Das erste Mal – Die F5 Horror-Entjungferung!

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Beim ersten Mal da tut es noch weh.

Auch wenn ich nicht sagen würde, das sich die Wahrnehmung von Gewalt verändert durch Horrorfilme (ich zucke heute noch immer bei realen Aufnahmen von Blut und Verletzungen, Gewalt und Grausamkeit zusammen und kann auch mit Filmen die Leiden zu realistisch zeigen nicht so gut umgehen und ich hasse Kriegsfilme), aber zweifellos tritt was Horror und Grusel angeht eine gewisse Gewöhnung ein.

Während zartbesaitete Naturen, wie mein Arbeitskollege Tobi, schon beim Soundtrack von Halloween zusammenzuckt, kann ich mir die meisten Splatterfilme angucken, ohne mich dabei wirklich zu gruseln (mit Geisterfilmen siehts allerdings anders aus. They creep me out).

Doch das war nicht immer so. Irgendwann in den 70ern war auch ich ein sehr kleiner Batz und zu dieser Zeit erlebte ich meine Horrorentjungferung. Die Phantasie stand noch weit offen, die Seherfahrungen waren noch nicht so überfüttert und bisweilen vermochten sogar die Illustrationen von Büchern mir Alpträume zu bescheren (ich erinnere mich an eine Ausgabe von “1001 Nacht” die gar grausliches zeigte). Damals war ich noch jung, klein und unschuldig und es brauchte nicht viel, um mich nachhaltig zu ängstigen.

Zeit also einen Blick zu werfen, auf die ersten Erinnerungen die wir haben, wenn es um die Lust an der Angst geht. Keine reale Angst, sondern jenen schmalen Grad, zwischen Furcht und wohligem Schauer, dem “nicht weggucken können” und der Hand vor den Augen.

Die ersten Horrorfilme der Fünf Filmfreunde!

BATZMAN
Zu meiner Schande ist meine erste wirklich vitale Horrorerinnerung eher zahmer Natur. Es war an einem jener Samstage an denen der damalige Lebensabschnittsgefährte meiner Mutter beruflich unterwegs war (er spielte Bass in einer etwas langweiligen Tanzkapelle) und ich deswegen länger aufbleiben und mit meiner Mutter fernsehen durfte. Lange aufbleiben war so schon was besonderes (vielleicht wurde damals der Grundstein für meinen Biorhythmus gelegt, der mich selten vor 3 Uhr nachts ins Bett kommen lässt) und noch dazu einen Horrorfilm zu sehen war das tollste. Leider bekam ich vom Film dann selbst nicht soviel mit.

Denn auch wenn “Die Herren Dracula” ganz sicher nicht zu den nervenzerfetzensten Machwerken der Kinogeschichte gehört, habe ich mich schon bei einer der ersten Beißszenen furchtsam unter der Decke versteckt und traute dem Film auch dann nicht, als sich rausstellte das der Vampir in eine Gummipuppe gebissen hatte. Leider habe ich die Erklärung vergessen, die mir meine Mutter gab, als ich fragte, warum der Mann in dem Bett eine Gummipuppe hatte.

Wesentlich intensiver war einige Jahre später die Sichtung von Hitchcocks “Frenzy”, den ich nur deswegen schauen durfte, weil ich bei meinem Vater übernachtete und dieser im glauben ich schliefe schon, noch mit Freunden einen trinken gegangen war. Die Warnung der Ansagerin (ja sowas gab es damals noch), dass der folgende Film nichts für schwache Nerven sei, zog mich nur um so mehr in den Bann der Flimmerkiste. Und was für ein kranker Film das war. Ich erinnere mich noch heute, wie ich zitterte, als der Mörder der Leiche ihre Finger brach um an seine Krawattennadel zu gelangen, denn diese umklammerte. Am Ende des Films war ich fertig, hibbelig. angespannt und beeindruckt. Ich wußte das ich diesen Film überstanden hatte. Und das ich das Gefühl mochte.

Und ich wollte mehr.

JET STRAJKER
Ich war in Sachen Horrorfilme etwas arg frühreif. Mit 12 hatte ich eigentlich alles gesehen, was man auch gesehen haben musste: Die tanzenden Teufelchen, letzten Häuser links, Zombies im Kaufhaus. Das alles habe ich gut aufgenommen, ohne bleibende Schäden. Das waren eben Filme, die spielten sich im viereckigen Bereich vor meinen Augen ab – und wenn ich wollte, dass sie aufhören zu spielen, hätte ich Freund Fernbedienung zu Rate gezogen. Das war nie nötig, gab aber Gewissheit: Es ist nur ein Film, es ist nur ein Film. Das war nicht nur ein Werbespruch, das war einfach so. Deshalb stellte meine frühkindliche Horroraffinität kein Problem für mich dar, im Gegenteil, sie beflügelte mich und weckte eine innige Leidenschaft, die bis heute anhält. Jetzt und hier.

Zurück zur Entjungferung. Es gab zwei Filme, die mich, zumindest soweit ich mich erinnere, mit 6 Jahren wirklich geängstigt, mir schlaflose Nächte und nasse Bettwäsche beschert haben. Vom Schwitzen natürlich. Das wären zum einen die “Gremlins”, diese garstigen Viecher, die sich bis tief in meine Träume eingeschlichen haben. Sofern ich überhaupt zum Schlafen kam. Ich stand wahrlich Ängste durch, dass mich der besonders böse Gremlin mit seiner Kettensäge zersäbeln würde. Da konnte auch der niedliche Gizmo nichts mehr reißen.

Zum anderen hat mir der zweite “Indiana Jones” – bezeichnenderweise auch eine Spielberg-Produktion – schwer zu schaffen gemacht, etwa zur selben Zeit sogar. Mir ging der Tempel des Todes nicht mehr aus dem Kopf, ständig sah ich diesen glatzköpfigen Kerl vor mir, der mir mit seinen „Galimah, Galimah“-Rufen das Herz und überhaupt auch alles andere rausreißen wollte. Ich starrte an die Wand, schaute mich im Zimmer um, unternahm alles, um nicht mehr daran denken zu müssen. Das war schrecklich. Und hatte zur Folge, dass ich keine Filme mehr ab 16 sehen durfte… Na ja, war ein verhandelbares Verbot.

RENINGTON STEELE
Wenn ich mich richtig erinnere, war mein erster Horrorfilm „Schlag 12 in London“, eine Jekyll & Hyde-Verfilmung der Hammer Studios. Damals dürfte ich irgendwas zwischen 5 und 8 Jahren alt gewesen sein. Zu der Zeit sendete die ARD nach den Lottozahlen und dem Wort zum Sonntag immer zwei Filme, der zweite war meistens irgendein Genre-Klassiker. So sah ich schon sehr früh in einem Camping-Wagen im Odenwald in eine Decke gemümmelt Sachen wie „Westworld“, „Der Autovampir“, „Der Fluch des Sienestro“ oder eben „Schlag 12 in London“.

Derber wurde es etwas später, aber auch auf jeden Fall noch unter 10. Mein Cousine und ihr Mann sind bekennende Horror-Freaks, was nicht unerheblichen Einfluß auf meine Film-Rezeption hatte. Und so weiß ich noch, dass wir 1983 (oder so), ich war damals 9 Jahre alt (oder so), die ungeschnittene Version von „The Burning – Brennende Rache“ bei meiner Cousine ausliehen. Ein bis heute unterschätzter und stellenweise sehr, sehr derber Vertreter der Camp-Slasher in dem ein ziemlich verbrannter Typ Teenies mit einer Gartenschere auseinanderschnetzelt.

Während der berüchtigten Kanu-Szene kam mein Vater von der Arbeit nach Hause, als ich den Film mit Mami sah, die mir fortwährend erklärte, dass wäre ja alles nicht echt. He was not amused und ich hatte den Film damals nicht zuende sehen können, habe ihn mir aber Jahre später nachgekauft und schaue ihn seit dem jährlich mindestens einmal. For the Gore.

Die Klassiker „Evil Dead“, „Dawn of the Dead“ oder auch „Maniac“ kamen alle erst später. Aber sicherlich vor 14. [Teufliches Lachen].

MAL SEHEN
An den ersten Horror erinnere ich mich nicht, aber laut meiner Mutter muss es schon mit zwei oder drei Jahren gewesen sein, als ich ins blutige Wasser geschmissen wurde. Der Legende nach setzte mich mein Erzeuger vor Poltergeist, Exorzist und Splattermovies aus den 70ern. Und warum? Um mich mal so richtig männlich zu erziehen. Dass dieser Versuch aber sowas von in die Hose gegangen ist, zeigte sich erst viele Jahre später, als dieses Trauma beziehungsbedingt durchbrach und mich kalt erwischte, in Form von Panikattacken bei Akte X, Gremlins und co.

Es gab aber eine Zeit dazwischen, in dem es nicht horror genug sein konnte. Ich erinnere mich noch gern daran zurück, dass ich mir eine Salamipizza reinzog und käseflockenspuckend lachte, als die Zombies bei Braindead in den Rasenmäher liefen. Diese Erinnerungen vermischen sich mit einem Exorzisten-Abend, zwei bis drei Freddys und einem Jason.

Kommen wir zu dem Trauma zurück. Als ich mit meiner Kleinen zusammenkam, war die Welt noch in Ordnung. Spritzte kein Blut in einem Film, war der Film sinnlose Zeitverschwendung. Nach und nach verwandelte sie mich allerdings in eine sensibele Pussi, die sogar bei Bambi heulte. Nach ein paar Jahren war der Horror-Ofen aus und mit Schrecken erkannte ich, dass ich sogar bei Akte X wegschauen musste.

Erst nach über acht Jahren wurde ich mit einer radikalen Therapie geheilt, die es hier unter der Serie “Massaker Mal im siebten Kreis der Hölle” nachzulesen gibt. Dieser letzte Absatz ist all den Fragezeichen gewidmet, die befürchten die F5 könnten sich wieder an einem Drama versuchen oder fälschlicherweise annehmen, dass der von mir sehr geschätzte MC Winkel ein Monopol auf längere, nicht ganz ernstzunehmende Texte hätte.

NILZENBURGER
Meine Horror-Entjungferung? Da muss ich wohl auf drei Teile zurückgreifen.

1. Poltergeist
Viele unserer Leser werden sich wohl nicht mehr daran erinnern, aber es gab eine Zeit, in der das Fernsehen nur drei Programme hatte. Und unser Schwarz-Weiss-Familien-Fernseher hatte nur 8 Programmknöpfe, warum auch mehr? Das Ding war, ich war damals, als Familienjüngster, die Fernbedienung und wurde immer nach vorne geschickt um umzuschalten. Samstag-Abend hat sich dann die Familie vor dem Fernseher getroffen um sich zusammen unterhalten zu lassen. Nun war es so, zu der Zeit, das nach dem Wort am Sonntag immer noch ein Spielfilm kam.

An diesem einen Samstag war das eben “Poltergeist” und wir sassen zu sechst vor dem Fernseher und haben den Film geguckt, von dem wir alle nichts wusetn. Wir haben nur irgendwas von Steven Spielberg mitbekommen, deswegen gingen meine Eltern wohl auch eher von Familienunterhaltung aus. Ich werde nie vergessen, wie ich mich erschrocken habe, als die Hand aus dem Fernseher kommt und nach dem Mädchen greift. Also so lustig erschrocken. An die Szene mit den Stühlen konnte ich mich auch noch erinnern. Dennoch: Als ich den Film dann vor ein paar Jahren mal wieder gesehen habe, hab ich mich schon gewundert wie hart der doch eigentlich ist und wie sehr ich mich daran nicht mehr erinnern konnte. Womit bewiesen wäre: Kinder blenden unangenehme Erinnerungen aus. So einfach kann das manchmal sein mit der Psyche….Da war ich so 8 oder 9 Jahre alt.

2. Indiana Jones und der Tempel des Todes
Mein Kumpel Waldi hatte einen Videorecorder. Video 2000, das waren die Kassetten, die man noch umdrehen konnte. Und da war auf einer Kassette der Indiana Jones Film drauf. Und wir haben immerwieder die Szene mit dem “Herz rausnehmen” geguckt. Und wieder zurückgespult. Und wieder geguckt. Und wieder zurückgespult. Und wieder geguckt. Unser eigenes YouTube sozusagen. Weil wir es super fanden uns so zu gruseln. Da waren wir wohl so 6 oder 7 Jahre alt. Übrigens haben wir dann lieber “Die Einsteiger” geguckt, in dem gab es ja auch eine Indy-Parodie. Da hatten wir dann sozusagen “Best of both Worlds”.

3. Nightmare on Elm Street 1-4
Ein KLassenkamerad von mir hat mich zu sich nach Hause eingeladen und da bin ich da doch mal hingegangen. Das muss so vierte Klasse gewesen sein. Nachdem uns langweilig wurde, und wir nichts zu tun hatten und ich es als Jugendlicher sowieso am meisten geliebt habe Filme zu gucken, haben wir uns irgendwann vor den Videorekorder gesetzt. Und er wollte mir unbedingt Freddy Krüger zeigen. Nun wollte ich tatsächlich als Kind keine Horror-Filme sehen. Es hat mich nicht interessiert. Er liess sich aber nicht davon abbringen, mir die Filme zu zeigen. Da sass er da laut lachend, bei den blutrünstigsten Szenen die ich bis dato gesehen hatte und mir wurde langsam mulmig. Und danach dann den zweiten Teil. Ab dem dritten Teil spulte er nur noch zu den Slasher-Szenen um sie mir zu zeigen. Ich hatte keine Angst oder hab geschrien oder so, ich fand es irgendwann nur noch langweilig. Nicht so abgestumpft-langweilig, sondern so: Warum zeigst du mir das?-Langweilig. Als dann noch sein grösserer Bruder nach Hause kam und sie mir zeigten, das der in einem Sarg schläft (wirklich!) beschloss ich doch, dieser etwas…ähm…speziellen Familie den Rücken zu kehren. Ich hab ihn nie wieder zu Hause besucht. Und da bin ich heute eigentlich noch ganz froh drüber.
P.S.: Ich hab mir dann Jahre später die Nightmare-Box in USA gekauft. Wenn man die geniesst, dann sind die Filme auch super.

In : Features, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • dirka

    Ok, späte Siebziger oder frühe Achtziger, die Eltern sind weg, die kleine Schwester schläft und ich schaue heimlich “Wenn die Gondeln Trauer tragen” Kein Gore, aber wirklich pure Angst!
    Der Vollständigkeit halber müsste ich dann noch “Bis das Blut gefriert” und “Body Snatchers” und – viel früher – “Der Mann mit den Röntgenaugen” anführen, aber Kinder in roten Regenmänteln haben heute noch eine verstörende Wirkung auf mich.

  • Sadem

    Bei mir war es Exorzist III bei einem Kumpel. Ich war so acht Jahre alt und wir sahen zu dritt den Exorzisten. Zwei von uns saßen mit dem Kissen vor dem Gesicht vor dem Fernseher und schlotterten fürchterlich, während unser Gastgeber des selben Alters seelenruhig vor dem Fernseher einschlummerte, während man das Gehirn des Priesters näher betrachten konnte. Laut meiner Mutter kannte ich in Gesprächen die nächsten zwei Wochen nur ein Gesprächsthema.

  • http://- Director

    Wenn ich mich an meinen ersten Horror-Film zurück erinnere, erinnere ich mich nur an eine Szene aus irgendeinem Freddy Krüger Film. Irgendwie zuckten da Blitze, ne Frau oder so lief über die Straße und wurde von Freddy verfolgt (hört sich nach Nightmare on Elm Street an). Wahrscheinlich die erste Horror Figur, die ich jemals kennengelernt hab, komischerweise hab ich trotzdem bis heute noch keinen einzigen Krüger Film ganz gesehen (was für eine Ironie…) aber Angst hatte ich trotzdem ;)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Dirka: Stimmt, „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ war bei mir auch sehr, sehr früh… die Schlußszene mit dem Zwerg…. uaaaaaah! Verstanden habe ich den als Kind natürlich nicht, aber die Schlußszene! Uaaaaaaah!

  • Kilgore Trout

    Also bei mir klar “Poltergeist”.

  • http://www.splatterblog.de Andreas Port

    Na da habt ihr heut mal ein schönes Thema. :)
    Mein Erster war ” Poltergeist” da muss ich so zehn gewesen sein. Ich fand ihn einfach klasse. Den Schlaf geraubt hatten mir aber “Nightmare-Mörderische Träume”, “Prom Night2-Marry Lou” und “House”, die damls alle in so na lustigen Horrorreihe auf RTLplus liefen, und natürlich “Return of the living Dead”.
    Das erste mal schlecht wurde mir bei ‘Braindead”. Danch war ich eigentlich schon stark abgestumpft und konnte kaum noch geschockt werden. Erst diese Jahr hat es wieder geklappt, bei “Jack Ketchums Evil” aka “The Girl next door”, obwohl der Film absolut unblutig ist. So, das war mein Senf zum Thema. Danke für die Möglichkeit mal wieder in Erinnerungen zu schwelgen. MFG Andreas

  • Orlando

    Also das Schlimmste an Poltergeist war nicht der Film selbst, den ich so mit neun oder zehn geschaut habe, sondern das Umschalten von der ARD ins ZDF nach dem Film. Da war dann schon Sendeschluss und nur noch Rauschen zu sehen. Ich dachte nur, jetzt hat er mich auch; diesen Schock werde ich wohl nie vergessen… Echt übel!

  • http://www.alternative-music.org Cy

    Bei mir war es “Die Nacht der Creeps” :D

  • Tamineh

    Erinnert ihr euch noch an diese Filmreihe “Der Phantastische Film” in den frühen Achzigern im ZDF ? Da liefen dann die ganzen Klassiker ( Edgar Allan Poe , Der Untergang des Hauses Usher und viele schöne Vampirfilme. So mit acht, neun Jahren waren die noch wirklich schön schaurig.Meine erste bewusste Horrorfilm Erfahrung ist dann aber TARANTULA , so mit sieben.Den liebe ich auch heute noch, einmal im Jahr muß der einfach sein !Überhaupt gehören viele dieser ” als Kind zum ersten mal gesehenen ” Filme auch heute noch zu meinen Favoriten : “Willard” , “Ben”, “Frogs”, “Poltergeist”, “Der weiße Hai “. Die Kindheit prägt uns halt doch sehr ;-)

  • Schaumberger

    Ha, bei mir hatte die Fernsehwerbung für die Kinoversion von Shining gereicht um ca. 2 Jahre lang mein Kinderzimmer nur im Sprinttempo aufzusuchen (Ich musste dafür durch die ganze Länge des Hausflurs, an der Tür des mir seit jeher unheimlichen Arbeitszimmers vorbei– seit der Shining Werbung, war ich überzeugt das hinter genau dieser Tür eine wahnsinnige Frau mit Baseballschläger auf mich wartet…)

    Ansonsten fand ich Horrorfilme schon als Kurzer reichlich blöd, daran hat sich bis heute kaum etwas geändert…

  • Mark A.

    Kennt noch einer die Carpenter-version von “Das Ding aus einer anderen Welt?”
    Meine Große Schwester und ihr damaliger Freund haben sich den reingezogen, als meine ELtern nicht da waren und ich durfte mitschauen.
    Der Film lief auf einer alten Videokassette (Betamax i think), die 1000 mal kopiert war und eine entsprechende Qualität hatte.
    Dieses Gekrissele und Geflimmer hob den Film in eine ganz andere Dimension und als ich dann die Szene sah, als der alienbesetzte Typ mit dem Defibrilator wiederbelebt werden sollte, der Brustkorb aufbrach, dem Typen die Hand abbiss und der Kopf abfiel und Spinnenbeine bekam und wegkrabbelte, da hab ich mir echt um ein Haar in die Hose geschissen. Echt.
    Noch heute hab ich Probleme, mir den Film anzutun. Und das geht auch nur, weil die Bildqualität heute lang besser ist und die Tricks so schlechter wirken. Aber eine alte VHS-Krissel-Kopie bekäm ich nicht zu Ende geschaut. Echt jetzt.

    Wahnsinn, ich hab Gänsehaut :))))

  • http://trancefish.de/blog Marcel

    Meine Entjungferung war “Die Nacht der reitenden Leichen”. RTL hat den Kram damals argh geschnitten immer mal wieder als Abfolge aller Teile rauf und runtergespult. Den guckte ich sogar mit meinen Eltern zusammen, fand den aber irgendwie doof und erinner mich nicht mehr so wirklich dran.

    Ein prägendes Erlebnis war auch “Friedhof der Kuscheltiere”. Den kann ich noch immer nicht gucken, ohne zumindest ansatzweise schiss zu kriegen. Slasherfilme find ich hingegen lustig. Auch Fulci.

  • Dezorian Guy

    Friedhof der Kuscheltiere 1 und Indiana Jones und Der Tempel des Todes waren meine 2 ersten richtigen Movies, die Szenen beinhalteten, die mich in jungen Jahre erschaudern liessen.

  • SuppenkaZper

    Das erste Filmmonster vor dem ich richtig schiss hatte ich war so ca sechs und hab mit meinem größeren Bruder “Kampf um Endor” gesehen, falls den noch jemand kennt (star wars ->ewok spin off) da gibts am Ende irgendein riesiges Supermonster was mich in Angst und Schrecken versetzte

  • Basti

    Ich war immer voll die Pussy, Die unendliche Geschichte und Ghostbusters fand ich als ganz kleiner Spund schon total schlimm.

    Panik hatte ich zum ersten mal mit 7 oder 8 bei ES, danach kam Akte X. Mit 12 kam dann Scream, das ging dann schon!

  • Bomster

    Die traumatischste Kindheitserinnerung ist für mich die zauselige braune Riesenspinne im “Dieb von Bagdad”, die mich als 4jährigen schon ziemlich mitgenommen hat.

    Da in den späten 70ern im Fernsehen genretechnisch nicht viel zu holen war und meine Eltern sich mit der Anschaffung eines Videorecorders lange zurückgehalten haben, habe ich mich die nächsten paar Jahre mit Feuereifer auf die Europa-Horror-Kassetten gestürzt – da die sich ja munter im Horrorfilmfundus bedient haben (erinnert sich noch jemand an “Das Weltraummonster”?), passt das vielleicht trotzdem hier herein.

    Mit elf (Anno ’83) hab ich dann während eines Sommerurlaubs (hüstel) “Muttertag” gesehen, der zwar arg ruppig war, aber keine nachhaltigen Schäden produziert hat (glaube ich wenigstens). Vor allem konnte man auf dem Schulhof mächtig angeben, wenn man so einen Film kannte…

  • http://www.dexterkane.blogspot.com dexterkane

    “Kingdom of the Spiders” mit “Cpt. Kirk” William Shattner!
    Lief glaub ich damals als Mörderspinnen oder so, da war ich 7 oder 8.

    Heutzutage ist der ja nun alles andere als gruselig, aber damals…

  • http://klabauterlog.wordpress.com/ DerTim

    Im NDR gab es früher (8oer Jahre) am späten montag abend “Mumien, Monstren, Mutationen”. Da haben sie die ganzen Horrorklassiker der 30er und 50er Jahre (Stichwort: Jack Arnold) gezeigt, die ich immer mit Begeisterung und einem Auge unter der Bettdecke gesehen habe.

    Einer meiner ersten Horrorfilmbegegnungen muß also etwas aus dieser Reihe gewesen sein.

  • http://vierfaeuste.de Holger

    Mein erstes Grusel(film)erlebnis hatte ich nach “Das indische Tuch”, eine Wallace Verfilmung. Der Film ansich war gar nicht so schlimm, aber als mir mein älterer Cousin nach dem Film ein Tuch von hinten um den Hals gezogen hat, war es vorbei. Ich war damals höchstens 6 oder 7, kann mich aber nicht erinnern, mich jemals wieder so erschrocken zu haben.

  • Pingback: Das Blog-Ha.us » Blog Archive » Wie der ganze Horror begann…

  • Thies

    Die erste angsteinflössende Film-Erfahrung an die ich mich erinnern kann, war merkwürdigerweise eine TV-Serie. In einer Folge von “Die Profis” wurde eine Frau von einem Stalker verfolgt, der ihr vorzugsweise in dunklen Kellern und Tiefgaragen auflauerte und aus einem Versteck heraus immer wieder ihren Namen in einer Art Singsang rief: “Susan, Susan, Susan….”. Das hatte mich damals so erschreckt, dass ich die Sichtung der Folge abbrach und auch die Serie nicht mehr weiterverfolgte.

    Ziemlich verstört hatte mich ausserdem “Vertigo – Aus dem Reich der Toten” von Alfred Hitchcock der irgendwann in den 80ern zusammen mit vier anderen seiner Filme im Kino groß gestartet wurde. Die Handlung hatte mich ohnehin schon stark in Bann genommen, aber endgültig den Rest gab mir dann die Alptraumsequenz von James Stewart im letzten Drittel des Films: http://www.youtube.com/watch?v=byCBl5LajQU

    Und da aller guten Dinge drei sind: die TV-Fassung von Poltergeist war, wie ich später herausfand um ein paar grausliche Details gekürzt worden, aber am Meisten erschreckt hatte ich mich, als die fies grinsende Clown-Puppe plötzlich verschwunden war und dann den kleinen Jungen angriff. Brrrrr…..

  • http://www.splatterblog.de Andreas Port

    @Thies: HaHa! :D

    Meiner Freundin (23) geht es bei “Poltergeist” genaus. Die hat auch nur Angst vor dem Clown.

  • Mad din

    Michael Jackson’s “Thriller”-Video. Danach (also ab 5 Jahre) alles mit nem lässigen Lächeln mitgenommen.

  • limpi

    Friedhof der Kuscheltiere…ich fand den damals so schlimm, konnte bestimmt 3 nächte danach nicht mehr schlafen.

  • jafet

    lorenzos öl
    fieses drama, das im gedächtnis bleibt

  • Toddl

    - The Fog – Nebel des Grauens
    vorher noch: Die Vögel ;-)

  • tom mueller

    ganz klar carpenter’s “the fog”. ich war so ungefähr 11, musste damals vorschlafen, um im ersten (ja, der sender mit der chromblitzenden 3d-ziffer) das 23 uhr programm sehen zu dürfen. die ersten minuten haben mir dann gereicht – für kenner: dies szene am strand, wo der alte fischerfuzzi den kindern eigendlich den ganzen plot des films erzählt. grandios.
    grandios schrecklich für mich, vor allem mit dem eindringlichen soundtrack… absolut scary. ab ins bett.
    jahre später traute ich mich mit einem klassenkameraden an so schinken wie “dawn of the dead” heran, die lovecraft verfilmungen waren glaube ich auch alle dabei. eines tages hieß es dann: ein freund hat tatsächlich “the evil dead” gesehen. “… da werden so augen ausgedrückt, und so!”
    wir schworen uns, sowas wirklich nie anzugucken.
    ein paar wochen später haben wir dann auch das geschaft.

    fällt mir nur noch ein zu sagen: bei “the fog” gruselt’s mich immer noch. dem ganzen anderen kram finde ich nur noch lustig. irgendwie.

  • http://DasersteMal–DieF5Horror-Entjungferung! Candace

    WOW!Ich bin erst 11 und guck mir Horrorfilme an,ich hab aber bis jetzt nur The Ring,Exorsist,Tötlicher Anruf,Amitiville und sowas eguckt.Der beste war Der Exorsist,dann kommt The Ring!Ja!Samara!Also ich kann nur sagen,ICH LIEBE HORRORFILME-I LOVE HORROR MOVIES!!!!!

  • http://DasersteMal–DieF5Horror-Entjungferung! Mike

    Ich hab mal mit meinem Kumpel und mit meinen 12 Jahrealten Bruder ein paar Horrorfilme geguckt,ich bin 16,ich darf sowas ja gucken!Ich habe meinen Bruder ja gesagt,es sei nichts für ihn,aber er hörte ncht,er wollte ja umbedingt Alpträume und Halluzinationen kriegen!Der 2. Film den wir geguckt haben war “Exorsist”.Mein Bruder hat sich vor Angst an mir gekuschelt und wollte fast garnicht hinsehen,wieso wollte er dann überhaupt mit uns gucken mann?In der Nacht habe ich ihn,bevor er eingeschlafen ist nochmal ausdrücklich gesagt,dass es nur ein Film war.Und er ist aufgewacht und schreit:”Mama hilf mir!Mama hilf mir!Mama hilf mir!”Und dann pennt er wieder.Mich nervt es ja auch,aber er ist mein kleiner Bruder!Ich hab ihn ja auch lieb!Aber seit dem macht er es nur noch!Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll!Hilft mir doch bitte!

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr