Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian

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Prince Caspian: I wish we could have had more time together.
Susan Pevensie: We never would have worked, anyway.
Prince Caspian: Why not?
Susan Pevensie: Well, I am 1300 years older than you.

Originaltitel: Chronicles of Narnia: Prince Caspian, The
Herstellungsland: Großbritannien / USA2008
Regie: Andrew Adamson
Darsteller: Ben Barnes, Georgie Henley, William Moseley, Skandar Keynes, Anna Popplewell, Tilda Swinton, Warwick Davis, Peter Dinklage

★★½☆☆

Ein Jahr ist vergangen, seit die Pevensie-Kinder den Wandschrank verließen und wieder in der realen Welt zuhause sind. Doch die Zeit in der sie sich mit Schulstress und Pubertätswehwehchen rumärgern müssen, nimmt spontan ein Ende, als es sie in der Tube-Station neuerlich nach Narnia verschlägt.

Dumm nur, dass in Narnia statt einem Jahr viele Jahrhunderte vergangen sind in denen sich die Dinge nicht zum Besten gewandelt haben: Aslan ist verschwunden und der böse Telmarer-General Miraz hat eine Schreckensherrschaft errichtet.

Zusammen mit einer Maus und Prinz Kaspian, dem rechtmässigen telmarischen Thronerben nehmen die Pevensies den Kampf gegen das Böse auf um Narnia einmal mehr zu befreien.

Zweite Runde im christlichen Erweckungsspiel, frei nach C.S.Lewis. und überraschenderweise ist der Film besser als sein Vorgänger, was sich allerdings relativiert, war bei Teil 1 auf der Skala nach unten doch nicht mehr viel Platz. Narnia 2 ist etwas erwachsener und hat einen wesentlich düstereren und dreckigeren Look als sein Vorgänger. Und auch die Kinder sehen nicht mehr beständig rosig und frisch geschrubbt aus.

Leider sind sie durchs Altern nicht hübscher geworden. It’s still a movie about four butt-ugly kids fighting side by side with rejects from the Muppet-Show.

Narnia soll bösartig wirken, aber der neue Look ist in Wirklichkeit schöner. Weniger quietschiege Farben, mehr Natur und weniger offensichtlich schlechte CGI-Hintergründe. Selbst die Tiere sind sympathischer, versucht doch ein Bär gleich am Anfang das hässliche Mädchen, das immer den Mund offenstehen lässt zu fressen. Verhindert wird dies von einer wenigen echten sympathischen Figuren des Films, einem miesgelaunten Zwerg.

Auf dessen Konto gehen auch einige der besseren Oneliner des Films. Ja: One-Liner. Im Gegensatz zu Teil 1, hat dieser Film zumindest Ansätze von Humor und Ironie und scheint sich wenigstens an manchen Stellen nicht ganz so ernst zu nehmen. Einige Wortwechsel und Frotzeleien der Königskinder sind tatsächlich witzig.

Leider gerät diese Ironie immer wieder ins Hintertreffen, wenn der in der Vorlage begründete Pathos sein Recht verlangt und religiöse Erweckungsmomente über fehlenden Glauben sich mit völlig unbegründeter und undkritischer Monarchen-Verehrung abwechseln: Siehe das unwürdige dumme Eingeborenenvolk, dass willig vor den weißen Angelsächsischen Königen kniet und sich von ihnen Errettung erhofft.

White Mans Burden – die Pflicht des weißen Mannes den dummen Kaffern beizustehen, die sich alleine nicht gegen die unchristlichen bösen Horden (die natürlich mit südländischem Akzent sprechen) zur Wehr setzen können. Und dabei darf man nicht zimperlich sein. Der gute Zwck heiligt die Mittel: Vorwärts ihr christlichen Soldaten, ziehet tapfer in die Schlacht.

Auch wenn kaum Blut zu sehen ist: Keines der Kinder hat ein großes Problem damit zu töten. Da werden Soldaten fröhlich im Dutzend abgeschlachtet, ohne das die Königsblagen auch nur einen zweiten Gedanken verschwenden. Ganz schön abgebrüht, die Auserwählten Weltenretter. Zwischen dem Gemetzel zitiert (oder sollte ich besser sagen klaut?) man fröhlich bei allem was in den letzten Jahren im Kino erfolgreich war. Fast möchte man mit der Checkliste daneben sitzen: Elronds Rat-Szene? Check. Wandelnde Bäume als Helfer in der Not? Check. Hypogriffs und Zentauren aus Harry Potter? Check! Kampfszenen mit wild heranstürmenden Fantasy-Figuren wie damals am Ende von Return of the King? Check. Wundersame Rettung durch einen lebendigen Fluss, wie bei Frodos Flucht in Fellowship? Check!

Das alles ist, tricktechnisch und optisch wesentlich hübscher inszeniert als im Vorgänger. Wirklich unschön heraus stechen dabei nur, die als witzige Randfiguren gedachten animierten quatschenden Tiere. Waschbären, Mäuse und andere nervige CGi-Kreaturen. Die abwechselnd Soldaten umbringen und dann wieder ganz niedlich süß und witzig sein sollen und bei mir dazu führen, daß ich mir ein Bolzenschußgerät wünsche. Da hilft es auch nicht, dass die patente Killermaus im Original von Multitalent und Kodderschnauze Eddy Izzard gesprochen wird, sie nervt trotzdem.

Es bleibt dabei: Narnia 2 – ist ein sehr gemischtes Vergnügen. Die hübsche Optik und die alles in allem passable Story kollidieren schmerzhaft mit einer sehr sehr fragwürdigen Moral und penetranten christlichen Erlöserpropaganda, die diesmal noch wesentlich plumper und deutlicher inszeniert wird als im ersten Teil.

Etwas überflüssig: Tilda Swintons Cameoauftritt als Eis der Saison.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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62 Comments

  1. Ben

    “und penetranten christlichen Erlöserpropaganda, die diesmal noch wesentlich plumper und deutlicher inszeniert wird als im ersten Teil.”

    Noch plumper? Und ich dachte schon die fast wörtliche Nacherzählung von Verrat, Kreuzigung und Wiederauferstehung Christi im ersten Teil wäre unerträglich gewesen.

  2. Dog Hollywood

    “Zwischen dem Gemetzel zitiert (oder sollte ich besser sagen klaut?) man fröhlich bei allem was in den letzten Jahren im Kino erfolgreich war. Fast möchte man mit der Checkliste daneben sitzen: […]”

    Haha! Gut geschrieben! :-D Von Narnia 2 hab ich aber auch nicht mehr erwartet. Gewisse Ähnlichkeiten zu Der Herr der Ringe hat man dem Autoren doch längst vorgeworfen, oder? Ist jedenfalls für die filmische Umsetzung nicht zu leugnen.

  3. Arno Nym

    Offtopic: Kommt eigentlich noch ein Akte X Review?

  4. Xander

    @ 1: Es wird ja noch schlimmer: Habe zwar nicht alle gelesen, so viel wollte ich mir dann doch nicht antun, aber in irgendeinem Teil zieht Aslan als Erlöser in einer Prozession durch ein Dorf und heilt Kranke. Hab ich auch schon mal irgendwo gehört.

  5. Dog Hollywood

    Narnia ist also eine Adaption der Bibel?

  6. Jack

    Ich hab den Film auch schon gesehen und muss sagen, dass ich ihn ganz toll finde. Eine Verbindung zur Bibel sehe ich auch. Das finde ich aber gut, weil die Bibel ein tolles Buch ist, das mir ein immer neuer Quell der Lebensfreude ist. Besser als TDK ist es allemal.

  7. Felix

    Ihr Nasen:

    der Typ der die Narnia Bücher verzapft hat und JRTolkien waren ganz dicke Kumpels.
    Bewegt euch mal nen bissel weg von dem schon fast militanten Atheismus (falls ich das Wort benutzen darf). Wär doch cool, wenn der Kram in der Bibel so zu stande gekommen wär. Außerdem wenn man die Bibel mal durch ne Destillationsapparatur jagt kommt bei Dingen raus, die Georg Lucas in seine kreativen Zeit zu Star Wars verwurstet hat. Allgmeine Dinge von Gut und Böse. Und Herr der Ringe wäre dann auch ne Adaption der Bibel auch wenns besser verpackt ist.
    Narnia = Kindergeschichten
    Mittelerde = naja halt nen bissel was für ältere

  8. Xander

    @7: Ja, wäre cool. Freue mich auch schon aufs Armageddon. Und zwischen “militantem Atheismus” und dem Kritisieren zu offensichtlicher christlicher Symbolik liegen ja wohl Welten. Was Star Wars angeht: Das war wenigstens cool und hatte Raumschiffe und ne Prinzessin und so. Such das mal in der Bibel.

  9. Jack

    @8
    Ich freue mich auch auf Armageddon. Ist mein absoluter Lieblingsfilm. Bruce Willis ist der Coolste.

  10. Felix

    @Xander:
    Willst du wirklich kritisieren was darin steht? Die Essenz daraus? Ich glaube nicht. Jeder egal ob Jude, Moslem oder Christ ist mit sovielen äquivalenten Bildnisse, Gleichnisse, etc aus dem AT, NT oder Koran aufgewachsen, das man gar nicht unterscheiden kann, was von dieser Geschichte kommt und was nicht.
    Was du meinst und wo ich dir auch sofort folge ist die Kritik an der Institution “Kirche” (und ich mein nicht nur die römisch katholische). Aber zwischen dem “Buch” und dem was daraus gemacht wird sollte man einen Unterschied machen. (Auch wenn das “Buch” auch als Instrumentat verwendet wurde/wird).

  11. Xander

    Nein, du hast schon Recht, im Prinzip ist das alles gut und schön. Nur: Diese Werte sollte jeder Mensch von sich aus befolgen. Wer Bibel, den Koran o.ä. bzw. eine Religion braucht, um zwischen gut und böse zu unterscheiden oder entsprechend zu handeln, bitte. Was aber eigentlich ausgesagt werden sollte war keine Kirchenkritik an sich, sondern die Anbiederung der Filme bzw. der Narnia-Bücher an eben dieses Buch. Und in dem Punkt finde ich die Filmkritik, obwohl ich nur den Roman kenne, sehr treffend.

    @9: aufS Armageddon, nicht auf “Armageddon”. Ist aber beides nichts, auf das man sich WIRKLICH freut.

  12. Jack

    Film und Buch kann man NIE miteinander vergleichen. Wer den Film nicht gesehen hat, der darf ihn auch nicht kritisieren!

    Ob man sich aufS Armageddon freut oder nicht ist egal. Kommen tut es so oder so.

  13. oi

    Filme über Bücher MUSS man sogar miteinander vergleichen…

    Und mit der Logik dürfte ich keine Aussage über den Geschmack von Rattenkötel machen, da ich ihn noch nie probiert habe.

    Kann ich aber doch: Es ist ekelhaft!

  14. Jack

    Du fandest das Narnia Buch also ungefähr so gut wie Rattenkötel? Bücher und Filme zu vergleichen, ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beides sind eigenständige Kunstwerke, die nicht immer viel miteinander gemeinsam haben.

    Außerdem finde ich wirklich, dass du keine qualifizierte Aussage über Rattenkötel treffen kannst.

  15. Batzman

    Du liebe Güte, da ist man paar Minuten nicht da… sheeesh.

    Wer sich die Mühe gemacht hat das Review zum ersten Teil zu lesen, der wüsste das dort etwas zur Freundschaft zwischen Tolkien und Lewis steht und wie sehr sie unter Lewis platten Missionierungsparabeln gelitten haben (und das obwohl es Tolkien war, der Lewis wieder zum Glauben gebracht hat).

    Und es ist ziemlich traurig, das hier irgendwelche nebulösen Behauptungen zu christlichen Wertungen breitgetreten werden und kein Ton zu den zweifelhaften Moralvorstellungen gesagt wird, die Lewis Weltsicht ausmachen und die auch ganz klar an Narnia zu kritisieren sind. Es geht NICHT um Frieden und Nächstenliebe, es geht nicht um Vergebung, Toleranz oder andere von Religionen okkupierten allgemeinen moralischen Werten. Es geht um Huldigung, um kritiklosen Glauben, es geht um böse Ungläubige die man im Dutzend abschlachtet, es geht um hilflose “Kaffer” (siehe den Absatz mit White Mans Burden oben), die die weißen Königskinder brauchen weil sie zu dumm sind sich alleine zu helfen. Ist Herr Der Ringe, trotz aller rassistischer Vorwüfe, die man ihm zurecht machen kann (die u.a. ja auch ganz gut im Bonusmaterial der Jackson-Filme thematisiert wird), letztlich doch auch ein Loblied auf die Wichtigkeit scheinbar kleiner und Unbedeutender Wesen wie den Hobbits (sehr schön am Ende von Return of the KIng wenn Aragorn sagt: Ihr müsst vor niemandem knieen) und eine durchaus differenzierte Darstellung von Helden, die sich auch zweifelhaft und manipulativ verhalten (Gandalf, anyone?), so propagiert Lewis Gehorsam, Folgsamkeit und die Überlegenheit der weißen Königsrasse. Aslan ist kein gütiges Wesen, er ist ein arroganter Gott der Verehrung einfordert und seine Gläubigen im Rudel abschlachten lässt. Ich wüsste wirklich nicht, welche positiven Werte Kinder – die Narnia eindeutig konzipiert ist – aus den Filmen ziehen sollen. Wo Rowling bei Harry Potter stets bemüht ist vielschichtige Figuren zu zeichnen, sich gegen Duckmäusertum, blinden Glauben, Rassismus und Ideologien stark zu machen und selbständiges Denken fördert (auch wenn die HP-Bücher nicht frei von fragwürdigen Ideen sind), propagiert Narnia ein simples und fragwürdiges Weltbild, das auch nicht damit zu entschuldigen ist, das die Bücher schon älter sind. Die Filme sind von heute und müssen sich fragen lassen, welche Agenda sie verfolgen. Wobei es vielleicht reicht zu wissen, dass es sich um eine Walden Media Produktion handelt… und wer deren Geldgeber ist ist ja bekannt…

  16. Jack

    Mir sind die Geldgeber nicht bekannt. Stecken vielleicht die zionistischen Illuminaten dahinter?

  17. oi

    @Jack

    Batz hat eigentlich alles Wichtige geschrieben… Und da du dir in der Fledermausabteilung schon selbst einen “Stahlpimmel” angedichtet hast, bleibt für mich auch nichts mehr, ausser vielleicht die Frage:

    Welche Qualifikation schwebt dir denn vor, die nötig ist um den Geschmack von Tierfekalien zu beurtielen?

  18. Mr Noyes

    @Jack: Ne, wohl eher ein paar zugekokste Filmproduzenten, die auf der HdR Welle mitschwingen wollten und die nächstbeste Romanreihe genommen haben, die am wenigsten Ärger mit Rechteinhabern bringt. Mit beteiligt waren wohl ein paar depperte Drehbuchschreiber, die die negativen Aspekte des Romanes im Alkoholrausch und zwischen den vielen Prostituiertenbesuchen einfach als “cool” und “episch” verstanden haben.

    Entweder dass oder es stecken tatsächlich irgendwelche Leute dahinter, die einen Werbeclip für Obrigkeitsgläubigkeit, Diktaturumsturz durch militärische Hilfe von Aussen und messianisches Sendungsbewusstsein im Stile der Kreuzzüge brauchten.

    Hmmmmmm……

  19. Jack

    @17
    Keine Qualifikation. Nur Erfahrung. Das ist mit Kunst wie mit Tierfäkalien. Man kann beides nur nach der Erfahrung beurteilen.

    @18
    da schreibt jemand um 23:23 einen Beitrag, der von den zionistischen Illuminaten ablenken will. Zufall?

  20. Batzman

    Walden Media wird kontrolliert vom christlichen bewegten Millionär Philip Anschutz http://en.wikipedia.org/wiki/Philip_Anschutz

    Einer der reichsten Amerikaner, Republikaner, Bush-Unterstützer, der sich auch schon mal gegen Antidiskriminierungsgesetzte stark macht und Think Tanks fördert die Kreationismus propagieren. Noch Fragen, Kienzle?

  21. Jack

    Nein, euer Ehren. Die Akte kann geschlossen werden. Danke für die Informationen.

    Dann ist er also Christ und kein Jude.

    Anmerkung: Zensur entfernt. Hier wurde etwas voreilig gelöscht. Und auch wenn ich die Provokationen von Jack etwas anstrengend finde, rechtfertigt der Satz (den ich hoffentlich korrekt rekonstruiert habe) keine Löschung.

    -Batzman

  22. oi

    @Jack
    Warum widersprichst du dir selbst?
    Wenn du dieser Meinung bist warum SCHREIBST du das dann nicht??
    Warum benutzt du Begriffe wie “qualifiziert”, wenn du deren Bedeutung nicht kennst???

  23. Nilz N Burger

    und du bist, wie ich befürchtet hatte, raus aus den kommentaren, jack. danke und tschüss. no trolls allowed.

  24. Mal Sehen

    Ein faschistischer Scooter Fan?
    Hatten wir auch lange nicht mehr..

  25. PatJe.de » Prinz Kaspian von Narnia

    […] gibt denen alle Kreaturen umgehend die Treue schwören, untermauern die von einigen Seiten geäußerte Kritik an dem Film als “Rekrutierungsvideo” für die christliche […]

  26. Don Pablito

    Ach, herrlich. Ab und zu frag ich mich ja, wieso’s hier eigentlich kein kleines, gemütliches Forum gibt. Dann müsste man solche theologischen Diskussionen nicht JEDES Mal von vorne anfangen. Die Bibel – so wenig ich von religiösen Intitutionen halte – ist nunmal ein Kompendium an dramaturgischen Blaupausen, und kaum ein Geschichten-Erzähler / -Schreiber wird je ein Werk verfassen, das sich nicht in irgendeiner Form an einer der Prototypen bedient. Der gute Buddy Christ war nunmal einfach der erste “Stranger comes to town”, und darauf lässt sich beinahe jede Story reduzieren.

    Dass das aber so penetrant und konkret passieren muss wie anscheinend in “Narnia 2″ (hab den Film nicht gesehen, hab’s auch nicht vor), hat allerdings nichts mehr mit dramaturgischen Standards zu tun, sondern zitiert dann ja quasi 1:1 aus der Bibel. Mich nervt das zum Beispiel, andere nicht. Deswegen gehen auch andere in den Film, und ich in TDK. :)

  27. Jack

    Das ist nicht fair. Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört???

    Ich wollte nur noch klarstellen, dass ich kein Faschist bin und selbst Jude und deshalb auch kein Anti-Semit bin. Aber Scooter find’ ich gut. Dazu steh’ ich.

  28. Batzman

    @Jack

    Du wirst auch nicht gedisset, weil du Antisemit oder Semit bist, sondern weil du dumm rumtrollst und um der Provokation willen provozierst ohne irgendwas zur Diskussion beizutragen.

    Und weil du Scooter magst.

  29. Kilgore Trout

    also ich will nichts gegen die Leute hier von mir lassen , aber obwohl ich Jude bin , sind die Diskussionen hier manchmal die Härte.Mir doch egal ob antisemitisches Gerede hier existiert.

    Jungs , wir sind eine Community von Filmeliebhabern und nicht ein Kritikgremium.
    Wenn ihr ein Buch und den darausentstehenden Film vergleicht , dann ist das kein Problem , aber bitte solltet ihr von irgendwelchen Beweggründen des Schreibers und vielleicht seiner religiösen Ansichten Abstand nehmen.Religion führt nämlich zu solchen Problemen und Konsequenzen.
    Die Werte , das Leben und etc. eines Autors sind vielleicht nett zu wissen , aber leider versteht man die Werke dadurch auch nicht mehr und wäre ich C.S. Lewis und würde diese Sachen hier lesen , würde ich mich kaputt lachen.
    Er ist ein Künstler und seine Sachen sollen vor allem unterhalten und anregen kreativ zu sein.
    Dieses Gerede von Motivation und Idealen eines Autors und der möglichen Interpretation seiner Werke ist sinnlos.
    Ihr kennt die Leute nicht.
    Ihr sitzt nicht in deren Kopf und man wird euch auch nicht für intelligenter halten , wenn ihr anfangt unendlich darüber zu mutmassen und am Ende man genau so schlau ist wie am Anfang.
    Eine nette Meinung ist super, aber bitte keine Allüren.
    Wenn ihr soviel davon haltet, arbeitet bei der Zeitung oder macht einen Filmblog auf ;P (wie F5)
    Diskussion soll Spass machen , aber nicht angreifen.

  30. Jack

    @27
    Das sehe ich anders. Mein Beitrag Nummer 6 ist sachlich und besitzt inhaltliche Substanz. Auch mein Beitrag Nummer 12 besitzt inhaltliche Substanz. Ich habe übrigens nicht mit den Tierfäkalien angefangen. Nur weil ich das adjektiv “qualifiziert” nicht richtig verwendet habe und weil ich Scooter mag, werde ich gedisst.

  31. Kilgore Trout

    Das gilt nicht nur an dich. Damit ist jeder gemeint.
    Die Leute hier sehen sich die härtesten Filme an , aber sind dann so sensibel in Bezug zu solchen Themen wie Religion , etc.

  32. Batzman

    @Kilgore

    Sorry, but no sorry. Die religiöse Agenda C.S. Lewis ist nichts das großes um die Ecke denken oder interpretieren erfordert. Genauso könntest du behaupten Mel Gibson habe mit Passion of the Christ nur einen rustikalen Abenteuerfilm drehen wollen. Und wer hinter Walden Media steckt und was deren Ziele sind, ist auch gut dokumentiert, genauso wie Disneys Werbekampagne die den Film gezielt in den der Kategorie “Faith and Family” vermarktet (es gibt eine eigene Abteilung bei Disney, die sich nur damit beschäftigt) und sich christliche Lobbygruppenunterstützung zusichert. When it walks like duck, and quacks like a duck… it most likely is a fucking duck.

    Zu behaupten das ganze habe nichts mit dem Christentum zu tun ist ziemlich ignorant und lenkt vom Thema ab. Ich find es auch spannend, das hier niemand auf die tatsächlich im Review genannten Kritikpunkte eingeht…

  33. Chris

    Es mag an meinem seltsamen Humor liegen, aber ich fand den inzwischen zensierten “Judenspruch” vom Jack witzig. Ups, darf man das hier überhaupt sagen… Jude?!

    Aber gut, also zum Film: Ich fand in gar noch schlechter als hier rezensiert. Zwei Sterne genügen vollkommen. Der Film hat (so gut wie) keine Handlung und diese zerrt er auf unnötig lange 144 Minuten. Die Figuren und das was sie tun ist seltsam unmotiviert und uninteressant.
    Jeder Ansatz von Tiefe – der “Konflikt” zwsichen Peter und Caspian, das Geturtel von Caspian und Susan – wird sofort im Keim erstickt und wirkt nur lächerlich. Wirklich, mehrfach musste ich während des Films laut auflachen, ob der unfreiwilligen Komik. Lücken werden mit schnellklebenden Actionsequenzen gefüllt, die das Gröbste zusammenhalten sollen, aber leider klappt nicht einmal das, da die Action langweilig ist und gar nicht so aktiv.
    “Bittet tötet Narnia und rottet seine putzigen Bewohner aus.”, habe ich mir manchmal, auf der Seite der Telmarnies seiend, still und heimlich gedacht, denn diese stets arrogant dreinblickenden Naturwesen – allen voran diese elendigen Minotauren, deren Maskenbilder offensichtlich nur halbtags arbeiten – haben nur genervt. Auch die Kostüme scheinen mir recht einfallslos und gewollt opulent, wie der ganze Film groß sein will – immer mit einen Auge nach Mittelerde schielend. Visuell ist Narnia bestenfalls solide – in der Kamera- und Bildgestaltung probiert man nichts Neues und verläßt sich auf alt hergebrachtes, erprobtes, ermüdendes.
    Und, wie erwähnt, ist nicht nur Tilda Swintons Auftritt überflüssig (Der im übrigen völlig belibig eingefügt wirkt, als hätte jemand am Boden des Schneideraums noch ein paar Filmschnipsel gefunden und gesagt “Oh, schaut mal, da ist Tilda Swinton drauf. Ist das von diesem oder vom letzten Teil…Och kommt, die nehmen wir noch mit rein, hat ja schließlich ´n Oscar gewonnen.” Aus heiterem taucht sie auf und ist wieder weg – wusch – und man fragt sich “Uh, wo kam die denn jetzt her?” Das ihr Auftritt durchaus Sinn machen könnte um Peter und Caspian weiter zu chrakterisieren, wird leichtfertig verspielt, weil ihr Auftritt weder etwas bewirkt, noch sich irgendwie ankündigt.), denn statt die Figuren zu nehmen, die Mann hat und ihnen Tiefe zu verleihen, werden überflüssiger immer neue Figuren eingefügt (wie z.B. dieser Junge der Susan in der U-Bahn anmacht – was soll das?), die genauso oberflächlich sind, wie die Hauptfiguren. Am schlimmsten aber und allem die Krone aufsetztend, im wahrsten Sinne des Wortes, unter allen arroganten Wesen in diesem an arroganten Wesen nicht armen Film ist, tada – deus es machnina – Aslan, der Löwe! Warum taucht dieser Arsch, der durch eine bloßes Schulterzucken einer Maus ihren abgefallenen Schwanz wieder wachsen lassen kann, erst am Schluß auf, nachdem(!) Mord und Totschlag herrschten. Sicher, sicher, das ist dramaturgisch so vorgesehen und macht auf der christlichen Grundlage auch Sinn, aber trotzdem beißt sich hier die Katze in den Schwanz, macht doch der Auftritt des Wichtigtuers Aslan (der zudem auch nicht sonderlich überzeugend animiert ist) die ganze Geschichte noch überflüssiger als sie ohnehin schon ist.
    Frei nach Monty Pythons “Life of Brain” gilt hier: “Wir kommen aus dem Nichts, wir gehen ins Nichts – Was verlieren wir also? Gar Nichts!” Hier müsste nur vielmehr die Frage lauten “Was gewinnen wir also?” – die Antwort bleibt die gleiche: Gar nichts!

  34. sanddorn

    Ich fand Narnija 1 ganz ok, hübsche Schneelandschaften und das kleine Mädchen war niedlich – war nur etwas traurig das Tilda am Ende besiegt wurde.

  35. Kilgore Trout

    @31
    Batzman , müssen better lesen du solltest.
    Ich habe nicht gesagt , dass der Film ohne religiöse Motive gedreht wurde und hinter der Geschichte keine christlichen Vergleiche stehen. (also bitte nicht als ignorant bezeichnen)
    Ich resprektiere einfach nur die Ansichten die ein Künstler haben kann und solange die Geschichte mich wegreisst , interessiert mich der Rest nicht.
    Es ist gut ein wenig Hintergrundwissen zu haben , aber im Kino vor dem Bildschirm sitzend , denke ich auch nicht an diesen ganzen Mist.(wieso hat er das so gemacht und wieso nicht anders / hat das eine religiöse Bedeutung)
    Wir sind hier keine Bibelwissenschaftler. Man sollte von Motiven Abstand nehmen , da man vielleicht Vermutungen anstellen kann , aber man es halt nicht genau weisst , und wozu dann soviel angreifendes Gerede hier.
    Der Chris (#32) hat wirklich eine schöne Meinung von sich gegeben und auch kaum religiöse Andeutungen gemacht und doch teilweise interpretiert. Mir hat seine Meinung sehr gefallen.
    Ja, Jude darfst du sagen. ;P

  36. Chris

    @34
    Vielen Dank! :-)

  37. armande

    Wow was habe ich den da verpasst!? Theologie und niemand sagt mir Bescheid :))
    “Die Bibel, ein gutes Buch” habe ich soeben von Jack gelesen. Sagt mal, lest und versteht ihr das Zeugs auch oder sagt es der pädophile Pfarrer von nebenan dass die Bibel rockt ?

    Ich bin kein Atheist, ich bin ein Agnostiker. Die Bibel, ist für mich eines der krassesten Bücher überhaupt und gehört so was von verboten. Es trieft nur so an Perversion und Sadismus und ich rede hier nicht nur
    über den Richter Teil, welcher jeden Splatterfilm, den ich als Jugendlicher gesehen habe, locker in den Schatten stellt; “schwangeren Frauen die Bäuche aufschlitzen… zerschmettere kleine Baby’s…”
    Im Gegensatz zum Koran sind die meisten Inhalte sogar echte Aufforderungen zu Kriege, Massaker und Völkermorde. Auch die Thora ist ziemlich heftig und vergleichbar was das betrifft. Die Bibel ist einfach menschenverachtend und frauenfeindlich.

    Einige Beispiele gefällig ?
    “Zerlege deinen Feind in handliche Stücke”
    “Verbrenne Gefangene lebendigen Leibes in Ziegelöfen.”
    “Koche deinen Sohn und esse ihn auf.”
    “Töte eine Frau, lass ihren Leichnam von Pferden zertrampeln und verfüttere die Reste an die Hunde.”
    “Zerstückele deine Ehefrau in zwölf Teile und verschicke sie…”
    “Schlachte deine Tochter und verbrenne sie.”
    “Lass deine Frau von wilden Männern zu Tode vergewaltigen”

    Das sind noch zugegeben, ohne zu untertreiben ein paar “harmlosere” Stellen aus der Bibel. Wie gesagt, ist voll davon. Wer meint, der Translator und Reformator Luther war ein heiliger, der soll nur mal seine Werke/Zitate lesen und dann die Taten im dritten Reich vergleichen. Was uns in den Schulen und Medien vorgegaukelt wird, sieht in der Realität ganz ganz anders aus. Auf die Frage ob sich Milliarden von Christen, Moslems und Juden (gleicher Ursprung: Sonnengott) im Glauben täuschen können…. gibt es von mir einen “und wie”!

    Wer sich noch ein wenig mit Ethnologie auskennt, dem wird auffallen dass C.S.Lewis bei den meisten Fantasy-Namen sich aus dem türkischen bedient hat (ganz wenig französisch). Tolkien hatte da noch Cochones und Fantasie mit den Namen seiner Figuren. Hatte sogar eine ganze Sprache erfunden a la klingonisch. Wie auch immer, Religionen ? Nein Danke! Dito mit solchen Metapher-verseuchtem Müll wie Narnia.
    Die Punkte-Vergabe hier scheint aber in letzter Zeit auch sehr grosszügig zu sein wie mir auffällt. Wieso 2,5 Punkte wenn lediglich die Optik ansehnlich ist, verstehe ich nicht ? Wünschenswert wäre zumindest Punkteverteilungen von einigen der anderen “Freunden”.

  38. Mr Noyes

    @34:

    “Es ist gut ein wenig Hintergrundwissen zu haben , aber im Kino vor dem Bildschirm sitzend , denke ich auch nicht an diesen ganzen Mist.”

    Hier möchte ich kurz einhaken: Das Interpretieren und Analysieren von Filmen ist keine Glühbirne, die man nach Bedarf ein oder ausschaltet. Viele Leute analysieren den Film während sie ihn ansehen, das ist weder schlecht noch gut, das ist einfach so. Jeder zieht halt aus einem Film, was ihm passt, manchen genügt eine gute Story, manche eine verwobene Bedeutungsebene. Das ist außerdem kein “Mist”, sondern lediglich eine andere Art als deine, einen Film anzusehen.

    Weiterhin trennst du meines Erachtens viel zu stark zwischen Deutungs- und Handlungsebene. Ist Robocop “nur” ein Actionstreifen oder auch beissende Sozialkritik? Winkt “Starship Troopers” nicht ebenfalls mit einem interpretatorischen Zaunpfahl? Bei vielen Filmen ist Handlungs- und Deutungsebene vermengt und letztere existiert keineswegs aufgrund beliebiges freies Assoziieren des Betrachters sondern vielmehr, weil der Film genau so einen Subtext anbietet.

    Ein gut gemachter Werbeclip ist vielleicht kurzweilig und interessant, aber er will immer noch etwas verkaufen und so ist es hier offensichtlich auch mit Narnia. Der Film hat nicht nur Unterhaltung, nein er hat auch eine Message und jeder, der diese Message sieht, stellt keineswegs “Vermutungen” an.

    Wie gesagt, es sei jedem seine Art von Filmkonsum gegönnt, aber nervig wirds, wenn Leute, die einen Film analysieren als versponnene Verschwörungstheoretiker dargestellt werden, die sich nur etwas aus dem A** ziehen.

  39. Batzman

    Noyes, du nimmst mir die Worte aus dem Mund :)

  40. Kilgore Trout

    @37.
    Entschuldige die Bezeichnung Mist. Die war nicht treffend , doch war ich einfach nur bissle genervt wegen dem Tag und dann noch der Diskussion hier.
    Eine Message ist wichtig , doch denke ich nicht , dass diese Message interessiert.
    Eine Moral wie in einem Buch. Schön und gut.
    Doch in jedem Film kann man Moral oder eine Message reininterpretieren und welche ist dann richtig. Das kann man nicht entscheiden und eine eindeutige Interpretation ist ohne die Meinung des Autors / Regisseurs nicht wirklich nutzbar.
    Somit macht es wirklich Sinn tausende Worte in dieses Forum zu schreiben und sich gegenseitig anzuheizen , obwohl ein intelligenter Mensch weiss , dass es tausende Sichtweisen eines Films gibt und jeder unterschiedliche Messages aus einem Film ziehen kann.
    Ich habe nichts dagegen , dass du dich mit einem Film beschäftigst. Tu das. Doch muss deine Meinung wirklich keine Geltungskraft haben für mich , da ich davon anders denken kann.
    Ich mag es einfach nur nicht wenn Leute anfangen Kunst zu analysieren.
    Das ist keine Wissenschaft.
    Ich akzeptiere Kunst und befasse mich damit , aber versuche nicht mehr reinzuinterpretieren als es überhaupt gibt. Besonders dann nicht , wenn Religion im Spiel ist.

    Dennoch danke Noyes für deine stichhaltige und gute Antwort.

  41. Batzman

    Ha, wie verrückt auch. Als nächstes versucht noch irgendjemand in Michael Moore Filme eine Regierungskritische Aussage reinzudeuten, obwohl das ja nur eine Sichtweise und mögliche Interpretation des Films ist… Oder diese verrückten Ideen, das es in MASH in Wirklichkeit um den Vietnamkrieg ging… oder in Primary Colors um Clinton… Man kann ja wirklich überall irgendwas abstruses reindeuten…

  42. Mr Noyes

    @Kilgore: Danke dir für die ausführliche Antwort. Gerne einige ich mich darauf, dass wir uns nicht einig sind, allerdings muß ich schon aus reinem Prinzip in dem Punkt wiedersprechen, Kunstanalyse sei keine Wissenschaft, schließlich bin ich Literaturwissenschaftler ;) Vielleicht gibts irgendwann tatsächlich mal ein FF Board, wo ich etwas weiter ausholen könnte, bis dahin “We agree that we disagree” ;)

  43. randyzac

    tja.. ein Board wär echt nicht schlecht…
    Denn auch dem Satz:

    “eine eindeutige Interpretation ist ohne die Meinung des Autors / Regisseurs nicht wirklich nutzbar”

    muss ich vehement widersprechen. Allerdings würde es den Rahmen sprengen die vielfältigen Vorteile einer werksimanenten Interpretation gegenüber einer biographischen Interprtation aufzuführen…

  44. Kilgore Trout

    Literaturwissenschaftler. Nice. Hätte ich mir denken können.
    Ich bin Ökonom.
    @41. We agree that we disagree. ok.
    @42. Boards gibts da draussen genug , doch laufen da meistens komische Leute rum und nicht so gebildete Gentlemen wie hier. (schmunzel)

    aso.Ich meinte Kunst ist keine Wissenschaft.
    Die Analyse von Kunst ist natürlich eine , doch wenn Kunst nicht analysierbar ist , weil sie keine Wissenschaft ist , wie sollte man dann also behaupten können , dass Kunstanalyse irgendwas bringt.
    Egal.Will endlich neue Posts wo ich was dazu schreiben kann.

  45. randyzac

    Verhaspelst du dich nicht ein wenig??

    Analog würde es bedeuten, dass du Biologie für keine Wissenschaft hätlst (bzw. die Wissenschftsdisziplin Biologie nichts “bringt”), weil Lebewesen keine Wissenschaft sind…

    Gegenstand der Untersuchung und die Untersuchung selbst sind doch zwei völlig voneinander verschieden Dinge…

    Und wie erklärtst du , dass Kunst nicht analysierbar sein soll ??

  46. Jack

    Natürlich ist Kunst analysierbar. Wer das genauer wissen will, dem empfehle ich das Buch “Kunst als Erfahrung” von John Dewey.

    Aber mit einem fröhlichen “Agree to disagree” bin ich auch einverstanden.

  47. Naja

    Ich frag mich wie manche Leute Kino bei solch einem Analysewahn noch genießen können. Die Story war etwas schwammig, dass geb ich zu, aber ich würde glaube Kopfschmerzen kriegen wenn ich jede einzelne Alegorie rausfiltern würde die jeder Film jede Szene und jede Figure enthält. Deshalb versuche ich das lieber nicht und erfreue mich an, entweder einer gute Story oder einer schönen Bilderflut (beides würde ich dann als wirklich gelungenen Kinoabend bezeichnen).

    Zu den Moore Filmen: Diese Filme zielen auf Kritik an Regirung o.ä. ab…!
    Ich glaube Narnia sollte in erster Linie Spaß beim Schauen machen.
    Die Bildergewalt ist schon sehr gut finde ich, auch wenn es stark (fast zum erbrechen stark) an HDR erinnert. Aber ich mag solche Filme trotzdem (vielleicht gerade weil sie den typischen HDRstil haben) Was soll man da machen? HDR hat nunmal das Zeitalter für diese Filme eingeläutet.
    Ansonsten ist es natürlich jedem selbst überlassen wie er Filme
    schaut. Ist auch interessant zu erfahren wie das so manche machen. Aber brecht euch darüber nicht zuviele Gehirnzellen ab ;)!
    GRuß

  48. Kilgore Trout

    @44
    Deshalb nicht analysierbar , weil jeder eine andere Analyse auffährt und es keine eindeutige gibt.
    Das Resultat ist das gleiche: Unendliche Anzahl von Sichtweisen sind unmöglich gleichzeitig zu berücksichtigen und zusammenzufassen , sodass jede erdenkliche öffentliche Analyse unzulänglich und irrelevant ist.
    Eine Analyse ohne umfassenden Charakter macht keine Sinn , denn man lernt nichts daraus. Es ist einfach eine Mutmassung und somit hat sie den gleichen Wert wie keine Analyse.
    Wieso sollte man also die Meinung eines Kritikers ernst nehmen ?
    Es ist nur eine von vielen und nach diesem Argument auch nicht mehr wert.
    Eine Entscheidung ohne vollkommene Information ist auch unzureichend und man kann auch nicht sagen , ob sie richtig oder falsch ist.
    Sie kann nur dann beurteilt werden , solange man gewisse Rahmenbedingungen definiert.
    Bei Kunst sind doch leider sogar diese unterschiedlich , da Kunst vielseitige Facetten besitzt und jeder auf unterschiedliche Dinge bei der Beurteilung achtet.
    Wie der Buchtitel schon sagt: Kunst ist eine Erfahrung und meistens ziemlich schwer in Worte zu fassen. Wie kann man dann so etwas analysieren , dass so emotional berührend und unglaublich individuell ist.
    Da müsste man abertausende Analysen nehmen und jede hätte Recht, was zeigt das Kritiker oft sich umsonst streiten , da sie alle irgendwie Recht haben.

    @46 Stimme dir zu.Einfach erleben und geniessen.

  49. randyzac

    @47

    Grundsätzlich kann man Kunst insbesondere Filme auf zwei Arten rezipieren:
    Genießend,Konsumierend oder Analytisch, Interpretierend.
    Beides kommt nicht isoliert vor, sondern ist von Film und Person verschieden. Dazu aber später.

    Zuerst eine Klarstellung:

    Ein Kritiker (Interpret) schreibt ja nicht: “Der Film (Buch, Bild,…) ist doof.”
    Dann wärs nämlich kein Kritiker (Interpret).
    Er schreibt viel mehr: “Der Film ist an dieser Stelle doof, weil Dies und Das.”

    Dem “Dies und Das” darf jeder zustimmen oder ablehnen. Aber bitte mit Begründung…

    So entsteht Interpretation… und sie ist keiensfall beliebig oder willkürlich… (Und ja: es gibt definitiv FALSCHE Interpretationen)

    Ein Beispiel:
    Faust. Prolog im Himmel.
    Raphael: Die Sonne tönt nach alter Weise
    In Brudersphären Wettgesang,

    So jetzt kann man sagen, dass das ein wirklich schönes Bild ist.

    Man kann aber darüber hinausgehen und interpretieren, dass das “Tönen” der Sonne in “Brudersphären” ein Indiz für das Ptolomäiscshe Planeten- und Weltbild ist.

    Und für was soll das gut sein?

    Das gesamte zeitliche Setting des Faust wird bestimmt…
    Es entsteht ein schlüssiges Bild, das den Weg für ein weiteres Vorstoßen in die Materie ebnet.

    Es gibt Filme, die kann man ohne analytisches Sehen gar nicht rezipieren. Der Pate z.B. kann natürlich oberflächlich als Mafiaschmonzette genossen werden.
    Richtig gut wird der Film aber erst wenn man die Moralischen, Gesellschaftlichen und Zeitgeschichtlichenm Ebenen herausfiltert (eben interpretiert oder analysiert)und sich die Fragen stellt, die der Film aufwirft.

    Andere Filme wiederum eignen sich lediglich zum Genusskonsum.
    Amelie z.b. gibt interpretatorisch nicht viel her, hat man sich an der Bilderflut ersteinmal sattgesehen…

    Deshalb sollte man die Meinung eines Kritikers ernst nehmen, wenn er seine Kritik plausibel, begründet und nachvollziehbar kommunizieren kann.

    Manche empfinden eben einen hören Lustgewinn beim “Hirnabschalten” oder Erleben und Genießen(ich zähl mich auch dazu, wenn ich mir z.B. Rambo reinpfeiffe).
    Andere empfinden einen höheren Lustgewinn beim Erkennen, beim Begreifen, schlicht am Wissenwollen ,was man da genau jetzt gesehen hat….

  50. Naja

    Darum bin ich der Meinung man sollte bei jedem Film diverenzieren. Ich finde Narnia gehört eindeutig zur Kategorie “Genieserfilm” und nicht “Tiefsinnig oh Schreck alles muss interpretiert werden Film”. Ich finde die Kritit ein wenig zu steif und würde dem Film desweg 3-3,5 Punkte geben. Ich vermisse auch etwas das herrausheben der positiven Aspekte. Der Zweikampf war klasse gemacht (nicht zu viele Schnitte man hat die Übersicht behalten) und die Taktik beim Kampf Allgemein war sehr gut und hat mich staunen lassen. Die Maus hat mich etwas an den gestiefelten Kater bei Shrek erinnert (welchen ich fanastisch finde). Es gab auch gute Momente im Film in denen der ironische Witz gut eingesetzt wurde. Ich hab wirklich schon schlechters gesehn wo ich mir gewüntscht hab kein Geld für den Film rausgeschmissen zu haben (letzterer erst- Akte X)

  51. oi

    @49

    gerade wenn Symbolik so triefend und aufdringlich daherkommt wie in Narnia, kann man eigentlich garnicht anders als zu interpretieren.
    Weil es ja genau das ist, worauf sich die ganze Bildsprache bezieht: auf den christlichen Mythos…
    Aber es soll ja auch Leute geben, diebei Filmen von z.B. O. Stone das “Hirn abschalten” und “einfach nur genießen”.

  52. Naja

    Ich bin Atheistin. Damit hab ich mich bewusst gegen dieses Wissen entschieden XD ,wahrscheinlich ist es mir deswegen nicht aufgefallen (also die ganzen Alegorien)…und ich lebe irgendie trotzdem glücklich weiter =P

  53. Kilgore Trout

    @51 auch nichts dagegen einzuwenden.

  54. der toby

    Ja, es ist wahr – da draußen existieren schlechtere Fantasy Filme und Verfilmungen. Nun möchte ich mich der Kritik bezüglich der merkwürdigen Darstellung der Bewohner Narnias anschließen: Da kommt ein sehr junger Prinz in die Wohnung eines Zwerges, wohl gemerkt der Prinz eines Volks von Unterdrückern, verspricht groß mündig er bringe bringe Verlorenes zurück und hat aufgrund der Stimme eines Sterndeuters ganz schnell einen die Unterstützung von allerlei Fantasy gestalten. Verrat und Hinterhalt gibt es nur bei den bösen Feinden und (überaus narizistische?) Kinder genießen es von allen als Könige vereehrt zu werden.

    Den (Fundamentalistischen ?) christlich motivierten Einsatz kann man unschwer übersehen, insbesondere weil er hier in einer merkwürdigen unaufgeklärten Mischung präsentiert wird. @Batz: Hier stimme ich dir zu!

    All das mag so in der Vorlage des Autors – dem ich seine Kreativität zugestanden sei – stehen. In der Umsetzung (Stichwort: Kinder im Krieg) hätte einigen Szenen ein gewisses Feingefühl in der Inszenierung nicht geschadet.

    Was den Unterhaltungsfaktor angeht: Da gab es einige Strecken, die den Film als stellenweise langweilig wirken lassen. Vielleicht bin ich aber einfach nur zu streng :-)

  55. Nadine

    Das ist der mit Abstand schlechteste Film den ich seid langem gesehen habe. Wäre die pseudosexistische Anspielung mit dem Horn nicht gewesen, wäre ich gestorben vor Langeweile.

    Allerdings habe ich wohl vor lauter gehirnamputierender Langeweile den christlichen Ansatz verschlafen.

    Mal ganz abgesehen von der frauenfeindlichen Darstellung der weiblichen Charaktere die dumm und unterwürfig sind und gerade dazu taugen im Hintergund dümmlich rumzustehen oder Hiwiaufgaben (…wie schreibt man Hiwi…) wahrzunehmen.

    AHHHHHH!

  56. proton

    Der Film hat soviele Kritikpunkte, dass ich am Liebsten aus dem Kino gegangen wäre. Bin geblieben, weil ich dachte, dass noch was Gutes kommt. Ja, das war ein Fehler.

    Da drehen sich unsere Könige mal kurz um und plötzlich sind 10000 Jahre vergangen. Erschreckend. Keine Technik wurde in dieser Zeit erfunden, und Klamotten in Kisten sind weder geplündert noch vergammelt. Irre. Dafür ist das Land von ein paar bösen Buben besetzt ( Warum waren die jetzt nochmal gleich böse ? ). Grund genug, um mal mit den bösen Invasoren gründlich den Boden auszuwischen.
    Nebenbei darf Prinz Kapser noch etwas Königsrangelei mit dem “alten” König austragen. Und die alte Schnee-Else als Teil 1 darf kurz wiederbelebt werden um weitere 5 Minuten dieses unsäglichen Mistes zu füllen.

    Am Ende fühlte ich mich an eine gute alte TKKG-Kassette erinnert: Die Guten (die Kinder) gewinnen gegen die Bösen (die Erwachsenen), weil diese a) zu blöd sind, b) sich von 14jährigen provozieren lassen und c) die Kinder nicht einfach hinterrücks niedermähen.
    Zurück bleiben: Die Gewissheit, dass es mindestens noch 3 Teile geben wird und das Gefühl, dass ich in dieser 2-stündigen Bilderflut iregndwo die Story verpasst habe… Vielleicht war aber auch keine da…

    Was die zitierte Symbolik angeht: Ist mir relativ wurscht. Der Film wird durch fragliche Parallelen und / oder Bibel-Symbolik auch nicht besser.
    1 Punkt maximal. Wegen der schönen Landschaftsaufnahmen ;)

  57. Nilz N Burger

    das ding ist einfach das das hier keine geheime christenpromo sein soll oder so, sondern die kirchen ganz ausdrücklich und offensiv mit dem film werben (dürfen). ich habe mal vor dem kino stehend ein buch in die hand gedrückt bekommen, mit dem plakat von narnia und bildern aus dem film drin und da wurde exakt erklärt, wie die parallelen zur bibel und zum christentum im film gemeint sind und wie man die zu lesen hat. das buch war herausgegeben von der katholischen kirche. man sieht also: es geht nicht darum codes zu entschlüsseln, sondern das ist einfach alles sehr auf christentum getrimmt. bewusst. mit voller absicht. null geheimnis. null interpretation, sondern faktisch.

  58. TimotheosKnox

    Dass die Chroniken von Narnia – sowohl die Bücher als auch die Filme – sich stark an gewisse biblisch-christliche Topoi anlehnen bzw. diese bewusst aufgreifen, dürfte ja wohl nicht ernsthaft zur Diskussion stehen, oder?
    Hat der gute C.S. Lewis, der – wie ja auch Tolkien – selber überzeugter Christ war, meines Wissens nie geleugnet – eher im Gegenteil!
    Die Frage ist also nicht, ob christliche Symbolik und christliche Lehre (und somit auch der dem Christentum aneignende missionarische Impetus) nun auch von der Celluloid-Version adaptiert werden – das gebietet schon eine gewisse Werktreue. Die Frage lautet doch vielmehr: Wenn dem so ist, was ist dann so schlimm daran?! Ist das wirklich so schlimm, wie es einige Beiträge hier suggerieren?
    Und – just by the way -, einige der besagten Beiträge offenbaren doch eine nicht gerade unbedeutende Unkenntnis der Materie, soll heißen des christlichen Glaubens und seiner “Inhalte”, von seiten der Verfasser.
    Einfach mal die Quellen im Kontext studieren, dann sitzt man auch nicht gleich jeder Dan-Brown-artigen “Zeitgeist”-Diffamierungs-Propaganda auf!

    Die Kritikpunkte des Rezensenten teile ich ünrigens weitestgehend.

  59. gast

    Ich mochte den ersten Narnia Teil eigentlich gerade wegen seiner “Kindertauglichkeit”. Da fand ich z.B. Herr der Ringe schon mehr für Jugendliche und halt Erwachsene geeignet. Narnia 2 fand ich so als “Zwischenversuch”. Manche Szenen nicht unbedingt für Kinder aber der gesamte Film dann doch eher im Märchenstil.

    Aber grundsätzlich ist schon klar, dass Narnia auf einem Blog, der sonst vor allem Zombies froh gegenüber steht, nicht viel Punkte für Narnia gibt.

  60. Director

    Wo du schon Narnia mit Herr der Ringe vergleichst: Narnia ist im Gegensatz zu Herr der Ringe eine “very gelungene Buch Adaption”. Der erste Film war besser als seine Vorlage und mit dem Zweiten konnte man auch nicht viel schief bauen. Ich hasse die Herr der Ringe Filme dafür, dass sie das Werk Tolkiens entzaubert und in den CGI-Dreck gezogen haben. Wenn man die Filme gesehen hat, sind die Bücher nur noch einen Scheiß wert. Bei Narnia ist das anders.

    Fazit: Narnia ist als Film besser als der Herr der Ringe, der Herr der Ringe als Buch ist im Gegenzug sehr viel niveauvoller als Narnia. Die Zeilgruppen sind zudem noch zwei völlig unterschiedliche. Ich liebe beides, nur lebt meine Liebe im Zwiespalt mit meinem Selbst.

  61. tabea

    cooler Film! Wenn man ihn nicht geguckt hat sollte man ihn sich auf dvd holen!!

  62. Leonidas

    Ich habe gehört, dass Prinz Kaspian schwul sein soll, stimmt das? Wieso verwendet der Typ einen Rapier als Waffe? Waren ihm seine kleinen Händchen zu Schade für ein richtiges Schwert?

    Was für ein Loser.

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