Filmblogger braucht keine Sau!

23 Comments

Filmblogger zerstören die seriöse Filmkritik. Zumindest wenn man Josef Schnelle glauben schenken mag, der sich gestern in der Berliner Zeitung in eine flammende Tirade wider die verderbliche Wirkung der “Internet-Blogs” verstieg und dabei neben den üblichen Print vs. Online-Klischee-Argumenten auch versuchte Roger Ebert für seine kruden Thesen einzuspannen.

Meine Kollegin Ines und ich haben uns dazu ein paar Gedanken gemacht:

“Natürlich hat Schnelle nicht Unrecht, wenn er schreibt, dass es bei Kritiken große qualitative Unterschiede gibt. Natürlich macht es etwas aus, ob jemand ein fundiertes Filmwissen besitzt, das im besten Falle neben dem klassischen Filmkanon auch Grundlagen der Film- und Medienanalyse beinhaltet. Natürlich gibt es Fanboys-Reviews, die inhaltlich nicht über ein “Boah, geiler Film” hinausgehen. Natürlich gibt es die “Worst Movie ever!”-Blöker. Das Internet ist ein Abbild der Welt und dort finden sich auch viele grauenhaft schlechte Autoren und lausige Filmbesprechungen. Geschenkt.

Das zu betonen klingt so simpel, wie die Erkenntnis, dass in jedem Jahr hundertausende Bücher veröffentlicht werden, die jeden Tisch beleidigen würden, wenn man sie benutzte um ihn am Wackeln zu hindern. Dass jeden Tag Zeitungen erscheinen, in die kein Fisch eingewickelt wollen würde.

Schnelle verwechselt in seinem Artikel Medium und Qualität, wie dies gerne und häufig getan wird. Für jedes indiskutable Fanboy-Review, finden sich Dutzende ausgesprochen kenntnisreiche und oftmals auch ansprechend formulierte Filmkritiken von Bloggern, Forenschreibern und Online-Magazinen.”

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.
  • http://netzwertig.com/ marcel weiss

    Oh, es ist wohl “Josefs gegen das Internet”-Woche.

  • http://www.wordpress.com Markus

    Meint Herr Schnelle seinen Text da tatsächlich ernst?

  • http://www.sichelputzer.de Mike Schnoor

    Bitte bleibt Filmkritiker-Blogger!

  • Sanddorn

    Versteh nicht warum der sich solche Sorgen macht. Diese Internetzeugs wird sich eh nicht durchsetzen.

  • http://www.alleswasmansehenmuss.blogspot.com Jan

    Was nicht in mein Hirn will: Warum soll es die klassische Printkritik irgendwann nicht mehr geben? Eine Einstellung des eigenen Angebots würde ja ein Zugeständnis nicht nur zum allgemeinen Überangebot, sondern vor allem zur inhaltlichen Qualität bedeuten. Jaja, das Internet kann einem schon Angst machen … Was man nicht kontrollieren kann, muss unterbunden werden, was? Auweia.

  • das_Produkt

    Ich finde Sanddorn hat recht. Dieses Internetz, wovon alle Leute reden, is auch nur so eine Mode. Genauso wie Käse-Igel und Plateau-Schuhe.

  • http://www.thomas-matterne.de Thomas Matterne

    Ich glaube Schnelles Angst ist weniger, dass ein Bruno Dumont unentdeckt bleibt, er hat eher Angst arbeitslos zu werden.

    Im Übrigen scheint das auch eher ein “Wir treiben die Sau durchs Dorf”-Einfall zu sein, den Trend hat diesmal der Spiegel gesetzt. Leider scheint Schnelle für seine Recherche auch über die Printausgabe des Spiegels hinausgekommen zu sein.

  • jack

    Sorry, aber heisst es nicht:

    “Dass jeden Tag Zeitungen erscheinen, in die kein Fisch eingewickelt WERDEN wollen würde”?

  • stb247

    Mal ehrlich, wer braucht denn Filmkritiken? Weder von Bloggern noch von Filmsnobs bei Zeitungen. Habe selbst welche geschrieben, habe welche gelesen, habe dabei etwas wichtiges für mich festgestellt:

    So was dient hauptsächlich einem Zweck, nämlich der Bestätigung des Lesers. So wie Demokraten gern liberale Medien durchforsten um sich in ihrer Bush-Kritik bestätigt zu fühlen, so wie Republikaner Bill O’Reiley ansehen um sich vom ganzen liberalen Geschwafel ihrer Landsleute zu erholen, so will der Kinogänger mit einer Filmkritik doch vor allem eines hören: “Du hast Recht mit deiner Meinung und ich finde das toll!”

    Ein bißchen wie die “Family Guy” Episode, in der Chris im Supermarkt arbeitet und sich mit seinem Kollegen über Filme unterhält. Und zwar so: “Did you see that?” “Yeah, it was awesome!” “Yeah, it was totally awesome!!!”

    Das ist mal jetzt ganz einfach und unintelektuell auf den Punkt gebracht. Wenn man diese Bestätigung sucht, wird man im Netz schneller und besser findig als in anderen Medien. Was also haben “seriöse” Kritiken dann für einen Mehrwert? Sie stellen Filme in den historischen, politischen, künstlerischen Kontext. Das ist schöne Hintergrundinformation, die ich aber auch durchaus aus einem Presseheft entnehmen kann.

    Muss ich mir als Zuschauer von irgendsoeinem Piefke einen Film erklären lassen? Darf der dabei auch noch rumspoilern als gäbe es kein morgen? Soll ich mir ernsthaft eine akademische Meinung von jemandem druchlesen, der dabei so extrem objektiv ist, dass ich mich fragen muss, ob er das Medium Film eigentlich verstanden hat. Jenes Medium, das so großartig in der Lage ist, Emotionen zu wecken?

    Bullshit. Filmbesprechungen in Fachbüchern sind ja ganz nett und dienen sicherlich auch einem gewissen Wissenserwerb. Aber braucht es wirklich eine ganze Zeitungsseite, um mich von einem bevorstehenden Filmbesuch zu überzeugen?

    Warum war der Produzent von “No Country for Old Men” so happy über Zuspruch von Kritikern? Weil man sie so toll in Presseheften und auf Postern zitieren kann. Aber man könnte genausogut den Redneck aus Texas auf’s Papier drucken. “Billy Bob says “Yeahaa!” to this awesome movie”. Wäre ein Unterschied wirklich so bemerkbar? BTW der oben genannte Film war Scheisse und ich weiss ehrlich nicht, wie er so gute Kritiken von “Professionellen” bekommen konnte. Geschweige denn, Oscars gewinnen.

    Wer braucht Filmanalysen, wirkliche Analysen, denn tatsächlich? Filmstudenten und Filmemacher! Als Grundlage. Als einen Punkt, von dem aus man seine eigenen Ideen umsetzen kann. Filmkritiker machen doch sehr oft den Eindruck, als wüssten sie, wovon sie da reden. Aber meckern und machen sind nun mal zwei verschiedenen Dinge und manchmal kann man ihren Frust zu den Nicht-Machern zu gehören auch rauslesen.

    Ich würde gern eine tolle Abhandlung über das Thema verfassen und mich dabei auch etwas besser ausdrücken wollen, aber eigentlich ist so etwas Zeitverschwendung und mir gefällt die Tatsache, dass das Netz immer wieder Schwächen in Ausdruck und Form durchgehen lässt. Denn ich denke, meine Meinung ist klar und braucht keine komplett gefüllte Zeitungsseite als Trägermedium.

  • randyzac

    @stb247
    Dein Vorwurf gegenüber der Filmkritik ist so allgemein, dass es sich auf Literatur, Bildende Kunst, etc. eben alle Künste ausdehnen läßt.

    schön und gut…Demokratiesieren wir die Kunst.
    Völlig einverstanden. Das Werk und der Rezipient sind erst einmal vollkommen autonom. Jeder sieht was er will, bzw. kann, bzw. erfährt.
    Dagegen ist jetzt ersteinmal überhaupt nichts einzuwenden.

    Jeder ist auch mit den evoziierten Emotionen allein.
    Manchen reicht das.

    Manchen nicht.

    Ich will gerne wissen, warum mir ein Schauer über den Rücken läuft, wenn ich ein Gemälde von Munch sehe…. Warum ich es unerträglich finde, wenn Nafta Settembrini argumentativ zerpflückt… Warum ich Amelie kein zweitesmal sehen muss, während ich No Country for old men mehrmals sehen muss, um herauszufinden, wie diese Beklemmung entsteht…

    Und:
    Bin ich vielleicht nicht alleine, sondern haben Andere die gleichen Gedanken und Gefühle, wenn sie das betreffende Kunstwerk zu erfassen versuchen??

    Und drin sind wir in der Analyse, in der Kritik, in der Metarezeption, im Streit der “Professionellen”…

    Das ist für mich der Mehrwert von Kunst generell… und übrigens auch ein Qualitätsmerkmal

  • Bioshock

    was fuer ein intellektuelles geschwurbel…

    in dem artikel hat mir ja am besten der hier gefallen:

    “Die professionelle Kritik setzt neue Trends und ästhetische Standards durch. Sie ist im besten Fall Avantgarde und entdeckt im Experiment von Heute den Mainstream von Morgen. Auch die Filmproduzenten brauchen diesen Dialog mit den Filmkritikern, die ihre historische Bildung und ihre ästhetische Entdeckerfreude einbringen und im Idealfall immer mehr Zuschauer dazu anregen können, ihren Kinobesuch als Wagnis zu sehen.”

    was soll das sein? eine elaborierte kritik an gut gemachten filmen, die… das kann doch nicht sein… von.. oh mein gott, oh mein gott… SEHR vielen menschen schon HEUTE gesehen werden.

    oder ist ist ganz einfach nur die nackte panik vor drohender arbeitlosigkeit weil es blogs wie die 5Filmfreunde gibt?

    ich weiss nur eins. bevor ich mir einen neuen film im kino anschaue, besuche ich erst eure seite.
    nicht dass ich euren geschmack teile ;x). aber schaden kanns ja nicht bei euch mal reinzuschauen. und ich kann fast IMMER mit euren gut recherchierten infos (oder ueberzuegenden kritiken) auftrumpfen.

    also, warum nur diese heftige reaktion von euch. ihr wisst doch (oder solltet es wissen), dass ihr gut seid.

    es ist egal was die berliner zeitung schreibt. die sind doch eh schon seit jahren in der krise. wir wollen M.A…. aehmm E.U.C.H. :x)

  • shad

    Im Wesentlichen sind das die gleichen Argumente, die u.a. Herr Schnelle, schon 2003 bei den Mannheimer Gesprächen vorgebracht hat. Damals allerdings gegenueber der klassischen Filmkritik im Print Medium…

    http://www.artechock.de/film/text/artikel/2004/11_18_mannheimerkritik.htm

  • Kilgore Trout

    das wesentliche argument ist folgendes. durch den einfluss des klassischen printmediums konnten produzenten ihren film hoch aufwerten lassen durch bessere kritiken in gewissen zeitungen.verlage gehören ebenson zu grossen konglomeraten wie fernsehsender.
    durch die grosse blogszene haben produzenten und filmstudios immer weniger möglichkeiten ihren film beständig zu vermarkten , da eine gute filmkritik (obwohl nur die meinung eines intelligenten menschen mit fachkenntnis) schon die besucherzahlen steigern konnte. filmmarketing wird daurch schwerer und undurchsichtiger. die qualität der kritik steht hierbei nicht im vordergrund und besonders nicht in den USA , wo ( wie im artikel vom produzenten des films “no country for old men” erwähnt)
    eine gute kritik schon im vornerein jemanden dem oskar klarmachen kann. da haben wir es.es geht hauptsächlich um lobbyismus.wer glaubt das kritiken in zeitungen unabhängig und neutral sind , der kann sich gleich in der klappse melden.kritiker sind auch nur menschen mit social life.
    deshalb gibt es eine neue erfindung:
    viral marketing.

  • jellyamison

    @randyzac: Absolut.

    Als vor einem viertel Jahr jeder zweite amerikanische Printjournalist der Reihe nach seinen Senf zu den Kritiker-Massenentlassungen abgab tendierten die fehlgeleiteten Meinungen doch eher zu “durch das Internet wird die professionelle Kritik obsolet” (ROFL) und “der Printjournalismus ist tot” (lol lol) . Beide Mutmaßungen sind natürlich völlig daneben.
    Ich will (aus Gründen, die randyzac ja schon kurz erklärt hat) nicht auf meine umfangreichen, gut recherchierten, auf solidem Sachverstand beruhenden und phänomenal formulierten filmbezogene Artikel in den deutschen Zeitungen und Print-Filmmagazinen (man vergesse nicht den Filmdienst und epd-Film!) verzichten.
    Dieser Artikel von Herrn Schnelle zeigt aber auch die andere Seite des Printjournalismus und beweist, dass die gedruckten Buchstaben genau so dilletantisch sein können, wie ihre vermeintlich schattigen Online-Spiegelbilder.
    Schnelle spricht ja noch nicht mal in einem Nebensatz das eigentliche Problem an. Die Verlage, die die Entlassungen wohl direkt oder indirekt zu verantworten haben.

    Und dann diese Kacke von wegen, ohne Printkritik gibt es keine Entdeckungen jenseits des Mainstreams mehr … Da mangelt es echt an jedem minimalen mediensoziologischen Verständnis.

    Dass gerade Blogs nicht unbedingt den Mainstream sondern die kleinsten Nischenbereiche bedienen ist bei Schnelle wohl noch nicht angekommen.

    Zu Werner Herzog, den er als Beispiel der filmkritischen Unterstützung anführt kann ich nur sagen, dass ich persönlich ihn nicht durch die Printmedien (wie auch, seine Filme laufen ja Hierzulande gar nicht mehr…) sondern diverse Filmblogautoren, die Herzog geradezu vergöttern, lieben gelernt habe. Chan-Wook Park war wiederum an der Spitze von Harry Knowles’ Jahres-Bestenliste zu finden als ich noch mindestens 20 Monate warten musste um in der Faz eine (schlechte!) Oldboy-Kritik zu lesen. (Und schwupps, ein paar Jahre später gehört Park auch im Kanon der Faz zu den tollen Neuentdeckungen. Nur haben sie ihn irgendwie nie wirklich entdeckt..)
    Ach ja, dabei fällt mir auch noch ein, wie The Fountain ebenfalls in der Faz nichts weiter als eine miese Kritik abbekam als der Film in Venedig oder so lief und bei der deutschen Veröffentlichung einfach kein einziges Wort über den Film verloren wurde. Ganz zu schweigen von der peinlichen negativen 0815 Kurzkritik (3 Sätze), die im Spiegel abgedruckt war.

    Ich weiß nicht wie meine Filmliebe und mein Geschmack ohne Filmblogs aussehen würde. Ich würde hoffnungslos vor dem DVD-Regal stehen und mir den größten Scheiß ausleihen. Ich wüsste nicht, auf welche Filme ich mich das Jahr über freuen könnte. Und ohne die unzähligen in Newsartikeln und Kritiken eingeflochtenen Querverweise auf andere wertvolle Filme, Filmkünstler oder filmhistorische Zusammenhänge wer mein Filmwissen sicherleich auch um Einiges ärmer.

  • mærts

    Wenn es keine Kritik geben darf, ist das Werk an sich sinnlos. Mehr braucht man da nicht wirklich sagen. *shrug*

  • http://www.kingu.de KiNGU

    @ 15: Das kann man so unterschreiben.

    Darüber hinaus frage ich mich gerade, wann mich das letzte Mal ein gedrucktes Medium davon überzeugen konnte, einen Film anzusehen oder nicht. Ebenso wenig gelingt das bspw. SpOn. Ohne Blogs und Filmforen wäre ich verlassen.

  • http://www.dyingeyes.de Boris

    Ich lebe nicht in Berlin. Also muss ich auch nicht diese Berliner Zeitung lesen. Weswegen ich auch nicht die Artikel von … wie hieß der Herr noch und von welcher Profession glaubt er zu sein? … lesen muss.

    Ich beschäftige mich stattdessen lieber mit ordentlichen Filmkritiken … ;-)

  • http://www.dn-studios.at vic

    Ich verlasse mich auch lieber auf Urteile von Leuten die so wie ich Filme lieben und nicht auf irgendwelche selbst ernannten “Filmkritiker der Oberschicht” die sich die Filme anschauen weil sie müssen und dann jedesmal ein Meisterwerk erwarten, Children of Men als belanglos abtun und fremdsprachige Filme (also weder Englsich noch Deutsch) pauschal loben.

  • ese

    Bei dem heutigen Angebot an Filmen fühl ich mich einfach nicht in der Lage alle zu sehen und möchte mich, bevor ich mich ins Kino stürze und Geld für einen schlechten Film ausgebe, informieren. Da ich weiß, dass ich euch vertrauen kann und euer Geschmack meist mit meinem übereinstimmt, schau ich zu allererst bei den Filmfreunden. Dann hol ich mir noch ein paar weitere Meinungen ein und entscheide dann, ob sichs lohnen wird. Wenn ich dann im Kino sitze, mir einen Film anschaue der zB Batz´ Meinung nach klasse ist und der mir persönlich Hirnblutungen verpasst, denke ich danach “Mein Gott Junge, was hast du geraucht?”, bin aber trotzdem nicht angepisst oder so, weils meine Entscheidung war und ich mir eine eigene Meinung bilden konnte. Jo.

    Gestern hab ich noch mit meinem Freund darüber diskutiert. Er meinte ich hätte keine eigene Meinung und würde dem Hype hinterher rennen. (weil ich LOTR zweimal im Kino gesehen habe. hust.)
    Kann vic aber eigentlich nur zustimmen.

  • Zetterberg

    Der Artikel von Josef Schnelle ist arrogant und elitär zugleich. Er beansprucht für die Klasse der “professionellen” Filmkritiker (zu der er sich selbst zählt) nichts anderes als ein kreatives Meinungsmonopol.

    Aber Kino ist eben nicht elitär und ausgrenzend, wie es zum Beispiel die beschissene Kunstszene ist. Kino war es schon immer und wird es auch bleiben: ein kollektives Erlebnis, egal ob Cannes oder Los Angeles, ob Andrei Tarkovsky oder Peter Jackson (auch wenn letzterer sehr viel bekannter sein dürfte).

    Nicht jeder, der eine Menge von Kino- und Filmgeschichte (und Gegenwart) versteht, wird “professioneller” Filmkritiker. Nicht jeder, der einen Filmblog macht, vergöttert das Mittel- und Untermaß, welches leider überwiegt. Aber das allgemeine Niveau, wenn es denn überhaupt sinken sollte, sinkt nicht, weil es Filmblogs gibt. Es sinkt wegen Paris Hilton, womit ich natürlich MTV meine und eigentlich das große Bildungsdefizit und… und… und, aber bestimmt nicht wegen Blogs.

    Ironischerweise wurde auch das Kino in den 1900ern und darüber hinaus als Banalität kritisiert und von den “Eliten” als niveaulos und schädlich bezeichnet – es hätte einen schlechten Einfluss gehabt -, bis man entdeckte, was das Kino für eine fortschrittliche Rolle spielen konnte. Genauso ist das mit anderen neuen Medien, das Internet und einer seiner Ausdrucksweisen: der Blog. Willkommen im 21. Jahrhundert, die Konkurrenz wird härter!

  • http://trancefish.de/blog Marcel

    Ich frage Freunde, wie die den Film fanden. Zufälligerweise bloggen die meisten meiner Freunde auch und schreiben dann, wie der Film ihnen gefallen hat. So brauch ich nicht mehr fragen, sondern les einfach deren Blogs.

    Ich find immer schön, daß die klassische “Journallie” gegen die Blogs ankämpft. Deshalb verdienen sich die 5 Filmfreunde hier nicht dumm und dusslig, im Gegensatz zu den Slashfilmern….

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