Obwohl Comics seit vielen Jahrzehnten zur Popkultur gehören und sich langsam auch beim Dümmsten die Erkenntnis durchgesetzt haben sollte, dass es mehr als nur Mickey Maus gibt, wird immer wieder deutlich, dass “the Powers that be” dieses Medium immer noch nicht kapiert haben.
Wie sonst ließen sich dümmliche, moralinsaure und öde Lehr-Comics erklären, die unter dem Deckmäntelchen Studenten das Rechtssystem näher zu bringen, plumpe Anti-Piracy-Propaganda machen. Natürlich setzt diese, wie immer, auf Übertreibungen und zum Teil auch auf Lügen und illustriert sehr deutlich, dass sich in den Köpfen der Content-Industrie seit “Don’t copy that floppy” nichts, aber auch gar nichts bewegt hat.
Auch wenn dieses Edu-Comic namens “Justice Case Comics: The Case of Internet Piracy” von einer (von Richard Nixon in den 70ern ins Leben gerufenen) Non-Profit-Organaisation namens “National Center for State Courts” herausgegeben wurde und Anwälte und Richter an dem Machwerk mitarbeiteten, liest es sich wie ein feuchter Traum der Content-Industrie: Ein junges Mädchen lädt bedenkenlos ein paar Songs aus dem Netz und schon flattert ihr eine Gerichtsvorladung ins Haus und sie droht Haus Hof und Stipendium zu verlieren. Am Ende kommt sie dann mit Sozialstunden und einer Bewährungsstrafe davon (muss also nicht in den Knast und wird auch nicht vergewaltigt, wie das in deutschen Antiraubkopier-Clips gern suggeriert wird) und hat natürlich eine wichtige Lektion gelernt: Kopieren böse! Copyrightindustrie gut!
Wer sich das ganze durchlesen möchte: Hier findet ihr den das Comic als PDF
[via: Wired]
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Achja und hier dürft ihr auch noch das tolle Copyright-Quiz spielen (damit hab ich nichts zu tun!)
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- August 28th, 2008 •
- 12 Kommentare











































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