er sich einen raus und macht ihn sofort vor der ganzen Klasse zur Sau, er solle sich doch gefälligst für Wissenschaft interessieren und als der Schüler antwortet, man könne die Natur nicht bis ins Letzte erforschen, ist Wahlberg ganz plötzlich nicht mehr so ganz überzeugt und lässt DAS Kreationisten-„Argument“ überhaupt vom Stapel: „He’s right. Science will come up with some answer to stand in the books. But in the End it’s just a theory.“ Das ist reinstes Intelligent Design-Gewäsch (das sich ganz einfach vom Tisch fegen lässt: der wissenschaftliche Sprachgebrauch des Worts „Theorie“ ist ein anderer, als der allgemeine) und eigentlich hatte ich den Film schon ab da gefressen.
Aber der ganze haarsträubende Scheiß sollte ja erst noch kommen. Menschen, die vor Wind wegrennen. Menschen, die ständig draußen rumhängen, obwohl draußen Nervengift in der Luft ist. Dialoge über Hot Dogs und die Kommunikation unter Pflanzen (!). Ein Kaff mit drei Häusern, in dem aber mindestens 50 abfahrbereite Autos bereit stehen. Und immer und immer wieder: Bäume, Wind, Gras, Bäume, Wind, Gras.
Dieses Desaster von Film kann man schlecht den Schauspielern anlasten, sie mühen sich ab, diesem hölzernen, hahnebüchenen und auf seine Weise frechen (weil es die Zuschauer für dumm verkauft und verarscht) Drehbuch noch einen kleinen Hauch Leben einzuhauchen. Außerdem sind mir Zooey Deschanels Augen normalerweise immer einen halben Stern wert. Hier allerdings nicht, tut mir leid, Zooey. Blame Shyamalan.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Shyamalan nach dieser Vollkatastrophe zunächst nicht mehr so oft eigene Projekte verfilmen wird, zu wünschen wäre es ihm. Denn, und dass muss man auch sagen, er kann inszenieren, Atmosphäre schaffen. Nur hat er dabei keinerlei Gespür für gute Geschichten und wann seine Ideen ins Lächerliche kippen. Vielleicht kann er mit fremden Drehbüchern nochmal zeigen, dass er doch ein solider Regisseur ist.
Dieser Film, man ahnt es vielleicht bereits, ist jedenfalls tatsächlich einer der schlechtesten Filme, die ich jemals gesehen habe und er erinnert mich an diese eine Szene aus „Zombie Lake“, in der ein Zombie mit einem kleinen Mädchen Hand in Hand die Straße runterläuft. So irgendwie ist „The Happening“. Nur ohne Zombies.


Von 






































Hatte ich nicht neulich irgendwo gelesen, dass Shyamalan die Fortsetzung zu “I Am Legend” drehen soll? “Happening” ist dazu ja mal das ideale Empfehlungsschreiben. :) Egal, gutes Review.
Ich kann Dir dieses Mal einfach nicht glauben, Renington. Null Sterne? Echt? Das kann nicht sein. Zombie Lake würdest Du doch auch 1-2 Sterne spendieren, oder?!
Nee, nicht wirklich. Zombie Lake bekäme ebenso Null Sterne. Genauso ne Gurke.
aah, verdammt.
ich muss den Film wohl trotzdem gucken.
1. um mir eine eigene Meinung zu bilden (obwohl.. ne, ich glaub renington schon. und dem rest der welt auch. und wenn ich ihn doch mag, läuft bei mir wohl einiges falsch)
2. um den – wohl echt grottenschlechten – Film mit eigenen Augen zu sehen. Wie ein Unfall. Hingucken will man nicht bla.
Also.. wünscht mir Glück (meine aus-dem-kino-renn-schwelle ist ziemlich hoch – wenn, dann bis zum Ende.)
Achja, danke für die tolle Rezension. Wie immer sehr “humorbildend”, gibt in meiner Altersklasse leider weniger Leute, die sich in Sachen Humor nicht auf “Hoho, er hat Penis gesagt!” beschränken. Danke.
FULL ACK!
der film ist einfach nur grottig. man sitzt gebannt da und wartet auf etwas das nicht kommen will – warten auf godot vom herrn m. night s. quasi.
Nimm’s mir nicht übel, ich hab “Happening” nicht gesehen, also eigentlich kein Recht auf ein Urteil. (Doch dafür lieben wir ja das Internet, weil man hier trotzdem seinen Senf ungefragt beimischen kann. ;))
ABER mit Null-Sterne-Wertungen wäre ich doch sehr, sehr vorsichtig.
Mit einer dermaßen radikalen Kritik kann sich ein Kritiker schnell selbst disqualifizieren.
Ok, vielleicht ist der Film mies, auch peinlich und ne Gurke. Dann gerne 1 oder 1,5 von 5. Aber NULL?! Ich meine: Null Leistung!?
Allein schon vom “Production Value”, der Musik und den sonstigen Handwerklichkeiten dürfte der Shy-Streifen doch defintiv um Welten besser sein als solche niederen Machwerke wie z.B. “Zombie King and the Legion of Doom”.
Wenn man sich im Redakteurs-/Kritikerleben solchen Schund antun muß(te), dann relativieren sich andere “Flops” ganz schnell.
Ist die alte Frage nach dem richtigen Maß zwischen Subjektivität, die bei einer Rezension ausdrücklich gewünscht ist, und objektiver Einschätzung eines Films auf der Basis von genügend “Fachwissen” und der Kenntnis wirklich VIELER Filme.
Das kommt jetzt sicher wahnsinnig angeberisch und snobistisch rüber, ist so aber ehrlich nicht gemeint.
Eigentlich will ich nur sagen: Wenn “Happening” schon 0 Sterne bekommt, wo bleibt dann die Grenze nach unten? Dann muß Boll ja so manches Mal im Minusbereich bewertet werden…
Die Verlockung auf einen eh schon gescholtenen Film weiter einzukloppen, ist manchmal einfach zu groß, nicht wahr?
@ Moviesteve: Ich hab da (nicht lange, aber eben doch) drüber nachgedacht, ob ich dem Film seine 1 oder 1,5 Sterne gönne, die er objektiv auch verdient hatte. Dann habe ich gedacht: Gott sei Dank sind wir hier ein Weblog, in dem die subjektive Meinung über allem anderen steht. Und dann hab ich ihm 0 Sterne gegeben. Because I can.
Ich bin kein Kritiker, ich bin ein Blogger, der über Filme schreibt. There’s a difference. Ich habe aber mal eine „objektive“ Wertung hinzugefügt.
So gesehen hast Du vollkommen Recht!
Vielleicht habe ich Dir als Blogger auch wirklich Unrecht getan.
Der Einschub der “objektiven” Wertung beweist jedenfalls Kritikfähigkeit und auch ein Stückchen Selbstironie. *lob*
Kenne es ja eigentlich auch nur zu gut, wenn man einen Film als dermaßen großes Ärgernis empfindet, daß man ihn nur noch nieder, nieder, niedermachen will – am liebsten mit minus hundert Punkten. ;)
Habe also vollstes Verständnis!
Aber so sieht es jetzt doch irgendwie etwas angenehmer aus. Einfach nicht so sehr nach Wut-Bewertung. Ein ehrliches: Danke!
Ja, naja… deshalb betonen wir ja immer wieder, das wir ein Blog sind und kein Forum oder Filmmagazin oder sonstwas… wenn wir hier 0 Sterne vergeben wollen, dann können wir das, und dann tun wir das einfach. Das ist eben der Vorteil eines Blogs: no Boundaries. Mein Lieblingsreview hier ist übrigens immer noch das hier: fuenf-filmfreunde.de/2006/10/0...
Nur um mal diesen Unterschied klarzumachen, was in Blogs geht, und was bei „objektiven“ Seiten nicht geht. Da machen mir die Blogs mehr Spaß ;)
Ich glaube, du meinst “Fair” und “Unfair” statt “Objektiv” und “Subjektiv”. Wie kann eine Filmkritik (egal ob Weblog oder Chicago Sun-Times) jemals objektiv sein? :)
Wie dem auch sei, ob “objektiv” oder “subjektiv”, ich werde diesen Film “definitiv” nicht gucken – weder im Kino noch im Heimkino.
Da ist was dran, eine Kritik kann nie objektiv sein. Stimmt. Dann war meine eben unfair. Egal, gegenüber diesem Machwerk bin ich gerne unfair. ;)
Macht richtig spaß die komments zu lesen ….
Ich habs euch ja gleich gesagt, aber nein, auf mich wollte ja keiner hören…
Bin absolut down mit Dir. Hab’ mich jede Sekunde geärgert, dass ich den Shice gerade guck’. Dieser Film verdient es nicht, Film genannt zu werden. Und mit Marky Mark bin ich jetzt auch böse!
Äh, ist der Streifen jetzt schlechter oder besser als die “Lady in the Water”?
Den ich auch nicht gesehen habe…
@ Boris: Ich hab’ den auch nicht gesehen, gehe aber davon aus, dass Happening schlechter ist.
Was bei Lady in the Water den Karren aus dem tiefsten Dreck gezogen hat, war Paul Giamatti. [Apropos - wo bleibt eigentlich The Illusionist? *grr*] Wenn sich das nur annähernd auf The Happening transportieren lässt, prost Mahlzeit. Glücklicherweise kostet die Videothek hier nur 0,69€ pro Kalendertag, drum werde ich auch – gerade weil die subjektive Bewertung so krass ausgefallen ist – mindestens reinschnuppern um ein tatsächliches Urteil abliefern zu dürfen.
Was aber relativ lustig ist: Moviesteve zieht den Vergleich zu Uwe Boll – recht provokant, da der Mann meines Erachtens nach (zwar nicht zu Unrecht) von allen Seiten ins Kreuzfeuer genommen wird, wenn er versucht einen Film zu machen (sorry Uwe, Postal zählt nicht!) aber definitiv nicht der Einzigste ist, der mit sauren Gurken beworfen gehört. Gerade sein neuer Lieblingsfeind Michael Bay und M. Night S. gehören im gleichen Atemzug erwähnt. Der Unterschied zwischen den Dreien ist nämlich (höchst subjektiv) nur der, wieviel Budget in die Machwerke einfließen. Wenn man Uwe Boll mal ein vernünftiges Drehbuch vorsetzt und ihn über das Budget eines Michael Bay verfügen ließe, wäre ich nicht sonderlich überrascht, wenn da ein tatsächlich annehmbarer Film entstehen würde.
Mit dieser wirren Idee im Hinterkopf melde ich mich jetzt ab zum kacken, danach versuche ich mal jemanden bei Warner ans Telefon zu bekommen, kann ja nicht sein dass immernoch kein Datum für The Illusionist feststeht. gnaa!
Also ich fand ihn gar nicht so schlecht… wegduck
Nochmal zur Nullpunktewertung:
Warum denn nicht…? Nur weil viele Menschen und viel Geld in ein Film fließen, muss doch nicht gleich mind. ein Stern vergeben werden…!
Nur weil “Alice im Ständerland” (höhöhö) noch schlechter ist als “The Happening” muss in der Sternchenvergabe die Schlechtigkeit nicht differenziert werden.
Übehaupt: Wie soll denn bitte die ganze Qualitätsbreite der Filmkunst mit Fünf Sternen adäquat abgebildet werden….?
eben!
Deshalb find ich die Nuller-Wertung angebracht. Verglichen mit der Fünfprozenthürde fürs Parlament: auch mit 4,9% is man halt nicht drinne..
Oder einem Schuldiktat: Ab einer gewissen Anzahl von Fehlern isses halt ne 6. Da ist es Wurscht, ob der Nebenmann doppelt so viele hat!
Also: Nur Mut und öfters die Null verteilen, wenn ein Film es verdient hat.
Das macht euch in meinen Augen sogar noch seriöser!
word, 0 sterne gehen voll in ordnung. sonst könnte man die skala auch nen kopf, äh, punkt kürzer machen
Ich verteidige hiermit ebenfalls die 0-Punkte-Wertung.
Ich bin der Meinung, dass die hier besprochenen Filme nicht in Relation stehen müssen. Totalausfall = 0 Sterne. Fertig.
Dabei isses völlig wurscht, ob es noch schlimmere Filme gibt, der Film ist nicht empfehlenswert.
0 Punkte, der nächste bitte.
@AssCobra
Wenn du The Illusionist mit Norton meinst, auf den würd ich mir keine so großen Hoffnungen machen, das ist eigentlich ne ziemlich-zähe Gurke, der ganz zurecht im Schatten von The Prestige untergegangen ist.
Genau den meine ich… am Telefon bin auch vertröstet worden, bei Warner weiss keiner von irgendeinem Termin.
Prestige allerdings fand ich toll. Vor allem David Bowie als Nikola Tesla, hehe.
also ich denke, die 0 sterne wertung geht auch in Ordnung. Die Frage ist halt, ob man die Relation ziehen sollte oder nicht…
Batz hat vor kurzem auch einen Film nachträglich herabgesetzt, um die Relation zu wahren:
fuenf-filmfreunde.de/2008/05/0...
Ich finde, dass das sehr schwierig ist, auf der einen Seite die Relation beibehalten, auf der anderen seite aber effektiv nur 10 Unterschiedliche Bewertungen haben, was das genaue Differenzieren quasi unmöglich macht.
Vielleicht sollte man nur innerhalb einer gewissen Zeitspanne auf die Relation achten, oder aber alle Filme unabhängig von einander Beurteilen?
Allerdings ist das wohl auch kaum machbar.
Ich finde, ihr könntet die sterne auch ganz abschaffen und einfach eure subjektive Kritik niederschreiben, die “Benotung” erfolgt dann quasi durch den Text, nicht durch die Sterne.
Grüße
Denis
cracked.com/article_16450_if-h...
Schlimmer als Signs?
Schlimmer als Signs. Definitiv.
Oookay. Dann ist es schlimm…
Echt sehr schade – hatte echt sehr viel mehr erwartet – und aufeinmal war der Film vorbei und nichts wurde gelöst gesagt oder sonst wie — ich würde mal sagen bei The Happening ist nichts passiert …
“Ich bin kein Kritiker, aber ein Blogger der über Filme schreibt…”?
Dann würde ich mich aber auch jeder Meinung enthalten, denn sobald du einen Film einfach nur nieder machts, weil du ihn schlecht fandest und dazu noch ein Punkte-System verwendest, dabei aber objektive Kriterien, die den Film dann doch noch aufwärten zu berücksichtigen, bist du ein Kritiker. Nur eben leider ein Schlechter.
Ich persönlich fand den Film akzeptabel, auch wenn die Macken in der Story, Handlung und Logik doch nicht zu läugnen sind. Trotzdem bekämer er immerhin drei Sterne, weil man sich diesen Film eben doch durchaus mal anschauen kann und er durchaus unterhaltsamer ist, als somancher anderer Mist, dem man jeden Monat DTV vorgesetzt bekommt.
Also etwas Ehrfurcht vor der Materie. Bitte!!!
Wir Blogger wollen ja auch nicht als schreibende Hampelmänner abgetan werden.
„Dann würde ich mich aber auch jeder Meinung enthalten“
Jau, und am Ende schreiben die Leute noch, was sie wollen. Furchtbar, das geht doch nicht. *kopfschüttel*
“ehrfurcht vor der materie”. jetzt gehts aber los. ich mag ja dafür bekannt sein, zu versuchen in allem erstmal das beste zu sehen, aber deswegen erstarre ich nicht in “ehrfurcht vor der materie”. was für ein quatsch.
wenn du, andreas, jeden monat vom Deutschen TaschenbuchVerlag schwachsinn vorgesetzt bekommst, ok. aber dann jammer darüber doch bitte, ganz nach objektiven kriterien, in deinem blog. wie ein richtiger kritiker. dann musst du auch keine angst haben für einen schreibenden hampelmann gehalten zu werden. wir fühlen uns in der position ja eigentlich ganz wohl.
Hm, etwas Dünnhäutig.
@Burger:
Ok, du wills mir also allen Ernstes sagen, das “The Happening” genauso schlecht ist wie “Steel Trap”, “Lake Dead” und “Live feed”?
@Ramington:
lol. Mir gings darum, das die Ausrede, kein Kritiker zu sein, wenn man doch gerade einen Film in einer Review zur Sau gemacht hat, recht schwach ist.
Da hätte doch der Verzicht auf die Sternw und ein Untertiete, wie “The Happening – oder wiso ich den Film persönlich für absolute Scheiße finde” schon alles geklärt.
Als Blogger und als Kritiker sollte man der deutschen Sprache mächtig sein. ;-)
@ Andreas: The Happening spielt für mich in einer Liga mit den von Dir o.g. Filmen, ja. Sorry, aber die Schauspieler mühen sich ab mit einem furchtbaren Drehbuch und dann gibt es nichtmal was zu sehen, außer Bäume und Büsche. Das ist schon verdammt grottig und wo er sich Deine drei Sterne verdient hat, das würde ich gerne mal wissen.
Die “Ausrede” bezog sich ja auch nur auf dieses blöde Argument, man solle doch bitteschön immer hübsch objektiv sein und am besten ganz auf seine Meinung verzichten, was nicht geht, was keiner macht, von einigen Leuten aber trotzdem immer wieder gefordert wird.
@Remington: Natürlich ist es unmöglich abslut objetiv zu sein. Da barauchst du nur nen Blick auf meine Reviews werfen.
Aber: Die guten Schauspieler rackern sich gegen das miese Drehbuch ab, wie du sagtest.
Jetzt stell dir mal vor, wie das mit schlechten Schauspielern ausgesehen hätte.
Wenn man mal von dem ständigen Bäumen im Bild absieht, ist die Inszenierung OK, hat reichlich Tempo und erzeugt eine gut Atmosphäre. Das hätte bedeutend schlimmer kommen können. Und auch wenn Logik bei “The Happening” keine große Rolle spielt, so kann man sich doch wenigstens darüber freuen, dass man hier mal ne frische Idee vorgesetzt bekommt.
Somit kann man den Film, mit auch nur eine Hauch Objektivitet, nicht null Punkte geben.
Aber jedem das Seine
Ich sehe mich als Kritiker der in einem Blog schreibt. Das ist erstmal nur eine Tatsache und nichts das irgendein Format diktiert. Kritiken – ja auch die “seriösen” können alle möglichen Formen haben und sind IMMER die private, persönliche Meinung des Kritikers. Wenn ein Kritiker gut schreibt, dann sagte r warum er den Film mochte oder nicht mochte und es ist unterhaltsam zu lesen. Aber es ist immer subjektiv. Egal wieviel Filmwissen er hat, egal wieviel er über filmgeschichte oder den Einsatz filmischer Mittel weiß, es bleibt subjektiv und genau das ist das Wesen der Kritik. Ein Blick auf alte Sikel & Ebert-Folgen mag das vielleicht verdeutlichen.
Warum grade in Deutschland immer wieder dieses unsägliche Argument kommt, eine Kritik solle objektiv bleiben, weiß ich nicht, vielleicht weil Meinung hier sowieso oft als etwas privates und ein bißchen unanständiges angesehen wird, das man lieber nicht laut äussert. Nicht umsonst haben sich hierzulande auch engagierte und subjektiv nachfragende Polittalker nie wirklich etablieren können. Ist mir aber egal, denn es wird nichts dran ändern: Kritiken sind subjektiv, egal wie gut oder schlecht sie begründet sind. Es gibt natürlich gute und schlechte Kritiken, vieles von dem was ich in der “seriösen” Presse an Reviews lese rollt mir die Fußnägel nach oben, wenn ich sehe wie oberflächlich die Sachen geschrieben sind, aber dennoch würd man nicht drüber diskutieren, ob man das als Kritik ode rals persönliche Meinung etikettiert.
@Batzman: Na das doch mal ein Argument…
“Pflanzen können von Gattung zu Gattung miteinander Kommunizieren”
Da lacht der Gärtner und wartet nurnoch darauf, dass die Bäume anfangen zu sprechen und von kleinen Hobbits geritten werden.
Jesus! Wer denkt sich sowas nur aus?
Wahlberg und die deutsche eintönige Stimme waren das grottenschlechteste was mir in diesem Film vorbei gekommen sind. Die “zur Sau machen” in der Klasse ist auch ein faux-pas, das eher mit der Arroganz von Scientology, als mit der “Kultur” von Intelligent Design zu tun hat. Natürlich ist der Gebrauch des Wortes “Theorie” falsch bezogen, ob dies absichtlich ist oder nicht, keiner weiss es…
Im Grunde genommen normale Unterhaltung des Filmes wenn ich mir aber vornehme, daß dies ein Film der 1970er ist. Das “Plastikhaus” ist ein Hinweis auf diese Film-Ära.
also mir persönlich hat “the happening” sehr gut gefallen – ungeschnitten konnte ich ihn sehen. kann ich jedem nur empfehlen, der fan von shyamalan ist und dem sein stil gefällt.
alles halt nur subjektive auffassung und geschmackssache, wie man so schön sagt.
aber zum thema schlechtes drehbuch und story: auch wenn der film cool und kultig ist, aber habt ihr euch schon mal “nightmare on elm street VII” angesehen? *wuahaha*
Ich frage mich ob ich in meinem Leben irgendwann nochmal eine gute Kritik zu “The Happening” lesen werde. Bei all dem berechtigten (?!) Gemaule über den Film kann ich den immer wiederkehrenden Tonus über den “schlechtesten Film den ich je gesehen habe” wirklich nur kopfschütlend betrachten…
P.S.: Zum Thema “wer denkt sich sowas nur aus”: Im Kino ist alles erlaubt. Es muss nur unterhalten.
Natürlich sollte man sich tunlichst davor hüten, “The Happening” allzu ernst zu nehmen, nicht einmal dann wenn er selbst es tut (und davon bin ich eigentlich nicht überzeugt). Aber es gibt zumindest EINEN guten Grund, warum ich immer noch jeden neuen Shyamalan-Film im Kino im besten Sinne geniesse: weil sie Seele haben. Bei all den aufgeblähten, massenkompatiblen, effektegeschwängerten Blockbustern die sich monatlich über die Kinos ergiessen sind Shyamalan´s Filme angenehme Ruhepole, die sich ihrer Herkunft immer voll bewusst sind und nicht versuchen sich an den Zeizgeist anzubiedern indem sie wie Playstationspiele aussehen wollen. Dass das alles grosser Mumpitz ist, den uns Shyamalan hier auftischt will ich ja gar nicht bestreiten. Aber das fing mit seinem vielgerühmten Erstling schon an.
Was diesen Regisseur aber immer ausgezeichnet hat, und da macht sein jüngster keine Ausnahme, ist sein nach wie vor unkonventioneller und bedächtiger Erzählstil. Er ist einer der letzten Regisseure der noch Vertrauen in die Kraft seiner Bilder hat, und sich nicht scheut diese auch wirken zu lassen, noch lange nachdem andere Regisseure längst hastig die nächsten zwanzig Takes hinterhergeschoben hätten.
“The Happening” ist ohne Frage Shyamalan´s schwächster Film, und kann auch davon abgesehen nicht in allen Belangen überzeugen. Dennoch ist mir auch ein schlechter Film von Hollywoods Ex-Wunderkind zigtausend mal lieber als der millionste Superhelden-Einheitsbrei oder der gefühlte fünfunddreissigste Teil der “Saw”-Reihe. Und das schon per se aus einem einzigen Grund: Weil er einfach anders aussieht. Und das ist allein schon eine Auszeichnung heutzutage. Leider.
@batzman: Ich verstehe natürlich (wie in deinem Eintrag beschrieben) das Dilemma des Kritikers, oder das der Kritik im allgemeinen. Aber ich kann dir nur bedingt Recht geben. Ich glaube zwar das eine Kritik IMMER subjektiv gefärbt ist, halte es aber dennoch für unbedingt möglich zumindest mit einigen Abstrichen objektiv zu bleiben. Ich persönlich zum Beispiel hasse so ziemlich jeden Jerry Bruckheimer – Film, kann ihnen so gut wie nichts abgewinnen. Ich würde mich vor einem Totalverris dennoch hüten, weil ich mir bewusst bin dass seine Filme in ihren eng gesteckten Grenzen hervorragend funktionieren, formal gut gemacht und äusserst unterhaltsam sind (wenn auch nicht für mich). Und selbst wenn die Prämisse und das ganze Drehbuch von “Happening” totaler Schwachfug ist, so kann man nicht bestreiten dass der Film auch seine Stärken hat. Die Kameraführung ist zum Beispiel erste Sahne, die Bilder sind im allgemeinen sehr gut. Auch der Soundtrack ist sehr stimmig, sowohl James Newton Howards Musik als die akustische Untermalung allgemein. Vielleicht kann man da geteilter Meinung sein, aber einen Film ohne Gnade zu zerreissen, nur weil er einem persönlich nicht gefallen hat halte ich für fragwürdig. Dass Shyamalan den Kuli lieber in der Schublade lassen und stattdessen einfach Regie führen sollte steht ausser Frage. Aber eine Null Sterne – Wertung für einen Film der unstreibar seine Momente hat… naja.
ich vergebe deswegen auch selbst für eine totalgurke wie transformers keine 0 sterne, aber das ist eben meine art zu werten. renington gibt eben gerne auch mal extremwertungen. ist doch okay, denn die grundaussage bleibt, egal ob nun 0 oder 1,5 sterne: scheissdreck nicht angucken.
Ich hab mir gestern The Happening zum 5mal angekuckt und finde ihn von der Story her eig. geil (: hättet man zwar besser was machen koennen aber naja ich fand ihn gut und gut is ;)