ACHTUNG: Dieses Posting ist Bestandteil der AKTION WECHSELWOCHE, einem inszenierten Countdown, mit dem wir den Ausstieg von Dog Hollywood (der uns als freier Filmfreund erhalten bleibt) und den Einstieg von Rajko, alias Jet Strajker als neuem festen Filmfreund zelebriert haben.
Die Auflösung der Aktion fand hier und hier und hier statt. Die dorthin führenden Postings, wurden von einem Wechsel der grafischen Header begleitet und Texten in denen jeden Tag ein weiteres Mitglied der Filmfreunde seinen Ausstieg bekannt gab, bis Nilz das Blog kurzzeitig in ein Blog für Musical- und Adam Sandler-Fans umwidmete. Diese Texte und ihre Inhalte sind fiktive, gemeinsam erdachte Story, die mit Rajkos Einstieg und der Wiedergeburt der F5 ihr Ende fand. We made a film. Als Blog.

Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, knirscht es derzeit im Gebälk der F-Whatevers…
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen den Abgang Dominics nur kurz zu thematisieren und zum Tagesgeschäft überzugehen. Jeder wußte dass es interne Spannungen gab, wir haben uns schon immer gern die Köpfe eingeschlagen, irgendwie gehörte das bei den Filmfreunden immer dazu. Bisher jedoch hatten wir solche Streits nie öffentlich und konnten es irgendwie immer wieder einrenken.
Das Dominics Abgang nicht ganz so einvernehmlich war, wie ich es Montag geschrieben habe, ist Fakt, hatte aber für mein Empfinden hier nichts zu suchen. Es gab finanzielle Unregelmässigkeiten und enttäuschtes Vertrauen, anscheinend auf beiden Seiten. Zuletzt war die Kommunikation jedoch sehr knapp und auch Dominics kurze mail letzten Freitag, als er uns nach seinem Umzug nur kurz mitteilte er sei weg und wüßte nicht ob er wiederkomme, war nicht dazu angetan unsere Stimmung zu verbessern.
Die Entscheidung das ganze zu finalisieren, indem wir es bekannt geben und auch mit der Umbenennung einen klaren Schnitt vorlegen, sollte eigentlich die Luft bereinigen und ein Weitermachen ermöglichen. Malcolm, als Dominics Bruder hatte naturgemäß einige Bedenken dagegen, die wir wohl nicht ernst genug genommen haben. Ich hab die Spannungen eindeutig unterschätzt, dazu kamen noch einige unschöne private Vorfälle die sich zur letzten re:publica ereignet haben, von denen ich ebenfalls dachte sie wären schon lange vom Tisch. Malcolms Ausbruch gestern und die Tatsache, dass er keinerlei Vorwarnung gegeben hat, zeigt mir jedoch das die Sache tiefer geht.
Ich finds auch müssig genug darüber nachzusinnieren, ob und welche Probleme dahinterstecken. Ich dachte auch Malcolm und Rene wären sich ihrer sexuellen Identität sicher genug, dass solche Vorfälle kein wirkliches Problem sind. Zumal wenn Alkohol im Spiel ist. Auch da habe ich mich getäuscht.
Ich hab die letzte Nacht zugegeben viel nachgedacht und wachgelegen, eigentlich wollte ich diesen Text schon gestern abend einstellen, nach dem Telefonat mit Malcolm, aber ich dachte ich sollte besser die Nacht drüber schlafen. Dinge die man in Wut sagt und schreibt, tun einem später oft leid.
Doch auch nach dem bißchen Schlaf, das ich die letzte Nacht hatte, sehe ich die Dinge so wie gestern. Ich liebe die Filmfreunde und bin stolz auf das was wir geschaffen haben. Aber wie einer der Kommentatoren gestern sagte: Eigentlich könnt ihr das Freunde bei Filmfreunde auch gleich streichen.
Alles hat seine Zeit. Ich habe meinen Job bei moviepilot und die Filmfreunde waren immer ein angenehmer Zeitvertreib, etwas das ich gemacht habe um Spaß zu haben. Ich hab hin und herüberlegt und vielleicht werde ich die Entscheidung bedauern. Aber meine Freizeit ist mir zu kostbar um mich zu ärgern. Als Gemeinschaftsblog lebt man von Vertrauen und Zusammenhalt und das sehe ich ehrlich gesagt derzeit einfach nicht. Ich bin Renes und Nilz Homo-Frotzeleien ein wenig leid, irgendwann macht man die Ohren halt nicht mehr zu und jetzt wo Dog und Malcolm weg sind, fühle ich mich ziemlich alleine. Es klingt blöd, aber nur mit Heteros kann ich nicht zusammenarbeiten und wenn ich ganz ehrlich bin, will ich es auch nicht.
Alles fällt auseinander. Auch die Mitte stimmt nicht mehr.
Es war Fun while it lasted, but everything has its place and time.
Meine Kritiken könnt ihr, wenn ihr wollt, weiterhin im Batzlog lesen. Es tut mir leid, wie es endet. Aber es endet. Zumindest für mich. Danke an alle Kommentatoren.
Man sieht sich oder – um es mit Groucho Marx zu sagen- : Hallo, ich muß jetzt gehen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- September 24th, 2008 •
- 116 Kommentare
- Schlagwörter: wechselwoche









































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