Krabat

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“Flap Flap Flap”

Originaltitel: Krabat
Herstellungsland: Deutschland 2008
Regie: Marco Kreuzpaintner
Darsteller: David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Charly Hübner, Tom Wlaschiha, Christian Redl, Anna Thalbach, Paula Kalenberg, Hanno Koffler

★★☆☆☆ Batzman
★☆☆☆☆ Jet Strajker (direkt zum Review)

Zur Zeit des 30jährigen Krieges irrt der Waisenjunge Krabat (David Kross) mit zwei Schicksalsgenossen umher, es ist Winter, das Leben ist hart und eher unerfreulich. In seinen Träumen hört der Junge eine Stimme, die ihn zu rufen scheint.

Er lässt seine Kameraden zurück und folgt der Stimme und einer Rabenhorde, die ihn zu einer alten Mühle geleiten. Dort erwartet ihn schon der Meister (Christian Redl) der ihm anbietet einer seiner Lehrlinge zu werden. Krabat nimmt an und fügt sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten in die Hackordnung der Lehrlinge ein. Der Altgeselle Tonda (Daniel Brühl) hilft ihm und beschützt ihn in dieser Zeit.

Nach einer Weile erfährt Krabat dann auch die wahre Berufung der Lehrlinge, denn der Meister ist ein Zauberer, der seine Azubis in den schwarzen Künsten unterrichtet und sie als Raben durch die Gegend flattern lässt. Klingt wie Spaß, hat aber den Haken, dass in jedem Jahr einer der Lehrlinge im Duell mit dem Meister dem Gevatter geopfert wird, einem finsteren Gesellen der seine Altknochen in der Mühle zerkleinern lässt und mit dem Meister einen Pakt abgeschlossen hat. Krabat sieht dem Treiben eher unfroh zu, zumal er sich just in ein unbekanntes Mädchen, dass er Katorka nennt verliebt hat…

Ach menno. Ich hab mich auf Krabat gefreut. Wirklich. Seit ich das erste mal davon hörte, dass die Ottfried Preußler-Version dieser sorbischen Volkssage als Realfilm kommen wird, war ich begeistert von der Idee. Die Zeichentrickversion von Karel Zeman, die ich als kleiner Batz mal im Kinderprogramm gesehen hab, hatte mich nachhaltig beeindruckt.

Eine so düstere, stimmungsvolle, grausame und phantastische Story, die so ganz anders war, als die Pilla-Palle-Heititei-Filme, die man Kindern sonst so vorsetzte. Mit sparsamer Animation und alles andere als knuffigen Figuren schaffte Zeman einen Film, der auch heute noch funktionierte, als ich ihn mir zur Einstimmung auf die Neuverfilmung im letzten Jahr mal wieder ansah.

Und ja, der Realfilm mußte doch gut werden. Die Besetzung vor und hinter der Kamera war vielversprechend. Marco Kreuzpaintner hat seit Sommersturm einen Stein bei mir im Brett. Außerdem ist er jemand, der in Interviews gern frei von der Leber erzählt und mit dem man gut quatschen kann. Robert Stadlober mag ich eh, Christian Redl ist ein alter Hase im Geschäft und David Kross hatte sich mit “Knallhart” empfohlen und schien eine attraktive Wahl für die Titelrolle zu sein. Daniel Brühl, Tom Wlaschiha (“No One Sleeps), und Hanno Koffler – alles Leute von denen ich eine Menge halte und die mich in anderen Filmen schon sehr gut unterhalten und beeindruckt haben.

Der erste Trailer war dann… nunja okay. Nicht umwerfend und mit Otto Sander als Erzähler vielleicht etwas zu offensichtlich besetzt, aber dennoch: Ich war gespannt. Ich wollte, dass er gut ist. Nicht nur des Filmes und einiger nostalgischer Kindheitsalpträume wegen, sondern auch weil ich es großartig fände, wenn in Deutschland mal was anderes produziert würde als Beziehungskomödien, Vergangenheitsbewältigung, Atze, Sieben Zwerge und “kleine versponnene Dramen für die man in der richtigen Stimmung sein muß”. Ich wünsche Deutschland endlich wieder erfolgreiches Genre-Kino, vom Horror-Slasher, über Psychothriller und eben auch Fantasy, wie sie in Frankreich, England und Spanien längst wieder entstehen.

Als ich vor einigen Wochen dann aus der Pressevorführung kam, stand in großen Lettern ein WTF? auf meiner Stirn geschrieben. Irgendwie konnte ich nicht glauben, dass dieser Film wirklich so mißlungen war. Klar, das sowas nicht perfekt wird, wenn ein Regisseur unter Druck steht durch ein eskalierendes und für deutsche Verhältnisse hohes Budget, dass viele Leute reinquatschen und die Investoren Kalte Füße bekommen, wenn etwas bei einer naturgemäß nicht einfachen Produktion nicht immer rund läuft. Das man Abstriche machen muß, das war mir klar.

Aber hier war irgendwas schief gelaufen, dass schlimmer war und sich durch zu viele Aspekte der Produktion zog, als das man es irgendwie noch beschönigen konnte. Trotz allem erkennbaren Aufwand und all dem Talent das involviert war, ist Krabat leider wirklich kein guter Film.

Das beginnt mit David Kross, der mit der Hauptrolle absolut überfordert ist und zu keinem Zeitpunkt die nötige emotionale Nähe zu seiner Figur aufbaut. Die Natürlichkeit und der Realismus, die ihn ihn “Knallhart” auszeichneten, sind hier völlig verschwunden. Er wirkt nicht wie ein armer Waisenjunge, sondern wie jemand dem man ein bißchen Dreck ins Gesicht geschmiert hat, der aber genau weiß, dass er zum Lunchbreak wieder in seinem Trailer ist. Kross spielt schlecht. Egal was um ihn herum passiert, sein Gesicht vermittelt nie die nötige Angst, Entschlossenheit, Verletzlichkeit, Wut oder das ehrliche Staunen über all das Unglaubliche, dass ihm in der Mühle wiederfährt. Doch wenn uns das US-Kino etwas gelehrt hat, dann dass: Nur Charaktere mit denen wir mitfühlen und die für uns staunen, schaffen es auch, bei uns, dem Zuschauer den Glauben an Magie zu erzeugen. Kross schafft es nicht und es erleichtert die Sache keineswegs, das der Film wohl die lausigste Dreck- und Bart-Continuity hat, die ich in seit “30 Days of Night” gesehen habe. Wer auch immer die doofe Idee hatte den Alterungsprozess von Krabat, über die Jahre seiner Lehrzeit, dadurch zu verdeutlichen, dass man ihm einen Fusselbart anheftete, der zudem in jeder Szene anders (aber nie realistisch) aussieht, gehört noch nachträglich verprügelt. Und das sagt jemand, der normalerweise ein Continuity-Ignorant ist und meist erst beim DVD gucken im Audiokommentar darauf aufmerksam gemacht wird, das im Hintergrund einer Szene plötzlich eine Vase fehlt oder im Hemd des Darstellers ein Blutfleck. Ich bin wirklich kein Beckmesser, solange sich alles gut zusammenfügt, aber in diesem Film hat die Continuity anscheinend zusammen mit der Maske die Nächte durchgesoffen und dann irgendwie zum Drehen nicht mehr so recht den Überblick gehabt.

Doch Krabat hat mehr Probleme, auch wenn ein nicht funktionierender Hauptdarsteller normalerweise ausreicht einen Film zu killen (es sei denn es ist ein Harry Potter-Film). Für einen Fantasy-Film mangelt es ihm zudem an großen, beeindruckenden Bildern. Kreuzpaintner arbeitet hier einmal mehr mit seinem Stamm-DP Daniel Gottschalk zusammen, der auch “Sommersturm” und “Trade” geschossen hat.

War dessen Stil für die Teenie-Coming-Out-Story durchaus angemessen, fehlte mir schon bei “Trade” in der zweiten Hälfte ein wenig das wirkliche Kinogefühl. Bei “Krabat” wird dieses Manko noch gravierender, denn man sieht die Chance, die hier vertan wurde. Es gibt tolle Kulissen, es gibt auch ansprechende Miniaturen, es gibt großartige Landschaften – die Gottschalk leider immer dreht wie für einen Nachmittagsfilm auf Pro7. Es fehlt an Tiefe, an Schwere und echter Größe in seinen Bildern. Sie wirken uninspiriert und fangen fast nie die Magie ein, die der Story innewohnt.

Die Mühle ist kein ikonographischer Hort des Dunklen, die mit Dreck geschminkten Gesichter der Darsteller sehen aus wie mit Dreck geschminkte Gesichter von Darstellern. Jeder Monty Python-Film hat da größere und realer wirkende Bilder zu bieten. Das originellste was Gottschalk auffährt ist ein Slow-Push-In, den er auch schon in Sommersturm verwendet hat und der hier nur unterstreicht, wie einfallslos die Kameraarbeit ist, wie texturlos die Bilder. Auch wenn einige der Effekte – die Transformation der Jungen in Raben zB. – nett anzuschauen sind, sie trösten nur wenig über die fehlende Wucht der restlichen Bilder hinweg.

Und dazu kommt dann das Skript. Die Dialoge. Das gesamte Timing der Geschichte. Ich bin sicher nicht der härteste Verfechter der “Show – don’t tell“-Maxime, die von einigen Cineasten und Kritikern ja sehr dogmatisch vertreten wird. Ich zucke auch nicht jedesmal zusammen, wenn ein Film mit Voice Over beginnt und vermute gleich dramatische Produktionsschwierigkeiten. Ich glaube es gibt gute Gründe für Voice-Over und Off-Erzähler und es gibt so einige Filme (“Stand by me” fällt mir da spontan ein, genauso wie die Serie “The Wonder Years”) die durch eine Off-Stimme wirklich gewinnen. Doch in diesem Fall stimmen leider alle Vorurteile die man gegen eine Erzählstimme haben kann.

Und das liegt nichtmal daran, dass man sich Otto Sander als Erzähler vielleicht übergehört hat. Es liegt schlicht darin, dass ich die ganze Zeit das Gefühl nicht los wurde, dass das Voice-Over leisten sollte, was David Kross und die Bilder nicht schafften. Ich möchte in einem solchen Film nicht erzählt bekommen, das Krabat grade Angst hat, verwundert oder bezaubert ist, sich verliebt oder verzweifelt ist. Ich will es sehen! Ich will im Bild sehen und verstehen, wenn er versucht von der Mühle zu fliehen und rennt und rennt nur um am Ende auf magische Weise wieder bei der Mühle zu landen. Doch egal was passiert: Emotionale Momente, Charakterentwicklung und Zusammenhänge, sie erschließen sich nie über die Bilder oder die Figur des Krabat. Sie werden aus dem Off erzählt. Und das ist tödlich.

Zumal wenn talentierte Darsteller in Nebenrollen quasi nichts zu tun haben. Daniel Brühl versteht es als Tonda, neben Christian Redl eine der wenigen glaubwürdigen Figuren zu kreieren. Robert Stadlober ist völlig verschwendet als zwilichtiger Lyschko und Paula Kalenberg hat als “Kantorka” auch so gar nichts zu tun. Hanno Koffler, der in anderen Filmen schon gezeigt hat was er kann, wird in einer klamaukigen Travestie als Juro verheizt – eine Rolle die, man auch wenn man ihre Auflösung kennt, kaum ohne Zahnschmerzen goutieren kann.

Das traurige ist, dass ich immer wieder überlegt hab wie ich den Film bewerte. Denn eigentlich wünsche ich mir, dass “Krabat” ein finanzieller Erfolg wird, alleine weil es ein Signal wäre mehr Fantasy, mehr ambitioniertes Genrekino in Deutschland zu produzieren. Doch für sich genommen, ist der Film leider gescheitert, ich kann ihn nicht besser bewerten und leider scheinen viele Kollegen das ähnlich zu sehen. Auch wenn er das Prädikat “Besonders Wertvoll” von der FBW erhielt, auch wenn Krabat-Autor Ottfried Preußler anscheinend zufrieden mit der Umsetzung seines Buches ist – dem der Film in der Tat recht getreu folgt, bis auf ein paar unvermeidliche Einkürzungen und der Veränderung des Kriegshintergrundes vom Nordischen Krieg, zum 30jährigen Krieg. Es bleiben einfach zuviele Schwächen, zu viele dramaturgische, schauspielerische wie optische Defizite, als das Krabat wirklich eine Empfehlung von mir bekommen könnte.

Und das ist wirklich verdammt schade.

+++

Jet StrajkerJet Strajker meint:

Bald müssten sie ja alle einmal durch sein, die Sagen und Geschichtchen, die nicht schon hübsch adaptiert wurden, um noch ein wenig von der Ringe- und Potter-Begeisterung mitnehmen zu können. Nun: “Krabat” ist jetzt immerhin der deutsche Versuch, am Genre-Kuchen mitknabbern zu dürfen – und überhaupt: Ottfried Preußlers sorbisch inspirierte Erzählung ist ja sowieso ein teutonischer Klassiker, dessen Konvertierung zum Kinospektakel ich eigentlich auch schon früher erwartet hätte. Allerdings: Angesichts des fertigen Films von Marco Kreuzpaintner, der nach einem kurzen erfolglosen Hollywood-Exkurs wieder an die Türen der heimeligen Filmförderungsanstalten geklopft hat, wäre es besser bei der Erwartung geblieben, denn “Krabat” ist zwar ein amüsanter, herrlich doofer Rohrkrepierer, aber alles andere als eine schöne Verfilmung der adoleszenten Initiationsgeschichte.

Denn wie das nun einmal so ist, versucht der Film als mal pompöses, mal still sentimentales Fantasy-Happening Eindrücke zu erwecken, denen visuell und natürlich auch von der erzählerischen Struktur her etwas archetypisches und episches innewohnt, und die letztlich Rückschlüsse auf eine hochwertige und für deutsche Verhältnisse ja auch großzügig budgetierte Produktion schließen lassen (sollen). Wenngleich die Geschichte auch nichts mit ihnen zu tun haben mag oder sich nur durch Übereinstimmungen in herkömmlichen Coming-of-Age-Themen und Gut-Böse-Typen ähnelt, erinnert das, was Kreuzpaintner da letztlich aus dem 1971er-Jugendbuch herausfischt, doch sehr an den Herrn der Ringe oder den Potter-Harry. Die haben nun einmal einen gewissen Vorrat an Bildern, an Impressionen zusammengestellt, und der Film greift dankbar darauf zurück. Allein die Hobbit-Kostüme, die penetrant und frech von Howard Shore abgekupferte The Shire-Musik, ja sogar ganz konkrete Einstellungen scheinen straight from Peter Jackson herbeiinspiriert. Ach so: Natürlich sind die kurzen Actioneinlagen mit Stroboskopeffekten überinszeniert, könnte ja sonst noch originell sein, der Film.*

Doch selbst auf seinen uneigenständigen Füßlein wackelt und kippt dieser “Krabat” zwei volle müde Stunden hin und her – da wird nicht nur schlecht geklaut, sondern auch schlecht erfunden. Ungelenk, staksig in Szene gesetzt, bebildert Kreuzpaintner die an und für sich schöne Erzählung einfalls- und regungslos, ohne Gespür fürs Magische, fürs Phantastische. Der junge Regisseur hat den Stoff zu keiner Zeit im Griff, weiß nicht, wie er die Mischung aus düsterer Fantasy und Teenager-Drama visuell erzählen oder wo er überhaupt Schwerpunkte setzen soll. Und es ist gar nicht einmal besonders lustig, sondern eher zum Fremdschämen, wenn er dabei schon simple Set-Up-Basics verhaut, so geschehen bei der unglücklichen Einführung der Gesellen, die alle der Reihe nach vom Bett hüpfen und sich brav mit Namen vorstellen. Immer wenn dann selbst die zahlreichen Dialoge nicht mehr genügen, um die Geschichte voranzutreiben, muss auch noch der Off-Erzähler zur Hilfe eilen. Und Otto Sander hat schon so oft und so viel und überhaupt alles irgendwie irgendwo aus dem Off kommentiert, dass man sich doch wahrlich nach weniger Type Casting gesehnt hätte.

Immerhin: “Krabat” ist vorübergehend wunderbar unfreiwillig komisch. Die als Jungstars angepriesenen – zumeist aber genauso gekünstelt wie in ihren anderen Filmen aufgelegten – Darstellerchen von Stadlober bis Brühl sehen in ihren Sackleinen und mit Schmutz verschmierten Gesichtsausdrücken wahrlich wie die Helden eines osteuropäischen Mittelalterfilmes aus. Und der aus dem Ghetto-Debakel “Knallhart” bekannte Krabat-Darsteller David Kross bekommt nicht einen Satz geradeaus gesprochen, weiß in seiner Unbeholfenheit offenbar überhaupt nicht, was er mit der Kamera anfangen soll. Witzig-bizarr wird’s dann schließlich, wenn der Film ihm auch noch ein wandelbares Kunstbärtchen über die Oberlippe heftet. Währenddessen haben die beiden weiblichen Figuren rein gar nichts zu tun, immerhin ist das ja auch ein Film, der eine Geschichte vom Ausschluss aller Frauen erzählt, aber der fast völlige Verzicht auf die romantische Liebe zwischen Krabat und seinem Mädchen – immerhin zentrale Auflösung des Stoffes – ist schon bemerkenswert. Das legt dann zumindest den Blick frei für einen nicht minder komischen schwulen Subtext, der sich bei dieser Geschichte natürlich ohnehin anbietet – den Kreuzpaintner aber besonders unterfüttert. Fand ich jedenfalls.

“Krabat” hat dabei ungefähr zehn Millionen Euro gekostet. Die Filmbewertungsstelle spricht von einem besonders wertvollen “Meisterwerk” und zieht Vergleiche zu Fritz Lang (!). Die Fördergelder sind reichlich geflossen. Und bei der Pressevorführung mussten Sperrfristen unterzeichnet werden. Aber derlei Verneblungseffekte können nicht den Einruck verwehren, dass dieser Film sich lediglich wie eines der besseren Fernsehspiele anfühlt, die während der Feiertage Sonntagmorgens im MDR laufen.

*Der Regisseur Christoph Hochhäusler beschreibt dieses Phänomen treffend in seinem Notizbuch, übrigens als Reaktion auf einen Kommentar von Kreuzpaintner:

Wider eine echte wirtschaftliche Logik setzt man, ganz „amerikanisch”, auf Formelkino. Nazi und RAF und Bestseller und Fortsetzungen und Merchandising. So entstehen ungenießbare Bastarde, die den Schauwerten Hollywoods hoffnungslos hinterherhinken und zugleich panische Angst vor dem künstlerischen Risiko haben – schließlich haben sie so viel gekostet. Sie sind der „Mittelweg”, vor dem Alexander Kluge uns immer gewarnt hat.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

54 Comments

  1. ru3be

    schade um die schöne geschichte, die ich sehr mag. aber große hoffnung hatte ich eh nicht…

  2. Alexandra

    Hört sich gut an, ein bßchen düster von der Stimmung her, aber es scheint in den Herbst und Winter zu passen….

  3. stb247

    Ich fühle mit euch!

    Krabat, Virus Undead, Videokings… ich hoffe so sher auf einen Wechsel in der deutschen Filmlandschaft, dass ich diesen Filmen nur gutes wünsche. Doch immer wieder werde ich enttäuscht.

    Bleibt uns nichts, als beschissene Deustchlandgeschichte? Aufgearbeitet bis zum Erbrechen? Nazis, Ossis, RAFs, wieder Nazis, dann arbeitslose Ossis und dazwischen immer schön unlustige romantische Komödien. Von Atze, Otto und Konsorten will ich gar nicht reden.

    Deutsches Kino, bist du dem Tode geweiht?

    Wo bleiben bloß die neuen Winnetous und Edgar-Wallace-Filme? Wo bleibt echte Unterhaltung?

  4. slowcar

    sehr schade, eins meiner lieblingsstücke verhunzt. früher gern gelesen – und auch gerne im theater gesehen.

  5. Don.Pablito

    Was ist ein “Slow-Push-In”?

  6. mulchi

    och menno! Ich habe mich so gefreut auf den Film, aber nach diesen Reviews wage ich ja eigentlich nicht mehr ins Kino zu gehen :-(

  7. Batzman

    @Don

    PUSH IN
    The camera physically moves towards a subject.

    im Gegensatz zu einem Zoom wo die Kamera sich nicht bewegt.

  8. Arghhh

    Bin ja nun echt kein grammar nazi, aber der werte Autor dieses Reviews haut mit “das” und “dass” so oft daneben DASS man beim Lesen Kopfschmerzen bekommt. Bitte doch wenigstens einmal korrekturlesen :)

  9. Batzman

    ach was, dass gehört so ;)

  10. Afrin Alburu

    Wir haben das mal als Lektüre gelesen und das ist tatsächlich ein gutes Buch, aber das da oben sind ja fast schon 2 vernichtende Reviews und ins Kino gehe ich da dann sicher nicht. Schade drum.

  11. ese

    hm.
    scheinbar lohnt sichs ja schon wegen des bärtchens :D

  12. Felix

    Schade, ich mochte den Trailer.
    Lohnt es sich als Endzwanziger das Buch zu lesen, oder ist das eher was für Kinder?

  13. Bernie

    Hab’s mir letztens gekauft (wieder, weil die Schullektüre bei irgendnem Umzug verschollen ist) und muss sagen mittlerweile haben Kinderbücher echt mehr drauf. Find’ den Anfang so unspannend erzählt, dass es noch immer ungelesen neben dem Bett liegt aber unter nem Haufen Pratchetts versteckt. Würd’s an deiner Stelle aber trotzdem mal lesen, sollte man kennen (auch wenn’s mir derzeit schwer fällt)

  14. Chris

    Das war mein absolutes Lieblingsbuch, die ganze Kindheit und die halbe Jugend hindurch. Und ich werde den Teufel tun mir den Film anzuschauen, oder selbst das Buch nochmal zu lesen.

    Never meet your childhood heroes.

  15. Mr Noyes

    Joah, da kann man nicht mehr viel hinzufügen, außer vielleicht: Hab ja schon im Trailer bemerkt, was die Leute mit dem armen Stoff gemacht haben. Ich Reihe mich somit auch ein in die Gruppe der Klageweiber, die vergebene Chancen bejammert; der Krabat-Stoff hätte die perfekte Gelegenheit ergeben, mal Fantasy mit “deutschem” Flair zu kreiren, quasi das Gegenstück zum ur-britischen Potter, quasi ein “Die Zeit der Wölfe” fürs breite Publikum.. Ach ja, vergebens, vergebens.

  16. martin

    @Felix:
    Ja, absolut. Ich hab das Buch vor kurzem gelesen und fand es immer noch toll. Darfst natürlich nicht so viel Aktion wie in den Kinder/Jugendbüchern von heute erwarten, aber die ganz eigene, düstere Atmosphäre die das Buch herstellt ist ein Erlebnis für sich. Auch für Erwachsene!
    Zum Film: Schade, schade, aber auch leider zu erwarten gewesen.
    Danke für die ausführlichen Reviews!

  17. Mimikry

    Also bleibt es letztendlich doch bei der richtig guten Trickverfilmung von Karel Zeman?
    Schade, schade, schade um die verpasste Chance.

  18. kumi

    Wie sagte schon Werner Enke – sinngemäß – vor schon knapp 40 Jahren so richtig zum Bavaria-Pförtner?

    »Nehmse sich mal ‘nen Spaten, da hinten liegt der deutsche Film begraben«

    Schade.

  19. Bateman

    Batzman, dein Review gefällt mir mal wieder sehr.

    In meiner Schulzeit hatte ich auch Krabat gelesen und unsere Theatergruppe hats auch mal aufgeführt. Wirklich zum Heulen dass die den Film offensichtlich nicht hinbekommen haben :-( Naja, auf DVD wirds mal ausgeliehen.

  20. papity

    Kleine Korrektur: streiche “Flap Flap Flap”, setze “Flop Flop Flop”.

    A

  21. papity

    Kleine Korrektur: streiche “Flap Flap Flap”, setze “Flop Flop Flop”.
    Aber das Buch ist immer noch der Burner. Söhnchen (4) mag die “Kleine Hexe” inzwischen sehr. Gibt doch Anlaß zu reicher Hoffnung, Und hoffentlich lassen die Filmkappen die Tatzen von der Kleinen Hexe. Bibi Blocksberg war schon schlimm genug …

  22. das_Produkt

    Tja, das wars denn wol auch mit Krabat. Aber den Kopf brauchen wir nicht hängen zu lassen, bei der Remakemanie, die in letzter Zeit ausgebrochen ist, brauchen wir wohl nicht lange auf ein Remake zu warten. Vielleicht wird das ja dann gut.

  23. Jockel

    Dreck!!!
    Als ich gehört habe das Krabat realverfilmt wird; war ich voller Vorfreude. Denn das Buch und der Zeichtrickfilm meiner Jugend (Bj. 1966) ist eine meiner schönen Kindheitserinnerungen.
    Und dann Dieser Film:
    Die Geschichte von einem schlechen Team verhunzt. Computeranimationen die ich nur selten schlechter gesehen habe. Actionscenen bei denen das Zusehen keinen Spaß macht. Bei der Bildqualität hatte ich den Eindruck ich sehe einen Schlechen Fernsehfilm. u.v.m.
    Ich hatte eigentlich gehofft, das es so miese Filme aus Deutschland gar nicht mehr gibt. Danke für den versauten Kinoabend.

  24. Linda

    Also ich muss auch sagen das ich mir von dem Film einiges mehr erhofft habe und im großen und ganzen auch ziemlich enttäuscht war….viele wichtige sachen ausgelassen…viele szenen billig zusammengefasst…naja schade

  25. Abspannsitzenbleiber » Trailerschau für Filmstarts vom 9.10.

    […] Auf die DVD warten: Krabat: Genrekino aus Deutschland, die aufwendige Verfilmung von Otfried Preußlers Jugendroman. Hatte mich sehr drauf gefreut, die Kritiken sind aber fast durchgehend mittelmäßig bis vernichtend. […]

  26. Hyperkeks

    Also Leute, so schlecht ist der Film nicht.

    Klar kann die Verfilmung eines solchen Klassikers schwer gegen die Bilder konkurrieren, die man davon im Kopf hat – und wenn man mit den Erwartungen in den Film geht, das die Kindheitserinnerungen nochmal getoppt werden, muss das natürlich scheitern.

    Ja, es hätte manches besser gemacht werden können – trotzdem wurde auch einiges richtig gemacht und man merkt das sie sich Mühe gegeben haben das Buch angemessen umzusetzen – was imho streckenweise auch gut gelungen ist.

    Das hier in den Kommentaren an diesem Film (mal wieder) der Untergang des deutschen Films festgemacht und bejammert wird, ist absolut lächerlich.

  27. Jockel

    Hi Hyperkeks.
    Frag mal nen Arbeitgeber was “Mühe gegeben” heißt.
    Die Übersetzung bedeutet:
    Versagt! Und für diese Art von Tätigkeiten nicht zu gebrauchen.

    Zugegbenermaßen ist es sehr schwer einen solchen Stoff angemessen zu verfilmen. Aber wir sprechen nicht von einem Kindergeburtstag oder einer Klassenfete in einer Waldorfschule, sondern von einem Millionenschweren Filmprojekt an dem viele Existenzen hängen. Und wahrscheinlich wurde das Ganze noch mit unseren Steuergeldern aus der Filmförderung unterstüzt.
    Ein Film muß nicht immer ein Kassenschlager sein, aber er muß die Leute die sich dafür interessieren mindesten unterhalten.
    Ich bleibe dabei: Thema grob erkannt; Umsetzung versagt! FÜNF! SETZEN!

  28. Krabat « Espressodoppio

    […] kann ich allerdings der sehr negativen Kritik, die teilweise in Presse und Internet zu finden ist nicht zustimmen. Der Film gibt die Geschichte in starken Bildern wieder. Teilweise […]

  29. Tassilo

    War am Samstag drin. Kann mich vieler Kritik leider nur anschließen. Noch zwei Punkte, die mir besonders gegen den Strich gegangen sind: Da ist zum Einen die Ausstattung der Soldaten. Wenn ich schon Kampf-Requisiten ausleihe, dann zeitlich passende und nicht die aus Highlander (Rapier statt Breitschwert!) und keine Holzklötze. Ich habe selten so schlecht gemachte Schwerter gesehen. Dann kann man auch Eisenbahnschienen nehmen.
    Und die wenigen Leute, die sich den Abspann anschauen, mit dieser unsäglichen Pseudo-80er-Popschnulze zu malträtieren….. Dann lieber die Shire-Musik.

  30. krabat - zurück zum buch « ein neues kellion

    […] 13, 2008 · Keine Kommentare Worum es bei (dem Film) “Krabat” geht – das ist nicht leicht zu beantworten. Buch und Film enden wohl damit, dass der Müllergeselle […]

  31. Ulrich

    “Doch wenn uns das US-Kino etwas gelehrt hat, dann dass: Nur Charaktere mit denen wir mitfühlen und die für uns staunen, schaffen es auch, bei uns, dem Zuschauer den Glauben an Magie zu erzeugen.”

    Okay, dieser Abschnitt ist so überflüssig weil selbstverständlich, dass er sich auf den ersten Blick als gescheiterten Versuch rhetorischen Füllstoffs offenbart. Es brauchte weder das amerikanische Kino, noch das Kino an sich, um Menschen zu “lehren”, dass Charaktere mit denen man sich zu einem gewissen Grade identifizieren kann eine Geschichte “erlebbarer” machen. Diese Erkenntnis existiert wohl seit Menschen Geschichten Erzählen und ist Grundlage vieler Dramentheorien (Von Aristoteles bis Brecht).

  32. manfred wolke

    Als ich den Film gesehen hatte, da hab ich gedacht, der Otfried Preußler würde sich im Grab umdrehen, wenn er das sehen müsste. Umso erstaunter war ich dann, als ich gelesen habe, er lebt noch und sei mit der Verfilmung zufrieden. Abgesehen von ein paar Dialogen, die der Buchvorlage entsprechen, hat man von dem Buch Krabat nicht mehr viel übriggelassen. Dafür dann an den Haaren herbeigezogene Actionszenen, schmalzige Liebesszenen etc. Nichts zu spüren von der gruseligen Atmosphäre, die man vom Buch kennt, Zauberei auf ein Minimum reduziert, sämtliche spaßigen Szenen ausgelassen, keine Traumszenen (die im Buch eine gewichtige Rolle spielen). Sämtliche Charaktervorlagen sind völlig verdreht dargestellt, Zusammenhänge teilweise nicht nachvollziehbar; wer soll z.B. etwas mit der Messerklinge anfangen, die sich schwarz färbt, wenn er das Buch nicht gelesen hat? Was ist aus dem düsteren Ritual in der Osternacht geworden? Warum feiert der Meister Ostern mit? Warum erinnert Juro an Quasimodo? Usw. usw.
    Das ganze wirkt wie ein billiges C-Movie, das ein bißchen auf Fantasy getrimmt ist; irgendwie platt. Ausgesprochen schade, da hätte man mehr draus machen können.

  33. Krabat, jetzt im Kino | XOON.EU/UNTERHALTUNG

    […] scheint der Versuch mißglückt zu sein, wie sich nach dem lesen zahlreicher Kritiken und Kommentare herausstellt. Auch der Regisseur selbst scheint mit dem Film nicht ganz zufrieden zu sein wie man […]

  34. iGuts » Warten auf Krabat

    […] auf dem Programm. Nun stellt sich mir die Frage: Welcher Meinung soll ich glauben schenken? Den Fünf Filmfreunden die den Film quasi als Müll abstempeln oder doch eher der guten Schattenwelt die von Krabat total […]

  35. Frank

    Den Krabat habe ich schon in frühester Kindheit gelesen und hab da natürlich meine eigenen Bilder im Kopf. Auch später hab ich ihn immer wieder gern gelesen.Schon früher hab ich die Zeichentrick-Verfilmung vom Südwestfunk (ARD) gesehen und gemocht.Als ich hörte das der Film in die Kinos kommt musste ich auch unbedingt hin.Ich hab natürlich auf jedes Detail geachtet und Abweichungen vom Buch sofort bemerkt, wie z.B.das Michals Tod ausgelassen wurde. Mir gefällt der Film trotzdem sehr gut und freue mich schon jetzt auf die DVD. Bin jeden Tag in der virtuellen Mühle und find auch die Musik klasse.Kann die viele negative Kritik nicht verstehen.Ich werd mir gleich mein Buch nehmen und es mal wieder lesen.

  36. Schwarzmaler

    Bisher habe ich einfach gewollt, daß mir der Film gefällt. Aber es stimmt, der Hauptdarsteller ist überfordert und scheint ständig “was tue ich hier eigentlich” zu fragen. Kein Held, nirgends.

  37. ladys

    DER FILM WAR HAMMA !!!!!!!

  38. ladys

    DER FILM WAR DOCH GANZ GUUT !!!!! WAS HABT IHR DENN ALLE ?????????????????????????????????????????????????????

  39. stb247

    Ich hab ihn mir jetzt doch angesehen, weil eure Kritik so hart war, dass ich tatsächlich den Untergang des deutschen Film vor mir sah.

    ABER: Der Film ist einfach nur so schlecht, wie alle anderen deutschen Filme! Enttäuschend und belanglos, unausgegoren in seiner Ausführung und vor allem völlig unterirdisch geschrieben – die Dialoge können mir nicht einfach nur schlecht vorkommen, weil ich sonst nur noch Original-English sehen, die sind einfach inakzeptabel. Das finde ich aber alles gar nicht so überrschend.

    Ich finde die Kameraarbeit schon besser, als vieles im deutschen TV, auch einige FX sind ganz okay und doch bleibt ein großes Fragezeichen: Wo sind denn bloß die 10Mio Euro hin? Die sieht man überhaupt nicht.

    Ich würde mich freuen, wenn endlich mal Leute vernünftig bezahlt wurden und nicht wie bei 95% aller anderen dt. Produktionen auf Rückstellung oder zu Dumpingpreisen gearbeitet haben. Aber ich glaub das irgendwie nicht. Wenn also das Geld nicht in die Crew floss, wohin denn dann? Soviele Effekte waren’s ja nun nicht und so viele Sets auch nicht.

    Enttäuschung über Enttäuschung. Wobei Buch und Regie am allermeisten versagen. Schade, da muss ich auf den Heiland des dt. Films weiterwarten.

  40. diana

    ich finde de film war assi geil

  41. Jule

    ich glaub ihr seit alle total bekloppt… schaut euch den film wenigstens selber an und hört nicht auf so ein A***… ich fand den film total geil… und übrigens an euch kritiker macht ihr es doch besser … ihr hättet doch erst recht keine ahnung den film zu drehen… euch hat man doch allen ins gehirn geschießen… dann müsst ihr eben weiter eure gelibten ami filme gucken… die sind jaaaa sooooooo toll *kotz*
    und da wundert ihr euch das deutsche film aussterben… und warum??? wegwn solchen affen wie euch… immer nur kritik… da hätte ich och kein bock mehr deutsche filme zu produzieren…
    ach was reg ich mich hier auf… is eh sinnlos… euch kann man es eh nicht recht machen… bin entäscht über die deutschen und wie sie zu ihren filmen halten…

  42. Nilz N Burger

    ich liebe dich, jule. du bist es.

  43. Injecter

    lols Was is denn hier los…

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: Batz, kommentier doch bissl genauer unter http://www.moviepilot.de/movies/krabat-2 ! Der scheint ja echt besser zu sein als der RealFilm. Ist aber bei moviepilot in keiner Weise bewertet!
    Würd mich freuen mal n wirklich positives Review zu etwas von dir zu hören.

  44. Batzman

    @Injecter

    der ist bei moviepilot erst seit kurzem in der Datenbank, ich schreib die Tage aber mal was dazu. Hab den FIlm erst jüngst wieder gesehen und fand ihn auch im Direktvergleich mit dem Neuen wesentlich stimmungsvoller und näher an der Vorlage…

  45. dumdidum

    bin ich eigentlich der einzige den die ewig gleiche besetzung in allen deutschen filmen nervt?
    scheinbar gibt es nur so 10-15 schauspieler in ganz deutschland die sich für hauptrollen eignen.

  46. Azurelle

    Hm… hier mal etwas bei dem das Besuchen dieser Seite wirklich hilfreich ist. Denn ich liebe das Buch Krabat. Es ist mein Lieblingsbuch. Und das wollte ich mir nicht durch den Film verderben lassen.
    Batzman schreibt ja die meisten Reviews und bewertet Filme, die ich selbst unter Anderem ganz gut fand mit 3 Sternen. Aber was bedeutet es, wenn du nur 2 Sterne gibst? (Hast du einem Film hier schonmal 5 vergeben?)
    Da krieg ich ja das Schlottern und wieder mal Angst vorm deutschen Film!

    Besser nicht gucken wenn man das Buch liebt oder?

    “Krabat” ist zwar ein amüsanter, herrlich doofer Rohrkrepierer, aber alles andere als eine schöne Verfilmung der adoleszenten Initiationsgeschichte.”

    Argh, ich werd ihn nicht gucken! Warum lassen sie solche Büchenr nicht von echten “Fans” verfilmen und nicht nur von Kuchenknabberern?!

    MFG

  47. Paul

    Also ich fand den Film gut, habe aber das Buch nie gelesen.

    Die Kritik hier kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!
    Weder finde ich die Schauspieler überfordert noch die Effekte schlecht.

    Im internationalen Vergleich sind 10Mio Euros für eine Fantasy-Produktion doch ein geradzu lächerliches Budget. Da kann man doch keine Kulisse und Effekte ala Herr der Ringe oder Harry Potter erwarten. Ich finde gerade die spärlich eingesetzten Effekte großartig. Lieber einen kurzen aber dafür visuell überzeugenden Effekt, als einen schlechten langen. Die Verwandlung der Jungen in Raben ist da für mich das beste Beispiel. Anstatt die ganzen 10Mios in einen Effekt zu stecken, wird er nur angedeutet.

    Auch sonst empfinde ich den Film in seinen Bildern und seiner Stimmung als einen der gelungensten deutschen Filme seit Jahren. Eben weil er keiner der derzeit üblichen “deutschen Filme” ist: Hochgesellschaftskritisch, Vergangenheitsbewältigung oder Klamauk.

    Ich empfinde den Film als erfrischend, weil das deutsche Kino erstmals auf internationales(amerikanisches) Niveau hebt.

    Die Darsteller habe ich als durchgehend positiv empfunden. David Kross spielt als Krabat einen unsicheren, scheuen Jungen der seinen Platz zwischen den Gesellen sucht. Der (angeblich) angeklebte Bart wirkte auf mich nicht unecht und der angesprochene “Alterungsprozess” erstreckt sich über zwei Jahre. Hätten sie ihm weiße Haare und Falten schminken sollen??? Daniel Brühl überzeugt als Tonda. Hanno Koffler hat für mich, der ich, wie gesagt das Buch nie gelesen habe, seine Rolle als Juro überzeugend gespielt. Für mich kam die überraschende Wende überraschend ;-=

    Ich frage mich, was ihr alle von dem Film erwartet habt? Hollywood-Fantasy auf Herr der Ringe-Art? Dafür muss dem deutschen Film erst mal ein entsprechendes Budget beschert werden.

  48. Cpt.Steve

    Ei Carramba, meiner einer ging mangels Kenntnis der Vorlage mit der positiven Einstellung ‘oh ein düsterer Fantasyfilm aus deutschen Landen, interessant’ da rein, hatte allerdings ein niedrig gesetztes Erwartungsniveau.
    Wobei der Werbetrailer den ich für den Film gesehen hatte, mich beinahe abgehalten hätte. Da sitzen/stehen die Hauptdarsteller rum und erzählen mir dass sie jetzt einen neuen tollen deutschen Film gemacht haben, vom Film sieht man allerdings … nix! (Ah doch ein paar Landschaftsbilder ohne weitere Aussage). Da sollte wohl ihre “Star-Zugkraft” ausreichen, pah dass ich nicht lache, wenn ein Film das nötig hat-von deutschen Halbstars beworben zu werden, anstatt mit dem eigentlichen Inhalt…. aber gut, schau mer mal dacht ich mir, evtl. is ja nur die Werbekampagne blöd gemacht. (Ja ich weiß es gibt auch einen anderen mit Inhalt, allerdings wenn man den gesehen hat, kann man sich den Film fast sparen weil man die Story dann kennt/sich erschließen kann.)

    Immerhin bei den Effekten sah man dann auch, dass Geld geflossen ist, denn es waren welche vorhanden, die man so nennen kann! Da kenne ich aus Deutschland bisher nur tolle Autoexplosionen in einem Kontext der angeblich realistisch sein soll mir aber wie ein Paralleluniversum vorkommt. Jedenfalls waren handwerklich gut gemachte Fantasyeffekte mal was neues.
    Nur werden die überhaupt nicht vernünftig benutzt! Da dachte sich scheinbar jemand, “Naja Fantasyfilm, da brauchen wir dann und wann auch mal einen entsprechenden Effekt, das Budget muss ja auch irgendwie draufgehen… ach da würde noch eine Effektszene reinpassen… so irgendwie”. Da wird dann und wann hin und hergewandelt, was wirklich noch gut gemacht ist, aber absolut nix beiträgt und auch nach einem mal kein Hingucker mehr ist, gleiches gilt großteils für Ausflüge als Raben.
    Noch mieser fand ich dann die leuchtenden Stäbe im Kampf – jaha wir haben Laserschwerter – kämpft sich zwar genauso mit denen wie ohne Leuchteffekt aber wat soll’s, Hauptsache mal kurz eine Pause eingelegt, gezeigt dass wir Effekte können und jetzt kriegen die ‘bösen’ einen auf die Omme. WTF!
    (Ja er hat so toll gekämpft weil er ‘magisch drauf’ war, aber das kommt an der Stelle absolut nicht rüber, zumal ja nicht der Stab verzaubert ist, sondern er nur magisch geschickt um sich schlägt – wollte da wer unbedingt noch ein bisschen Jedifeeling reinbringen?)

    Vielzuoft hat man bei den Szenen entweder ein WTF macht der da/hat das mit der Story zu tun Gefühl oder fühlt sich von offensichtlichen Storyelementen überschüttet – Erzähler halt doch mal die Klappe!

    Nicht nur mit dem Hauptdarsteller konnte man sich nicht identifizieren, nein ausser Tonda in Ansätzen war da kein einziger Charakter greifbar.

    Mitfiebern war deshalb nicht, mir wär es auch emotional völlig wurscht gewesen, hätte der Meister das Mädchen erwischt und Knochen bis in alle Ewigkeit gemahlen.

    Was interessant war und weswegen ich mich im Kino nicht wirklich langweilte, war die zugrunde liegende Story, mal was anderes düsteres, das hätte doch Potential gehabt. So aber hätte ich lieber das Buch gelesen als es mir untermalt mit ein paar bunten Bildern im Kino erzählen zu lassen. Es war nicht wirklich nervend oder abstoßend, aber es bot auch nicht wirklich etwas. Gut ist anders.

    Ich denke ja da wußte keiner so recht was er wollte, Jugendfilm, Fantasyepos, Horrotrip,Effektshowcase… Meines Erachtens hätte man daraus einen richtig guten und erfolgreichen Erwachsenenfilm machen können (sagen wir ab 16, evtl. 12), ein richtig düsterer Film hätte es sein können, ob mit oder ohne Happy End dann sei mal egal, aber Horror und Schockmöglichkeiten hätte es doch en masse gegeben. Eine typische Trula-alles-toll Disneystory ist es doch sowieso nicht. So fühlte man nie wirklich “Gefahr” für die Burschen – selbst der Tod von Tonda war irgendwie, naja nach Fahrplan.
    Einzelne Stellen/Elemente sind wirklich gut – nur hat da jemand den Mixer benutzt um es zusammenzustecken und dann den Erzähler eine Rolle Klebeband aussenrumwickeln lassen.

    @Paul: Nein eben nicht HdR auf Deutsch! Nur eine sinnvolle zusammenpassende Verwendung dessen was man hat. Es gibt genug Filme die mit Minimalbudget eine wesentlich bessere Atmosphäre erzeugen und problemlos magisch oder surreal wirken. Ich will keinen xten HdR Klon, da kommt eh keiner ran. Und HdR war nicht so erfolgreich der Effekte wegen, sie gehören dazu keine Frage, aber ohne den stimmigen Rest würden sie nicht reichen, die Trilogie so erfolgreich zu machen.
    Ich will auch gar niemandem ‘die Schuld geben’, nichtsdestotrotz ist es einfach kein guter Kinofilm. Punktum.
    Und dennoch bin ich froh, dass es mal mit einem etwas unüblichen Genre versucht wurde. Immerhin es tut gut mal etwas anderes im Fantasygenre zu sehen (von der Story her). Ich hoffe nur, dass es jetzt nicht alle abschreckt sowas nochmal zu versuchen.

  49. christiane

    Habe selten eine so schlechte Verfilmung eines Buches gesehen.
    Mein absolutes Liebingsbuch auch heute noch.
    Ottfried Preußler hat die Figuren zum großteil als liebenswürdige Menschen rüber gebracht. Im Film hingegen stellten sie sich als Abschaum dar.
    Alleine schon der Anfang …. die Jungs hatten spass dabei sich als heilige Drei Könige zu verkleiden und Krabat hätte durchaus in einer wohlbehüteten Familie aufwachsen können.
    Dann 1 Jahr ganz weggelassen, Pumphut auch nicht erwähnt, Kantorka hatte eigntlich blonde Haare. Juro empfand ich als diskriminierung gegenüber stotternden Menschen, als wenn die alle blöd wären.
    Das hätte eine Figur sein sollen die sich als liebenswerter Tolpatsch darstellt. Das erste mal als Krabat ein Rabe wurde stimmte nicht.
    Das Ende grauenhaft. Der ganze Film einfach nur grottenschlecht.

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